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Hersfelder Kreismatt.

| Bezugspreis LierteljShrlich für Hersfeld 7 )Mark, durch die Post be- zogen. . Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei

3 Dersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. |

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Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hrrsfeld

Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile Pfennig, im amtlichen Teile -Pfennig, Reklamen kosten die Zelle Pfennig- Erscheint jeden Wochentag nachmittags, Fernsprech- °

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Nm 286

Dienstag, ^ 9 Dezember

1919

Der Notenwechsel mit See Enlenle.

Die Alliierte« fordern Sie Unterzeichnung.

m» Paris, 8. Dezember. (T. 1t) Wie der »Temps" meldet, wird die Antwortnote des Fünferrates Sem Vorsitzenden der Lettischen FrieSensdelegation per- sdulrü) Lurch den Generalsekretär Dntasta überreicht jedenfalls hente, Montag. Es soll ««» u.. ^«timatum, sondern, wie derTemps" eine Jninnktion handeln, also um einen aus, a Befehl. In der Gefanaenenfraae erinnert

sönlich durch werde», »»d zwar sich nicht «m ein Ulk., sagt, um eine Jnjunkt ___________ _______... ___________

drückl.chert Befehl. In der Gefangenenfrage erinnert Sie Rsts daran, Satz das Inkrafttreten Ses Friedsusver- tragss die sofortige FreilaWng der Gefangenen herbei­führen würde. Hinsichtlich der Versenkung der Schiffe in Scapa Flow «nd der diessezüglich gefaßten Kompen­sationen wird auf die Emmände der deutschen Delega­tion in einer besonderen Note geantwortet werden. Der

Nil

Oberste Rat schließt damit daß er die deutsche Regie­rung nachdrücklichst ansforLerL- das Protokoll Wer die _. chLerfüttung des Waffeustillstanösvertrages zninnter- zeichnerr, sonst wäre er genötigt» Maßnahmen militä­rischer Natur zn ergreifen.

Eine weitere beSentenSe Konzession wird hinsichtlich des Schlußsatzes des Protokolls Ses Friedensvertrages, was bekanntlich militärische Gegenmaßnahmen auch bei HerstclluVS des Friedens vorsah, gemacht werden. Die AlliiertLK verzichten darauf, Deutschland besonderen Drohungen 3« unterwerfen. Sie begnügten sich mit den Maßnahmen, die durch die Bestimmungen des Ver­trages von Versailles vorgesehen seien.

Matin" meint, der Fünf errat sei Deutschland weit «ltgegengckommev und die deutsche Regierung könne, -ohne etwas von ihrer Autorität zu verlieren, das nun­mehr geänderte Protokoll unterzeichnen. Es-werde auch der deutschen Regierung leicht sein, auf etwaige Vor­stellungen der Mttitärpartei zu antworten.

Harms glaubt mitteilen zu können, daß die Note in energischem Tone gehalten ist und zugleich die wün­schenswerten Maßnahmen in Aussicht stellt. Man kann als gewiß annebmen, daß die Verhandlungen über die Inkraftsetzung des Friedensvertrages, wie es von Deutschland gewünscht wird, für diesmal abgeschlossen

-WTinr'W^euWröd vor Ende der nächsten Woche zum Austaitsch der Ratifikationen schreiten wird.

S^ RLtterdam, 8. Dezember. (S. C.) Ueber die Note, die heute Herrn von Lersner überreicht werden soll, meldet der Pariser Korrespondent desTelegraaf": Um Dentschland entgegen zn kommen, stimmten die Al­liierten gewissen Erleichterungen der ProtokoLvedin- gungen sit. Dntasta wird die Note persönlich überrei­chen, «M dadurch zum Ausdruck zn bringe», welche Wichtigkeit die Alliierten ihr beimesten.

$^- Frankfurt a. M., 8. Dezember. (S. G.) Der Text der Berbandsnote ist auch in Paris bis jetzt noch nicht bekannt. Nach einer Aeußerung desTemps" soll die Antwort überhaupt nicht für die Oeffentlichkeit be­stimm! fein und erst dann veröffentlicht werden, wenn Deutschland sich weigern sollte, nachzugeben.

^ NotterSam, 8. Dezeurber. (S. C.) Reuter mel­det aus Paris, der Oberste Krtegsrat hat dem Bericht NtartRaÜ Fachs suaefiimmt. Der Rat der Alliierten hat einen Unterausschuß mit der beschleunigen Prü­fung der Vorschläge des Obersten KriegscaieS beaus- tragl.

Besetzung Frankfurts «nd Esiens geplant.

