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Hersfelder Kreisblatt

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BezugsprÄs vierteljährlich für Hersfeld 7 )Mark, durch die Post be­zogen. . Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei HersfÜd. Für die Cchriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld.

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Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

»fl«»»fs»Me®«®^ea*»wsa*c«ee**ä«8e<^wvaroe^««w^8Sgs3auMh«iec»**eseae»rs£«*«eeäs3 : Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile Pfennig, im * amtlichen Teile Pfennig, Reklamen kosten die Zeile ^Pfennig. | Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprech e @20esaaassBBEa9Ba«aai*BS£s««essB@e%8Ba8xra»ex9asia£s^''^6Eas*«*«M«B«a4,

Nr 288

Donnerstag, bett U. Dezember

1919

Zwei Heien der Enleule.

Der Präsident der Friedenskonferenz, Clemenceau, Herrn von Lersner folgende zwei Noten vom 8. De­zember überreichen lassen:

Herr Präsident! Der Oberste Rat hat Kenntnis ge- nomme» von der Mitteilung, die Sie am 1. Dezember Namens 2er deutschen Regierung gemacht haben. Die Noten vom 1. und 22. November haben die Verantwor- tuna. der deutsche» Regierung bei der Verzögen»»» der Ratlfkzierrmg des F riebeusvertrages fest gestellt und ihre Schlutzfolgeruuge» bleiben bestehe«. Die Anregung be- trefsenS das angebliche Recht Deutschlands (als Kom­pensation dafür, datz die amerikanischen Delegierren bis zur BartyHerung des Vertrages durch die Vereinigten Staaten in den Kommissionen fehlen) eine Aenderung der Kexiragstestimmungen über Sie Auslieferung der Schulsige» und die Rückkehr der Kriegsgefangene» zu verlange», ist »uSegründetz Nach den Schlutzbestim- mungcn des Vertrages soll dieser in Kraft treten, so­bald tljn Deutschland und drei der alliierten und asso­ziierter: Hauplmächte ratifiziert haben. Ein Versuch Deutschlands, seine Inkraftsetzung von einer neuen Be­dingung, nämlich der Anwesenheit der amerikanischen Delegierten in den Kommissionen abhängig zu machen, wäre vergeblich. Es ist unrichtig, Satz der deutsche Stanöpuukt in dieser Hinsicht am 14. Oktober gebilligt worden sei. Ebenso ist es unrichtig, Satz die Herren von Simson und von Lersner am 20. November zu münd­lichen und schriftlichen Verhandlungen über das Proto­koll vom 1. November eingeladen worden seien. Es nt ihnen einfach gesagt worden, datz angesichts der schrift­lichen Note Sie deutsche Regierung fchristlich und ledig­lich auf Bi6 Bedingungen antworten müsse, Sie öar.n formuliert seien.

Der Oberste Rat ist der Ansicht, Satz 6er Artikel 221 des Friedensverirages Betreffend die Rückkehr der KriegZgesangenen vollständig klar ist und keinerlei Er­gänzung braucht. Frankreich hat schon mehrmals er­klärt, daß es die Gefangenen mit ter Inkraftsetzung des Frieveusreriraecs (de la mise en vigueur du traite) freilassen wird. Es hat keinen Grund dies neuerdings

zu wiederholen. Der Oberste Rat verweilt bei den Ein- gegen die Ankündignug militärischer Zwangsmatznay- men, die in der Note der Alliierten am 1. 11. gemacht worden sind. Eine beigefügte Separainole gibt Ant- Wort auf die deutsche Note vom 24. 11. in der Angele­genheit von Scapa Flow. Bevor die alliierten und assv. ziierten Mächte ihre Forderungen stellten, haben sie diese Frage geprüft. Sie teilen die Befürchtung der herrischen Regierung über die wirtschaftlichen Folgen für die deutschen Hafen nicht. Sie halten das Protokoll in seiner bisherigen Fasfemg aufrecht. Nach Eingang des in dem Protokoll geforderten vollständigen Verzeich­nisses aller Schwimmdocks, Schwimmkräne, Schlepper und Bagger werden die alliierten und associterten Mächte die von ihnen getroffene Auswahl mitteilen, wo­bei sie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage der deutschen Häfen Rechnung tragen werden. Wenn dann die deutsche Regierung beweisen zu können glaubt, -atz eine der ForWttuge« geeignet ist, Deutschland in der Desriem- guug der berechtigten Bedürfnisse betreffend die Auf- rechterhalffrua der Flußschiffahrt und anderer wirtschaft« licher Lebsusiutcresfe» der gleichen Art schwer zu be­einträchtigen, so kann die deutsche Regier««» den alliier­ten M b assoziierten Hauptmächten ihre Rttckfordernn- gen stellen und diese Mächte werden ihrerseits Bered sein, sie nach Anbörnna der WiederantMachuugskommis» sio» irn Leiste der Billigkeit M prüfen.

