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Borzugsrente und öffentliche Fürsorge. Wie der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegshinter­bliebenen des Deutschen Reichskriegerbundes Kyff- Häuser mitteilt, hat sich der Reichsarbeitsminister da­hin ausgesprochen, daß der Bezug einer erhöhten Vorzugsrente durch bedürftige Anleihealtbesitzer, die auf ihre AuslösungSrechte verzichten, weder Einfluß auf die wettere Gewährung der öffentlichen Fürsorge ausüben noch eine Herabsetzung bei der Bemessung der Fürsorgeletstungen bedinge. Auch eine Ivan- spruchnahme der erhöhten Nachzahlungen seitens der Fürsorgesteüen sei nicht gerechtfertigt.

Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Das Hochdruckgebiet hat sich stark abgeflacht und mit seinem Hauptteil westwärts verlagert Nordeuropa und auch Norddeutschland liegt im Bereiche einer milderen Westströmung, die sich noch etwas weiter südwärts ausdehnen wird. Es ist daher damit zu rechnen, daß bei uns die Fröste nachlassen werden. Vorhersage bis Mittwoch Abend: Wotkig bis aufheiternd, meist trocken, Frost nachlassend nördliche, bis westliche Winde.

Hersfeld (Nehmtkeine alten 5.Mark­scheine an!) Durch Bekanntmachung vom 20. Dezember 1926 rüst die DeutscheRentenbankdie Renten- bankschetne zu fünsRentenmarkmttdemAusfertigungs- datum 1. November 1923 zur Einziehung auf. Die aufaerufenen Scheine können bei den öffentlichen Kassen noch bis zum 31. Januar 1927 in Zahlung gegeben, bei den Kassen der Reichsbank aber bis zum 14 April 1927 gegen andere Rentenbankscheine oder sonstige gesetzliche Zahlungsmittel umgetauscht werden. Mit Ablauf des 14 April 1927 werden die aufgerufenen Rentenbankscheine völlig ungültig, und es erlischt da. mit auch die Umtausch- und Einlösungspflicht der Deutschen Rentenbank. Anstelle der durch diese Be­kanntmachung aufgerufenen Rentenbankscheine ge­langen neue Scheine zu fünf Rentenmark vom 2. Januar 1926 mit dem Kopfbildnis eines Landmädchens mit einem Aehrenbündel, wie sie sich bereits seit 15. Juni 1926 im Verkehr befinden, zur Ausgabe.

Hersfeld. (DasWetterimJanuar1927). Herr A, M. Grimm, Direktor des Zentralbureaus für astronomische Wetterkunde, schreibt: Meine bereits vorliegenden Berechnungen der allgemeinen Monats­prognosen für 1927 ergeben für den ersten Monat nachfolgendes Wetter: Der Januar wird vorwiegend kalt und schneereich werden. Trübes und klares Wetter wechseln in bunter Reihenfolge, nur werden sich um die Mitte des Monats die Schneesälle steigern, worauf dann einige klare Frosttage folgen.

Kassel. Mitten in die Weihnachtsfreuden hinein brach ein schweres Unglück. Auf bisher ungeklärte Weise explodierte am Freitag abend im Hause Anna­straße 16 ein Zimmerosen, während die Familie Heiligen Abend feierte. Die Gewalt war so stark, daß alle anwesenden Personen schwer verletzt wurden. Den Ehemann traf ein Sprengstück in den Bauch, aus dem die Gedärme traten; dessen Vater, sowie sein Kind wurden am Kopfe verletzt bewußtlos auf» gefunden, die Ehefrau hatte eine Schlagaderverletzung. Erst durch die Polizei und die Feuerwehr wurde die verschlossene Tür aufgebrochen, worauf alle vier, die völlig bewußtlos waren, ins Rote Kreuz gebracht werden konnten. Wie weiter bekannt wird, soll in einem Stubenofen eine Fliegerabwehrbombe zur Er- innernng an den Weltkrieg aufbewahrt worden sein. Am Heiligen Abend war dieser Ofen angeheizt, aber vergessen worden, die Bombe aus dem Ofen zu ent­fernen. Als dann die aus vier Personen bestehende Familie zur Weihnachtsfeier versammelt war, explo- dierte plötzlich die Bombe, riß den Ofen auseinander und richtete das große Unglück an.

