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und dem Arbeiter schwere Verletzungen am Kopf und an der Brust beibrachte. Der Unglückliche wurde in das Hanauer Landkrankenhaus überführt, wo er kurz nach seiner Einlieferung seinen Verletzungen erlegen ist.

Homberg. Am Mittwoch Abend brach in den | Wirtschaftsgebäuden des Gutes der Gräfin v. Schaum- I bürg ein Brand aus, dem die gesamten Wirtschafts- I gebäude mit den darin lagernden Erntevorräten zum Opfer fielen. Das Vieh konnte gerettet werden. Die Löscharbeiten, an denen sich die Wehren aus der ganzen Umgegend beteiligten, waren durch Wasser­mangel sehr erschwert. Als Brandursache wird Kurz, schluß angenommen.

Worbis. Wie derEichsfelder Anzeiger" aus Leinefelde meldet, entgleiste heute morgen auf dem Bahnhöfe Leinefelde, kurzbevordi?6Uhr-Personenzüge die Station verlassen hatten, ein Güterzug. Menschen sind nicht dabei verletzt worden. Der Materialschaden ist jedoch erheblich Die Gleise waren einige Stunden gesperrt, konnten aber nach Eintreffung eines Htlfs- zuges wieder fahrbar gemacht werden. Kurz nach diesem Unfall ereignete sich ein weiterer, indem der Rangierer Kremer aus Leineselde beim Zusammen­koppeln zweier Güterwagen zwischen die Puffer ge. riet. Er hat anscheinend innere Verletzungen erlitten außerdem wurde ihm ein Arm abgeguetscht. Der Verletzte wurde dem hiesigen Krankenhaus zugefüürt. Eisenach Eine offenbar wohlorgantsierte, von auswärts zugereiste Räuberbande verübte einen eben- so frechen, wie kühnen Einbruch bei dem Rentner Max Slevogt. Die Räuber drangen vom Keller aus durch sechs Zimmer, die sie mit Dietrichen öffneten, bis zum Schlafgemach des die Villa allein bewohnen- den Besitzers vor. Während einer der Einbrecher den vom Schlaf Erwachten mit dem Revolver in Schach telt, stahlen die anderen Bargeld, goldene Uhren, chmucksachen, einen Pelz, Nahrungsmittel usw. im erte von über 1200 Mark. Die Telephondrähte fiten die Einbrecher, die bereits vor vier Wochen einem Nachbarhaus bei der Majorswitwe Tögel nen Einbruch verübt hatten, durchschnitten. Bon n Tätern fehlt jede Spur.

Limburg Kurz vor Weihnachten entsprang aus m Gefängnis der wegen Straßenraubes festgenom. mene Spengler Karl Beide. Dienstag früh bemerkte in Spenglermeister in Niede-zeuzheim in der Wohn­stube ein merkwürdiges Geräusch und entdeckte dort den flüchtigen Velde, seinen früheren Lehrling. Der Meister alarmierte die Landjügerei, die den jungen Burschen aus dem Kleiderschrank, wohin sich dieser geflüchtet hatte, holte nnd ihn wieder dem Gefängnis zuführte.

Kah Md ^em.

O Alle hannoverschen Schulgebäude von TyphuS- kranken frei. Das Gebäude der Stadt-Töchterschule in Hannover, das zu einem Hilfskrankenhause eingerichtet Bar, ist geräumt worden. Damit sind sämtliche zur Unter­bringung von Typhuskranken eingerichteten Schulgebäude wieder frei gemacht. Im Städtischen Krankenhaus I und im Krankenhaus Siloah sind zusammen nur noch 75 ^P:i#*säw»i^ imiergebracyt. - -

~_^0^a§ Ehrengrab für den Defraudante«. In Pinne- b e r g starb der Bureaudirektor Wollendank. Der Tote wurde hoch geehrt und auf Kosten des Kreises unter größter Beteiligung beerdigt. Nun hat es sich heraus­gestellt, daß er große Unterschlagungen an amtlichen Geldern verübt und etwa 15 000 Mark veruntreut hat. Man soll auch mit Ehrengräbern nicht zu voreilig fein. O Bon einem Keiler angegriffen. Bei einer Saujagd bei Eisenschmitt im Kreise Wittlich wurde ein Förster von einem Keiler angegriffen und so schwer verletzt, daß er

starb.