»-» Rotterdam, 7. Dezember. (T. II.)Nicuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus Londou: Der Oberste Rat in Paris bat die Pläne für ein militärisches Vc-rgehsn gegen Deutschland fertig gestellt. Man er­klärt, daß eine Aufforderung an Deutschland zur Un­terzeichnung des Protokolls gerichtet werden soll, die einem MUmatuni gleichkommt,- Se»« DeuschlanS wird darin mitgeteilt werden, daß die Alliierte» bet einer Weigerung Deutschlands Frankfurt und Essen besetzen werden. Foch und Clemencean haben geäußert, daß nur ein Ultimatum die Atmosphäre klären könne.

Militärische Vorbereitungen im besetzten Gebiet.

w Paris, 7. Dezember. lT. U.), Nach einer Mel- 6una desMatin" nilS Straßburg fiudet seit drei Ta- gen eine ltarke Berschievnng von Artillerie nach dem rechten Nöoinnfer statt. Zahlreiche Geschütze schweren Kalibers haben sie Kehlex Rheinbrucke »afitert. Man bringt diese ungewohnte Truppenbewegung mit der durch die rialtung Deutschlands geschasfeuen pounfthen Lage in Znsammeuhaug.

Die neue deutsche Kommission.

te erlitt, 8 Dezember. (S. C.) Die neue Scuckche Kommission mich Mitte der Woche nach PartS «vrei- sen. Sie wird in direkter Verbindung mit der Reichs- regiern«« sieben, s"daß diesmal ein s^tteilerer Abschluß der Verbaudknngon mit Frankreich gewallt st.-stet ist.

England lehnt die Entlassung der Scapa-Flow-Leute ab.

»* erlitt, 8. Dezember. (S. C.) Nach Lon­doner .Z -nngeu hat die -MliM Re^erung die Gn^ latstum der Besatzung der be» Scapa Flow versenk en deutsche« ^hüffe aus der englischen KriegDefaENschafi bis 311111 ' Jdilnfi des eingeleitete« Gerichtsverfahrens verweigert.

Die Ansliefernng.

^ Basel, 7. Dezember. (T. U.) DieInforma­tion" meldet aus Paris, die Ueberreichung der drei Ansliefernngslisten an die deutsche Regierung wird frühestens im Januar erfolgen. Die Listen werden vor ihrer Ueberreichung den politischen Vertretungen der alliierten Länder zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Schuld der auf den Listen stehenden Personen wird ausführlich begründet werden.

Abreise der amerikanische« FriedensSelegatio«.

*» Haag, 8. Dezember. (T. U.) Nach einer Nach­richt aus Paris steht nunmehr fest, daß die amerikanische Deleaation am 10. Dezember Heimkehren wird. Der Botschafter Wallace wird als einziger amerikanischer Vertreter im Obersten Rat anwesend sein. Er wird aber nur diplomatische Befugnisse haben und darf keinerlei Entscheidungen treffen.

Keine ZrrgestSAdKiffe der EnteMs.

w Genf, 8. Dezember. (S- C.) DerTemps" «nd Echo de Paris" melden zn den Verhandlungen mit Deutschland, daß die fünf Wefs der alliierten Delega­tionen in der Sitzung am Freitag sich gegen alle wei­teren Zngeständnrlse an Deutschland üNsgesproche« ha­be». Estre gleichlautende MelZuua bringt der Lyoner Progres" von seinem Pariser Mitarbeiter.

** Genf, 8. Dezember. tS. C.)Homme libre" meldet: Die Verhandlungen der Alliiertest mit Deutsch­land werden über den 15. Dezember hinaus nicht fort­gesetzt werden.

Feststellung von weiterenSchuldigen" ^

» Rotterdam, 8. Dezember. (S. C.) DieMor- ningpost" schreibt, daß der General-Prokurator die An­zeigen won einigen Hundert aus Deutschland zurückge­kehrten englischen Kriegsgefangenen gegen die Kom- maudanie» der Gefangenenlager in Deutschland dem Auswärtigen Amt zur weiteren Verfolgung zustellen ließ.

England rüstet weiter.

»s- Rotterdam, 8. De'^Zor <S Eh Na^ T^m »MMMWGrv.VNllrormr» 7M2 utrrDaK'MYr 1920 an eng-

lische Werften Aufträge für Neubauten von 11 Kriegs­schiffen erteilt worden.

ömer über die MeSensZerzSMMg.

