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Herslei der Tageblati

Hersfewer Kreisblatt

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Amtlicher Anzeiger

viettÄMAich fit H-rsfeld 7^Mark, durch die Post be- | Amtlicher AmeMSr 8lk«rk. Druck und «erlag von WMg Winks Buchdrucksrei » ~ p

fit die Schnstleitung »sxantmsMch Franz Funk, Her-feld. g IM H^CtS HerSfelI

MV 190

M monardiiWe Beroegnng in Ungarn.

Kaiser Karls Ansprüche auf die Krone.

** Wien, 15. August. (T. u.) I« der Reiter Burg ist, wie der Wiener Vertreter des93 erlitt er Tageblat­tes" authentisch ans Berdapest erfährt, ein Kurier mit einem Handschreiben des Exkaisers Karl an den Erz­herzog Joseph eingetroffen. In diesem Schreibe« weist Exkaiser Karl zunächst darauf hi«, daß er «och immer rechtmäßig gekrönter König Ungarns sei. SoLmm be­traut er bis zum Angenblick seiner ikttickkehr den Erz­herzog mit dem Palatinat der StellAertretung des ab­wesenden Königs in Ungarn ««d drückt als Wef des Hauses Habslmrg dem Erzherzog gleichzeitig den Dank für den der Dynastie geleistete« Dienst <ms. Es wird ferner dem Erzherzog überlassen, in dem ihm geeigrrei erscheinte« AngeEick mm dem Palatinat Gebrauch zu mache«.

Rumänien erhielt das Hanptmandat für die Besetz»««.

>* Wien, 15. August. (T. B) In Paris wird gegen- wärtta daran gearbeitet, mit den Rumänen zu einer Verständigung auf folgender Grundlage M kommen: »nie« unterwirft sich im allgemeine« öe« Wüv- ter Entente. Dagegen bestimmte der Oberste Rat, daß in Anbetracht der ungeklärten Vierhäktnisfe in Un­garn noch immer die Notwendigkeit bestehe, Entente- truppen «nd eine ständige Kontrolle bis auf weiteres im Lande zn belassen. R«Atänie« erhielt das H«tpt- mandat für die Besetzung.

Rumäniens Antwort an die Entente.

9s* Wien, 15. August. (T. B) Das rumänUche Pressebüro in Bukarest meldet, die Antwort Rumäniens auf die Ententenote ist in entgegenkomwendem ««d .freundlichem Tone gehalten. Es wird darin der Wunsch

y-gleich wird Heu Gebietes ültige wm 8

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sem ErnvernehMen er-

>gtz Sie Räumung deS erfolgen könne, wenn

bildet ist, die die Gewähr für die ErfüMmg de nommenen Berpflichttmgen biete.

Französische Besorgnisse.

M m. Parrs, u,.. Augug. iWHMn- ww» gen des Korrespondenten der /,Franks. Zertur Erzherzog Joseph von der englischen Regierung werden. DerNeuyorker Herald" sagt in einer chuna der Lage in Ungarn, daß man mit der W

pre-

der Dinge unzufrieden ser. Me Franzosen befürchten anscheftiend, durch die Rückkehr der Habsburger könnte den Hohenzollern der Weg geebnet werden. , Jetzt ar­beitet die französische Diplomatieeftrrg an einem Do- naubund zwischen Ungarn, Rumanisn und Polen und erhofft aus diese Weise dre Errichtung einer Schranke gegen Deutschland.

KsusersatWes.MMftSLZNM m NKZsr».'

^. B « ö a p e st, 14. August. (B. M I« Budapest ist heute das Kabttrett «e« gebildet worden. Es ist äußerst konservativ. Die SozialdemokrÄte« haben S^ Teilnahme gänzlich abgelehnt. Ministerpräsident bleibt Friedrich. Äuswäriiges vergeht Martin Lowatzi, In­neres Baron Perenryl. Die RattonalVersammlung wird in 8 Wochen einberr^en werden.

Nach einer weLeren Meldung ist die BMmg einer neuen Regierung noch.immer in der Schwebe. Ihre ^^^Wwn^15. August. (WTB.) Die ungarische Strife verharrt noch immer aus dem toten Punkt. Die Sozial- demokraten verweigern den Eintritt in eine Regierung Friedrichs und überhaupt in jede Regierung, wenn nicht Bürgschaften gegeben nürrden, daß sich noch ^ düng der Regierung der Rerchsverweser Erzl^rzog $W seph zurückziehe, da sein Berbleiben als Präjudiz für die Wiederaufrichtung der Mmmrchie betrachtet werden müsse. Die Goztaldemokraten wollen, daß die Frage der Staatsform in voller. Freiheit auf demokratischer Grundlage gelöst wird. Dre bürgerlichen Parieren ha­ben angestchts dieser Sachlage erwogen, unter Umstän­den eine endgültige Regierung ohne die Sozialdemokrg- lie zu bilden, die dann die Geschäfte bis zum Zusanr- mentritt der Nationalversar>.rmlung zu führen hatte. Eine solche Lösung widerspricht aber dem Auftrag der Entente, die eine aus allen Gesettscha?Wfchichten gebrl- »ete Regierung wünscht.

