Hersfelder Kreisblatt
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Nr 198 "™ Dienstag, »en »6. August ” 1919
Ruhe in Sberschlesien.
** Breslau, Avfranert des (j
„ ^Berlin, 25. August. iS. C.) In ganz Oberschle- fte« ist der Sonntag ruhig verlaufen. Die Hauptfithrer Her Bewegung sind von den Reichswehr-truppen festge- nvnrmew Unter ihnen befanden sich 20 Polen, deren Zugehörigkeit zum poluffchen Heeresbeftaud erwiesen ist.
s Das Abflauen des Streiks.
28. August. lB. A) Wie in einem Teil >en Jnöustriebezirke sich ein starkes , »everalstreikes bemerkbar macht, so ist endlich auch im Kreise Hinöenbura wieder die Arbeitslust der Arbeiter hervorgetreten. Man rechnet damit, daß auch dort der, Bergarbetterstreik anfangs der nächsten Woche vollständig erloschen sein wird.
Die Entente und Oberschlesien.
»* Lugano, 24. August. lT. U.s Im Obersten Rat erklärte Hoover, wenn matt den revolutionären Zustand in den Kohlenbezirken Oberschlesiens andauern lasse, so laufe man Gefahr, nicht allein 6 Millionen Tonnen monatlich zu verlieren, sondern auch weitere Ausbreitung der Unruhen im Reich und völlige Lähmung der Kohlenförderung wird die Folge sein. Hoover schlug deshalb eine umgehende Besetzung der Koh- lenzone durch Entente-Truppen vor, sowie die Ksn- «ollieuung der Kohlenproduktion und Verteiln»» durch die Entenekounnission. Deutschland wird die sofortige Besetzung Oberschlesiens durch Entente-Truppen gewiß ««nehmen.
** Paris-24. August. lT. U.) Hoover wurde nach hier HirkulierMden Gerüchten mit der Aufgabe betraut, nach Berlin Ereilen, um mit der deutschen Regierung über die vorzeitige Besetzung des oberschlesischen Ple- biszitgebietes zu verhandeln. Nach den Ausführungen Hoovers im Fünferrat ist die Besetzung notwendig, um die Kohlenproduktion zu sichern.
Die EntentÄkommission in Breslan eingetroffen.
** Breslau, 25. August. lT. U.) Die Ententeksm- «tssion ist gestern mittag hier eingetroffen. Sie ist zusammengesetzt aus drei Engländern, drei Franzosen, zwei Amerikanern und einem Japaner. Der Leiter der
nmnen aus Schlesien geladen sind.
Entente-Mission nach Ost- «ttd Westpreutzen.
•-* Berlin, 25. August. lS. C.i Die nach Oberschle- sten abgereisten MttAieder der Be rliner Ententekoni - mission werden Mtttwock in Berlin zurückerwartet. Ententevertreter reisen am Montag nach Ost- und Westpreutzen.
Weitere TrnvpentranSporte nach Oberschlesien.
e* Berlin, 23. August lS. C.) Nach Oberschlesien find auch am Freitag und Sonnabend frlih aus den Provinzen Brandenburg und Sachsen weitere Truppentransporte abgegangen.
EntentefMrer fürs polnische Heer.
** Rotterdam, 23. August. (S. C.) „Daily Mail" meldet aus Warschau, hier ist eine neue Allnetteu-Mlk- tärmission eingetroffen, die die Führung der polnischen Armee in bevorstehenden Kämpfen gegen Somretr«tz- land übernehmen soll.
Angriff regularerpolmscher Truppen?
Beuche«, 24. Anglist. Die 32. Jnfanteriebrigade teilt mit- In der Gegend von Metz gestern nachmittag Ä starke Angriffe auf Feldwache» von Laukau und alkowitz. Letztere wurde won polnischen Banden und regulären Truppen unter MhrulM von Offiziere» durch Minen,verferfeuer einaelertet. Der in Gottschal- »eingebrochene Feind wurde im Gegenstoß über renze znrückgeworfen. Der Angriff auf Feldwache Lankau wurde abgewiesen. In Gleiwitz wurde ein Au- griff auf das Proviantamt abgewiesen. Sonst ist der Tag im Aufstandsgebiet ruhia verlaufen.
StaatKche AutonoMie für Ober-schlesien?
