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Hersfelder Lageblatt

Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 7 ^)Mark, durch die Post be- zogen^^ Mark. Dmck und Verlag von Ludwig Funks Vuchdruckerei HersfÄd. Für die Schristleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld.

Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

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Der «nzeigenprei» beträgt für die einspaltige Zeile ' Pfennig, im «müichen Teile. , Pfennig, Reklamen kosten die Zeile ' Pfennig. Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. I.

gr- 226

Sonnabend, den 1. November

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1919

her Leichshaasha« 1918119.

A Die Reichsha«öhaltsrechu«ng für 1918 weist folgende Zahlen auf: der ordentliche Haushalt balauziert in Ein- «ahmen n«d Ausgaben mit 9 012 914 000 Mark, während »er außerordentliche mit einer Einnahme von 67 468 382 000 Mark, dagegen mit einer Ausgabe von 69 997136 000 Mark, also mit einer Mehrausgabe von 2529 Millionen abschließt. Die Einnahmen an Zoll- Steuer« und Abgaben haben eine« Ansfall von 678 Millionen ergebe«. Die Kriegsa^abe für 1918 hat den veranschlagten Betrag von 1800 Millionen schon Ende August 1919 erheblich überholt. Rene Sriegssteuer« sind 566 Millionen weniger eingegangen. Unter Berücksich­tigung der Kriegsabgabe von 1916 erbrachten die Ein­nahmen an Steuern, Abgaben usw. insgesamt ein Mehr von 791 Millionen. Die früheren Ueberschußverwal- taugen ergaben statt eines vorgesehene« Ueberschnffes von 81.9 Millionen eine Zuschutzleistung des Reiches von 561 Mmtonea. Bei den Ausgaben ergibt sich im ordent­lichen Haushalt eine Mehrausgabe von 1815 Millionen gegen den Voranschlag.

Der autzerordentltche Etat schließt in Einnahme« mit einem Mehr von 160,3 Millionen und in Ausgabe«

Avßfall an Rahrn« gSmtttel« für die Großstädte des Binnenlandes und schwerer Schaden für die Fffcher- bevölkerung. Durch die Freigabe der Schiffahrt in den Territorialgewässern kann diese Schädigung nicht wie­der Mtgemacht werden. Vor allem wird diese Be­schränkung auch die Heranführung der zur Verhinde­rung des völligen Zusammenbrrrchs des Wirtschafts­lebens in Ostprautzen notwendigen Kohlenmeirgerr we­sentlich erschweren. Das hat bereits zur Einstellung des Betriebes des Elektrizitätswerkes in KöniMberg geführt, wo auch Gas- und Wasserwerke mit Sttllegung bedroht sind.

Die Note kommt dann auf die Vorgänge im Balti­kum zu sprechen, indem sie auf ihre Stellungnahme im einzelnen in der Note vom 16. 10. BeMg nimmt, weist die deutsche Regieruna darauf hin, daß an den Unternehmungen bei Riga, die als ausreichender ^An­laß für die Sperrmatznahme angeführt wurde, die denfc scheu militärische« Stellen unbeteiligt sind. Sofern etwa unter westrussischem Befehl stehende früher« demtsch« Truppen daran teilgenommen haben lollten, könne die deutsche Regierung nur wiederholen, daß sie ihrersettS alles versucht habe, um dies zu verhirrdern. Wenn trotz dieser Sachlage die Sperre verhängt und dabei sogar zeitweise über die nach anerk«unten völkerrechtlichen

tretet des Völkerbundes seinen Srtz nt Danzig haben sollte. Diese Ernennung ist nun erfolgt. Obettommis- sar von Danzig wird der Engländer Sir Reginald To* wer sein.

Tower steht am Ende der 50er Jahre, hat in Deuts«^ land studiert, spricht geläufig deutsch und ist eine in der britischen Diplomatie bekannte Persönlichkeit, wie e< e, von demokratischen Anschauungen. Seit dem 4.

_ cst 1911 war er Gesandter in Buenos Aires. Der Oberkommissar wird in den nächsten Tagen in Danzig eintreffen und im Oberpräsidimn Wohnmig nehmen.

Lese S«e6elung Deslschlaiiüs.

»» Bern, 31. Oktober. lT. 1L) Der Oberste Rat in Paris setzte die Beratung über die Verletzusg der Klau­seln des Waffenstillstandes durch Deutschland fort. Er beschäftigte sich mit der Formulierung des Grundsatzes, den das Inkrafttreten des Friedensvertrages von Ver­sailles in dem Frieöenszuftanöe anstelle des Waffenstill­standes setzt, nach dem die deutsche Regiernug noch für die Punkte herangezogen werden dürfe, die auf Bediu-

VVM 1^ 4, 1919 gesorgt rverdev.

