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Sersfel-er Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

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8 B«S«g-preis viertelMrlich für Hersfeld 7 )Mark, durch die Post be- ; AmIIichkL AMLMbL - Der Anzeigenpreis beträgt fit die einspaltige Zeile ' Pfennig, im ß zszen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei K . 2^ '. r amtlichen Teile . -Pfennig, Reklamen kosten die Zeile Pfennig. g

| Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. | sUk DCH Ht£lS ^CtÖfCW Erscheint jeden Wochentag nachmittags. - Fernsprecher Nr. S. j «WBGSBiBHuiieeswMisBeaaeaaaswMixeeBeireaeH»e«aBesaB8aee»ee*»»eaBH*eaeNaeesa8B$3®6ae»v

Nr. 177 Freitag, den 1. August 1919

MMarks «ossEGeMs MWWngen

Wie in Deutschland die Enthüllungen Erzbergers, noch durch den StaatsaeriHtshof einer gründlichen Untersuchung und Klärung bedürfen, eine zweifelhafte Aufnahme gefundeir haben, so scheint auch Erzberger bei den Alliierten damit wenig G haben. Der frühere französische levs erklärt, Satz aufgrund bei

nliebe gefunden zu inisterprüsident Pain-

levö erklärt, daß aufgrund der damaligen Kriegslage keine Aussicht bestanden habe, zum Frieden zu gelangen, und daß infolgedessen ein konkreter Schritt bei Deutsch­land nicht erfolgt sei. Die jetzige fpanzösische Regierung steht in den Enthüllungen Erzbergers ein Manöver, einen Keil zwischen die Alliierten zu treiben. Der Kar­dinalstaatssekretär Easpari hat demTimes"-Korre-

spondeliten erklärt, daß die Enthüllungen Erzbergers in allen Teilen den Tatsachen nicht entsprächen nud daß er die in Frage kommenden Schriftstücke veröffentlichen würde. Es liegen folgende Meldungen vor:

Die Erklärungen Painleves.

^ Genf, 31. Juli. (S. C.) Nach Pariser Tele- zrawmen erklärte am Dienstag im Kammeransschnst »er frühere Ministerpräsident Painlevö, Satz Frankreich 1916 und auch 1917 im Prinzip zu Friedensverhauölnu- gen bereit gewesen wäre, wenn Deutschland sich zur An- nähme der Forderungen der Alliierten bereit erklärt hätte. Das sei aber nach dem Stand der damaligen mi­litärischen Lage und nach der Meinung aller Alliierten damals noch ausgeschlossen gewesen. Weder die belgi­sche noch die elfässische Frage wäre damals im Sinne Frankreichs zu lösen gewesen. Ein konkreter Schritt bei Deutschland sei infolgedessen weder von Frankreich noch von England erfolgt.

Die Stellungnahme der französischen Regiernng.

*> Genf, 31. Juli. (S. C.) DasJournal" meldet aus Paris, in der .Lämmer teilte die Regiernng mit, die Bchauptungen des Reichsministers Erzberger in Weimar seien nicht ernst zu nehmen. Die Behauptun­gen ständen, soweit Frankreich in Betracht komme, mit den Tatsachen so in Widerspruch, daß man nur anneS

D«s Reichsnotepfer

t** Weimar, 30. Juli. (B. T.f Bon den beiden Seit Besitzsteuervorlagen ist die betreffend das

B«otopfer nunmehr nach Durchberatung im Staa- tena,rsschutz der Nationalversammlung zugegangen.

Die Vermögensabgabe im Stemeransschntz.

Der Steueraus schütz für die Vermögensabgabe hat den Entwurf nach den Beschlüssen der ersten Lesung in zweiter Lesung angenommen. Als Stichtag ist demge­mäß der 30. Juni 1919 beibehalten worden. In der Hauptsache bat der Hauptausschuß die starken Verschär­fungen, die die Sosialbemofraten wünschten, ab gewehrt.

Die reinseidene SLeueiVerwalLung.

