hersselder Tageblatt
Hersfelder Kreisblatt
9Bezugspreis vierteljährlich fürHersfelL7..)Mark, durch die Post bs- ' zogen . Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Vuchdruckerri > Hersfeld, Für dze Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hetsfeld. 959Si!n3Ci*e»*6fl»e*eBeM»eBeeB*MMBiereeeeeeiBeeBeeBeeMeee«i**eeBeBeeeeeeeiiwee8eeieBi
AmMcher Anzeiger für den Kreis Hersfeld
Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zelle ' Pfennig, im amtlichen Teile - Pfennig, Sekanten kosten die Zelle ' Pfemig. Erscheint jeden Wochentag t^chmstteqs. — Femsprech-
Nr L«S
Donnerstag, -er 13. November
1619
Die Wahlen in Sberschlesien.
Polnische Mehrheit auf dem Lande.
^ ^ Bresla«, 11. November. (T. U.) Bei den ober- schlesischen Gemeinderatswahlen haben die Polen auf dem Lande 75 Prozent der Mandate auf sich vereinigt. In den Städten sind dagegen 60 Prozent Deutsche und 40 Prozent Polen zu verzeichnen.
Die Entente erkennt die Wahlen nicht an.
t* Zürich, 11. November. (T. U.) Der Oberste Rat der Alliierten tagte gestern unter dem Vorsitz Cle- menceaus. Er behandelte die Frage der oberschlesischen Gemeinderatswahlen, die unter der Leitung deutscher Behörden stattgefunden haben. Da diese Wahlen nach Ansicht des Obersten Rates im Widerspruch mit der Freiheit der Volksabstimmung stehen, entschied er, daß sie annulliert werden müssen. Es wurde ferner der Entwurf einer Antwort an die deutsche Regierung genehmigt über dte Kreise Eupen und Malmedy, wo Deutschland eine Volksabstimmung wünscht. Die Ant- ist definitiv und entschieden «egativ.
Rat der Alliierten tagte gestern unter menceaus. Er behandelte die Frage der oberß Gemeinderatswahlen, die unter der Leitung Behörden stattgefunden haben. Da diese Wak
Balkan die Feindseligkeiten nicht wieder ausbrächen. Aber die mysteriöse Tat von Serajewo hat den Leitern der Zentralmächte einen Vorwand geliefert, um die harmonische Einigung z« durchkreuzen.
Aburteilung Wilhelms Ü. in England.
»* Rotterdam, 11. November. (S. C.) Londoner Blätter melden: Auf eine Anfrage der Arbeiterpartei über die Aburteilung Kaiser Wilhelms II, antwortete Lloyd George, daß der Kaiser nach dem Beschlusse der Alliierten in England abzuurteilen sei.
Der Raub der deutschen Flotte.
r^ Rotterdam, 11. November. Londoner Blätter melden, sollen die
der Ablieferung von sechs Har staude sein. Die „Morningpost" beim Rat der Alliierten eine Bo schen Regierung beantragt habe.
S. C.) .Wie die Deutschen noch mit schiffen im Rück-
schreibt, daß England stellung bei der deut-
Freilassung Mackensens
Die Ernte im Osten.
w Berlin, 11. November. (WTB.) Ueber die bisherige Ernte im Osten berichtet von Oldenburg-Janu- schau im „Lokalanzeiaer": Der erste Schnitt der Futterernte ist größtenteils verfault. Die Getreideernte hat sich um drei Wochen verspätet, ist aber befriedigend. Die Ernte der Hackfrüchte, die, was die Kartoffeln anbelangt, noch eine Mittelernte gewesen war, ist bis zur Hälfte beendet. Das jetzt eingetretene starke Frostwetter hat die noch in der Erde befindlichen Kartoffel« so schwer beschädigt, daß ihr Wert zur menf»lieben _®r< Nahrung nicht mehr in Frage kommt. Die .Kartoffeln sind, falls ihre Ernte überhaupt noch moglrch nt, in Fabriken bei schneller Verarbeitung noch.teilweise zu verwerten. Es ist dazu erforderlich daß sofort die Ver- brennerlaubnis auf die erfrorenen Kartoffeln ausgedehnt wird. Sonst ist nicht nur der Spiritus, sondern. Was noch mehr von Bedeutung ist, damit auch Fleisch und Milch verloren.
wort der Entente
m> Genf, 11. November. (S. C.) Nach einer Havas- meldung hat der Oberste Rat die deutsche Regierung davon verständigt, daß er die Kommunalmahlen in Ober- schlesien für ungültig ansieht.
Der dänische Ministerpräsident über die schleswigsche Frage.
