hersfeloer Tageblatt
Hersfelder Kreisblatt
t Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 7 .^ Mark, durch die Post.bs« ! zogen. . Mark. Druck und Verlag von ßflbroig Funks Buchdruckerei 1 HersfÄd. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld.
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Sie Antwort Deutschlands an Clemenceau.
, Die Reichsregierung hat auf die letzte Kriegsge- fangenerlnote der Entente in einer Note geantwortet, die M Paris ttberaebm worden ist und in der es u. a. heißt: Die französische Regierung stellt die Behauptung auf, sie habe niemals etwas anderes versprochen, als die Bestimmungen des Friedensvertrages zu erfüllen. Sie hat auf weinend ihre amtliche, durch die Agence Havas am 29. 8.1919 veröffentlichte Bekanntmachung vergesse«, die lautet: „Um so rasch wie möglich die durch den Krieg verursachten Leiden zu mindern, haben die Alliierten beschloßerr, den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Friedensvertrages mit Deutschland, soweit er die Heimschaf- fnng der deutsche« Gefangene« " ' ' ' "
Die Arbeite« der Heimkchaffun patriement) werde« sofort begi
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jenen betrifft, vorzndatiers«. „ . , . . .. . , ,. , ., !« lOperations de re*
patriement) werden sofort beginnen, und zwar unter Leitung einer interalliierten Kommission, der nach Inkraftsetzung des Friedensvertrages ein deutscher Vertreter beigegeben werden soll." — Eine Zurücknahme dieser Zusage hätte ja zum mindesten der deutschen Re- aiernng mitgeteilt werden müssen. Vielmehr leugnet die fransdfHcße Regierung einfach, irgendein Versprechen abgegeben zu haben. Diese widerspruchsvolle Hal, tuug ist umso unverständlicher, als die Erklärung vom 29. 8. nWjt etwa ein freies Zugeständnis war, das aus Gründen der Menschlichkeit erteilt wurde, sondern die ©egetueifhmg für Zugeständnisse, zu denen die frans Svfrsche Regierung die deutsche dadurch veraulatzt hatte, daß sie ihr ein Entgegenkommen in der Kriegsgefangenenfrage versprach. Es handelte sich dabei einmal um die Kohlenl,eferungeu und zweitens um den Fall des Sergeanten Manheim. — 1. Bei den Pariser Berhanö- lungett über die Lieferung von Kohlen an Frankreich
, VV4W4HHPI -tUtte, kommen in der Kriegsgefan- handelte sich dabei einmal um
lungert über die Lieferung von Kohlen an L__________., wurde, dem deutschen Vertreter am 22. 8.^ erklärt, sobald diese Lieferungen eingesetzt hätten, werde die Entente in der Kriegsgefangenentrage weiteres Entgegen- Im Falle des Sergeanten Manie Regierung die Zahlung der un- üärifcher Zwangsmaßnahmen der 7 " : von einer Million Fran-
:en.
heim hatte die deutsche ter Androhung mim Stadt Berlin auferlegten Buße ken^bgerebni. Daraus würd Stelle nahe gelegt, die Angele genkommen aus der Welt zu fi werde Marschall Föch seinen E _____ ____________________
Rücksendung der deutschen Kriegsgefangenen einsetzen. Auch in Paris wurde zur selben Zeit der Fall Man- Heim mit der Kriegsgefangenenfrage in Verbindung gebracht. Als der deutsche Vertreter am 20. 8., nachdem der sofortige Beginn der Kohlenlieferungen zugesagt war. mit Bezug auf die vorausgegangene Zusage die Bitte aussprach, alsbald in die'Verhandlungen Über die Heimschaffung der Kriegsgefangenen einzutreten, wurde dies zwar mit dem Bemerken versprochen, daß ihm der Ministerpräsident Herr Clemenceau in den nächsten Tagen darüber schreiben werde, zugleich aber bat rhn der französische Vertreter, sich für die Zahlung der im Fall Manheim verlangten Million einzusetze», da die Erledigung dieser Angelegenheit dem Ministerpräsidenten Herrn Clemenceau am Herzen liege. In Berlin wurde dann die Vereinbarung getroffen, daß
der Betrag von einer Million Franken l fischen Regierung für das Rote Kreuz zur ___„ ..„ gestellt werbe. Satz innerhalb einer Woche nach der Zahlung die im Artikel 215 des Friedensvertrages vorgesehene Komminion zur Regelung der Heimichüffung der Knegegesirngenen zuiammentrsten UM daß dies Lurch die Agence Havas bekannt gegeben werden solle.
