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Sersfelder Tagevlan

Hersfelder Kreisblatt

^ B»zug,prei, oisrteljährlich für H«sf»ld 7 )Mark, durch bit Post be- 5 zogen _ Mark Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei 1 HersfAd. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld.

Amtlicher Anzeiger ir den Kreis Hsrsfeld

Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile Pfennig, im amtlichen Keile , Pfennig, Reklamen kosten die Zelle " Pfennig Erscheint jeden Wochentag nachmittags Fernsprech «

Nr 27»

Sonnabend, d -» 22. November

«NMMVSM«,

1919

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Rstaflstekeu M ZtieSensverlmges.

^ ^ HeMu, 21., November. (TU.) Der Oberste Rat Mt dre Ankrafttretarrm des Vertrages von Versailles rember vefchlofse«, nutz zwar soll die Ent- Bereinigte« Staaten über die Ratifikation «rtrsges nicht abgewartet werden.

ram, 21. November. (WTB.)Nieuwe ... Courartt" meldet zur Ablehnung des ^densvertrages tm amerikanisc^n Senat, daß man ArrisMgemein der Ansicht sei, daß das Jnkrafttre- Ses tedensvertrages, nachdem er schon von drei ä ratifiziert worden ist, keinen Augenblick sgezogen werden dürfe.

Auflösung des Obersten KriegsrateS.

^ ** Genf, 21. November. (S. C.) HavaS meldet, W der Oberste Kriegsrat der Alliierten Mitte Dezember «ufgelöst werden wird. Marschall Foch wurde der Vorsitz aller alliieren Kommissionen zur Durchführung «r militärischen Besttmmungen der Friedensverträge «vertragen.

Die Besetzung der Abstimmungsgebiete.

_ ** Rotterdam, 21. November. (S. E) DieTi- MS" melden aus Paris, der alliierte Rat hat die Be- v?Ötttt6 Overschlefiens auf Mitte Dezember vorberettet Änd die Besetzung der west- und ostprentzischen Gebiete «legen den 20. Dezember beschlossen.

Die ZriedensLebatle in AMerika.

Der Vertrag durch Wilsou zurückgezogen?

^ B e r l i n, 21. November. (S. C.) DieVos- stsche Zeitung" meldet, nach hier etagegangeuen Kabel- Sepeschen hat Präsident Wilson in Erkenntnis der Tat- fache, daß der Friedensvertrag ohne die schwerwiegen­den Vorbehalte der Opposition keine Aussicht auf An- J^*^?***^ ^ Senat hat, den Vertrag zurückgezogen.

(Eine offizielle Bestättgung der Meldung liegt zur Stunde noch nicht vor.)

* Rotterdam, 21. November. (S. C.) Reuter mel­det aus Washington: Der SenatsauSscbuß lebt unae-

«nd flüchteten nach Deutschland. Ueber tausend ten bereits Königsberg. Auch der westrussisä tralrat begab sich nach Deutschland. Der deutsc treter im Baltikum Schmidt reiste nach Berltr

Kämpfe au der bolschewistischen Front Nordrutzlauds.

** Helsingfors, 21. November. (WTBZ An der Solschewisttschen Front dauern Sie Kämpfe fort. Die Bolschewisten gewänne« weiter Gelände. Laut einer Meldung aus Riga ist der Sorttge Schiffsverkehr wie­der ausgenommen worden. Der finnische Amuesttevor- » wurde in zweiter Lesung vom ReichStagsaus- verworfen.

** Amsterdam, 21. November. (WTB4Tele- graaf" meldet aus Brüssel, daß bei der Bildung des nenen Kabinetts Schwierigkeiten entstanden zu sein scheinen.

Noyd George über innen- «nd außenpolitische Frage».

** Amsterdam, 21. November. (WTB.)Telegraaf" meldet, daß Lloyd Georg in der gestrigen Unterhaus- sitzung eine große Zahl von Fragen beantwortete. In Loirdon wird wahrscheinlich bald eine interalliierte Kon- erenz zwecks Besprechung der Lage in Rußland statt- inden. Die zweite Lesung der Anttdumptnk-Bill wird n zwei Wochen stattfinden. Das Kriegsamt und die Admiralität befaßten sich mit der Frage der Anlage ei­nes Kaual-Tnnuels. Geserliche Maßnahmen zur Er­höhung der Lehensmittelerzeugnug in England werden demnächst vorgeschlagen werden. Der erste Minister sagte, es bestehe keine Hoffnung, die Lage in Wren zu verbessern ohne die Unterstützung der Berernigten Staaten.

