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Rah und Fern.

; O Blitzschlag in eine Arbeitergruppe. In C o st e w i tz bei Leipzig schlug bei einem schweren Gewitter der Blitz in eine Gruppe von Arbeitern, die sich auf dem Wege zur Arbeitsstätte befanden. Einer von ihnen, Vater von vier oern, wurde auf der Stelle getötet, zwei andere wurden durch den Blitz gelähmt. Die übrigen kamen mit i dem Schrecken davon.

# OSieben Soldaten durch Blitzschlag ge­tötet. Bei einem Gewitter, das über Neu- salz an der Oder niederging, schlug der Blitz in der Nähe von Nittritz in die Funkstation einer Nachrichten­abteilung ein und tötete sieben Reichswehr­soldaten.

O Buttersäure gegen politische Gegner. Ein merkwür­diger Vorfall, der einen Selbstmord zur Folge hatte, hat sich in Heppenheim an der Bergstraße zuge­tragen. Ein Arbeiterverein wollte auf dem von der Schul- behörde zur Verfügung gestellten Schulhof der Heppen- Heimer Oberrealschulß seine Fahnenweihe begehen, jedoch mußte die Feier wegen eines widerlichen Geruchs, der den Festgästen den Aufenthalt auf dem Schulhof unmöglich machte, abgesagt werden. Die sofort eingeleiteten Nach­forschungen ergaben, daß der Leiter der Chemieabteilung der Oberrealschule, Studienrat N a u m a n n, den ganzen Platz mit Buttersäure getränkt hatte. Der Festgäste be­mächtigte sich eine starke Erregung und sie versuchten, des Täters habhaft zu werden. Naumann wurde einen Tag darauf in seinem Laboratorium erschossen aufgefunden; er ist freiwillig aus dem Leben geschieden. Er verlautet, daß, er in einem Anfall geistiger Umnachtung gehandelt habe.

O Der Schuljunge als Eisenbahnräuber. In einem Ab­teil zweiter Klasse des Personenzuges Regensburg— Nürnberg wurde eine Kaufmannsfrau aus Erlangen von einem vermummten Menschen mit einem Revolver bedroht und um Geld angegangen. Die Dame konnte den Fremden in Nürnberg verhaften lassen. Hier stellte sich zu allgemeiner Überraschung heraus, daß der Räuber ein fünfzehnjähriger Realschüler war.

O Schwerer Autounfall. Aus Augsburg wird be­richtet: In der Nähe des Flugplatzes Gersthofen ver­suchte ein Fleischermeister aus Biberbach den Gastwirt Weißenhorn aus Aindling, der sich mit seinem Rad auf dem Heimwege befand, mit seinem Automobil zu über­holen. Dabei wurde der Radfahrer von dem Automobil gestreift und auf der Straße mitgeschleift. Das Auto kam ins Schleudern. Weißenhorn wurde tödlich ver­letzt. Schwere Wunden trug ein Schmiedemeister aus Biberbach davon, der einer der fünf Insassen des Kraft­wagens war. Ebenso wurden der Lenker selbst und die drei weiteren Autoinsassen erheblich verletzt.

O Heimkehr eines Asienfliegers. Der dänische Flieger­hauptmann B o t v e d kehrte am 23. Juni nach Kopen­hagen zurück. Damit ist der Tokioflug, der am 17. März auf dem Hinflug auch Berlin berührte, nach dreimonatiger

Dauer erfolgreich'zu Ende geführt. Die Strecke von Tokio nach Kopenhagen (mehr als 10 600 Kilometer) hat Botved in zehn Tagen zurückgelegt und damit einen Weltrekord aufgestellt.

O Pest und Malaria in Mesopotamien. Im Gefolge ver jüngsten Überschwemmung sind in Mesopota­mien Pest und Malaria ausgetreten. Die Pest hat Bagdad heimgesucht, während die Malaria in B a s r a wütet. Auch die europäische Kolonie ist von der Krank­heit nicht verschont geblieben. In vielen Fällen handelt es sich nur um leichtere Erkrankungen an Malaria, aber eine Anzahl von Arabern ist der Krankheit bereits erlegen.