der franzö- : Beringung
Als die Einsetzung der' Komm ■ "ür-n sich Besdaerte und der beatfÄe Vertreter in Parts an die EEllurra des BeripreLEns Lsbute wurde W» an IL S. sstae- Mß, Sir Ktie«^»«fe®es sr»s« sei erfeHex. Sie Irene* SKf Seu^Mrad sjxrdea wa je« «t «xaeter» k lasse». Zuerst firsae« dSe Krteu--:ersuseyM, «sd ant hsns he osS Äsierifc. «Bier» sie ee» St»ü es Äe MrM. Seatr<fcft‘*Us®fiW BerHx>'o3i6fE
Hefe Tr-LLsrrrre feie» urch L«TL"»«« des rtrta lifLetaeaeea» sKEfeti«
zöstsLe Kegiernn« wird dr««Lch wi&i be» fEteitCK Eiritueu, daß SeeitiMisi vor Messt« bar* erhebliche Opfer das brndesde Verspreche« »ra ihr er« lasst HA, die Heini chaff««« der Befall netten ri*t bis zu dem im Friede«Svertra«e bestimmte« Aeirpuukt anh znfchieden, feudern sofort damit zu beginne«.
Für letzten Teil der Note werben ca Hand der Tatsachen die -Beschwer den" der fravzöstsche« Regierung zurückgewiese«, obwohl angesichts der klaren Sachlage, die durch das Versprechen der französischen Regierung
geschaffen sei, ein weiteres Ergeben auf, diesen Teil der Nore Clemenceaus überflüssig erscheinen könme. Hieraus wird u. a. besonders an die Gerettwtlimkeit der deutschen A^gierung in der Wiederausbauirage erinnert sowie an die in Deutschlaud bereits in An griff genommenen Vorbereitungen zur Entsendung der Arbeiter. Der Vorwurff bezüglich SchleSwias und OberschlestenS wird mit Hinweis auf die erfolgreiche Tatiakett der ab .intimen in diesen Gebieten zurückgewie« 2.binHe das Befremden darüber ausge- ärchen wie die einer angeblichen Vropa. die Alliierten Glauben finden und der ein amtliches Schriftstück für würdig er-
liierten Komp fen und am drückt, Satz M panda kraen Auinabme in achtel, werden.
Deutsche
Gpar-Vrämienanleihe
Amtlicher Anzeiger für den Kreis HZrsfeld
Freitag, bett 28 .November
Der Anzeigenpreis beträgt fLr die einspaltige Zeile ' Pfennig, im amtlichen Teile .Pfennig, Reklamen tosten die Zelle Pfennig. Erscheint jeden Wochentag nachmiüegs. — Fernsprech s
Sie Verzögerung des Friedens.
Eine Note des Obersten Rates.
»* Genf, 27. November. (S. C.) Die Note des Obersten Rates, die dem deutschen Delegierten in Paris, Herrn von Lersner, gestern WergeSen worden ist, drückt, wie die „Presse de Paris" erfährt, das Befremden des Obersten Rates über die Abreise des Herr» von Simson und feiner Delegation ans. Sie legt die Verantwortlichkeit für die Hinansschiebung des endgültige« Fr-deustermius der deutschen Regierung auf, da die Abreise des Herrn von Simson unvermeidlich die Verhandlungen über das Inkrafttreten des Frieoens- vertrages verzögern müsse. Sie schließt mit dem Ersuchen an Herrn von Lersner, mitzuteilen, welches die Absichten der Berliner Regierung seien.
Die Sonderdelegatio« kehrt nach Paris nicht zurück.
e* Paris, 27. November. (S. C.) Die weiteren Verhandlungen mit Frankreich und den Alliierten sollen nur «och schriftlich und durch die ständige Vertretung in Paris geführt werden. Sie deutsche Sonder- delegatio« kehrt nicht mehr nach Paris znriick.
Die netten Erpressungen an Deutschland.
