Straße ereignete sich am Montag abend gegen 9 Uhr ein schwerer Unglücksfall. Der vierjährige Junge einer im zweiten Stocke eines Hinterhauses wohnen, den Familie sollte zu Bett gebracht werden. Borher kletterte er noch einmal auf einen Stuhl am Fenster, um nachzusehen, ob noch kein Schnee fiel. Dabei kam er dem geöffneten Fenster zu nahe und stürzte aus dem zweiten Stock in den Hof hinab. Die Eltern liefen sofort zum Hofe und fanden hier das Stab wimmernd vor Schmerzen vor. Die Unfallwache Holzmarkt brächte den kleinen Patienten zum Arzte, der Verstauchungen und Verletzungen an beiden Händen und Beinen feststellte, anscheinend lagen auch noch innere Verletzungen vor.
Aus der Rhön. Der Hotelbesitzer Opelt aus Kaltennordheim stieß bei einem Pürschgang nach seinem Jagdrevier mit einem Wilderer zusammen. Als er diesen verfolgte, gab der Wilderer zwei Schüsse ab, durch die Opelt an der Schulter verwundet wurde. Er mußte die Verfolgung aufgeben. Die von der Gendarmerie aufgenommene Verfolgung führte nach Aschenhausen, doch konnte der Täter nicht ermittelt werden.
Geluhausen. In der Nachkriegszeit hatte sich in den ausgedehnten Waldungen des Kreises Gelnhausen die Wilddieberei stark ausgebreitet, der am 14. März 1919 im Altenhaßlauer Gerichtswalde der Frankfurter ; Jagdpächter Major Karl Goetze zum Opfer gefallen ist. Er hatte aus dem Hinterhalte jedenfalls von einem Wilderer einen Schuß in den Unterleib erhalten, an dem er auf dem Transporte nach dem Hanauer Krankenhause verstorben ist. Von privater Seite ist jetzt dem Landrate in Gelnhausen ein Betrag von 1000 Mark als Belohnung für die Ermittlung des Täters zur Verfügung gestellt worden. Auch zwei andere, ebenfalls von Jagdfrevlern verübte Mord, taten, sind noch ungesühnt. Bei Gettenbach ist^eben- falls in der Nachkriegszeit der im Dienste deS Grafen zu Asenbura Büdingen-Meerholz stehende Oberförster Nies erschossen worden. Zur gleicher Zeit fiel ein Forstbeflissener an der Kreisgrenze durch das Geschoß eines Wilderers.
Holzmindeu. Zur Vorsicht mahnt folgender Vorfall: Ein 18jähriges Mädchen aus Lüchtringen bet Holz- minden, das ein Pickelchen im Gesicht hatte und dieses entfernte, erkrankte infolge .Blutvergiftung. Sie wurde auf Anordnung des Arztes sofort ins Kranken. Haus gebracht, doch war keine Hilfe möglich. Der Tod raffte kurz darauf das blühende Menschenleben dahin.
St Andreasberg Der Jagdpächter Apel gab auf sein Reh einen Rehpostenschuß ab. Als er näher kam, sah er, daß er einen Menschen getroffen hatte. Es handelt sich um einen 16jährigen Gärtnerlehrling, der einen Hundeschlitten, aus dem ein Korb stand, in gebückter Sielluna den Steberberg hinaufgeschoben hatte Der Getroffene wurde in das Krankenhaus nach Bad Lauterberg gebracht, wo er schwer verletzt darniederliegt.
Walsum Zwei kleine Kinder der Eheleute T. in ^_der..MilhelmstrLße waren allein in der elterlichen Wohnung zurückgeblieben und spielten mit Puppen. Nachbarn hörten plötzlich Hilsegeschrei. Sie drangen in die Wohnung ein und fanden das kleinere der beiden Kinder, ein zweijähriges Mädchen, in Hellen Flammen stehen. Es gelang, die Flammen zu ersticken. Doch hatte das Kind schon derartige Brandwunden erlitten, daß es hoffnungslos darniederliegt. Die Zelluloid- puppe, mit der das Kind spielte, soll am Küchenherd Feuer gefangen und so die Kleider des Kindes in Brand gesetzt haben.
