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Aus der Heimat.

für diele Rubrik find Mitteilungen lokalen Untereres aus dem belerkrelle stets ermünlcfit und werden auf Wunfdi bezahlt.

Falsche Reichsbanknoten über 20 Reichsmark. Von den in Umlauf befindlichen Reichsbanknoten über 20 Reichsmark mit dem Datum des 11. Oktober 1914 ist nach Mitteilung der Reichsbank eine Fälschung festgestellt wor­den, die als solche an nachstehenden Merkmalen zu er­kennen ist: Pflanzenfasern, Wasserzeichen und die Prä­gung des Kontrollstempels in der gemusterten Blindprä- gung fehlen. Das Druübild der Vorderseite ist dem einer echten, stark verbrauchten Note ähnlich. Die Rückseite zeigt ein auffallend helles und unvollständiges Gesamtbild in nur einfarbiger, schwarzbrauner Tönung. Vor Annahme dieser Fälschung wird gewarnt. Die Reichsbank hat eine Belohnung bis zu 3000 Mark ausgesetzt, die an die­jenigen Personen verteilt werden soll, die zur Ermittlung und Festnahme der Fälscher beitragen. Mitteilungen neh­men alle Polizeibehörden entgegen.

* Ziehung der 5. Klasse 29/255 Lotterie Die Ziehung 5. Klasse, die verschoben werdenßmußte, be- «tnnt am Mittwoch, den 17. August 1927, vormittags 8'Uhr. Die Ztehunastage sind, wie folgt, neu festge- setzt worden: 17., 18., 19,20., 21., 23.,"24425., 26. 27., 29, 30, 31. Aug, 1., 2., 3, 5, 6, 7 8, 9., 10., 12., 13, 14, 15, 16 September 1927.

Hersfeld (Wie wird das Wetter?) Die Witterung Mitteleuropas steht unter der Herrschaft westlicher Winde. Nach dem Vorübergang eines Tief- ausläufers, der zurzeit noch über England liegt und nochmals Regenfälle bringt, tritt zunächst Bewölkungs- abnahme ein. Die Temperaturen gehkN bet nach Nordwesten drehenden Winden noch etwas zurück. Sehr wahrscheinlich wird aber die Besserung der Witterung nicht von Bestand sein, da neue Tiefdruck- störungen vom Ozean bald heranrücken. Vorhersage bis Mittwoch Abend: Nach vorübergehender Auf­heiterung und kühlerer Nacht wieder Bewölkungszu- nähme, auch Regenfälle, Temperaturen bei nach Süd­westen drehenden Winden wieder ansteigend.

Hersfeld. Immer wieder muß davor gewarnt werden, br ennen d e Zig a rr e n - oder Ztga- rettenreste leichtsinnig wegzuwerfen Manches schwere Brandunglück ist schon durch solchen Leichtsinn verursacht worden. So wird wieder aus Kassel gemeldet, daß durch den brennenden Rest einer Zigarette, welche ein Bauernbursche weggeworfen batte, in Hoof bei Kassel eine Riesenscheune mit Erntevorräten total niedergebrannt ist. Also auch vier hat wieder bodenloser Leichtsinn das verheerende Feuer verursacht Der Bauernbursche wurde in Haft genommen und sieht nun einer empfindlichen Be­strafung entgegen.