Wie dem „Qherschlestschen Kurier* ans Weturar mitgeteitt wird, Heben die dort weilenden Mitglieder des Zentrums aus Schlesien im Gegensatz zu der Veröffentlichung in der vorigen Woche jetzt mehr denn ,e auf dem Standpunkt, daß Oberschlesien mogluststelne bundesstaatliche und nicht nur eine provinzielle Autonomie erhalten müsse. Sie haben in einer dringenden Eingabe an MezReichsregierung diesen Standpunkt ver- tteten und auf dies Folgen einer anderweitigen Regelung hinsewieseus
konferenz zur Spra für die K ausgebe..
ZurüÄbehattung der Gefangenen?
' August. (T. tL) In der Friedensrage der deutschen Kriegsgefangenen pur wies darauf hin, da« Englaud genen täglich 2% Millionen Franken mErunde schlage er vor, England rngenen dem Bertrage gemäß sofort
so möge England die tskiefern, das ihre Ar- rlfonr .noch-.Polk auf die-
Molk auf die- «a der Frage
n»T4vkrcc».
*W» Der Volks durch und Zivtlgefangenen
Verlaufe Freiherr von Lersner erklärte, im Septenrber sollen deutsche Gefangene aus Sibirien zurückgeführt werden, die im Februar 1920 hier sein können. Auf Borschlag der Regierung soll die Charterung von Schiffen in Asien erfolgen, nm weitere deutsche Kriegsaesan- denen langen Leiden und Entbehrungen sandte.
Ebert an die heimgekehrten Gefangenen.
^ Berlin, 25. August. (T. II.) Der Reichspräsident bat zur Begrüßung an die 5000 Gefangenen, die aus Serbien im Lager Lechfeld bei Augsbnrg eingetroffen sind, ein Telegramn, gesandt, in welchem er ihnen beim Betteten deutschen Bodens seinen Gruß und den Ausdruck wärmster Teilnahme in den bisher ausgestandenen langen eLiden und Entbehrungen smrdte.
SchleAnigeNatrsikatron des FriedenZvertrages
» * Rotterdam, 25. August. lS. C.l Eine Reuterdepesche meldet, der Rat der Alliierten in Paris beschloß, die alliierten und assoziierten Regierungen um Befchlennignng der Ratifikation des Friedensvertrages mit Deutschland zu ersuchen.
Amerika gegen den Friedensvertrag?
» ^ Amsterdam, 24. August. (T. II.) Senator Knock erklärte bei einer in seinem Büro stattgefundenen Konferenz, daß der Friedensvertrag mit Deutschland von den Vereinigten Staaten völlig abgelehnt werden wird. Er sagte, die Vereinigten Staaten sollten sich überhaupt nicht in die Verhälttusse in Europa einimischen und hätten nichts mit dem in dem Friedensverttag. bezüglich der zuklinfttgen Bestimmung der europäischen und asiatischen Völker und Gebiete getroffenen Regelungen zu tun. Senator Lodge äußerte, wenn der Bölkerbnnds- vertrag aus dem Friedeusvertrag herausgeschält werde, so trete er nicht für die istblehuung des Friedensver- trages ein. Lodge versucht ausdrücklich die opposttto- Heilen Elemente zu sammeln.
Vom Obersten Rat der Alliierten.
Der Oberste Rat der Alliierten bestinnnte in der Sonnaebnd-Sitzuug, daß die Kosten für die Bolksab- stimmnng in Schleswig zu gleichen Testen von Deutschland und Dänenrark getragen werden sollen. — Er beschäftigte sich alsdann mit > em österreichisechn Friedens- ÄÄ^m»Ä5 Debatten in der italienischen MWner über die Rati- sizierung des Friedensvertrages, die am 3. Septenrber beginnen, beizn.wohnen ^ Der Rat behandelte dann auch eingehend die Kohlenfrage. über die NMifter Lvu- cheur Bericht erstattete. Nach feiner Ansicht erklärt sich die Schwierigkeit nicht nur aus der Förder-ungsvermin- derung, sondern auch aus der Transportlage. Er teilte mit, daß demnächst eine Mission nach Polen reise, um dort die Kohlenttage zu studieren. Nach Pettt Journal bestehen auch Trausportschwierigkeiten im Saargebiet und im Pas de Calais lagern 100 000 Tonnen, die nicht abgefahren werden können.
Fünfzehn Jahre amerikanische Truppen im Meinland.
Der Sonderberichterstatter des „Echo de Paris" in Washington meldet, Wilson habe den Senatoren erklärt, Annrika werde 15 Jahre lang in den Rheinlanden ein Truppenkontingent unterhalten müssen.
Anfhebnng der Präventivzensur in Wiesbaden.
