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blieb. Auf die Ermittlung des Täters ist von dem Jagdpächter Dr. Tölle-Fulda eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt worden. Die Berichte über Wtlöereraffälen in der Fuldaer Gegend häufen sich in der letzten Zeit stark. Trotz eifriger Bekämpfung durch Forst- und Jagdbeamte stellen die Wilderer ihr verabscheuungSwürdiges Treiben nicht ein. Es wird wohl nicht eher Ruhe eintreten, bis die Gerichte mit den schärfsten Strafen gegen die Wilddiebe vorgehen.

Niederkanfungen. In der Leipzigerstraße unweit der Papierfabrik wurde Mittwoch abend ein älterer Radfahrer, der mitten auf dem Fahrdamm in Richtung unseres Ortes fuhr, von einem überholenden Personen­auto angefahren, als er plötzlich nach links abzweigte. Der unvorsichtige Radfahrer kam zu Fall und wurde von dem Kraftwagen überfahren. Dabei erlitt er außer inneren und äußeren Verletzungen eine Ge­hirnerschütterung

Bad Orb. In dem unterfränkischen Orte Nieder- werre hat sich ein grauenhaftes Drama ereignet. Der ledige 26 Jahre alte Schlosser Heinrich Melzer hat daselbst seiner 30 Jahre alten verheirateten Schwester Lina Förster mit einem Zimmermannsbeil den Kopf abgeschlagen. Der Mord erfolgte im elterlichen Hause. Unter dem Dache, in einem durch eine Wand getrennten Raume, schliefen der Bruder und die verheiratete Schwester mit ihrem 11jährigenKindausersterEhe. Mit ihrem jetzigen Mann war sie erst seit kurzem ver­heiratet. Der Ehemann ist auswärts in Stellung. Als frühmorgens die Schwester in ihrem Bette saß und sich ankleidete, erschien ihr Bruder mit einem Beil und versetzte ihr einen Hieb über den Hals. Diesem Schlage ließ er noch mehrere Hiebe folgen, so daß der Kopf nur noch an einem Hautfetzen hing. Durch die Hilferufe der Frau nach dem ersten Hieb kam der alte Vater hinzu und fand seine Tochter in ihrem Blute schwimmend vor. Man nimmt an, daß die Tat in einem Anfälle von Irrsinn verübt worden ist. Der Täter wurde verhaftet.

Frankenberg sEdder). Der Landwirt Dippel von der nahen Köhlermühle wollte vergangenen Montag in der Lehmgrube bei Röddenau Lehm holen. Als er an der Arbeit war, kam infolge der nassen Witterung der überhängende Lehm ins Rutschen und Dippel wurde verschüttet. Mit schwerer Brustquetschung und Verletzungen an den Beinen wurde der Unglückliche hervorgezogen.

Frankfurt a. M. Der Magistrat stimmte einer Vorlage auf Errichtung eines Röntgen-Jnstttutes zu für dessen Schaffung mit der Allgemeinen Ortskranken­kasse wegen der Finanzierung und Nutzbarmachung vertragliche Vereinbarungen getroffen sind. Der Bau des Instituts ist mit rund 500 000 RM. veranschlagt. Außerdem wurden 800 000 RM. für den Bau einer Waschanstalt auf dem Gelände des Städtischen Kranken­hauses vom Magistrat bewilligt.

Unterwellenborn. Auf dem Eisenwerk Max- imiltanshütte war der Arbeiter Oskar Jakob aus Bucha mit mehreren Kameraden aus der Schlackenhalde beschäftigt. Plötzlich gerieten die Sandbrocken ins Rutschen und begruben Jakob. Er konnte erst nach einstündiger schwerer Arbeit als Leiche auSgegraben werden. Der Tote ist 35 Jahre alt und hinterläßt eine Witwe und ein fünfjähriges Kind. .

