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Sersfelder Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

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reis vierteljährlich fit Hersfeld 7, ^Mark, durch die Post be- ! Mark. Druck und Verlag von Miwig Kunks Buchdruckerei g Mr die Schriftleitung verantwortlich Kranz Funk, Hersfeld, r

Amtlicher Anzeiger Mr den Kreis Hersfeld

s Der Anzeigenpreis beträgt fit die einspaltige Zeile ' Pfennig, im | amtlichen Teile >Pfennig, Reklamen kosten die Zeile ^Pfennig. Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. I.

Nr» 186

Dienstag, den 1^ August

1919

M Matz im Sie Ksenbahnbeamle».

' _ (X II.) Der Minister der MfAttlrcheu Arbeiten richtet einen Erlaß an die Beam­tenschaft der preutzisch-hessischen Staatsbahner». Anlaß dazu geben, ihm die Nachrichten von der in Erfurt er- Wten Gründung eines mitteldeutschen Blockes, der die Demokratisierung der Eisenbahnverwaltamgerr auch mit den Mittel« des Streiks er3w traten will. Diese - ^Propaganda des Streiks unter der Eisenbahnbeamten- ;

schuft nennt der Minister ein Verbrechen am deutschen Volke. Er weist hin auf die Gefahr des völliger» Zu- stiumreubrnchs unseres Wirtschaftslebens, auf die ve- rorgniserregertde Lage der Kohlenversorgung und die schwierige Betriebslage, mit der die Eisenbahn augen­blicklich zu kämpfen hat. Wenn in solchem Augenblick eine kleine Anzahl von Beamten eine Organisation schaf­fen will, um den Streik zur Durchsetzung persönlicher Wünsche proklamieren zu können, so fei -das eine Tat,

die auss schärfste verurteilt werden müsse. Der Mi­nister ist überzeugt davon, daß die weitaus überwie­gende Zahl der Eisenbahtrbeamierr diesem Vorgehen srernd und voll Abscheu gegenübersteht. Diejenigen, die hier eine Streikoraanisation schaffen wollen, die als Werkzeug in ihrer Hand jederzeit zum Losschlagen 6e= reit sein soll, gefährden die staatsrechtliche Stellung der Beamten auf das schwerste. Der Minister läßt keinen 8weifet darüber und weiß sich darin einig mit der taatsregierung, daß die Fortsetzung dieser Pläne und die Betätiguna in der Streikoraanisation von den zuständigen Bearnten mit den gesetzlichen Strafen ge­ahndet werden wird. Er richtet deshalb die ernste Mah­nung an jeden Veamten, sich von solcher Organisation ßcnznhaltcn, und erwartet wn dem gesunden Sinn r Eisenbahnbeamten, daß sie die Erkenntnis vor» der Frevelhaftigkeit eines solchen Unternehmens in alle Kreise der Beamten träger» werden.

in tzenEr?tisch-m Geiste

e* Cassel, 10. -lugust lT. Lt Dre Beamten- «uo Arbeiterorganisationen im Eisenbahndirektionsbezirk Cassel erlassen eine Erklärung, daß die Nachricht der »F. Z.", wonach die Casseler, hessischen und thürrugi- schen Eisenbahnbeamten und Arbeiter usw. einem mrt- teldentscher» Block angehören sollen, der die vollständige Demokratisierung durch einen Streik erzwingen will, den Tatsache?» nicht entspricht. Wenn eine zuständige Stelle den angeblich Erfurter Vorgängen eine allge­meine Bedeutung beilegt, die einer solchen Lage der Dinge nicht zukommt, so kann dcchinter nur dre Slbsrcht erkannt werben, selbst maßvollsten Bestrebungen der Eisenbahnerorganisationen, die Demokratisierung der Verwaltungen in wirklich demokratischem Geiste öurch- LUführeu, vor der Oeffentlichkeit zu diskredrtreren.

