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Hersfelder Kreisblatt

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®WMM* MGhM für H-rsfeld J JK< durch die Post be- g ^Mark. Druck und Berlag von Ackwig Funks Buchdruckerei | «fN>. Mir die Echriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld, j

Amtlicher Anzeiger für den Kreis HerssÄd

2 Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zelle ' Pfennig, im i amtlichen Teile, >Pfennig, Reklamen kosten die Zeile ^Pfennig.

: Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

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Nr. 237

Freitag, deN 10. Oktober

1919

, Gnglauö md ims BaBitom.

, - 4 Von unserem Berliner M.-Mitarbeiter.

Die garrze Baltikum-Zlnaeleaenbeit ist wieder ein­mal ein charakteristisches Zeichen, wie Ereignisse poli­tisch ausgeschlachtet werden können. Vor allem aber ist sie ein Beweis, daß unsere Divlolnatte genau noch so eine hilslofe und schwächliche Autzenvolttik treibt, wie die wilhelminische, die einst die jetzigen Staatslenker, als sie bloß unverantwortliche Krittler zu sein brauchten, so gern tadelten. Der gute Deutsche ist wieder einmal in die Fallstricke fremder diplomatischer Ränkespinner

gegangen und muß nun die Zeche bezahlen. Erst war er gnt genug dazu, tat Baltikum den Kopfflechter für Englatld zu machen. Denn es ist noch gar nicht so lange her, als im Osten der Ruf ertönte:The Gerumns to tbe front!" Sollten doch sogar deutsche Truppen tat Bal­tikum unter englischem Oberbefehl gegen die Bolsche- wisten kämpfen. Und nun auf einmal der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, kann, nein, muß er gehen. Was einst für die Entente eine willkommene Hilfe war, das gilt jetzt als deutsches Verbrechen. Gerade in der Bal- tikumfrage hat sich wieder einmal die kluge und raffi­niert egotstische Politik Englands und die hilflose und liebedienerische Politik Deutschlands gezeigt. Die deut­schen Truvpett sollten nach englischer Berechnung nur so lange in den Ostseeprovinzen bleibe«, bis England selber mit eigenen Truppen die Besetzung vollzogen hätte. Wären sie sofort in ihre Heimat abgezogen, so war die Gefahr vorhanden, daß die Ostseelärrder sich wieder mit Rittzland vereinigten, zum mindestens aber in eng­ste Fühlung traten. Und wer hätte den großen Nächten davon gehabt? Doch nur England, für das wir, natür­lich ohne es zu wEen, die 8 .m&ftaaten geschaffen ha­ben. Auch so eine Lohenariu-Politik! Als wir noch Sie­ger im Osten waren, da hielten wir es für die höchste politische Klugheit, Rußland dadurch zu schwächen, daß wir von ihm die Randstaaten ablösten. Man kann bei diesem Gedanken wahrhaftig das Pieeolonrini-Wort ge­brauchen: ..Wär' der Gedank' nickt so gescheit, man war versucht, ihn 6ei?Ji(ö dumm ? nennen." Diese Rand

ÄSSiÄ nige wiesen auf die Gefahr solcher hin. Senn tat Falle eines verlorenen Krieaes, an ja die meisten von uns damals noch nicht glauben konn­ten, mußte auch eine nicht vorausschauende Diplomatie sich sagen, daß diese Wandstaaten sofort unter Bert Mr- statt der Entente kommen würden, was To mei wie Un­ter englischem heißt. Die Ostsee müßte also^dann eng­lisch werde«. Daran konnte ia selbst Rußland ruchts mehr ändern, weil wir es geschwächt hatten. Waren wir aber als Sieger hervorgegangen, so hatten wir im­mer ei« grollendes Rußland als Nachbar gehabt. Wir hätten aus dem Baltikum einen norötften Balkan ge­macht, an dem Rußland nenan w viel Interesse gehaot hätte, wie vor dem Kriege an dem wirklichen BalkaN- Run aber haben wir nicht aesieat. und da^> Baltikum ist für uns eine große Gefahr geworden und wird es in Zukunft glich bleiben. Es ist weiter nichts als ein britischer Stuhl an der Ostsee. Mit der balffichen Frage bat die englische Diplomatie wieder enunal vlrtuor.' ionglieri. Erst lieft sie Deutschland m den Ostseevro- vinzen schuldig werden, indem es dre deutschen Trup- perr dort als seine Meute benutzte. Frankreich, das vor