Was den letzten Paragraphen -es Protokolls vom 1. 11. betrifft, so ist der Oberste Rat der Meinung datz die Unterzeichnung -es Protokolls und die Niederle- gung der Ratifikationsurkunden -re Inkraftsetzung des Friedensverirages und damit den Eintritt des ^rie- oeuszu handes berbeiführen. Von diesem Zeitpunkte ab wird die Aussührnna der Bestimmungen des Proto­kolls, das die Voraussetzung für das Inkrafttreten -eS FriedenSvertrages bildet, durch die allgemeinen Bestcm- mnngen dieses Vertrags sowie durch die völkerrechtlich anerkannter? gewöhnlichen Verfahrensarten gewähr­leistet werben. Bis zur Inkraftsetzung des, Frie- öcnSvHtrages erinnern die alliierten und astozrierten Mächte nochmals daran, daß die Uohertrctung des W f» keuMstaudes gentigt, vor den aNlierr« Armeen siebe Berechtign«g zu miNtarische« Matznaume« zu verlei. Herr, Sie als nötig erachtet werden. In diesem Sinne erwarten sie Sie unverzügliche Unterzeichmtug des Pro« tokollS und die Niederlegung der Ratifikationsurkunden.

Genehmigen Sie usw. (nec) Clemenceau.

ifikationsurkunden. (gez.) Clemenceau.

Die Note über Scapa Flow.

Die Ceparatnote lautet: Herr Präsident!

Am 27. 1t. laben Sie mir ein Memorandum zuge- fielt lasten, tu welchem sich die deutsche Regierung wei­gert. die Forderungen zu erfüllen, die bie alliierten und assoziierten Mächte tu ihrer Note vom 1. NWemver we- gen der ZeeftSruug der deutschen Flotte in Scapa Flow mit 22. Juni gestellt hatten und in der sie verschlagt, diese AngelegsuhM einem Schiedsspruch M unterbrei­ten. Die teutsche Regierung, der der Echndpunkt der allticrien und assoziierten Mächte am 28. Juni 1019 mitgeteilt worden war und die zwei Mal, am 28. Juni und am 2«. September 1910. darauf bezügliche Mittei­lungen machte, behauptet beutc, datz bleie Zerltörrmg in nichts eine Verletzung der Verpflichtungen Deutsch, lands bedeutet, das, die zerstörten KrtegSschcffe im Au- ellck ihrer Zerstörung nicht zur Auslieferung an die erten besiinnnt waren und weiter noch, dau die Zer­störung den alliierten und assoziierten Mächten selbst