»» Berlin, 7. Dezember. (T. U.) Auf dem gestrigen Empfangsabend des Vereins Berliner Presse äußerte sich der Reichskanzler Bauer zu den großen politischen Fragen. Er knüpfte an den Grundton des Abends an, in dem er mit warmen Worten für das Berlin der Ar­beit eintrat, das der Ausgangspunkt all der wirtschaft­lichen Zwangsmaßnahmen sein mußte, die so tief in das Leben jedes Einzelnen cinge schnitten haben. Der Kanz­ler siebt das Heil des ganzen Volkes in der Stärkung der Arbeitslust und des Arbeitswillens der Industriear­beiter. Besondere Aufmerksamkeiten erweckten die Er­klärungen zn den Früge« der äußeres Politik. Das Ver­harren der Entente auf ihren Strüfforderunge« machte die Rückreise des Herrn von Simson nach Berlin und eine neue Stellungnahme der Reichsregierung notwen­dig. In den neuen eingehenden Instruktionen, die an den in Paris zurückgebliebenen Unterhändler, Herrn von Lersner, sofort abgingen, war unser SÄiedsgerichis- vorschlag an erster Stelle enthalten. Baldige Antwort wurde uns versprochen. Trotzdem steht sie heute noch aus, was loahrtick als Verzögerttng von unserer Seite nicht genannt werden kann. Zum Beweis rote sehr der deutschen Regierung an der schleimige« Raiisikatio« und einer Errichtung des Protokolls gelegen ist, führte der Kanzler einige Stellen aus den Instruktionen an, Sie am 28. November nach Paris abgingen. Der Kanzler gab die Versicherung der Bereitwilligkeit» den Vertrag von Versailles in Kraft zu setzen und alles zu tun, um Um zu erfüllen. Aber wenn wir n«s nicht wirtschaftlich totmachen und wenn wir uns selbst außer Stande setzen wolle», allen VertragSpflichten MchzuköMmerr, so köv- ueu wir das Protokoll, wie es jetzt ist, nicht unterschrei­ben. Nach einem Hinweis auf die Schwierigkeiterr, die der Neichsleitung durch kritische Stimmen im eigenen Lande bereitet werden, schloß der Reichskanzler mit ci- nem Ausruf an sie ganze Bevölkerung, sufarmue»zu^ sieden in Einigkeit und im Recht.

*

Die Entente setzt Deutschland wieder einmal die Pi­stole aus die Brust, und die Reichsregierung sieht vor 'Entscheidungen wie sie selbst nicht sünuerer waren, als die Unterschrift unter den Versailler Vertrag von Deutschland erzwungen wurde. Aus den Ausführun­gen des Reichskanzlers acht hervor daß die ßiegierung grundsätzlich nicht mehr einen ablehnenden Standpunkt gegenüber den neuen unerhörten Erpressungen der En­tente, wie sie ifm zuerst vertrat, entnimmt, sondern daß sie mit einer gewissen Einschränkung auch das Zmanprotv- M! zum FriedenSvertrage unterschreiben würde. Zu- diefer Ueberzeugung muß man umso mehr kommen, als der Kanzler zu den Auslassungen des Herrn von Lers­ner gegenüber einem Vertreter des Reitierschen Büras, daß die Reichsregierung hauptsächlich nur die Silierten»

nung des Rechts der Alliierten auf militärische ZwanLÄ matznaymen bei Nichterfüllung der Bedingungen ver« weigert, nicht Stellung genommen hat. Danach würde also Sie Regierung auch die neuen Verpflichtungen über­nehmen uns nur den Passus des Zusatzprotokolls ab- lehnen. daß der Waffenstillstand mit dem FrieSensver» trag parallel läuft und vor allem Frankreich jederzeit mit militarricheu Gewaltmitteln seine Forderungen SurchSrücken sann. Daß eins unbegrenzte Verlänge- rung Ses WassensiillflanSszustanöes ein unerträgliches Verhglüns zwischen Deutschland und Frankreich schaf­fen und uns nie zur Ruhe kommen lassen um.-e, weiß auch Herr Bauer,- denn Deutschland kann Sie Verpslich- tungen, die ihm in Versailles amerlea. mr-Leu find, nicht restlos erfüllen, und vor allem nicht termmvräHig. ^urcd Sie wahnsinnigen Bedingungen und die plan­mäßige Ausraubung wird unser Wirtschaftsleben er­drosselt, und uns bleibt nicht die Möglichkeit, trotz gu­ten Willens neue Werte zu schaffen, mit denen wir die Verpflichtungen erfüllen können.

