Einzelbild herunterladen
 

9 erst einer xngebiatt

Hersfelder Kreisblatt

}easB88BSOT"ä8aBeeeee»»»B eeseeeaeaaaeaeae

»iertelWÄich filr-Msfeld ? ^iarf. durch die Post be- Druck und Verlag von Ktnks Buchdruckerei , KRr die Vchristleitung verantworAich Kranz Kunk, Herrfeld.

Amtlicher Anzeiger fRr den Kreis Hersfeld

E Der Anzeigenpreis beträgt ffc die einspaltige -eile ' Pfennig, im s amtlichen Teile, ) Pfennig, Reklamen testen die Zeile ' Pfennig. krsch«nt jedm Aochentag nachmittags. Femspr^her Nr. I.

»N. 189

Freitag, de« 15* August

1919

M me MMWm in M

* Berlin. 13. August. (WTB.) Das Reichs- gesetzblatt veröffentlicht in einer Sonderausgabe die neue Berfaffnng, die damit in Kraft getreten ist. Der Reichspräsident hat den bisherige« Präsidenten des Reichsministeriums, Herrn Gustav Bauer, zum Reichs-

Deutsch-russischer Handelsverkehr?

kanzler ernannt, nalversammlnng Reichstag. Die rungen bei der

Die verfassnnggebende deutsche Natio- führt von jetzt ab die Bezeichnung bisherige Vertretung der Landesregie- Reichsregierung, der Staatenausschutz,

»* Stuttgart, 13. August.

berichtet, der Berliner Berti.... ... .......______ Herald" meldet, daß, obgleich offiziell die Sowjetregie­rung von der gegenwärtigen deutschen Regierung nicht anerkannt und die russische Frage noch nicht gelöst wor­den sei, deutsche Handelsgesellschaften schon heute mit russischen in Berdiudnnq getreten seien. So unterhan­delten zwei große deutsche Lokomottvsabrkken mit der Sowjetregierung über den Ankauf von Lokomotiven, und die deutschen Fabriken wollen von der Towjetre- gierung 290 000 Tonnen Flachs und 109 000 Tonnen Baumwolle kaufen.

(S. C.) Aus Basel wird

ertreter, des LondonerDaily

re­

cht

durch ihre G< ja, sogar zur

hat anfgehört z« bestehe«. A« seine Stelle ist der Reichs- rat getreten.

Der Reichspräsident hat eine Verordnung erlassen, -atz alle Beamten -es Reiches and der Länder, der Ge- nwinden und der Kommnnalverbände und sonstigen öffentlichen Anstalten sowie -ie Angehörigen der Wehr­macht Unverzüglich auf die Reichsverfassung an ver­ewigen sind.

Neue Kommissionen für Deutschland.

^Rotterdam, 14. August. (S. C.) DieM»r- ttingpost" meldet, die Alliierte» haben sechs SonSerkom- miissionen gebildet, die Sie Staatsverwaltung Deutsch­lands überwachen sollen, soweit den Alliierten das Recht tot Friedensvertrage dazu eingeräumt worden ist. Die Times" melden, zur Vermögensabgabe in Deutschland liege ein Beschluß der Alliierten vor, wonach diese Ab­gabe mit Vorrang den Alliierten zuznführe« sei.

Die Entente und die kommunistische Agitation in Dentschland.

--^Berlin, 14. August. (S. C.) Nach einer Mel- -nng derDaily Atail" soll die kommnnisttsche Agita- twn in Deutschland, die die Vertragsverpflichtungen Deutschlands lahmzulegyn drohe, von den Alliierten in vermehrtem Maße überwacht werden. Das Londoner

Englische Warenausfuhr nach Deutschland.

»* Rotterdam, 13. August. (S. C.i Wie die Lou- doner Zeitungen melden, sind im Monat Juli auch aus deck vereinigten Königreich fast doppelt soviel Waren nach Deutschland ausgeführt worden als im gleichen Monat des Jahres -1914. Der Hauvtteil der Waren sei in das besetzte deutsche Gebiet gegangen.

Auseinandersetzung BauerMichaelis.

Der Präsident des Reichsministeriums ®MCr erwi­derte auf ein Schreiben des früheren Reichskanzlers Michaelis vom 9. August u. a., daß die in der National­versammlung mit verlesenen Schlußsätze des Schreibens an den Generalfeldmarschall v. Hindenburg der Oeffent- lichkeit nicht zur Kenntnis gegeben wurden, weil sie für belanglos gehalten wurden. Der springende Punkt war doch, warum die damalige Regierung keine entspre­chende Erklärung über Belgien abgab, ü. h. eine Er­klärung, derzufolge Deutschland bereit war, Belgien bedingungslos aufzugeben.

