Einzelbild herunterladen
 

Kecsfelöer Tageblatt

Anzeigenpreis rar die einspaltige Pefitzelle 15 Pfg. die Retiamezeile so Pfg. Bei Wiederholungen Dachlab. + Für die Schriftleitung neranhnortlich Franz Funk in Bersfeld. + Fernsprecher Dr. S.

yersfelüer Kreisblatt"

Amtlicher feiger für den Kreis Hersfelö

""*""-..........................................

Der Bezugspreis betrügt durch die Post bezogen monatlich 1. Gib., aussdtfW. Bestellgeld, für Bersfeld 1. M. bei freier Zellteilung, Abholer .80 Mk. * Druch und Verlag non Ludwig Funks Buchdrucherei in Bersfeld, (Dltglied des VDZV.

Nr. 1

Sonnabend, den 2. Januar 1926

76. Jahrgang

MM Vertretung im Wkerdmd.

Ein Brief Marx'. Der Generalsekretär kommt nach Berlin.

««-Die Frage der Besetzung der für Deutschland re­servierten Posten beim Völkerbund im Falle eines Ein­tritts Deutschlands wird demnächst geklärt werden. Wie feststeht, wird der Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Erik Drumont, in der nächsten Zeit in Berlin ein­treffen, um mit dem Auswärtigen Amt die Besetzung der Deutschland zustehenden etwa 20 Stellen zu bespre­chen. Angesichts dieser Tatsache und einer vom Reichs­kanzler a. D. Marx veröffentlichten Erklärung, ob ne­ben der Sozialdemokratie nicht auch das Zentrum an der Frage der Besetzung von Stellen beim Völkerbund in Genf interessiert sei, löst diese Angelegenheit noch­mals eine starke Pressepolemik aus. Von Seiten der Rechtsblätter wird betont, das Zentrum habe auf Grund der Erklärung von Marx Anregungen für die Besetzung der in Frage stehenden Posten auf einem nicht ersichtlichen Wege dem Völkerbund übermittelt. Daß Marx das Auswärtige Amt unterrichtet habe, än­dere nichts an der hier betriebenen Stellenhascherei.

Hierzu stellt Reichskanzler a. D. Dr. Marx in der Koblenzer Zeitung" folgendes fest: Es ist falsch, daß die Zentrumspartei oder ich als ihr Vorsitzender in ei­nem offiziellen oder auch privaten Schreiben an den Generalsekretär des Völkerbundes oder des Völker- bundssekretartates den Antrag gestellt hatte, Angehö­rige der Zentrumsparlei in das Völkerbundssekreta­riat aufzunehmen. Richtig ist, daß ich vor Wochen von privater Seite vertraulich aufgefordert bin, etwaige An­regungen für die später vielleicht in Frage kommende Besetzung gewisser Stellen beim Völkerbund zu geben. Dieser Bitte bin ich nachgekommen. Es ist mir unbe­kannt, ob meine Antwort zur Kenntnis des Völker­bundssekretariats gekommen ist. Es war für mich selbstverständlich, das Auswärtige Amt im Vertrauen auf seine Diskretion über diese Angelegenheit zu in­formieren. Ich werde es auch in Zukunft für meine Pflicht erachten, in Verbindung mit dem Auswärtigen Amt diese Angelegenheit weiter zu verfolgen.

Das Organ des Reichsaußenministers Dr. Strese- mann, dieTägliche Rundschau", betont, in der Erklä­rung des Zentrums ist die Rede von einer privaten Seite, die die Anregung gegeben und wahrscheinlich den ,We' zunächst in Emvfa^- genommen. hat. Im- merhin müßte vci der Aosenön >g >^s -Vrüses de-u Ver­fasser, also Herrn Marx, klar sein, daß die vorgeschla­genen Namen dazu bestimmt waren, an das General­sekretariat weitergegeben zu werden.

ZusaMMANkumL in RapMo.

Englische und italienische Pressestimmen über ihre Bedeutung.

