Wünsche und Enttäuschungen.
Gewöhnlich sind ja Neujahrsreden offizieller Natur nur der Austausch höflicher Floskeln, Allgemeinheiten, politischer Selbstverständlichkeiten unpersönlichster Art. Nur einmal war eine solche Rede von größter politischer Bedeutung, — aber es ist schon gerade 70 Jahre her, als Napoleon IN. auf dem Neujahrsempfang dem österreichischen Gesandten mitteilte, er bedauere feststellen zu müssen, daß das Verhältnis zwischen Frankreich und Österreich nicht derart sei, wie es im Interesse des Friedens sein sollte; ein paar Monate spater brach ja dann auch der Krieg aus.
Auf dem diesmalien Neujahrsempfang des Diplomatischen Korps beim deutschen Reichspräsidenten schwang die Rede Hindenburgs einen Ton, der doch trotz aller selbstverständlich gebotenen Zurückhaltung der Deutlichkeit nicht entbehrte. Hatte der Nuntius als Sprecher der ausländischen Gesandten von dem allgemeinen Fortschritt im Friedenswillen gesprochen, an dem die sofortige Zustimmung Deutschlands zum Kellogg-Patt erheblich beigetragen hat, so gab Hindenburg in seiner Antwort der tiefen Enttäuschung des deutschen Volkes Ausdruck, daß es immer noch auf einem großen Teil seines Heimatlandes die Freiheit, die Selbstbestimmung entbehren muß, daß die Nichtbefreiung des Rheinlandes also eine der schwersten Enttäuschungen und Rückschläge im vergangenen Jahre gewesen ist. „Nach göttlichem und menschlichem Recht haben wir Anspruch auf dieseFrei- h e i t und ihre Wiedererlangung hat Deutschland längst erhofft." Friedensgemeinschaft der Völker — das bleibt solange ein leeres Wort, als nicht — Hindenburg unterstrich das wiederholt — Vertrauen, Gleichberechtigung und wirkliche Freiheit aller gegenüber allen dort obwalten. Leider ist davon in der Praxis keineswegs die Rede, bleiben immer wieder „herbe Enttäuschungen" als Rest.
Beim Empfang des Reichskabinetts klangen ähnliche, aber natürlich noch deutlichere Töne. Auch der Reichskanzler Müller sprach davon, daß auf außenpolitischem Gebiet die Hoffnungen und Wünsche, die jeder Deutsche hege, nicht in Erfüllung gegangen seien, besonders in der Rheinlandfrage; daß man selbstverständlich trotzdem nicht davon ablassen werde, zu hoffen, nach den Enttäuschungen die Wünsche schließlich doch zur Erfüllung gebracht zu sehen. Der Krieg ist eben immer noch nicht liquidiert, weder innerlich noch äußerlich; die äußere Liquidierung, nämlich die Regelung der Reparationsfrage, soll ja nun kommen, aber sie wird nicht gerade erleichtert durch den Glauben des Auslandes, Deutschlands Wirtschaft befinde sich in höchster Blüte. Man hat im A u s l a n d eben gar keine Ahnung, welche großen Schwierigkeiten, welche Sorgen sich auf dem Wege zu einer wirklichen Gesunduno entgegenstellen; man steht im Ausland nur, wie Deutschland vor zehn Jahren aussah und wie es jetzt aussieht. Gewiß, es geht vorwärts, aber langsam, und das Ausland, unsere offenen Feinde von einst und heimlichen Gegner von heute, erleichtern uns das Vorwärtskommen durchaus nicht.
In feiner Antwortrede beklagte auch der Reichspräsident, wie groß die Enttäuschung im deutschen Volke über diesen Widerstand des Auslandes, besonders hinsichtlich der Räumung des Rheinlandes geworden ist.