** Genf, 27. November. (S. 63 Wie eine HavaS- iwte vom Mittwoch berichtet, beschloß Frankreich, vor * ....... " ' - - - - - ‘ - für die Erfül-
Sicherheit von
der Ratifikation des Friedensvertrages lang der Waffe«ftillsta«dsbedingUKgeu Deutschland zu verlangen.
v* Rotterdam, 27. November (S. C.) „Daily Telegraph" meldet aus Deutschland, daß kei« Termin für die Ratifikation des FriedeNsvertrages mit Deutschland festgesetzt worden ist Vor der vertraglichen Anerkennung der Verletzungen der Waffen siillstanösbedingnn- gen durch Deutschland widerspreche Frankreich der allgemeinen Ratiftkats:...
** Rotterdam, 27. November. W. C.) Die „Times" melden aus Paris: Die Beschuldigungen des Alliier- ten-Rates gegen Deutschland betreffen die NiSterfül- lnng von sechs Verpflichtungen des Wasfenstillstands- - Vertrages. Sowohl hinncbtlicb des Schiffs- wie auch »e-- rollr«be« ^.
feru«g im Rückstand. Der deutsche Sondergesandte von Sinrson war weder über diese noch über die schwebenden anderen vier Fragen irgendwie informiert.
ion.
Eiüberufuug des Alliierteu-Kriegsrates.
w Genf, 27. November. «S. C.) Der Lyoner »Proares" meldet aus Paris, der Krieasrat der Alliierten ist von Joch für Sonnabend einberufen worden. BiS dahin wird die Stellungnahme Deutschlands zu den strittigen Fragen in Paris erwartet.
Zum Kaiser-Prozetz.
** Haag, 27. November. (T. U ) Die englische Regierung erwartet, daß der Prozeß gegen den Exkaiser zu Neujahr in London beginnen werde. Der politische Korrespondent der „Daily Mall" versichert. Satz alle dazu notwendigen Vorbereitungen getroffen seien. Die Auslieferung kann erst nach der formellen Ratifizie- rung des Friedensvertrages durch die Alliierten sei« langt werden. Man erwartet, daß die Ratifizierung innerhalb einiger Wochen stattfinden werde. Darauf
würLe ohne Zweifel das Ersuche die niederländische Regierung #
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Straf«2tz sei keine Grenze ^'ta-'esr. Es sei kein stimmung ssrMieheu, die die u.2s<esmwie aus '
S«r»k»er?al-Lsz de-rlkcher Kriegsq<-^«che«er
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f«»HSWche Käset: erbreche» »rtzr«? Hätt Ererbe».
wieder hersrUell» gewesenes VerMsdung« mit r« dentschen Trupp« im Baltiin« sind seit Mittwoch er» ««c unterbrow«. Kack eixer lettisch« Prefiemeldun« ist das deutsche Korks 18 K lemeter südu-eWS »v« Mit»« z«m zweite« Mal von der lettische« Armee «m- zingelt wordeo.
w Berli«, 27. November. ($. 11) 3a dem Aügesdiick, wo die Ableiluua des Geuerals Nehbe säorr marlchbereit war, um die Kisenbabultsre zu ßäer« «ud die deutsche« Truppen von de« Utauffche« fanden in ihrem Rücke« zu befreien, traf Geg«befe-l der ReichS- regiernng ein. Sie hat die litauische Negrerung durch kostenlose Neberlassnug des gesamtes Eisenbahn- «ud Wilitärischeu Materials zu veranlassen gesucht, ihre Angriffe gegen die benifSen Truppe«- und FlöLilinae- züge einzsstellen. Die litauische Reinernna ist auf dieses Milltouenaesckeuk hi« natürlich sofort in Unterhandlungen eingetiere«. Dom wird sehr bezweifelt, ob sie tu der Lage ist, ihre bolschewistisch« Horden asfznLattcu. Für den Fall des Scheite«» dieser U»terha«-l«ngen ist der General Rehbe gebeten worden, alle» verfügbar«
1919
Grenzschutz vorzuziehe«. Die Nachricht von oer aee fangeuuahme englischer Offiziere bestätigt sich. Sie G« fangenen erklärten, neutral zu sein. X
Die Letterr haben von ihrem Oberkommando det» Befehl zur Eiu-^lln- g ihrer Angriffe erhalten. Es aber trotzdem zu Keinen Angriffen gegen das FreikorvW Brandts und gegen Sie Eiferne Division gekommen, bis aber abgewiesen wurden. Im allgemeinen nur Pc^ trouillenkämpfe 1. Flüchtlirrgszüge mit 1900 Flüchtlingen, 485 verwundeter, und 2'25 unverwundeten Militärpersonen sind in Deutschland eingetroffen. DaS früher bei Libau stehende Tetachement Plehwe, 809 Mann stark, hat mit 100 Mann den deutschen Boden betreten. Mit 500 Mann steht es bei Rufftich-Krottingen, 3 Klm. östlich der Grenze.