Seitdem Amerika aus der Entente auszuscheiden droht, hat die Lage sich für uns nicht gebessert. Wir sind vielmehr unserem Erbfeinde Frankreich vollständig überliefert: Die Gefahr, Sie sich daraus für uns ergibt, tritt immer krasser in die Erscheinung, und leider wird Sie Entente ihre neuen Forderungen wieder mit der Androhung von Gewalt Deutschland aufzwingen. Es rächt sich bitter, daß das deutsche Volk nach Beendiaung des Krieges sich selbst zerfleischt hat und unser Heer

daß das deutsche Volk nach Beendiaung . - selbst zerfleischt hat und unser Heer

nicht am Rheins stehen geblieben ist. Wenn unser wr noch wie ein eiserner, durch die ganze Welt nicht zu zertrümmernder Wall am Rhein gescartden härte, dann wäre uns Versailles erspart geblieben, dann wür­den die Gegner sich niemals angemaßt haben, uns der­art schwere und schrnachoolle FrieoensbeSingungen auf» zuerlegen, und vor allem würde mit dem dann Wahr­scheinlich schon längst zustarrdegekommenen Frieden auch der wirkliche Friede eingestellte sein. Heute aber sind wir zu Boden getreten wir sind unmenschlichen Geg­nern preisgegeben, und Worte können «ich» das wieder aufrichten, was St Taten ^v moräM ist s«

X Urt' KM l11, MN!U,. ~ feit, bRBMuM Elenö e^wWer zEmmsuM den Willen zu einem freien, großen, einigen ihm reifen lassen.

Anruhsn m Znkrsbruck,

liest und Volk tu wk.

4* München, 8. Dezember. (S. C) Aus Innsbruck wird gemeldet, die PlÜndernngen und Ausschreitslugen haben während der Nacht ausgesetzt. Nur einige kleine Angriffe auf Klöster und Lebensmittelgeschäfte verau- lanten die Wachen zur Verwendung der Feuerwaffen. Wahrend der ganzen Nacht wurden Schüsse gegen klei­nere Trupps abgegeben. Es verlautet daß rusliuSi- scye Ausutzrer Sie Bemegnug leiten.

*=* Fmtsvrnch 8. Dezember. iWTB.) KE-Mro. Heute find keine Ausschreitungen voraekoviknen. In einer von der sozialdeMvlrattimen Partei einbcrilfenen Versamnklung tadelte Abgeordneter RappolLn die zwecklosen Plünöerrmgen und forderte von der Landes­regierung bessere Erfassung und Verteilung der Le- Vensmittel im Lande und schnelle Verwendung der von . Deutschland zugesicherten LebensmiLtelansh nie, sonst sei der Zusammenbruch unabwendbar. Er lehnte einen von kommunistischer Seite gestellten Antrag auf Bil­dung von Arbeiterräten ab.

Kundgebung für die Sx ^Prämienanleihe,

Im Sitzungssaale des Reichstages fand am Sons- iäa Vormittag eine Kundgebung des Sind Suffes zur Fdrder««g der denfftheu SparprümienavIci e statt über Sie Bedeutung dieser Anleihe für das deutsche Volk. An der außerordentlich gut besuchten Versamm­lung nahmen Vertreter aiwr BerufSstände und der . großen Wirtschastsverbände teil, sowie Vertreter der Regierung, u. a. Reichsminister Erzberaer, SchniiSt, Bell, Geßler, David, Giesberts und Schune. Einstim­mig wurde folgende Resolution am Schlüsse angenom­men: Vertreter der ReiSsMierung und der, verschie­densten Berufsstände richten an das gemmte Seurscho Volk den Ruf, mit aller Kraft und Entschiedenheit für die deutsche Eyarpr.unieuanle-be sich ciuiu?eüen. Mic dem guten Gelingen dieser Anteil? beweist das deutsche Volk ein mer; u^ >r r.> ?r.r r ,: in kenre / nur das allein die Grundlage dafür bilden wird daß e auch in der Welt das Vertrauen findet, dessen es für schien Wiederaufbau bedarf Es ist Knad 'eßbare satei -»= difche Pflicht jedes Einzelnen in jedem U reife und je dem Lernsssiaude, mit allen seinen-Kräften diesem ' Werke, das das deutsche Volk auch selbst richten wird, zum volle« Erfolge zu VviBclict

Euglisch-sra p3o#fch-italie«H ü;eS KMduis.

«* Basel, 8. Dezember. Du Bastler National- zeituna" meldet aus SStManS: Y-eavnüärtra sind Ver- Handlungen zwischen Rom, Paris und London Wr den x st Ellt'Italiens in den kranzöst. - na-.ee" Block an Stelle der Vereinigten Staate« im Gange, önUten fordert für den Beitritt zu diesem Sünitz- und Truv- bündNis die Anerkennung ^ gesamten im HS^^ Vertraa zügesicheriev Gebietszuwachses.

bester Zeidinungstag: 10. Dezember 1 Uhr mittags weg^

Deutsche Spar-Prämienanleihe 1919