Marburg. Ein Bettler bat vor einigen Tagen in Allendorf (Lahn) um Almosen Infolge einerRück- gratSverkrümmung" erregte er überall Mitleid und wurde nur selten abgewiesen. Da hatte er in einem Hause das Mißgeschick, daß ihm auf der Treppe sein Buckel herunterrutschte. Dieser war nämlich aus Lappen künstlich aufgebaut gewesen und beim Mar­schieren allmählich zerfallen. Als Bruder Straubinger das Unglück kommen sah, verschwand er auf Nimmer- Wiedersehen.

Marburg Der Landeshauptmann der Provinz Hessen-Nassau hat den 17. Provinziallandtag der Provinz Hessen Nassau zum 21. Januar nach Wies­baden einberufen. Auf der Tagesordnung steht als Hauptpunkt die Beratung und Beschlußfassung über das Ausscheiden der Stadt Marburg aus dem Land­kreise Marburg. Der Provinziallandtag tagt seit 1910 zum ersten Male wieder in Wiesbaden

Gerstuugen. Vor kurzem ging durch die Zeitungen die Nachricht von einer Riesenforelle, die das stattliche Gewicht von 3 Pfund hatte. Eine noch riesenhaftere Forelle fing dieses Jahr, in der Suhl bei Fernbreiten, bach der do tige Fischereipächter Louis Meißner. Der Fisch wog 5 Pfund 10 Gramm und hatte die Länge eines Männerarmes.

Homberg. Zwecks Beseitigung der erheblichen Steigungen auf der Hersfelder Landstraße, die nament. lich auf der Wegstrecke Homberg-Remsfeld den Fuhr­werksverkehr außerordentlich erschweren, ist jetzt mit dem Umbau der Teilstrecke Hvmberg-Relbehausen begonnen worden, was für etwa drei Monate eine Sperrung dieser Strecke für Fuhrwerke erforderlich macht. Der Fuhrwerksverkehr wird so lange von hier über MörShausen, Wilferode nach Remsfeld geleitet Da auch das von hier nach RaboldShausen fahrende Postauto auf diesen Umweg angewiesen ist und dabei die Dörfer MörShausen und Welferode berührt, sind für Sie Dauer der Sperre von der Postverwaltung in diesen beiden Orten Haltestellen eingerichtet.

Göttingen In das Untersuchungsgefängnis wurde der Menstknecht W. K. eingeliefert, der vor einigen Tagen die neu errichtete Scheune des Hof­besitzers Könecke in Thüdinghausen in Brand gesteckt hatte Der Knecht hatte am Brandtage einen Streck mit seinem Arbeitgeber gehabt, worüber er derart in Wut geraten fein will, daß er die ScheuneZn Brand steckte.

Hann. Münde«. Dieser Tage ereignete sich in einer der Kurven vor der Lutterberghöhe ein Auto­

unfall. Ein von auswärts stammender Wagen geriet auf der vereisten Chaussee ins Rutschen, stürzte, sich im Fallen überschlagend, die Böschung hinunter und geriet in Brand. Dem Chauffeur gelang es, noch rechtzeitig abzuspringen, so daß er mit heiler Haut davonkam. Der Wagen ist bis auf wenige Reste ver­brannt.

Bad Homburg. In der Nähe von Dornholzhausen wurden im Dickicht einer Waldung die Leichen von zwei jungen Leuten gefunden. Man fand bei ihnen Wertsachen und Ausweispapiere, sowie Abschiedsbriefe und eine Armeepistole, mit der anscheinend der junge Mann das Mädchen und sich dann selbst erschossen hatte. Es handelt sich um eine 20jährige Fabrikanten­tochter aus Kaiserslautern und einen 25jährigen Prokuristen. Vor etwa sechs Wochen verschwand das junge Mädchen aus dem elterlichen Hause und setzte seine Eltern von seinem Vorhaben in einem Abschieds- briefe in Kenntnis. Die Eltern setzten für die Auf­findung der Verschwundenen eine Belohnug von 500 Mark aus.

Bad Sulza. Bet einer Zwangsversteigerung, die dieser Tage hier stattfand, wurden drei vollauto­matische Strickmaschinen, deren Anschaffungswert sich auf rund 10 000 Mark beläuft, für 420 Mark los- geschlagen.

Nah und Iem.

O Nach zwölf Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt. Einer der deutschen Gefangenen, die nach der Rückkehr der anderen Kriegsgefangenen freiwillig in Rußland zurückblieben, Adolf Remling aus Bremen, ist nach zwölfjähriger Abwesenheit in seine Vaterstadt zurück- gekehrt. Er hat sich in Rußland besonders der Pflege der deutschen Kriegergräber gewidmet.