M P VvtPvf4V *W**Ofiyv Vvtyvuw; V*UWH. ^^»«^r ft«;^ unsere Sorgen im Inlands um das Schicksal unserer Wirtschaft nicht minder groß. Mit tiefer Dankbarkeit wird es die deutsche Landwirtschaft, besonders die des Ostens, vernehmen, daß der Reichspräsident in überaus dringlicher Form es der Reichsregierung ans Herz legte, den deutschen Landwirten in ihrer schweren Notzu helfen und immer wieder zu helfen, ©r« freulicherweise haben sich im Laufe der zehn Jahre eine ganze Reihe innenpolitischer Spannungen gelöst, so daß man etwas klareren Auges, parteipolitisch weniger beeinflußt, an die Regelung schwerwiegendster wirtschaftlicher Probleme herangehen kann.
Notwendig genug ist's ja. i
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30) Fortsetzung.
Bei Traute hatten sich jene Beschwerden eingestellt, von denen die werdende Mutter nie verschont bleibt und die Rücksichtnahme, Güte und stilles Bescheiden verlangen.
Diese Tugenden aber gingen dem Gatten ab. Es kam vor, daß er ganze Nächte fortblieb. Um Traute bekümmerte er sich kaum. Sie mußte ihr Leid und ihre Beschwerden ohne Beistand tragen.
Und dann kam der Tag, der im Leben der Frau der schwerste ist.
Mac war wieder nicht zu Hause gewesen. Traute telephonierte nach ihm überall hin, wo sie ihn zu finden glaubte.
Vergebens!
Und in Schmerzen und Angst verrann Stunde auf Stunde.
Da rief sie Pieter Calisch an.
„Wissen Sie nicht, wo mein Mann ist?«
„Nein, gnädige Frau.«
„O Gott!«
„Was ist denn, gnädige Frau? Sind Sie krank?"
„In großer Not bin ich, Calisch. — Sie wissen doch! — Und bin allein."
Calisch war, als ob ihm das Herz zerspringen sollte. Er wußte ihm ersten Augenblicke keinen Rat, dann aber riß er sich doch zusammen.
»Ich schicke Ihnen meine Schwester, gnädige Frau. — Aber nein, die kann Ihnen ja auch nicht helfen. — Hören Sie, ich rufe Dr. Reyher an. Der ist Spezialist und schicke sofort ein Auto, das Sie zu ihm bringt. Dort sind Sie gut ausgehoben und können
Der Zahrer-mcht w Reparation-agent«
Der Neparationsagent Parker Gilbert hat seinen diesjährigen Jahresbericht fertiggestellt, der aus etwa 200 Seite« eine ausführliche Darstellung des deutschen Wirtschaftslebens, so wie es dem Agenten bei der Erhebung und Verwaltung bei Reparationsleistungen im vergangenen Jahre erschienen ist, gibt. __
poincare AMt MiniststHrasideni.
Kabinettsrat in Paris.
Im Finanzministerium in Paris hat unter dem Vorsitz von Poincarö ein Kabinettsrat stattgefunden, über dessen Verlauf Havas wie folgt berichtet: Der Kabinettsrat prüfte die politische Lage. Ministerpräsident Poincars erläuterte seinen Kollegen, daß er, als er am 11. November das Ministerium bildete, die Auffassung gehabt habe, nicht durch Verlängerung der Krise die Diskussion und die Verabschiedung des Budgets zu verzögern, daß er aber heute, nachdem die Annahme von Budgetzwölfteln zum drittenmal vermieden worden ist und nachdem die Stabilisierung ihre Solidität bewiesen hat, die Aufgabe, die er übernommen hatte, als erfüllt ansehe und im Begriff sei, dem Präsidenten der Republik seine Demission zu unterbreiten.
