Aussprache mit den Vertretern der beiden Parteien nicht so präzise gewesen ist, wie sie hätte sein sollen, wird der Antrag abgeändert auf das ,,Reichsbanner" und darüber abgestimmt. 10 Stimmen sind dafür, 9 dagegen, 1 Stadtverordneter enthält sich der Stimme. Der Antrag ist somit angenommen und die Feier findet im Kurpark statt
Der Antrag S e v e r t n, den Kurpark in Zukunft für Feste nicht mehr herzugeben, wird bis zur nächsten Sitzung zurückgestellt.
Stadtv Holzapfel macht noch die Kurpark- kommission und den Magistrat darauf aufmerksam, daß die Wandelhalle als öffentliches Gebäude gilt und demgemäß in den Reichsfarben geflaggt werden muß wie die anderen öffentlichen Gebäude, ebenso das Strandbad.
Eine Anfrage des Stadtv W i e g a n d ob Hersfelder mit Kurkarten als Kurgäste betrachtet werden, da an den Bänken Schilder mit der Aufschrift „Nur für Kurgäste" angebracht worden seien, wird in bejahendem Sinne beantwortet.
Nach einstündiger Dauer war die Sitzung hiermit beendet.
* Was der Reisende sich merken sollte. Reisende, die in den letzten Minuten vor Abgang ihres Zuges an den Schalter gestürzt kommen und in größter Hast ihre Fahrkarte fordern, werden vielfach fuchsteufels- wild, wenn sie, vielleicht weil vor ihnen noch andere Reisende abzufertigen sind, die Fahrkarte nicht gleich bekommen und infolgedessen den Zug versäumen. Sie schimpfen dann weidlich über den betreffenden Beamten, beschweren sich vieleicht auch über ihn und drohen mitunter sogar mit Entschädigungsansprüchen. Diese Nörgler kennen offenbar nicht den § 12 der Eisenbahnverkehrsordnung, der also lautet: „Fünf Minuten vor Abgang des Zuges erlischt der Anspruch auf Berabfolgung einer Fahrkarte." Demnach sind die Beamten der Fahrkartenschalter gar nicht verpflichtet, einem Reisenden, der später kommt, noch eine Fahrkarte zu verabfolgen.
Hersseld Der Berteilungsplan zur Umlegung von Grundstücken zwischen den Straßen am Kurpark und am Hopfengarten wird nach einer amtlichen Bekanntmachung in der der heutigen Nummer nunmehr innerhalb 4 Wochen auf dem städt Bau- unp Betriebsamt hier zu jedermanns Einsicht ausgelegt.
Hersseld (Das Wettter im August) Der Meteorologe A. M. Grimm teilt mit: Auch der August verspricht schön und heiß zu werden, wenigstens in seiner ersten Hälfte. Ebenso zeitigt er viele Gewitter. Das erste Drittel ist wieder sehr schön und heiß, während zu Beginn des zweiten Drittels eine Häufung kritischer Mondstellungen sich zeigt, die heftige Gewitter und stärkeren Regenfall bewirken. Diese Störung hält nicht lange an. Kritischer sind die Störungen erst im letzten Monatsdrittel, besonders um den 20. bis 23 Hier folgt starker Regen nnd Temperatur- rückgang, und die folgenden Tage bringen wechselndes Wetter, Wind, Gewitter, Regen, Sonnenschein und wieder Regen. Das geht so bis zum Mona sende.
Hersseld Das gestern Abend in der Turnhalle veranstaltete Konzert des russischen Balalaika- M^uW
des Männerchores fanden mit ihren künstlerischen Leistungen bet den zahlreichen Zuhörern begeisterte Aufnahme. Ganz besonderes Interesse wurde natür- ltch den russischen Volkstänzen entgegengebracht, welche mit ihrer fabelhaften Geschicklichkeit das Publikum überraschte, und zu stürmischem Beifall htnrtß
Hersseld. Am nächsten Sonntag, abends 8 30 Uhr, findet im Kurpark das Benefiz-Konzert der Kurkapelle statt. Sicherlich werden die Besucher unseres Kurparkes nicht verfehlen, auch an diesem Ehrenabend recht zahlreich zu erscheinen, um auch da- durch ihren Dank für die genußreichen Stunden, die ihnen die Kurkapelle bereitet, zum» Ausdruck zu bringen. Der hier zur Kur weilende Kammersänger Schwedt vom Kasseler Staatstheater hat sich in liebens- würdiger Weise bereit erklärt, den Abend durch seine Mitwirkung zu unterstützen.