Im Gesamchaushalt 1919 schließt der vr-e»fliche Etat i« Einnahme« «Ab Ausgaben mit 15 310 Millione« Mark ab. Bei -er Ei««ähme ffttd an Zoll ««S Steuer» 13 202 Millionen veranschlagt, wovon 9 Milliarde« aus «eue« Steuern erwartet werden. Die Ausgabe« für die Verzins««- der Reichsschuld find mit 6817 Millione« eiugesetzt. Der ««ßerordeutliche Haushalt schließt in Einnahme ««- A«Sgabe mit 41344 Millione« Mark ab. Hervorzuhebea sind Koste« a«S Aulatz des Krieges nnd -er Demobilmach««g mit 13 000 Millionen, Leistunge« aus dem Frie-e«svertrag 17 000 Millionen, z«r Abwicke­lung der Aagelege«heite« NB alte« Reichsheeres und der alten Marine LÄS Millisne«, Beihrtzen >«r Heim-

u»i^a-

Ö«-

die Süfte«gewS!ser H-uweggegauge« wurde, so muß die deutsche Regierung gegen diese Mgerechtferttgte Ber- geltungsnlaßnayme, durch die zal gen im Baltikum unbeteiligte 5 digt werden, nunmehr feierlichst . . ..

wahrxug einlegen. Andererseits vermag die deutsche Regierm'g irgendwelche militärische Gründe für den Fortbestand der drückenden Einschränkung nicht zu er= kennem Die deutsche Regierung ersucht Sahen: nochmals dringend, die Maßnahme, Sie bei ihrer Anordnung aus­drücklich als vorübergehend bezeichnet wurde, nunmehr völlig aufMeden und Anordnungen zu treffen, daß alle feftßeSa Irenen Schiffe, die sich zur Zett ihrer Seit« Haltung in Unkenntnis der angeordneten Sperre be- ht Tiden haben, ihren Eigeutttmern rurückgesebe«

e an den Vorgan-

Jä­gers

Verträge selbst nicht entöltes find. M. die Aumellung eines Protokolls tu Aussi worin DeutschlauS sich verpflichtet, dieses des Waffensttllftandsvertrages, die es «i «och z« erfüllen. ES wurde erneut über

aber tat habe daher geno

gnug beraten, Sie Deutschland für die Verfenk»«« feüwr Flotte in Scapa Flow zu zahlen habe« wird.

DaS Pariser .Journal" weiß hierüber »och richten, daß Deutschland nicht alles rollenSe 3 herauSgegeben hat. 14 Petroleumschiffe vom Ha Antwerpen seien nicht abgeliefert und HauSelsst neutrale Machte verkauft worden. AuKerSeoi ; Deutschland geweigert, ein Verzeichnis der aas reich und Belgien weggefchafftes Werte ^Journal" me man müsse sich jetzt mit -em Jnkraftfetzeu des, vertrage« vo« «c

losen. Beim Reichswl

m ist

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R«ch«n»Ajahr IMS weniger MH Milliarde« Mark Aufruf für die Sparprämienanleib«

** Rotterdam, 3L Oktober. tS E.» Reuter meldet aus Parts, die aus Berlin etnaeganaenen Gntachte« der Mliierten-Kommifsione« sprechen sich gegen du« wettere Mttdernng der Ostfeeblocka-e aus.

Sie Blockade Mutzlauds.

Die Verfolgmiß der deutsche« HoerfStzror.

w »otterlmm. 81. Oktober, (e L.) DieTimes" bringen eine Pariser Meldung, wonach die Anklage»

aegen die deut Dann von giftig auf sie viMerr

B

«s der Geisel« «vd

Retchsmini ters Erzberger gebildet M' veröffentlicht folgenden Aufruf: In den «ächstm Woche« wir- bst Deutsche Sparprämieuanlethe zur Zeichnung aufgelegt. Diese Anleihe gM den deutfchen Sparern ganz neue Möglichkeiten der KapitalSanlag^ Sie gewährt tr:" Zeichner die Ausficht auf großen Gewinn ohne ieüe^Ge-

dem

und begünstigt die Kriegsanleihen und erleichtert zu- aleich der jetzmen Generation die Last der RerchSsKuld. Das gute MUnaen dieser ersten deuttchm Friedensar^ leihe wird das Vertraue« in die Entwickelung ««streS Wirtschaftslebens im Inland und im Auslnnü beststi- gen und die «Linfuhr von Lebensrnitteln und Rohstoffen fördern. An das gesamte deutsche Volk w LtM^S Land richten wir daher die Aufforderung, drirch Wort and Tat für dieses Ziel du wirken. Die neue Anleihe bedeutet einen wichtigen Schritt annt Wieberarrfb^t un­serer gesamten Volkswirtschaft. Wer »esthuet, der ge­winnt und spart. , . .

