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Aus der Heimat.

für diele Rubrik lind (Diftellungen lokalen Snterenes aus dem beierkreifs liess erwünscht und werden auf Wunsch bezahlt

* Handwerk nud Reparation Die Not unseres Volkes durch die ihm auferlegten Daweslasten kann zweierlei Wirkung ausüben, sie kann das Volk in Zerrissenheit stürzen, sie kann eS aber auch im Ab­wehrgedanken einzig zusammenschweißen. Es muß ganz entschieden der Standpunkt vertreten werden, daß diese Möglichkeit, Einigkeit in unserer Bevölkerung zu schaffen, voll ausgeschöpft wird und daß nicht etwa neuer Zank^und und Streitigkeit in die--Maffew ge­tragen wird, wer sich am besten für die Aufbringung der Lasten eignet, wer geduldig 'genug, sie sich aus­packen zu lassen. Deshalb rüst derKurh-wald Hand- werkerbund tn -er Zeit 17 —25 Februar im Einver­nehmen mit dem ReichSverband deS-Deutschen Hand­werks zu Kundgebungen für die Erhaltung und Frei­heit des Handwerks auf, in HerSfeld findet die Kund­gebung am 14 2. 1929/14 Uhrzim Stern'statt, um in ihnen Stellung zu nehmen zu den großen Fragen, die jeden, der sich als verantwortlicher Staatsbürger fühlt, heute bewegen müssen. Ein besonderer Abschnitt in den Referaten ist derfReparationsfrage gewidmet, wobei insbesondere die von Reparattonsagenten so gänzlich schief gesehene Lage der breiten Massen be­leuchtet werden wird.

* In der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie wurden 'folgende Gewinne gezogen: 10000 RM. auf Nr. 186165, 5000 RM auf Nr 60861, 3000 RM auf Nr. 80069 269519 270590, 347888, 2000 RM. auf Nr. 20743 29558 81119 81571 161891 196439 229447 389350. tOhne Gewähr)

Hersfeld. Wie der Magistrat in einer Bekannt­machung mitteilt, werden die städtischen Volks­schulen, die Berufsschulen und die HauS» haltungSschule, das Lyzeum und das Gymnasium wegen der großen Kälte biS auf weiteres geschlossen. Einige Klassenzimmer in der Nordschule werden für solche Kinder als Wärmestuben zur Verfügung gestellt, die auS irgend welchen Gründen sich nicht im elter­lichen Hause aushalten können Irgend welche Be­fürchtungen wegen Knappheit in der Brennstoffoer- forgung bestehen nicht. Der Schulbeginn wirddurch die Zeitungen wieder bekannt gegeben. M

Hersfeld. Gestern unternahm der am Marktplatz wohnende Kürschner Franz Groß einen Selbst­mordversuch, indem er sich mit einem Revolver inS Herz schoß. Die Kugel wirkte jedoch nicht tödlich, der jungekMann wurde in schwer verletztem Zustandc in daS hiesige Landeskrankenhaus eingeliefert. Di«. Beweggründe zu der Tat sind unbekannt.

Hersfeld Die für Donnerstag den 14 d. Mts' hier angesetzte BullenversteigeruNg des Kurhessischen Fleckviehzüchterverbandes ist wegen der großen Kälte auf den 7. März verschoben worden.

Hersfeld. In der vergangenen Nacht wurden in den Außenbezirken HöIGrad Kälte gemessen.

Hersfeld. -Wie wird da 8 Wetter?) Das im Nordosten befindliche Hochdruckgebiet besteht »un­vermindert fort, während der Luftdruck im Westen fällt. Infolgedessen verstärkt sich die vorhantzeueOstfilLmung / und transportiert weitere Kaltlust nach Westen. Die sehr kalte Witterung hält an. — Vorhersage bis Mittwochs Abend: Heiter, trocken, sehr kalt, östliche Winde.

