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^VMgspreis vierteljährlich für Hersfeld 7 .) Mach durch die Post be- ; sssrn. Mach Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei : Hersfeld. Für die Schristleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld.

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Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Der Anzeigenpreis beträgt für die einspalttge Zeile ' ' Pfennig, im amtlichen Teile, -Pfennig, Reklamen tasten die Zelle ^Pfennig. Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. I.

Nr. 348

Donnerstag, den 23 Oktober

1919

^

Sie IriedeusMZglichkeilen. -

Die Verhau-lungen des UntersuchungsausschuffeS.

Im Unterausschuß des parlamentarischen Unter­suchungsausschusses erstattete nach der Vereidigung der Sachverständigen Abg. Dr. Linz-eimer das Referat. Er führte u. a. aus: Irr Erfüllung der Aufgaben des Ausschusses ist der Gegenstand der Beratungen zunächst die sogenannte Friedensaktion Wilsons. Dem Ausschutz haben sämtliche Geheimakten des Auswärtigen Amtes zur Verfügung gestanden. Die Akten des Admtralst! des, des Kriegsministeriums und des Generalstabes werden im späteren Stadium der Verhandlungen heran-

k* Genf, 22. Oktober. (S. C.)Homme libre" schreibt über den Untersuchungsausschutz der deutschen Natio- nalversamuüung zur Schuldsrage am Kriege, alle Er­gebnisse der deutschen Untersuchung sind fu: ........ ierten ohne Bedeutung. Die Schuldfrage ant Kriege wird nicht von den Deutschen, sondern von den Alli­ierten entschiede« werde«, Mich tzie Mitwirkttvg der Deutschen wird nicht gewünscht.

r die Alli

Die Auslieferung Deutscher.

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** Genf, 21. Oktober. (S. C.)Homme libre" schreibt, zur Vervollständigung ihrer Auslieferungsan- träge an Deutschland werden die Alliierten gut tun, die

n»uv hu -oi-mjiyimiv iwi-ucii vit wuumiH hui iuu, uu;

Veröffentlichung der deutschen Akten zur Kriegsge- ; schichte abzuwarten. Es können nicht genug ermittelt

von Wilson in Aussicht it Das Wesentliche in

von uns angeregten und auch gestellten Friedensaktion steht. _____ dem Vermittelungsangebot Wilsons war konkrete« Frie-e«sbeding««ge« mitzuteill wort des Staatssekretärs Zimmermann enthielt indes­sen keinerlei A«Ze«tn«g darüber. Gleichzeitig teilte eine nentrale Macht mit, daß ein Frieöensangeoot Wil­sons sehr ernst M nehmen sei. Dieser amtliche Schritt der neutralen Macht war bereits am 18. 12. in Berlin bekannt. Am 26. 12. erfolgte die Antwort des Staats­sekretärs Zimmermann, die dahin ging, daß er auf die Forderung, konkrete Friedensbedingungen abzugeben, " " 3. Es wird hier namentlich festzustellen

konkreten Friedensbedingnnge« unseren chten vom 12.12. zu Grunde gelegt waren. _____ _____,.orsf machte wiederholt den energischen Ver­such. wenigstens vertraulich von -er Reichsregier««» die Frie-ensbe-i«gx«se« «ach Washington M erhalte«. Staatssekretär Zimuiermann bat ihn am 7. L die Frage der vertraulichen Blitteilung der Frieden svedin- gungen dilatorisch zu behandeln. Daraus wurde am L. 1. der Estchtslofe «hootkrieg -eschlofle«.

isons war die Bitte, die ' len. Die Ant-

schichte abzuwarten. Es können nicht genug ermittelt und abgeurteilt werden, nachdem Frankreich die schwere Faust eines brutalen Angreifers gefühlt hat.