EisenbahnerVersaruutluna in Frankfurt.

w Frankfurt a. M., 11. AucMt. (T. U.) Auf Ein­ladung des Deutscher: EiserBMuerverbandes vertrat Sormtag vormittag der Bezirksleiter der Sranffnrter Gruppe, Lumb, in einer zahlreich besuchten Versanmr- luug die ForSernngen der Eisenbahner.Wemr dre Einführung des Rätesystems", so führte der Redner aus,nicht in allen Betrieben erfolg, dann kann man M in Weimar auf etwas gefaßt machen." lieber den Staub der Lohnforderungen auf Grund der Jenaer Beschlüsse fei von: Zentralvorstand die Auskmrft ern- gegangen, daß noch in dieser Woche in Berlin dre Lohn- komnrission zusammentreten werde. In oer Drskussrvu führte ein Redner aus, gegen Deser, der rm alten Sinne die Arbeiter kunte, müsse man scharfe Stellung «ehmeu. Die Mehrzahl der Redner übte scharfe Kritik an den Ausführuinaer- des Referenten Lumb und an den Maß- nahmen der Efserrbahrwerwaltuna. Die ErtcuMug, daß man unter allen Umständen den Generalstreik anfacheu müsse, wenn die Remerung die Forderungen der Arver- terschaft »richt bewimge, wirrde von der Bersmnrulung mit zu stimmendem Beifall aufgeuvUmrem.

Die Gewerkschastskeitunge« lehnen einen Streik ab.

e* Frankfurt a. M., 10. August. lT. u.) Wie der Korrespondent derF. Z " ur Eisemrch erfahrt ünd uber die Versammlung des deutsche« Estfeubaimbeomte»,Hun­des «»»richtige Berichte in die deutsche Prene aelarmt, die den deutschen Eisenbahnbeamkemburid , W der /Er­klärung veranlassen, daß in den Bezirke« CasW, Erknrt, Halle ü«d Magdeburg über die Köpfe ihrer. Gewerk- kchaftsleituvge« hinweg ei« Streik z« oraa«»s»ere« »er­sucht werde.

Keine Gefahr von Erfurt?

8^. Berlin. 11. August. (T. H.) Der Vorstano des Gewerkschaftsbitudes deutscher Eisertvahubeamten hatte am Sonntag eine Besprechung mit dem Münster der öffentlichen Erbettelt, über dessen Erlaß an die Eüeu- bahnbeamteuschast. Die ^nnbeSleitimg übernahm die Gewähr dafür, daß wnt Erfurt aus seine besondere Streikaaüaüüu nntetnommeu und gefördert werden wirb. Der MiEer stellte fest, daß zur Frage des Streikrechts der Beamten an sich durch seinen Erlaß eine grundsätzliche Stellung nicht genommen sei.

Banköea«teW«eM in Hamburg.

^ Hamburg, H. Au-gu/i. M. M Die Hambtirger Baukaugcstellte« haHen bei SerM-Wt einssluerr Barrk- betrieben erfolgten AbMmonng , Ä »aesen oOO Stimmen den Eintritt du ben Srreik beschlossen. E»»»e XÄÄ&ÄÄ K gS'&ÄÄW«,.««© WWÄL'WW^SkAMWLZ tfhsrasK*

Der Streif im Kalibergbau.

Vertreter des Bezirksbergarbeiterrates in Halle hat­ten unter Führung des Unabhängigen Koenen nnd des Steigers Peter eine Unterredung mit dem Referenten des Reichsarbeitsministerinms in Weimar. Die mitae- teilten Forderungen der streikenden Kalibergarbeiter gingen im wesentlicher» auf weitere Erhöhung der Löhne und Verknrznng der Arbeitszeit über Sie im Tarifver­trag zwischen Gewerkschaften und Kaliinteressenten ge­troffenen Vereinbarungen hinaus und auf die sofortige EiuMrung der Betriebsräte im Kalibergbau. Der Reichsminister lehnte die Ein'eitung von Verhandlun­gen ab mit dem Hinweis, Saß am 26. Juli ein Tarif­

tra^

vertrag für den gesamten Kalibergbau abgeschlossen sei. BsilegUAg des Metallarbeitersireiks i« der Pfalz.