O Doppelmord und Selbstmord in Stuttgart. Ein seit einiger Zeit von seiner Ehefrau getrennt lebender Hilfs- rbeiter hat seine 20jährige Tochter und seine Schwägerin rschossen und seine Frau durch einen Schuß in den Unter­eib lebensgefährlich verletzt. Darauf richtete er die Waffe egen sich selbst und verletzte sich so schwer, daß er auf dem

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Transport ins Krankenhaus starb.

Q Zwei Freundinnen gemeinsam in den Tod. Auf dem Ankerplatz der süddeutschen Donaudampsschiffahrts- gesellschaft in Wien wurden zwei mit einem Seidenschal usammengebundene Mädchenleichen aus dem Wasser ge-

«Sonntagsbetrachtungen eines alten Hersfelbers.

Die Neujahrsnacht still und klar deutet auf ein gutes Jahr!"

An dieser alten Bauernregel scheint etwas wahres

zu sein. Das Jahr 1923 hatte sich mit Sturm und Regen verabschiedet und danach ist auch daS Jahr 1926 geworden. Freilich daS erste, nämlichstill" wird ja nie Eintreffen, denn wo gäbe es eine Neujahrs­nacht, in der esstill" zuging. Die müßte erst noch gemacht werden. Was wird uns das Jahr 1927 dringen? Das alte Jahr hat ja uns Hersfeldern verschiedenes gebracht, worüber wir zufrieden sein können. Das schönste war doch unstreitig kurz vor Toresschluß die Herabsetzung der Gewerbeertragsteuer um 200 Prozent. Für das Jahr 1927 sind mir aus dem Leserkreise allerhand Wünsche auf den Tisch ge­flattert. Besonders die Beleuchtungsfrage und das Pflaster wird eingehend erörtert. Von den Wünschen bringe ich die dringlichsten. Ein Leser aus der Brüdergasse (der alte Hersfelder spricht:Saugaß") schreibt:

Lieber Sonntagsmann!

Bist du schon einmal Abends von der Breiten­straße her durch unsere Straße nach dem Neu­markt gegangen ? Ich glaube nicht, denn da t würdest du entsetzt fein über das schwarze Loch, 1 das dir entgegen gähnt. Wir hatten uns schon alle gefreut, als in der letzten Stadtverordneten. sitzung amtlich verkündet wurde, wir bekämen M ' eine Laterne, aber vier Wochen sind schon ver- " floffen und die Weissagung hat sich nicht erfüllt. Dieselbe wird doch nicht den langen Instanzenweg gelaufeu sein? Hoffen wir, daß sich unser Neu­

zogen. Es wurde sestgestellt, daß "die Toten zwei Freun­dinnen sind, die aus unbekannten Gründen gemeinsam in den Tod gingen.

O Ein Automobil vom Schnellzug zermalmt 4 Tote. Am Bahnübergang von Caeskerke bei Dixmuiden fuhr ein mit vier Damen besetztes Automobil im Nebel auf einen Schnellzug, wobei das Auto völlig zerstört und die vier Fahrgäste getötet wurden. Der Chauffeur erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

O Das Ende eines abenteuerlichen Lebens. Der eng­lische Schauspieler Lord Lyveden ist im Alter von 68 Jah­ren gestorben. Bevor Lyveden den Adelstitel erbte, hatte er ein bewegtes Leben hinter sich. Er war unter anderem Kellner in Newyork, Kutscher in Nordkarolina, Steward an Bord eines Dampfers und Offizier sowohl des Heeres wie der Flotte.

O Unwetter in Süditalien. In ganz Süditalien herrscht schweres Unwetter. In Kalabrien ist Schnee gefallen, der auf den Bergen mehrere Meter Höhe erreicht hat. Durch die Schneeschmelze auf den Bergen von Toskana sind mehrere Flüsse über die Ufer getreten und haben die Felder überschwemmt.

0 80 Kurden hingerichtet. Nach Meldungen aus Kon­stantinopel hat das östliche Unabhängigkeitstribunal 80 Kurden wegen Raubes und Mordes zum Tode verurteilt. Die Urteile sind bereits vollstreckt worden. Zahlreiche andere Angeklagte wurden zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt. Im Plädoyer des Anklägers wurde darauf hingewiesen, daß sich die Angeklagten nach dem Fehl­schlagen des Aufstandes im Jahre 1925 als dieunbesiegte Familie" des Nationalhelden bezeichnet und das Land terrorisiert hätten.