Rinteln. In der reformierten Kirche, in der am Heiligen Abend die Christvesper stattfinden sollte, ent- deckte man am Vormittag einen von verbrecherischer Hand angelegten Brandherd Der Verbrecher hatte aus einem der großen Kirchenfenster eine kleine Scheibe entfernt und durch die Oeffnung eine Flasche mit einer leicht brennbaren Flüfftgkeit entleert, die er dann in Brand setzte. Diejhölzerne Dielung geriet zwar in Brand, das Feuer ist aber bald wieder er- loschen, so daß größerer Schaden nicht entstanden ist. Der Gottesdienst am heiligen Abend konnte abgehalten werden. Der Brandherd befand sich unter der neuen Orgel, die erst am zweiten Adventssonntag in Benutzung genommen worden war. Bekanntlich wurde
. vor Jahresfrist ein ähnlicher Anschlag gegen die katholische Kirche verübt. Damals hatte der leider
l trotz aller Anstrengungen nicht ermittelte Täter aus Altarkerzen und anderen brennbaren Stoffen einen | Brandherd unter der hölzernen Turmtreppe errichtet.
Eisenberg. Die Tochter des Holzwarenfabrikanten H. Busch in Weißenborn bei Eisenberg kam beim Sengen gerupfter Gänse mit den Kleidern der Spiritus- fiamme zu nahe und erlitt so schwere Brandwunden, t daß sie alsbald an deren Folgen starb.
Mühlhausen i. Thr. Beim Läuten der Weihnachts- glocken in der Untermarktskirche wurde der Glöckner durch einen Schlag der großen Glocke gegen die Turmmauer geschleudert und erlitt schwere Kopfver. letzungen, Rückenpcellung und Gehirnerschütterung.
Höxter. Ein schweres Brandunglück ereignete sich hier. Im Kaufhaus Derenbrock entstand plötzlich Feuer, das zwar nach einiger Zeit wieder gelöscht werden konnte, doch großen Schaden angerichtet hat, da sehr viele Vorräte mitverbrannt sind. Bei den Löscharbeiten wurde der Kaufmann Derenbrock von den Flammen plötzlich ergriffen. Er erlitt hierdurch so schwere Brandwunden, daß er sofort ins Kranken- Haus eingeliefert werden mußte.
Dvderstadt. In Wollershausen wurde die Ehe. frau des Gutsinspektors Steckel als Leiche aus der Rhume gezogen. Es liegt Selbstmord vor. Zerrüttete Eheverhältnisse haben die Frau zu dieser Tat ge- trieben. Ihr Mann war vor kurzem erst wegen Brandstiftung in Haft genommen. Steckel war beim Anlegen des Feuers gesehen worden,- der Brand konnte rechtzeitig gelöscht werden.
Turnen, Sport «. Spiel.
Wintersport in Knüll, Whön und Dogelsberg.
Der Wintersport ist in der Nachkriegszeit allgemein in Geltung und Wertschätzung gekommen. Da. von haben auch die im mittleren Kurhessen und in Oberhessen gelegenen Gebirgszüge profitiert, wie Knüll Rhön und Vogelsberg. Am längsten wird von ihnen in der Rhön der Wintersport gepflegt. Was die Ski- fahrer betrifft, so kommt die Rhön in der Hauptsache für solche Fahrer in Frage, die ein sicheres Orientierungsvermögen haben. Geeignet für Touren ist das ganze Gebiet von Hilders Frankenheim bis zur Dal- herder Kuppe, eine fast ununterbrochene kahle Fläche von 30 Kilometern. Als Ausgangspunkt kann jeder nahe der hohen Rhön gelegene Ort genommen werden. Besonders empfehlenswerte Touren sind: Gersfeld- Wasierkuppe, Gersseld - Schwedenschanze - Arnsberg- Kreuzberg, Gersfeld - Schwabenhimmel-Frankenheim usw. Ein guter Uebungsplatz befindet sich an der Wacht bet Gersfeld. Rodelbahnen wurden am Roden- bacher Köpfchen bei Gersfeld u. am Hotel Milseburg angelegt. Zu Bobsleighfahrten sind geeignet die Straßen von der SchwedenschanzenachGersfeld diePoppenhauser Straße usw. Was den Vogelsberg betrifft, so hat sich auf dem Hoherodskopf seit 1905 der Skilauf stark entwickelt. Besonders an Hellen Sonntagen bietet die weite Hochfläche ein mannigfaltig bewegtes Bild. Freunde des Skisportes von Frankfurt, Gießen, Als- feld und Lauterbach, um nur die äußersten Punk!e zu nennen, geben sich hier ein Stelldichein. Geeignete Uebungsfelder und Abfahrten bieten aber außer dem Hoherodskopf auch die Herchenhainer Höhe, der Bilstein, der Gackerstein und die Feldkrücker Höhe. Gerade wer den Vogelsberg auf den Brettern durchstreift, kann die mannigfachsten Eindrücke genießen, zumal dieses Bergland in der Bewältigung des Geländes auch dem weniger geübten Skiläufer keine allzu großen Schwierigkeiten bietet Im Knüll schließlich ist der Eisenberg das am meisten aufgesuchte Skigebiet. Von ihm aus können bequeme Abfahrten nach Oberaula, Raboldshausen, Hersfeld usw. unternommen werden. Besonders die Absahi t nach Hersfeld ist wenig schwierig und bietet wundervollen landschaftlichen Genuß.