Simmern Wegen häuslicher ZMsttgkeiten machte hier der 28jährtge Landwirt Philipp Lamp aus eigen­artige Weise seinem Leben ein Ende. Er füllte seine beiden Hosentaschen mit Pulver, steckte dann eine Zündschnur an und hielt sie an das Pulver, wodurch dasselbe explodierte und den Lebensmüden buchstäblich in Stücke riß.

Dillenburg. Ein heiterer Vorfall ereignete sich dieser Tage in der Eisenbahn auf der Strecke Kreuz­tal Laasphe. In einem Abteil fürReisende ohne Traglasten" sitzt eine Dame, die schon durch den Um- fang des Platzes, den sie als Sitzgelegenheit in An- spruch nimmt, die Aufmerksamkeit der Mitreisenden erweckt. Als sie dem Schaffner auf dessen Ersuchen die Fahrkarte gibt, verzieht sich dessen Gesicht zu einem Schmunzeln, und da er auch etwas lange an der Karte herumhantiert, richten sich die Blicke der Mitreisenden erwartungsvoll auf den Beamten. Dieser reicht schließlich die Karte, nachdem er sie vorschriftsmäßig koupiert hat, mit der Bemerkung zurück;Sie haben wohl noch eine andere Karte; denn daß sie über zwei Zentner wiegen, interessiert mich weniger als Ihre Fahrkarte." Erschrocken macht die korpulente Mtt- fahrertn ihr Versehen durch Abgabe derrichtigen" Karte gut. Der Beamte aber, der offenbar Sinn für Humor hatte, betrat nach der nächsten Station das Abteil mit den Worten:Wer neu zugestiegen, bitte Wiegekarten vorzeigen

Nah And Fesm.

O Der tägliche Autozusammenstoß. Auf der Landstraße K e t t w i gW erden stieß ein mit fünf Personen be­setztes Personenauto in voller Fahrt mit einem Laftkraft- Ävagen zusammen. Der Anprall war so stark, daß der Personenwagen zertrümmert wurde. Eine Frau wurde sofort getötet und zwei weitere Insassen des Personenwagens, zwei Polizeibeamte, schwer verletzt.

O Tragödie einer Gerichtsvollzieherfamilie. Ein 35 Jahre alter Gerichtsvollzieher in Hamburg, der wegen Un­regelmäßigkeiten im Amt zu eineinviertel Jahr Zucht­haus verurteilt worden war und die Strafe jetzt antreten sollte, wurde von seiner Frau im Schlafzimmer erhängt aufgefunden. Die Frau verließ daraus das Haus und sprang in die Elbe, wo sie ertrank. Aus Briefen geht hervor, daß die Eheleute den gemeinsamen Tod be­schlossen hatten.

O Ein Gestüt durch Brand zerstört. Auf dem staatlichen Landwirtschaftsgut und Gestüt S ch w a i g w a l l bei Wolfratshausen brach ein Brand aus, der die Landwirt- schafts- und Gestütsgebäude in ihrer ganzen Ausdehnung einäscherte. Die Hengste und Rinder konnten noch recht- | zeitig ins Freie gebracht werden.

! O Ein Zug Überfahrt ein Brauereifuhrwerk. Ein Brauereifuhrwerk überquerte die Eisenbahnstrecke G l o - gau Kleingräditz, als plötzlich die Schranken ge­schlossen wurden, ehe das Gefährt den Bahndamm passiert hatte. Der Kutscher versuchte vergeblich, noch die Pferde auszuspannen. Ein von Guhrau kommender Personenzug zertrümmerte den Wagen und tötetediePferde. Der Kutscher konnte sich noch im letzten Augenblick retten.

0 Ein halbes Dorf durch Brand vernichtet. Das Dorf O st r a u nahe der Silberbergstadt Mies ist einem Groß­brand zum großen Teile zum Opfer gefallen. Durch Funkenflug entstand ein Feuer, welches fast alle Häuser der nördlichen Dorfseite in Asche legte. Die ganze Ernte ist vernichtet, die Maschinen und ein großer Teil des Großviehes sind verbrannt und der Schaden un­geheuer groß. , j ,

O Aus der Jagd verunglückt. Der Zahnarzt Schlott- hauer aus München stolperte auf einem Jagdgang. Dabei entlud sich seine Flinte und ihre Schrotladung drang ihm in die linke Körperseite. Er wurde sofort operiert, st a r b aber, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben.