Raffel. In der Autogarage der Firma Jürgens im Grünen Weg erlitten gestern abend gegen 8 Uhr ein Chauffeur und seine Braut eine schwere Gasver. giftung. Der Chauffeur würde allabendlich nach Dienstschluß von seiner Braut in -er Garage abgeholt Bevor sie den Heimweg antraten, wollte der Chauffeur noch den Motor setnesldort untergestellten Personen. Wagens nachprüfen und hatte wegen der grimmigen Kälte die Garagentore geschlossen. Dann ließ er den Motor'lausen. In diesem Augenblick müssen sich Gase entwickelt haben, die keinen Abzug in dem Raum sanden und dem Chauffeur sowie seiner Braut plötz­lich die Besinnung raubten. Der Garagenbesitzer, hörte im Vorbeigehen daS Stöhnen und öffnete mit Hilfe eines anderen Herrn die Garaaentore. Zu seinem größten Schrecken fand er den Chauffeur und seine Braut ^'vergiftet kam Boden liegend vor, den Chauffer in unmittelbarer Nähe der Türe, die er offenbar noch öffnen wollte, wozu ihm aber bereits die Kräfte fehlten. Die beiden Vergifteten wurden in das LandeSkrankenhauslÜberführt, wo siejfchwerkrank darniederliegen.

Frankfurt a. M. fJnfolge deS.starken Frostes ereignete sich in -er vergangenen Nacht in Neu- Jsenburg ein folgenschwerer GaSrohrbruch. AuS- strömendes GaS drang in zwei Häuser am Marktplatz Eine Familie Späth, bestehend aus drei Personen, erlitt den Tod durch Gasvergiftung. Ein anderer Bewohner" mußte mit schweren Vergiftungser­scheinungen ins Krankenhaus gebracht werden, denen er inzwischen erlegen ist. Außerdem sind 9 Personen inS Krankenhaus eingeliefert, von denen drei noch in Lebensgefahr schweben.

Frankfurt a M. Die vielen in der letzten Zeit verübtenkkEinbrüche' in tWafferhäuschen haben eine merkwürdige Aufklärung gefunden. Die Kriminal- Polizei ermittelte alS Täter eine Reihe von Bürschchen im Alter von 14 und 15 Jahren, denen man bereits über 10 Einbrüche nachweisen konnte. Nach bekanntem Muster stahlen sie zunächst auf einem Bauplatz Ein­brecherwerkzeug in Form von Mauerklammern und dann gingen sie in den späten Abendstunden an die Arbeit. Hauptsächlich hatten eS die Jungen auf Zigaretten, Würstchen und Nascherein abgesehen. Nunmehr werden sie sich vor dem Jugendgericht zu verantworten haben.

Lippstadt? Auf der'stark vereistensund abschüssigen Straße Rüthen—Altrüthen ereignete sich am Sonntag nachmittag ein schweres Schlittenunglück, dem drei Menschenleben zum Opfer fielen. Ein mit fünf Per- fönen besetzter Pferdeschlitten fauste" infolge Reißens einer Zugk.tte gegen einen Baum Während es einem Insassen gelungen »iwar, rechtzeitig abzufpringen, wurden die vier andere Personen auf die Straße ge- schleudert. Der Oberlandjäger Grabbe und der Kohlen- Händler Eling waren sofort tot, während der Schlitten- besttzer, der Landwirt Joseph Petermann, nach seiner

Einlieferünü ins Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Der Oberlandjäger Trentz erlitt schwere Kopf. Verletzungen Das durch den Unfall scheu gewordene Pferd war mit denk Schlitten in eine Schafherde ge- rannt, wobei mehrere Schafe getötet werden.

Prinz Karneval bei 14 Grad Mit.

Rosen monta g in Köln.

