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O Unterschlagungen an der Berliner Universität. Im Ausschuß der Studentenschaft ver Universität Berlin ist man umfangreichen Unterschlagun­gen aus die Spur gekommen, die bereits bis in das Som- merseurester 1925 zurückreichen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten zur Verhaftung eines Ausschuß­mitgliedes, das dem Untersuchungsgefängnis Moabit zu- gcfiihrt wurde. Die Veruntreuungen sollen ungefähr die Höhe von 50 000 Mark erreichen und derart begangen worden sein, daß ordnungsmäßig quittierte Gelder von den« betreffenden Ausschußmitglied nicht der Kasse gut­gebracht, sondern für eigene Zwecke verwandt wurden.

O Arbeiterkrawalle bei Newyork. In der Vorstadt Passaic veranstalteten mehrere hundert streikende Textil­arbeiter, die mit Stahlhelmen und Gasmasken ausgerüstet waren, einen Umzug, wobei es zu schweren Zusammen­stößen mit der Polizei kam.

Börse und Daudet.

Preissenkungen und doch kein Geschäft.

Mit dieser Überschrift ist das Ergebnis der Leipziger Messe wiedergegeben. Die Aussteller verzeichneten im Vergleich zur Herbstmesse 1025 % billigere Preise, aber die inländischen Besucher entschlossen sich trotzdem nicht zum Kauf. Das Aus­land war stärker auf der Messe vertreten, als man gedacht hatte, fand aber die deutschen Preise noch immer um 1020 % zu teuer und tätigte wenig Geschäfte. Gelingt es der deutschen Industrie, mit den Preisen um weitere 10 % herabzugehen, dann kann sich der deutsche Export vereineinhalbfachen. Diesen Ausspruch konnte man von jedem ausländischen Messebesucher hören. Die noch folgenden Frühjahrsmessen von Breslau und Frankfurt (Köln fällt wegen der schlechten Wirtschafts­lage bekanntlich aus) kann man schon vor ihrem Beginn als Fehlschlag bezeichnen. Das Inland hat kein Geld zum Kaufen und kauft auch dann nicht, wenn die Preise etwas herunter­gehen, denn mitnichts" kann man nurnichts" kaufen. Aber das Ausland kauft nur deutsche Ware, wenn sie billiger ist. Ge­lingt ein weiterer Preisabbau, dann werden die Schornsteine wieder rauchen und dann wird sich auch die inländische Kauf­kraft wieder heben. Aus einen Preisabbau kommt alles an. Der Finanzminister hat mit dem Steuerabbau angesangen, mögen die wirtschaftlichen Verbände ihm folgen und die Ver­bandspreise heruntersetzen, damit wir exportieren können.

Amtliche Berliner Notierungen vom 5. März.

* Börsenbericht. Die feste Haltung der letzten Tage war unter Führung von Schiffahrtswerten weiter zu beobachten, namentlich lagen auch aus der Provinz zahlreiche Austräge vor. Die Geldverhältnisse sind weiter sehr günstig, tägliches Geld 5,507 %, monatliches Geld 67,50 %.

H Devisenbörse. Dollar 4,194,21; engl. Pfund 20 3720,43; h o l l. Gulden 168,11168,53; Danz. 80,85 bis 81,05; franz. Frank 15,60-15,64; belg. 19,05-19,09; schweiz. 80,7480,94; Italien 16,8116,85; schwed. K ro tt e 112,41112,69; d ä n, 108,76-109,04,' - "

* Konkurseröffnungen im Februar. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Februar d. Js. durch den Neichsanzeiger 1998 neue Konkurse ohne die wegen Masse­mangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung und 1573 angeordnete Geschäftsaussichten bekanntgegeben. Die ent­sprechenden Zahlen für den Januar d. Js. stellen sich auf 2092 bzw. 1553.

* Die amtliche Großhandelsindexziffer vom 3. März und für den Durchschnitt Februar 1926. Die auf den Stichtag des 3. März berechnete Großhandelsindexzisfer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem Stande vom 24. Februar (117,6) um 0,3 % auf 117,3 zurückgegangen. Gesunken sind die Preise für Gerste, Kartoffeln, Schweinefleisch, Hopfen, Treibriemen- leder, einige Textilrohstosfe und -halbwaren sowie die meisten Nichteisenmetalle. Höher lagen die Preise für Weizen, Hafer, Schmalz, Zucker, Rindshäute, Schwingflachs und Benzin. Von den Hauptgruppen haben die Agrarerzeugnisse von 111,5 aus 111,3 oder um 0,2 %, die Jndustriestoffe von 129,0 aus 128,5 oder um 0,4 % nachgegeben. Für den Durchschnitt Februar ergibt sich ein Rückgang der Großhandelsindexzisfer von 120,0 im Durchschnitt Januar auf 118,4 oder um 1,3 %.

Letzte Nachrichten.

Abreise der deutschen Velegalion nach Genf.

Berlin. Die deutsche Delegation für Genf hat Freitag abend Berlin verlassen und wird am Sonnabend abend in Genf eintreffen.

Die Ursachen des Zusammenbruchs.

