Hemmer Sägeblatt
Hersfelder Kreisblatt
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Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld
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Re» 293 Mittwoch, dem IV. Dezember
Die deutsche Antwortnote
1919
VkluOielle AverkeunAng der gotbetungen
Auf Sie Note vom 8. 12. hat die deutsche Regierung Sem Vorsitzende» der Friedenskonferenz in Paris fot-
aSfSSen*SaRmMä^in^der^m Pwwkostl Am 1* 1L norgefebetten Art z« leisten, denn eine gewissen-
überreicht
kands zu zerschmettern, jetzt, nachdem
übens der
er 6er Bereinigten
genen in A»-
iefennß der Kriegsgesetze < über die Heimschaffung der sprach genommen habe. Die Heims . _
gefangenen ist von ihr überhaupt nicht w öieien Zusammenhang gebracht worden. In der Ansttefernngs- frage hat sie bereits vor Empfang der gegnerischen Note vom 1. 11. die Gründe geltend gemacht, die eure Milde- rmm der Art der Durchführnng des Friedeussertrages notwendig erscheinen lasten. Diese Gründe verdienen «ach wie vor die ernsteste Beachtung von feiten der alliierten und assoziierten Mächte. Dre deuffche Regie- rung hat aber ihre Zustturmung zur Jnkraftietzuna des Friedensvertrages niemals von der vorherigen Rege- Umg dieser Frage abhängig gemacht.
Die dentsche Regierung nimmt davon Kenntnis, daß nach der Ansicht des Obersten Rates das in dem Schluß- absatz des Protokolls vom 1. 11. vorgeiehene Recht zu militärischen und sonstigen Zwangsmaßnahmen nur Geltung haben soll, bis durch die Inkraftsetzung des Vertrags der Frieöensmstand, hergestellt Ut nnd d^
Wüstschaftsleden unheilbaren Schaden znfügeu und jede Möglichkeit einer Durchführnug den übrigen rmgetz«- ren Verpfiichtungen ans dem Friedensvertrag vollends vernichte« würde. Die Alliierten werden nicht verla»- gen wollen, daß die deutsche Regierung eine derartig« neue Verpflichtung übernimmt. Nach dem Inhalt der
ben sei. Die deutsche Regierung 1 schon jetzt diese und die sonstigen
«ach 6
allgemeinen völkerrechtlichen Berfahrensart« leistet sein wird. Unter diesen Umständen ' der deutschen Regierung wegen des Schlw her erhobenen BÄerrke« fort Die deutsch nimmt ferner Kenntnis davon, daß nach der
fallen die von
-istavsatzes bis- die Negiernug ‘ ~ st der
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Bedingung des Artikels 221 abhängig gemacht werde« konnte, sofort «ach dem Austausch der Ratrstkationsur- kunden heimgeschafft werden sollen. Abgesehen von den Bestimmungen, die sich auf die Versenkn«« der deutschen Kriegsschiffe i« Seapa Flow beziehe«, will dre deutsche Regierung gegen den Inhalt des Protokolls der deroer- »ältnismotziae« Gerivasnaiakeit der m Betracht ko«r-
menden Leistungen und in der Erwartung, daß die inzwischen erfolgten Lieferungen selbstverständlich in M- rechnnng kommen, keine Ernwendnngen erhebst. Sie legt nur Wert darauf, festzustellen, Saß dre gerügte» Rückstände und die nach Ansicht der Allnertc« vorge- kommsnen Verstöße gegen den Waffenstillstand nicht nnr auf ihr Verschulden znrückznführeu sind. In der Scapa Flow-Angelegenheit verzichtet dre dentsche Regierung Barons, die Ausführungen der diesen Gegenstand beh«r- delnden besonderen Note der Alliierten erngehe«d zu beantworte« «nd beschränkt sich auf folgende Bemerknn- gen: Der vermeintliche Widerspruch zwischen dem Me- morandnm vom 27. 11. und den Roten vom 28. 6. und 8. 9. besteht tatsächlich nicht. In dieser Werke wurde auf Re Rechtsfrage nicht eingegauge«. Erst das Memoran- Sum behandelt die Angelegenheit von der rechtliche« Seite vnd stellt dabei diejenigen Argumente zusammen, die von einem Schiedsgericht zu berücksichtigen sein würben. Der Sinn der zrtierten Stelle aus dem Schreiben des Admirals v. Trotha vom 9.. 5. ist durch unrichtige
Uebersetzuna völlig entstellt. Wrrd die Stelle im richtigen Wortlaut und im Zusannnenhang mrt-den Wrr- gen Worten des Schreibens gelesen, so zeigt sich, daß es sich um die Instruktionen handelt, die den deutschen Marinedelegierten für die Verhandlungen tn Versailles vorden waren, nicht aber, wie die Note der W-
gegeben w^----------------—,^^„^-----a-_ . -