Hersfeld Das am Sonntag von dem Knüüge- birgsverein auf dem Knüll veranstaltete Volks­fest hatte bei der unsicheren Wetterlage leider nicht den Besuch aufzuweisen, den es verdient hätte. Immer­hin hatte sich aber doch eine stattliche Anzahl Besucher bet der Jugendherberge eingefunden, um den ersten Geburtstag des Hauses festlich zu begehen. Als dann gegen 8 Uhr dumpfe Trommelschläge den Beginn des Tellspieles" anzeigten, war die Schar der Zuschauer doch auf viele hundert angewachsen. In knappen wuchtigen Bildern spielt sich nun der alte Kampf zwischen Recht und Macht ab, 'oen wir aus Schillers Meisterwerk kennen. Der Jugendkreis des Hersfelder Turnvereins hatte die Spieler gestellt, welche ihre Sache auf das beste zur Darstellung! brachten. Die Zuhörer wurden durch die Begeisterung der jugendlichen Spieler mit fortgerissen und dankten am Schlüsse der Aufführung stürmisch für das Gebotene. Bet Konzert und sonstiger Unterhaltung verlebten die Teilnehmer noch einen schönen Nachmittag, zumal der befürchtete Regen ausgebUeben war.

Philippsthal. Hier ist bekanntlich von dem land- gräflichen Oberrentmeister Wiegand eine am Fuße des Jakobsberges entspringende Solquelle gefaßt worden. Diese eignet sich nach dem übereinstimmenden Urteil namhafter Balneologen, wie dem Präsidenten der Geologischen Landesanstalt tn Berlin Dr. Bey­schlag, demZJngenteur und Hydrotekt Göks in Oels- nitz im Vogtland., Prof. Dr. Hertel in Kiffingen, dem Letter des Wiesbadener chemischen Laboratoriums Fresenius und der Medizinalräte Ewers und Merkel in Hersfeld in hervorragender Weise zu Solbadekuren.

Die kohlensäurereiche Quelle wird nach der sorgfältigen Analyse von Fresenius-Wtesbaden als sulfatische Solquelle bezeichnet, die in ihrer Zusammensetzung den Quellen zu Sooden und Saalmünster ähnelt. Blutarmut, Skrofulöse und Rachitis können nach Sachverständigenurteil ebenso wie Erkrankungen der Atmungsorgane und Gelenkrheumatismus durch Bade­kuren wirksam bekämpft werden. Das Mineralwasser der Philippsthaler Quelle eignet sich ferner bei katarrhlichen Erkrankungen zum Gurgeln und falls eine vorherige Kohlensäureentgasung bewerkstelligt wird auch zumJnhalteren einerGradieranlage. Bei dieser Sachlage wäre es zu bedauern, wenn die Heilkraft dieser Solquelle der Allgemeinheit noch lange vorent­halten bliebe. Der Kreis Hersfeld hat sich denn auch für die Errichtung eines Kindererholungsheims am Fuße des waldumrauschten Jakobsberges interessiert. Leider scheitert die Durchführung vorläufig am Geld­mangel. Man hat auch schon eine Ueberleitung der Quelle nach Hersfeld erwogen. Aber auch hierzu fehlen noch die Mittel. So will jetzt die Gemeinde Philippsthal die Sache selbst in die Hand nehmen. Es ist zu hoffen, daß die Bemühungen Erfolg haben. An sich hat Philippsthal durchaus die Vorbedingungen für einen modernen Kurort. Dadurch, daß es seit 1686 Sitz der Landgrafen von Hesicn-Philtppsthal- Barchfeld ist, wurde es verhältnismäßig früh mit den Segnungen der Kultur bedacht. Philippsthal hat durchaus moderne Straßen, Wasserleitungen schon seit zweihundert Jahren ursprünglich wurde diese durch Holzrohre zum Ort geleitet und elektrisches Licht.

Sontra. Das Herrschaftshaus und das vor einem Jahre abgebrannre Fabrikgebäude des ehemaligen Gutes Brückenland ging in das Eigentum des Herrn Sommermeier aus Hersfeld über.

Ziegenhain. Ein bei einer hiesigen Firma

beschäftigter 22 jährigerKaufmannslehrling, der Freitag morgen den Auftrag erhalten hatte, 560 Mark bet der Kreissparkasse einzuzahlen, führte diesen Auftrag nicht aus, sondern suchte mit dem Gelde das Weite. Er wurde jedoch bereits nach wenigen Stunden in Treysa erwischt und dem Marburger Gerichtsgefängnis überliefert.