Den Vorsitz des Ausschusses hat der PE^-t d« Berliner Handelskammer, Franz wn Mendelssohn, sibenrmnmen. Stellvertretende Vorsitzende werden Uni- versitätsprosessor Dr. Felix Bernstein-Gvtttnaeu und Regierungsrat Dr. Echivvel-Berlin.

4V MMiarden Anleihebedarf der Neich».

ReiLaäLug^'f^ -M-A7-«

Kre-itanwrnch vou 8,187 Milliarde« Mark. Fast alle Ministerien haben erööbte ««Sgaben. A«s der gesam- ten netten Forderung ergibt sich «i« A«lmh-berar? vm, 40,6 Milliarde«. Davon sind auf gescßg<»«rischem Weg« -ereits für 32,4 Militär*«'' KredUrwuSÄtig»»««" er­teilt worden.

jetr«ßla«d ist ««terwess. Nach der »B. Z." wird -a- rin ««sgeführt, daß wir an» die Notwendigkeit der Be- kämpfn«a -eS Bolschewism«s anbedingt anerkerme«, nur halten wir das Mittel, der H««gerblocka-e, unter wir selbst fünf Jahre so ««endlich schwer ««litte» haben, nicht für das richtige. Deutschland erklärt sich bereit, in 8erhan-ln«ge« über Maßnahme« zur Be- kämp/uug des Bolschewismas mit den Machten eins zntreterr, jedoch nur auf dem Boden der vollen Gleich« berechtiirnllg und nicht i» einem Augenblick, wo wir gTburä%ie neue rarerdßrte Slotsabe der Ostsee be- Di« Blockade Sowj«t-R«ßlau-S.

w »ent, 31. Oktober, ttreibt, daß eine neue V Deutschland bevorstehe, di

Den

(S. C.)Homme ßtbrt* writellung der Alliierten an e sich mit -der Tell«ahme iemng Sowiet-Rublands be-

Alliierten könne aus er Absperrung der n Fall verzichten.

^- Amsterdam, 30. Oktober. (WTB.) An der Un- terSauSsttzuna vom 28. Oktober erklärte Harmsworth in Beantwortung einer Anfrage, daß bisher Antworten der neutralen Regierungen und Deutschlands über die faktische Blockade Rußlands nicht eingegangen seien.

lichen Anklageschriften gegen die deutsche« hbA österrei­chischen Heerführer des Krieges ist niemand vo« Nx Strafversolg««g assgenomme« worden.

Neue MaffeuauswerfuNge» aus dem Mfatz.

i* Karlsruhe, 31. Oktober. lS. Ei Nach einer Meldung aus Kehl erhielten am Dienstag 8350 Ein­wohner von Straßburg den Befehl Millerauds, das Elsaß i«uerhalb 6 Wochen zu »erlassen. Es ist dies die dritte große Ausweisung von Deutschen aus dem El- saß seit der Friedensunterzeichnung von Versailles.

Das Neichswirtschaftsumt.

w DreSdea. 31. Ok gier««« hat Siusprsch neuen Reichswirtschafts

w DreSde«. 31. Oktober. «TUf. Die füchßfch« 3U« Sterusa hat Siufpruch gegen den «Ktwurf an einem neuen Reichswirtschaftsrat erhoben mit der Begründuns, daß Sachsen darin nicht seiner wirtschaftlichen Beben- tun« entsprechend berücksichtigt sei. Zurzeit werden die sächsischen Forderungen in Berliner Sonferenzkreise« besprochen. Wie verlautet, bemühen sich die deutsche» Länder, überhaupt gröbere« Einfluß int SeWwtrN schaftoamt zu gewinnen.

Die Washingtoner Artzeiterkonferenz.

Deutscher Protest gegen die SstseebloÄade.