Hersseld (Wte wird das Wetter?) Die Witterung Mitteleuropas steht unter der Einwirkung von Randstörungen eines im Nordwesten liegenden Tiefdruckgebietes. Es ist also an den nächsten Tagen bet vorherrschenden westlichen Winden weiterhin mit unbeständigem Wetter zu rechnen. Die Niederschläge treten jedoch nur ganz vereinzelt aus. — Vorhersage bis Samstag Abend: Wolkig, meist trocken, Temperatur wenig verändert, südwestliche bis westliche Winde.
Marburg. Die Vierhundertjahrfeier steht vor der Tür. Marburg ist gerüstet. Die umfangreichen VorbereitungSarbeiten sind entweder vollendet oder es wird in fieberhafter Eile die letzte Hand angelegt. Die Stadt steht im Festkleid. Blumen und Girlanden grüßen von sämtlichen Häusern, und Fahnen, Fahnen überall ! Hunderte von Fahnenstangen hat die Stadt an beiden Seiten der Bahnhofstraße errichtet, an denen die Reichs-, die Landes», die Stadtfarben und die un» zähligen Banner sämtlicher studentischer Korporationen lustig im Winde flattern. Dazu hat die Bürgerschaft das Ihrige getan. Die Altstadt ist ein Farbenmeer. Die engen winkligen Straßen und Gassen werden durch die Farbenpracht verdunkelt. Dazu ein Wogen und Wallen straßauf, straßab, wie es die Stadt noch nie sah, denn die Stiftungsfeste der Studenten haben begonnen. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend hallt die Stadt wieder von Musik und Gesang. Festesfreude überall. Die angemeldeten Gäste stellen sich langsam ein. Doch Marburg harrt auch ungeladener Gäste. Für jedermann ist Platz genug, um auszuruhen von den Freuden des einen T^rges, um sich zu stärken für die des nächsten.
Niedermarsberg Einen originellen Kaufvertrag machte am Sonnabend der Fabrikant B von hier mit einem Käufer. Sein ganzes Wesen (Wohnhaus mit 15 Zimmern, Fabrikraum, Gärten und 3 Morgen Land) bot er dem Käufer an mit nur 1 Pfg. Anzahlung. Bedingung: 25 Tage lang die doppelte Summe des vorhergehenden Tages, also am 2. Tage 2 Pfg, am 3. Tage 4 Pfg. und so fort. Alles war unter den
RmtlicheAnterfuchung des Flugzeugunglücks.
K a s s e l, den 29. Juli.
Direktor Heim von der Lufthansa, der hiesige Flugleiter, Polizeileutnant Beckmann von der Luftpolizei hatten sofort im Auto die Unfallstelle aufgesucht, sie hatten das verbrannte Flugzeug, die verkohlten Leichen, die Schwerverletzten vorgefunden. War auch eine durch die verschiedenen Zeugenaussagen wenig unterstützte genaue Darstellung des Vorganges nicht zu erreichen, so konnte doch festgestellt werden, daß der Motor an sich einwandfrei gearbeitet haben muß, denn Zeugen, die garnicht weit von der Unglücksstätte entfernt der Katastrophe zusehen mußten, konnten aussagen, daß ein Verbrennen in der Luft nicht beobachtet worden ist, daß vielmehr, nachdem das Flugzeug die Amöneburg umflogen hatte, es plötzlich tiefer flog, als sei es weniger durch eigenen Willen des Führers, als durch die Gewalt des Windes nach unten gedrückt worden. Das Flugzeug habe nicht mehr seine horizontale Lage gehabt, der eine Flügel sei stärker herabgedrückt worden. Bei der nun unfrei- willig plötzlich erfolgten Landung habe die eine Trag- fläche gegen die felsige Wand des Nordwestabhanges gestoßen, das ganze Flugzeug sei so stark ausgeschlagen daß das Rumpfende abbrach und die beiden auf den Rücksitzen befindlichen Passagiere herauSschleuderte. Durch Explodieren der Tanks habe eine Stichflamme das Flugzeug in Brand gesetzt.
Flugzeugführern ist bekannt, daß solche Abwinde die Maschine im Flug beeinflussen können. Erhöht wurde hier die Schwierigkeit des Landens durch das steinige, zerklüftete Gelände, das,unübersehbar, schlechte Landungsmöglichkeiten bietet.