Treysa In dem Nachbardorfe Rommershausen stellte ein Landwirt, als er den Viehstall betrat, fest, daß einem jungen Kalbe der Schwanz fehlte. Die merkwürdige Sache klärte sich dahin auf, fdaß ein Schwein aus seinem Stall ausgebrochen war und dem Kälbchen den Schwanz bis auf die Wurzel abgefressen hatte.

Gießen. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich am Sonnabend vormittag in einer hiesigen Gummiwarenfabrik. Der 26jährige Arbeiter Heinrich Kaiser kam so unglücklich in eine Maschine, daß ihm beide Hände durch das Walzwerk abgequetscht wurden. Ein merkwürdiges Schicksal fügte es, daß etwa eine Stunde vorher dem 27jährtgen Arbeiter Ernst Bepper. ling in derselben Fabrik gleichfalls von einem Walz- werk die rechte Hand völlig zerquetscht wurde. Beide Verunglückte wurden der Klinik zugeführt.

Marburg. Auf der Chaussee zwischen hier und Erdhausen wurde ein Mann bewußtlos aufgefunden. Es stellte sich heraus, daß der Verunglückte unbemerkt vom Soziussitz eines Motorrades gestürzt war. Der herbetgerufene' Arzt^ stellte eine schwere Gehirner­schütterung fest.

Veckerhagen. Das 4jährige Kind des Bäcker- Meisters K Lenze spielte Freitag nachmittag auf einer steinernen Treppe, an der die Dreschmaschine stand. Neben der Treppe stand ein mit Korn schwer beladener Wagen. Das Ktndsmuß dem Wagen zu nahe gekommen sein, denn es wurde zwischen Wagen und Treppe ein- geilemmt und zu Tode gequetscht.

Der Frankfurter Feuerwehrmusikertag.

K. F r a n k f u r t a. M., im August.

Die Zugangsstraßen zur Internationalen Ausstellung Musik im Leben der Völker" waren schwarz von Men- g)en. Wagen auf Wagen rollten heran, immer neue charen bringend. Was lockte heute die Tausende schon am frühen Nachmittag? Es war nicht nur die überaus sehenswerte Ausstellung, es waren nicht die Aufführungen und Konzerte fremder Völker, sondern derTag der Feuerwehrmusiker!" Denn das interessierte die Tausende, dieser Wettbewerb der Feuerwehrkapellen. Sie wollten sehen und hören, wie der brave Feuerwehr­mann, der so großen Dank verdient, sich als Musiker be- Ktigt.

Es war eine Lust, zu hören und zu sehen, mit welcher Freude die Feuerwehrleute musizierten. Aber heute galt es auch die Ehre der Kapelle; hier sollte die Mühe ihren Lohn und ihre Anerkennung finden. Viele Hunderte von Feuer- wehrmusikern aus dem Maingebiet, alle in den schmucken Uniformen ihrer Kapelle, waren dem Aufruf zum Wett­bewerb gefolgt. Ein Preisgericht, dem bekannte Musiker wie Arnold Eberl -Berlin, Vorsitzender des Reichs­verbandes Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer, sowie die Frankfurter Kapellmeister Nettsträter und Dr. Rottenberg angehörten, sollte entscheiden.

Das Läuten der fünf großen Glocken im Festpark der Ausstellung eröffneten das Preisfpiel. Prachtvoll, wie alle ihr Bestes Hergaben, wie die Backen sich an den Trom­peten und Posaunen blähten und der Manu-an ver-Pauke^ aus Leibeskräften den Rhythmus schlug, bis alle davon er­faßt wurden und unwillkürlich die Hörer sich im Takt be­wegten: die einen nickten mit dem Kopf, andere konnten nicht mehr ftillstehen und schlugen den Takt mit dem Fuß. Die Feuerwehr zeigte, daß sie nicht nur einen Brand löschen kann, sie kann auch entflammen zu Begeisterung und stürmischen Beifall. Als das Preisspiel geendet hatte, löste die hervorragende erste Schweizer KapelleVereinigte Waffen" aus La Chaux-de-Fonds, freudig begrüßt von den Deutschen, die Feuerwehr ab, während die Richter sich zur Beratung vereinigten.