** Königsberg, 27. November. iWTB.) In Schar». len fanden Verhandlungen zwischen Vertretern der En- tentekommtsswn, den deutschen Mitgliedern der Kommission und Beauftragten der litauifchen Regierung wegen des Rücktransportes der ehemaligen deutschen Truppen statt. Bis jetzt vollzieht sich der Rücktransport anscheinend ohne SHu-ierigkeiten.
** Königsberg, 27. November. (Eig. Drahtn»t Zum beschleunigten Abtransport des deutschen Korp» aus dem Baltikum werden von Hamburg zwei Damp-
fer nach Pillau auslauwn, um die Truppen von dort nach Warnemünde zu überführen. Weitere Dampfer werden noch in Dienst gestellt werden. Der Sohn des Grafen von der Goltz erklärt öffentlich, die Berichte, ........n Ossizisre den Truppen im Baltikum
daß die deutscher. ._,..„.._. . _......
falsche Mitteilungen gemalt hätten, seien erlogen.
Bevorstehender WafseufMftaud tu Nordrutzlaud?
** Amsterdam, 27. November. (WTB.) »Die „Ti- mes" melden aus Revasi Satz es jetzt sicher sei, daß zu Beginn des Dezembers zwischen den Bolschowift« Estblands, Lettlands und Sitanens eine Besprechung statt finden wird, an der Finnland aber nicht teilnehmen wird. Man erwartet, daß noch vor Ende des Jahr«» ein Waffenstillstand zustande kommt.
Milderung der Ostfeedlockade.
^ MeM S7. NvKrMer^ Wie die Oft- ^stiwöAUi ,2 -,..—,»DtfeL^f"r»aa in
der Ostse^blockabc einsetreien, als die generelle Ha«. belssreioeit zwischen den deutschen Häfen der Ostfeeküste von der alliierten Wassenstisistaudskomminion für die Segelschiffe und Motorsegelschiffe bis zu 100 Bruttor— gistertonuen genehmigt worden ist.
Ein Wiitelsbacher Präsidentschaftskandidat?
►* Augsburg, 27. -November. (T. U.) Wie die »Ausgburger Neuesten Nachrichten" aus zuverläfliaer Quelle erfahren, hat sich das bayerische Zentrum bereits entschlossen, eine Kandidatur des Krorrprinze« Rnpprecht für den Reichsprääd:nteupofte« zu befürworten und zu unterstützen Es sei allerdings noch fraglich, ob es gelingen werde den ehemaligen Kro» Prinzen zur Ausstellung der Kandidatur zu bewege«, für ässwärtige Augelegenheite» möglichst umgebend tu einer Sitzung einberaten werde.
Das BstrreLsrStegefetz.
w Berti«, 27. Nsv«wrer. T. U.) Die Herarungen des inlersttSkrisuEllen Ausichu"rs über die von der be*
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erben sonnen, um vpr »vris-e«. In okraten daß mtn- behend vierteljobr: w ew ^eru. ueer die Lage des 9h« Werkes und 'be« einzelnen Mucrueb'^ens erstattet werde Das Recht der Elnfichlnabwe in die Bilanz schließi aber tt^-t das Recht der EinsicktsabMe in die Urtterlaoen dar« ein. Das soll nur solchen V^ieb« eingeräumt werden, wo vnndeirens K^ r-agestellte und 500 Arbeiter tätig sind.
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ElsLtrrrttLtswerL CharlotlcuSurg Mgelegt. n. «erli«, 27 November. E. C.) F«fel«e »-». leumangels Hi daS städtische ElektrizULtswerk ia Cd«- lstteubvrg gcM««a«, von beste früh 6 Uhr an die 9t»