O Bluttat zum Schutze der Mutter. In Besseringen (Saargebiet) kam es zwischen der Ehefrau des Bergmanns Über und einem 61jährigen Arbeiter Gillen zum Wort­wechsel, in dessen Verlauf Gillen gegen die Frau Über tätlich wurde. Dies beobachtete der elfjährige Sohn der Frau Über vom Fenster aus. Als er seine Mutter be­droht sah, griff der Knabe zum Revolver und gab auf den Arbeiter Gillen einen Schuß ab, an dessen Folgen dieser «gestorben ist.

0 Großfeuer in der Genter Ausstellung. Die Jndustrie- und Handelsausstellung in Gent wurde von einem Feuer heimgesucht. Die meisten Ausstellungsstände verbrannten. Der Schaden wurde auf mehrere 100 000 Frank geschätzt.

0 Überschwemmungen in Asien. Infolge starker Regen­güsse ist in der Gegend von Wladiwostok und Chaba- rowsk Hochwasser eingetreten. Mehr als 50 Dörfer sind überschwemmt. Die Eisenbahnlinien sind unterspült. 16 Brücken wurden zerstört. Die Bevölkerung floh auf Anhöhen. Einige Personen sind umgekommen. Einige Dutzend Personen, darunter auch Kinder, sowie zahlreiche Gebäude und viel Vieh wurden in der Stadt D e l i s ch a n in Armenien von einem Gebirgsstrom fortgerissen, der infolge eines Orkans aus den Ufern getreten war.

0 Drei Personen von Schmugglern erschossen. In West- virginien wurden in^der Nähe von Chaunchey von Schmugglern ein Prohibitionsbeamter, dessen Sohn sowie eine weitere Person erschossen. Unter dem Verdacht der Tat stehen fünf Personen, die eifrig gesucht werden.

Bunte Tageschronit.

Loitsch bei Triebes (Ostthüringen). In einem hiesigen Steinbruch wurden zwei Arbeiter durch stürzendes Ge­stein erschlagen.

Paris. An Bord des französischen Torpedobootszer- störersPierre Durand", eines früheren deutschen Tor­pedobootes, explodierte der Heizkessel. Durch aus­strömenden Dampf wurden drei Matrosen schwer, zum Teil lebensgefährlich verletzt.

, Oslo. Das von Deutschen viel besuchte Tjömö-Bad bei Ormelet (Norwegen) ist im Laufe einer Stunde nieder­gebrannt.

Alexandria. Das ägyptische SchiffCosti", das am 3. August mit einer Holzladung von Galatz nach Alexandria auslief, ist an seinem Bestimmungsort nicht angekommen. Man befürchtet, daß die zum größten Teil aus Russen be­stehende Besatzung gemeutert und den Kapitän gezwungen hat, aus Rußland Kurs zu nehmen.

Spiet anv Sport.

Sp. SeutfÄO A« M SPM der N«g- Weltrekordliste steht nach den neuesten Ergebnissen (im Ge- K Deutschland 22 vor Italien 14, Frankreich 13, nigte Staaten 12 Rekorde.

Sp. Rekordmitofahrt einer 18jährigen. Fräulein List Wurmb, die'Enkelin des Erbauers der Alpenbahn, Karl W u r m b, startet auf Grund einer Wette von 20 000 Dollar zu einem 100 000-Kilometer-Rekord im Auto in 365 Tagen. Sie ist erst 18 Jahre alt.

Sp. Vom Radsport. Als letztes Berufsfahrerstraßenrennen des Jahres wird am 4. SeptemberRund um Württemberg" ausgefahren.