Lp. Eine Schneeschuhläufer-Zusammenkunst auf dem Feldberg veranstaltet der Mittelrheinkreis der Deutschen Turnerschaft am 2. Januar, sofern die Schneeverhältnisse dies gestatten. Gemeinsame Übungen und ein geselliges Zusammensein in der Hütte, gemeinsame Wanderfahrten bilden das Programm der Zusammenkunft.
Sp. Die Liste der Berussboxeuropameister gibt die Internationale Boxunion jetzt folgendermaßen bekannt lvom Fliegen- bis Schwergewicht): Clark-England,Scillie- Belgien, Ruiz-Spanien, Vinez-Frankreich, Bosisio-Jtalien, Devos-Belgien, Delarge-Belgien, Paolino-Spanien.
Sp. Internationale Radrennen bringt die neue Rad- reunbahn in der Halle MünsteAand in Münster am 1. Januar zur Durchführung.
Sp. Die Fustballänderspiel-Bilanz des Deutschen Fuß- ballbundes sieht nach den Ergebnissen des Jahres 1926 — zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Nieder- lage — noch immer wenig günstig aus; von insgesamt SO Spielen wurden nur 17 gewonnen, 12 endeten unentschieden, 31 gingen verloren.
Sp. Ein Radsportländerkampf Deutschland—Frankreich ist für den 3. Februar im Pariser Wintervelodrom geplant. Er soll ein Steherrennen, ein Fliegerrennen und nn Omniumrennen umsassen.
Sp. Boxverbot in der Sowjetukraine. In der Sowjetukraine hat der Oberste Rat für Leibesübungen, wie Die „Jswestija" aus Charkow melden, das Boxen als Sport und damit auch Boxvorführungen mit der Begründung verboten, daß das Boxen nicht ein Mittel zur Gesundung des Körpers darstelle, sondern nur die niederen Instinkte wachrufe.
BriefmarkenwÄhnsmn.
Wegen neuer Briefmarken in den Tod.
Bei einer Feier in der Stadt Port Fuad auf dem östlichen Ufer des Suezkanals gegenüber Port Said, in der Anwesenheit des Königs Fuad von Ägypten, entstand durch den Andrang der Menge vor dem Postgebäude, wo zur Feier des Ereignisses eine besondere Marke verkauft wurde, ein solcher Tumult, daß dabei ein Mann sein Leben verlor und viele schwer verletzt wurden. Die Menschenmenge kletterte an Bäumen und Telegraphenstangen hinaus und über Häuserdächer, um zur Post zu gelangen, wo nach einer an Ort und Stelle durchwachten Nacht Tausende warteten. Die neue Briefmarke wurde nur an diesem einzigen Tage ausgegeben und beim Öffnen der Schalter um neun Uhr reichten die Anstrengungen von 50 Polizisten nicht aus, um die Andrängenden zuxückzu- halten. Einige glückliche Besitzer der neuen Marke konnten sie sofort mit einem Nutzen von vielen tausend Prozent Weiterverkäufen, aber sogar diese erfolgreiche Spekulation wurde kaum eine Entschädigung für die Gefahr, die sie beim Erwerb liefen. Der Todesfall warf einen Schatten über die prunkvollen orientalischen Festlichkeiten des Tages.
Dsrfe und Wandel.
Amtliche Berliner Notierungen vom 2$. Dezember.
* Börsenbericht. Die Börsensituation hat sich wenig gerudert, das Geschäft hielt sich in engen Grenzen, lediglich Montanwerte und einzelne Spezialwerte standen im Vorder- zrund, im übrigen fam es teilweise sogar zu geringen Kurs- rbbröckelungen. Am Geldmarkt herrschte rege Nachfrage, tägliches Geld 4,50—6 %, monatliches Geld 7,25—8,50 %.
