DK «MstMe» GetfA» tu FrankretA.
6* Ctrastlnrg, 10. DeAcuu^r. Die Elsässer foEtt für die Zivilgeiangenen. die beim ersten französischen Einfall als Geiseln nach Frankreich geschleppt wurden, wo sie jahrelang in den französischen Konzentrations- lagern schmachten mußten. fetzt eine E»tiÄä-jgu«g durch Frankreich. An den Straßburger Blättern erscheint ein Aufruf, wonach die betreffenden Elsässer eine Vereinigung zu bilden beabsichtigten und vor allem fordern, daß die 1W es er ihres Unglücks zur Berantwor» tung gezogen werden.
Die Entente und die Vermögensabgabe.
** Genf, 10. Dezember. (S. C.) „Echo de Verriß* meldet zu den Verhandlungen in der Nattonalver- sammluna über die Beschlagnahme der deutsche« Ber, mögensahgabe durch die Entente, daß die Stellungnahme der Miierten sich aus dem AriedenSvertrag ergeben würde. Mcht die Beschlagnahme der Vermögensabgabe sei das Ziel der Alliierten, sondern die restlose Erfassung des deutschen Vermögens für die Wiedergutmachung. Die Handhabe zur Erfassung dieses Bermö» geus biete allerdings die jetzt in Vorbereitung best«-- yche deutsche Vermögensabgabe.
Die Eiserne Division als Grenzschutz.
»-*> Königsberg, 10. Dezember. (T. It) Zum Schutz der oftprentzifchrn Grenze gegen uaKdringeude lettische Bande« sind jetzt militärische Maßnahmen in die Wege geleitet worden. Bon der Eisernen Division wird der letzt cingetrofsene erste Teil zum Schutz der Grenze nach Memel ge-chnckt werden. Auch die später Zutreffenden Teile der Eisernen Division sollen laut Verfügung des Reichswehrkommaudos zum Grenzschutz verwendet werden.
Der Rückmarsch aus dem Baltikum.
Berlin, 10. Dezember. (S. Der Rück. Marsch der deutschen Truppen aus dem Baltikum wird bis Ende dieser Woche und ihre Demobilisierung bis Kam 3v. d. Mts. beendet sein. Die Enteutekomüttsfion für das Balttkum weilt noch in Schaulen.
Die Beamten der Freistadt Danzig.
** Danzig, 10. Dezember. (T. U) Die Regie- rlMgSbeamten in Danzig sandten an daS Staatsmmi- verium em Telegramm, in dem um schleunige Bekannt- gäbe der Uebernahmebedingunaen in die Verwaltung der Freistadt ersucht wird. Die Regierungsbeamten fordern die UebertrittSmoglichkest in preußische Dienste mindestens innerhalb, drei Jahren, die Gleichstellung im Geoalte mit den HremaStbeamten, die teilweise schon ein doppelt so Hohes Gehalt als die Staatsbeamten beziehen.
Kraftvolle Abfuhr eines dänischen Hetzers.
Bewohner von Schafflung, einem Dorfe von Flensburg. Als ein dänischer Redner
_ ^^levsburg, 10. Dezember. (T. U.) Daß sie gute Deutzche und und sich von den Lauen keine Beschimpfung Deutschlands gefallen lassen, bewiesen gestern die Bewohner von Schafflung, einem Dorfe in der Nähe Flensburg. Als ein dänischer Redner in einer dort angesetzten Werbeversammlung für Dünemark Deutsch- laud tn unerhörter Weise schmähte (das deutsche Reich sei ein -sack saurer Aepsel), drangen die Zuhörer auf den Rednertisch ein, und es kam zu Tätlichkeiten, bei denen der Vorsitzende so mitgenommen wurde, daß man ihn in die Diakonissenanstalt in Flensburg bringen mußte. Der dänische Redner gab, bevor er sich in seinem Auto davon machte, noch einen Schuß ab, rchne jedoch zu treffen. Mit starke» deutschen üLuögebrmgeu endete der Abend.
Die BorgSnge auf der Vuluamoerft.