BolschewislNlts zitterte, mußte am enalffÄe Ber- tmlafsiing sein Ja und Amen, dazu geben, und jetzt, nachdem deutsche Söldnerarbett nicht mehr nötig ist, bekomuren die deutschen Trurwen vom englischen Stie­fel einen Tritt, und Frankreich, das, sich mff einmal «icht mehr vor detn Bolschewismus fürchtet, klagt ze­ternd den deutschen Militarismus am den ^Bimmer noch fürchtet. Jetzt auf einmal gibt ihm die BaltMun- frage eine neue passende Geleaeuhelt. ^eutschland MN^ zu entwaffnen. Frankreich bat kick auch hier ruieder als Vasall Englands erwiesen, und Deutschalnd muß auch hier wieder, nachdem es für England die heißen Koh­len cms dem Feuer geholt bat. die Rolle des Geloppieu spiele«. Das ist bekanntlich für uns Deutsche der Ma­gischste Schluß, den wir aus der ganzen BaMkUln-An- gelegerchett ziehe« müssen.

Versuchter Uebertritt ins Baltikum.

w Königsberg. 9. Oktober. lT.N.) Aus Tilsit wird berichtet: Eine 130 Mann starke Abteilung der Jägerregimenter Rr. 9 und 10, die in der Absicht, zu den kurländischen und baltischen Truppen Zu sioyew die Grenze überschritt. sollte von dem .Rittmeister Mackedanz mit einer Abteilung TUsiter Dragoner zu- rückgehalten werden. Da die Jäger sich der Enttoaff- nung widersetzen wollten, einigte man sich dahin, sie bewaffnet nach Tilsit zurückzubringen. Die Jäaerab- teilung wurde in Schreitlauken untergebracht. Gegen Morgen befreiten sich die Jäaer wieder und entwichen nach der Grenze. Ein paar Mann wurden in der Ge- aend von Laugszargerr festgenommen.

** Genf, 9. Oktober. (S. C.)Echo de Paris" mel­det, daß der Oberste Kriegsrat seine Stettunancchme znr Antwortnote Deurschlands nur gutachtlich abgefatzt, daß die Entscheidung aber beim Rat der Alliierten liege. DasJournal" meldet, vor der Antwort an Deutsch- land werde der Bericht der alliierten Militarmission aus Riga abgewartet.

Berha»dlu«ge« über die Baltikumsrage.

»* Ge«f, 9. Oktober. lS. C.) Nach Melduttgen aus Paris wird die Antwortnote der Alliierten an Deutsch­land nicht vor Freitag abgehen.Homme libre" er­fährt, daß die Vcvhaudiuugeu mit Seutschlaud über das Baltikitm weiter gehen. Zugeständtrissc der Alliierten Lind tedoch nicht W enparten.

Deutsche Truppen zu den Russe« übergetreteu.

** Kopenhagen, 9. Oktober. (S. C.) Die Peters­burger Telegraphen-Ägentur meldet den Uebertritt von 8000 Truppen der Eisernen Division zu den Russen.

Englische Prcssestimmc zur Haltung der deutsche« Truppen im Baltikum.

»!» N o t t e r d a m, 8. Oktober. lS. C.iDaily Mail" veröffentlicht ein Rigaer Telegramm, wonach 14 0110 im Baltikum stehende deutsche Truppen die Rückkehr uach Deutschland auf das bestimmteste ablehuen. Die wider­spenstigen Truppe«verbä«de treffe« alle Austalte«, um im Baltikum Winter-Quartier zu beziehe«.