Sp. Keine Entschädigung für Amateure. Die Internatio­nale Amateur-Äthletik-Federation hat auf ihrer Amsterdamer Vorstandssttzung zu dem Beschluß des Internationalen Olym­pischen Komitees in der Frage der Vergütung von Lohnausfall ihr Bedauern ausgesprochen; die I. A. A. F. schließt jeden, der Vergütung wegen Lohnausfalls in irgendeiner Sportart empfängt, von der Teilnahme an Wettkämpfen unter ihrer Oberhoheit aus.

Sp. Die Marathonstrecke. Die historische Marathonstrecke ist nach griechischen Mitteilungen an die Internationale Amateur-Athletik-Federation 36,750 Kilometer lang gewesen, während heute bekanntlich immer etwa 42 Kilometer gelaufen werden.

Arbeiter und Angestellte.

Frankfurt. (Der Reichsmanteltarif für die, Straßenbahnen der Gemeinden gekündigt.)- Der für ganz Deutschland gültige Reichsmanteltarif für die Straßenbahnen der Gemeinden ist von den Arbeitnehmer- organisationen zum 31. Oktober d. J. gekündigt worden. Den Hauptgrund für die Kündigung hat die durch das! Arbeitszeitgesetz bedingte Notwendigkeit einer Neuregelung der Arbeitszeit gebildet. Die Verhandlungen über die Neu­gestaltung des Reichsmanteltarifs sowie besonders über die« Erhöhung des Zuschlags für die Überstundenarbeit werden« im September ausgenommen werden.

Mannheim. (Streik inder Rheinschifsahrt.) In einer Versammlung haben die Vertreter des Deck- und Ma- schinenpersonals der Rheinschissahrt beschlossen, die Arbeit so­fort einzustellen, da die Verhandlungen am 15. August in Duisburg nicht das geringste Entgegenkommen derArbeitgeber gebracht hätten. Der Deutsche Verkehrs­bund teilt hierzu mit, daß die Arbeit in den Mannheimer Häfen, ferner in Karlsruhe, Kehl und Worms ruht und daß mit weiterer Ausdehnung des Streiks mit großer Wahrscheiw- lichkeit zu rechnen sei.

Vörfe tm» Handel.

--- Amtliche Berliner Notierungen vom 18. August.

*' Börsenbericht, Tendenz: Schwach und lustlos. Die wenigen Verkaussorders des Publikums, die an der Börse vorlagen, bewirkten eine Baisse. Kursverluste von 6 Prozent waren nichts Seltenes. Ein besonderer Anlaß für die matte Haltung lag eigentlich nicht vor, es fehlt nur an Anregungen nach oben. Farbenaktien schlössen mit 310 (Vortag 316) Prozent. Am Geldmarkt scheint sich eine Änderung der Situation an- zubahnen. Die Börse macht sich wieder Gedanken über die Zukunft des Geldmarktes, wozu der veröffentlichte Reichs­bankausweis beiträgt. Für Tagcsgeld zeigte sich stärkeres Interesse. Die Sätze zogen auch eine Kleinigkeit an auf 4,75 bis 6,50 Prozent.

* Devisenbörse. Dollar 4,204,21; engl. Pfund 20,4120,45; holl. Gulden 168,28168,62; Danz. 81,40 bis 81,56; franz. Frank 16,46-16,50; schweiz. 80.97 bis

81,13; Belg. 58,4458,56; Italien 22,9022,95; schweV. Krone 112,71112,93; dän. 112,52112,74; norweg. 108,92 bis 109,14; Ischech. 12,4412,46; österr. Schilling 59,14 bis 59,26; poln. Zloty (nichtamtlich) 46,8547,05.