In dem darauf folgenden Meinungsaustausch vertraten die Kabinettsmitglieder einstimmig die Ansicht, daß trotz der Bedeutung der erzielten Ergebnisse auf internationalem und innenpolitschem Gebiet noch sehr viel zu tun ist. Von der Erledigung dieser Aufgaben hänge die Konsolidierung der erzielten Ergebnisse ab und die Anwesenheit Poincarss an der Spitze der Regierung bleibe weiterhin unerläßlich für den Erfolg. Ministerpräsident Poincars schloß sich diesen einstimmig vorgebrachten Argumenten seiner Mitarbeiter an und der Ministerrat trat sogleich in die Prüfung der Fragen ein, die bei Wieder- zusammentritt der Kammer aufgeworfen werden dürsten.
Die Regierung wird in der Überzeugung, daß die Orientierung der kommenden Parlamentssession die Zukunft der Legislaturperiode bestimmen wird, bereit sein, gleich nach Wahl des Kammerpräsidiums auf eine Interpellation über die allgemeine Politik einzugehen. Sie wird im Verlauf dieser Debatte ein Programm sofort durchzuführender Maßnahmen vorlegen und das Parlament auffordern, sich hierzu zu äußern.
pMische Rundschau
Deutsches Reich
Besserung der Verkehrsnot in der Ostmark.
Von der Hauptverwaltung der Reichsbahn hört man, daß die grenzmärkischen Bahnprojekte Schwerin-Kreuz und MeseriH-Bomst, zwischen die eine fünf Kilometer lange Sttecke Neu-Bentschen—Groß-Dammer einzufügen wäre, in absehbarer Zeit gebaut werden. Die Möglichkeit bestände dann, den Verkehr auf der alten v-Zug-Strecke Leipzig—Bentschen wieder aufzunehmen und die Züge über Guben nach Meseritz und Kreuz zu leiten. Der große Neu-Bentschener Güterbahnhof würde dadurch einen bedeutenden Auftrieb erfahren. Erstrebt wird die Einrichtung einer Triebwagenstation in Meseritz. Nach Mitteilung aus Abgeordnetenkreisen soll der Reichsernährungsminister seine Unterstützung in der Richtung dieser SnASwHrntoF+o mnoTnrtl b/»r>»n w Arbeiterschaft und Zentrumspartei.
In Düsseldorf sprach in einer Konferenz der Katholischen Arbeitervereine Abgeordneter I o o s über „Die katholische Arbeiterschaft und der Zentrumsparteitag in Köln". Ausführlich beschäftigte sich Abg. Joos dann mit der Führerfrage im Zentrum. Die Wahl Kaas' sei nach den demokratischen Richtlinien erfolgt; dem neuen Führer müsse Gefolgschaft geleistet werden. Im Zusammenhang mit der Erörterung der zutage getretenen Spannungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitervereinen im Zusammenhang mit der Wahlniederlage des Abgeordneten Stegerwald betonte der Redner, daß es im Interesse aller Beteiligten liege, diese Gegensätze zu Überdrücken. In der Aussprache wurde besonders stark die Forderung laut, den Auseinandersetzungen mit den katholischen Arbeitervereinen nunmehr ein Ende zu machen.
Ihrer schweren Stunde unbesorgt entgegensehen. Inzwischen suche ichMhrenIGatten zu erreichen."
„Nein, lassen Sie das, Pieter Ealisch. Er hat sich in letzter Zeit wenig um mich gekümmert. Wenn er sich nach Hause findet, liegt eine"kurze Benachrichtigung für ihn bereit. Er ist nicht für große Umstände. Aber für einen Anruf bei Doktor Reyher und einen Wagen bin ich Ihnen dankbar."
„Gar keine Ursache. Von'Herzen alles nur denkbar Gute. — Aus Wiedersehen, liebe gnädige Frau.«
* *
*
Das -war am Nachmittage gewesen und während Calisch die halbe Nacht nach Leod suchte, lag Traute in der Privatklinik Dr. Reyhers und war ihrer Schmerzen ledig.
Sie hielt ein winziges Etwas im Arm und dieses kleine weinende Menschenkind war ein Knäblein.
Eine Schwester stand an ihrem Lager und streichelte ihr zart über das nachtschwarze, glattgescheitelte Haar.