In den frühen Morgenstunden des R o s e N m o n - tags betrug in Köln die Temperatur minus 14 Grad. Nur einmal bisher (im Jahre 1873) hatte der Rosen- montagszug unter einer so strengen Kälte zu leiden. mals war der Zug außer einer grimmigen Kälte auch einem fürchterlichen Schneesturm ausgesetzt, so daß die Wageninsassen nach Beeendigung des Zuges halb­erfroren aus den Schneemassen herausgeschaufelt werden mußten, die sich auf den Wagen angesammelt hatten. Aber wie das damalige ungünstige Wetter, so hielt auch dies­mal die strenge Kälte die nach Hunderttausenden zählenden Neugierigen von nah und fern nicht ab, sich den Zug vom Anfang bis zum Ende anzusehen und mit echt kölnischem Humor zu begutachten. Auf- und Abbau wurden in 26 teilweise außerordentlich eigenartig und wrrndervoll ausgestatteten Wagen dar­gestellt: Auf- und Abbau des T h e a t e r s, der Abbau des Alkohols, der Wiederaufbau der Kölner Finanzen, der Abbau der Ehe und der Welt- rüstung, der Abbau der Frau, der Familie, der Abbau der Eisenbahn, der Aufbari des Rundfunks, Auf- und Abbau der K u n st und Musik und schließlich der Auf- und Abbau der V e r e i n e. Außer diesen Wagen führte der Zug 22 Beiwagen, eine Masse kostümierter Teilnehmer, gegen 600 Pferde und zahlreiche Musikkapellen mit sich. Die Kosten des Zuges belaufen sich auf rund 300 000 Mark, die zu 95 Wrözerft von den beteiligten Karnevals­gesellschaften getragen werden. Für den Rest kommt ein städtischer Zuschuß und das Ergebnis einer Haussamm- lung in Frage. „

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Der gute Einfall, dem Rosenmontagszug der Samt- und Seidenstadt den Wahlspruch „Krefeld am Seidenfaden" zugrunde zu legen, wurde mit sech­zehn Prunkwagen, vielen Reiter- und Fußgängergruppen in originellen Bildern zur Durchführung gebracht. Die außergewöhnliche Kälte vermochte der niederrheinischen Fröhlichkeit keinen Abbruch zu tun und so umsäumten viele Zehnlausende die Durchgangsstraßen, begutachteten die Gruppen und begrüßten besonders gelungene mit leb­haftem Beifall. .

Rah und Fem

O Ein Höhlenbewohner halb erfroren aufgefunden. Die Potsdamer Kriminalpolizei entdeckte im Walde in einem zur Höhle erweiterten Kaninchenloch in ziemlich großer Tiefe einen gänzlich verwahrlosten Höhlen­bewohner, der halb erstart und so mitgenommen war, daß er nicht sprechen konnte. Er wurde nach dem Krankenhaus gebracht und dort als ein Arbeiter Kehrn festgestellt, der in Schöneberg wohnte und sich dann abmeldete, um aus Wanderschaft zu gehen. Wahrscheinlich wäre er, wenwer nicht entdeckt worden wäre, nachts erfroren.

O Von der Lokomotive überfahren. In Arnsdorf wurde auf dem Bahnhof beim Austauen von Weichen der Hilfs- rottenführer Drescher.von einer Lokomotive erfaßt und auf der Stelle getötet, während sein Arbeitskollege, der Bahnunterhaltungsarbeiter Purz, erheblich verletzt wurde.

O Liebe und Blausäure. In Kiel wurden ein 22jäh- riger junger Mann und eine 20jährige Haustochter aus dem Hausboden tot aufgefunden. Es handelt sich allein Anschein nach um Blausäurevergiftugg. Die Tat ist offenbar darauf zurückzusühren, daß der Vater des jungen Mannes den Verkehr seines Sohnes, mit dem Mädchen nicht duldete.