Der Friedeusyertrag mit Deutsch-Oesterreich.

| Der Anzeigenpreis beträgt fit die einspaltige Zeile z ' Pfennig, im i amtlichen Teile , Pfennig, Reklamen kosten die Zeile Pfennig. Erscheint jeden Wochentag nachmittags. FernsprMhsr Nr. 8.

Sonnabend- den 16. August

von 2% Frcnrken für Die Wiedergutmachung zurnckbe- halten werden, die den Arbeitern von der deutsch-öster­reichischen Regierung zu vergüten sind. Da sie bei dem jetzigen Kursstände die doppelte Arveftslsse«uuter- stützung ausmcuhen würden, bat Sie deutsch-österreichi­sche Regierung diese Bedingungen abgelehnt. Es wird darüber noch verhandelt.

Die SchUldfrage am Kriege.

Frankreich veröffentlicht die serbisch-österreichischen Mten.

e* Genf, 15. August. (S. C.)Homme libre" schreibt, daß Frankreich nunmehr die VerSffe«iljch«ng der Akten über die serbisch-österreichische Fragr vom Juli 1914 vorbereite «nd damit die SckWlSfraqe Kriege vor den Böllern feftfteßen wolle. Auch die deutsche« Botschafter im Juli 1914 zngcgengmeu ! dtifrterfen Telegrantme der kaiserlichen Regierung, die i entziffert Wurden, fallen in der Veröffentlichung cuthal- ! ten sei«. Die A«klageerhebat«g gegen die dettiHeu Po- litiker und Militärs sann nicht besser vorbereitet

e am

dem

werde«.

Die Festlegung der deutschen Grerrze«.

» Rotterdam, 15. August. tS. C.)Daily Mail" meldet aus Paris, im Rat der Alliierten einigte man sich dahin, daß die Festlegung der neuen deutschen Gren­zen bis zum 1. April 1920 durchgeführt sein soll. Ws dahin sollen alle erforöerlichsn Volksabstimmungen in den zur Abtretung bestimmten Gebieten durchgefiHrt fem.

Japan für RattfikattiNl.

w Rotterdam, 15. August, melden aus Tokio, der Aussü

(S. C.) DieTimes" ; des japanifÄerr Par- fikation des Friedens-

baments sprach sich für die ________________ ... ________

Vertrages mit Dentschland aus. Die Regierung teilte mit, daß Sie Erledigung der schwebende« Fragen mit CAna besonderer Vereinbarung Vorbehalten bleiben müsse. ISy

Das SchMssl dsr GefsnWNe» m R«»S«ie«.

^ Berlt«, 14. August. (8. St ) Bon sutnuter- richteter Seite wird mitgeteilt, daß das Schicksal der 3000

1919

Schulkompromitz in Bayern.

»s* Bamberg, 14. August. (WTB.) Die AnnahMt des Lehrergesetzes und des Schuldedarssgesetzes im bayerischen Landtag erscheint nunmehr gesichert. Neben einigen unwesentlichen Zugeständnissen ist dem Zen­trum die Annahme eines Antrages zugesagt worden, wonach die Religionslehrer nicht als reute Fachlehrer mit Anstellung durch die Gemeinden, sondern als volle Lehrkräfte einzustellen sind, wobei die Tragung der Kg- sten durch die Religionsgesellschaften für den Religions­unterricht festgelegt werden müsse. Der Staat aber wird die Kosten bezahlen, die jedoch durch Umlage der betreffenden Religionsgesellschaften gedeckt werden. Mit der Annahme dieses Gesetzes durch alle Parteien füllt natürlich die Möglichkeit einer Regierungskrtsis weg, und die umstrittene Frage wird sich so lösen, wie es be- reits vvranszusehen war.

Verschärfte Streitige in Oberschlefien.