** Hamburg, 10. Dezember. lT. U.) Die Aussper- «ma auf der Vulkanwerft ist beendet und die Arbeit wreSer ausgenommen. Das Material über Sabotage, das die Direktion dem unabhängig-mehrheitssozialisti- schen Arbeiterrat, der in der letzten Zeit gegenüber den radikalen Wirrköpfen völlig machtlos geworden war, oorlegte, war erdrückend. Die Direktion hat über 500 Arbester nicht wieder eingestellt. Eine Versammlung 6er gewerkschaftlich organisierten Bulkanarbeiter hat diesen Entschluß gutgeheißen und darüber hinaus ve- ichloffen, nur noch mit organisierten Kollegen zm'am- Menzuarbeiten. Sie lehnten es ab, sich von gewissenlosen Elementen die ErwerbSmöglichkeit untergraben «nd die Arbeitsbedingungen verschlechtern zu lassen.
Keine Srrtlafluvg des Odersie« Reiuhardt.
Nt Berlin, 10. Dezember. (S. C.) Oberst Reku, d«dt wird «icht aus dem Dienst der Reichswehr aus, kcherdev. Der Reichswehrminister Noske wird selbst Be- Wluß über die fernere dienstliche Verwendung des Obersten erst nach der Rechtskraft des Urteils im Mar- lohprozeß treffen.
Zerwürfnis zwischen Wilson und House.
•* Paris, 10. Dezember. (WTB.) Einer Reuter- Melbung aus Washington zufolge soll das gute Verhältnis zwischen dem Präsidenten Wilson und Obersten Honse völlig zerfallen sein. Seit seiner Rückkehr aus Europa habe House den Präsidenten nicht ein einziges Mal gesehen. Er habe auch Lansing keinen Besuch ab- gestattet.
Demission deS spanischen Kabinetts.
** Madrid. io. Dezember. (WTB.) HavaS. Dato «klärte, daß Kantez de Poza die Demission des ganzen Kabinetts eingereiHt habe und daß der König ihn mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt habe, in ßer Erwägung, daß ein Wechsel in der Politik nicht mög-
DaS ErmittelnugsverfaHre« gegen Hanptmann v. Kessel.
♦* Berlin, 10. Dezember. (WTB.) Der StaatS- «nvalt am Landgericht I teilt mit, daß er bereits in der vorigen 'Woche ein Ermittelungsverfahren gegen Sen Hanptmann von Kessel aus eigener Entschließung eingeleitet habe. Es habe deshalb für die Einleitung deS Verfahrens keiner Anregung von Seiten deS Haupt- manns von Kessel bedurft. Eine solche sei ihm auch SkS auf den heutigen Tag nicht zngegangen.
Anklage gegen Helfferich.
** »erlitt, 10. Dezember. (S. C.) In dem Ver- tahren gegen Dr. Helfferich wegen Beleidigung deS Reichsfinanzministers Erzberger steht nunmehr die Erhebung der öfsentlrchen Anklage bevor.
Bankerott der Mittelmächte.
w Stockholm, 10. Dezember. (S. C.) „Daadlad" meldet auS Paris: In diplomatischen Kreisen ist man Lberzeutzt davon, daß Oesterreick im März bankerott Kitt werde und daß in Deutschland kurz nachher der Ptaatsbankerott eintreten werde. Diese Doppelkata- stvophe würde entsetzliche Folgen haben.
Zurücknahme der Trnppe« anS Bitterfeld.
w Berlin, 10. Dezember. (S. C.) ReichSwehrmt- nisier, Noske hat Befehl geaeben für die Zurücknahme ^r |ww aus dem MepfeM: Rzv^x mit Ende
MlerM vüm Lage.
** Der persische Minister des Aenßer» teilte Vsm Generalsekretär des Völkerbundes mir, daß die persische Stegterung ihren Beitritt zum Bölkerbmrd erklärte.
»=f Die amerikanische Delegation auf der Friedenskonferenz hat Parts am Dtensiag Abend verlassen.
«• Lord Milluer ist am Sonntag in Kairo einge- troffen.
>* Caillaux hat die ihm angebotene Kandidatur für den Generalrat in seinem ehemaligen Wahlbezirk abgelehnt.