In der Ihnen nahestehenden Presse" führt Mi­nisterpräsident Bauer weiter auswird nun der Versuch gemacht, den Sinn Ihrer Worte dahin umzu- denten, daß Sie mit dem noch so wertvollen Stützpunkt, um dessentwillen nicht einen Moment länger Krieg ge­führt werden sollte, Lüttich verstanden hätten. Mit die­ser Verschiebnug werden Sie wenig Glück haben. Sie wollten auf obiger Grundlage Frieden schließen, dazu

Das kleine Japan, vor einem BierteljahrhrvwM noch für uns Europäer das Mikado-Operetten-Ämb, W jetzt eine gefürchtete Weltmacht geworden, die bet vv- ginn des Krieges zum ersten Male sich auch tn ewtnx päische Angelegenheiten einmischte. Sie hat ihre aew« ^Nonroedoktrin nur ganz einseitig für sich selber Mae- schnitten mrd hatte es nicht nötig wie AmeMa, sie nach­träglich erst zu ändern. Und daß Japan aus dem Stadium der Großmacht in das der Weltmacht her­ausgetreten ist, das beweist vor allem das Vorgehen der beiden angelsächsischen Mächte, die sich jetzt eng zu­sammen tun, um einst gegebenfalls den Protagonisten der gelben Riesenschar erfolgreich bekäurpfen zu können. Nicht nur die Vetternliebe, die sehr leicht in Haß um» Luschlagen pflegt, hat die beiden angelsächsischen Staa­ten zusammengeführt, sondern die gelbe Furcht. Und 1, die er vor kurzem

aus der kurzen Antwort ßanfti ...... . . . ______

im Senate gab, sind ganze Kapitel neuester Geschichte zu lesen. Auf eine Interpellation über das Vorhan­densein von Geheimverträgen zwischen den Vereinigten Staaten und England sagte er: Man habe sich mit (Großbritannien im fernen Osten vollkommen geeinigt. Was mit dem fernen Osten gemeint ist, das bedarf wohl kaum einer näheren Erklärung. In diesem .fernen Osten, in China namentlich, das das nächste Austei-

lungsobjekt bilden wird, wird einst die große Geschichte gemacht werden, vielleicht die größte, die es je gegeben hat. Und dort wird Japan als Wächter die große Ost­pforte, die in das gelobte Land führt, mit allen Mitteln seiner Macht und List verteidigen. Denn die Völker Europas und Amerikas werden einst durch die eiserne Notwendigkeit gezwungen werden, ihre Astenfahrten anautreien, wie einst die Kreuzritter ihre Palästina­fahrten. Slber nicht heiliger Idealismus wird sie dazu drängen, sondern Ällaierialismus. Wenn alle Schätze der Welt ausgebeutet sein werden, dann wird Asien noch eine unerschöpfliche Quelle ungehobener Erze und Kohlen sein. Aber so weit bis in die Jahrtausende hin­ein braucht man gar nicht zu gehen, es genügen schon die nächsten Dezebnieu. Asten ist der Riesenmagnet.

Die Herabsetzung der englische» Streitkräfte.

w Rotterdam, 14. August. (T. II.) Nach einer Reutermeldung aus London hat Churchill im Unter- banse eine Erklärung über die Herabsetzung der dritt­le« Streitkräfte abgegeben. Er sagte, daß am 30. No- pernber das britische Heer am Rhein auf eine Brigade and auf eine Lnftabieilung zurückgebracht sein wird. Die Heimsendung der deutschen Kriegsgefangenen sei jetzt gestattet, aber ihrer Rückkehr habe der Oberste Rat nM nicht zugestimmt. Churchill betonte, daß in einem Jahre England und Deutschland die einzigen beiden Großen Nationen sein werden, bei denen es keine Dienst-

Rhein auf eine Brigade rrückgebracht sein wird.

volle Stützpunkt" ist nichts anderes als die

Küste, um die damals in der Oeffentlichkeit und im Kronrat heftig gekämoft worden roar, und deren Besitz eben mit der Slnnexiou praktisch gleichbede»tenS war. Daß der Generalfeldmarsckall v. Hindenburg in Kenrtt- uis der Vorgänge den Sinn der Meldung von dem noch so wertvollen Stützpunkt" sofort ebenso verstand, geht aus seiner Antwort hervor, in der er schreibt, daß in der Marine und weiteren patriotischen Kreisen ein Verzicht auf die flandrische Küste als ein schwerer Schlag empfunden würde, der nur gemildert würde, wenn die der Marine zuerkannten Kouwensatiouen zur Tat werden."

