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H ersfelder Tagevlan

Hersfelder Kreisblatt

VMgspreis vierteljährlich fiir Hersfeld 7 .) Mark, durch die Post be- zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei : Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. |

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

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Der Anzeigenpreis beträgt fit die einspaltige Zeile ' Pfennig, im amtlichen Teile Pfennig, Reklamen kosten die Zeile ^Pfennig, Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

Nr. 176

Donnerstag, den 31 Juli

1919

«MWMMMWW

Verlksuensvolum für die Regierung.

Berlin, 29. Juli. (T. tL) In der heutigen ^Titznug Sex Nationalversammlung wurde ein Ber- tranensvotnm für die Regierung mit großer Mehrheit angenommen. Die namentliche Abstimmung über das von den Dentschuationalen beantragte Mitztranensvo- tum ergab dessen Ablehnnug mit 243 gegen 53 Stimmen.

7 Deutsche MoAMerjmMiANg.

Sitzung vom Dienstag, 29. Juli.

- ** Am Regierungstisch: Dr. David, Müller, Neu- tnamt, Noske. Erzberger.

Ubr^dEut Sehrenbach eröffnet die Sitzung um 10,20

Abg. König (Soz.) bezieht sich in einer Anfrage aus We Heraufsetzung des Preises für Dtclch und Butter durch Den bisherigen Oberpräsidenten Der Provinz Westpreußen.

Der Vertreter des Rstchsernährungsarutes, von «immi, führt dazu aus: Die Preise, die die Lmld-virte bisher für einen Liter Vollmilch erhalten, decken schon lange nicht annähernd die Selbstkosten, fodaß Die Milch­wirtschaft nur noch unter erheblichen l-nkosten aufrecht­erhalten werden könnte. Die Genehmigung zur Erhö- Hung des Milchpreises innerhalb gewisser Grenzen mußte deshalb zugelassen werden, irrn namentlich Die Ablieferung für die Kinder in Den Großstädten nicht m Frage zu stellen Auch in der tefeiaen günstigen Jah­reszeit sind die Erzeugerkvsten für Milch so hoch, Daß durch Die erwähnten Preise kaum gedeckt werden. Hoffentlich läßt sich eine weitere Preiserhöhung im Herbst vermeiden.

uns dem Vertrauensvotum für die Regierung nicht an­schließen können, sondern daß wir für ein Mißtrauens­votum stimmen werden. (Beifall rechts.)

Preußischer Kriegsminister Reinhardt macht Mit­teilungen über die Vorgänge beim Zusammenbruch in Polen und nimmt vor allen Dingen den Generalgvuver-

Dingen den Generalgouver^

neur von Beseler vor einem Vorwurf in Schutz, daß er aus Warschau geflohen sei. Durch das Vorgehen Der Soldatenräte, Die glaubten, eine Tat zu vollbringen, wenn sie Polen unverzüglich nud ohne Kanrpf räumten, ist viel Heeresgut verloren gegangen und noch ein grö­ßeres Stiick deutschen Ansehens. (Hört, hört!) Anderer­seits hat es in dieser Tragödie an Lichtblicken nicht ge-

; fehlt. Die Reserveoffiziere wollten lieber zu Fuß durch i Polen marschieren, als ihre Waffen abgeben (Bravo!) - und Die Offiziere Der Offizierschule Warschau seien aus - Posten gezogen, um das Material zu schützen und zu

retten. (Beifall.)

Reichsminister Erzberger: Glauben Sie denn, es i macht mir Bergungen, immer wieder gegen solche Be- ; hauptungen au sümpfen zu müssen, wie sie der Abge- : ordnete Nießer hier vorgetragen hat, Graf Czernin er- kemrt selbst an, daß ich im besten Glauben und im Sinne meines Auftraggebers gehandelt habe. Im übrigen hat Graf Czernin den Beweis gar nicht einmal anzutreten versucht, daß der Bericht durch mich Dem Feinde bekannt­geworden sei. Da ich solches Material in der Hand habe, 1 da habe ich die Pflicht, mit aller Entschiedenheit dafür einzutreten, daß die richtigen Folgerungen daraus ge­zogen werden. Der Abgeordnete Rießer sagte, ich muffe wissen, daß in der deutschen Antwort vom 24. keine Er­klärung über Belgien sei. Dieses Antwortschreiben ist