Die Toten wurden inzwischen in ihre Heimat überführt; Flugzeugführer Dörr nach Darmstadt, Dr. Milch nach Wiesbaden und Bordwart Jhlow nach Magdeburg. Besonders tragisch berührt der Tod des Bürogehilfen Bauer auS Hosgeismar, der zur Silber- Hochzeit seiner Eltern nach Frankfurt fliegen wollte.
Alle Flugsachverständigen sagen übereinstimmend aus, daß das Unglück in dieser Schwere der größte Flugzeugunfall ist, den die Geschichte des Passagier- flugs kennt Sie halten es für ausgeschlossen, daß absehbare Ursachen die Katastrophe herbeigeführt haben, sie sind sich einig in der Meinung, daß nur eine un- glückselige, furchtbare Naturgewalt, die brutal und plötzlich das Flugzeug angriff und niederschmetterte, Ursache des tiefbedauernswerten Unglücks wurde.
beiden klipp und klar bis auf den notariellen Akt, welcher Montag beim hiesigen Notar stattfinden sollte. Voller Freude über den billigen Kaus zog der Käufer nach Hause und erzählte das Glück seiner Ehehälfte. Der erste Eindruck der Frau war: „Der Fabrikant ist verrückt, so billig sein Wesen zu verkaufen," und sie setzten sich hin und rechneten, wieviel Pfennige sie wohl gebrauchten. Bei ihrer Rechnung gingen ihnen aber die Augen auf; denn sie hatten herausbekommen, daß der doppelte Pfennig in 25 Tagen auf 335 384,20 Mk angewachsen war. Schnell packte der Käufer seinen Vertrag und rannte noch abends zu dem Fabrik mten, um den Kaufvertrag rückgängig zu machen. — Der Fabrikant war also gar nicht so dumm
OAenbnrg Folgendes heitere Borkommnts wird von hier gemeldet Am letzten Markttag fuhr ein Bauersmann mit einem Wagen, auf dem sich ein respektables Borstentier befand, durch die Straßen der Stadt. Hinten am Wagen war ein großes Plakat angeheftet mit der Inschrift: „Gepfändet vom Finanzamt " Nach dem Zweck seines Gebarens befragt, antwortete das Männlein, daß ihm seine Sau gepsändet worden sei, weil er nicht zur festgesetzten Zeit seine Steuern habe bezahlen können und daß er mit dem Schwein nun zum Finanzamt fahre, um es dort abzuliefern, denn der Bauersmann meinte, daß ihm ja das Borstentier durch die Pfändung nicht mehr gehöre, sondern dem Finanzamt, das nun auch ver- pflichtet wäre, das Schwein zu nehmen und zu füttern. Das Finanzamt nahm natürlich das grunzende Tier nicht an. Die Polizei mußte sich schließlich der Sache annehmen und den Bauersmann bis vor die Stadt begleiten. Das Ende vom Lied ist wohl, daß der Bauer wegen groben Unfugs einen Strafzettel bekommen wird
Spiel and (Sport
Sp. Das deutsche Bundcskegeln. Zum Bundcskegeln 1927 des Deutschen Keglerbundes in Mainz sind als Teilnehmer 608 Kegler genannt worden, davon 198 in den Einzelkämpfen, ferner 307 Mannschaften.
Sp. Neusel schlägt Prenzel. Bei dem Ausscheidungskamps für die Mittelgewichtsmeisterschaft traten Prenzel, 136 Pfund, Neusel, 144 Pfund, in den Ring. Prenzel gab den schon nach Punkten verlorenen Kamps in der fünften Runde wegen Nasen- Verletzung aus.
Sp. Rennfahrer Bauhofer verunglückt. Deutschlands erfolgreicher Meisterrcnnsahrer Toni Bauhoser-Berlin erlitt beim Training einen schweren Unfall, der seine Teilnahme am diesjährigen internationalen Bäderrennen in Frage stellt. Bauhofer wollte auf der Treptower Chaussee ein Geschäftsauto überholen. Dabei fuhr ihm sein Stallkamerad gegen die Lenkstange, Bauhofers Maschine wurde aus den Sommerweg und sodann gegen einen Chaufleebaum geworfen. Hierbei brach sich der Rennfahrer den Oberarm.
Sp. Radkämpfe. Eine Weltmeisterschaftsrevanche der Steher über 100 Kilometer (20, 30, 50 Kilometer) sah am 29. Juli in Köln-Richel Weltmeister Linart, die beiden nächstplacierten Fahrer der Weltmeisterschaft Krewer und Sawall sowie Bauer am Start. Die Saalsportmeisterschaft der Vereinigung Deutscher Radsportverbände gelangt am 21. August in Wiesbaden zum Austrag. Am 13. August gehen die Meisterschaften der Deutschen Radsahrerunion in Neust voran.