Eine Reichsabgabenordnung wird demnächst der Nationalversammlung zugehen. In der Begründung . heißt es: Der Steuerörnck mirb für das gesamte deut- i sche Volk so schwer werden, daß auf jeden Fall vermie- : den werden muß. daß in einzelnen Staaten oder Landes- i teilen das Gefühl aufkommerr kaun, Hier im Gegensatz ! zu milderen Einschätzungen in anderen Gebieten einer ; besonders schweren Belüftung ausgesetzt zu sein. Schon 1 deshalb ist es unbedingt notwendig, daß alle Steuer- ; | zaluer im Reich einheitlich und gleichmäßig belastet wer- / den. Die Voraussetzung hierfür ist aber die Bereinheit- j lichung der Beraulagungs- und Ziechtsmittelbehörden, : sowie ferner der Behörden, denen die stuiersuchung und die Entscheidung im Strafverfahren obliegt. Schon in : der Verfassung haben wir für Zölle und Verbranchsab- , gäbe« eine reichseigene Verwaltung vorgesehen nnd | hierfür sowohl die oberen als auch die unteren Behörden i im Reichsgebiet einnwiditet Sollte die reichseigene Steuerverwaltung an dem Widerstand ihrer Gegner : scheitern, so müßte das Reich unbedingt, um überhaupt ! nur einigermaßen seine FinMzMMschafi tragen zu kön­nen, auf anderen Maßnahmen bestehen. Es müßte im ! Reich einheitliche Vorbildung der Fi«a«zbeamten in die Wege geleitet und reichsrechtliche Normativbestimmun- ; gen über die Eiurimtung der lande-rechtlichen Behörden | geschaffen werden, die auch die Rechtsmittel und Unter- . suchungdbebörven miteinstblietzen. Außerdem aber ;

Arbeiterentlassungeu auf der Kieler Werft.

»^ Hamburg, 81. Juli. (T. II.) Der Betrieb bei Reichswerft in Kiel wird heute auf 15 Tage geschlossen Nach dieser Zeit werden von den dort beschäftigter 13 000 Arbeitern nur noch 1700 eingestellt. Auch wirk der Stücklohn wieder eingeführt.

Oesterreich vor dem SLaaisüankrott.

Aus Wien wird gemeldet: In der letzten Sitzung der Nationalversammlung hat Staatssekretär Dr. Schumpeter zum ersten Male nicht mehr einen provi­sorischen, sondern einen wirklichen deutsch-österreian- schen Staatsvoranschlag eingebracht einen wirklichen Voranschlag des Bankrotts. Für das sogenanntegrö­ßere Deutsch-Oesterreich" kündigt der Staatssekretär als Voranschlag für den Staatshaushalt 1919/20 Ge- samtausgaben von 8'2 Milliarden Kronen, Gesamtein­nahmen von 3% Milliarden au wonach ein Defizit von fast 5 Milliarden Kronen verbleibt. Für das.kleinere Deutsch-Oesterreich", mit dem man in Wahrheit zu rech­nen haben wird, da im St Germain kaum noch eine Grenzverbesserung zu erreichen sein wird, dürften die Ausgaben rund 6% Milliarden, die Einnahmen rund 2% Milliarden Kronen betragen. svdatz die 6% Mil­lionen Dentschösterreicher ein Defizit von 4 Ntilliarden zu helfen haben werden.

Verzweifelte Stimmung im Wiener Gemeinderat.

t- Wien, 30. Juli. (T. UJ Der Wiener Gemeinde« rat hielt nach einer Korr.-Büro-Meldung gestern eint außerordentliche Sitzung ab, um zu den Friedensdedi«- gungen der Entente Stellung zu nehmen. Bürgermen- fter Reumann wies in seiner Rede daraufhin, daß an­gesichts der Friedeusbedinaungcn Bestürzung und 8»« geste Enttäurchung die gesamte Bevölkerung Deutsch- Oesterreichs beherrsch Die territorialen, wirtschaft­lichen und filmn stellen Klauseln des Vertragsentwurfes seien so geschaffen, daß sie bei ihrer Aufrechterhaltung den völlige« NAteraang her Sentsch-österreichischen Re­publik zur Folge haben müßten. Staatsbankerott, wirt­schaftliche Verelendung Versklavung und Bersallentum mit ihrer alle soziale Ordnung zerstörenden Wirkung müütmrAüe unmittelbare Folge des FriedensvertraaeS