Die deutsche Regierung tot in PariS eine Note wegen der Ostseesperre überreichen lassen, in der eS u. o. heißt: Erst am 26. 10. ist die am 10. 10. verhängte Sperre der Territorialaewässer ausgehöben worden. Nach den der deutschen ätegiening Wgeganaemn Mit­teilungen befinden sich auf der llteede von R"»al b deutsche Schiffe, die von englischen SeZtreitkräften ein-- gebracht wurden. Andere Schiffe werden in Lidau fest- gehalten, darunter ein Schlepper mit 2 LEern und einer Ladung von 1400 Tonnen Kohlen, der auf dc r Fahrt nach Königsberg eingebracht wurde. Mehrere Segler wurden in der Nabe der dänischen Küste fest- |fa«n! S'ÄÄ «ö ÄnÄPßUÄMÄ »aTÄÄ^^ Ä

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Aurüaduweisen.

Die englische» Gewerkschaften für die Blockkab«.

n* Rotterdam, 31. Oktober. (C. C. ).Daily Mail" meldet, die englischen Gewerkschaften haben in ihrer Delegiertenversammlung am letzten Sonntag mit großer Mehrheit cB abgelehnt, eine Resolutton gegen eine neue Blockade Deutschlands und »«blanss zum Beschluß zu erheben.

NeueMatzuahmerr gegendieValtibumK2mpfer

' liegen in den Ost- cnBmittcl uu» W führt werden.

c-e Berlin, 31. Oktober. fL. A.) Die ReichSre- Sierung hat in der gestrigen Kabiuetts^tzung mit Rück« cht darauf, daß die Abtransporte aus dem Baltikum bisher «naeuügeu- sind «ud das Verhalten zahlreicher rrnppentelle zu -en schärfsten Maßnahme« zwingt, den Beschluß gefaßt, daß sämtliche Truppen, die nicht bis zu«, 11. 11 die deutsche Grenze passiert haben, als fah­nenflüchtig erklärt werden. Sie verliere« die deutsche Staatsangehörigkeit und damit auch selbstverständlich

Nach^eu^Darste/tungen -eS Freiherr« von Maltzah« find von deu rund 50 000 Mann, die in Surla«- kämpf« ten, nur etwa 15 000 biS 16 000 werwiegend tech«ische Truppen «Bäckerei- «vd Jntendantnrmannschaftens dem Befehle der Rcgiernug «achgekommen. Der Rest vo« 34 000 bis 35 000 Mann ist z« den Russen übergegange«.

dem Baltikum

Der Oberkommissar für Danzig.

Davzig, St Oktober. (T. U.) In AstSführung rwgraHen 108 des NriedenSvertrages war vom

* Haag, 31. Oktober. <T. U.) Nach der Eröffnung der internationalen Arbeiterkonfererrz wurde die Festl»- Si der Geschäftsordnung bearbeitet. Heute soll die I des Arbeitökomitees stattfinden. Die Frage der Zulassung der deutscheu «ud österreichische« Delegierte« wurde lebhaft diSkirtiert, ohne daß es dabei zu einer Entscheidung gekonrmen wäre. Es zeigte sich, Satz Sie Meinungen Über die Zulassung der Deutsä>eu «ud Oesterreichcr sehr scharf ausetnanSerginge«. Nach der Eröffnung der Sitzimg hielten die Delegierten, getrennt nach Ländern, die sie vertreten, besondere Berlmnölun- gen ab und wählten die Vertreter, die für die Wahl des Sekretariats vorgeschlagen werden sollen. Odtvobt die Vereinigten Staaten wegen des Verbotes des Kougres- fes nicht offiziell vertreten sind, waren mehrere ameri­kanische Vertreter, unter ihnen Gompers, anwesend.

Nach einer Meldung der Har^ts-Slaentur hat sich die belgische Delegation aus der internationalen Arbeiter- konferenz in Washington zu Gunste« der deutschen ««» österreichische« Delegierte« ausgesproäxn. Die belgisch« fRegieruna hat ihre Zusttunnung zu diesem Beschluß ge­geben.

-erten, getrennt

imkere Sertonöluu*

Unser z««ftiaeS OffizierkorpS.

In einer der Nationalversammlung zugegangene«' Denkschrift wird über die innere Gliederung Jod künf­tigen Offizierkorps gesagt: DaS Verhältnis der Dienst­grade zueinander soll in diesem Offizierkon»» in de» Hauptzügen da? gleiche fein wie im alten so daß auM mit einer ungefähr ähnlichen BeförderungSauSsicht für den einzelnen zu rechnen sein wird. Prozentual ver­mindert wird die Zahl der Leutnants, weil in diesem,