D'AKKAnzior^ Frekhettszug.

»* Wien, 21. Novembe -. (TU.) AuS Agram wird gemeldet, d' Annnnzto ver acht nach Befreiung, Zaras von der südslawische« He imaft auch die Befreiung Spalatos. D'Anuvnzio veavstchtiat, am 22. -November dort einzutreffen. In Aa^^n m rd ench die Nnkvntt

Appony Ministerpräsident werden sollte. Auch die So- zialdemokraten lehnten Hussar ab. ErnäHrungsmini- ster Prekei antwortete, daß auch die christliche Partei den Grafen Appony als Ministerpräsidenten ablehnt. Appony sprang erregt auf und protestierte dagegen, daß erst nach dreistündiger Debatte die Anhänger Friedrichs diese Erklärung über feine Kandidatur abgeben, was sie schon zu Beginn hätten tun müssen. Er verließ mit Bethlen, Teleki, Andraffy und Horthy den Saal.

Zentrumsabgeordneter Adolf Gröber f*

Der Vorsitzende der ZentrumsfraMon der Ratio, nalversammluna, Abg. Gröber, ist während eines Ge­sprächs mit Geheimrat Iungheim, dem Direktor beim Reichstage, von einem Schlagaufall ereilt worden und verschieden.

t* Berlin, 2L November. (T. U.) Die Leiche Ses verstorbenen ZentrumsWrers Gröber ist vom 9ieichs- tagSgebäude, wo Gröber einem Schlagansall erlag, in das Krankenhaus derGrauen Schwestern" in der Nie- derwaldstratze gebracht worden. Dort fand eine Trauer­feier statt, bei der Abgeordneter Dr. Pfeiffer dem Ver­storbenen herzliche Worte des Gedächtnisses widmete. Am Sonnabend wird die Leiche in das Reichstagsge- bäude übergeführt werden, wo am Sonntag mittag die offizielle Trauerfeier stattfindett

Die ZentrumskrEton hat in Adolf Gröber ihren Vorsitzenden und das Zentrum in seiner Gesamtheit

einen seiner bedeutendsten und einflußreichsten Führer verloren. Gröber wurde am 11. Februar 1854 in Rie- Singen in Württcurberg geboren, studierte die Rechte in Tübingen, Leipzig, Straßburg in den Jahren 1873 bis 1877 und trat daur in den KuMzSrmM seiner Hei- .....: __ _____ ' ,: 2. ..:.,.r:Mri in Heil- bronn. Gröber gehörte dem ir<. m Reichstag seit 1887 für den württembergischen Wahlkreis Blaul ure-r- Ehingen-Laugheiu- an, den er jetzt auch in der 8 ..o- nalverfammluna rtrat. Er war Borstanbsmttglied des Volksvercins Mr das katholische Deutschland und

mat ein. Er war

stützt.

** Rotterdam, 21. November. (S. C.) DerCou- rant" meldet: Der Vorschlag Lodges, den' Krieg mit Deutschland als beendet zu erklären, wird zu Beginn der nächsten Sitzung des Senats verhandelt werden. Die Regierung ist nicht bereit, den Krieg auf diese Weise zu beenden. Die Demokraten erklären, der Präsident werde den Vertrag in der Dezembersitzung von neuem dem Senat vorlege«. Bis dahin werde ein Vergleich er­zielt worden sein.

* Rotterdam, 21. November. (S. C.) Reuter mel­det aus Neuyork: Für ganzen Lande finden Volks- kundgebnugen für Wiederherstellung des Friedenszu- standes statt. Lansing konnte im Senat mitteilen, daß Wilsou am 2. Dezember im Kongreß sprechen wird,

** Basel, 21. November. (S. C.) Dem Pariser Berichterstatter derBaseler Nirtionalzeitung" zufolge sind die neuesten Nachrichten aus Washington optimisti­scher. Die Ratifikation soll jetzt auf Grund eines Kom­promisses zwischen Wilsou und den Republikanern ge­sichert sein.

Antrag auf Beendigung des Krieges mit Deutschland.