o* Aus der Pfalz, 9, August. lWTB.) Der Streik in der Metallindustrie in den Bezirken Neustadt und Lanöau ist nach vierwöchiger Dauer durch Vereinba­rung eines nach Altersklassen abgestuften Tarifs, durch den namentlich Sie bisher schlechtes bezahlten Arbeiter wesentlich anfgebestert werden, beendet worden. Eben­so ist nach gleich langer Dauer der Streik bet der Eisen­gießerei .GeSrüöer Gienanth in Eisenberg durch gegen­seitige Vereinbarung zu Ende gegangen. In verschie­denen Orten droht ein Larrdarbeiterstreik auszubrechem

Schwere KäMpfs i« Themnitz.

** Leipzig, 9. August. (S. Die Kämpfe, die in Ehemnitz zwischen Reichswehriruppen und Demon­stranten stattfanden, gehöre»» zu den blutigsten Ereig­nissen der Revolution. Die Zahl der Toten wird auf mehrere Hundert geschätzt. Die Zarff der Verwundeten soll 598 übersteigert.

^ Dresden, 9. August. (S. C.) Die gestrigen schweren Unruhen und StratzönSämpfe in Cheumitz ha­ben zahlreiche Opfer an TrieN und Verwundeten ge­fordert. Genaue Zahlen stellen noch richt fest. Die auf dem Hauptbahnhof eingetrossenen Regierungstruppen wurden von per Wguhe genden Häusern mit Gewehr- und Maschrneugewenr- schüssen empfangen. Die Truppen gaben, zunächst Schreckschüsse, später jedoch scharfe Schüsse auf die Meuge ab. Bald darauf ging die Menge zum Angriff gegen die Truppen mit Waffen aller Gattnnqen vor. Es entwickelten sich überall blutige Rahlämpfe, sodatz sich der Befehlshaber der Truppen genötigt sah, den Befehl zum Räumen des Bahnhofs zu geben. Die Truppen stellten das Feuer ein, worauf die Meuge sich auf die Soldaten stürzte und sie zum Teil entwaffnete. Zahlreiche Soldaten sollen in bestiaMcheb Weise ermor­det worden sen. Die Menge stürmte den Hauptbahnhof und erbeutete dort zahlreiche Geschütze und Maschinen­gewehre, mit denen sie ihr Lager, das neue Stadtthea­ter, ausrüstete. Die Truppen mußten sich in die Trans- portziiae znrückzlehen. Truppenverstärkungen sind im Anmarsch. Im Laufe des gestrigen AbensS hat die Menae das Lebensmitteldspot gestürmt und die Sicher- Heitswache des Gefängnisses entwaffnet. Die Arbeiter­schaft fast aller industrieller Werke befindet sich im Aus-stand.

Ruhe in Cbemnitz.

t-» Berlin, 9. August. (L. A.) In Chemnitz herrschte heute vormittag Ruhe. Bei dem gestrigem Ueberfall auf die Regierungstruppen sind 60 von diesen «ub 10 Ar­beiter gefallen.

Die Opfer in Chemnitz.

e-, Dresden, 10. August. (T. ID Wie die Chennntzer Polizeibehörde am Somtaberid mittag 1 Uhr mitteilte, haben die RegiernngÄttinpyen 14 Tote und 56 Ber- wnndete zu beklagen. Von den Zivilisten wurden 11 getötet und 49 verwundet. Die Kiffern dürften jedoch und) nicht als endgültig zu betrachten sein, da zahlreiche verwundete Zivilisten direkt nach ihren Wohnungen ge­bracht worden sind.

Dorten bei Clemeneea«.

^ Köln, 11. August. (T. UK Dorten ist vor­gestern in Paris eingetroffen «»cd wird eine Unter­redung mit Clevren cea« haben. Es soll versucht wer­den, eine neue Basis zu finden, ««» nach der Rückkehr Dorteus ins Rheinland einen neuen Bersnch zur AuS- rnfnng der Republik zu machen.