««Die englischen Blätter beschäftigen sich eingehend mit dem Ergebnis der Besprechungen Clmmberlains mit Mussolini in Rapallo. Aus ihren Kommentaren kann geschlossen werden, daß Italien gern die Bezah-

lung seiner Schulden in der Form eines politischen Zu­sammenwirkens mit Großbritannien erledigen möchte und vielleicht die Unterzeichnung des Locarnopaktes be­reits als eine Teilzahlung ansieht.

DieTimes" bemerken, die Bedeutung der Zusam­menkunft sei darin zu suchen, daß sie Gelegenheit zu ei­nem Meinungsaustausch geboten habe. Die Unterhal­tung sei allgemeiner Natur gewesen. Konkrete Vor­schläge seien von keiner Seite gemacht worden. Cham- berlain sei bemüht gewesen, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln die friedlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu fördern, da beide.Garanten des Locarnovertrages seien. Die Abrüstungsfrage habe man nicht berührt. Der Möglichkeit gegenüber, daß Rußland diese Unterredung als Gegenstoß gegen das russisch-tür­kische Abkommen auffassen könne, habe sich Mussolini zwar nicht verschlossen, er habe ihr aber gleichgültig ge­genüber gestanden. Dagegen habe er die türkrsche Ner­vosität über die italienischen Absichten im nahen Osten erwähnt und Chamberlain mitgeteilt, daß er die tür­kische Regierung eingeladen habe, selbst davon zu feindliche Mcktznahme gegen dre [en in Vorbereitung sei. Diese Be- " 'ietn nach auf den Aus- _______.^...^vos, die von derWest-

minfter Gazette" kürzlich als Sprungbrett Italiens nach Anatolien hinüber bezeichnet wurden.

Die italienischen Blätter sprechen über das Ergeb­nis der Unterhaltung zwischen Chamberlain und Musso- Itnt von der Möglichkeit einer Mittelmeerallianz, und zwar im Hinblick auf das Verhalten der Türker m der Mofsulangelegenheit. ,

In einer über die Zusammenkunft herausgegebenen .....Glichen Mitteilung heißt es, daß die beiden Staats­männer Gelegenheit gehabt hätten, ihre Ansichten über die wichtigsten Fragen der Gegenwart auszutauschen. Aus der gemeinsamen Prüfung der schwebenden internatio­nalen Fragen habe sich die Möglichkeit ergeben, die wirk­same Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten fortzu- fetzen, die darauf gerichtet sei, die verschiedenen Inter­essen miteinander in Einklang zu bringen und den Frieden in Europa zu sichern.

Die Reichsbahn zur Lohnerhöhung.

ttfcbe Regierung eingeladen . überzeugen, daß keine feind

lürfif&en Interessen in Vorder« möxkung bezieht sich allem Anschi bau der Hafenanlagen von Rhod minster Gazette" kürzlich als S

amü

»«Der am Dienstag gefällte Schiedsspruch für die Et- fenbahner war Gegenstand eingehender B^a m gen in­nerhalb der Reichsbahnverwaltung. Als besonders wrch- tig betrachtet man die finanziellen Auswirkungen-der Stundenlohnaufbesserungen und dre MeMelMung durch die Ortslohnzulage. Entgegen der Darstellung der Verbände werde die Mehrbelastung nach Ansicht der Reichsbahn diese mit 20 Millionen Mark. wenn nicht mehr, Masten. Da Sex finanzielle Stand der BLichA

vayn außeroroenllich gespannt tu wrro man, falls es zur Ausführung des Schiedsspruches kommt, nach An­sicht der maßgebenden Verwaltungsinstanzen Mittel und Wege finden müssen, um diese Mehrbelastung in irgend einer Weise auszugleichen.

Die WsrSNM«MSimJahrSLJ25.

