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Vörse und landet

f^" Amtliche Berliner Notierungen vom 21. April.

V Börsenbericht. Zunächst setzte, von den Schiffahrtsaktien ausgehend, eine erneute rückläufige Bewegung ein. Im Weiteren Verlauf kam es zu einer leichten Erholung, so daß sich per Saldo die Kursverluste in mäßigen Grenzen hielten. Der Geldmarkt ist weiterhin sehr flüssig; tägliches Geld no­tierte 3,50—5 %, monatliches Geld 5,50—6,50 %.

* Devisenbörse. Dollar 4,19—4,21: engl. Pfund 20,39—20,44; h o ll. Gulden 168,34—168,76; Danz. 80,87 bis 81,07; franz. Frank 14,01—14,05; belg. 15,03—15,07; fchweiz. 80,98—81,18; Italien 16,88—16,92; schweb. Krone 112,28—112,56; dän. 109,81—110,09; norWeg. 91,43 bis 91,65; tschech. 12,42—12,46; österr. Schilling 59,17 bis 59,31; poln. Zloty 38,60—38,80.

* Produktenbörse. Die mäßigen Abschwächungen des Aus­landes blieben hier nicht ohne Einfluß auf die Tendenz des Weizens. Es zeigt sich für diesen mehrseitig Angebot prompter inländischer Ware, die zwar im ganzen keine größeren Mengen repräsentiert, aber zu den geforderten Preisen keine Reflektan­ten findet. Die ausländischen Cisforderungen waren nach­giebiger. Auch im Zeitgeschäft hielten die Käufer zurück, so daß die Preise sich nicht voll behaupteten. Für Roggen bleiben die Angebote auf prompte Abladung klein, doch ist auch die Kauf­lust vorsichtiger geworden. Lieferung lag im Durchschnitt schwächer. Die Frage nach Gerste hat sich zurückgezogen, so daß Verkäufer williger wurden. Auch Hafer lag schwach. Aus­landshafer kommt mehr heran und stört das Geschäft nach den Provinzen. Mehl ist allgemein ruhig geworden, auch für Futterartikel zeigt sich die Kauflust sehr vorsichtig.

Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilo­gramm in Reichsmark:

21. 4

20. 4

Weizkl.f.BrI.41.2-11.8

11,2-11.5

Rogkl. f.Brl.

12.0-12,2

12-12 2

Raps

—

—

Leinsaal

—

—

Vikt.-Erbsen

32-39

32-39

kl.Speiseerbs.

27.5-30,0

27.5-30

Fuktererbsen

23-27

23-27

Peluschken

22-25

22-25

Ackerbohnen

22-24

22-24

Wicken

29-32

29-32

Lupin., blaue

11.7-12,7

11,7-12,7

Lupin., gelbe Seradella

14-14.5

14-14.5

38-42

38-42

Rapskuchen

14,5-15,0

14.5-15

Leinkuchen

18,8-19,2

18.8-19,2

Trockenschtzl.

9,8-10,1

9,8-10.1

Soya-Schrot

19,6-20.0

19,6-20.0

TorfMl.30/70

Karloffelilck. 116.2-16,6

16,3-16,6

Weiz., märt.

21. 4.

20. 4.

pommersch.

Rogg., märk.

—

175-180

177-182

pommersch.

—

—

westpreuß.

_

——

Braugerste

199-214

200-215

Futtergerste

175-193

175-193

Hafer, märk.

193-203

194-204

pommersch.

—

westpreuß. Weizenmehl

—

—

p. 100 kg fr. Bln.br.inkl.

Sack (feinst. Mrk.ü.Not.

38,0 40,2

38,2-40,5

Roggenmehl

P. 100 kg fr. Berlin br.

infL Sack

25.7-27 2

26-27.5

* Neuer Rekordtiefstand des französischen Franken. Das Pfund Sterling und der Dollar schloffen in Paris mit den Rekordzifsern von 146,85 und 30,32. Rachbörslich notierte das Pfund 147. In Kreisen des Finanzministeriums wird be­hauptet, daß die Spekulation am Werke sei:

Nah un6 Fern. w

O Durch Gänse verursachtes Straßenunglück. In dem unterfränkischen Dorfe Zeulenried freuten zwei Pferde, die eine fchwere Ackerwalze zogen, durch das Auf­fliegen einer Schar Gänse und rasten in eine Gruppe spielender Kinder. Das aus Kitzingen zu Besuch weilende sechsjährige Kind des Kaufmanns Dresse! wurde so schwer verletzt, daß es alsbald nach der Einlieferung ins Kran­kenhaus starb. Ein 15 jähriges Mädchen liegt ebenfalls hoffnungslos danieder, während zwei weitere Kinder weniger schwer verletzt wurden.