** Die Wiederaufnahme her diplomatische» Beziehungen zwischen dem Vatikan und Frankreich soll unmittelbar bevorstehen.
««■ d'A«nnuzio soll Fiurye verlassen wollen, weil Meutereien seiner Truppen zu befürchten seien.
»^ Die französische Regierung hat sämtliche statt gUSgewiesenen Deutschen angekausten Liegenschaften, Fabriken und Gelände innerhalb Elsaß-Lothringens be- Ichlagnahnst.
SentfAe AMnaiverlamnilUW
Sitzung vom Dienstag, O Dezember.
Präsident Jehrenbach eröffnet die Sitzung um 2 Uhr.
Auf der Tagesordnung steht zunächst die Beant- wortuttg von Anfrage». Die Ausdehnung der Erhebung der Zölle in Gold auf die sogenannten Liebesga- benpakete vom Auslande wird nicht aufrechterhalten. Diese Pakete sind abgabefrei mit gewissen geringen Ausnahmen.
Es folgt die 2. Beratung des Gesetzentwurfes über das Reichsuotopfer.
Zu 8 1 liegt vor ein, Antrag Rteßer, den Entwurf an den 10. Ausschuß zur Umarbeitung zurückzuverwetsen. Für diesen Antrag wird namentliche Abstimmung beantragt.
Abg. Dr. Riester (D. Bpt.): begründet seinen Antrag: Wir produzieren jetzt monatlich 1W Milliarden Mark Papiergeld. Wesentliche Reformen sind nur das LandeSsteuergesetz und die Reichsabgabenordnung. Alles andere ist in größter Haft zusammengestellt. DaS Notopfer und die Reichseinkommensteuer sollen den Unternehmer zum bestbezahlten Angestellten seines Betriebs machen. Unsere Wirtschaft kann nur durch private Betriebe wieder aufgebaut werden. Notopser und Reichseinkommensteuer müssen aus mehrere Generationen in ihrer Wirkung verteilt werden, und zwar müßte die jetzige Generation am geringsten belastet werden. Das Notopfergesetz hätte in seinen Tarifen das Einkour- mensteuergesetz berücksichtigen müssen. Eine Zurückverweisung an den Ausschutz wird erforderlich durch gewisse außenpolitische Gründe, die ich hier nicht erörtern möchte.
Abg. Dr. H«ge«berg (b.-n.): Der Umfang der Gegnerschaft gegen das Gefetz wächst ständig. Wir werden für den Antraq Rietzer stimmen. Zu 8 1 haben wir den Antrag Arnstadt eingebracht, wonach die Abgaben zu einem Drittel in der Form einer einmaligen Vermögenssteuer und zu zwei Dritteln in der Form der Uebernahme einer neu herauszugebenden Steueran- leihe entrichtet werden, die bet einer fünfprozenttaen Verzinsung mit einer abwärts gestaffelten ZinSschein- steuer belastet wird. Das Notopfer stellt dte Expropriierung deS Mittelstandes in sichere AuSsicht. Die- von uns vorgeschlagene ZwangSanleihe wäre. im wesentlichen eine Konservierung früherer Schuldverschreibungen. Das bisherige Verhalten der angelsächsischen Hl s sss- üü^ rUM-bäfür,.-dast-- fie-umß ^eiLlafien wird, uns zu erholen 'm wohlverstandenen eigenen Interesse. Der Feind wirb zugreifen, wenn Sie (zu Erzber- aer) es ihm so bequem machen. (Sehr richtig? rechts, Lärm links.) Das Notopfer ist ein unerhörter Leicht- sinm Wenn Sie (zu Erzberger) das deutsche Volk in die Sklaverei führen wollen, dann lassen Sie doch lieber gleich daS Ruhrgebiet besetzem (Wüster Lärm bei der Mehrheit. Rufe: Schluß! Lump! Schuft! Glocke des Präsidenten. Redner versucht, weiter zu sprechen, wird aber durch den andauernden Lärm gehindert.)