Beginnende K«6en im Saargebiet

m- Saarbrücke«, 9. Oktober. (T. U.) General A«dlauer erließ durch Maueranschlag folgende Prokla- uratio«: Seit 4 Uhr nachmitaas finden Unruhen in den Straßen Saarbrückens statt. Verschiedene Läden sind ge­plündert worden. Die Angestellten der Bah« streiten^ Einige Metallarbeiter haben sich dem Streik angeschlof- sen. Nach ei«gegangene« Rachrichte« soll morgen das ganze Saargebiet streiken. Z«r Aufrechterhaltung vs» Ruhe und Ordnung verhängt der General als Oberster Verwalter des Saargebietes zunächst den Belagerungs­zustand über das Saargebiet. Niemand darf sich nach 9 Uhr abends auf der Straße anfhalten, es sei denn, daß er nachweislich Dienst verrichtet. Das Zusamme«- stehen und Versammlungen werden «icht geduldet. Wei­tere Maßnahmen werden in Kürze getroffen werden.

9 Uhr abends auf Her Straße ans

Eigene Geldwährnus im Saargebiet.

* Saarbrücken, 9. Oktober. (T. 11) Demnächst in Tätigkeit tretende Kommissionen des Saarstaates wer­den sich vor allem mit der Einführung einer eigenen Goldwährung des neuen Saarstaates befassen. Die Saarbriicker Zeitungen meldelen gestern, -daß die Zu­stände bezüglich der Geldwährung im Saargebiet immer n «haltbarer werden, da ein Teil der Einwohnerschaft das Geld in Franken, der andere in Mark erhält Diese irngsetchbeit urüsse schon ^- jen der Verschiedenheit der

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mer Saarbrücken und der Oberzolldirektton Köln ge­pflogenen Vorhatrdlrmgen wurde beschlossen, die Er­richtung der beutsche« Zollgrenze aufzuschieben. Die Bewohner des Saargebietes widersetzen sich mehr und mehr dem fra«zöstfchen Ankauf vmr Gelände, wie über­haupt der zunehmenden Französier»«« des Saargevie- tes. Die Roddaer Gemeindevertretung lehnte in einer stürmisch verlaufenen Sitzung es ab, Gemeinde gelände an eine französische Firma zu verkaufen, die dort ein Stahlwerk und eine Röhrensabrik errichten wollte.

Treudeutsche Kundgebungen in der Rheinpfalz.

* * Karlsruhe, 9. Oktober. (S. C.) Am letzten Sonnllig haben in der ganzen Rheinpfalz wieder Ver­sammlungen für die Zugehörigkeit der Rheinpfalz zn Deutschland stattgefunden. Die Versamnrlunqen wur­den von den sranzösischen Besatzungstruppen überwacht. Resolutionen durften nicht gefaßt werden.

Die NüÄLehr der Kriegsgefangenen.

Frankreich entläßt die Gefangenen Ende d. Mts.

w Genf, 9. Oktober. (S. C.) Das Rote Krenz teilt mit, daß die allgemeine« deutschen Krieasgefa«gc- ne«-Tra«sporte a«s Frankreich «ach Mitteilung der französischen Regierung zwischen dem 27. Oktober und dem 2. November beginnen werde«. Es seien 432 Wh deutsche Kriegsgefangene ans Frankreich heimznbeför- dcr«.

* Berlin, 9. Oktober. tS. C.) In der letzten Woche sind 32 000 Kriegsgefangene auf deutschem Boden ein­getroffen. Für diese Woche ist das Eintreffen von 40000 Kriegsgefangenen in den Uebergabestellen angezeigt.

Die Auslieferung von Deutschen.

* Genf, 9. Oktober. lS. C.) Nach Meldungen ans Paris schreibtHomme libre": Auf Bet Liste Bel­giens Wer die auszuliefernden Deutschen sieden über 200 Na Uten, darunter die von mehr als 120 deutschen Zivilpersonen. Die Liste der französische« Regier««g wird weit «msangreicher sei«. Sie wird erst «och dem Abschluß -er ErvtittAange« der militärischen Kom«rif- ston für die zerstörte» Gebiete der Friede»sko»fere«z zngehe».