O Veruntreuungen bei der August Thyssen-Hütte. Groß Veruntreuungen und Fälschungen sind bei der August Thyssen-Hütte entdeckt worden. Eine Anzahl von Monteuren und Angestellten auswärtiger Baufirmen, die bei der August Thyssen-Hütte verschiedene Bauten aus- zusühren hatten, haben es verstanden, durch Fälschungen der Lohnlisten und andere Machenschaften Summen in einem Betrage von 60 bis 70 000 Reichsmark in ihre Taschen zu leiten. Bisher wurden 10Personensest- genommen.

O Ein geprellter Schauschläfer. Vor einigen Tagen stellte sich in M a n n h e i m ein gewisser Doberti in einem Lokal zur Schau, der nach vorgenommener Selbsthypnose 10 Tage lang im kataleptischen Schlaf verharren wollte. Nachdem er drei Tage und drei Nächte im Schlafzustand in feinem Glasfarg zugebracht hatte, mußte er schließlich durch feinen Telepathen geweckt werden, da der Manager mit den Einnahmen inzwischen verschwunden war.

O Ende der Salmfischerei im Rhein. Die Salmfischerei im Rhein, die von Jahr zu Jahr mehr zurückgeht, hatte in diesem Jahre ein ganz besonders schlechtes Ergebnis. Es wurden bis jetzt elf Stück Salme im Gesamtgewicht von 264 Pfund gefangen, darunter Exemplare von über 30 Pfund. Da die Unkosten für Geräte und Netze dabei nicht mehr herauskommen, so dürfte Wohl bald mit der Einstellung der Salmfischerei zu rechnen sein.

O Ausbau der Düsseldorfer Rheinbrücke. Ein Meister­werk deutschen Brückenbaues bedeutet die Umgestaltung der großen Rheinbrücke, die von Düsseldorf nach Oberkassel führt. Sie wurde von 14,2 auf 26,6 Meter verbreitert, ohne daß durch den Umbau eine Störung des Verkehrs erfolgte. Die Fertigstellung der Brücke, die zwei neue Fahrbahnen für Straßenbahnen sowie 3,5 Meter breite Bürgersteige und zwei Radfahrwege enthält, wurde durch einen Festakt begangen, an dem Vertreter der Stadtge­meinde und der Wirtschaft teilnahmen.

0 Die Wiener Gastwirte gegen die Bierpreiserhöhung. Die Genossenschaft der Gastwirte Wiens beschloß, gegen­über der Erhöhung der Bierpreise seitens des Wiener Brauereikartells (dem das Brauhaus der Stadt Wien

nicht angehört) den Bierverkauf ab Montag, den 26. April, einzustellen.

0 200 000 Mark unterschlagen. Eine der größten und angesehensten Straßburger Firmen für Kohlenhandel, N e u e r b u r g, ist das Opfer einer Unterschlagung in der ansehnlichen Höhe von 1% Millionen Frank (etwa 200 000 Mark) geworden. Die Betrügereien wurden von einem Angestellten namens Daniel Fouquet, der aus Kairo stammt, begangen.

O Zwei Leute durch eine Granate getötet. In der Ge­gend von Amiens zündeten zwei Landstreicher ein Feuer an, um eine Mahlzeit zu bereiten. Infolge der Hitze explodierte eine danebenliegende Granate. Dick beiden Leute wurden auf der Stelle getötet.

O Radiotechnische Schecküberweisung. In London wurde ein Scheck über 1000 Dollar auf radiophotogra- phischem Wege nach Newyork übermittelt, wo er von einer Bank ohne weiteres eingelöst wurde.

O Ein grausiger Fund. Auf einem Besitztum in der Polnagasse in P i o t r k o w (Petrikau, die Hauptstadt des ehemaligen russischen Gouvernements an der galizischen Grenze) wurde in der Jauchegrube eine hölzerne Kiste mit zwei abgehackten menschlichen Köpfen gefunden. Man stellte fest, daß die Köpfe fchon vor längerer Zeit abge- fchlagen sein mußten und von einem Mann und einer Frau von etwa 50 Jahren stammen müssen. Die weitere Untersuchung ist im Gange.