Der Beginn des Jahres sah den Zusammenbruch einer übersteigenden Haussespekulation in Getreide in Chicago, die, im Verein mit einer guten Ernte beson­ders in den Zuschußgebieten Europas, die Preise um ein gutes Drittel des Höchststandes sinken ließ. Die Wendung, die der Herbst brächte, ging mt wesentlichen davon aus, daß die russischen amtlichen Nachrichten über gewaltige Ausfuhrüberschüsse sich im Spätherbst als sehr übertrieben herausstellten. Vielleicht noch eigenartiger als der Verlauf des Weizenmarktes ist jener des Rog­genmarktes. Hier wirkt sich die Tatsache aus, daß der Roggenverbrauch in der Welt stark eingeengt ist. Je­denfalls ist, trotz an sich geradezu kleinen Angebots der europäischen ueberschutzgebiete unter denen Deutsch­land eine Hauptrolle spielt der Druck auf den Rog- genpreis in den entscheidenden Monaten ganz wesent­lich stärker gewesen als der Tritts auf den Weizenpreis, sodaß bis Spanne zwischen beiden ganz ungewöhnlich

groß wurde.

Der Baumwollmarkt ist 1925 etwas einheitlicher verlaufen als der von Getreide. Bis in den Herbst hinein haben sich die Preise leidlich behauptet,, um nach­her langsam zu fallen. War schon dre vorige Ernte groß gewesen, so zeigte sich bereits im Frühjahr, daß die diesjährige Anbaufläche über jene des vorigen Jah­res noch hinausgeht. In den eigentlichen Erntemona­ten allerdings wechselte das Bild ungefähr jede Woche. Aegyptische Baumwolle fand etwas weniger Beachtung als im vorigen, ganz ungewöhnlich bewegten Jahre. In diesem Jahre lagen die Verhältnisse etwas norma­ler, dafür bemüht sich die englische Regierung jetzt, sie künstlich in Unordnung zu bringen. Ein Gesetz über starke Einschränkung der' Anbauslache ist bereits er- " essen; außerdem war mehrfach die Rede von Valori- üionsversuchen. Die Wollmärkte zeigten starke Stim- mungsschwankungen. In der ersten Hälfte des Jahres unterlagen sie stärkerem Drucke, sodaß mangln Austra­lien ziemlich erhebliche ^ >.. . von den Versteigerun­gen zurückzog und ins neue Schurjahr übernahm, m der zweiten Hälfte drehte sich die Stimmung fast völlig. Be'.dB'rZ Hr H-rrKstmoraK brachten ganz erhebliche Steigerungen, die letzte Versteigerung des Jahres im Dezember hinterließ allerdings den Eindruck, als ob auch dabei die üblichen Uebertreibungen vorgekommen

la' sai

wären.

Bei Kaffee ist seit Anfang 1925 die vierte brasilia- »e Valorisation im Gange, die als Dauereinrichtung utt ist. Lagerhäuser im Innern der Kaffeestaaten, Beschränkung der Mengen. die zu den Häfen abrollen und Ergänzungsmatznahmen sollen den Brasilianern Preise sichern, wie sie wünschen. Gegen einen Dauer­erfolg spricht u. a. der Wettbewerb der sogenannten milden, besonders Mittelamerikanischen Kaffees. Die Preisbewegung war unter Schwankungen überwiegend abwärts gerichtet.

Die Zuckerpretse sanken Mitte des Jahres 1o tief, wie in der schwersten Krisenzeit des Jahres 1922. 1924 war ein sehr günstiges Zuckerjabr gewesen, und selbst die starke Anreguna des Verbrauchs durch billige Preise reichte nicht aus, den Markt zu stützen. Der leichte ümschwüng, der dann bemerkbar wurde und bis Ende des Jahres angehalten hat, ist weniger eine Folge schlechterer Ernte als eine Reaktion auf die jahrelangen .Preisfälle.

Die Hochwasserkerkastr^phe.

Der Rhein über 8 Meter. Große Ueberschwemmungen.

Die Lage in den Hochwassergebieten in West- und Süddeutschland hat sich weiter verschlechtert. Es liegen folgende Meldungen vor, die ein anschauliches Bild über die traurigen Verhältnisse in den überschwemm­ten Gebieten geben: _ .