0 Überschwemmungen auch aus Sumatra. An der Ost­küste von Sumatra sind, wie aus Medan gemeldet wird, infolge starker Regengüsse große Überschwemmungen ein­getreten. Die ^Eisenbahnlinien sind an zahlreichen Stellen unterbrochen und viele Eisenbahnbrücken dem Einsturz nahe. Man fürchtet eine vollkommene Einstellung des Verkehrs. Der Ort Belawan ist vollkommen vom Verkehr abgeschnitten.

Bunte Tageschronit.

Hagen. Auf der Eisenbahnstrecke HagenAmbrock ließen sich ein 18jähriger junger Mann aus Delstern und ein 16jäh- riges Mädchen aus Hagen von einem Zuge überfahren. Beide waren auf der Stelle tot.

Paris. Wie aus Santiago de Chile gemeldet wird, ent­gleiste bei Lola ein Schnellzug. Elf Reisende wurden getötet und 20 schwer verletzt.

Paris. In Lens feuerte eine junge Krankenwärterin aus Eifersucht mehrere Schüsse auf den Direktor des Krankenhauses ab, in dem sie beschäftigt war, und tötete sich dann durch einen Kopfschutz. Der Direktor kam mit leichte« Verletzungen davon.

London. Wie aus Allahabad berichtet wird, stürzte über dem Flugplatz von Ambala ein mit zwei Offizieren besetztes britisches Militärflugzeug ab. Die beiden Insassen waren sofort tot.

GpiH und Sport.

Sp. Dem deutschen Turnen und Sport zum neuen Jahr. ^Vom -oeutfcyrrr «spott erwarte-rMchaß er Hand m Hand mit dem deutschen Turnen das Ziel weiterverfolgt, Leibesübungen zur Volkssitte des Deutschen zu machen. Wir brauchen eine turn- und sportgeübte Generation. Als besondere Aufgabe des nächsten Jahres steht die Vorbereitung zu den Olympischen Spielen vor uns. Wir wollen der Welt zeigen, daß die deutsche Volkskraft un­gebrochen ist." Dies der Wunsch Dr. Lewalds, des Präsidenten des Deutschen Reichsausschusses für Leibes­übungen, dem sich die Wünsche der weiteren deutschen Sportführer anschließen, Wünsche, die den deutschen Tur- uern und Sportlern Ziele sein müssen, denen die Arbeit des nächsten Jahres gilt.

Sp. Mehrere Turntagungen leiten die Arbeit der Deut­schen Turnerschaft 1927 bereits in der ersten Januar­woche ein. Am 3. und 4. Januar tagt in Magdeburg der Vorstand des Turnausschusses, zu gleicher Zeit in Köln der Presseausschuß; am 5. Januar tritt in Berlin-Char- loitHtburg der Vorstand der D. T. zusammen, während m Hamburg ^ser Schwimmausschuß seine Sitzung'abhält. Am 8. und 9-Kanuar beschließt der Fechtausschuß in Leip- |ig die Reihender Tagungen, in denen zum Teil Fragen icr Erledigung harren, die für die fernere Entwicklung oer D. T. von großer Bedeutung sind.

jahrSwunsch um eine strahlende Laterne bald füllt.

Ach du mein lieber Magistrat, gib doch nun was auf unsern Rat, erfülle unsre Bitte gern und schenk unS baldnc Stallatern."

er-

Der Schreiber hat sich wohl beim letzten Wort geirrt, er wollte doch sicher GaSlaterne schreiben, denn die Beleuchtungskommission hat keine Stall-Laternen zu vergeben, die muß man sich selber besorgen.

Nach Erhalt dieses Schreibens hatte ich abends eine Wanderung durch besagte Straße unternommen, die man allerdings nicht gut ohne Taschenlampe be. treten kann, sonst würde man sich bald in der Gosse wiedersinden. Also muß der Wunsch unterstützt werden. Ein Leser aus der Breitenstraße macht in folgenden Worten seinem Herzen Luft:

An den alten Hersfelder!