* Produktenbörse. Die Tendenz für Weizen zeigte sich auf leichte Befestigungen Amerikas hin etwas günstiger, so daß im Lieferungshandel die Notierungen etwa >5 Mark höher ein- setzten. Das Angebot neuer Ware bleibt noch so gering, daß Mühlen mehr, als ihnen vielleicht lieb ist, auf die Verarbei­tung ihrer Auslandsbestände angewiesen sind und deshalb sich im Zeitgeschäft decken müssen. Die Cifforderungen Amerikas sind teilweise leicht befestigt, aber der Pool bleibt williger Ab- geber. Das Wetter scheint heute wieder zweifelhaft zu fein. Roggen kommt aus einzelnen Gegenden etwas mehr heraus, aus anderen um so weniger; die Forderungen lauten meist für hier und den Export zu hoch, so daß wenig Geschäft zustande kam. Septemberlieferung lag immerhin etwas schwächer, da das Aufgeld gegen Oktober manches Angebot herbeizog. Ok­tober in den Anfangsnotierungen behauptet, Dezember etwas matter. Die amerikanischen Forderungen waren etwas höher gehalten. Gerste und Hafer wenig verändert, von letzterem zeigt sich ein wenig mehr Angebot. Mais blieb still, Mehl nur für Lokoware beachtet, sonst ruhig.

Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark.

Weiz märk.

18.8.

17. 8.

Weizkl.f.Brl.

18. 8. 15,0-15,2

17.8.

15.0

pommersch.

Rogg., märk.

221-225

221-225

Rogkl. f.Brl. Raps

15,0 280-285

14,7-15.0 280-285

pommersch.

Leinsaat

westpreuß.

Vikt.-Erbsen

40-48

40-48

Braugerste

220-265

220-265

kl-Speiseerb.

24-27

24-27

Futtergerste

202-208

202-208

Futtererbsen

21-22

21-22

Hafer, märk.

Peluschken

21-22

21,0-22,0

pommersch.

Ackerbohnen

22-23

22-23

westpreuß.

Wicken

22,0-24,0

22,0-24,0

Weizenmehl

Luptn.,blane

14.7-15.7

14,7-15,7

p. 100 kg fr.

Lupin., gelbe

15,7-17,7

Bln.br.lnkl.

Seradello

Sack (feinst.

Mrk.ti.No1.

35,0-36,7

35,0-36,7

Rapskuchen Leinkuchen

14,8-15,0

20.9-21,2

14,8-15,0

20,9-21,2

Roggenmehl

Trockenswv

12,7-13,2

12,6-13.1

P. 100 kg fr.

Soya-Schroi

19,5-20.4

19.5-20,4

Berlin br.

Torfm 30/70

inkl. Sack

31.0-32.7

31.2-32.7

Kartoqelilck

21,0-22.5

22,0-23,5

Frankfurter Viehmarkt vom 18. August. Der Auftrieb des heutigen Nebenmarktes bestand aus 80 Rindern, 941 Kälbern, 326 Schafen, 545 Schweinen. Verglichen mit dem Austrieb des Nebenmarktes der Vorwoche waren heute 280 Kälber und 180 Schafe mehr angeboten, während 178 Schweine weniger an­getrieben waren. Im Vergleich zu den Notierungen des Hauptmarktes am Montag waren Kälber 12 M, und Schafe 2 M. teurer, Schweine mußten dagegen 12 M. im Preise nachgeben. Notiert wurden per Zentner Lebendgewicht: Kälber, Kl. b) 7681, c) 70 bis 75, d) 60-69; Schafe, Kl. a) 50-54, b) 42-48, c) 36 bis 41, 6); Schweine, Kl. a) 64-66, B) 64-66, c) 64 bis 66, d) 65-66, e) 60-63, sf), g) 54-58. Markt- verlauf: Kälber und Schafe rege und ausverkauft, Schweine schleppend, fast geräumt.

Letzte Nachrichten.

M, Vom Deutschen Ärztetag.

7 Berlin. Der diesjährige Ärztetag in Würzburg wird, wie verlautet auf einen regen Besuch von Reich, Staat, Ländern Mrv Kommunen rechnen können. Die persönliche Anwesenheit des bayerischen StaatsministerS des Innern ist gesichert.

u Der Prozeß gegen die Lottrriebeamten.