Der Kaiserprozetz SeschLssseu.

t* Genf, 11. August. (S. CA Nach Pariser und Lyoner Blätter»» hat der Oberste 3iat am Freitag ein* Wmurid feilte Einwilliguna z« dem Kaiserprozeß »« Eng.and gegeben. In der gleichen Sitz«ng mürbe dem Anslieferungsbeget-ren an Holland mgestimmt.

Berstärk««g der deutscher» Truppe« am Rhei»».

^fasel, 11. August. (S CA Der Oberste Rat der Alliierte»» hat den Vorschlag des Marschalls Foch ange- uonnnen, nach dem Deutschland ernlächttgt mrrd, «e«e Truppe« i« die 50 Klm.-Zone östlich des RHei«ö zr» Wicken, da die augenblicklich dort stehenden dentschnri Truppen nicht genügen, um die Ordnung bei Streu» und sonstigen Unruhe» aufrechtzuerhalten.

Die Besetzung Oberschlesieus.

w AmsterdE, 11- August. (T. U.) Die zur Be- fetzung Oberschlesietts bis zur Abstirnunmg besUimnten alliierten Truppen werben eine Division stark sein, zu deren Zlufstellung jede der tu Frage konnnenden Groß- «rüchte je drei Bataillone zu stellen hat.

Die devtsch-polnischen Verhandl««sen.

^ Ber I i«. 10. August. lT. M Kant radiotele, »rapHischer MiUeklnna des polniWe« Miuisterprasi- &i^ wir6 die pplrlim.e Delegattor» unter Führung des

Unterstaatssekretärs des polnischen Auswärtigen AmtS, Dr. Wroblepski, in der Stärke von 45 Teilnehmern Sonntag nacht in Berlir» zu den dentsch-polnischen Ver- Hanölungen eintreffen. Die Eröffnungssitzung wird im Beisein von Vertretern der hiesigen Militärmission der alliierte»» Hanptmächte im großen Saale des eheumligen Herrenhaerses am Montag nachmittag 4 Uhr unter dem Vorsitz des Unterstaatssekretärs von Haniel stattfinden. Die Verhandluugen selbst werden voraussichtlich i« mehreren Unterkommftstonen am Dienstag beginnen.

AufstKude in Moskau.

^ Rotterdam, 11. August. (S. C.)Daily Mail" undMorrringpost" melden gleichlauteitd indirekt ans Moskau: Seit einigen Tage»» finden in Moskau Pöbelaufstände gegen die Sowjetregierung statt. Nach Meldrrng einer neutralen Gesandtschaft haben die Kärnpse die ganze Freitag- und Sounabendnacht ange- banert. Teile der Roten Armee stehen gegen die Sow- jetregieruug, die sich jedoch durch herbeigefübrtc Ver- stärknngen nochmals gerettet hat. Moskau steht vor großen politischen Ereignissen.

Ausschreitungen in Budapest.

^ Wie«, 9. August. fS. C.) Aus Budapest wird heute früh gemeldet, die Ansschreitunge« in Budapest dauern fort. Heilte vormittag versammelte sich giftratSaebäube eine Menge von etwa 200 st_______ Beamten uns drang mit Stöcken und Hundepeitschen

im Ma. ädtischen

bewaffnet in die einzelnen Slmtslokale ein, wo die dort befindlichen fomntnmstiften Beamten verprügelt wur­den. Die -Verfolgungen rieten später in eine Inden- Hetze aus. Zu einer ebewalls pogromartigen Schlägerei kam es in der techuische»; Hochschule.

--«. Budapest, u August. tL. Heute würben tu verschiedenen Budapester Fabriken Versammlungen ab­gehalten. in denen die Arbeiter beschlossen, die Arbeit i fortzufetzerr und einer um den Fabrikleitungen für ! notwendig gehaltene Her Retznnq der Löhne zuzustirm- i MW. **h rtnitiiir2' ^ dir. r»mm««lMche ; Diktatur nur durch eine andere Diktatur abgelöst wer­den könne.

Besetzung ganz Ungarns durch Rumäuien?