gewendet wurde«, weil die Politik das Nötige Et leistete. Bet Schasfung der Verfassung in iedem Sta­dium des Werkes stand Die Sorge über allem: Wie ret­ten wir Die nationale Einheit und kräftigen sie? Wir haben Dr begründete Hoffnung, daß Die nationale Ein­heit im Rahmen dieser Verfassung nicht nur gewahrt, sondern gestärkt und gesestiat würde. iSehr nchtig!) Die Wiederherstellung Der Kleinstaaten liegt außerhalb des Bereiches der MöcNiclneit. Der «Ferseüungsausschuß hat viele und gute Arbeit getan, vielleicht in manchen Punkten sogar des Guten etwas zu viel Ich Deute an Die Grundrechte. Bei Der Regelung des Verhältnisses zwischen Reich und Ländern mag in Der jetzigen Ge- das Richtige getroffen sein. Freilich, wenn jetzt die Verfassung in dieser Forni beschlossen wird, fängt die eigentliche Verfassungsacbeit erst au. Die Arbeit an Der Organisation des Vaterlandes. Darauf kommt es an, ob Die Bestimmung in ihrem Geiste gehandhabt merDe. Wird sie gehandbabt im Geist Goethes, so wird Deutsch­land einst unter ihr auf eigenen Füßen stehen, stark und

kühn. (Beifall.)

Abg. Katzenstein (Soz): Wenn auch nicht alle umer« Wünsche gegenüber Der geschaffenen Innerlichen Pha­lanx durchgesetzt worden sind, so ist doch mit Der Ver­fassung eine Grundlage für erfolgreiche sozialistische Er­ziehungsarbeit geschasseri würben.

Abg. Spähn (esst H Ein Vvrzua der neuen Bes- sassuna ist Der in weitem Umfang gewährte Rechts­schutz Die Verfassung rechnet mit dem Fortbestand des Völkerrechts und schließ« deutlich die Hoffnung auf Den Völkerbund in sich. ES enu chlt sich für uns, in den Völkerbund einzutreten, wen-! wir als gleichberechtigt« Mitglieder ausgenommen wcrÄn, doch müssen wir uns

Vp.) über das : baten in Berlin

16fl. Dr. Mittelmann (D. Verhalten französischer Sol- rufen haben sollen:Wir

mir eben nrcht bekanntgeworden. Mcchgelis hat ia er- bewußt bleiben, b st er als Menichenwerk keinen ewigen klärt, Erzberger solle nicht? : ^""" (Z....... ~ - ' - ' - " " -

Xrauö.) Meine Rede im Hauptausschu

erfahren. (Zuruf des Abg. rptaiMchutz war auf der

Frieden bringen kann. Svabn erörterte dann eingehend s das Schnlkvwprmniß und die Frage des Arbeiter- und ' Anaestellienrechts. . .

Abg. Hantzman« Wem.): Wir stimmen der Be».

Grundlage aufgebaut, daß eine restlose Aussprache iiber '

Belgien mit den Alliierten erfolgen würde. In der Un- 1~s................. ......... ..... ............ _ .

terredung zwischen mir und einem Vertreter der Ober- fasstmq freudig zu in der r , 1 xg, daß sie ein Eurpor

Danach wird die politische Aussprache über die Erklärungen der Reichsreqiernug in Verbindung mit den Interpellationen über Planwirtschaft, Landarber-

terstreik und Dem Gesetzentwurf über Die Errichtung eines Staatsgerichtshofes fortgesetzt.