O Schlitten mit Raketenstoß. Auf dem Starnberger See fand eine neue Versuchsfahrt des von dem Raketen- inaenieur Max Valier konstruierten Raketenschlittens „Rat Bob 2" statt. Der Schlitten war mit 18 Raketen ausgestattet, die in fünf Serien mit je 114 Sekunden Abstand zur Entzündung kamen. Nach den Angaben des Konstrukteurs hat der Raketenschlitten bei dieser Fahrt durch seine Schnelligkeit die von ihm gehegten Erwartun­gen weit übertroffen und eine Geschwindigkeit von durch­schnittlich 378 Stundenkilometern erzielt. Die Konstruk- tion des Schlittens hat der enormen Beanspruchung vor­züglich Widerstand geleistet. Auf den Start eines mit drei Raketen ausgerüsteten Flugzeugmodells von fünf Meter Länge wurde infolge der unzureichenden Ab- sperrungsmöglichkeit verzichtet.

O Ein ungleiches Paar. In Braunsberg in Mähren fand die Trauung eines Zwanzigjährigen mit einer Siebzigjährigen statt. Um den Andrang von Neugierigen, die sich in großer Zahl eingefunden hatten, zu verhindern, ließ der Pfarrer die Kirchentür schließen. Die Menge, derer sich deshalb eine große Erregung bemächtigte, be­gann daraufhin mit einem Steinhagel. Als das Ehepaar die. Kirche verlassen hatte, mußte der Kraftwagen mit größter Geschwindigkeit davonfahren.

0 Eine Familie durch Kohlengas vergiftet. Die Ret- tungsstation des Roten Kreuzes in Brünn wurde aus Scharatitz bei Brünn alarmiert, wo eine Familie durch Kohlenoxyd vergiftet worden war. Nach großen An­strengungen konnte sich das Rettungsautomobil seinen Weg durch die verschneiten Straßen bahnen. Von der fünfgliedrigen Familie waren der Mann und ein 10jähriger Sohn bereits tot, während die Frau, ein 16jähriger Sohn und eine Tochter ins Krankenhaus übergeführt werden mußten.

ö Wertvolle „kleine" Geschenke. Einem Londoner Krankenhaus sind von zwei ungenannten Spendern zwei Gramm Radium im Werte von 240 000 Mark geschenkt worden.

Bunte Tageschronik

Schaffhausen. In der benachbarten Gemeinde Dießen- Hofen beobachteten Italiener einen Mann beim Geldzählen, gingen ihm auf dem Heimwege nach und überfielen ihn. In dem Kampfe wurde der libersallene durch einen Revolverschuß getötet. Der Täter konnte verhaftet werden.

Jersey City. Hier sind 15 Gebäude abgebrannt, wodurch fünfzig Familien obdachlos geworden sind. Das Feuer ist an­scheinend durch eine Bombenerplosion entstanden, die auf einen Racheakt gegen einen Italiener zurückgeführt wird. Der Laden des Italieners wurde durch die Explosion vollständig zerstört.

Spiel und Spori

Weltmeister im Eisschnelläufen wurde wiedM- um der Finne Thunberg, der am 2. Tage bei den WettkämpfM in Oslo noch die 1500 Meter überlegen gewinnen sonnte. Zweiter wurde hier Ballangrud-Norwegen. Über die längst« Strecke, 10 000 Meter, siegte Starrud-Norwegen vor Balkan»- grud und Larsen. Erst an 6. Stelle kam hier Thunberg durch« Ziel. Trotzdem hatte er genügend Punktevorsprung, um fetaw Titel erfolgreich zu verteidigen.

Dr. Peltzer schlägt Wichmann. Da« Hanpünte*. esse des Hallensportfestes des Südostdeutschen LetchtatbleM- Verbandes in Breslau beanspruchte das Duell Dr. Peltzer— Wichmann. Diesmal endete das Rennen über 1000 Meter mN einem überlegenen Siege des StettinerS in 2 :83,8. Wichmauu brauchte s/io Sekunden mehr. Erwähnenswert ist außerdem noch die neue Hallenbestleistung über 800 Meter für Dame« von Frau Radtke, die 2 :29,2 gebrauchte. Den Sprinterdret- kampf gewann der Berliner Kurz.