„Der liebe Gott hat es gut gemeint," sagte sie, „schon das erste Kindchen ein Jungchen. — Wie wird denn das Büble heißen?"
„Normann," antwortete Traute und drückte das kleine Menschlein an sich.
Mit doppelter^Liebe tat sie das und mit dreifacher Hoffnung. Es war ihr Kind und das ihres Mannes und es war das Kind, das binden sollte, was sich lockerte und halten, was entzweizugehen drohte-- eine Ehe, die kaum ein halbes Jahr alt war.
Und dieses kleinen Wesens, das da in Mutters Armen ruhte und die Fäustchen am Mäulchen hatte, harrte von seiner ersten Lebensstunde an schon eine schwere Aufgabe. Durch sein bloses Dasein schon sollte Leidenschaften bannen und Laster auslöschen und einen Verirrten heimführen an die Herzen der Seinen.
Pieter Calisch war wie ein halb Wahnsinniger in Amsterdam herumgejagt, Mac Leod zu suchen. Alle Restaurants war er abgegangen und von jedem aus
Polen.
Das Urteil gegen Woyciechowski.
Nach fast siebenstündiger Verhandlung im Woycie- chowski-Prozeß, während der der Staatsanwalt und die beiden Verteidiger sprachen, zog sich das Gericht zur Beratung zurück. Das Urteil lautete auf Grund des § 49, der politische Verbrechen behandelt, auf zehn Jahre schweren Kerkers. Woyciechowski hatte seinerzeit das Attentat auf den russischen Handelskommissar verübt. Die Verteidiger wollen Revision einlegen. Sie stellten die Tat als persönlich, nicht als politisch hin.
Jugoslawien.
Rücktritt des Kabinetts.
Ministerpräsident Dr. Koroschetz zeigte dem König den Rücktritt des jugoslawischen Gesamtkabinetts an. Der König wird, da er sich gesundheitlich nicht wohl befindet, seine Entscheidung über die Entgegennahme der Demission wahrscheinlich erst in einigen Tagen fällen. Die Hauptursache des Rücktritts^ist die andauernde Opposition der kroatischen Bewegung gegen die bisherige Regierung in Belgrad.
Aus Zu- und Ausland
Basel. Bet einem Festabend der Vereinigung Deutscher in Basel, dem auch der badische Staatspräsident und Vertreter der Basler Regierung beiwohnten, gedachte Staatspräsident Dr. Schmitt der Fürsorgetätigkeit der Vereinigung während der schweren Notjahre. Gesandtschaftsrat Dr. Ulrich-Bern über- brachte dem Verein vom Auswärtigen Amt für Zwecke weiterer Liebestätiakeit 3000 Mark, die Gesandter Dr. Müller-Bern auf 5000 schweizerische Franken erhöhte.
Paris. Der frühere Staatspräsident Emile Loubet, der von 1899 bis 1906 im Elysee war, beging seinen 90. Geburtstag. Loubet lebt, nachdem er sich von der Politik zurückgezogen hat, bei feinem Sohn in Montslimar.
London. Der Zeitungsbefitzer Lord Beaverbrook hat, um giner Freude darüber Ausdruck zu geben, daß er bei einem utounfall mit nur leichten Verletzungen davonkam, dem Premierminister Baldwin 25 000 Pfund Sterling (500 000 Start) -für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt.
Madrid. Im Amtsblatt wird eine Verordnung des Finanzministers veröffentlicht, die dem Staate das Recht der Einsichtnahme in alle Unternehmungen und Gesellschaften zu- erfennt, die in Spanien ihren Sitz haben.
Sofia. Ein Erlaß des Königs verkündet die Neujahrsamnestie für Sträflinge. Sie enthält die gänzliche und teilweise Begnadigung von 305 Sträflingen. Darunter sind 109 von Kriegsgerichten Verurteilte, unter denen sich zahlreiche politische Häftlinge befinden.