O Schwere Stürme an der Westküste Japans. Nach einer Meldung aus Tokio haben an der Westküste Japans heftige Stürme gewütet. Mehr als hundert Per­sonen werden vermißt. In einer Ortschaft an der Küste wurden 200 Häuser überschwemmt. Ein Segel­boot mit einer Hochzeitsgesellschaft wurde ein Opfer der Wellen.

Bunte Tageschronik.

tickermünde. In der Staatssorst bei Torgelow im pommer- schen Kreis Ückermünde hat ein W a l d b r a n d ein Gebiet von 100 Morgen, vornehmlich Schonungen, vernichtet.

Hamburg. Die neuerrichtete Pädagogische Aka­demie, die in dem Gebäude des bisherigen Seminars ihr Heim findet, wird am 4. Mai eröffnet werden. An der Er­öffnungsfeier wird der preußische Kultusminister teilnehmen.

München. Auf einer Skitour im Watzmanngebiet stürzte ein 16jähriger Salzburger Tourist in eine 70 Meter tiefe Fels­spalte. Er konnte von Rettungsexpeditionen aus Reichenhall und Berchtesgaden fast unverletzt gerettet werden.

Newyork. In New-London (Connecticut) ereignete sich in einem Unterseeboot eine schwere Explosion, bei der zwölf Mann erheblich verletzt wurden.

Rio de Janciro. Nordbrasilien wird zurzeit von großen Überschwemmungen heimgesucht, die unübersehbare Verwüstungen auf den Feldern verursacht haben. Die Zahl der Menschenopfer wird auf mehrere hundert geschätzt.

Mitte WmtmHLM

Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer nach dem Kapital im Rechnungsjahre 1926.

Rd Erl. d. MdJ., d. FM. u. d. MfHuG. v. 30. 3. 1926 — IV St 496, II A 4077 u. II a 2006.

Unter Berufung auf Art. II § 4 der 2. Ergänzungs­Verordnung zur Verordnung vom 23. 11. 1923 (GS. S. 519) vom 28. 3. 1925 (GS. S. 41) wird von einer Anzahl von Gemeinden die Auffassung vertreten, daß für das Rechnungsjahr 1926 beim Uebergang von der Lohnsummensteuer zur Kapitalsteuer bis zum Empfange des Veranlagungsbescheides über die Gewerbesteuer nach dem Kapital für das Rechnungsjahr 1926 und bis zur Beschlußfassung der Gemeinde über die Höhe des Zu­schlags zur Gewerbesteuer nach dem Kapital die Lohn­summensteuer nach Maßgabe der für das Rechnungs­jahr 1925 zuletzt beschlossenen Zuschläge forterhoben werden darf. Diese Auffassung ist unrichtig, da an die Stelle des Art. II § 4 der 2. Ergänzungs-Verordnung für das Rechnungsjahr 1926 der § 14 des Gesetzes d. 23. 3. 1926 betr. die Regelung der Gewerbesteuer für die Rechnungsjahre 1925 und 1926 (GS. S. 100) tritt, in dem die Rechte der Gemeinden auf Fortbezug der im Vorjahre erhobenen Gewerbesteuerbeträge für das Rechnungsjahr 1926 abschließend neu geregelt sind. Ein Recht aus Fortbezug der Lohnsummensteuer bei Uebergang zur Kapitalsteuer ist dort nicht vorgesehen.

An die Reg-Präs. u. Landräte, die Gemeinde- verwalt. - MBIiV. S. 325.

* *

Hersfeld, den 20. April 1926.

An die Herren Bürgermeister des Kreises.

Wird veröffentlicht. (A. 1. J. M.)

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

K i r s ch b a u m , Landrat.