Das 7. Jahn-Schwimmen der D. T. in Halle nah» in Anwesenheit des 1. Vorsitzenden Dr. Berger einen gla» zenden Verlauf. Mehrere neue D. T.-Höchstleistungen wurde« aufgestellt, so im 100-Meter-Fretstilschwimmen von Steinhaus- Berlin mit 1 :06,4, im 50-Meter°S1reckentauchen mit 33,6 bon Spitz-Kölu und im 200-Meter-Lagenschwimmen mit 2 :55,( von Spitz-Köln. Bei den Turnerinnen erzielten im Ivo-Meter- Brustschwimmen Fräulein Backof-Offenbach mit 1:33,8 und im 100-Metel-Rückenschwimmen Fräulein Wall-Leipzig mu 1:39 neue Bestleistungen. Die 4 X 100-Metcr-Bruststaff«I wurde von Mühlbausen in neuer Rekordzeit von 5 :41 wn< die Schnellstaffel 50, 100, 150, 100, 50 Meter vom S. B. Hoch­bahn-Berlin in 5 :20,2 (Rekord) gewonnen. Im Wafserba»- turnier siegte in der Endrunde Mühlbausen gegen Halle mit 17 :4. Im Kunstspringer, waren bei den Turnerinnen Frä». (ein Kapp-Frankfurt a. M., bei den Turnern Koflag-Berli« siegreich.

Der Turnausschuß der Deutschen Turner- f ch a f t tagte in Anwesenheit des 1. Vorsitzenden der D. Dr. Berger, nud des 3. Vorsitzenden, StaatsministerS a. ¥ Dominicus, in Stuttgart. Bei der Tagung nahm der Turn« ausschuß auch Fühlung mit der Stadtverwaltung und be­sichtigte das für das Stuttgarter Stadion vorgesehene Gelände.

Conger schlägt Nurmi. Das traditionelle Meilen- rennen um den Wanamaker-Prets im Newyorker Madisen Sguare Garden brächte diesmal ein sensationelles Ergebn^. Nurmi, der einen Weltrekordversuch angesagt hatte, trat nicht in bester Form an und wurde von dem Amerikaner mit acht Uards in 4:17,4 geschlagen.

Futzball.

Die grimmige Kälte machte am Sonntag dem Anjkball einen argen Strich durch die Rechnung. In Berlin w«w« überhaupt nicht gespielt.

Börse und Handel

Amtliche Berliner Notierungen vom 11. Februar. ’ ’

* Börsenbericht. Tendenz:' Sehr ruhig. Am Wpchenbetzimr zeigte die Börse bei Eröffnung fast völlige GeschäftSlosigtett b« allerdings ziemlich gehaltenen Kursen. Die Spekulation wir auch das Publikum und das Ausland hät sich außerordentlich zurück. Die Geschäftslosigkeit kam auch wieder in dem zahl­reichen Ausfall der Erstnotierungen zum Ausdruck. Da» A«4- land, vor allem Amerika, hatte einige Kauforder» erteilt, die jedoch infolge zu niedriger Limite nur teilweise zur Au»fiih- rung kamen. Am Geldmarkt tendieren die Sätze weiter »ach unten. Tagesgeld war mit 4—6 Prozent, Monat»geld mit 6,75 bis 7,75 in reichem Maße angeboten. Nach Festsetzung bet ersten Kurse wurde das Geschäft in Speziakwerten etwa« re»er. In> Verlaufe schwächte sich die: Tendenz angestcht» der W»A- fommenen Geschäftslosigkeit stärker ab.

* Devisenbörse. Dollar 4,210—4,218; engl. Pfund 90,43 bei 20,47; holl. Gulden 168,61—168,95; Danz. 81,62—81,78; fra«,. Frank 16,43—16,47; schweiz. 80,96—81,12; Belg. 58,54—58,64,- Italien 22,03—22,07; schweb. Krone 112,56—112,78; dän. 111,M bis 112,53; norweq. 112,30—112;52; tschech. 12,45—12,47; »sterr. Schilling 59,12—59,24; poln. Zloty (nichtamtlich) 47,12—47,3»; Argentinien 1,775—1,779; Spanien 65,93—66,07.