Abg. Henke (U S.): Für Die breiten Bolksmassen sind die Enthüllungen dieser Tage von größter Bedeu­tung. Erzberger hat sich sehr spät vom Krieg zurück­gezogen und früher Die grausamsten Kriegsmittel emp­fohlen. Daran zu erinnern ist Pflicht. Man muß jetzt mit ihm fehr vorsichtig verkehren (Sehr richtig! nud Heiterkeit), Denuod) können die MehrheitssoziaUsten mm ihm lernen, wie heute umzulernen ist. Alte Spie­gelfechterei ist es, wenn er sagt, er habe die. Verhand­lungen des Nuntius als erster besprochen. Als erster besprach sie Haase. 9htr wir Unabhängige waren stets für die vollkommene Freiheit Belgiens. Wenn Die Re­gierung uns vorredet, ihr ganzes Sinnen und Trachten sei auf die Durchführung Der Sozialisierung gerichtet, so ist dies eine Bewußte Irreführung Der Arbeiterschaft. Bismarck ist nicht mit Der Sozialdemokratie fertig ge­worden. Noske wird mit ihr auch nicht fertig werden, und dabei ist er nicht einmal ein Bismarck, nicht einmal feine Stiefel würden ihm passen. (Heiterkeit.) Wenn Die ganze Revolution nicht eine Komödie sein soll, dann sorgen Sie dafür, daß aus dieser Scheinrepublik eine wirkliche Republik wird. (Beifall b. d. Unabhäugigeu.)

Vizepräsident Dietrich ruft den Abg. Herrke weaen des gegen den Reichsminister gerichteten Vorwurfs Der Gemeinheit und niedrigen Gesinnung nachträglich zur

'es fortgesetzt.

Eitel emp- muß jetzt

des gegen den Reichsminister gerichteten Gemeinheit und niedrigen Gesinnung r . _ . , Ordnung.

Abg. Rießer (D. Bpt.): Wo ist die Regierung? (Die Regierungsbank ist völlig leer.) Ich habe gemerkt,

(Die Regierungsbank ist völlig leer.) Ich habe ge daß sie zu einer Sitzung zusammengetreten ist. sollte aber nicht stattfinden, wenn das Regierungsoro- gramm hier besprochen wird. Vor dem neuen Sinßen- mtnister habe ich eine große Achtung. Er ist ein Mann von Lovalität und Vertrauen und wird bei Den Min­den Einfluß gewinnen. Wenn sie den Staatsgenchis- hof mit in die Debatte gezogen haben, so ist das nicht nur ein Streben nach Wahrheit, sondern auch die Ab­sicht, einen Rachefeldzug gegen bestimmte Personen zu führen. Besser als der Staatsgerichtshof ist Dervon uns beauftragte Auklärltngsansschuß. Wir erklären uns auch gegen die Veröffentlichung der Rede ^r^^

Sie

bergers. . t

Abg. Lobe: Unser Antrag ist dahin abgeändert wor­den, daß das Material aus allen Ministerreden ver­breitet werden soll.

Abg. Rießer: AugenblEich ist man noch nrcht. in der Lage, alle Behauptungen. Erzbergers auf ihre Rich­tigkeit nachzupriifen. Unbestreitbar hat sie sich rnwe- senilichen Pitnkten als nickst richtig hrausgestellt. Wenn der Minister Erzberger scher« am 12. April 17 Die .furcht­baren Dinge gewußt hat, und wenn es wirklich sei«« Ueberzeugung war, daß der Tauft bei fernem Bekamit- werden den Frieden erzwungen haben würde, weshalb &r»k^

Gewährsmann Herrn Erzberger, welcher ihnr erklärte, daß die Regierung auf Dem Standpunkt stehe, daß wir die Erzbecken von Brien urid Longwy haben mußten. Man muß die Oeffentlichkeit im Simre Dieser Forde- runa ausklären. Tatsächlich, so fügte der Gewählsuraun hinzu, arbeiteten noch im August 1917 verschiedene, mm Herrn Erzberger abharrgige PressEros in Diesem Stirne. .M glaube, nachdem, was rch eben airSgestihrt