Zur Urteilsverkündung scharten sich alle um das riesige, hoch über den Festplatz ragende Podium. Mit Musik begann auch dieser Akt: sämtliche anwesenden Ka­pellen spielten gemeinsam den Feuerwehrmarsch, ihren Marsch. Und dann verkündete das Preisgericht die Sieger: die goldene Plakette erhielt die Kapelle Neu-Jsenburg (Leitung Obermusikmeister Weber), die silberne die Kapelle BadHomburg. Mit einem Schlutzspiel der ersten Preisträger, die von allen Seiten stürmisch gefeiert und bejubelt wurden, endigte der große Tag der Feuerwehr.

Aber diese Veranstaltung, die solchen Anklang in weiten Kreisen des Volkes gefunden hat, sollte nicht die einzige bleiben! In allen Teilen Deutschlands und in allen Berufskreisen sollte man derartige Wettbewerbe aus­rufen, die Lohn und Ansporn zugleich sind. Wir wollen wissen, wie sie alle spielen, die Arbeiter und Handwerker, auf dem Lande und in der Stadt, wollen wissen, ob das Andenken an den großen Handwerksmeister Hans Sachs noch lebendig ist, ob würdige Nachkommen des Meister­singers leben. An alle ergeht daher der Ruf: singt und spielt wieder, tragt die Musik ins Leben! Dann wird es froher und schöner in Deutschland werden, weil frohe Menschen seine Bürger sind!

Vermischtes.

Zwei Stierschwänze und vier Stierohren als Sieges­preis. Man weiß, daß in Spanien, was Ruhm und An­sehen anlangt, dicht hinter dem König und dem berühmten Primo de Rivera die Stierkämpfer stehen. Ja, ein großer Torero ist vielleicht noch weit angesehener als Primo, sicher aber weit populärer. Ein Torero, der seine Kunst versteht und einigermaßen vom Glück begünstigt ist, kann es in kurzer Zeit zu Millionen bringen. Weit wichtiger aber als das Geld ist dem Torero, der etwas auf sich hält, das Ohr des Stieres. Das Ohr des Stieres ist ein Sieges­preis, den das die Arena füllende Volk von Spanien zu- erkennt. Hat ein Stierkämpfer während einerCorrida", was Stierkampf heißt, drei Stieren das Lebenslicht aus­geblasen, so wird ihm gnädigst ein Stierohr als Trophäe bewilligt. Zwei Ohren an einem Tage galten als etwas Überwältigendes, und drei Ohren gar nicht auszu- denken! Nun wurden aber dieser Tage einmal dem Stier­kämpfer Juan Belmonte in Algeciras, wo bekanntlich ein­mal eine große Konferenz stattfand, nicht weniger als vier

Streroyren zugeteilt. So etwas tft überhaupt noch nicht dagewesen - da kann der hochselige Ben Akiba sagen, was er will. Und nicht genug mit den vier Stierohren! Bei- monte bekam nämlich außerdem noch zwei Stierschwänze und wußte sich vor Freude ob dieser ungewöhnlichen Aus- zeichnung gar nicht zu fassen. Ob Belmonte die Stier- schwänze auf seiner Brust an Ordensstatt tragen wird, wissen wir nicht.