Minister Erzberger: Der Vorredner hat den sonderbaren Mut gehabt, von der Tribüne herab in wohlvor- bereiteten Redewendungen Unerhörtes auszurufen. Namens der Regierung muß ich diese Unterstellungen aufs schärfste zurückweisen. Wir stehen mit dem Feinde in schweren UnterhaWlungen. Die neue Note droht mit neuer Besetzung, und in diesem Augenblick bringt es ein Mitglied der deutschnationalen Volkspartei fertig, mit dem Gedanken einer PreiSgebung weiteren deutschen Landes zu spielen. (Andauernde Pfuirufe bet der Mehrheit.) Wenn ein aWeres Mitglied des Hauses so etwas getan hätte, hätte ich die Entrüstung der Rechten gegen einen solchen Landesverräter sehen mögen. (Sttirmtscher Lärm rechts, Glocke des Präsidenten, Lärm links.) Ich unterstelle dem Vorredner nicht Landesverrat. Ich stelle nur die objektiven Wirkungen feiner Aeußerungen fest. (Lärm, Präsident Fehrenvach bittet energisch um Ruhe.) ES ist eine Verleumdung der Re- ßerung, wir hätten eine Korrupttonsverwaltuua. Die »webende Schuld wird verringert durch das Abkommen mit Belgien über die Regelung des in Belgien befindlichen deutschen Papiergeldes in Höhe von 6 Milliarden. Ich freue mich, daß so eine Versöhnung mit Belgien angebahnt ist. Wir haben den Besitz zu 75 Prozent zur Aufbringung der Steuern herangezogen: der Rest von 25 Prozent soll von den schwächeren Schultern getragen werden. Was bilden wir denn in einer Gene- ration? In 80 Jahren werben wir 20 Prozent getilgt haben: 80 Prozent überlasten wir tüchtigeren Generationen. (Sehr richtig! bei der Mehrheit)
Persönlich bemerkt Abg. Dr. Hugenberg (ß <tt): Ich verwahre mich dagegen, daß ich gesagt haben soll, ich wünschte die Besetzung des RuhrgebietS. Ich habe nur gesagt, die Politik ErzbergerS werde dahin führen, und dann könne er es nur lieber gleich tun. Ich habe Herrn Erzberger lange für einen Landesverräter gehalten. (Lärm! Präsident Fehrenbach ruft den Redner wir Ordnung.)
Nächste Sitzung morgen 1 Uhr: Fortsetzung. Schutt 6& Uhr.
vreuWe CaaöMoetfsmmlting.
Sitzung vom Dienstag, S. Dezernber.
NEdent Leinert eröffnet die Sitzung um 1! 20 Minuten.
. In Beantwortung kleiner Anfragen teilt 6k aterung mit. sie werbe dafür sorgen, daß fünftk Kreisblatier allen Interessenten ohne Unterschied • Partei für thre Anzeiger: zur Verftigung steheri . Die Gesetzentwürfe über den ProvinzralanS Y. her WfüjroDins Posen und über die Erweiterung b? Stadtkreises Harnrover gehen an Ausschüsse.
Dte Beratung des jrnterrichtShanshaltS geht über zu den Universitäten.
Abg: Dr. Schloßman« (Dem.) befürwortet einer. Antrag des AuSkchusse« für Bevölkerungspolitik aui Schaffung von Kliniken für Haut- und GefchlechtSkrank-
Lba. ®«. vabbulder (ßtx.) erspfieLlt einen Autraa
' M MMkitVvrig SW ßeWi» für DESÜNM M
Konstitutionslehre. ,
Abg. Bölitz (d. Vpt.) beantragt die Aufstellung eine, Universitätsstatistik für ganz Deutschland.
Abg. Dr. Kahler (d.-n.): Die Nniversiiäten bedürfe» einer Erhöhung der staatlichen Zuschüsse.
Unterstaatssekretär Becker: Wir werden alles tm» müssen, damit es der Entente nicht gelingt, uns i« getsttger Beziehung von der Außenwelt abzuschlietzen.
Abg. Dr. Preuß (Dem.): Wir stimmen den leitett» den Grundsätzen des Unterstaatssekretärs bei. Die Pri- vatdozenten braucht man ja nicht zu Beamten zu machen und kann sie doch durch eine Besserung vor dem Verkümmern schützen.