800 060 Arbeiter für den Wiederaufbau.

h Genf, 8. Oktober. (S. 6a DasJomrual" erfährt, daß die notwendige» Arbeiter für das Wieder» anfhauaebiet in der Höhe.von 800 000 Mann von Deutschland «»gefordert^ werde«. Der Plan der Wie- deranfbavko«tmissio« sehe die Wiederherstellung der verwüstetett Gebiete innerhalb vier Jahre« vor. Die Derrtschland z«r Last falleude« Koste« seien mit fast 200 Milliarde« Mark veranschlagt.

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meldet, daß

Die vollständige E«twaff«mtg Deutschlands.

^ Gens, 8. Oktober. lS. 6a ..Echo de Paris" meldet, daß über die vollständige Entwaffnung Deutsch­lands der Rat der Alliierten bisher nicht beraten habe. Der Verlauf der Vorgänge im Baltikum habe erst Frankreich die formelle Handhabe gegeben, Antrag Wr Sicherung der Bcstimmmlgeu des Friedensvertrages an stellen.

Die Ratisikatto« im qyterirayifche« Senat gesichert?

w Rotterdam, 8. Oktober. lS. 6.1 S>ie ^inte&* ^eldeu^WS Re«yE.datz,de^Seuat die Ratifizier««^

Oktober.

\ mit DeuifMa«. ^. ---

Wd W zum »0. Mo«

vember voruehvte« wolle. Die Oppositio« habe biefebt Vorschlag der Mehrheit .nmeffimntt Die Ratisikatso« im Senat fei mit zwei Drittel Mehrheit unter alle« Umstände« gesichert.

Die Streitzlage m Berlin.

Berti«, 9. Oktober. lT. U.i Der Siemensstadt ist gestern abend um 6 Uhr von der Streikleitung int» den Elektrizitätsarbeitern in Spandau der gesamte elek­trische Strom sigeschuitten worden. Der Stadtteil Iteat völlig im Dunkeln. Kanalisation und Straßerlbahn sind ebenfalls stillgelegt. Man erwartet technische Hilfe, da­mit dem Zustand ein Ende bereitet werden ka«m Es ist auch wieder zu Ansschreitünge» gekommem

Nach einer Mitteilung in der aeftriaen General­versammlung der Metallarbeiter hat der ReicksarbeitS- minifter BermittelAugsvorschläge gemacht, die Opfer von den Arbeitgebern und Arbeitnehmern forderm Der Minister weist in seinem Schreiben darauf hin, daß er die Vorschläge macht aus Interesse am Volk und seiner Wirtschaft. Beide Parteien sollen in den einzelnen Be- rufsgruppen zusammeuireten. um die in dem Schieds­spruch vom 21. August festgesetzte Lohntabelle an zu erken­nen. Wenrr keine Verständigüna erzielt würde, so ent- icheidet ein im Einvernehmen beider Parteien vom Reichsarvettsminister ernannter SackversMrdiaer. Di« Entscheidung soll rückwirkend Gültigkeit vom 1. Okto­ber an haben. Auf Antrag eines Obmarmes fand übe» das Schreiben des Reichsarbeitsminffters keine DM kussion statt. Der 15er Kommission bleibt es überlasten' auf Grund der Vorschläge des ReichsarbeitsmtnlstM in Berhanölmrgen einztttreten.

Stratze«bahnerstreik in Stettin.

** Stettin, 8. Oktober. (WTB.) Die Angestelliev der Straßenbahngesellschast sind, nachdem die Verhand­lungen wegen Lohnforderungen mit der Direktion sich zerschlagen haben, heute früh in den Aussta«» getreten Der Betrieb ruht vollständig.

.Bsykott der Seutsche« Arbeiter in Artzlausi.

pörtnrbeiterverbandes wieder, wonach ekte gewer» schaftliche Verhandlungen mit den deutschen Genossen vor zwei Jahren nicht wieder aufaeiurmmen werden sollen.