Casparj will die Schriftstücke veröffentlichen.

w Rotterdam, 31. Juli. (S. C.) Wie dieTimes" aus Rmn beritten, haben Erzbergers Enthüllungen über den englischen Friede«sfühler durch Vermittelung des Vatikans, sowohl in vatikanischen als auch in poli­tischen Greifen Erstaunen hervorqer«fe«. Der Kardinal- staatssekretär Caspari hat denTimtzs"-Korrespondenten empfangen und ihm erklärt, daß die Erklärungen Erz­bergers in allen Teilen den Tatsachen nicht entspräche«. Er beabsichtige, die betreffenden Schriftstücke zu veröf­fentlichen.

Girre Erwiderung Ludendorffs.

0-* Berlin, 30. Juli. (T. U.) Zu der gestrigen Rede Erzbergers in Weimar erklärt General Ludendorff in derB. Z.", daß die Oberste Heeresleitnng keinerlei Beziehungen zurRheinisch-Westfälischen Zeitung" ge­habt hat. Die Darstellung, als ob dieses Blatt den Be­richt Czernins an Kaiser Karl durch die Oberste Heeres­leitung erhalten habe, sei eine Sühnt ton, die nicht scharf genug zurückgewiesen werden kann, schon, cm Fruy- jahr 1917 seien BergbausachverstLNömc an die Oberste Heeresleitung herangetreten, nm auf Sie Wichtigkeit des Erzbeckens von Briey für Deutschlands Zukunft hurzn- weisen. Die deutschen Eisenerze sollten langsam zur Neige gehen. In Friederrsfrage« bßbe drese Angele­genheit praktisch keine Atolle gespiect. Evenw sei me- mals von der Oberste« Heeresleitung er« Druck auf Erzberger ausgeübt worden.

Die Untersuchung der Verbrechen iw Kriege.

w Rotterdam, 31. Juli. (S. C ) DieTimes" melden ans Paris, daß die Kommusion zur Unter, iuchuu« der Verbrechen im Kriege Sie Uuters«ch«ng aus die in den früher rnssischon Gebieten von den Böllern nnd Armeeführer« der Mittelmächte beaaneenen VM- fehlatngen ansaedchnt hat

Erweiterung des Negreruugsdlsrkes.

Wiedereintritt der Demokraten in das Kabinett

«^ Weimar, 31. Juli. (T. U.) Der Reichs« minister des Innern Dr. David erklärte dem Weimarer Vertreter desBerliner Tageblatts", er halte dem nicht znfernen Wiedereintritt der Demokraten in das Reichs- kabinett für überaus wünschenswert. Um den Denro- kraten eine Mitarbeit an der Regelnug der «-chulfrage zu ermöglichen, seien.die neuen, inzwischen z«m Ab­schluß gelangten Verhandlungen über eine Sibauberuns des Konipromisses eilt geleitet worden. Das Kabinett knüpft irgendwelche sachlichen oder persörrftchen B^m- gunge« an Seil Wiedereintritt der Demokraterr nicht. Un­besetzt sind angenblicktich das Jnftizminifterimn und zwei Ministerposte» ohne Portefeuille. Der Eintritt der Demokraten könnte sich also ohne alle Schwierigkeiten vollziehen. Schon unt der Wahlen wegen, die ja tu nicht allzulanger Zeit vor her Tür stehen, wäre das zu wün­schen.

Die FinanzberaLuugen in Weimar.