O Das geisterhafte Unterseeboot. Bei den Versuchen, das am 23. September 1925 infolge eines Zusammen­stoßes mit dem Dampfer „City of Rome" zwanzig Meilen östlich vom Block Island mit 37 Mann der Besatzung ge­sunkene amerikanische U-Boot „S. 51" zu heben, erschien das Boot an der Oberfläche, noch ehe die Ingenieure die Vorbereitungsarbeiten beendet hatten, beschädigte einige Pontons und versank von neuem. Als die Bergungs­mannschaft Luft in die Pontons pumpte, erschien zu ihrer Überraschung das Unterseeboot neuerlich an der Ober­fläche und trieb zwei Pontons auseinander.

Lunte Tageschronik.

Berlin. Der Hungerkünstler I o l l y, der sich während der Hungerkur des Betruges schuldig gemacht haben soll und des­halb verhaftet worden war, ist aus der Haft entlassen worden, weil weder Fluchtverdacht noch Verdunkelungsgefahr vorliegt.

Breslau. Die Kriminalpolizei ist der Ansicht, daß der K i n d e r m o r d in R e u - S a ck i s ch bei Kudowa mit den Breslauer Lustmorden nicht in Verbindung zu bringen sei. Es scheint sich bei dem neuen Mord um den Racheakt eines Bettlers, der abgewiesen wurde, zu handeln.

Rom. Auf dem römischen Flugplatz stieß ein Flug­zeug gegen eine Hochspannungsleitung, stürzte ab und ge­riet in Brand. Der Flugzeugführer wurde schwer ver­letzt, der Beobachter kam in den Flammen um.

London. In der Nähe von Mekka kam es zu einem Feuergefecht zwischen einer ägyptischen Pilgergefellschaft und Wahabiten, wobei 33 Wahabiten, darunter mehrere Frauen, getötet wurden.

Börse und Handel.

Amtliche Berliner Notierungen vom 24. Juni.

* Börsenbericht. Die Börse hatte zu Beginn ein sehr un­sicheres Aussehen. Die Realisationen der Spekulation wur­den fortgesetzt; sie haben allerdings an Umfang weiter nach­gelassen, wie überhaupt das Geschäft sehr still war. Nach den ersten Kursen wurde es etwas freundlicher. In einzelnen Spezialwerten traten nennenswerte Kurserhöhungen ein. Am Geldmarkt ist bisher eine Einwirkung des Ultimos nicht festzustellen. Tägliches Geld ist reichlich angeboten.

* Devisenbörse. Dollar 4,19—4,20: engl. Pfund 20,41—20,46; holl. Gulden 168,51—168,93; D a n z. 81,03 bis 81,23; franz. Frank 12,06—12,10; belg. 12,08—12,12; schweiz. 81,20—81,40; Italien 15,25—15,29; schweb. Krone 112,56—112,84; dän. 111,26—111,54; norweq. 92,48 bis 92,72; tschech. 12,41-12,45; österr. Schilling 59,36 bis 59,50; p o l n. Zloty 41,39—41,61.

* Produktenbörse. Der Getreidemarkt war still, die Ten­denz teilweise schwächer. Vom Auslande fehlte jede Anregung, da sowohl Amerikas wie Englands Märkte wenig Preisände­rungen zeigten. Für Roggen besteht Nachfrage nach dem Westen, und das stützte Wohl mit die Preise, die sich per Juli nicht viel verändert haben und auch per September nur wenig nachgaben. Gerste hat ruhigen Verkehr behalten und auch über das Geschäft in Hafer wird geklagt. Mais ist wieder mehr­fach gekauft. Mehl ist im allgemeinen ruhiger geworden.

Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilo- gramm in Reichsmark:

Welz., mark.

24. 6.

23. 6.

Weizkl.f.Bil.

24 6.

10

23 6.

10.0

pommersch.

——

Rogkl. s.Brl.

11,3-11.4

11,3-11.4

Rogg., märk.

189-194

189-194

Raps

_

pommersch.

—

——

Leinsaat

.....

—

westpreuß.

—

—

Vikt-Erbsen

36-46

36-46

Braugerste

194-205

194-205

kl.Speiseerbs.

30-34

30-34

Futtergerste

180-193

180-193

Futtererbsen

22-27

22-27

Hafer, märk.

197-207

197-207

Peluschken

23,5-28,5

23.5-28,1

pommersch.

—

.....-

Ackerbohnen

23-25 5

23-25.5

westpreuß.

—

Wicken

33-34

33-34

Weizenmehl

Lupin., blaue

15,0-17,0

16-17.5

p. 100 kg fr.

Lupin., gelbe

21,5-23,5

22-23,5

Bln.br.inkl.

Seradella

—

—

Sack (feinst.

Rapskuchen

13,7-14

13,7-14

Mrk.u.Not.