** Bern, 22. Oktober. (S. C.)Echo d meldet, Pichon erklärte in der Senatsaussö

-ariS" itzung

nicht eiuj sein, we

Graf Bernstorff führte darauf u. a. aus: Wilson hat Mg August sofort »ach Ausbruch des Krieges eine e BEÄtstuKK «ersuchi- im September h7-^ ^nm

S»e»V&

krieg einen AppeN an die Moral richten, da nur durch eine BerMudigung, nicht durch die Waste«, der Krieg endgültig entschieden werde« ^K»e. Würden wir ^» Ubootkrieg eben, so würde er auf MrMbmtg B« MKlischM dringen. Das englische^ Ka­binett werde dara .....

ei« ALfang .

tem Stile. aO war am 2. 8.1915. Nach dem Eintrru NuMäuiertS i« den Krieg habe Db^st House Bernstorff nritqeteilt, doch eine Sermmelung Wilsons jetzt unmög­lich wäre, weil die Entente völlig stegesgrwiß geworden wäre und Wilson daher abweisen würde. , fi^enÄ QnterSS&^Äs Ärenteu Sinz-

«of&Wi »M»«< fei,A « «» f$S^r^?^& larrds «WsgelWt würde. Das habe Oberst Hovss M Auftrag« des Präfidente« untgeteilt.

ffeÄÄM^Ä&^S0® 18 Ä1®» ^ «S« tern und beinflusse» sollten, eine Sriedeusattto §?F«K1)W«Ä® i®S KSÄÄasg läge einzugehen, ambohne kostkrete

unsererseits? Was BernIorst. Ja! -E^E^^Etaat. Daraus wurde die BerneMmng auf Mittwoch vertagr.

Sie Da«er der VertzmM««se».

^ Berlin, 22. Oktober. fH. C-) Die »se» L« des Uu terjEunaSaussckMeS über die SckMld am Krieae und über veriäumte Frieden Smöglichkeiten wa> den v'nmnsstchtlich den sanzen Monat anbauerm De« Berhandlunaen wohnen 19 PrestevertrÄ« der Tntmt«

»»ÄÄÄ die Ucberaabe der BernehmungSprotokolle deS lütter-

digen.

Die G«ts«r« entscheidet über die SchErag«.

w Berlin, 22. Oktober. lS. G.) Aus Kreisen der Berliner ErrteEmmnissio« wird ««s auf eine A^ Site erklärt, Wr die ©ttienteEommiffion keiuerlei Jn^resse an den .deutsche« Wtersnchunge« *?tiiege, »a

am Montag, die erste Liste der von Deutschland Auszu- liefernden enthalte nur die Siamen von Personen, die gemeiner Verbreche« beschuldigt würden und entspre­chende Strafen zu erwarten hätten.

** Genf, 22. Oktober. (S. C.) DerTemps" mel­det, Satz zur Begründung der Anklage gegen die zur Auslieferung geforderten deutschen Staatsangehörigen die Herausgabe der GeheiMakten des Berliner Kabi­netts verlangt werden würden.

w Versailles, 21. Oktober. (WTB.) WieHomme libre" mitteilt, beschäftigt die Frage der zu verfolgenden Deutschen den Unterstaatssekretär für militärische Justiz Jgnaze. Es handelt sich um etwa 888 Personen. Das Blatt sagt, die größten Namen der deutschen GothaS figurierten darunter. Einer unter ihnen ist der ehema­lige Kronprinz Rupprecht von Bayern.

Ki« Prozeß Wilhelm II.

** Berti«, 21. Oktober. iB. T.) Im Austrage deS ehemaligen Kaisers, hat NechtSanwalt Dr. Siebert bei der Staatsanwaltschait in Berlin Strafantrag gegen den Schauspieler Ferdinand Bonn wegen des von die­sem verfaßten Kaisersilms LestsW, trägt wegen Beleidtsucra, Wttzvrauchs seines Bildes und auf Unterlassung, ö. h. auf Verhinderung aller Auffübruugeu. Die Borfübruna -es Films ist bis jetzt nur in Berlin verboten.

Stnbernfung -es BölLerlmu-SrateS.

meinen verfolgen die Bolschewisten und stehe« 30 Ki­lometer östlich des Djnestr. Vom 1. bis 6. Oktober mel­det der amtliche Heeresbericht 8000 Gefangene und Ueberläufer.

Gegen die Blockade Sowjet-Rußlands.

