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Herstelder Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

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-ersfMWur die Schriftleitung verantwoMch Franz Funk, Hersfeld. » JUt UßH MTC15 ^Ct5|CW j Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. >.

Nr. 304 Dienstag, den Ä. September 1818

; 3«r Heimkehr der firiegsgeiaiigenen.

»* Rotterdam, 1. September. (S. C.)Daily Mall" meldet, in England warten 102 000 deutsche Kriegs­gefangene aus ihre Heimschaffung. Für den französi­schen Aufbau der zerstörten Gebiete sind 32 000 Kriegs­gefangene von England abgegeben worvem

** Genf, 1. September. (S. C.) HavaS meldet, daß laut Beschluß des Rates der Alliierten der Ab­transport der alliierten Kriegsgefangenen am 20. Sep­tember beginnen wird. Es gehen nach den bisherigen Vorbereitungen wöchentlich sechs Transportzüge nach Deutschland ab. Der Abtransport soll bis zum 30. No­vember abgeschlossen sein, vorbehaltlich der Ratifizie- rung des Friedens durch die französische Kammer.

** Genf, 1. September. (T. U.) Obwohl der deut­schen Friedeusdelegation in Versailles noch keine offi­zielle Mitteilung gemacht worden ist, dürfte der Beginn »er Kriegsgefangenen-Rücktransporte unabhängig vvu

der Ratifizierung bevorstehen.

Der erste

** Amsterdam,

des Friedensvertrages ««mittelbar

Transport aus Fraukreich.

1. September. (T. U.) Der erste

Abtransport von 1000 deutschen Kriegsgefangenen hat vorgestern Frankreich verlassen. Das ist die höchste Zahl, für die die deutsche Regierung Borbereitnugen zu treffen vermochte. Die Entente ist in der^Lagc, täg­lich 3000 Mann abzusenden und kann die Transporte bis zu 6000 steigern, falls die Deutschen die nötigen Eisenbahnwagen zur Verfügung stellen. Die Heimsen- dung der Kriegsgefangenen aus Großbritannien hängt von den Seetransporte« ab, die Deutschland nach dem Friedensvertrag zu stellen gezwungen ist. Sobald Deutschland genügend Schiffe zur Verfügung stellt, kann der Abtransport beginnen.

diesem scheinbaren Entgegenkommen steckt

w Ludwigshafeu, 30. August. (Vt nachmittags stehen sämtliche hiesige Fa kehrsruittel still. Die Eisenbahn- und 9

Vts.) Seit 3 Uhr " ibrike« und Ber-

kehrsruittel still. Die Eisenbahn-und Postbeamte« ver­langen Entlastung der Verhafteten, widrigenfalls sie sich dem Streik anschlietzen. Die Bevölkerung ist sehr er­regt über das Verhalten der Franzosen, deren Mitwis- sen und indirekte Unterstützung des Putsches unzwei­felhaft feststeht. Die Teiluahme frattzösischer Soldaten an den Schießereien ist «och «Wt sicher festgestellt.

** Karlsruhe, 30. August. (L. A.) Zur Lage in Ludwigshafen wird von zuverlässiger Seite mitgeteilt, daß die Ruhe nicht mehr gestört wurde. Der Verkehr über die Rheinbrücke ist wiederum Personen gestattet, die mit Ausweisen versehen sind.

Protest »es Regierungspräsidenten.

** Ludwigshafe«, 30. August. <S. C.i Der Re- ie- ruugspräsident der Rheinpfalz hat der deutschen Reichs- regiewtng in einem langen Telegramm über die Vor­gänge in Ludwigshafen berichtet und bezüglich der Zwi- schenfälle in Ludwigshafen Protest gegen die Gewalt­akte der französische» Soldaten erhoben. Die Arbeiter in Ludwigshafen verharren noch immer im Demoustra- tionsstreik. Die Straßenbahnen verkehren noch nicht.

Die französischen Umtriebe in der Pfalz.

»* Karlsruhe, 1. September. lS. C.) Außerordent­liche Truppeuausammlnuqen wr&e« aus der Rheiu- pfalz gemeldet. In Ludwigshafen sind am ^Freitag weitere 4000 Mann französische Truppen eingetroffen.