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gen des Artikels 23 des Waffenstillstandes diese KrkegS- schiffe nicht in einem neutralen Hafen, sondern in einem feindlichen interniert gewesen wären. Die alliierten und assoziierten Mächte können in dem deutschen Me­morandum nur einen schwer erklärbaren Versuch er­blicken, absichtlich die A»kraftfetzK«g Zes Vertrages »US die endgültige WieSerherstcllnuq Ses Friedens Bin» auszusöger». In ihrer Note vom 3. September, die sie nach Kenntnisnahme der authentischen Erklärung des die Anrechnung der deutschen Flotte auf die Wiedergut- die alliierten und assoziierten Regierungen gerichtet hatte, hat dte deutsche Regierung weit entfernt, nun ihre zu dieser Angelegenheit gegenüber den Alliierten obliegenöen Verpflichtungen anzuerkennen, im Gegen­teil geltend gemacht, datz der Admiral keineswegs die Absicht gehabt habe, die Verpflichtungen zu verletzen, die die deutsche Regierung hinsichtlich seiner Person eingegangen wäre. Die deutsche Regierung selbst er­kannte ebenfalls an, Satz der befehligende Admiral bei der Zerstörung der deutschen Flotte auf Grund eines allgemeinen Befehls gehandelt habe. Sie fügte hinzu, datz der Admiral sehr wohl wutzte, datz die deutschen ' Vorschläge selbst hinsichtlich der Friedensbedingungen sie Anrechnung der deutschen Flotte auf die Wieöergul. machung vorgesehen hat, Satz der Chef des deutschen Admiralstabes insgeheim dem Admiral von Reuter am 9. Mai 1919 «ach Scapa Flow geschrieben, wie auch im­mer sich das Schicksal dieser Flotte unter dem Zwang der Ereignisse gestalten möge, so wird es nicht ohne uns entschieden werdem Es wird von uns selbst ausgeführt werden und eine Auslieferung an den Feind bleibt ausgeschlossen. Gerade die auf Befehl der deutschen Re­gierung erfolgte Zerstörung dessen, was Deutschland den alliierten und assoziierten Staaten ausliefern sollte, stellt, welches auch immer die persönliche Verantwor­tung des Admirals von Reuter und seiner Untergebe­nen sein mag, die Verletzung des Waffenstillstandes bar und gleichzeitiq einen Akt, der a«s Nichta»sführrmg von Verpflichtungen hinstelt, zu Venen bereits die Zu» fünunitng erteilt war und die man im Begriff war. endgültig zu ««terzeichne». Schlietzlich ist es kaum nötig, daran zu erinnern, dD die Wahl der Reede von Seava Flow irr Mrmanaeln- ,^.^1^

wrwHSsenß M allen Punkten sowohl dem Buchstaben als dem Geist nach Artikel 273 -es Waffenstillstandes entspricht. Unter diesen Umständen sind die alliierten und assoziierten Mächte der Ansicht, datz die deutsche Re­gierung, welche nicht die Verpflichtung znrückrveisen kann, die ihr zufällt, und in einem Schiedsspruch nicht eine Lösung von Handlungen sehen kann, deren Rege­lung den erwähnten Mächten zusteht. Infolgedessen fordern die alliierten und associterten Mächte die deutsche Regierung auf. entsprechend ihrer Note vom 1. November ohne weiteren Verzug das Protokoll zu un­terzeichnen, welches den Austausch der Ratifikationen und die Inkraftsetzung des Friedensvertrages gestattet und so die Rückkehr zum normalen Stande und zur Milderung der Leiden -er Völker sichert.

Der Schltttzabsatz des ZusatzprstskollS»

*» Paris, 10. Dezember. (WTB.) Wie einige Blät­ter melden, ist der Privatsekretär von Lloyö George, Sir Philipp, gestern in Parts eingetragen. Er soll die Eutscheidttnq über die Fassung -es Schlutzabsatzes -es gestern überreichten Hauptprotokolls herbeigeführt ha­ben. Der ursprünqlichen Fassung habe Sir Eure Crews ohne Rückfrage bei seiner Regierung nicht cufthnmen wollen. Auch der italienische Delegierte Scialoa soll ge­gen die ursprüngliche Fassung Einspruch erhoben haben. Nkan nimmt auch an, -atz der amerikanische Delegierte Volk eine ähnliche Auffassung vertreten hat.

Die militärischen BorbereiiKnge» der Alliiertem

e* Köln, io. Dezember. tT. It.) In den Vormit­tagsstunden fand ein Probealarm der diesigen britischen Besatzu«gstruppcn statt im Hinblick auf etwa zu er« greifende Maßnahmen für den Fall einer Zuspitzung der politischen Lage.

^ Rotterdam, 10. Dezember. lS. C.) »Daily Te­legraph" meldet aus Paris, der italienische und der eng­lische Generalstabschef verlassen am Sonntag Paris. Bis dahin wird im Obersten Krcegsrat die Entscheidung über militärische ZwangSwatznahme» gegen Deutjch- land fallen.