Berlin. Im Parlamentarischen Untersuchnngsausschuf für die Kriegsfragen teilte der Vorsitzende einen Brief des Großadmirals von Tlrpitz mit, in bem der Großadmiral mitteilt, daß er von Anfang des Krieges an zum Elnsatzve« Flotte geraten habe, aber nicht mit seinem Rat durchge­drungen sei. Alsdann hielt der Abg. Graf zu Eulen-

burg (Dtn.) sein Referat über die Frage der Schuld des inneren Zusammenbruchs. Er gab hierbei ein« ausführliche Schilderung der sozialistischen und revolutionären Bewegung während des Krieges und gab seiner persön­lichen Ausfassung zur Dolchstoßfrage dahin Aus- druck, daß Deutschland zu einem anderen Frieden gekommen wäre, wenn sich nicht die revolutionäre Agitation ausgewirkt und den Umsturz herbeigeführt hätte. Die Revolution war der tödliche Stoß in den Rücken der Kampffront. Deutschland könne an Achtung in der Welt nur gewinnen, wenn es sich von dem Schandfleck der Revolution reinigt.

Verbilligung des Ser^sprechtarifs?

Berlin. Pressemeldungen über eine bevorstehende Verbilli- gung des Fernsprechtarifs gründen sich auf eine Entschließung des Deutschen Industrie- und Handelstages, der eine Ände­rung der Fernsprechgebühren in der Weise wünscht, daß unter Herabsetzung der Einzelsprechgebühr wiederum, wie in dem Tarife von 1911, eine laufende Grundgebühr erhoben werde. Die Deutsche Reichspost hat zu diesem Vorschläge noch nicht Stellung genommen, sie hat die Angelegenheit auch noch nicht ihrem Verwaltungsrat unterbreitet. An und für sich steht sie der Wiedereinführung der Grundgebühr sympathisch gegenüber, zumal sie der geltenden Fernsprechgebühr im Jahre 1923 nur ungern zugestimmt hat.

Kirchliche Nachrichten.

Sonntag, den 7. März

Vormittags V2IO Uhr : Herr Pfarrer D i p pe l von Kirchheim. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Nachmittags V26 Uhr: Herr Pfarrer Scheffer. Kathns. Vormittags V2IO Uhr Gottesdienst. Sorga. Vormittags 10 Uhr: Gottesdienst. Unterhalt». Nach­mittags 2 Uhr: Gottesdienst. Allmershausen. Vor­mittags 10 Uhr Gottesdienst. Heenes. Nachmittags 2 Uhr: Gottesdienst. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Gottes­dienst in der Hospitalskapelle. Sonntag Abend 8 Uhr Evang. Frauenhilfe.

Katholischer Gottesdienst.

774 Uhr hl. Messe. 3m10 Uhr Hochamt, Predigt u. Christenlehre Pfarrer Hilden. Wl Uhr Andacht. Werktags 77t Uhr hl. Messe. Freitag Abends 8 Uhr Fastenandacht. Samstag 5 Uhr Beichtgelegenheit.

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Die Mitglieder und ihre die Steuersachen " bearbeitenden Angestellten;,werden zu einer | 8ereliHi?iaBBls8i auf

: Dienstag, Den 9. Harz, abends 8.15 Ohr

in den Kaiserhoi eingeladen.

Tagesordnung:

* Die Einkommensteuererklärung 1926.

Vortrag und Aussprache.

Es empfiehlt sich die Vordrucke der Steuer- H Erklärung mitzubringen.

Zahlreiches Erscheinen bei der Wichtigkeit e der Tagesordnung sehr erwünscht.

Der Vorsitzende:

Kaufmann Georg Bolz.

Zahlunosbelehle

wieder vorrätig

L Funks Buchdruckerei.

WmMtmß

Das Jagdrecht an dem gemeinschaftlichenJagdbezirk der Gemarkung Niederaula (Größe 1000 ha) soll ander­weit auf 6 Jahre verpachtet werden.

Termin hierzu ist auf

Sreitno, den 26. März nachmittags 4 Uhr

im Geschäftszimmer des Bür­germeisters dahieranberaumt worden, wozuPachtliebhaber freundl. eingeladen werden.

Die Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben und liegen 14 Tage lang zu JedermannsEinstchtimBür- germeisteramt offen.

Niederanla,

den 4. März 1926.

Der IagdvorsLeher Bieber, Bürgermeister.

Die Beleidigung gegen Karl Nennstiel und seine Frau nehme ich hiermit zurück.

Marie Müller, Sarnrode.

Rudolf Weitz

Automobile Eisenach

- Fernruf 1346

ganhäuserstr. 48

General- Vertretung

der

Vogtländischen Maschinenfabrik AG.(Vomctd}-

Spezialfabrik für Lastkraftwagen und Omnibusse;

Hersfelder Lichtspiele

Kaiserstraße 19 Fernruf 150

Anf. wochentags 8l/2 Uhr

Sonntag 4 Uhr.

Sonnabend bis Montag Bas mumi

Die Tragödie einer Mutter Filmwerk in 7 Akten.

Außerdem :

Ernst ton, sah und siegte

Lustspiel in 2 Akten. , im wunderschön. Monat Mal

Lustspiel in 2 Akten.

Deulig-Wochenschau

Neueste Berichterstattungen aus aller Welt.

Achtung!

Erstklassige

Stimmungs- Kapelle!

4 Personen mit Saxophon für Jazz- und Konzertmusik für 1. April frei. Angebote an Kapellmeister Benzini, C assel, Frankfurterstr. 30.

~ 1. Eiderleitkäse

9 Pfund = Mark 6. franke

Dampikäseiabrik Rendsburg.

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