* * Wiesbaden, 24. August. (T. U.) Die französische Besatzungsbehörde hat die Präventivzensur für die hiesige Presie aufgehoben und die Einfuhr aller deutschen und ansländische» Zeitungen und Zettschriften erlaubt. Ebenso wurde nurunchr die Abhaltung politischer Ber- samurlungen genehmigt.
Besetznng der deutsche» Kohlengebiete gefordert.
* * Berlin, 25. August. lS. T.) In der Pariser und Londoner Presse mehren sich die Auslassungen, die eine Besetzung der deutschen Kotzlengebiete zur Berhtttung von Sabotage fordern. Außer der „Tttnes", der „DaUy Mail" und dein „Temps" schreibt auch Clemenceaus „Homme libre", daß die Zustände in den deutsäseri, besonders in oberschlesischen Kohleirgebieten im Interesse der Weltversorgung mit Kohlen flitz das Winterhalbjahr eingehende Maßnahmen der Alliierten herausfordern.
Auch die Belgier gegen die Abfallbewegung.
* * Karlsruhe, 25. August. Wie aus Koblenz gemeldet wird, hat der belgische Militargouverueur in Aachen auch für den von Belgien besetzten Teil des Rheinlandes Verhandlungen und Matznahmeu gegen die deutsche Reichsverfassung unter Strafandrohung verboten.
Der Streit «m die Adria.
• * Mailaud, 24. August. tT. U.) Stach römischen Jufornrationen herrscht in Paris noch immer eine große Unsicherheit über die Lösung der adriatische» Frage. Auch die neue italienische Delegation habe, trotz einiger Scheinerfolge die Slussichten nicht zu Gnnste« Jta, lievs zu ändern vermocht.
Die Drangsalieknng der Pfalz.
w Kopenhagen, 23. AUgust. iS. C.) Aus Ludwigs- Hafen wird geüleldet, aus Befehl des Marschalls Fach ordnete der Oberbefehlshaber in der Pfalz an, daß tn den pfälzischen Städten eine HausWchnng vvrgenmn- men werde, um nach Lebeusmitteln zu forschen, die während des Krieges durch Deutsche aus Fraukrerch und Belgien entwendet wurden und zurzeit in der. Pfalz ^erborgen sind^ Bei dieser Gelegen^tt wurüe«^
Gegen Englands Machtgier. ^
w Berti«, 23. August. (L. A.) Me >.H-lMAWsche Preise fordert Mc Zurückziehung der englischen Truppen aus den inzwttchcn nenbefrtzte« «MßmamfMt .
Drei dentsche Protestnoten.
* * Zürich, 23. August. (L. A.) Aus Paris wirl gemeldet: Major Manier, der Vorsitzende der Milk tärmissioll, hat im französischen Auswärtigen Ami Dienstag nachmittag drei Noten des Freiherr» vor Lersner übergeben. Die erste bezieht sich auf die Um terdrückung der fchwarzen Listen, die zweite auf die Haftpflicht der deutschen Küstenfahrer bei den Trans- porten der Entente, die dritte enthält einen Protest gegen die von der wirtschaftlichen Abteilung der französischen Armee in dem befetzterr Gebiete angewandten Maßnahmen gegen die dentschen Unternehmungen in den brsetzten Gebieten.
Die Schweiz und der Völkerbund.
m- Bern, 23. August. (T. U.) Die Kommission des Nationalrates zum Völkerbund hat in mehrtägigen gemeinsamen Sitzungen die Frage des Beitritts der Schweiz zum Völkerbul?d erörtert, ohne jedoch zu einem endgültigen Beschluß zu gelaugen. Die nattonalratliche Kommission wird sich am 8. Sevtenrber neuerdings zur abschließendeu Beratnug versammeln, während die völ- kerbnndliche Herbstsession die Wiederverhandlung zur Entscheidung über das Völkerbundsproblem am 22. September beginnen soll.
Der amerikanische Senat gegen den VölKrbuudsverir
w Berlin, 23. August (L. A.) Washingtouer Mel- durlgeu lauten übereinstimmend dahin, daß Wilsonj Versuch, den Senat für die Unterzeichnung des Völker- bnnosverirages zu gewinnen, fehlgeschlagen sei.
Der belgische Staatsschatz nach Autwerve» gebracht.
k* Berlin, 23. August. (2. C.) Der belgische. Staatsschatz, der auf üBer sechs RiMiardeu geschätzt wird, Bei ivährend des Krieges nach England in Sicherheit gebracht worden war, ist soeben auf einem besonderen Schiff nach Antwerpen gebracht worden. Er wird nach Brüssel geschafft werden.