O Eine furchtbare Bluttat in Hirschberg. Am ersten Weihnachtsfeiertage wurde die 32 Jahre alte geschiedene Frau Helene Rose in ihrer Wohnung in Hirschberg erdrosselt aufgefunden. Der Täter ist ein im gleichen Hause wohnender Arbeiter Radier, der mit Frau Rose ein Liebesverhältnis unterhalten hatte. Man fand ihn in seiner Wohnung mit ausgeschnittenen Pulsadern bei ge­öffneten Gashähnen. Er wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert. Seine Verletzungen sind nicht lebens­gefährlich.

O Die ausgebrochenen Bochumer Zuchthäusler ver­haftet. Der Kriminalpolizei in Bochum ist es gelungen, die beiden Zuchthäusler zu verhaften, die am 1. Dezember aus dem Zentralgefängnis ausgebrochen waren, nachdem sie einen Strafanstaltsbeamten erschlagen hatten.

0 Schreckenstat eines Siebenjährigen. Ein sieben­jähriger Wiener Schüler, der zu Weihnachten einen Bau­kasten zum Geschenk erhalten hatte, kam beim Sviel mit seinem zehnjährigen Vetter in.Streit, als dieser ihm einige Bausteine wegnahm. Der Siebenjährige ergriff ein aus dem Tische liegendes Küchenmesser und schleuderte es gegen seinen Spielkameraden, der am Unterleib lebensgefährlich verletzt wurde.

O Ein Vertrag für die Dauer von 10 000 Jahren. Ver- chachkuugerr -für die Dauer -von 999- Jahren sind in Eng­land nichts Ungewöhnliches; sie sind jedoch in den Schat­ten gestellt worden durch eine dieser Tage abgeschlossene Verpachtung zweier Häuser in der City von London aus die Dauer von 10 000 Jahren. Die pro Jahr zu zahlende Pacht beträgt 1000 Dollar, so daß auf Grund des abge­schlossenen Pachtvertrages im Jahre 11 926 eine Summe von 10 Millionen Dollar insgesamt an Pacht gezahlt sein wird.

0 Vor der Abwrackung gescheitertes englisches Kriegs­schiff. Ein älteres englisches SchlachtschiffThunderer", das nach bald'bevorstehender Fertigstellung zweier neuer Kreuzer nach dem Washingtoner Abkommen abgewrackt werden sollte, ist im Sturm an der Küste von North- umberland auf Grund gelaufen.

0 Schwerer Schiffszusammenstoß im Kanal. Im Kanal hat sich ein folgenschwerer Schiffszusammenstoß ereignet. Das Unglück erfolgte unweit Portland, als während dichten Nebels der englische DampferBurutu" die fran­zösische BarkeEugene Schneider" rammte. Nur vier französische Matrosen sind von dem englischen Dampfer ausgenommen worden. Es muß leider damit gerechnet werden, daß das französische Schiff mit dem restlichen Teil der Besatzung, 24 Personen, untergegangen ist.

0 Masfentrauungen zu Weihnachten. In Southwark sind Weihnachten bei einer Massentrauung neun Paare zu gleicher Zeit getraut worden. Die Aufstellung der Paare vor dem Altar nahm zehn Minuten in Anspruch, da auf­gepaßt werden mußte, daß keine Braut an einen falschen Mann verheiratet wurde.

G Riesenscheckfälschungen in Heksingfors. In Helsing- fors wurden große Scheckfälschungen aufgedeckt. Die im Umlauf befindlichen falschen Schecks belaufen sich auf über zwei Millionen Kronen. Die Betrüger konnten noch nicht ermittelt werden.

0 Viermal das Große Los gewonnen. Den Rekord als Glückspilz hat in Athen ein Mann geschlagen, der jetzt zum viertenmal das Große Los der Lotterie gewonnen hat, die zugunsten der Flotte stattfindet. Die Zeitungen fordern den Glückspilz auf, endlich mit dem Lotteriespiel aufzuhören, um anderen Leuten auch die Möglichkeit zu geben, das Große Los zu gewinnen.

0 Einen Weltrekord im Wachen stellte Dr. Fischer von der Chikagoer Universität auf, der 115 Stunden hindurch ohne Schlaf wachte.