Für das neue Jahr will ich dir mal die Wünsche der Anwohner der Breitenstraße mtt- teilen. Im Bordergrund steht natürlich der dringende WunschPflasterung." Ich glaube doch, nachdem nun die Außenbezirke (Friedloserstraße, Hombergerstraße und am Peterstor) gepflastert worden sind, daß wir nun als Hauptstraße endlich auch an die Reihe kommen. Jetzt bei dem Glatt­eis war es ja eigentlich gut, daß die Löcher tn der Breitenstraße waren, man hatte eher einen Halt mit den Füßen und kam nicht inS Rutschen. Aber nun wollen wir nicht mehr länger warten auf die Pflasterung, sondern wollen mit Nachdruck wünschen, daß sie dieses Jahr erfolgt. In der Beleuchtungssrage wird ja auch bald Wandlung eintreten, sodaß wir Breitengäffer voll Hoffnung in das Jahr 1927 hineingehen.

Dieser Schreibersmann scheint nicht den Bericht

f

^S rmd A^M^eE.

Amtliche Berliner Notierungen vom 30. Dezember.

* Börsenbericht. Die Tendenz war widerstandsfähig, jedoch nicht ganz einheitlich; u. a. konnte man in größerem Umfange das Rheinland als Käufer beobachten. Im weiterer Verlauf wurde es am Effekten- und Anleihemarkt sehr still, Kursver- änderungen traten in nennenswertem Umfange nicht eiy^M Am Geldmarkt machte sich in Verbindung mit der Ultimo-^» Abwicklung eine gewisse Versteifung bemerkbar, tägliches Geld 4,50-6 %, monatliches Geld 7,258,50 %.

* Devisenbörse. Dollar 4,204,21; engl. Pfund 20,3320,38; holl. Gulden 168,01168,43; Danz. 81,60 bis 81,70; sranz. Frank 16,6416,68; schweiz. 81,16 bis 31,36; Belg. 58,4358,57; Italie nM8,9619,00; schwed. Krone 112,21112,49; d ä n. 112,09112,37; norWeg. 106,17 bis 106,43; tfchech. 12,4312,47; öfter r. Schilling 59,26 bis 59,40.

Produktenbörse. Von Nordamerika lauteten die Preis­depeschen nicht viel verändert, dagegen hatte Argentinien seinen, Forderungen erhöht, aber teilweise die GewichtsgaramicM erhöht. Im Lieferungshandel für Weizen erfuhren diej tierungen durch manche Dezemberdeckungen und dur festeren südamerikanischen Notierungen eine leichte Erst der Preise. Im Roggenhandel waren etwas mehr Andi gen für laufenden Markt angemeldet, und da von der

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noch einzelnes zu verkaufen war, so schrieb sich daher eine geringfügige Abschwächung des Dezemberpreises; Zj jähr war eher eine Kleinigkeit fester. Vom Inlands U in der Hauptsache nur Waggonroggen gehandelt. Übri

ist mehr Russenroggen zum Umsatz gekommen. Gerste ruhig und auch für Hafer hat der Schluß desvZahre Unternehmungslust zurückgehalten. In Mehl änderten. ji Preise bei stillem Verkehr wenig.

Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilo­gramm in Reichsmark: $

30. 12.

29. 12.

30.12.

29. 12.

264-267

264-267

Weizkl.s.Brl.

13,2-13,5

13,2-13,-5

Rogkl. f.Brl.

12,0-12,2

12,0-12,2

232-237

233-238

Raps

Leinsaal

Viki.-Erbse«

51-61

51-61

217-245

217-245

kl.Spetseerb.

31-33

31-33

192-205

192-205

Futtererbsen

21-24

21-24

176-186

176-186

Peluschken

20-22

20-22

Ackerbohnen

21-22

21-22

Wicken

22-24

22-24

Lupiv.,blaue

13,5-14,5

13,5-14,5

Lup»n., gelbe

14,5-10*0

14,5-15,0

Seradella

21,5-24,0

21,5-24,0

Rapskuchen

16,4-16,5

16,4-16,5

84,7-37,7

34,7-37,7

Leinkuchen

20,8-21,2

20,8-21,2

Trockenfchtzl.

9,8-10

9,6-9,8

Sova-Schrot

19,1-19,8

19,3-19,9

Torsm.30/70

32,7-34,2

32,7-34,2

Kartoffelflck.

29.0-29,4

28,5-29,0

Weiz., mark, pommerfch.

Nogg., mark, pommerfch. wcflpreuß.

Braugerste Futtergerste Hafer, märk. pommerfch. westpreuß.