^ Weimar, 31. Juli. (T. U.) Die einzelstaatliche« Finanzminister setzten auch aefimt die Berattlugerr mit dem Reichsfinansminister über die Reichseinkommen- steuer und die Vereinheitlichung bet Steuerverwaltung fort, ohne Satz ein abschließendes Ergebnis erzielt wurde. Die süddeutsche« Freistaaten bleiben aus ihrem Protest gegen die Vereinheitlich«»^ der Steuerverloab- Mig bestehen.

Das Reich rnüßke durch Staatsbeamte in die ' des Steuerpflichtigen Einsicht nehmen können. Man wird neue weiteres zugeben müssen, daß dieses Doppel­verfahren weit kostspieliger sein wird als die reichs- cigene Steuerverwaltung, und daß auch die Belästigung des Steuerzahlers seine Au wen dünn recht unliebsam empfinden lassen würde. Wenn man bedenkt, daß wir in Zukunft etwa den fünffache« Betrag gegen früher aufzubrirmen haben, und daß das Reich hiervon rund 75 Prozent für sich beanspruchen muß, so wird man nicht umhin können, einzusehen, daß kein Finanzminister, der ein Programm nicht nur ausstellen, sondern auch erfül­len will, auf die reichseigene Steuerverwaltung verzich­ten kann.

Wss SchAlkÄMPrmMtz.

In den letzten Tagen fanden in Weimar Verhand­lungen statt zwischen den beiden Parteien, die das bis­herige Schulkonrpromitz tragen, und den Demokraten, in der Absicht, die drei Parteien in den strittigen Schul- unb Bildungsfragen zu einigen. Nach längeren Ver­handlungen kam es zu einer Verständigung bezüglich des Artikels 143 der nach einem gemeinsamen Antrag der drei Parteien folgendermaßen lautet: Innerhalb der Gemeinde sind auf Antrag der Erziehungsberechtig­ten Volksschulen ihres BekenntaiffeS oder ihrer Welt- anschauung einzurichten, soweit hierdurch ein geord­neter SÄulbetrieb auch im Sinne des Absatzes 1 nicht beeinträchtigt wird. Der Wille der Erziehungsberech­tigten ist möglichst zu berücksichtigen. Das andere be- ftimmt die Landesgesetzgebnug nach den Grundsätzen eines zu erlassenden Reichsgesetzes. In den Ueber- gangsbestinrmuugen soll weiter folgende Bestimmung aufgeiwmmen werden: Bis zum Erlaß des im Artikel 143 (Absatz 2) vorgesehenen Reichsgesetzes bleibt es bei der bestehenden Rechtslage. Das Reichsgesetz hat die Gebiete des Reiches, in denen nach Bekenntnissen nicht getrennte Schulen gesetzlich bestehen, besonders zu

rücksichtigen.

Der Kurssturz der Mark

Im besetzten Gebiet.

be-

be-

^. Berlin, 31. Juli. (S. C.) Wie aus dem setzten Gebiet gemeldet wird, weigern sich trotz des Zwangkurses her Mark mit 40 Centimes die französi­schen Firuren-Vertreter, zn diesem Preise weiter zu ver- kanfen. In Speuer und Lauoa« wird die Mark nur noch mit 32, in Nenstadt sogar nur noch mit 30 Cen- tlmes in Zahlung genommen.

Jn Dänemark.

mit 30 Cen-

in Dänenrark

^ Kopenhagen, 31. Juli. (S. C.) Auch ... ist infolge der angedrohten Abstempeluirg der deutschen Wertpapiere ein K»rs?tnrz bet deutschen Mark ei«ge­treten. Die deutsche Mark notierte gestern in Kopen­hagen 16 Prozent niedriger als in den Novembertage«

Die Rotenabstempelnug unter Kontrolle der Entente.