** Bresla«, 15. August. (T. It) Die Lage in Ober- schlesien hat stch dadurch verschärft, daß die Bewegnag auf die Elektrizitäts- und Hüttenwerke übergegriffe« hat. Das Lichtwerk von Zaborce hat sich dem Streif gestern mittag angefchlosser?. Die Arbeiter erklärten, die NotstandsarbeiteN nur bis morgen mittag ausführeA z« wollen, falls nicht bis dahin ihre Forderungen, die rein polftrscher Natur sind, angenommen seien. Weiter Md in den Streik eingeLreien 4 Grube« und von den Hüttenwerke« die Barldonhütte «nd die Utemannhütte bei SchoppiNiß. Heute vormittag findet in Kattowiß eine Besprechung statt, an der der Staatssekretär für Oberschlesien und Gewerkschaftsvertreter aller Richtun­gen teilnehmen werden.

Der oberschlesuche Grube narbeiterstresk umfaßt fast das gesamte Kohlenrevier mit Ausnahme des Huldscht- ner und Rybniker Reviers. Es streiken 85 bis 90 Pro­zent.

GeKeralstreik m Bslgien.

** Brüssel, 15. August. (WTB.) Der autzerordent, lrche gtationalEongreü der Eisenbahnergewerkschaften, der . Tote

ernährt und sehr f^I

en durch Offiziere und das ____

aus nichtigen Gründen vorgevommen. Es ist sogar eine regelrechte Prügelstrafe in Uebung.

Die Heimschaffnnq der Kriegsgefa«ge«en aus England.

e=* Haag, 14. AugM. (B. T.) Im Unterhause teilte Bmmr Law auf eine Anfrage mit, daß die deutsche« Kriegsgefa«ge«en nach der Rattfikativu des Friedens­vertrages schnellstens heimgesaubt werden. Entspre­chend dem Friedensvertrage habe dies jedoch im Ein- ver«ehme« mit den Alliierte« zu geschehen.

Die deNtsch-Pslurschen VerhaNdlunKeu.

-- Berlin, 14. August. (S. C.) Wie wir hörerr, ist einer der allernächsten Ziele der deutsch-polnischen Ver­handlungen die HerbeiMrung eines möglichst «or«m- len Post-, Personen- und Wagenverkehrs zwischen Denttchland, Posen und Warschau. Beide Teile wün­schen und erwarten, daß dieses Resrtttat rmch wenigen Berhandlungstagen erreicht sein werde. Uebrigens reist einer der deutschen Hauptunterhändler, Herr Simson, nach Weftnar, um von der Reichsregieruna noch I«- firuEtionen für die Verhandlungen einzuholeu. Durch diese Reise werden aber die Verhandlungen in Berlin keine Unterbrechuna erleiden.

Die re^chseigene Steuerverwaitimg.

^ Berlin, 15. August. (WTB.) Im Zchneraus- schnß der Natto«alversammlu«g wurde der entscheidende 8 8 der Reichsabgabe»rdK««K, der bestimmt, daß die Steuern durch das Reich 8tt verwalten find, a«ge«om- tnew. Widerspruch erhoben im große« und chluze« nur die beiden Fraktionen der Rechten, währd die So- zialdemokrate« und das Zentrum sich nachdriicklich da­für einsetzten. Der demokratische Abgeord«ete Der«- b«rg trat gleichfalls für die reichseigene Stenerverwal- t««g ein ««d erklärte, während seiner Amtszeit als Reichsstnauzminister deutlich erkannt M habe«, Satz kein anderer Weg möglich sei.

Gegen die KapitalabWsnderu«g.

mit 72 gegen 4000 Stinmwn zv. Der Streik oll spätestens am 17. August um Mittermacht beginnen.

Absage der englische» Arvetter.

f~* Rotterdam, 15. August. (S C.) In der englischen Tradeunion ist am Freitag, wieDaily Mail" meldet ein tieucr Antrag, die direkten Beziehungen mit den deutschen Gewerkschaften wieder aufzicuebmen infolge genügender Unterstützung abermals negativ verlaufe«. Es wurden mehrere heftige Reden gegen die deutsche« Arbeiter gehalten, deren Streitlust die Erfüllung der Verpflichtungen Deutschlands gegenüber den zerstörten Aufbaugebieten Belgiens und Nordfrankrecchs ge­fährdet.

Gute Aussichten für die Exportbelebung.