Die ungarische Kabinettskrise.

pflM mehr gebe.

Ein Sieg Wilfons.

** Rotterdam, 14. August. (S. C.) DieTimes" melden aus Neuyork, der Senatsausschutz hat den Böl- kerbuudsvertrag in seinen Gruudtzttge« angenommen. Der Sieg Wilsons ist jedoch solange nicht vollständig, als nicht die einzelnen Bedingungen des Vertrages er­

ledigt sind und der Vertrag nicht vom Senat und präsentanterchaus mmenommen ist. Man rechnet, dies frühestens im Dezember geschehen fern wird.

iL Mail rechnet, daß

Wiederstände gegen den Kaiserprozetz.

*-* Rotterdam, 14. August. (S. 6.)Daily News" erfährt, daß im Oberhause mehr als 35 Lords gegen den &ÄÄ

gegen die Zulassung -es Katserprozesses agitiert.

Die Ablieferung der Fischereifahrzeuge.

Am Mittwoch fand in Versailles zwWe« den deut­schen Regtermrgsvertreterrl und Fischeretsachverstandi- gen und den Ententevertretern eine Besprechung wer dre Ablieferung der Fischereifahrzeuge statt. Derrtschersetts wurde das Angebot gemacht, ein Viertel Her nach dem Friedensvertrag abzuliefernöen Fahrzeuge innerhalb der vorgcschlageuen 60 Tage nach dem Inkrafttreten des Vertrages zu übergeben und drei Viertel der abzulie- fernden Fahrzeuge nach den Wünschen der Entente auf delitschen Werften neu zu bauen. Dieser Vorschlag hat für Deutschland den Vorteil, daß unsere Fischerei reine Unterbrechung zu erleiöeu braucht, und bietet der En­tente den Vortett, anstatt alter für sie unbrauchbarer Fahrzeuge moderne nach eigenen Angaben gebaute zu erhalterr. Der Vertreter Frarlkretchs fragte, ob Deutsch­land damit einverstanden wäre, daß die neu zu bauen-

den Schiff ten. Der trÄer der gäbe der j

es zu. Die Wer- I schriftliche lieber.»

M

' Die Koustttuieruug des Völkerbundes verschöbe«.

»i »o« re«

5

»^ . Rotterdam, W. August. tS. C.) Wie dieMor- ost" erfährt, habe« die Alliierte« den Termin der des BWerlmnM, -er auf den 1 No- war «m 6 Monate verschoben. Die

Staa« s

-* Wien, 14. August. (T. U.) Im Gegeusatz zu ; den gestern vormittag eingelaufene« Nachrichte« w«rde ! nachmittags aus Verdauest gemeldet, daß die Regie­rungskrise in Ungarn anscheinend noch immer nicht gelöst ist, da sich neue Schwierigkeiten ergeben haben. Martin Lowatzi soll den Vorsitz im Koalitionsministe­rium abgelehnt haben, weil die Z«sanrmensetzn«g des Kabinetts nicht feinen Wünschen entspricht. Wie es heißt, soll der bisherige Brinistervräside«t Stephan Friedrich mit der Lösnng der Krise beschäftigt sein.

Die Bewegung der Bankangestellten.

Die Berhaudluuge« in Hambrirg bisher ergebnislos.

»-* Hamburg, 14. August. (T. U.) Der Referent im Reichsarbettsmi nisterium Dr. Busse ist am Mittwoch nach Berlin zurückgekehrt, nachdem in der gestrigen Ver­sammlung der Hamburger Bankleitungen einerseiteS

ner bräfe zu ersterben dort. Sann wird aber­mals eine große Bolkerauseinandersetzung kommen, eine viel gewaltigere. Vielleicht werden dann die bei­den angelsächsischen Riesenblöcke sich zu einem ver­schmelzen, und Frankreich, das trotz des Krieasansgan- ges durchaus nicht in die Reihe der ersten Mächte ge­rückt ist, sondern erst recht durch feine angelsächsischen Protektoren an die zweite gedrückt worden ist, wird tu 1 einem Deutschenhaß den Vasallen der 'Angelsachsen weiter spielen. Japan aber wird dann vielleicht seinen Traum, den es vor dem Kriege, ja, vielleicht sogar noch während desselben gehabt hat, durch den Zwang bei Ereignisse verwirklicht sehen, nämlich das Bündnis mit Rußland und Deutschland, das schon geopoli- tisch als ein natürliches erscheint. Und das ist es, ivas die Angelsachsen fürchten. Man erinnere sich nur der . Beunruhigung in London und Newyork, als vor kur- ' zem die Legende von einem deutsch-japanischen Geheim» ! bündnis durch die Blätter ging. Das war, wie gesagt, : nur eine der vielen politischen Legenden. Aber diese Beunruhigung verriet uirs doch zweierlei: erstens, daß der (Gebaute an ein solches Bündnis die Herren an der Themse und jenseits des großen Teiches nicht rubif schlafen läßt, und zweitens, daß ihnen die Möglichkeit eines solchen Mindnisses durchaus nicht absurd erscheint