In Spener und Zweibrücken sind aleichsalls Proklama­tionen der nanett nnabhangi -en pfälzische.: Regierung Anschlag gebracht

durch französische Truppen zum worden.

15 ständige Etttentekommiffioue«

in Deutschland.

Wie wir erfahren,

Ei« Schutzvertrag gegenüber Deustchlan».

8s* Genf, 1. September. (T. U.) Nach Brüsieler Meldungen soll zwischen Belgien einerseits und Eng­land und den Vereinigten Staaten andererseits ein ähnlicher Schntzverband gegenüber «vprovizierte« An­griffen Deutschlands abgeschlossen werden, wie er zwi- l$en den angelsächsischen Großmächten und Frankreich abgeschloffen wurde.

Die «»dankbare« befreite«" Elsässer.

Nach dem Basler Vorwärts ist seitens der sozial- demokratische« Parteileitung ein in Massen hergestelltes Flugblatt an die elsäsfisch-lothringische Bevölkerung zur Verteilung gekommen, daß die schwerste« Anklagen ge­gen die jetzige französische Regiernng erhebt. Seitens der französischen Behörde wird anf dies Flugblatt Jagd gemacht. An eine Demobilisierung der im Elsaß be­findlichen französische« Trappe«, die in den letzten Ta­gen noch verstärkt wurden, ist in absehbarer Zeit nicht zu denke«,

Stabile Lage in Oberschlesien.

* Berli«, 1. September. tS. C.) Tie'Lage i« Ober- schlefie« ist seit drei Taaen stabil. Bei der in Ober- schlefien teilenden Ententekommission ist von deutscher Seite gegen die immer noch andauernde Konzentrier««» polnischer Truppen in unmittelbarer Nähe Einspruch erhoben worden. Stich« nur die Vollziehung der Todes­urteile, svlldern auch die Vvllstreckuna der übrigen Ur­teile gegen Poleri in Oberschlesien ist vorläufig einge­stellt worden.

Die interuationale Polenkommisfio«.

tat Wie«, i. S^.cemSer. (T.U.) Die neueingesetzte ruternationale Pole«kommiffi»n hat gestern in Mah- risch-Ostrau unter dem Vorsitz .des amerikanischen »Obersten Goodyear ihre Peratnngen ausgenommen. Sie besteht sonst noch aus den englischen Vertretern Bi'vwu mld Bamyer, dem französischen Vertreter- wendard, dem belgischen Vertreter Delmerä, dem ame­rikanischen Vertreter Ringland, dem italienischen Ver­treter Marcel und dem Vertreter Denttchlands Ge­neraldirektor Hillger. Die Arbeiten der Kommission

Berlin, 1. September. «S. C.)____ ______

werden z. Zt. in Berlin für. insgesamt 13 Eutentekom- missionsvertreter Wohnunae aefmüt. Nach Mitteilung aus Kreisen der Alliierten-t>comission im Hotel Adlon werden, zur Durchführung der Friedensvertragsbe- stimmungen, 15 ständige Ä m Missionen der alliierten ins ihre Sitz nehmen

weckt werden, daß eventu auf die Schuld Deutschlands zurückzuführen sind. Die Schrift!.)

Räumung Oberschlesiens als Gegenleistung?

s* Versailles, 1. September. (T. U.)Petit Jour­nal" schreibt, daß mau in politischen Kreisen glaube, daß von den Alliierten, da sie den Friedensvertrag hin­sichtlich der Bedingungen über die deutschen Kriegsge­fangenen für ungültig erklärt hätten, wahrscheinlich eine Gegenleistung von Deutschland erwartet wird, na­mentlich, daß Deutschland sofort Oberschleste« räume. Nach der Pariser Ausgabe desNeuyork Herald" sollen Amerika und England beschlossen haben, im Laufe der nächsten und übernächsten Woche täglich 2000 deutsche Kriegsgefangene abzutransportieren. Augenblicklich ' befinden sW 48 000 deutsche Kriegsgefangene unter amerikanischer Bewachung. Das Blatt sagt wörtlich: ,®te französische Regierung will die unter ihrer Be­wachung befindlichen Gefange«e« z«rückhehalte«, bis »er Frie»e«svertrag rättfiziert ist.

f Der französische Putsch in der Pfalz.