Amerikanische Drosmugeu gegen DentschlmrS.

n* Basel, 10 Dezember. lT. it) AuS Washington wird gemeldet: Im Senat brachle Senator King eine RLsolulion ein, durch die Präsident Wilson ersucht wer­den soll, wenn nötig, die militartschc» See- und Lnft- streitkräfte gemeinsam mit den Alliierten in Akrlon treten zn laste», am Dentschla»b zur Einhaltung der Bedinguugen des Friedens zu zwingen.

»# London, 10. Dezember. lT. U.) Eine Exchange- Meldung besagt, das Auswärtige Amt teilt mit, -ay 12 OHO Amerikaner, die sich im Besatzungsgebiet am Rhein bcsiridcn, von Mar-chaN Foch für den Bormarcch ver Alliierten oerwcudet werden können, falls Deutich- land die Unterschritt unter das Protokoll verweigert. Die amerikanischen Behörden erklären, ihre Remernng

»c Beweise, aus denen hervorgehe, datz Deutschland sichtige, die Ablehnung der REtkation seitens des amerikanischen Sena s zu benutzen, um eine Spaltung LWifche» den Alliierte» herbeizmuhren.

Die Ententepreste über die Note».

Geuf. 10. Dezember. lS. C.). Ein HavaSkom- 1 der Note an Deuischland Besagt das, die Al- zcichuurig des Zttsatzproiokolla zum i durch Deutschland in angemessener

Berfailler Gert: Frist verlauge» Alliierte» eine ;

** Geuf, io. Dezember. lS. ®'« «TT nrentar der Note an Deuischland besagt, daß die Al­liierten die Uruerzeichnmig des Znsatzprocvkollszuar Versailler Vertrag S«rch DetttschlanS in angemessener Frist verlangen. Ais angemessene Frist «malen die ANiierieu eine Zeitbaner von längstens acht Tagen.

w Genf, 10. Dezember. (§. C.) »Temps", »Echo ü« «tiarir MS «IhMvatz des<M" iÄLethen au öco

.Ternps«,Echo

neuen Ententenoten an DeutschlanV, -atz die Noten den völlige» Verzicht auf weitere Nachlatzvertzauhlunge» mit Dentschlaub auss wecheu und -atz nach ihrem frmBN lesen Ablauf Marschall Foch das Wort gegen Deutsch» land hat.

Eine NMerredMrg mit NosLe.

w Rotterdam, 10. Dezember. lT. lt) Daily Mail« entgilt einen Bericht ihres Berliner Sor» rsspouSeuteu über eine Unterredung mit dem ReichS- Wchxminrster Roske, der nach dem genannte» BlaM ausführte: Ich werde eine Ablehnung des Protokoll- Befürworten, denn Sie Grenze des Erträgliche« ist fetzt überschritten. Laßt Sie Alliierten DentschlauS besetze«, wenn sie wollen. Der fetzt angeboteue Frieden fei lebt Friede, sondern eine Verlängerung des KriegsznstsubsS. Ich hoffe, Satz die Regierung ifm znrückweist. welche- auch immer Sie Folge» sein werden. Wenn er« solcher Vertrag »»terzeichuet würde, dann würde sich Sas deut­sche Volk erdeBcn und sich au den Mauueru räche«, dir ihn «uterschrieben.

Wie derL.-A." hierzu von dem ReichSwehrmtnist« Roske erfährt, ist Sie Tatsache einer Unterredung der Reichswcbrminisrers mit dem Korrespondenten des Daily Mail" an sich richtig. Dkefer hatte jedoch ledt» lich um eine sozusagen private Unterredung gebeten, die nicht den Charakter eines Interviews haben sollte Ketnesfall könne er anertennen, daß diese Ms^dnng dir wörtliche Wiedergabe dessen dar steife, was er in txt Unterredung zum Aus-ruck gebracht habe.

BeschWffs des OSerfien Nats«.