0 Von einem Erpresser in den Tod gehetzt. Als Opfer eines Erpressers vergiftete sich in N e w y o r k in einem möblierten Zimmer durch Gas eine 32jährige wohl­habende, geschiedene Frau, die u. a. in Baltimore Besitz­tum im Werte von 50 000 Dollar hinterläßt. Auf einem Ankleidetische lagen Perlen und andere wertvolle Edel­steine. Auf dem Fußboden lag ein Zettel, auf dem die Lebensmüde angibt, daß sie einem Erpresser ein Darlehn von 50 000 Dollar, das dieser nicht zurückzahlte, gegeben hat, und daß dieser Erpresser sie unablässig weiter ver­folgte und mit der Veröffentlichung eines Skandals drohte. Sie vermachte ihr Vermögen ihrem Bruder.

Börse und Handel.

Amtliche Berliner Notierungen vom 27. Dezember.

* Börsenbericht. Das Börsengeschäft ist nach den Feier- tagen noch nicht recht in Gang gekommen und hielt sich in 1 engen Grenzen. Gleichwohl war die Grundtendenz fest unter; Bevorzugung von Montanwerten. Der Anleihemarkt neigte \ allerdings eher zur Schwäche. Am Geldmarkt ist die Lage; ziemlich unverändert. tägliches Geld 4,506 %, monatliches Geld 7,258,50 %. H

* Devisenbörse. Dollar 4,194,20; engl. Pfun 20,3220,37; Holt. Gulden 167,53167,95; Danz. 81,40 bis 81,60; franz. Frank 16,5916,63; schweiz. 80,97 bis 81,17; Belg. 58,3058,44; Italien 18,9018,94; schwed Krone 111,98112,27; d ü n. 111,66111,94; normen 105,81 bis 106,13; tschech. 12,4012,44; ö st e r r. Schilling 59,1 bis 59,30; p o l n. Zlo 1 v laicht amtlich) 46,2246,44.

* Produktenbörse. Die Feiertagsruhe war noch nicht über­wunden. Die süd- und nordamerikanischen Forderungen waren wenig verändert und führten nur ganz vereinzelt zur Geschäft. Liverpool hatte seine Börse noch geschlossen und tue Kauflust für inländische Ware war ebenso spärlich wie das Angebot derselben. Für Weizen zeigte sich der Preis der laufenden Monats infolge einiger Deckungen um eine Mari hoher, während sonst März sich behauptete und das Geschäst für Mai nur schwer in Gang kam. Von Roggen tarnen mancherlei Andienungen heraus, die sich in der Haup ache als glatt lieferbar erwiesen und von denen ein Teil noch unver­kauft war. Die Dezemberpreise blieben gut behauptet unk auch für spätere Lieferung änderten sich Preise wenig. In Gerste wie in Hafer blieb das Geschäft still bei ermäßigtem Angebot und vorsichtiger Kauflust. Mehl behielt ruhiges Ge­schäft. Es fehlte an jeglicher Anregung.

Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilo­gramm in Reichsmark:

Weiz., mark, pommersch. Rogg., märt, pommersch. westpreuß. Braugerste Futtergerste Hafer, märk. pommersch. westpreuß. Weizenmehl P. 100 kg fr. Bln.br.inkl. Sack (feinst. Mrk. ü.Rot. Roggenmehl p. 100 kg fr.

Berlin br. inkl. Sack

| 27. 12. 23.12. |264-267 264-267 233-238 233-238

I 27. 12. I 23.12.

i 13,00 | 13,00 12,00 11,8-12/

Weizkl.f.Brl. Rogkl. f.Brl. Raps Leinsaat Vikt.-Erbsen kl.Speiseerb. Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupin., blaue Lupln., gelbe Seradella Rapskuchen Leinkuchen Trockenschtzl. Sova-Schrot Torsm.30/70 Kartofselflck

217-245 217-245

192-205 192-205

176-186 175-185

51-61

31-33 21-24 20-22 21-22 22-24

13,5-14,5 14,5-15,0 21,5-24,0 12,4-16,5 20,8-21,2

9,6-9,8 19,5-19,9

51-61

31-33

21-24

20-22

21-22

22-24*

13,5-1 ?