Die Rekordkuh. Sie lebt auf der dänischen Insel Seeland und wird bald eine europäische Berühmtheit sein wie irgendein Flieger oder Läufer oder Springer, der einen Rekord geschlagen hat. Sie ist die Kuh, die, wie die dänischen Kuhhalter festgestellt haben, unter sämtlichen Kühen unseres Kontinents die meiste Milch spendet, und ihr glücklicher Besitzer ist der Landwirt Bech auf Kruses- minde. Als die fabelhafte Kuh nach der dritten Kalbung beim ersten Probemelken 35 Kilo Milch als Tagesleistung gab, beschloß man, sie ein ganzes Jahr lang unter schärfste Kontrolle zu stellen. Nach Ablauf der 365 Tage wurde ihre tägliche Milchleistung auf 47,3 Kilogramm festgestellt. Sie lieferte in dem Kontrolljahr nicht weniger als 12 326 Kilogramm Milch und 526 Kilogramm Butter. Die Dänen, sind nun mit Recht außerordentlich stolz auf diese gewaltige Wiederkäuerin, und noch stolzer ist Herr Bech auf Krusesminde, weil er nicht bloß diese Rekordkuh, son­dern außer ihr noch acht weitere recht respektable Kühe be­sitzt, deren durchschnittliche tägliche Leistung in dem Beob­achtungsjahr 24,4 Kilogramm Milch und 0,93 Kilogramm Butter betrug. Shakespeare hat einmal behauptet, daß etwas faul sei im Staate Dänemark die dänischen Kühe aber kann er bestimmt damit nicht gemeint haben: sie sind erwiesenermaßen fleißig!

Strohkleid und Schleierstrumpf. Frau Poiret, die Gattin des berühmten Pariser Schneidermeisters Par­don! Schneiderkünstlers, hat bereits die Frauenmode für nächstes Jahr entworfen: die Frauen werden dann Strohkleidcr, dazu passende Strohhüte, Schleierstrümpfe, dazu passende Schleierhandschuhe und Hosen tragen! Die Strohkleider sollen aus Stroh und Musselin bestehen, und zwar so, daß dort, wo bisher ein Seidenfaden im Ge­webe verwendet wurde, hinfort ein Strohfaden sitzen wird. Die Beine aber werden mit einer dünnen, bestickten Schlererhülle versehen sein, und die Hände mit dito Hand­schuhen, die bis zu den Schultern reichen sollen. Wenn dann eine Dame in der Sommerglut einen Tag auf dem Dünensande verbracht haben wird, werden ihre Arme und Beine genau so gemustert sein wie die Hand- und Fuß- schleier. Was aber die Hosen angeht, so werden sie in Wirklichkeit nichts anderes sein als zwei Einzelröcke; sie sollen so kurz werden, daß sie das Fußgelenk zeigen, und um die Hüften so geschnitten sein, daß sie auch ohne Entfet­tungskur schlank machen. Wenn Frau Poiret diese Trachtenreform durchgeführt haben wird, wird man sie neben die berühmtesten Erfinder bei Weltgeschichte zu stellen haben.

(3pid und (Sport.

Sp. Deutscher Futzballsteg. Der Klub Red-Star-Olympique, der gegen Hertha BSC. mit 0:11 verlor, wurde auch vom Hamburger SV. 1:8 geschlagen.

Sp. Die Ringmeisterschasten des Athletik-Sportverbandes, die in Nürnberg ausgetragen wurden, ergaben folgende Sie­ger (vom Fliegen- bis Schwergewicht): Gerstäcker, Nürnberg, Oohl, Grotz-Zimmeln, Sirt, Köln, Sperling, Nürnberg, Si­mon, Koblenz, Rieger, Berlin, Müller, Kreuznach. Meister im Tauziehen wurde zum sechsten Male Kl. Heppach, Rhein­hessen.