* Karlsruhe, 30. August. tS. L) In der Rhein- pfalz sind wieder 15 060 «orte französische Trvtppe« em- aetroffen. Die Proklamatton der Unabhängigkeit »er wird von sra*zöstfche« Truppe« allgemein kg gebracht.

Proteststreik i« LNdmiashase«.

* Mannheim, 30. «uamt. lS. C.) Der^Marur- Hetmer Generalanzeiger" berichtet über die Borgarrge in Lndwiäsbafen idiaende Einzellietten: Der Bevöl-

gen Wachsen begriffen unö es ist nicht ausgeschlosien, daß weitere Streiks sich auschtreßen werden. Nach dem Ereignis ist es nicht zu verwundern, rvemi sich in die­ser selbst so ruhigen Bevölkerung, die sich wder Me»- uungsäutzernug in ^erfawtnhtnaett ^

^rugehalten hat, eine SSiMinnna bemächtigt, die das

»

Die englischen Blätter melden, daß in den nt .. vierzehn Tagen 40 000 Tonnen Kalisalz in England er­wartet werden, die die englische Regierung von Deutsch­land gekauft hat und deren Wert auf einige Hundert­tausend Pfund Sterling geschätzt wird. WieDaily Chroniele" meldet, ist .dies Kali für die englischen An- bauere, unter die es verteilt wird, von großem Wert, da in England ein sehr großer Mangel an chemischen Düngemitteln besieht.

Amerika und der Friedensvertrag.

« Geist, 30. August. <S. 6.) DerHerald" meldxt aus dteuyork, der Senat hat Einzelberatungen der Ab- ändernugsantrüqe zum Friedensvertrag beschlossen. Die Beratungen werden mehrere Wochen dauern.

Die amerikanische Intervention beschloßen?

Zürich, 80. August. lS. C.i DieTimes" melden aus Neuyork, wie dieNeuuorker Sun" meldet, haben die Vereinigten Staaten beschlossen, in Mexiko zu in­tervenieren. Die Vorbereitungen zu Land und zu Wasser sind bereits getrofferr.

Amerika und der Friedensvertrag.

Das Pretzbüro Radio meldet aus Washington, datz sich der vom Senatsausschrrß für auswärtige Angele­genheiten angenommene Berbesserungsantrag beMglrch des Friedensvertrages mit Deutschland im ganzen auf 50 Abänderungen erstreckt, denen zufolge die Beterli- gung Amerikas bei der Regelung internationaler, Eu­ropa betreffender Fragen abgelehnt wird. Senator Mc Cumber erklärte, die Annahme dieses Antrages durch den Senat würde zweifellos eine Beleidigung Japans bedeuten und eine Lage Waffen, die zum Kriege zwr- fchen den Vereinigten Staaten und Japan JulKeit Mißte Der Führer der Demokraten rm Senat, 'S^enator 5sttcheok, verhandelte mit Wilfon stundenlang über die Stellung des Senats gegenüber denr Friedensvertrage mit Deutschland. Hiicixok versicherte dsm Präsidenten, daß die Ailösicht«i für die Genehmigung des Friedens­vertrages vollkommen befriedigend ieien. Mindestens zwölf Republikaner ivürden gegen eine Abänderung be­züglich Schantungs stimmen, was zusammen mit. den RegieruM^emokraten eine Ablehnung des Abande- rungsantraaes verbürge. Präsident Wilfort gab seinem Vertrauen Ausdruck, daß die Mehrheit des Seilates den Friedensverira nicht durch eine Ablehnung bezüglich

^* Rotter»am, 30. August (WTB.) DerNieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus Neuyork, daß der republikanische Senator Wood Protest qegen die Ent­sendung amerikanischer Truppen «ach Schlesie« erho­ben hat.