Mittwoch 11 Uhr Fortsetzung. Schluß gegen 7% U-h
VermiFditgSe
•* Von Räubern »iedergeschosse« wurden drei K«x amte der Kriminalpolizei in Berlin. Diese hatten sich nach der Wohnung der Witwe Berendt tm Hause Gut- neastraste 32 begeben, wo sich angeblich die Posträuber vom Schlesischen Bahnhof aufhalten sollten. Als sie die Wohnung betraten, wurde auf sie ein Schnellfeuer eröffnet, und sämtliche drei Beamte wurden durch Re- volverschttsse niedergemacht. Sie mußten schwerverletzt inS Krankenhaus geschafft werden.
•s* Ein Randüberfall wurde in der Nacht zum Mrtt- woch, wie die „B. Z. am Mittag meldet, im Bahnpost- amt am Anhalter Bahnhof in Berlin versucht. Der Postfahrer Göpel hatte sich mit dem arbeitslosen Schlosser Deling und einem rroch unbekanuten dritten Verbrecher zusammengetan, um eine Wertsendung, die im Bahnpostamt in einen Postwagen verladen werden sollte, zu raubem Sie hatten dazu zwei Militär-Chauffeure gedungen, die scheinbar auf den Plan eingrngen, es aber der Polizei gemeldet hatten. Dadurch gelang es, die Verbrecher auf frischer Tat zu fassen. Als sie sich aber mit der Waffe in der Hand zu wehren versuchten, schössen die Kriminalbeamten und. verletzten Göpel durch einen Beinschuß. Deling, der Schmiere gestanden hatte, wurde von anderen t Beamten gestellt. Den Militär-Chauffeuren hatten die Verbrecher je 16 000 Mark Belohnung versprochen. .
»ine sechstöpfige FalschMünzerbanbe wurde von der Kriminalpolizei in Berlin unschädlich gemacht. Sie bestand au« Lithographen, Technikern, Schlossern und einem Kellner. Ihre Spezialität war die Fälschung von Zwanzigmarkscheinen, von denen sie auch ein« ^ " ruT oo
teten tto»
der „Guhrauer Anzeiger"
große Menge bereits hergestellt öfitten. F Mark Falschscheine wurden bei den Verhasi... . Gefunden und beschlagnahmt. Einen großen „Posten hatte einer von ihnen unmittelbar vor der Festnahme
VCTItt^Öfcf
Tödlich verunglückt ist in Hannover der etwa 18 Jahre alle Volontär Ruland. Der junge Mann wollte mit der Straßenbahn zu seiner Arbeitsstätte in einer Fabrik an der Stader Chaussee fahren. Er ging hinter dem Wagen, mit dem er gekommen war, her und bog dann seitlich über die Straße, auf der aus eutaegenge- setzter Fahrtrichtung ein anderer Straßenbahnwagen kam. Von diesem wurde R. erfaßt und so schwer verletzt, daß er auf der Stelle starb.
Ihre eigene 11jährige Tochter ermordet hat, die Ehe- ßau Käte Weimann in Magdeburg durch Erbanaen an
r Türklinke Die Ehefrau gab an, beschlossen zu haben, mit der Tochter freiwillig aus dem Leben zu schej- den. Sie habe die Absicht gehabt, ihrer Tochter nachzu- folgen, wenn sie beerdigt gewesen sei. „
Erschossen rvuröen, wie der „Guhrauer Anzeiger" meldet, der Besitzer der im Guhrauer Kreis gelegenen Ortschaft Seitsch, Karl Gilka-Bötzow, und dessen Ren^ urtster Nölöner durch den SeiifHer Förster Specht- Specht stellte sich dem Guhrauer Amtsgericht.