Äthen. Man erfährt, daß kommunistische Matrosen des Unterseeboots „Papanikolis" den Versuch gemacht haben, das Schiff zum Sinken zu bringen. Der Anschlag mißlang, doch wurde das Unterseeboot schwer beschädigt. Eine Anzahl kommunistischer Matrosen wurde festgenommen.
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Wie hoch ist das Reich verschuldet?
Schon damals war es nicht richtig, was die Sachverständigen der Dawes-Kommission behaupteten, daß nämlich infolge der Inflation nicht bloß Reich, Länder und Gemeinden schuldenfrei seien, sondern auch die deutsche Wirtschaft; denn die dritte Steuernotverordnung hatte allein schon die Aufwertung — nach Ordnung der Reparationsverpflichtungen — vorgesehen. Inzwischen ist alles anders geworden. Ehenso wie auf der Wirtschaft lasten auf Reich, Ländern und Gemeinden ganz ungeheure -©^bsnfumamt und «aMLUtlich die Verschuldung ^Lä. Renhes ist eine außerordentlich hohe geworden.
Gering freilich ist die Summe, die das Reich zunächst aus den Inflationszeiten in die Ära der stabilisierten Wahrung hinubernahm; da find, im Betrage von etwa 20 Millionen „Goldmark", u. a. die berühmten „L-Schätze", die Schatzanweisungen des Jahres 1923, die aber erst 1935 erngelost zu werden brauchen. Der Dawes-Plan brächte nun aber eine Riesensumme an Reichsschulden mit sich. Da ist zunächst die vom Ausland, und zwar zur Hälfte von Amerika aufgebrachte „Dawes-Anleihe" 1924 im Betrage von 200 Millionen Dollar, die aber zu 105 Prozent zurück- gezahlt werden muß, übrigens aus den Reparationszahlungen verzinst und amortisiert wird und zurzeit eine Kapitalschuld von etwa 870 Millionen Mark darstellt. Des weiteren «eh sich das Reich von der Rentenbank im gleichen Jahre zwecks Währunasunterbauuna eine Summe von 1200
hatte er Dr. Reyher angerufeu. Und immer wieder hatte er die gleiche Antwort erhalten: „Nichts!"
Die Ungewißheit machte ihn kopflos.
Was wühlte in ihm?
War es die Angst um Traute? War es das Nichtfinden Leods? War es beides? —
Er wußte es selbst nicht.
Endlich — als er gegen sieben Uhr abends von der Port von Eleve zum achten Male die Klinik anries und die Antwort bekam: „Alles überstanden!" — wußte er, was ihm Traute bedeutete.
Sie war ihm mehr als ein Leben.
Kaum brächte er die Frage heraus: „Wie geht es Frau Hauptmann?"
„Den Umständen nach unberufen gut," antwortete Dr. Reyher.
„Und dem Kindchen? Was ist es denn?"
„Ein Junge, Scheint mächtig Appetit zu haben, hat sich am Händchen schon eine Blase gesogen. Gerät wahrscheinlich dem Vater nach."
„Davor behüte ihn Gott!"
„Haben recht, Calisch. War ein dummer Scherz von mir. — Alsdann — Wiedersehen, mein Lieber."
„Wiedersehen, Doktor und — pflegen Sie sie gut."
Da konnte sich Reyher nicht enthalten zurückzurufen: „Sitzt es denn so tief, Calisch?"
„Ihnen gegenüber — ja! es hat mich gepackt, als ob mich Krallen hielten."
„Dagegen kann man nichts machen," sagte der Arzt. „Die Liebe ist eine Krankheit. Keine leichte! Bestimmt nicht! — Luftveränderung, Arbeit und Ablenkung sollen Medizin sein. Aber nicht immer zuverlässige. Versuchen Sie es mit Indien oder Sumatra — vielleicht hilft es. Aber versuchen Sie es unter allen Umständen. Es ist ja doch ein Kindchen da, Calisch. Nicht wahr, Sie verstehen?"
Fortsetzung folgt.