* Devisenbörse. Dollar 4,19—4,20; engl. Pfund 20,33—20,36; holl. Gulden 167,68—168,10; D a n z. 81,40 us 81,60; franz. Frank 16,61—16,65; s ch w e l z. 81,03 bis 51,23; Belg. 58,30—58,44; Italien 19,09—19,13; schwed. st r o n e 112,64—112,32; d ä n. 111,79-112,07; n o r w e g. 106,07 us 106,33; tschech. 12,40—12,45; ö st e r r. Schilling 59,17 us 59,31.
* Produktenbörse. Von Nordamerika liegen feite Forde-
lungen für W-tzen vor, voil gentinien etwas nachg iber weder die einen noch die anderen machten h- r C rnd das alleinige Interesse dreht sich um die ig Dezemberlieserung, die etwa zwei Mark infoi n ii zen anzog. Frühjahrssichten waren nur une-. olich itai;. ■ Von Roggen sind wohl inländische Ladungen „u aufen, aber , ür den Dezember nicht mehr rechtzeitig heranzubringen. 1 jür spätere Sichten stellten sich die Preise etwa eine Mark eurer. Sowohl vom In- als vom Auslanoe waren die Preis-l vrderungen höher gehalten. Gerste wie Hafer behielten tbre t üsherige Situation befriedigender Beachtung guter und Per»? rachlässigung geringerer Qualitäten bei. Mehl hatte ruhiges Geschäft, Forderungen waren unnachgiebig.
Betreibe und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark:
28. 12.
M 12.
28.12.
27.12.
!8eiz., märk.
265-268
264-267
Weizkl.f.Brl.
13,0-13,2
13,00
pommersch.
—
—
Rogkl. f.Brl.
12,00
12,00
Rogg., märk.
234-239
233-238
Raps
—
—
pommersch.
—
—
Leinsaat
—
—
westpreutz.
—
—
Vikt.-Erbsen
51-61
51-61
Braugerste
217-245
217-245
kl.Speiseerb.
31-33
31-33
Juttergerffe
192-205
192-205
Futtererbsen
21-24
21-24
öafer, märk.
176-186
176-186
Peluschken
20-22
20-22
pommersch.
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Ackerbohnen
21-22
21-22
westpreutz..
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Wicken
22-24 -
22-24
Letzte Nachrichten.
Einbrüche bei Berliner Diplomaten.
Berlin. Große Beute machten Einbrecher beim argentinischen Militärattachö am zweiten Feiertag. Sie erbeuteten in der unbeaufsichtigten Wohnung für über 16000 Mark Wertsachen. Einen französischen Gesandtschaftssekretär suchten Verbrecher in der Nacht zum Montag heim. Die Einbrecher schlössen die Korridortür auf und stahlen einen dunkelgrünen Damenmantel mit Nutriabesatz, zwei Bucharas und einen Bucharagebetteppich.
Die Entwicklung des Reichsjustizministeriums.
Berlin. Am 1. Januar 1927 besteht die Reichsjustizbehörde 50 Jahre. Sie wurde als Reichsjusttzaml durch das Haushaltsgesetz vom 23. Dezember 1876 mit dem 1. Januar 1877 errichtet und durch das Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt vom 10. Februar 1919 in ein Reichsministerium um- gewandelt. Der etatsmäßige Personalbestand außer den Chefs betrug am L Januar 1877 einen Direktor, vier Vortragende Räte, zwei ständige Hilfsarbeiter, vier Bureaubeamte; 1. Januar 1900 einen Direktor, sieben Vortragende Räte, zwei ständige Hilfsarbeiter, 13 Burcaubeamte; 1. Januar 1924 einen Direktor, 10 Vortragende Räte und 20 Bureau- beamte; 1. Januar 1927 einen Staatssekretär, zwei Ministerialdirektoren, elf Ministerialräte, drei Oberregierungsräte, zwei Regierungsräte, 26 Bureaubeamte, dazu eine Reihe kommissarisch beschäftigter Hilfsarbeiter. Zum Geschäftsbereich des Justizministeriums gehören das Reichsgericht und die Reichs- anwaltschast, seit 1917 auch das Reichspatentamt.
Fristverlängerung für Anträge auf Ermäßigung der Hauszinssteuer.
Berlin. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst bei Antwort des preußischen Finanzministers am eine Kleine Anfrage einiger Landtagsabgeordneter entnimmt, werden du Fristen zur Stellung der Anträge auf Ermäßigung der Haus , zinsstcuer, die am 31. Dezember d. I. abgelaufen sind, bis zum 31. März 1927 verlängert werden.