itterten anntmmt, um eine Anweisung an Mmrral von Reuter. In öem jetzt von der britischen Adruiralitat veri'ffentltchten Befehl des Admirals v. Reuter an die Konmrandanten der Kriegsschiffe vom 17. 6. beißt es, daß er nur dann zur Versenkung der Schiffe schreiten Bwenn der Feind den Versuch machen würde, sich
ohne die Zustimmung der deutschen Regierung zu chtigen, dah die Schiffe aber übe rächen werden sollte», falls die deutsche Regierung die Friedensbedingun- gen annehme. Dieser Befehl ist ein neuer Beweis öa- Mr, daß sich Admiral v. Reuter zu dem Schritt nur entschlossen hat, weil er der irrtümlichen Ansicht war, daß der WaffensiiMand abaelanfen. und der Kriegszustand wieder ein getreten sei. Unter diesen Umständen erlaubte er nach den für den Kriegszustand, geltenden allaevwi- »en Befehlen handeln zu muffen, die es dem Seeoffizier zur ' Fein
;chifsc nicht in die Hand des lefeyle, die übrigens auch in den Marine Geltung haben, nach wie vor der Meinung, ; Streitfalles an den inter-
„ ’ fallen zu lassen, 9
der britischen und französis Die deutsche Regierung ist ._ . w o w _ „ daß die Neberwetsnng des Streitfalles an den inter- «ationalen Schiedshof im Haag die gerechteste Wsnng «ebracht haben witrhe. Die Inkraftsetzung des Frie-- densvertrages und die Unterzeichnung eines entsprechen» »entwerten Protokolls wären dadurch in keiner Weise gehalten worden.
Die deutsche Regierung kann nitr bedauern, wenn e Alliierten demgegenüber den Standpunkt eirmeh- en, daß es sich um KriegSereignisse yaudelt, deren egelung dem Sieger zusteüt. Um jedoch, soweit eS an « liegt, jedes Hindernis für die schnelle Wieberber- ellnng des Friedens ans dem Wege z« räumen, er- ärt sie sich bereit, den Schaden, der den alliierten «n»
fett
den Alliierten erlichen Nachergeben wird.
berlineren die wirtschaftliche Leiftnugsfähigkeit Dentsch- lands lahmen würde. Sie hat eine Kommission von sachverständigen beauftragt, den Vertretern der alliierten und assoziierten Mächte diese Nachweisungen vor- zulegen und zu erläutern. Sie wird gleichzeitig bestimmte eingehende Vorschläge über eine Art des Schadenersatzes machen, die, wenn sie auch bei der gegenwärtigen Lage Deutschlands eine neue drückende Last bedeutet, doch nicht als mit den reinen Lebensinteressen unvereinbar angesehen werden müßte.
Nachdem nun die deutsche Regierung sich grundsätzlich zu einer Entschädigung für die Versenkung der deutschen Kriegsschiffe beretterklärt hat, glaubt sie erwarten zu dürfen, daß die noch immer surftet gehaltene Besatzung unverzüglich freigelaste« wird. Die deutsche Regierung gibt sich der Hoffnung hin, daß es auf dem angegebenen Weae gelingen wird, sofort die Unterzeichnung des Protokolls und die Inkraftsetzung des Ver- trages zu ermöglichen den berbeisnfüBrett.
Die Ententepreffs zur deutsche» Antwort.
** Genf, 16. Dezember. lS. C.) Der „Temps" erklärt, der Ton der demtsche« Antwort fei sehr entge-
genkommsnd. Man glaube, daß die sten sich schon morgen nachmittag m Sigen der Alliierten begegne« köm Rote habe wahrscheinlich den Zeitt_______ — _____ ...
Friedensvertrag in Kraft trete» könne, sehr wesentlich nähergebracht. Der „Petit Baristen" will wissen, daß Sie dentsche Antwort nicht befriedigend sei.
w Genf, 16. Dezember. (S. C.) Der „Mattn" erklärt, daß die deutsche Note alle Forderungen der Entente klar beantwortet und nur Vorbehalte macht wegen der Entschädigung für die versenkten Schiffe. Zu diesem Vorbehalte
ins
künfte der technisch Auftrag haben, die der zn vertreten.
das Blatt, man werde Sie Aus-
en Delegierten abwarten, die den Interessen der deutschen Schiffsree-
Drohung mit einem Ultimatum zur Unterzeichnung.
** Genf. 16. Dezember. (S. C.) Der „Temps" meldet, daß der Rat der Alliierten und der Oberste Kriegsrat am Montag eine gemeinsame Sitznng abhiel- ten. In ihr wurden die militärischen Maßnahmen gegen Dentschland verfaßt. Von dem Inhalt der denk- schen Rote wird die Durchführung eines weiteren Be- fchlnsses, der eine Fristfestsetzung an Demtschland z«r Annahme der Eutenteforderungen ansspricht, abhängen.