Best Köln hat der Rhein den Achtmeterstand über­schritten und steigt stündlich um etwa 3 Zentimeter wei­ter. Die Uferstraßen sind einen Meter hoch über­schwemmt. Das Wasser ist in die Keller geflutet und beginnt in die Erdgeschosse der Häuser einzudringen. Die Empfangshallen und Lagerschuppen der Schiff- fahrtsgesellschaften im Hafen stehen wie Inseln in ei­nem See.

Auch die Mosel steigt weiter. Sie erreichte bei Trier einen Stand von fast 7 Metern. Infolgedessen ist in den Häusern der Uferstraße von Trier das Wasser bis in die ersten Stockwerke gestiegen. Der Bewohner be­mächtigte sich eine Panik, sie verließen in aller Flucht ihre Heimstätten.

Neuwied zur Hälfte unter Wasser.

Infolge fortgesetzten Steigens des Hochwassers steht die Hälfte von Neuwied unter Wasser. In den am Rhein gelegenen Straßen steht das Wasser teilweise bis zur Mitte der Parterrewohnungen und droht weiter zu steigen. Zahlreiche Familien wurden ausquartiert und in Notwohnungen untergebracht. Die Bewohner der oberen Stockwerke sind von der Mitwelt völlig abge­schlossen. Es mußten ihnen Nahrungsmittel mit Käh­nen zugeführt werden. In Bendorf und Engers ste­hen zwei Fabriken vollständig im Wasser. Mehrere Häuser mußten geräumt werden. Die Straßenbahn- Verbindung Vallendar-Ehrenbreitstein ist unterbrochen. In Irlich und Fahr stehen die Häuser bis zur Hälfte der Parterrewohnungen im Wasser. Es wird damit qe- rechnet, daß im Laufe der Nacht das Wasser den 1. Stock

errercyl. Aus dem anderen Rheinufer in Andernach stehen die Hotels an der Rheinfront und die dahinter gelegenen Häuser bis zum 1. Stock im Wasser.

Der Höhepunkt des Hochwasiers erreicht?

Die letzten Meldungen lassen erkennen, daß der Höhepunkt des Hochwassers für den Oberlauf des Rherns überschritten, für den mittleren und unteren Lauf aber bald erreicht sein wird, sofern nicht übermä­ßig starke Niederschläge dieses Bild wieder verschlech-- tern sollten. Die Schneeschmelze in der Schweiz, im Schwarzwald und in den Vogesen geht ihrem Ende entgegen.

Unterstützung für die Hochwassergebiete.

°-»Die schweren Ueberschwemmungen im Rheinland werden auch noch im Reichstag zur Sprache kommen. Von den Demokraten wurde ein Antrag eingebracht, irr dem unter Hinweis auf die schweren Hochwasserschä­den und die vermehrte Arbeitslosiqkeit die Reichsregie- rung ersucht wird, Mittel bereit zu stellen zur mögli­chen Verminderung der durch die Ueberschwemmungen verursachten Schäden. Außerdem soll die Reichsregie- rung mit den beteiligten Ländern in Verbindung tre­ten, um umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung einer baldigen Beseitigung der Schäden zu treffen.

Schiffsunfälle.

Unterhalb der Rheinbrücke in Wesel wurde ein 1806-Tonnen-Kahn aus der Talfahrt gegen einen Brük- kenpfeiler geworfen. Er sank nach kurzer Zeit. In der Nähe der Unfallstelle sanken zwei weitere Kähne von 1800 bezw. 1700 Tonnen. Ein anderer Kahn wurde leck und trieb auf überschwemmtem Gebiet. Die Be­satzungen sämtlicher Schiffe konnten sich in Sicherheit bringen.

Verkehr nur Mit Kähnen an der Saar.

An der unteren Saar sind die Hochwasserschäden besonders groß. Kilometerweit steht die Niederuua un­ter Wasser. Der Verkehr mit den von den Fluten um- spülten Dörfern muß mit Kähnen aufrecht erhalten werden. Viele Keller und Parterrewohnungen sind ge­räumt worden. Da das Vieh mitunter nicht rechtzei­tig aus den Ställen in Sicherheit gebracht werden konnte, ist manches Stück ertrunken. Der Wanerstand der Saar gehi langsam Mrück.