14,5-15 < 21,0-23/

16,4-16/

20,8-21/

9,6-9,8

19,3-19,5

34,7-38,0 34,7-38,0

32,7-34,5 32,7-34,5

26,2-27,5 26.9-27,-

Kasseler Schlachtviehmarkt vom 27. Dezember Schlachtvtehpretse (sämtliche Preise gelten für 50 Kilo Lebendgewicht): Ochsen: vollfleischtge ausgemästete höchsten Scklachtwerts, 1. jüngere 5758 Mark, 2. ältere 5855 Mark; sonstige vollfleischtge, 1 jüngere und 2. ältere 4550 Mark; Bullen jüngere noUfIetfd9 höchsten Scklachwert 55-57 Mark; sonstige voüfleis oder ausgemästete 50-53 Mk; fleischige 41-49 J T; Kühe: vollfleischige oder ausgemästete 4449 Mark; fleischige 3540 Mark; gering genährte 258 ark. Färsen (Kalbinnen): vollfleischige ausgemästete Ästen EchiachtswertS 57-60 Mark; vollfleischtge 52-u5 M. fleischige 3851 Mk Kälber beste Mast- und Saug­kälber 6468 Mark; geringe Kälber 5460 Mark. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 79-80 Mark; vollfleischige Schweine von 240- 800 Pfund Lebendgewicht 7778 Ma k; vollste schtge Schweine von 200240 Pfd. Lebenda 5 7576 M.; vollfleischige Schweine von zirka 260 b- 200 Pfund Lebendgewicht 7174 M, flbtschi.e Schu ie von ca 120-160 Pfd. Lebendger i 68-70 Mk. Die Prei sind Marktpreise für ni fern gewogene T v u» schließen sämtliche Spesen des Handels ab - Fracht, Markt- und Vers sskosten, Umsatz wie den natürlichen Gew t£ verlast ein. M f lauf: Sehr langsam, bei <albern flott, be G v h und Schweinen bleibt Ueverstand.

* Der durchschnittliche Berliner Börsenrog enpreis für 50 Kilogramm betrug in der Woche vom 6. Dezember bis 11. Dezember 1926 ab märkischer Station 11,74 Mark

* Die Auflösung der lateinischen Münzunion. Wie ver­lautet, hat die italienische Regierung die Mitteilung des schweizerischen Bundesrates betreffend die Aufhebung der lateinischen Münzunion infolge des Austrittes Belgiens ent- gegengenommen und sich dem Standpunkt des schweizerischen Bundesrates angeschlosien.

Einführung der neuen Währung in Ungarn. In Ungarn wird jetzt eine neue Währung, die aus Silberhartgeld, Nickel- kleingeld und Kupferkleingeld sowie aus Banknoten von fünf, zehn, zwanzig, 100, 500 und 1000 Pengö besteht, in den Han­delsverkehr treten. Bis zum 1. Juli 1927 wird die neue Wäh­rung und die alte Krone im Verkehr sein. Die Verrechnung erfolgt so, daß ein Pengö zu 12 500 Kronen umgerechnet wird.

Letzte Nachrichten.

Tödlicher Sprung aus dem Zuge.

Ludwigshafen. In der Nähe von Mundenheim sprang der verheiratete 48jährige Wagenreiniger Anton Rhende aus Lingenfeld von einem durchsahrenden Personenzug ab. Er wurde mehrere Male überfahren und ist seinen Verletzungen erlegen.

Vom Stiefsohn erschossen.

Hamborn. Am zweiten Weihnachtstage kam es im Hause Albrechtstraße 31 zwischen dem 30jährigen Schlosser Rogowski und seinem 18jährigen erwerbslosen Stiefsohn Clemens Ra- kowoski zu Streitigkeiten, in deren Verlaus der Stiefvater den Stiefsohn mit dem Messer bedrohte. Daraus ergriff der Stief­sohn die Pistole und tötete den Stiesvater durch Kopfschuß. Der Täter stellte sich selbst der Polizei.

Eine Kinderherberge der Stadt Wien.

Wien. Die Gemeinde Wien hat das vor kurzem erwor­bene Schloß Wilhelminenberg des ehemaligen Erzherzogs Leopold Salvator mit dem dazugehörigen 660 000 Quadrat­meter großen Grundbesitz für die Errichtung einer großzügigen städtischen Kinderherberge bestimmt.

Antibritische Versammlungen in.Hankau.

Hankan. In Wutschang, Hanjang und Hankau wurden große antichristliche und antienglische Kundgebungen veran- staltet. Unter den Rednern war fast jede Abteilung der Regie­rung und der Armee von Kanton vertreten. Am Weihnachts­abend wurde die lutherische M i s s i o n, die sich in der Eingeborenenstadt von Hankau befindet, von christenfeindlichen Chinesen Überfällen, die die Bibeln, Gesangbücher und religiösen Schriften verschleppten.