** Kopenhagen, 11. November. (WTB) Ministerpräsident Zahle sagte gestern in einer Versammlung in Ringsted über die schleswigsche Frage u. a.: Wir wollen einen Nationalstaat, der möglichst nur Dänen um- satzt und nicht mehr fremde Elemente aufntmmt. als dringend notwendig. Dänemark könnte nichts schlimmeres geschehen, als eine große deutsche Bevölkerung erhalten, lieber die Valutafragte sagte Zahle: Das beständige Sinken des Markkurfes macht bedeutende Opfer dünischerseits notwendig: denn wir müssen den Schleswigern helfen, wenn sie unverschuldete wirtschaftliche Verluste erleiden, die sie nicht ertragen können. ,
» Berlin, 11. November. (T. U.) AuS Paris
‘ " gemeldet, der Oberste Rat hat in seiner gestrigen ... . rg deine Vertreter ermächtigt, Generalfeldmarschall von M-Meusen, der sich zurzeit in Saloniki befindet, in Berücksichtigung seines hohen Alters und feines Gesundheitszustandes sofort freizugeben und ihm die Heimreise zu ermöglichen.
wird gem Sitzung sie von ME>
KAgenen in Frankreich
Die Lage im Baltikum.
»«• Rotterdam, 11. November. (S. C.) „Daily Mall" meldet: Dte Kämpfe um Riga sind zu Gunsten der Letten entschieden. Die Lußenviertel werden noch von einigen deutschen Departements verteidigt. Der Hauptteil der deutschen Truppen ist auf Kurtenhof an der Düna zurückgegangen.
e=r Rotterdam, 11. November. (S. C.) Dte „Times" melden von der Rigaer Front, daß auch aus den Mitauer Vorstädten die Deutschen vertrieben sind. Die Kriegsschiffe der Alliierten sind im Hafen eingelaufen. | Zurückziehung des Friedensvertrages durch Wilso«?
w> Berlin, 11. November. (S. C.) Die „Neue Berliner 12-Uhr-Zeitung" meldet ans Genf: Das „Jour- des Debats" erklärt, aus zuverlässiger Quelle kranke«
Rävumug Budapests durch die Rumäne«.
w Berlin. 11. November. (WTB.) Wie dem „Lokalanzeiger" aus Budapest gemeldet wird, hat sich das rumänische Armeeoberkommando gestern in einer Proklamation bereiterklärt, Budapest zu räume«.
Gege« die Perfone«verkehrseinschrä»k«»g.
t» Hamburg, 11. November. (WTB.) Die Handelskammer Hamburg hat an das Ministerium der, m« fentlichen Arbeiten und das Reichsverkehrsministerrum je ein Telegramm gerichtet, worin von der nach dem Ende der Personenverkeyrssperre geplanten wertgeheu- den Einschrä«r«ne des PerforrenverSsprs bringend ao- geraten wird, well das Vorgehen jede auf. anderem Wirtschaftsgebiet erkennbare Besserung im Kerme ersticken würde. Jnsbesm.öere müßten genügend Besor- dernnasmöglichkellen auf der Strecke Vamvurg-Berlm geboten werden.
Berlävgeruug der Persosenverkehrssperre?
k» Berlin, 11. November. (S. C.) Tie Auffül- > hing der Kohleureservoirs der preußischen Staatsbahue« ist infolge des Borrangs der Levensrmtteltran^portL bis jetzt noch nicht dnrcheefuhri worden Aus Lwiem Grunde ist auch In Beschluß des preußischen Mnistert- umS über die Wiedcrcnfuabme des eLs-meme» Per«
Wts an 9 nichts,gefaßt
sch. WTB.) Im Zeitung" schreibt rchdem er die for-
Die „Vossische Z
«-* Berlin, 11. November. (Amtlii Montag-Morgenblatt der „Vossischen der Chefredakteur Georg Bernhard, nau...... ... melle Berechtigung Frankreichs, die deutschen Kriegsgefangenen zurückzubehalten, anerkannt und die Zu- rückbehaltung bei mehr objektivem Denken als durchaus verständlich erkannt hat, folgenden Satz: „Der Erfolg ist, daß die deutsche Regierung gerade in der Ge- faugenenfrage ein unerhörtes Matz von Schnld gegen die eigenen Landeskinder auf sich geladen hat und die ganze Schnld allein auf Frankreich wälzt." Die Behauptung schließt ein solches Maß von bewußter Verleumdung in sich und enthält eine so ungeheuerliche Beschimpfung, daß die Reichsregierung einstimmig beschlossen hat, diese an Landesverrat grenzende Unwahrheit zur allgemeiner! Kenntnis zu bringen und damit an den Pranger zu stellen. Die „Vossische Zeitung" hat die äußerste Aufregung in Hunderttausende von Angehörigen Kriegsgefangener getragen und die Ordnung aufs schwerste- gefährdet. Das Erscheinen des Blattes ist auf drei Tage untersagt worden.