ü-* Wien, 9. August. lT. Z.) Nach demNeuen Tag" sind bet den Wiener Ententemissionen Nachrich­ten eingetroffen, wonach die Rumänen beabsichtigen, gau,: Ungarn z»» besetzer» und auch dort die Fortschaf- fung Sei Maschinen aus den Fabriken, die Wegnahme I des Viehbestandes und die Vernichtung ber Ernte ; durchzusuhren.

Gespannte Lage zwischen Jinmärtieu und der Entente.

tat- Berlin, 9. August. (8. A.) Der Oberste Rat fordert von Ru»nän,en eine Erklärung, ob es gedenke, der Entenle »»och ferner anzugehören.

w- Rotterdam, 9. August. (V. Z.) Nach einer Reuter- meldung aus Paris hat der Oberste interalliierte Rat i gestern Berichte ber alliierten Missionen, die für die Rumänen sehr unvorteilhaft lauteten, entaeaenaenom« men und dann sofort eine scharfe Warnung an die ru« manische Regierung gerichtet. In der Note heißt es: Die Alliierten müssen aus der Handlungsweise der Ru- mifuen folgern daß diese die Slutvrität der Konferenz nicht mehr anerkeunen und sich von den Alliierte« z« trenne»» wünschen.

. Erzherzog Joseph.

>- Lugano, 10. Slugust. lT. 1t.) Der Budapester Korresvondeut des-Corriere della Sera" berichtet über | eine Unterrebmta mit Erzherzog Joseph. Auf die Frag« des Kvrrespondeuten, ob es wahr fei, daß er den Erz- I hcrzogstitsi abgelegt habe und sich nur noch Herr Habs' 1 bürg nenne, antwortete der Erzherzog, das beruhe auf - einem Mißverständnis. Erzherzog Joseph fuhr dann fort: Ich werde nie vergessen, daß ich vorn Kaiserhaus« abstaunne. das ich liebe mib dem ich treue Dienste lei­stete. Ich schwur der Republik Treue. Mit derselbe» Treue werde ich jeder neuen Regierung dienen, Sie Un- garns Wohl verbürgt, lieber den Wechsel der Männer hinweg werde ich immer meinem Lande Ungarn dienen.

Eine Note Erzherzogs Joseph an Clemencea«.

O* Wien, 9. August. (S. E.i Die Mittagszeiiung meldet aus Budapest,. Erzherzog Joseph richtete irr sei­ner Eigenschaft als Staatsverweker auf funkentelegra- phischem Wege eine Rote an Elemencean, in der er daS Ersuchen stellt, bah die Friedenskonferenz die narre nrraarische Reziernng anerkennen nnd mit ihr die Frie- Sensvcrharrblüngen austtshme möge.

Kaiser Karl.

6-* Wien, 9. «uauft 5. Wie aus Luzern ge­meldet wird, soll Kaiser Karl die Schweiz vor drei Ta­gen verlassen haben. Nach au deren Meldungen soll er sich noch auf seinem schweizerischen Sommerfiti aufhal- ten, wo ein unaufhörliches Kommen und Gehen bekann­ter politischer Persönlichkeiten zu bemerken sei.

Natznahsie« gegen die Sleilsrslucht.

Beschlagnahme der bei den Nermulen deponierte« Kapitalie«.

^Weimar, 10. August. (T. 1t.) Wie »miautet, wird der RetLSfinanzmivisier Erzberger am Montag bei seiner einleitende« Rede für die große Beru»oge«s- abgabe Mitteilung »ou intcrilattoualen Vorkehrungen» gegen die Kapitalflncht ins 'Ausland mache« Zurzeit schweben Verbaudlunge« zwischen Deutschland und der Entente, um das i«s A«sla«d gebrachte Kapital zu er* fasten. Ma» hofft, durch einen gemeinsamen Dr«ck a»f die Neutrale» Auskünfte über ch'e dortselbst depouierte» Vermögen deutscher und ententistischer Kapitalist«« z« erhalte«. Die in Nu neutrale« Staate» deponierte»