Der Anaelegenheit« Longuw und Briey Auch öte-Orie densresolution des Reichstages ist nicht so aufzufassen, daß sein Grenzstein verrück werden dürfe. Herr Rießer bekämpft den Staatsgerichtshof. Der Staatsgerichtshof wird kein Mitglied der damaligen Regierung schützen, auch wenn es zum Zentrum, zur Voltspartei oder zu den Sozialdemokraten gehört. Die Regierung hat immer mit aller Entschiedenheit Gestritten und ich bestreite es auch als eine welthistorische Liiae, daß Deutschland der alleinige Urheber des Weltkrieges sei. Die Befürchtung, die Veröffentlichung würde uns im Auslande schaden, ist gegenstandslos. Sind) hatte niemand von Der Regie­rung die Absicht, Schriftstücke zu veröffentlichen, bis der erwartete Friede geschlossen sei. Alle haben geschwiegen und dem Vaterland das Opfer gebracht. Sie haben weiter geschwiegen und nur einen Teil des Materials veröffentlicht, das meiste aber Dem Staatsgerichtshof Vor­behalten.

Abg. Wermnth (D.-nat.) wendet sich gegen den Ge­setzentwurf über Den Staatsgerichtshof, weil er uns in Der Schuldfrage der Welt gegenüber in ein falsches Licht bringe.

Damit schließt Die Besprechung.

In der Debatte sind außer Anträgen, die Veröffent­lichung im engeren und weiteren Umfange verlangem auch Anträge, der Regierung das Mißtrauen und an­dererseits ein Antrag der Mehrbeitssozialisten, ihr das Vertrauen des Hauses auszusprechen, eingegangen. Zum Mißtrauensantrag Der Deutschnationalen beantragen diese namentliche Abstimmung. Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Hantzman« (Dem.), seine Freunde wür­den gegen Den Mitztraueusautrag stimmen. Er halte es aber für nötig zu betonen, daß sie sich beim Vertrauens­antrag Der Stimme enthalten würden, da sie anders ihre Meinung nicht zum Ausdruck bringen könnten.

Das Gesetz über den Staatsgerichtshof wird ange- «omme» mit dem Antrag Dr. Heintze, einen keinem Par­lament «^gehörenden, äns namhaften Historikern und publizistisch geschulten Juristen zusammengesetzte« Aus- schntz einzUsetzen.

Das Haus'beschließt nach einem Antrag Loebe (Soz.), Die Reden Der Minister und das"weiter beigebrachte Material auf Kosten des Reiches im deutschen Wolke zu verbreiten mit Der Erweiterung, daß auch das Schreiben des päpstliüien Nuntius nebst Anlagen unD die darauf erfolgte Antwort des Reichskanzlers Michaelis in un­gekürzter Form der Veröffentlichung beizufügen sind, unD Dem weiteren Zusatz Agnes (u. S.) u. Gen., Die Stenogramme Der Verhandlungen durch Veröffentlichung zu billigem Preis dem ganzen Volke zugänglich zu machen.

Rachmittagssißttug.

Zunächst rvird ein Antrag Agnes iu, S.) und Gen , in dem gefordert wird, den Neimswehrminister zu er­suchen. den kommandierenden General des 7. Armee­korps sofort anzuweisen, -die seit sechs Tageil im Hun­gerstreik befindlichen Schutzhaftgefanaenen aus der Haft zu entlassen, nach einer erregten Debatte, in der besonders der Reichswehrminister Noske gegen die Un- abhmrgigen zu ivcIDe zog, abgelehnt.

Darauf beginnt die dritte Lesung der Bersassungs- rmrlaac.

Reichskomnltisar Dr. Preust: Nach einem soldun Kriege, nach solch ungeheuren Täuschungen und Ent­täuschungen mußten mehr oder weniger erhebliche Stö­rungen der gewohnten Ordnung eintreted. Aus der Revolution und der Notuiendigkeit ihrer ganzen Gut- wickelung entsprang die zukünftige Gestaltung Deutlch- landS als Demokratie. Wir haben mit tiefstem Schmerz empfunden, wie die Leistung«! des Volkes und die hervorraaerrSe« Leistungen des Militärs verblich auf«

währt Bat? dadurch, daß diese Verfanung in der Ge- schichte Deutschlands« in der Weltgeichrchte den Na­men Weinrarer Verfassung sühren soll. (Lebh. Beifall )

Weiter Beratung: Mittwoch vorm. 10 Uhr. Schluß 7,45 Hör.