Berlin. Das Verfahren gegen die beiden Lotteriebeamterl Schleinstein und Böhm ist so beschleunigt worden, daß die An­klage nicht nur jetzt sertiggestellt, sondern auch den beiden Be­schuldigten bereits zugestellt werden konnte. Sie lautet im Wesentlichen auf Betrug, schwere intellektuelle Urkundenfäl­schung ünd falsche Selbstbeurkundung. Da die Sachlage durch das Geständnis der beiden Angeklagten geklärt erscheint, sind zur Hauptverhandlung, die in etwa 14 Tagen ftattfinbet, nur drei Zeugen geladen. ............_......

te Nordlack statt Likör.

Leipzig. In Frankenhausen wollte eine Angestellte einen Likör trinken. Sie verwechselte die Flaschen und griff nach einer Nasche, in der sich Nordlack befand, eine Säure für Reinigungszwecke. Infolge schwerer innerer Verbrennungen starb das Mädchen unter schrecklichen Qualen.

Beschluß der Internationalen Luftkonferenz in Basel.

Basel. Die in Basel fiattgefunbene Internationale Luft­konferenz des Internationalen Aeronautischen Verbandes be­schäftigte sich auch mit der Frage der Zusammenarbeit zwischen Radio und Luftverkehr. Sie äußerte den Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Bodenorganisationen und dem Flugzeug und nach Aufhebung der Paßvisa für Piloten und Bordpersonal. Es wurde zur Weitergabe an die Regierungen ein Entschluß gefaßt, in der dieselben ersucht werden, für vorher angemeldete Luftverkehrsangestellte jeg­lichen Visumzwang aufzuheben.

Der Tod in den Bergen.

Innsbruck. Im Lause dieses Jahres sind in Tirol 36 Per­sonen in den Bergen tödlich verunglückt. Davon waren 26 Reichsdeutsche. Acht Verunglückte konnten noch nicht geborgen werden.

Verbot von Weltkriegsfilmen in Dänemark.

Kopenhagen. Von der Filmzensur ist ein Verbot hinsicht­lich der Vorführung aller Filme beschlossen worden, die Epi­soden aus dem Westkriege darstellen. Als Grund wird an­gegeben, daß in der letzten Zeit eine große Menge von Pro­pagandafilmen an die dänischen Kinotheater verkauft worden ist.

Ein Ultimatum Tschangtsolins an die Nankingregierung.

London. Wie aus Schanghai gemeldet wird, hat Tschang- tsolin an die Nankingregierung das Ultimatum gerichtet, die Stadt Nanking zu übergeben, andernfalls würde die Stadt noch stärker als gestern bombardiert werden.

Wegen Mordes zum Tode verurteilt.

Moskau. Das Moskauer Gouvernementsgericht verurteilte vier Anführer der Verbrecherbande, die im Juni in der Um­gegend Moskaus an dem ehemaligen stellvertretenden Sowjet- handeEvertretcr in Deutschland, Jorow, einen Raubmord verübt zum Tode.

Schlechte Ernte in Rußland?

Riga. Wie aus Moskau berichtet wird, ist in dem unteren und mrttkeren Wolgagebiet die Ernte über Erwarten schlecht ausgefallen. Aus Mittelrußland fehlen noch Angaben über den Ermtsverlauf, was den Bauern des Wolgagebietes Ver­anlassung gibt, Getreideverkäufe sehr zurückhaltend vorzu- nehmen. Die staatlichen Ankaufsstellen haben die Anweisung aus DdrÄtiu erhalten, selbst vor höheren Preisen nicht halt- zumachep, um die nötigen Getreidemengen bereitzustelle«.

Der englisch-chinesische Zwischenfall beigelegt.

Schanghai. Der Zwischensall wegen der englische« Flug­zeuge ist beigelegt worden.