Ein belgisches PalaiS für den Völkerb»«»?
e -* Paris, 25. August (WTBü Der hiesige „Nen- york Herald" verbreitet solgende Melduug, die nicht geringes Mffehen erregen dürfte, aber einstweilen vül- lig m'.bestüiigt ist. Diese^ Nachricht soll baltz offiziell ^be- lars nnerttgekilich znr Verfügung gesteltt. Die erste Sitzung der Liga wird, wie es heißt, nicht im Oktober tu Washington, sondern erst im Februar oder März 1926 ftättfiuBem
Skaudinavie« And der Völkerbund.
* * Kopenhagen, 25. August. <WTB.) Der Rat des nordischen interparlamentarischen Verbandes wird sich am 1. September in Stockholm in seiner zweiten Delegiertenkonferenz mit der Frage des Völkerbundes beschäftigen. Für die Behandluna der Völkerbundsfrage find von den zwei Sitzungstagen eineinhalb vorgesehen. Als Richtlinie für die Diskussionen sind angegeben: Verhältnis der warlamentarischen Union zum Bölker- bunö. Der Schiedsgerichtshof beabsichtigt die leitenden Gesichtspunkte in Resolutionen nieöerzuleaen.
Zentrum und die „rheinischen Repubtiken".
* * Köln, 25. August. (T. U.) Das Zentralorga» der Zentrnmspartei erläßt an der Spitze des Blattes einen Aufruf, der sich in entschiedenster Weise gegen die Sorrderdefttebnngen ausspricht, und darauf hin- weist, daß in wenigen Wochen der in Köln stattfindende Parteitag der gesamte« rheinischen Zentrumspartei über die Zukunft der Rheinlanoe volle und restlose Klarheit bringen werde. Bis dahin muß gewartet werden. Die Zukunft der Rheinlande mnß auf gesetzlichem Wege entschieden werden, nicht mit Mitteln revolutionärer Treibereien.
Die Unabhängigen auch gegen die Losreitzung.
* * Berlin, 25. August. iWTBy Gegenüber der Meldung, die rheinische nnabhängige sozialdemokratische Partei habe mit dem Zentrum und Dr. Dorten wegen Gründung eines unabhängigen Staates versmndelt, er- führt der Bezirksleiter der unabhängigen sozialdeuwkra- ilschen Pattei in Köln: In der Frage der rheinffche» Repirblik nimmt die Unabhängige Sozialbenrokratie dieselbe Stellung ein, wie die Parteileitung der Unabhän- oigen Sozialdemokratie im Reiche. Es wurde ein Au- ttag angenormnen, alle Mitglieder, die sich in irgend einer Weise an gegenteiligen Bestrebnngen beteiligen, sofort aus der Partei zu entkernen.
Die Abfindung für Kaiser Wilhelm.
e =* Berlin, 25. August. (WTBs) Die polittschen Informationen bemerken zu der Meldung über eine angebliche AbsindunMnmme von 175 Millinen Mark für den Exkaiser als früherer König von Prentzen. Eine Geldabfindung . für den Kaiser ist in dem Entwurf über eine finanzielle Auseinandenennng zwischen Staat und Krone vorgesehen, aber nicht annähernd in der angegebenen Höhe. Etwa die Hälfte der Summe ist angesetzt. Das Wesentliche hierbei ist aber die Tatsache daß ausgrnnd der Besteuerung, die das Reichs«vt- opfer fordert, der gesamte Bettag a« das Reich abgc- • führt wird. Außerdem wird noch eine erhebliche steuerliche Belastung des sonstigen Vermögens des Kaisers ftaitfinben. Wenn man bedenkt, daß der Monarch die gesamte Apanage für^alle Priuzen des kaiserlichen Hau- ses z« zahlen hat, so.geht hieraus hervor, daß ihm ver-° MältntSmäßie sehr werttg fitr den Lebensunterhalt ver- Sbletben dürfte. Nicht^unerwähnt darf bleiberr, daß Kaiser'Wilhelm einen fchr großen. Teil seines frühererr Ei»-' i kourmens für die Erhattung nud Ausgestaltung gerade äer alten Schlösser»z. -'W. Wchßei- Saal im Berlmer Stadtschloß t^erwaW htMuud -der Ipitiahd) dem Stmch aiiaMi*. fnmmL 8e**mefe '.StßlflKe«. cn^v»i»»»»t ^-— -3