Die MMVMWMM 1817.

Ankündigung einer Rede Lloyd Georges.

m- Rotterdam, 30. Juli. (S. C.) Wie dieTimes" melden, wird Lloyd George Anfang nächster Woche über Die englischen Friedensbemühungen im Sommer 1917 im Unterhause sprechen.

Englands Kriegsziele im Jahre 1917.

^ Rotterdam, 30. Juli. (S. C.) DerMan­chester Guardian" meldet, daß die liberale Unterhaus- partei Ende Juli 1917 eine Erklärung Lloyd George» erhalten habe, die Die Friedensbedingungen England» bereits Damals so umschrieb, wie sie jetzt durch den Waf, fenstillstands- und Friedensvertrag mit Deutschland er, reicht worden sind. Der Premierminister habe auch da­mals bindend erklärt, daß England einem anderen Frie, den niemals zustimmen würde.

Der Czerninsche Geheimbericht.

** Rotterdam, 30. Juli. (S. C.)Daily Mail" meldet, daß Der Geheimbericht des Grafen Czernin über die hoffnungslose Lage der Mittelmächte etwa Ende Juli 1917 dem englischen Ministerrat Vorgelege« habe. Daraufhin noch mit Deutschland zu verhandeln, wäre Heller Wahnsinn gewesen.

Neue Erklärung LndendorffS.

h- Berlin, 29. Juli. (S. C.) Zu Den Erklärungen des Ministerpräsidenten Bauer, des Dtinistrrs des Aeu- tzeru Ntüller und des Abg. Gotheiu in Der gestrige» Sitzung Der Nationalversammlung ergeht von Seite» des Generals Ludendorff folgende Erwiderung: lu) Der Beschluß zum Ubootkrieg wurDe nicht am 18. Ja­nuar, sondern am 9. Januar 1917, und zwar in Auwa» fenheit des Reichskanzlers und mit dessen Zustimmung gefaßt. 2.) Die vom Reichsminister deo Auswärtigen gegebene Darstellung über den Wajfenüillstau- enthält nichts Neues. «Es sann nur auf den Briefwechsel des Generals Ludeudoris mit Dem Ministerpräsidenten Scheidemann vom März 19 L9 verwiesen werden. 3.) Der Außenminister greift D*e Kriegführung Der Ober, freu Heeresleitung an und nennt Ludendorff in diesem Zusammenhänge Den größten Verderber. Es ist nickst ersichtlich, woher Der Herr üketchsminister seine militä­rische Kenntnisse schöpsl. Das Mitte August erschei­nende Buch Ludevdmfss wird über Die Kriegführung der Obersten Heeresleitung Auskunft geben. 4.) Im Krourat vom 11. September 19)7. haben Der General- feIDmarf;ball und General Ludendorff ihre militärische» ShtsüPiten über das voraetrageu, was sie zum Schutz des deutschen Wirtschaftslebens an Der Westgrenze für erforderlich niesten. Dieses ist von General Ludendorff in Der im Auszug veröffentlichten Denkschrift nochural» niedergelegt worden. Die Entscheidung Seine» Maj»- stat hat Der ehemalige Reichskanzler Dr. Micurelis i» seiner Erklärung vorn 27, Juli veröffentlicht. Diese Entscheidung ist auch für Die Oberste Heeresleitung bin­dend aemefen. nachdem sie ihrer Pflicht, Die mUitart« scheu Notwendigkeiten klarzulegen, entsprochen hatt«.

Die Schuldfrage.

* Berlin, 30. Juli. (S. L) AuS Weimar wir» fitmelDet: In den Frakttonssttzungen Der Unabbäugi- ge« wurDe ein Antrag an die Nationalversauimü»««