Oberförsters Hersfeld-West verkauft am Mittwoch dem 5. Mai ö. Fs. von vorm. 9 Uhr ab im Gasthaus „Zur Lullus quelle" in Hers seid folgende Nutzhölzer:

Fö. Mönches, Distr. 17, 19, 20, 58. G.-iN-St. 3/6. sei. 62 St. = 65 fm. — Fö. Hersfeld, Distr. 36, 46, 49. Ei.-N-Stä. 4/6. Kl. 36 St. = 34 fm. Distr. 22, 31, 39, 40, 44, 45. Desgl. 1/3. Kl. 40 fm (Wagner­holz). Hamvuch.-Stä. 3 St. — 1 fm, Nutzrollen 11 rm. Birk.- u. Erl.-Stä. 14 St. ----- 5.4 Imi Nutzroll. 9 rm. — Fö. Heenes, Distr. 113. Ei.-N-Stä. 5/6. Kl. 21 St. = 53 fm — Fö. Anlergeis, Distr. 119, 121, 131, 158. @i.=NStä. 5. Kl. = 1,3 fm, 1/3. Kl. = 15 fm. Kiefern- Stä. aus allen Förstereien nach Bedarf. — Fö. Gitters' Bors, Distr. 68, 66, 70, 71. 120 fm Ei.-Stä. 1/3. Kl.

Nutz- und Brenuholzoerlaul.

Oberförsters Friedewald verkauft am Dienstag, hen 27» April, ab 9Va Uhr vorm. in der B i e h l'schen Gastwirtschaft in Ronshausen aus der Försterei Ronshausen, Distrikte 238, 219, 224, 235, 239, 241—245, 249, 294, 297, 295, aus der Försterei Iiebach, Distrikte 150, 152, 161—166, 183, 185, 187, 189—193. 200-204, 206, 211, 261

Buchen: Langholz N 3. = 1 Stück mit 1,21 fm, Fichten u. Kiefern: Langholz u. Abschnitte U—3a = 110®tüd mit 60 fm, 500 Stück Stangen I.—IV. Klaffe, Eichen: 4 rm Nutzscheit L, 40 rm Scheit u. Knüppel, Buchen: 2 rm Nutzscheit IL, 550 rm Scheit u. Knüppel, 700 rm Reisig, Fichte, Kiefer ll. Lärche: 300 rm Scheit und Knüppel, 110 rm Reisig I.

Den Herren Bürgermeistern wird ortsübliche Be­kanntmachung anheimgegeben.

Hersfeld, den 19. April 1926.

Die Herren

Lehrer Holzapfel, Hersfeld,

Bürgermeister Münzel, Wölfershausen, Postschaffner Salm, Hersfeld

haben ihr Mandat als Kreistagsabgeordneter nieder- gelegt, A. I. 14. 5. 26.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses. Kirschbaum, Landrat.

Schmiede-Zioangriknnng Hersfeld

Stadt und Land.

Zu der am Sonntag, den 25. April vormittags

11 Uhr im Lokale „K a i s e r h o f" stattfind enden

Gbermeistertagung des Verbandes der Schmiede-Innungen von Kurhess. u. Walbeck werden die Kollegen unserer Innung freundl. eingeladen.

Allseitiges Erscheinen ist dringend erwünscht.

Der Vorstand.

Armenatteste

nach dem den Bürgermeistern zugegangenen neuen Muster sind bei uns vorrätig

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Emil Karting, Drechsler, Breitenstr. 27.

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Wer StuMheater.

Freitag, d. 23. April. Das Leben ein Traum.

Sonnabend, 24. April. Der Barbier von Sevilla.

Sonntag, 25. April. Der letzte Walzer.

Montag, 26. April. Coriolan

Dienstag, 27. April. Opfer­spiel.

Mittwoch, 28. 4. Turandot.

Donnerstag, 29. April Pique Dame.

Freitag, 30. April. Die blaue Stunde.

Sonnabend, I.Mai. 2.30 Uhr Geschl. Borst. Der Frei­schütz.

7.30 Uhr. Kammermusik.

Sonntag, 2. Mai. Die Meistersinger von Nürn­berg.

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Bmimgmg ewiger

167"

Dienstag, d. 27. April abends 8^2 Ahr Momts- BerfammlUNg im Vereinslokal.

Tagesordnung: Krieger- Gedächtnisstätte Cassel.

Vollzähliges Erscheinen unbedingt erforderlich.

Der Vorstand.

Bmimgmg ehemaliger ^7 er Süd-AM. Sonntag, 25. 3WI nachm. 2 Uhr

Versammlung in der Gastwirtschaft F. ß. Gtelnweg (Hanfsack)

Vollzähliges Erscheinen der Kameraden dringend er­wünscht.

Der Vorstand.

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