** Berlin, 22. Oktober. (S. C.) Die radikalen Berliner Betriebsräte drohen nach den Besprechungen der letzten Tage mit einem Generalstreik der deutschen Gewerkschasten, falls die deutsche Regierung dem Ver­langen der Alliierten nach Teilnahme an der Blockade gegen Sowjet-Rntzland nachkommt. Auch der Rote Berliner Vollzugsrat hat gestern über Maßuahmen ge­gen die Teilnahme Deutschlands an der Ententeblockade gegen Rußland wichtige Beratungen abgehalten.

Ebert Wer die politische Lage.

»* Berlin, 22. Oktober. (T. U.) Reichspräsi- öeut Ebert hat gestern den hiesigen Korrespondenten des Madrider ^«rparcil" zu einer Unterredung empfan­gen. Der Reichspräsident äußerte sich, daß «nsere Lage schwierig sei, daß die Regierung aber mit gauzer Tat­kraft entschlossen fei, sie zu besser«.; Die Bereits mit Pole« und der Tschecho-Slowakei aogeschlosse«e« Ver­träge seien die ersten Schritte, «m zu einem herzlichen Einvernehmen mit ««fern Nachbarn zu kourms«. Der bsvorstehenSe Winter drohe ««s mit einer furchtbaren Katastrophe, aber alles soll versucht wer Leu, sie zu seu- nteibeti. Die Blockade des bolschewWschen

bezeichnete der Präsident als eine Sache, die unseren Priuztpie« wiSerspricht. Die Aegieru«« warre «d, welche HEung die «ächstbeteittgte« neutrale« gSnden in der Sache einnehmen werden, nur danach unser 8e» Halte« festMsteNen, Hinsichtlich der Lage unserer Wm rett Kolitis äKßert« sich der Reichspräsident wetten: D»»

Linke werde jede« Ta« schwächer.

Generalstreik in SsarSeSÄe«.

meinsam bis Arbeit nieder. Die Eisenbahner verlange« die unmittelbare Durchführung ihrer bereits ausgesteS- ten Forderungen. Die Beteiligung der anderen Arbest- terkategorien ist als Sympathiestreik fttr die Eisenbah­ner anzusehen.

tumö an-uvertrauen, zu dem der FrieSensvertrag in »treten soll. Paris würde zum Ort der Zusammen- Ses Rates des Völkerbundes bestimmt. Nach er- folgter Rattstkatwn durch Deutschland und drei Ber- traasmächte der Alliierten halte sich der Oberste Rat für berechtigt, die Einberufung der ersten Sitzung des Bül-

Die Stoffe in Kugiani).

^ Berit». 22. Oktober. (X. U.) Nach den hier vorliegende« MetSnngen von den russischen Fronten dauern die Kampfe in den Vorstädten Petersburgs fort. Heftige Äcimpfe Mische« der englische« Flotte und den Gtellunge« der BolsHewiste« in Ätonffadi und Kras« «aja Gerka dauern an. Orasienbaum drennt Die Bolscherviste« halte« «och die Bahnlinie von Petersburg «ach Witebsk. F« der «chtUAS Meska« «rächt die weiß? Armee Fortschritte. Südlich des Perpussees zogen M die Bolschewistr« zurück. Aus der Front des Generals De- Ein baden sich in den Borstädte« »an Kiew Kämpfe mit den vorrückenden Bolkchewisten entwickelt.

EtngrÄfen der englischen Flotte.

m Rotterdam, 22. Oktober. (S. C.)Dailv Mail" meldet, in politischen Kreisen erwartet man das Ein­greifen deS Hauptteils der englischen Flotte in die Kämpfe in NordruAland.

Balsour äußerte sich M Parlamentarier«, er glaube, daß mit den deutschen Schuldigen auch die Bolschewisten gleichzeitig abgeurteiü werden können.

** Rotterdam, 22. Oktober. (S. C.)Atorningpost" meldet, daß das erste und zweite Heimatgeschwader der englischen Ftzrtte die beurlaubte« Mannschaften einbe- rW« haben.

»^ Frankfurt a. M., 22. Oktober. (T. &> Die hie­sige Ortsgruppe des deutschen EiseubalnrerverbanöqS hat gegen eine kleine Minderheit eine Entschlietzung an­genommen, in der der Beschluß über den Rricktritt des Etsenbahnpräsiöcnten Dr. Stapf, des Oberregierungs- rats Lüttke und des Oberbaurats Straßburg aufgeho­ben wird. Ebrnso wird die Boyfmterfläirnita aeaeu den allgemeinen Eisenüahnerver'banö zurückgenomme».