Brand auf Schloß Paatzig.
Stettin. Auf Schloß Paatzig im Kreise Kammin ist ei| Brand ausgebrochen, der den im Jahre 1911 errichtetes Bau M der drei Geschosse umfaßte und sich über eine Front vor • 40 Meter erstreckte, mindestens zu zwei Drittel zerstörte. Der größte Teil der Einrichtung konnte geborgen werden.
Vier Gefängnisinsassen entwichen.
Breslau. Vier Gefangene, die im Gerichtsgefängnis in Krappitz untergebracht waren, haben am zweiten Weihnachtsfeiertag den Justizwachtmeister Stein, als dieser die letzt. Runde machte, in eine Zelle e i n g e s p e r r 1, ihm bi: Gefängnisschlüssel abgenommen und sind geflüchtet. Die Verfolgung wurde sofort ausgenommen, ist aber bisher ergebnislos verlaufen. Sämtliche Geflüchteten befanden sich in Anstaltskleidung.
Blutiges Liebesdrama.
Hamburg. Der Heizer Bitter erschoß die 39 Jahre alte Buchhalterin Christenseu. Die Erschossene, eine gefct)7 Ehefrau und Mutter von drei Kindern, wollte t > Verhältnis mit Bitter lösen. Der Täter konnte unmittelbar nach der Tat verhaftet werden. Er feuerte aus die Beamten mehrere Revolverschüsse ab, die jedoch ihr Ziel Verse n.
THUens Protest gegen das Landauer teil
Köln. Der bekannte Ruhrindustnelle Fritz Thyssen hat, wie er der Kölnischen Zeitung schreibt, dem Vorsitzenden des „Deutsch-französische Verständigungskomitees", Mährisch, seinen Austritt aus dem Komitee mitgeteilt mit der Begründung, daß das „unerhörte Landauer Urteil" es ihm unmöglich mache, weiter dem Ausschuß anzugehören. „ an scheine in Frankreich zu glauben, Deutschland, das um d . Bedingungen des Waffenstillstandes betrogen und mit Hilfe ■ 24 anderen Nationen entwassnet worden sei, während ma elbst bis an die Zähne bewasfnet sei, all bieten zu können.' s Deutsel- sranzösische Verständigungs: mtee, unter dessen Ottgliederst sicy namhafte Wirtschaftssüh r und Kulturpolitiker C ' ■ erstrebt eine praktische Verst, Digung der beiden ; r hat zu diesem Zweck bereit eine kleine Organisa Leben gerufen, die vorerst us einem deutschen Bu . Paris und einem französischen in Berlin bestchi
Heraufsestnug des Militärdienstalters in -nkr s.
Paris. Im Ministerrat ließ Kriegsminister ainlevo eine Vorlage unterzeichnen, die das Dienstalter aus 21 Jahre festsetzt. Ab Mai 1927 sollen nur die jungen Leute einberüfen werden, die vor dem 1. Mai 1907 geboren sind. Briand berichtete über die Lage in China.
Sturmfahrt eines französischen Passagierdampfers.
Paris. Der von Oran kommende Passagterdampser „Tasna", der mit 24stündiger Verspätung tu Marseille eingetroffen ist, hatte während der Überfahrt stark durch Sturm zu leiden. Das Schiff wurde mehrfach vom Blitz getroffen und am Bug beschädigt. Der erste Offizier wurde ziemlich schwer, fünf Matrosen und zwei Heizer wurden leichter verletzt.
Kältewelle in Spanien.
Madrid. Ganz Spanien ist von einer Kältewelle üeim- gesucht worden. Auch in den Städten Andalusiens, so in Granada, Sevilla, Almeria ist Die Temperatur unter Null gesunken. In Madrid sank das Thermometer aus 8 Grad unter Null, in Segovia und Burgos, wo der Verkehr säst völlig zum Stillstand gekommen ist, aus 12 Grad unter Null. Im Eisenbahnverkehr ist teilweise die Absahrt der Züge vorläufig ausgeschoben worden. Soweit Züge verkehren, geschieht es nur unregelmäßig. Infolge von Schneestürmen sind zahlreiche Telegraphen- und Telephonleitungen völlig unterbrochen oder nur unter Schwierigkeiteil benutzbar. Verschiedene Todes- sälle durch Erfrieren werden gemeldet.