Italien erwartet. Di setzen, während andere Für Montenegro Sestiu Widerstand gegen die

e Truppe« Gruppen und

:ü:

Sc-

rmt sind, wo andauernder gro! serbische Herrschaft besteht.

Die Wahlen in den EntentelSndern.

Eine republikanischer Regierungsblock in Frankreich.

«- Zürick, 21. November. (T. U.) Eine große An­zahl Abgeordneter fand sich vorgestern nachmittag in der französischen Kammer ein. Aus ihren Erörterun­gen geht hervor, daß voraussichtlich Deschanel und Bi- viani als Kandidaten für das Präsidium der Kammer ausgestellt werden. Eine große Anzahl sind Republi­kaner und Progressisten. Sie beabsichtigen, ihren Frak­tionen die Bildung eines Blocks vorzuschlagen, der die Regierung unterstützen soll. Soweit die bisherigen Er­gebnisse übersetzen lasten, dürste dieser Block 240 biS 200 Abgeordnete umfassen. Falls er zustandekommt, würde er eine entscheidende Rolle im Parlament stvie- len. Er wird auf jeden Fall auf die Unterstützung der Action liberale rechnen können und mit ungefähr 70 Sozialisten die Mehrheit erhalten.

Mitglied des Zentralkomitees der Generalversamm­lung der Ratbos:ei: Deutschlands Gröber war m - eilen? ein o'^ory: v^m Partei in r-~diif^er nnh kirchenpolttischen Fragen. Mit besonderem Eiter näßur

er sich des Kampfes gegen die Unsittlichkeit an. In dem Kampf um die lex Heinze stand Gröber im Vor- dertreffen. Am 13. März 1900 erklärte er, die Kunst müsse sich den Gesetzen der Moral unterwerfen.

**- Washingtou, 21. November. (T. N i Se­nator Lodge brächte im Senat einen Antrag ein, in dem der Krieg mit Deutschland für beendet erklärt wird. Dieser Smtrag wurde an den Ausschuß für Auswärtige Angelegenheiten verwiesen. Darauf vertagte sich der es unbefttmmte Zeit. Der Antrag, in dem der Krieg mit Deutschland für beendet erklärt wird, wird zu Beginn der nächsten Tagung behandelt werden. Man erwartet, daß stch darüber noch einmal ein heftiger Kampf entwickeln wird. Wie verlautet, ist die Regie­rung gege« eine derartige Methode der Beendigung des Krieges.

** Bafel, 21. November. (S. C.) Die Wahlbeteili­gung im Elsaß betrug derStraßburaer Neuen Zei- tung" zufolge fast 86 Prozent der Wahlberechtigten. ...... " ' haben über 65 Prozent der gt. Zu deutsch-freundlichen

Die nationalen Kandidaten

Stimmen auf sich vereinig _ Kundgebungen ist es nirgends gekommen.

Senat au!

Krieg mit

w- Genf, 21. November. (S. E.) Nach Pariser Meldungen vom 20. November beziffert HavaS die ab« solnte Regierungsmehrheit bei den Wahlen auf 148 De­putierte.

Das Wahlergebnis in Belgien.

Belgien

Die amtlichen Resultate der Kammerwahlen in ergaben, daß nach dem allgemeinen Sliurmrecht

Die Büummig des SaitHoms.

w Berlin, 21. November. (S. C.) Nach Mittei­lung aus dem Stäbe des Kommandos von Eberhardt sind bisher nur erst 4500 im russischen Verbände kamp- fende deutsche Truppen unter den Befehl des Generals »o« Eberhardt zurückgekehrt.

** Königsberg, 21. November. (T. U.) Die Nach­richt, daß Oberst Awalow-Bermoudt spurlos verschwurr- -en sei, ist unrichtig. Aumlow-Bermondt besuchet sich an der Spitze seiner westrussischen Truppen in Tukkun. Die Abgabe des Oberkommandos an den General von Eberhardt erfolgte überstürzt auf die Meldung hin. daß größere lettische Truppenverbände bei Friedrichitadt und bei Schlack durchgebrochen und Sannt die rückwar- Fgen Verbindungen der westrusstschetk Armee bedroht seien. Später stellte sich heraus, daß nur einige Kom­pagnien die westrussische Front ditrchbrochen haben. Die balttschen Einwohner verließen Mitan i« Scharen

gewählt sind: 33 Katholiken, 30 Liberale, 20 Sozialisten. Die Katholiken verloren 12, die Liberalen gewannen 2 und die Sozialdemokraten 10 Sitze.

w Amsterdam, 21. November. (WTBZ DieTi­mes" melden aus Helsingfors, daß die Esthländer sich von Jamburg auf die Lugalinte zurückgezogen haben. Die Bolschewifte» greifen heftig an.