Kongresse und Versammlungen.
k. Kochkunstausstellung in Köln. Mit der vom 9. bis 18. September in Köln stattfindenden zweiten Westdeutschen Gastwirtsmesse wird eine Kochkunstausstellung verbunden sein, die unter Mitwirkung des Internationalen Verbandes der Köche Veranstalter wird.
k. Jahrestagung der Saarvereine. Die Jahrestagung des Bundes der Saarvereine findet am 13. und 14. August in W ürzburg statt. In einer großen öffentlichen Volksversammlung am 14. August wird über den Stand der Saarsrage aus berufenem Munde berichtet werden.
Weti und Wissen.
w. Der Erfinder der Schutzbemalung gestorben. Der englische Maler Solomon I Solomon ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Er war der Erfinder der „Tarnung" und hat im Kriege als erster die britischen Behörden daraus gebracht, Utilitarische Stellungen, Bewegungen und Geräte durch eine methodische Schutzbemalung unkenntlich zu machen.
Nörse und landet
Amtliche Berliner Notierungen vom 28. Juli.
* Börsenbericht. Tendenz: Schwach. Die Spekulation war der Ansicht, daß die favorisierten chemischen und Kunstseidepapiere schon zu stark gestiegen sind, und ging hier Baisseengagements ein, die namentlich in Bembergaktien einen größeren Verlust (15 Prozent) zur Folge hatten. Daraufhin senkten sich auch andere Werte um 2—3 Prozent. Am Geldmarkt machte sich das Herannahen des Ultimos mit einem weiteren Anziehen der Tagesgeldsätze bemerkbar. Die Geldgeber erhöhten ihre Forderungen auf 5^—7^ Prozent. Die Nachfrage war schon im Hinblick auf den bevorstehenden Zahltag sehr rege.
* Devisenbörse. Dollar 4,20—4,21; engl. Pfund 20,40 bis 20,44; holl. Gulden 168,25—168,59; Danz. 81,30 bis 81,46; franz. Frank 16,44—16,77; schweiz. 80,88—81,04; Belg. 58,39-58,51; Italien 22,86—22,90; schwed. Krone 112,51—112,73; d ä n. 112,37—112,59; norWeg. 108,42 bis 108,64; tschech. 12,45—12,47; österr. Schilling 59,11 bis 59,23; poln. Zloty (nichtamtlich) 46,87—47,07.
♦ Produktenbörse. Unter dem Einfluß deS günstigen Wetters der letzten Tage, das allerdings wenig zuverlässig zu sein scheint, kam mehr Angebot vom Jnlande auf den Markt. Beim Weizen hatte das Ausland mit seinen matteren Kursen Einfluß. Es mußten im Zeitmarkt die Anfangskurse um IX Mark ermäßigt werden, wozu die sehr schwierige Lage deS Mehlverkaufs und die günstigen Saatenstandsberichte mit bei- trugen. Auch für Roggen sind angesichts bevorstehender weiterer Andienungen neue Begleichungen per Juli erfolgt, durch die der bisherige Rückgang sich vergrößerte. Für Herbst- lieferung hingegen waren Abgeber vorsichtiger, so daß sich die Schlußpreise zeitweise noch leicht erholen konnten. Neue Inlandsware ist auf schnelle Lieserung wohl etwas mehr angeboten, aber im Preise hoch gehalten, so daß Aufgelder bezahlt werden mußten, die weniger hier als in den Provinzen Bewilligung fanden. Gerste zeigt in Wintergerste weiter viel- sach wenig befriedigende Qualitäten. ---—
Letzte Nachrichten.
Bemessung der Unterstützungsdauer in der Erwerbslosenfürsorge.