* Produktenbörse. Vom Ausland waren kaum Anregttugeu gegeben, dafür bot das Inland auf Grund dek grimmig« Frostes Ursache, daß die Landwirte allgemein für die ew schwerten An- und Abfuhrkosten gelungen waren, höhere ge»« derungen für jetzt zu lieferndes Brotgetreide zu stellen. W drückte sich dies in den amtlichen Kursen auS. Gerste still, M»N desgleichen, Mehl höher gefordert, jedoch zu nahezu unvorii»- dert hohen Preisen in kleinsten Mengen umgefetzt.

Getreide- und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark

Wetz., märk. pommersch.

Rogg., märk. pommersch. westpreuß.

Braugerste Futtergerste Hafer., mark, pommersch.

Westpreuß.

11.2.

216-218

206-207

218-230

192 202

200 206

9. 2. 213215

204-205

218-230 192-202 200 206

11.1.1 ».«.

Weizkl. f.Bln. 15,2-15^15.1-1»» Rogkl f. Bin. 14,5-14,710147

Raps Leinsaat

Vtkt.-Erbseu kl. Speiseerbsi

40,0-46,0 48.^46»

27,0-38,0 27 0-38.6

Futtererbseu 21,0-23,0 31046,»

Peluschken 22,0-24,0 23,044»

Ackerbohnen 21,0-28,0'21048»

Wicken 26.0-28,0'26 0481

Frankfurter Echlachtniehmarkt »ew 11 Ae»r>« Der Auftrieb deS HauptmarkteS bestand auS 1808 Rindern, darunter 322 Ochsen, 72 Bullen, 512 Kühen, 360 Färsen, 550 Kälbern, 98 Schafen, 4622 Schweinen. Verglichen mit dem letzten Hauptmarkt waren 6» Rinder, 434 Schweine, 48 Schafe weniger angetrieben, dagegen 150 Kälber mehr. Verglichen mit den Preisen des letzten HauptmarkteS waren Rinder teilweise 1—2 Mk. höher. Gegenüber den Notierungen deS vergangenen NebenmarkteS blieben Kälber behauptet, während Schweine zirka 1 Mk. anztehen konnten. Marktverlauf: Rinder mäßig, rege, auSverkauft, Schweine ruhig, Ueberstand, Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Notiert wurden Ochsen Kl. 81) 53-56, A2) 49-52, B) 44-48, Bullen «) 50- 58, B) 46-49, Kühe A) 42-45, B) 37-41, C> 32-86, D) 26-81, Färsen A) 53-57, B) 48-52, C) 43-47, Kälber Klaffe V) 70-74, C> 65-69, D) 60-64; Schafe -; Schweine A-Cs 75-77.

Der Verband Hessischer Erwerb«- n,d Wirtschaft»- genoffenschasten e. B in Raffel veröffentlicht soeben das Gesamtergebnis der Rohbilanzen der ihm ange« schlossenen Kreditgenossenschaften für Ende 1928 Hier­nach hat sich die Bilanzsumme gegen Ende Oktober 1928 von 42,9 auf 43,5 Millionen Reichsmark erhöht. -Stand Ende 1927 RM 85,3 Millionen). Die Spar- einlagen allein haben sich in den beiden Monaten um rund RM. 1000 000.— erhöht, während dte Ein­lagen in laufender Rechnung etwa RM. 200 000 — kleiner geworden sind. Die zugefloffenen Gelder sind in flüssigen Mitteln Bankguthaben usw. angelegt worden, dagegen haben sich die AuSstände tn laufender Rechnung von RM. 26,8 anf RM. 26,4 Millionen vermindert. Insgesamt waren an Krediten, Bor. schsiffen und Wechseln rund RM. 38 Millionen an die Mitglieder ausgeliehen.