Wie durch eine Operation aus dem Dieb ei« S-V Wr wurde! Wie „Aftonbladet" kürzlich „meldete, ist es gelungen, einem immer wieder rückfälligen Dieb durch eine sog. Trepanation, eine Schabeloperation. ehrlich zu machen. Wieder einmal hatte der alte Verbrecher, der eine lange Reche von Vorstrafen verbüßt hatte, vor dem Obersten dänffchen Gerichtshof gestanden, als sich im Laufe der Verhandlung herausstellte, daß der Angeklagte.seit einer in der Jugend eEttenenKopf- vertetzung chronisch an Epilepsie litt. Man schritt sofort zu einer £ atton, und der Patient wurde nicht lrämpfen befreit, sondern auch von ungen, die ihn zu allen seinen bis- ezwnngen hatten. Auch die Tat- mS Licht, daß der Kranke ganze 85 .rannt hatte, als er überhaupt je auS- man zuerst die Strafe des Unglück- Jahre heruntergesetzt hatte, will man Freiheit wiedergeben, da ein Rückfall körperlichen Gesundung nicht zu b*-
cher, der eine lange Reihe vor dem Obersten dänischen
fort zu einer . allein von sein
den Zwangßm berigen Berge lache kam dad' Diebstähle meh
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ltchen von 5 aus 8 Jahre beruntergesetzt hatte, will man ihm jetzt ganz hie Freiheit wiedergeben, da ein Rückfall nach der völligen körperlichen Gesundung nicht zu b»- fürchlen ist.
Ein «mfangreicher amerikanischer Wahlskandal. DaS amerikanische Oberste Bundesgericht hat soeben gegen den Senator Newberry und Genossen eine aufsehenerregende Anklage wegen Bestechung. Betruges und Verschwörung erhoben. Diese Verbrechen sollen gelegentlich der letzten Wahlen in Michigan begangen worden sein und bewirkt haben, daß Henry Ford im Wahlkampf unterlag, wähn uö Newberry den Sieg davontrug. Der Prozeß wird t umächst verhandelt werden, wobei di« Anklage sich aus ö<e Tatsache stützt, daß rund eine Million Dollars Jür Bestechungen aufgewandt wurden, um Ford durchfallen zu lassen.
Eine ganze Stadt guter dem Hammer. Wahrendes Krieges hatte die amerikanische RegteruM eine ganz Stadt aufgebaut, die mit Rücksicht auf den Sonder- zwcck ihrer Gründung auf den Namen „Nitro" getauft worden war. Da der Gründungszweck heute hinfällig Geworben ist, so hat die amerikanische Regierung die Stadt Nitro im Ganzen zum Objekt einer Versteigerung gemacht. Das höchste Gebot, das auf der Auktion abgegeben wurde, lautete auf 5 800 000 Dollars, das niedrigste auf 2508750 DollarS. Die Regierung lehnte e* aber ab, die Stadt, deren Bau einen Kostenaufwand vo» 70 Millionen Dollars verursacht hatte, für den gebotene» Preis zu veräußern, und hob deshalb die Auktion auf, um eS mit einem freihändigen Verkauf zu versuchen,
Frankreichs Sieg über England im — Boxen.
Holborn Stadion in London hat in diesen Tagen oei mit höchster Spannung erwartete EntschetdungskampI Sschen Georges Carpentier, dem vergötterten franzü- en Meisterboxer, und dem englWcn Champion Jo« Beckett stattacinnden Der riesige Raum des Stadion» war bis auf den letzten Platz besetzt. Für eine einzige Eintrittskarte hatte man hier und da nicht weniger als
Beckett stattgefnnoen Der riesige Raum des Stadion» war bis auf den letzten Platz besetzt. Für eine einzige Eintrittskarte hatte man hier und da nicht weniger als 1000 Francs bezahlt. Unter den Zuschauern befände« sich neuen den Vertretern der höchsten Gesellschaftskreis« ucch der Prinz von Wales und Prinz Albert. Die Wett- summen steigerten sichzu schwmdclhafter Höhe, da Me Engländer zu ihrem Chami'ion unerschütterliches Ber- lrauen hatten, während auf der anderen Seite die Franzosen und eine Gruppe ausländischer Sachkenner keinen Augenblick an CarpentierS Sieg zweifelten. I« der ersten Runde schon errang der Franzose so blitzschnell den Sieg, daß sich der Versammlung ein panischer Schrecke« oeniachtigte, der sich jeden Augenblick in einen Gut- rüsiurmSsturm zu entladen drohte. Aber der gute sportliche Geist der Engländer gewann schließlich die Ober- tzgWd M» -»gchi« sich t« tosendem. Bejsgst WW AM-M«.