Freigabe der TebenSmitteltransporte durch Englan».

*# NotterSam, 22. Oktober. lS. C.) DieLi­mes" melden, daß das Amsfahrtnervot für deutsche «s- bensmittelschiffs aus englische« Häfe«, das seit dem 15. Oktober in Geltung war, aufgetzobe« worden ist.

Die Besetznng der AbstiUmnugsaebieK.

** Genf, 22. Oktober. (S. G.)Ecl,o de ParW^ meldet, die Besetzung Schlesiens, Schleswigs und M»° Mels durch die Truppen der Alliierten wird in der zweiten Nooemverwoche begiu«e«. Frühestens MitM November könne der Friedensvertrag mit Demschlaiw von den drei hauptsächlichsten alliierten Vtääür« oe» Weinfam ratifiziert werden.

Zur Abstimmnug in Nor-schleswis.

e* Berlin, 2t Oktober. (ß. A.s Die deutsche Re­gierung hat, wie erinnerlich, am 20. September bei den französischen Regierung erneut auf unVerzügliche E«t- lassuug -er deutsche« r7 .. _.7 " ' "

Zwecke ihrer Beteiligung an

ttkmn erfährt dasB.T General von Gbecharvtz befindet, ist gestört. Es die litauische« Truppen ! kl-LangSzargen immer m gen des Generals von W den Abzug dauern fort

um. Die Verhandlun- mit den Litauern über

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etzt vortr als

Va-enttityp WorMy Pecersvurg.

e* »erlitt, XL Oktober. ^5. T.) DieB. Z. am Mittag" meldet auS Kopenhagen, «ach den letzte« Nach­richten, die vom russischen Kriegsschauplatz heute nacht abgefan-t morde« Md, steht General Juöenitsch nur «och etwa 8 Kilometer von Petersbnrg entfernt. Die Truppen sehe« die Türme der Reva Metropol aus der Ferne und Böte« eine Explosion nach der andern aus der unglückliche« Stadt. Die Borstadt Ligowo ist be­reits etnaeumnntem Der Fall Petersburgs dürfte nur

die die

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Rückzug der Bolschswiste« am Dtuestr.

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. _________ auf ««oerzügliche E«s-

Kriegs- nur Zivilgefangexe« zum ________ _^ _ der Abstimmung in Schles­

wig gedrungen. Daraufhin ist vorgestern eine Erklä­rung von Clemenceau eingetroffen, die besagt, daß be­reits mehrere Tausend Kriegs- und Zivilgefangene au* der französischen Gefangenschaft entlassen seien. D« bezüglichen deutschen Anträge würden sofort Erledigun« finden und die einzelnen Gefangenen entlassen werde», sobald es feMeht, dass Artikel 100 der FriedenSver- trages auf sie Anwendung findet.

Die DemoSilistermrg des sra«zösische« Heeres.

w Ge«f, 22, Oktober. (S. C.)Jouruol des D«- Seldet, Satz das Dekret der Demobilsierung des chen Heeres vom Ministerrat bis nach dem ö der RMfikatnmSurkunden zurückae stellt wor­den ist.

Sniscm-nng «o« Delegierte« nach Washington.

&» Merlin, ^Oktober. (T. 11.) Die deutsche Regie- ruug hat in Uebereinstimmung mit der Auffassnna des deutschen GewerkschaftsverbandeS beschlossen, Delegiert, zur Arbeiterkonserenz nach Washington zu entsenden.

Nutzer 2 Regterunasvertreterir und ic eurem Ver­treter der Arbeiter und Arbeitgeber werden der deut­schen Delegation eine Anzahl Sachv^stänSrae mme-^ ren. Die Abreise wird voraussichtlich gemernschaftli» mit den österreichischerr Delegierten Ende dieser Wo»« erfolgen. Da der Beginn der Konferenz, der ursprüna- lich auf den 29. Oktober angesetzt worden war Eauk-

der sachlichen