Fi««la»d baut eine Kriegsflotte.

w Rotterdam, 9. Oktober. (S. 6.)Daily MaE meldet aus Helsingfors. daß die finnitoe Regierung Verhandlungen über ein Mariueabkomme« mit @u# taub ausgenommen habe. Der Bau einer neuen fin­nischen Kriegsflotte wird englischen Wersten über­tragen.

Die neue finnische Regierung.

> * Berlin, 8. Oktober. (V. A.l An der Spitze der tu Milan gebildeten neuen westrussischen Regierung steht voransjlchtttch der frühere russische Senator Graf Pau­len. Auch die lettischen Demokraten werden darin ver­treten sein.

Japa«isch-merika«ischer Wirtschaftsvertrag.

* * Genf, 8. Oktober. (S. 6.) DerHerald" meldet aus Neuvork, der Abschluß eines Handels- und Wirt­schaftsvertrages zwischen Mexiko und Japan wird be­sannt und ruft im Senat peinliche Ueberraschungen her-

Der bayerische Staatsgerichtshof.

> # München, 8. Oktober. (S. 6.) Die bayerische Ro- gierung hat dem neuaebilöeten bayerischen Staatsss« richtshos die Prüfung der gegen die frühere Regiern»- aus Anlaß des Krieges erhobenen Beschuldigungen übertragen. Die Zusttrmnuna der Volkskammer M bereits nachaesuckt.

Zerstückelung Ungarns.

* * Berlin, 8. Oktober. iL. A.l Durch die tat Fri»- Settsvertrag für Ungarn vorgesehenen neuen Grenze» verliert Uugarn 180000 Onodratkilometer Sanft nun die Hälfte seiner bisherigen Ei«moh«er.

Kriegserklärung -er Ukraine an Deniki».

* * Wie«, 8. Oktober. (L. A.) Der «vwrrM« Preffedie«st meldet a«s Kame«e«z Podolsk: Me Ba- inübungeu der ukrainischen Regierung, den Kampf mit Denistn zu vermeide«, sind gescheitert. Die «ktraint- schen Trvppe« wurden von der rnsfischeu Freimilligei»- Armee Überfällen, worauf die ukrainische Regierung a« Deniki» den Krieg erklärte. Das Vordringen der De- nikinsche« Truppen nach dem Westen wurde ausgeha»- ten. Die Kricgserklär««g an Denikiu wurde von der «kraittische« Bevölkerung mit großer Begeisterung anst ge«omme« . Hinter Denikins Fro«t sind Sauemanf« stände ansgebroche«.

Die Ursache des englischen Eisenbabnerftreiks.

Rotterdam, 8. Oktober. lS. 6.) Londoner Blät­ter melden, daß aus Anlaß des aescketterten englischen Eisenbahnerstreiks irr London, Livervool und Manche­ster eine Anzahl Russen verhaftet wurde, in deren Be­sitz belastendes Material gefunden wurde, woraus her- vorgeht, daß der Eiseubahnexstreik Lurch bolschcwlsttsche Propaganda und für beltoeioiftifrbe Zwecke vorbereitet worden war. Die Untersuchung wurde dem General- staatsanwalt übertragen. Mehrere Milalreder des Transportarbeiterverbandes seien kompromittiert.

dA««««zio ermordet?

» * Wien, 8. Oktober. lB. T.l Nach der Wiener Mittagspost" verlautet ta Hiefiaen italiemsckcn Offr- zierdkrelsen, daß das Gerückt verbreitetsei. dAnuuuzro sei vorgestern in Fi«me ermordet worden. Die Nach­richt werde von der ttalienischen Reaieruna aehewrae- halten, trat den Ausbruch von Unru^n z« veriHitem. Eine BesMtgnna der Nachricht lieat bisher nicht wr.; Auch der hiesigen italienischen Berirekuna ist über etae; Ermordnrw dAnnütlSio Es SekanM.