Berlin. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den letzten Monaten hat das Reichsarbeitsministerium veranläßt, die Bestimmungen über die Bemessung der Höchstdauer in der Erwerbslosenfürsorge nachzuprüfen. Hierbei hat sich ergeben, daß der Arbeitsmarkt sich für den Bergbau und das Reinigungsgewerbe so günstig entwickelt hat, daß die Höchstdauer auf das regelmäßige Matz von 26 Wochen zurückgeführt werden mußte. Der Reichsarbeitsminister hat sich hierbei Vorbehalten, für einzelne Berufsarten und Bezirke, die von einer langfristigen Arbeitslosigkeit besonders hart betroffen werden, eine längere Bezugsdauer zuzulassen. Andererserts hat sich der Arbeitsmarkt für die G ä r t n e r e i in letzter Zeit erheblich verschlechtert. Auch in einigen örtlich begrenzten Berufsarten des Spinnstoffgewerbes sind die Beschäftigungsmöglichkeiten ungünstig. Dieser Entwicklung ist dadurch Rechnung getragen, datz sie Bezugsdauer insoweit wieder aus 39 Wochen verlängert worden ist. Wie bisher, kann in allen Fällen zur Vermeidung von Härten die örtliche Stelle die Fürsorge um 13 Wochen verlängern.
Urteil im Reichsbankprozeß.
Berlin. Im Prozetz gegen die Gehilfen des verstorbenen Reichsbankoberinspektors Arnold, besten grotze Unterschlagungen noch in Erinnerung sind, wurden der Angeklagte Reinhold zu einem Jahr und der Angeklagte Maire zu neun Monaten Gefängnis unter Anrechnung von je drei Monaten Untersuchungshaft verurteilt. Bewährungsfrist wurde bei beiden abgelehnt. Die Angeklagten hatten Arnold bei seinen Unterschlagungen Hilfsdienste geleistet und außerdem auf eigene Rechnung kleinere Betrügereien durchgeführt, die von Arnold absichtlich übersehen worden waren.
Vorstandssttzung des Deutschen Landgemeindetages.
Berlin. Der Vorstand des Deutschen Landgemeindetages ist in Lokstedt bei Hamburg zusammengetreten. Neben einer Reihe interner Angelegenheiten wird u. a. hauptsächlich der Entwurf eines Steuervereinheitlichungsgesetzes, des Reichsschulgesetzes, die Reichskreisordnung sowie vor allem daS Problem der Gasfernversorgung verhandelt werden. Weiterhin wird sich der Vorstand erneut mit der Frage des Beitritts des Deutschen Landgemeindetages zu dem Internationalen Gemeindeverband beschäftigen.
Schwerer Autounfall im Engadin.
Zürich. Auf der Oberalpstraße in Disentis (Graubünden überschlug sich das Auto des Fürsten Waldenburg von Jsny- Württemberg, das seine Gemahlin steuerte. Der Fürst war auf der Stelle tot, seine Gattin kam mit leichten Verletzungen davon.
Sitzung des Vorstandes der Mieterinternationale.
Paris. Hier trat der Vorstand des Internationalen Mielerbundes, dem Vertreter Deutschlands, der Schweiz, Österreichs, Frankreichs sind Schwedens angehören, zu einer Sitzung zusammen, in der die Stellung der Mieterinternatio- nale zur Baupolitik sowie die allgemeine Lage der Mieter erörtert werden sollen)
Zugzusammenstoß in Frankreich.
Paris. Der O-Zug Basel—Calais fuhr in der Nähe von Abbeville auf einen Expreßzug. Bei dem Zusammenstoß wurden 10 Personen verletzt, zwei davon außerordentlich schwer.
Beatth legt sein Amt nieder.
London. Der Admiral der Flotte Karl Beatth scheidet von seinem Posten. Er hat das Amt des Ersten Seelords ungewöhnlich lange, fast acht Jahre, verwaltet. Sein Nachfolger ist Admiral Sir Charles Madden.
Das erste Jahr Ihres Kindes ist das wichtigste!
Sein Anfang im Leben, seine spätere Gesundheit, seine ganze körperliche und geistige Entwicklung hängt von der Nahrung ab, welche es in den ersten 12 Monaten erhält. Speisen, welche starke Knochen und Beine bilden, müssen bekömmlich nnd dabei leicht und vollständig verdaulich sein. Wenn die Mutter nicht selbst stillen kann, sollte sie zuerst an „Nestle's Kinder- mehl" denken. Wenn Ihr Kind unruhig ist, wenn es nachts nicht schläft, wenn es nicht zunimmt, wie es sollte, oder wenn Sie selbst fühlen, daß die Nahrung, die Sie ihm geben, nicht die richtige ist, dann greifen Sie zu „Nestle's Kindermehl." Eine Probedose u. illustr. Broschüre über moderne und richtige Säug- ltngsflpege erhalten Sie vollständig und kostenfrei und unverbindlich durch: „Ltnda"-Gescllschaft, Berlin W. 57