$
von Schuld gegen laden hat und die
Rückkehr aus englischer Gefangenschaft.
►* Köln, 11. November. (T. U.) Für Donnerstag wird der letzte Transport der in britischen Gefangenenlager« in Nordfrankreich befindliche« deutsche« Kriegsgefangenen erwartet. Bisher wurden über 360 000 deutsche Kriegsgefangene aus englischen Händen in die Heimat zurückbefördert. darunter 204 000 über die Sammelstelle Köln-Deutz. In den letzten Tagen trafen auch bereits deutsch-schlefische Abstimmungsberechtigte ein, die unter Führung polnischer Offiziere in das M- stimmungsgebiet geleitet wurden.
Frankreichs Furcht.
Ftalienischerl Blättern wird aus Paris gemeldet, daß Clenienceau sich hartnäckia dagegen sträube, die Friedenskonferenz nach dem Wunsch der Erialänder und Amerikaner anfzulöseu, denn nach seiner Ansicht sei der Oberste Rat nur noch der einzige Ansdruck der Verbands-Solidarität. Eine Auflösung der Konferenz am Vorabend des Iulrasttretens des Friedensvertrages würde Deutschland ermutigen, die Bedingungen des Vertrages nicht einzuhalten. Die Franzosen wollen weiter tagen, bis auch der Frieden mit der Türkei geschlossen und das Levanteproblem gelöst ist.
Protest gegen die Berbandscrpressunge«.
w Hamburg, 11. November. (WTB.) Der Senat richtete an die Reichsregierung das Ersuchen, im Interesse der Zukunft des Havlburgischen Außen- und Welthaudelö Der Forderung der Entente auf Auslieferung der Schwimmdocks usw. mit allem Nachdruck ent- gegenzutreten und die Annahme der Forderungen zu verweigern.
Poinearee iu London.
w London, 11. November. (WTB.) In Beaut- wortung eines Trinkspruchs des Königs Georg im SBiuHiwjam Palast sagte Poincaree: Anläßlich des Besuches im Jahre 1915 sei festgestellt worden, daß die beide« Mächte im loualeu Zusammenarbeiten die bedrohliche Frage des Orients, die batnaW in der Welt ansstieg, zu lösen sich bestrebten, daß Großbritannien und Frankreich unermüdlich dahin wirkten, daß auf dem
le iwnaW in der Welt
erwogen ha in Amerika ten, zurückzuziehe«. In Deutschland werde schon dieser Möglichkeit gerechnet. Das Blatt meint, Satz von Annahme oder Ablehnung des Vertrages in feiner jetzigen Form die ganze Wvftige Wirtschaftspoltttk ab« Hä«ge.
Schadensersatzansprüche aus den Balttkumvoxgängeu.
»^ Rotterdam, 11. November. (S. C.) „Daily Expreß" meldet aus Paris: Der Oberste Kriegsrat hat am Sonnabend die Lage im Baltikum beraten. Er erklärte, das Eingreifen der Teutschen zu Gunsten der Russen gegen die Alliiertet! berechtige diese zu Schadensersatzansprüchen an Deutschland im Sinne des Friedensvertrages von Versailles.
Der Kampf für die kommunistische Revolution.
h» Berlin, 11. November. (S. C.) In der Ber- sanrmlung der Kommunisten in der Bötzow-Brauerei am Sonntag teilten mehrere Redner mit, Satz die kom- munistische Revolution durch das Verbot des Personenverkehrs durch die Regierung unmöglich gemacht worden sei. Es dürfte aber keine zweite Wiederholung des Revolutionseriunerungstaaes geben, ohne Satz die Räterepublik in Deutschland Tatsache geworden sei. Die Komumnisten setzten den Kampf mit den schärfsten Mitteln fort, um dieses Ziel zu erreichen.
Euttassuug der verhafteten Kommnvistensührer.
w Berlin, 11. Noveulber. (S. C.) Die meisten während der letzten Demonstrationen in Grotzberlin verhafteten KommuutstenMrer, darunter anch die vier kommunistischen Mitglieder des Vollzugsrates, find wieder aus der Haft entlassen worden. Von den rund 80 Verhaftungen sind nur 14 aufrechterhalten worden. Sowjetgelder für die kommunistische Partei.