^ Rotterdam, 31. Juli. (S. C.)DaAv Mail" ureldet, in der Wirtschaftskommission des Unterharrses gab Balfour die Versicherung ab, daß eine Absteurpe» ung her deutschen Wertpapiere und Banknote« nur unter Au stcht und Kontrolle der Entente erfolge« dürfe, nm die eiftungsfähiakeit Deutschlau dS hinsichtlich sei­ner Berpfl gesenilbe» den AlttiEv vinwand-

5aM ..., ....... . werde, wobei er insbesondere auf die für Wien unge­heuerlichen finanziellen Bestimmmmen hinwies. Durch die territoriale und wirtschaftliche Einengung würden die Erwerbs- und Lebensmöglichkeiten der Wiener Be­völkerung in unerträglicher Weise unterbunden und fi< erbarmungslos zu dauernder Verelendung verurteilt. Die Wiener Gemeindevertretung richtet daher in letzter Stunde an die österreichische Friedensdelegation die ein­dringliche Bitte, ihre Vorstellungen gegen diesen Ver- nichtuugsfriedeu mit allem Nachdruck fortzusetzen, um jene Zugeständnisse zu erhalten, die die schwergeprüft, Bevölkerung Deutsch-Oesterreichs und Wiens vor den Aeutzersten bewahren und ihre W.iederaufrtchtuna er­möglichen würde. Die Rede des Bürgermeisters fanS stürmischen Beifall.

Zum WiedsrsUfSau Nordfrankreichs.

m. Berlin, 30. Juli. (Bis.) Heute abend fährt ein, Kommission w» deKischeu Arbeitgeber« und Arbeit- «eh«rer« nach Versailles, um mit der französischen Um terMnnrissiou die Einzelheiten wegen der Gestellung freier Zivilarbeiter für den Wiederaufbau Nordfrank­reichs zu vereinbaren.

* Berlin, 31. Juli (T. II.) Die gestern abend na»

' Versailles abgerelfte Kommission für den Wiederaufbau her zerstörten Gebiete hofft ihre Arbeiten derart befchleu- nigen zu können, daß die Entsendung der Arbeiter Zug um Zug mit der Freigabe der deutschen Kriegsgefa«« genen erfolgen kann, da die französische Regierung Wert darauf legt, daß die Wiederherstellungsarbeiten, die teil­weise durch Kriegsgefangene erfolgen, nicht unterbräche* werden.

Bei Gestellung von freien Arbeitern für Nord- frankreich wird, wie W. T. B. erfährt, abgesehen vo« den notwendigen Bürgschaften für persönliche Sicherheit und angemessene Unterbrinnnna und Verpflegn««, von deutscher Sehe auch auf Festsetzung günstiger Ar­beitsbedingungen gehalten werden, selbstverstandlick auch darauf, daß die Ansprüche, der Arbeiter auf eine soziale Gesetzgebung auch wäüreub ihrer Tätigkeit i« Frankreich in vollem Umfange erhalten bleiben.

Wilson gibt nach.

»-> Haag, 31. Juli. (T. U.) Aus Paris wird ge­meldet dieNeuyorker Tribune" berichtet, daß Wilso« wahrscheinlich dem Einmand von Rvot, Taft und Hughes gegen das Friedensabkvmmen und das Statut des Völ- kerbundes euigegenkvmmeu wird, indem er sich mit ge­eigneten AeuScrmrge« einverstanden erklären wird.

Die lettische Politik gegen Deutschland gerichtet.

Der Außenminister des von England eingesetzte« ' Kabirrests iNamis, Memrowitz, der bisher als Vertre­ter LetttalMs in Paris geweilt hat, ist in Riga einge­troffen und hat durch das Lettische Pressebüro ein In­terview über die lettische Außenpolitik verbreiten lassen. Ueber die Beziehungen zwischen Deutschland und Lett­land sagte Meverowrtz:

Zwische« Deutschland und Lettland kau« es kett,« Verständigung geben, weder eine politische noch eine wirtschaftliche. Das ist keine Politik des Hasses, sonder» tiefe ileverzeugnngosache. Alle unsere Interessen sind denen Deutschlands diametral entgegengesetzt. Nach­dem Dentschlaud seine Kolonie« verloren hat, ist fei» alter Drang na* Osten wieder erwacht, bet uns «tcht