38.0 40,0

38-40

Leinkuchen

17.4-18,6 18,4-18,1

Roggenmehl

Trockenschtzl.

10-10.3

10-10,3

p.100 kg sr.

Soya-Schrot

19,4-19,8:19.4-19,f

Berlin br.

Torfml.30/70

—

—

inkl. Sack

27,7-295

27.7-29 5

Kartoffelflck.

JH. 2-21,6 21 2-22,1

Geldmarkt. Der Einlagenbestand bei den preußischen Sparkassen hat im März um 62,6 WHK. Mark gleich 4,8 % und im April um rund 70 Mll. M. gleich 5,2 % zuge-

nommen. _

Handel, Gewerbe und Industrie. Im Handel hat die Umsatztätigkeit nachgelassen. Der Export leidet haupt­sächlich unter der Konkurrenz der niedervalutarischen Länder. — Die Berichte aus der Industrie lauten heute auch wenig günstig. Es wird wieder neuerdings von Ar­beiterentlassungen und Betriebsstillegungen gesprochen. Besonders wird in der Textilindustrie, sowie in der Maschinen-, Eisen- und Stahlwarenindustrie über schlech­ten Geschäftsgang geklagtt — In der Roheisenindustrie waren im Mai von 208 vorhandenen Hochöfen 83 im Be­trieb und 33 gedämpft. Die Maierzeugung hat mit 736 206 To. den April um etwa 68 000 To. übertroffen. Im Jahre 1923 betrug der deutsche Anteil an dem Eisen- und Stahlexport 11 Prozent, der englische 36, der bel­gische 19, der französische 18 und der amerikanische 16 Prozent. — Die Lage in der Schuhindustrie ist unver­ändert. Fabriken, die Gebrauchsware herstellen, sind im allgemeinen gut beschäftigt.

Kohlen. Die Ruhrkohlenförderung konnte im Mai auf 8,34 Mill. To. gesteigert werden gegen 9,26 Mill. To. im Mai 1913. Infolge der Wirkungen des englischer! Kohlenarbeiterstreiks haben die Kohlenvorräte im Ruhr­gebiet um ungefähr 800 900 000 To. abgenommen. Die Zahl der abgeschlossenen langfristigen Lieferungsverträge nimmt zu. Am 12. Juni hat die tägliche Ruhrkohlen- föröerung mit 370 000 To. in diesem Jahr den Höchststand erreicht

Derdingung.

Für den Gchulhausneubau der Gemeinde Heim- bolöshausen sollen die

Erd-, Maurer- und Zimmerarbeiten

vergeben werden.

Angebotsunterlagen sind von dem unterzeichneten Bürgermeister gegen eine Gebühr von 3.00 Mk. (für Zimmerarbeiten 2.00 Mk.) zu beziehen. Daselbst können auch die Zeichnungen eingesehen werden. Der Bauherr behält sich vor, die Arbeiten in getrennten Losen zu ver­geben.

Die Angebote sind in geschlossenem Umschlag mit der Aufschrift „Erd- und Maurer- bezw. Zimmerarbeiteu Schule in Heimboldshausen" bis spätestens zum Oeff- nungstermin

am 7. M 1926, nachmittags 2 Uhr,

bei dem Bürgermeister in Heimboldshausen abzugeben.

Helmbolbshausen. den 24. Juni 1926.

Der Bürgermeister

Hellwig.

H. W. V

Sonntag, den 27. Juni TMMNdemg Haukuppe-Gebrannter Kopf- Malkusteich-Ludwigseck- Rotenburg.

Abmarsch 6 Uhr Heil. Kreuz. Marschdauer ca. 7 Stunden.

Führung: Hempfler. Gäste willkommen.

Frisch auf!

Sonntag, den 4. Juli Einweihung der Jugend- u. Wander- Herberge „Knüll".

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der Schendlengsfelder Darleharbafsen-Beremr,

e. G. m. u. S. in SchenklengsfelS findet am SMtag, den 27. Suni, nachmittags y Uhr im uaale des Gastwirts Geheb statt.

Tagesordnung:

1) Jahresbericht und Rechnungslegung.

2) Ergänzungswahlen des Vorstandes und Auf­sichtsrates.

3) Bericht über den Verbandstag in Eschwege.

4) Verschiedenes.

Die Mitglieder werden zu zahlreichem Erscheinen eingeladen.

GchentlengSfelb, den 19. Juni 1926.

Der Vereinsvorsteher

Schenk, Pfarrer.

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