Weizenmehl p. 100 kg fr.

Bln.br.inkl. Sack (feinst Mrk. ii. Not. Roggenmehl P. 100 kg fr.

Berlin' br. inkl. Sack

Letzte Nachrichten.

Selbstmordversuch eines Zwölfjährigen.

Berlin. Ein zwölfjähriger Schüler, der während er allein zu Haufe war, eine ihm zu Weih üten geschenkte Taschenuhr geöffnet und verdorben hatte, hat aus Furcht vor Bestrafung versucht, sich mit Gas zu töten. Ewer Flur­nachbarin, die durch den starken Gasgeruch aufmerksam ge- ins Bewußtsein zurückzurufen.

Berufliche Ausbildung rrwcrbRofer A«gestellter.

Berlin. Der ReichSarbeitSMinister hat 400 000 Mark bereitgefteSt, die der Erleichterung, Beschleunigung und Ver­mehrung von Veranstaltungen der öffentlichen Arbeitsnach­weise und wirtschaftlichen Vereinigungen der Angestellten zur / beruflichen Fortbildung und Umschulung erwerbsloser An- - gestellter dienen sollen, wenn sie nach der Verordnung über Erwerbslosenfürsorge unterstützungsberechtigi sind.

MüßnaHmeN gegen Deutsche in Wen.

Kattowitz. Auf Anordnung der Kutlowitzer Staats­anwaltschaft wurden die Polizeiorgaur mit der Prüfung der polnischen Staatsangehörigkeit einer Reihe von Personen, die der deutschen Minderheit «»gehören und im Vordergrund des Deutschtums stehen, beauftragt. ES wird vermutet, daß diese Maßnahme im Zusammenhang mit den in der pol­nischen Preffe wiederholt gebrachten Meldungen steht, nach denen in der nächsten Zeit größere Answeisnngen zu er­warten seien.

Stranders auch wegen Bigamie gesucht?

Paris.Matin" will erfahren haben, daß der unter Spionageverdacht zugunsten Deutschlands verhaftete Sirast- ders auch von der englischen Justiz wegen Bigamie ges»W werde. Es schwebe ein Auslieferungsverfahre« gegen ihUx der letzten Stadtverordnetensttzung gelesen zu Habens sonst würde er wissen, daß. um mit dem Schreiber aus der s Brüderstraße zu sprechen, die Pflasterung der Breiten-/ straßeamtlich" ins Auge gefaßt worden ist, wenigstes ein Teil derselben (genau gerechnet ist es der 20. sodaß in 20 Jahren die Breite«straße fertig geMH^W^ ist). Also nach und nach werden sich die WÄstschk^^W« füllen. Als letzten Wunsch will ich noch ein Schrei^^^ bringen, das unterzeichnet war:Ein alter Müc^WW stürmer." Dieser beklagt sich folgendermaßen:

Lieber Sonntagsmann!

Trotzdem die Beleuchtungsfrage am

Morgen von Dir schon öfters erörtert worde^^^W komme ich doch-noch einmal darauf zurück.

habe denWunsch, daß die Beleuchtung morge^^W wenigstens bis zu dem Zeitpunkt brennt, an deS^W man erkennen kann, wo man den Fuß hinsetzt^^ Dieser Tage mußte ich des Morgens eilig zum Bahnhof. Ich freute mich über das schöne Ltcht und wollte gerade in die Breitenstraße einbiegen, als kurz vor 7 Uhr die Lampen erloschen bis auf eine. Da stand ich nun in dem finsteren Sack, wo man nicht die Hand vor Augen sehen konnte. Bis ich mich zum Bahnhof durchgetastet' hatte, war der Zug fort. Das nächste Mal werde ich mir die Stall-Laterne aus der Wallengaffe borgen. ES ist eigentlich rücksichtslos, die Stadt so in ^ Dunkelheit zu setzen, ehe der Tag graut. Ich rojjf hoffen, daß uns das Jahr 1927 mehr Licht bringt?

Dieser alte Mückenstürmer hat mir aus der Seele gesprochen. Sparsamkeit ist eine schöne Tugend, aber sie darf nicht zur Knauserei ausarten und etwas länger Licht bei den dunklen Morgen wäre sehr erwünscht. Hoffen wir, daß alle Wünsche, die wir hegen, im neuen Jahre in Erfüllung gehen und in diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein gesegnetes Neues Jahr!