«-♦• Berlin, 11. November. (S- b.) ®nr» die beim Roten Vollzngsrat und bei den militärisch aus- gehobenen anderweiiigen Zentralgeheimstellen der kom- nmnifiifdien Partei Vorgefundener! AvrechttnngsUfte« wurde festgestellt, daß die Atoskauer Sowjetregierung seit November vorigen Jahres der komumurstiichcn Partei De»tschlands ständige Zuwendungen gemacht bat und daß diese Zuwenbmkgen im Einzelne» oft Beträge von einer halbe« bis einer Million Mark erreicht haben.
Wer Berliner MetaLarheiterstreik.
im Berlin, 11. November. (T. U.) Das bisherige Ergebnis der Akstimmnug läßt erwarten, daß die Arbeitsaufnahme beschlossen wird. Alle Streikenden und Ausgesperrten werden ersucht, sich am heutige« Vormittag iu ihre» Streiklokalen zu melden. Die Streikleitungen sind ermächtigt, in allen Betrieben die Wiederaufnahme notwendiger Arbeiten sofort vornehmen zu lassen. Der Anfrnf ist unterzeichnet von der Fükf- zehner-Konrmissiün und dem Metatttartell.
«. Berlin, 11. November. (WTB.) Der Metallarbeiterstreik geht laut „Vorwärts" zu Ende. Die bis- ber erfolgten Abstimmungen lassen seinen Zwsisel darüber Die Streikleitung teilt mit, das bisherige Ergebnis der Abstimnnmg lasse erwarten, daß die Arbeitsaufnahme beschlpssn» wirk.
Chi«estsches B ______________________________
Amsterdam, 11. November. (WTB.) Laut „Te- legraaf" meldet die „Times" aus Tokio, daß etwa 4000 Mann chinesischer Truppen in Urga eingetroffeu seien. Diese Maßnahme bedeute eine Verletzung des Km«t- schoner Abkommens. Trotz wiederholter Proteste der russischer! Gesanötschast fährt Sie Regierung mit ihren Maßnahmen fort, die den Zweck haben, das Land unter ihre Verwallung zu bringen.
Allerlei vom Lage.
w Die innere Lage der Türkei ist sehr ernst. Etn Staatsstreich zum Sturz des Sultans wurde aufgedeckt.
^ Eine Trauerfreier für Haase wird am Donnerstag vormittag im Sitzungssaal des Reichstages unter Zulassung von Deputationen abgehalten werden.
--» Die Lebensmittelvorräte Wiens reichen nach einer Meldung des Korrespondenz Expreß nur noch für
nach ei
9 Tage.
es* In Berlin herrscht anhaltender starker Schneefall. Der Straßenbahnverkehr läßt sich nur mit größter Anstrengung aufrecht erhalten.
w Die Bolschewiken kündigen die Verossemluhuna eines Dekrets an, das eine Amnestie für politische und frimüteHe Gefangene enthält
VrevhWe kandesoersammlang.
w Sitzung vom Montag, 10. November.
Am Ministertisch: Fischbeck.
Präsident Leiuert eröffnet die Sitzung um 124 Uhr.
Der Gesetzentwurf betreffend Kmegsmohlfatzris- ansgabeu der Gemeinden geht den Gemetndeausschüs- ^^te zweite Bermung des Berghanshalts wird fort-
Rurup (Zins: Der Abschluß des Tarifvertrages für das Ruhrgebiet stellt einen gewaltigen Er- S der zielbewußten Bergarbeiter dar. Die ErfM- z der Bergarbeitersorderungen ist das beste Mittel, um die Tätigkeit der Kommunisten und Spartakisten lahm zu legen. Stillgelegte Zechen und Stollen sollte man wieder in Betrieb setzen. Zur Prüfung von Fortschritten in der bergbaulichen Technik muß ein Auv- schuß gebildet werden. x ,
Oberberghauptmann Althanr-: Wir haben mit allen Instanzen über die Verbesserung der Lage der Bergarbeiter verhandelt. Den Beamten haben nur zur Pflicht gemacht, mit den Bergarveiterorgmnsatwnen, Ausschüssen und Betriebsräten Fühlung, zu nehnren und vermittelnd einzugreiieu, wo es gilt, «treuigkeiten zu schlichten, oder das Unternetimeu zu verbenern.
Abg. Nieder (Dem.): Kohlen könnten stark gespart werden, wenn der Schienenweg im weitesten Maße durch den Wasserweg erst t würde. Bessere Daieinsbe» gingnngen sind für den Arvekter auch in sozialisierten Betrieben bei der jetzigen Lage, des Staates nicht zu ex*. rMV. Die Sozialgesetzgebung bedarf des weiiLM