Die Wahlen in Italien.

Bertagung SeS Bekeidigungsprozesies ErzSergers.

In dem Prozeß gegen den Redakteur derDeut­schen Zeitung", Dr. Bülck, wegen Beleidigung des Reichfinanzministers Erzberger wurde auf Beschluß des Gerichts die weitere Verhandlung verlaat.

»-* Berlin, 21. November. (S. C.) Im Erzberger- Prozeß ist von der Verteidigung dem Gerichtshof eine Anzahl neuer Beweisanträge zugegangen. Der nächste Termin dürfte schon in 14 Tagen bis drei Wochen, je­denfalls aber noch vor Weihnachten statttinden.

Der Kampf von links gegen rechts.

n* Berlin, 21. November. (S. C.) Außer den Un­abhängigen rufen auch die Kommunisten an Massen- versammlnuge« und Demonstrationen ihre Annaiiger im ganzen Reiche gegen die monarchistische Gegenbe- weanng für Sonntag. 23. November, auf.

Verurteilung eines Kommnuistenführers.

»* Hamburg, 21. November. (T. U.) Das außer­ordentliche Kriegsgericht verurteilte den Kousnunnten- führer Dr. Laufeurera wegeu Vvrbereitnng zum Hoch­verrat zu einem Fahr Festungshaft. Kommunistische ?lnhängcr versuchten, in das Landgerichtsgebände ein» zudringen, wurden aber von der Sicherheitswehr da­von abgehalien. Die Absicht der Kvurrnunrsten, heute einen Streik der Werftarbeiter herbeizumbren, ist mcht gelungen.

Das Fiasko des Berliuer Metallarbeiterstreiks.

w Berlin, 21. November. (S. C.t In der Berliner Metallindustrie waren bis Donnerstag 72 000 . rbeuer wieder eingestellt. Weitere 50000 sind immer noch ar­beitslos. Der Rictallarbeiterverband beziffert in einer dlbrechnung die Kosten des völlig ergeburstos gcblie- be«en Generalstreiks auf 26 Millionen Mark, wovon der größte Teil von anderen Arbeiterkategorien beige­tragen worden ist.

Die deutschen Kinder in Dänemark.

w Amsterdam, 21. November. (WTB.) DieTi- daß die So-

mes" melden aus Rom, daß jetzt feststeht, zialisteu im neuen Parlament mindestens halten.

150 Sitze er«

Die ungarische Regierungskrise.

* Wien, 21. November. (T. U.) Entgegen dem gestern veröffentlichten Bericht endete die Budapester Parteikonferenz über die Umgestaltung der Regierung mit dem Abbruch der Verhandlungen. Graf Andrassu und Graf Bethlen erklärten, die Borschiebung Hussars sei gegen die getroffenen Abmachungen. Man hätte sich darauf geeinigt, daß nach dem Rücktritt Friedrichs Graf

Aus Berlin wird gemeldet: Die dänischen Gewerk- schasten haben sich bereit erklärt, die Kinderaufuahmc auch über den Winter fortzusetzen, insbesondere Kinder über Weihnachten 8 Wochen auszunehmen.

Der Reichskanzler Bauer hat deßhalb an den Mr- nister Stauning in Kopenhagen folgendes Telegramm ®Wf:Die Mitteilung, daß die dänischen Gewerk- lften erneut bereit sind, einer weiteren arbeit An­zahl erholungsbedürftiger Kinder gastfreien ^lireiuball in Dänemark zu gewähren, hat in allen Teilen be» Deutschen Reiches freudigste und dankbarste Anerken­nung gefunden. Die bisher heimaelFirren, glänzend .Holten und fast immer neu einaetlweten Kinder haben bei ihren Angehörigen tiefe Dankbarkeit ausgelöst, die das FamiUenleben der einzelnen günstig beeinflußt.

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