Die Tage der Schmach und des Elends in Deutsch­land werden vergehen, wie alles in der Welt einmal vergehen muß.

geführt werde« können. An Laufe der Verhanülm erneuerten die Bankleitungen ihr Angebot, das sie dem Schlichtungsartsschutz gemacht hatten. Die Anti

vor

wird bis heute mittag 2 Uhr verlangt. Die Angestellten h»ben ihre Ansprüche aufrecht erhalten und die Fort- setzung der Verhandlungen in Berlin beantragt.

Neue Bttehaudlunge« im Berliner Bankgemerbe.

** Berlin, 14. August. (T. U.) Die Zentrale der Augestellten-Rüte der Berliuer Grotzbanken trat gestern zu einer Sitzung zusammen, unr über die Annahme der von den Bankleitungen angebotenen Tarifsätze zu ent­scheiden. Die Angestelltenausschüsse fönten zu dem Er­gebnis, daß das Angebot der Banken für die Angestell­ten nicht annehmbar sei, daß man vielmehr die in dem Hamburger Schiedsspruch festgelegten Sätze beanfpru- chen und auf eine Zurtickdatieraug der tarifmäßigen Vergütung vorn 1. Oktober 1919 bestehen müsse. Die Angestelltenausschüsse sämtlicher Banken sollen deshalb mit den Direktionen hierüber in neue Verhandlungen treten.

Japan und die Angelsachsen.

Von unserem Berliner M.-Mitarbeiter.

Es besteht zwischen Japan und den Angelsachsen - ' ~....... die sich auch durch

~ ' lsen nicht

eine unverkennbare Spannung, die sich a die schönsten diploumttschen Höflichkeitsphra^ hinwegtäuschen läßt. Diese Spannung hatte dem Kriege zwischen Amerika und Jl^..... ---------- und ist während des Krieges noch mehr erhöht worden, dadurch, daß beide Autipoden militärische, wirtschaftliche lind polMsthe Vorteile eingeheimst haben, die sie gleich- zeitig M den ersten Weltniachte» erhoben haben wo-

_,____ schon vor apau bestanden

Eine »ene Niederlage Kotlschaks.

* Haag, 13. August. (L. A ) Nach einer amerika­nische» anctlichen Meldung haben sich die Streitkräftc Koltschaks auf einer sehr ansgcdchnten Strecke vor der Bolschewisten zurücksiehe» müssen. Sie gingen mehr aft 20 Meilen zurück. Es gewinnt den Anschein, als wenn Omsk in die Hände der Volschewisten fallen wird und sie die Herrschaft über Sibirien zuritckerovcr» werden

Wilso» verlangt die Rännnurg Schantungs.

* Haag, 13. August. -WTB i DerNieuwe Cou- rmct" meldet, daß in den Vereinigten Staaten Wilsontz Erklärung in der Schantungsrage als Lösliche aber be- stiumtte Erklärung angesehen werde, bau er kemerler gegen China gerichtete Sonderabkommen anerkeuRe und darauf bestehen werde, daß Japan seinem Veripr chen, Schmrtung zu räumen, strikte Nachkomme.

Senator Lodge argen den Vvtkcrb«»dverirag.

»-* Anlsierdam. 13. August. (WTB.j Reuter mel­det aus Washington, daß der Führer der Mehrheit und Vorsitzende des Staateuausschnsies für auswärtige Slu- gelegenheiten, Senator Lodge, im Senat in einer lan­gen Rede den Völkerbund ein absichtlich entstelltes Ex­periment nannte und erklärte, der Völkerbundvertrag müsse, besonders was die Artikel 10 und 15 anlangt, ge­ändert werden, bevor er ratifiziert werde.

Wieder ein peinlicher Vorfall in Berlin.

Berlin, 14. August. (T. II.) Ein peinlicher Vor­fall ähnlich dem des Sergeanten Mandeim ereimtefe sich gestern in den Abendstunden in der Straße Unter den Linden. Vier italienische Offiziere, von denen, drei Uni- fornt und einer Zivil trugen, wurden von einem vor­übergehenden Passanten mit dem SchimpfwortDtac- caront" belegt. Durch diesen Zuruf gereizt, gab einer der italienische« Offiziere dem Beleidiger eine £*