Sp. Die letzten Nadkänrpsc. In Breslau-Grüneiche gewann Seddv vor 15 000 Zuschauern den Großen Preis von Europa über 100 .Kilometer nach inferefrettt^ in neuer Bahnrekordzeit 1:27 : 23,3 vor Möller, Hannover, Saldow, Maronnier, Feja und Brünier. Den Großen Preis der Favoriten, der in zwei Läufen von 25 und 75 Kilometern auf der Dresdener Rennbahn ausgefahren wurde, gewann im Gesamtklaffement Krewer, Köln, mit 99 280 Kilometer vor Dickentmann, Rosellen, Lewanow, Lejour und Bauer.Aus der Rütt-Arena siegte im Großen Preis für Flieger Moes- kop, Holland, vor Kaufmann, Schweiz, O s z m c l l a, Köln und Fricke, Hannover.

Sp. Die Deutschen Rudermeisterschaften, die auf dem Mede- weger See bei Schwerin ausgetragen wurden, brachten die erwarteten Ergebnisse. Meister im Vierer o. St. wurde Berliner RC. in 7:8,2 vor dem Dresdener RV Meister im Einer der Frankfurter Flinsch vor Koblo, Berlin, Meister im Zweier o. St. Hellas, Berlin, in 8:8,1 vor Heidelberger RK., Meister im Doppelzweier Wiking, Linz, in 8:5 vor Brema, Bremen, Meister im Achter die Kölner RG. 1891 in 6 :42.2 vor Berliner RC.

Letzte Nachrichten.

Keine Entfernung des Jagiellosteins bei Tannenberg.

Berlin. Die Blättermeldung, daß der zur Erinnerung an die Schlacht bei Tannenberg im Jahre 1410 dort errichtete Jagiellostein beseitigt werden soll, ist, wie den Zeitungen mit- geteilt wird, falsch. Das Denkmal bleibt stehen.

Jubiläumstagung der Handelsschutz- und Rabattsparvereinc Deutschlands.

Hannover. Unter außerordentlich reger Beteiligung aus allen Teilen des Reiches wurde im Festsaal des alten Rat­hauses die Jubiläumstagung des Verbandes der Handels­schutz- und Rabattsparvereine Deutschlands mit einem ein­drucksvollen Festakt eröffnet. Unter den Teilnehmern sah man Vertreter der verschiedensten Reichs- und Landesbehördcn sowie die der Stadt Hannover, des Oberpräsidiums und des Re­gierungspräsidenten. Reichstagsabgeoroneter Paul Bev- t h i e n sprach überWert und Bedeutung der Selbsthilfe des kaufmännischen und gewerblichen Mittelstandes".

Großfeuer in einer Mühle.

Harburg. In Neugraben brach in einer Mühle ein Groß­feuer aus, durch das in kurzer Zeit drei Stockwerke des fünf­stöckigen Getreidespeichers vollständig zerstört wurden. Dem Feuer sind außer dem großen Getreidesilo 7000 Zentner Futter­mittel, Mehl und Getreide zum Opfer gefallen. Der Gesamt- schaden belauft sich auf 100 000 Mark.

Autoabsturz aus der Furkastraße.

Glctsch (Kanton Wallis, Schweiz). Auf der Furkastraße ist ein Personenkraftwagen aus Mühlhausen im Elsaß über den Straßenrand hinausgefahren und hat sich nach einigen Metern Überschlagen, wodurch der Absturz in die Tiefe verhütet wurde. Diesem Umstand ist es zu verdanken, daß nicht alle Insassen zerschmettert wurden. Zwei von ihnen kamen mit dem Schrecken davon, während die andern beiden getötet wurden.

Teilnahme der Türkei an der Genfer Verkehrskonserenz.

Genf. Dem Generalsekretartat des Völkerbundes wird von der türkischen Regierung mitgeteilt, sie werde an der am 23. August beginnenden Allgemeinen Verkehrs- und Transit- konferenz sich vertreten lassen.

Explosionsunglück in Montreal.

Montreal. Hier geriet ein Arbeiterwohnhaus durch eine Explosion in Brand. Dabei wurden fünf Arbeiter getötet und sechs verletzt. ________________:______________________j