Die Besorgnis, daß die deutschen Waren crach dem Kriege endgültig vom Weltmarkt ausgesperrt werden, braucht uns nicht weiter zu beschweren. Die Sorge um unsere wirtschaftliche Teilnahme im Auslande wird durch die Tatsachen ersreulicher Weise dementiert. Schon seit geraumer Zeit hat eine lebhafte Nachfrage «ach gewissen deutsche« Erzeetguissen eingesetzt. Neu­trale Kaufleute werden als Vermittler ntebt nur von deutschen Fabrikanten, sondern auch von französischen und englischen Känser« in Anspruch genommen. Beim Metzamt in Leipzig, das betonntid) eine Auskunftsstelle Air deutsche Ausfuhrartikel eingerichtet hat, gehen Mhl- reiche binfragen auf den verschiedensten Gebieten ein. Zögernd nur öffnen sich die Tore zum Weltmarkt für uns wieder. Die jungen fremdländischen Industrien, die im Kriege emporgekommen sind, leisten den größten Widerstand, da sie ihren Platz zn verlieren fürebten. Aber schließlich braucht das Ausland die bentfdten Wa­ren. Der Kaufmann ist da einsichtsvoller als der Pv- litiker. Wo er billig und gut taufen kann, wird der bisher feindliche Ausländer unbedenklich einkaufen.

Eduard Bernstein deutscher Botschafter in London?

es* Haag, 14. August. (B. M Aus London wird ge­meldet:Daily Expreß" erfährt, daß man in britischen Arbetterkreisen es für wahrscheinlich hält, daß Eduard Bernstein demnächst deutscher Botschafter in England werden wird.

Der Zusammenstoß mit den italienischen Offiziere«.

w Berlin, 14. August. (S. C.) Wie wir von der ttalienischen Militärmission erfahren, handelt es sich bei dem unangenehmen Zusammenstoß, der sich in den gestrigen Abendstunden Unter den Linden zwischen einem Pastanten und vier italienischen Offizieren er­eignete, um einen äußerst nichtigen Borfall. Bon der Mission wird uns ausdrücklich versichert, daß die ganze Angelegenheit von italienischer Seite aus keine Folgen, haben werde. Das Polizeipräsidium verweigert eine Nähere Auskunft über den Fall, der von eurem Teil de, Berliner Morgenpresse als große Sensation behandelt wird.

Berhastung und Wiedersreilastung Dr. Dortens.

»s* Köln, 14. August. (L. A.) Dr. Dorten, der Präsident der rheinischen Republik, ist gestern in Köln verhaftet, aber auf Betreiben der brittschen Besatz««^ behürde wieder freiaelassen worden. _ ...-------

. (WTB.) Mit einer direkte« ages kann nicht gerechnet

w Wiem^M. A

werkrm"^ Deuisch-Oesterreich'"viel'zuschwach,ist, um Me eventuellen Folgen einer Mchtunterzeichimug für sich übernehmen M Kinnen. Als letzter Ausweg bliebe eventuell das Mtel, die Werwaktung über Deutsch -

eine Siegier mtg

Aufrechterhalt

DeuischMesterrekch At eWgen Frageli ^ntgegenfemmett bnuiefeu wird, so usird die WerÄ««« des Friedens am 19. August eBolM.

Oesterreichische ArbetterWrde« Wiederaufbau

9-c Wie«, M B«gWst.^1T.,U.) Me

über die Evtsev^ma, ^.Setter

hrtr Miederaiftban w nach Noro-

frankE stel^ vor dem Abschluß. Me fmuzösifthe Regierung bietet Mt Arbester« eilten T-agelohn von 114 Franken, tüe M dem gegenwärtigen Kursstand 32 Kronen entspreche« Wrhetz. vexlayal Mr, dqb 5*

« Weimar, 14. August. (WTB.i Im 10. Ausschuß befaßte man sich wetter mit dem Gesetz über die ergän­zenden Maßnahmen gegen die Kapitalabwanderung. Hier wurde ein neuer Paragraph angenoulmen, der dem Reichsfinanzminister die erforderliche Ermächtigung zur Einziehung der im Umlauf befindlichen Barrknoiev und Darlehnskasse«schei«e zum Zweck des Umtausches und zu sonstigen Maßnahuren zur steuerlichen Erfassung ge- flümteter oder' versteckter Vermögen erteilt. Außerdem wird der Finanzruinister ermächtigt, Verordnungen über den Geschäftsbetrieb der Banken zu erlassen und unzuverlässige Banken gegebenenfalls zu schließen. 'Als Strafen werden Gefängnisstrafen bis zu 3 Jahren und

unzuverlässige Banken gegebenenfalls zu f

Strafen werden Gefänguisstrafen bis zu 3._.... ... Geldstrafen bis zu 100 000 Mark angedroht. Die be­treffender Verordnungen bedürfen der Zusttrimrung eines 10gliedrigen Ausschusses des Reichstages und müssen aufgehobLN werden, wenn der Reichstag es ver­langt. Der Artsschutz begann dann noch mit der Bera­tung des grundlegenden § 8 der Reichsabgabeord«n«g, der bestimmt, daß die Steuern von den Reichsbehorde« M bürivalten sind. Beschlüsie wurden nicht gefaßt.