Aufhören der Regeufälle tat Schwarzwald.

Die Wetterlage in Württemberg, insbesondere im Schwarzwald, Hat sich gebessert. Die Regenfälle haben aufgehört. sodaß mit einem weiteren Steigen der Flüsse nicht uiehr zu rbchnsn ;,u Aus oerfchiLdLnen Orten einlaufende Meldungen besagen, daß die über die Ufer getretenen Flüsse allmählich wieder in ihren normalen Stand zurückkehren.

Stuttgart ohne Licht- und Kraftstromzufuhr.

Mittwoch abend setzte in Stuttgart die elektrische Licht- u. Kraftstromzufuhr aus. Die ganze Stadt war in Dunkel gehüllt. Der Straßenbahnverkehr hörte auf, und der Geschäfts- und Fabrikbetrieb wurde lahmgelegt.

Das Hochwasser der Wupper.

Aus Elberfeld wird ein schnelles Steigen der Wup- per gemeldet. In Barmen stehen mehrere Straßen be­reits unter Wasser. Das Gerüst eines Brückenneubaues sowie die Notbrücke wurden fortgeschwemmt. Vom Neu­bau des Schwebebahnhofs in Döpversberq wurde ein großes Baugerüst von den Fluten c^Letrieben.

Keine Hochwassergefahr am Bodensee.

Der Wasserstand des Bodensees in der Konstanzer Bucht beträgt zur Zeit 3,20 Meter und ist durchaus normal. Anzeichen für ein Uebertreten des über seine Ufer liegen nicht vor.

Große Ueberschwemmungen in Bayern.

Das Hochwasser der Dc sau hat auf der Strecke von Regensburg bis Passau kmastrophale Ausmaße ange­nommen. Aus allen Teiles Bayerns laufen Nachrich­ten von großen Ueberschwemmungen ein: so hat die Donau bei Regensburg weit-^-Streckeu unter Wasser ge­setzt. Talabwärts gleichen Wiesen und Felder rte= sigen Seen. Der reißende - 'm führt Holz und an­deres mit sich. Rott und ^ Hcortnb zu reißenden Strö­men geworden. In NeuharT^iwöen bereits die Häu­ser geräumt.

Am Mittwoch lag die Grenze d^ Schneeschmelze im Gebirge über 2500 Meter. Selbst' ^e Zugspitze hatte am Mittwoch eine abnorm Ter. c ratur. Am Dienstag stand dort das Th/rrmsm^er noch auf minus 8,4 Grad, Mittwoch hat es W (f @5tab erreicht. In den meisten Orten in den bayeiriiMn Bergen wurden am Mittwoch durchschnittlich 13 Gräd^Wärme verzeichnet. In München zeigte das Tstermrometer früh 7 Uhr 13,3 Grad Celsius und stieg gegen mittag 2 Uhr auf 17,1 Grad.

Das Hochwasser im Harz.

Aus Blankenburg wird berichtet, daß das Sochwaf- ser der Bode fast sämtliche Brücken überflutet. Die Straßen sind teilweise gesperrt. Stark in Mitleiden­schaft gezogen sind die Orte Altenbrak und Treseburg. Die Holzvorräte einer Holzstoffabrik in Alteubrak sind zum Teil weggeschwemmt. In Rübeland wurden zwei Bodebrücken weqqerissen. Das kleine Verkaufshaus vor der Hermannshöhle ist verschwunden. In den niedrig gelegenen Orten wurde das Vieh aus den Stüh­len auf die Anhöhen gebracht. ,

UeSerflutung der Innenstadt Quedlinburg.

Nach einer Meldung desQueölinburger KreiS- blattes" ist die Bode ständig im Wachsen. Der Bahn­hofsvorplatz irnö die Straßen der inneren Stadt sind überschwemmt.

Dauerregen im Harz.

Seit 24 Stunden regnet es unaufhörlich. Die Wege im Harz sind schwer passierbar. Teilweise sind die To- lMbimlettunas'» asstörk ss