«N Paris, 10. Dezember. (WTB.) Der Oderske Rar setzte die Grundsätze fest, nach welchen die Schiffe «ut« die Großmächte verteilt werden sollen. Die Serftdruna der deutschen Schiffe ist Sache der Uebernehmer. Der Rat hat die Frist, innerhalb welcher die Verteilung ev- folgen soll, verlängert. Die alliierten Vertreter setzte« hieraus die Abän-erungen fest, die im Vertrag mit Ru­mänien über das Schicksal der Mindertzeireu in Rumänie« angebracht werden können. Der Obersts Rat beschloß ! -atz dte der Türk^ > bürige Gowrese^vr, fite aeaeuwäL- vmL Er stimmte einer AbstuSc'rrc»«" des Vertrag^m* wurses mit Ungarn zu. Die Delegation hat Einwänd« erhoben. Satz die Grenze zwischen Ungarn und Kroatie« unvorteilhaft festgelegt worden fet, indem das Becke« der Draw verlegt wurde. Der Rat stimmte der von Bet Reparationskommisswn angenommenen Verfügung Be­treffend die Erhebung von Zöllen M. Diese Besriw- mungen werden Deutschland im Augenblick der Iw- k?'aftsetzung des FriedenSvertrages zur Kenntnis ge­bracht. Der Oberste Rat nahm Kenntnis von zwei L»- legrammen des ungarischen Ddinisterpräsidersten als Antwort auf die Einladung zur Entsendung von Be­vollmächtigten. Vor Schluß der Sitzung sprach Clemen- ceau Volk sein Bedauern über feine Abreis» aus.

die SchMsrage sm Stiege.

AnS Berlin wird halbamtlich gemeldet: Di« deutsche Regierung veröffentlicht jetzt die gesamte» denk scheu Akte« des Auswärtigen Amtes über de» Kriegs­ausbruch. Die Publikation unterscheidet sich von den bisherigen Farbbüchern aller Nationen durch ihre« Umfang und vor allem durch den Geist, aus dem sie ent­standen ist. Sie ist nicht eine zur Rechtfertigung der eigenen Regierung um jeden Preis erstrebte Auswahl, wie die meisten Farbbücher, sondern eine umfassende Herausgabe aller Aktenstücke, welche für die letzte Phase der Vorgeschichte -es Krieges von Bedeutung sind mit dem einzigen Zweck, der Wahrheit zu dienen. Die Ver­öffentlichung ist der stärkste Ausdruck LeS guten un­reinen Willens des verantwortlictren neuen Deutsch­lands. das seinen Anteil an der Berantwortlichkett am Kriege nicht verschleiern will, aber auch immer wieder feine Stimme erheben muß gegen die Begründung deS Verfasster Friedens: Deutschland fei der Alleinschut- Bige. Auch trotz allen Bemühens ist durch deutsche Publikationen allein die volle Erkenntnis nicht erreich­bar. Diele kann erst gewonnen werden, wenn auch dir Archive der anderen Länder sich geöffnet haben werden. Erst dann wird die volle Erkenn niS möalitd sein. Der tatkräftige Zusammenschluß der Guigewiüten und Auf­richtigen in allen Ländern nur kann die WeltorSnurr» der Zukunft auf Wahrheit und GcrEigleit aründt*

Der NnlersuHnngSanS-ch-ch der Ente««,

-^ Rotterdanc, 10. Dezember. lS. Eh Dr, Jtv meS" melden aus PariS, der UntersuchungSauSschutz über die deutsche» Verbreche« im Kriege ist am Seit» abend im Skat der Alliierten gebildet worden. Der AuS schütz wird auf 40 Mitglieder gebracht werden und sofon nach der R l ikatiori -es IrledeusverLrage- feint T». tigEeit beginnen.

8% Milliarden Mark Besetnmgskostem

te# Karlsrnbe, 10. Dezember. (5. C.) Nach einer Meldung der -.StrMurger Neuen.Seitun;i* Betrag« die Kosten der alliierter? Besatz««» m Deutschland im* 1 Januar bis 10. November 3 i MiMaro«: Mark.

Wood George Ledr Englands russische Politik.

* Rotterdam, 10. Dezember. (S. C.) Lloyd Geor« erkürte gestern einem Abaeordneteü des Gewerkschaft-- konaresicS, datz atze englischen Schiffe und Truppen auf Rußland zurückgezogen seien und -atz sich die Rear». nma nicht in die inneren und änneren AttgZegenbette» RutzlaudS ein missen werde. Ueber Sie Dienstpflicht erklärte er, daß wenn der FriedenSvrrkrag. wie j* ent arten, un erzeichnet sei, im Februar kein dienst- Pflichtiger MMt mehr in der eugUiLen Arm« sein werd*

Arm«