Neue Einfälle poluischer Bande«.

Das Generalkommando des 6. A.-K. meldet: Die Zufälle polnischer Banden in deutsches Gebiet mieder- holen sich letzt täglich. Bei Gorschütz griff wiederum eine 100 Mann starke bewaffnete Bande unsere Feld­wache an, die den Angriff in erbittertem Kampfe ab» wies. Der Angreifer ließ einige Tote zurück. Es ist nicht anzunehmen, daß diese Einfälle ohne Vorwissen des reMlare« polnische« Grenzschutzes erfolgen.

Die Kriegsgefahr mit Mexiko.

*-* Köln, 30. August. lS. E.» Wie die internationale Telegraphenagentur aus Berlin berichtet, wird in den Vereinigten Staaten das bewaffnete Einschreiten in Mexiko für unvermeidlich gehalten. Die Vorbereitun- gen von Heer und Flotte sind bereits beendet.

Protest der Tiroler an Amerika.

Innsbruck, 29. August. In der gestrigen Sitzung des Tiroler Landtages beantragten die Abgeordneten Dr. Reut, Nikolussi und Genossin: die Absendung folgen­der Kabeldepesche an Senator Lodge, den Vorsitzenden des Ausschusses: Der deutsch-österreichische Friedens- vertraa liefert Deutsch-Südtirol entgegen dem feierlich verkündeten Bolkswilleu an Italien aus. Der Tiroler Landtag bittet den Senatsausschuß. die Südtiroler a«- zuhören, und ihr Selbstbestimmungsrecht zu schütze«.

Masfenprozetz gegen die ungarischen Kommuuisten.

* Wie«, 30. August. «S. C.) DasNeue Abend­blatt" meldet aus Budapest, die Budapefter Staatsan- wattschaft bat gegen 2300 Kommuttistenführer uu» Ar­beiterräte die Anklageerhebung beantragt. Bisher ist von dem Gericht in über 1000 Untersuchungsfällen der Antrag zur Erhebung der Anklage stattgegeben worden. Der Masfenprozetz wird in der zweiten Septemberhälfte vor den Budapester Gerichten beginnen.

Neue Umbildung des nugarischen Kabinetts.

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Nur deutsche Nervosität.

Die französische Militärbehörde verbreitet folgende Meldung: lieber die jüngsten Vorkomnrnisse m L:ld- wigMafen sind in der Presse des unbesetzten Deutsch­lands «urichttgc Mitteilungen veröffcntlicht worderr

Polizei hervorgerufen worden ist. Dieser bedancrlüye Zufannnenstoß hat ^t Tod zweier Postbeamten zur ^olge. Die UitterMiinn wird fortaef^t. Der Zwi- geblieben. In Lu-rvlgshafen und Mt weiter unqesttzrte Ruhe.

se Ableugnuna ist wohl kaum noch in woMen r«d die französische ^Esprtt -vMstÄ. Wie durch die "i*^^-» auf das

>* Budapest, 1. September. (T.U.) In einem Mi- «istcrrat traten die Ressortminister einmütig gegen das Verbleiben Friedrichs an der Spitze des Kabinetts ein. Friedrich zog die Konsequenz daraus, worauf der Han­delsminister Franz Heinrich Verhandlungen zur Re- konstruierung des Kabinetts aufnahm. Au Stelle Frie­drich übernimmt Heinrich das Präsidium. Garamt wird das Handelsportefeuille, Lowast das Aeutzere, Baron Kerenyi das Innere, Hegedues die Finanzen und der sozialistische Keidel das Portefeuille der Volkswohlfahrt

Garamt

das Aeutzere, Baron

Str«che»kampfe in Kronstadt.

Kopenhagen, 30. August. lT. IL) Die in Stock­holm erscheinendeDagens Nugheter" erfährt auS HeWngfors: Flieger, die gestern über Kronstadt flogen, berichten, daß auf der» Markte ein regelrechtes Gefecht zwischen Bewaffneten und der Bevölkern«« stattfand. Erve Menge Leichen lagen auf dem Markt und in den ^sÄÄÄ