Keine mündlichen Berhrmdlunge« in Paris?
** London, 16. Dezember. (S. C.) Die Londoner Blätter berichten, daß die technische Kommission, die Deutschland nach Paris schickt, um die praktische Unmöglichkeit der AuAiefernng von 400 000 Tonnen Docks- und Hafenmaterial zu beweise«, wahrscheinlich nicht Gelegercheit haben werde, ihre Einwände mündlich vorzubringen. Man erwartet, daß ein Termin für die Unterschchrift des Protokolls festgestellt werde.
Inkrafttreten des Friedens noch vor Weihnachten?
** Genf, 16. Dezember. (S. C.) DaS „Journal" meldet: Pariser Nachrichten besagen, daß der Entente daran gelegen sei, wenn möglich, den Frieden «och vor Weiheachten unter Dach und Fach zu bringen. Ob bis
den, daß man sich noch im Wurfe dieser Woche wenigstetrs arnndsählich einigt und danach nur minderwichtige Ein- zelfragerr M klären übrig bleiben.
Heue stanröstsche Stiegsanbtoliimg.
an
ezember. (S. ffentlicht das
erficht Entente
der von dem
.) Dem „Tages- ariser „Journal Di-
mnd
vorläufig nicht weiter geleitet werden.
Vor der Entscheidung der Alliierte«.
** Genf, 16. Dezember. (S. C.) Der Ra liierten wird heute nachmittag zu der deutsc Wortnote Stellung nehmen. Havas schreibt, dc der deutschen Note werde für ernst angesehen.
Ultimatum zur Unterzeichnung.
coort und jedes 5 rd, wirb eine f»r Set eines Ultimo!
setzen wird.
Wegen der Erkrankung ClemenceanS wird
'en. Er wird
Zurückhaltung von Gefangene» in England.
englischen Gefangenenlager West Losthouse W 6000 Mann als Geiseln zurückgehalten worden.
Die Entente rüstet weiter.
M^MmWMnEdVMWK^Hansrnngeu in
bündnis sich vereinigenden Staaten beschlosten, ihre nw lttärischen «nd maritime« Streitkräfte so ansznbane», daß sie jeder sich bildende« neuen Müchtekoalitto« gewachsen sind.
fr* Basel, 16. Dezember. Die Information meldet aus Paris, die Regierung werde der Kammer eine Bor- Bunterbreiten, die die erhöhten militärischen Rü- en für Frankreich vorßeht. Es werde seitens der !rung der Ausbau und die BervoMtändigung deS mMtärffchen Flugwesens, die Errichtung einer ständigen großen Luftflotte an der Grenze gegen Deutschland, die Vermehrung der Taukgeschwaöer und der Arttlle- lie, sowie der Ausbau sämtlicher Grenzfestungen.
Herabsetzung der englische« Besatzungsarmee.
w Bakel, 16. Dezember. Aus London wird gemeldet: Im Unterhause wurde von der Regierung mitgs- teilt, daß innerhalb des nächsten Vierteljahres die bri- ttsche Besatznngsarmee rm Rhein!-irrde um 75 000 Man« verringert werde. Die gesamte Stärke des englischen Heeres in der Besatzungszone wird nicht mehr alS 325 000 Mann betragen. Eine Uebernahme englischer Abschnitte durch die Franzoien wird nicht erfolgen.
Die Einfuhr in das besetzte Gebiet.
w Mainz, 16. Dezemger. Der französischen Rheinarmee teilt mit, Behörde sich genötigt sah, die Bevi te« Gebietes mit Rahrnngsmittcl«
lävdern zu versorgen. Die Mrzeit in dem Deutschland bestehende Lebensmittelratio im besetzten Gebiet keine Geltung. Nach der Lebensmittel bei der Ettkfuhr ins des stvd diese zum Verkanf frei »nd die Ware«
Schutzzollpolit« Euglauds.
•* Rotterdam, 16. Dezember. lS. C.) Lkoyd G
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sprach dem „Manchester Gu Freitag in Dianchester über Ritt Englands und kündigte
die uneingeschränkte Einfuhr in an. „Manchester Guardian" erb Rede die erste Ankündigung ei gangs Euglttnös zum Schutzzoll.
Die Londoner Besprechungen.
w London, 16. Dezember. sZMM Hava George gab im Unterhaus eine Erklärung i Konferenz in London ab, ivvnach die Befprechrt: zwischen den Vertretern Großbritanniens, Fw Italiens, der Bereinigten Staaten mcd Jamn
die Jntereffen Frankreichs und, Englands bee gen, entgegenzutreten. Die englische Regierurrg
und
stelle Tage rhwankun
genftand längerer Besprochungeu. Die Micerien ren in dieser wie in den andern behandelte!! Fr vollständig einer Ansicht. Es würbe benblonen, M