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Hersfelder Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

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Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 5ZMark, durch dir Post be- - NmEE^ NmeMbT i Der Anzeigenpreis beträgt fit die einspaltige Zeile ' Pfennig, int| zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Vuchdruckerei 8 ö : amtlichen Teile... ", Pfennig, Reklamen kosten die Zeile Pfennig, j

Hersfew. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. » für Den Z^rers Hersfew Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8. I

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Nr. 148 Sonnabend, den 28. Juni 1919

Ltt NseijWnsM U.

Militarisierung der Eisenbahnen.

^ Berliu, 27. Juni. (S. C.) Reichswehrminister Noske hat für den Fall eines Generalstreiks der deut­schen Eisenbahner technische Formaliotten der Truppen- verbärröe bereitgestellt, die die notwendigen Lebens- wittbltrausporte z« übernehmen haben. Damit wird die Militarisierung der Eisenbahnen ausgesprochen. Die Eisenbahuverwaltnng hat beschlossen, für die Strejktagc keinen Lohn an die Streikenden anszuzahleu und den Betrieb u«ter militärischeur Zwange zu führen.

20000 Eisenbahner in Berlin ansstäudig.

^ Berli«, 27. uni. (T. 11.) Wider Erwarten hat der Eisenbahn im Laufe des gestrigen Ta­ges eine weitere An g erfahre«. Es haben sich jetzt auch organisierte Beamte dem Aus stände ange- schlossen. Zurzeit befinden sich insgesamt 20 000 Ar­beiter im Streik. Alle Berliner EisenbaHn-Hauptwerk- stätten feiern.

Verhandlungen im Arbeitsmiuifterium.

0* Berlin, 27. Juni. (T. 1t.) Die gestern im Mi­nisterium der öffentlichen Arbeiten aufgenotumeneu Verhandlungen über die Lohnfordernnge« der Eisen­bahner, an denen sich fast das gesamte preußische Miu.i- sterium beteiligte, führten in später Nachtstunde noch nicht zu einem Ergebnis. Finanzminister Südekum er­klärte die Forderungen der Eisenbahner für unerfüll­bar. Eisenbahnurinister Deser lehnte die Forderungen eveufalls ab. Sollten sie jedoch bewilligt werden, so müßten etwa 200 000 überflüssige Hilfskräfte, die in­folge der Demovilmachung zur' Einstellung gelangten, entlassen werden. Während der Beratungen wurde be­richtet, daß die Berliner Bezirksleitung des deutschen Eisenbahnerverbaudes verhaftet worden sei, da dieselbe den allgemeinen Streik für abends 6 Uhr proklamiert hätte. Kriegsminister ReMardt begab sich sofort zum Gewerkschaftshaus zur Aufklärung des Tatbestandes. Es ergab sich, daß im dortigen Büro 50 000 Flugblätter des Spartakusbundes gefunden wurden, worin zunft MMM---------~

Flugblätter in das Büro eingeschmuggelt worden wa­ren. Nach einer offiziellen Erklärung der Zentrale der Bezirksleitung wurden die Verhafteten wieder ent­lasse«.

Werord««ng z«r Sicher««« des Eiseubahubetriebes.

^ Berlin, 27. Juni. (T. II.) Reichswührmi- nister Noske hat auf Grund des Belagerungszustandes eine Verordnung erlassen, wonach es den im Eisen­bahnbetriebe beschäftigte« Personen verboten ist, die Arbeit RieöerzAlegen oder zu verweigern, oder von der Arbeit fern zu bleiben, wen« sie nicht den Ausweis der ArbeitsnnMigkeit erbringen. Personen, die die Arbeit bereits niedergelegt haben, haben die Arbeit am 28. Juni wieder auszuuehmeu. Die Verordnung gilt für den Befehlsbereich des Oberbefehlshabers in den Marken.

Die FordetAttgen der Streikenden

sind folgende: 1. Ueberstunden Wer die normale Ar­beitszeit von 48 Stunden dürfen in keinem Falle ge­macht werden: 2. volles Mitbestimmunasrecht in iedem Zweige der Verwaltung: 3. Einführung des Rate- systems: 4. Anerkennung des sogenannten Zentralrats, der jedoch nur von einem Teile der Arberter, nämlich dem im Deutschen Eisenbahnerverband veremrgten Werkstättenarbeiter, eingesetzt ist. Ferner wird dre Er­reichung eines Höchstlolmes mit dem 24. Lebens,ahre verlangt. Das Jahreseinkommen eines Eisenbabnar- Veiters wird mit dem Durchschnitt des ganzen Gebietes der Staatsbahn nach den jetzigen Löhnen auf 4200 Mark berechnet. Es würde bei Erfüllung der fetzigen Forde­rungen auf 8000 Mark ansteigen. Das Einkommen ei­nes Berliner Eisenbahnarbeiters beträgt ,etzt' rund 6200 Mark. Es würde künftig bei Bewilliaung der For­derungen 9000 Mark betragen. Die Erfüllung der For­derungen würde, wie wir bereits gemeldet haben, eme Mehrausgabe von rund 2% Milliarden Mark bedeuten. Der Allgemeine Eisenbahnerverband steht dem Streik ablehnend gegenüber.

t Löhnen auf 4200 Mark nua der ieütgen Forde-

Ein Befehl Noskss.

.Berlin, 26. Juni. (WTB.j Die Anfftände in Hambmra und anderen Städten veranlaßt Noske »u fol­gendem Befehl:

1 . Aufstäude sind mit allen Mrtteln niederzuschlage«. Rücksichtsloser Waffengebranch ist dabei verboten.

2 Bei Streiks in gemeinriütziqen Betrieben, deren Fortführung für die Allgemeinheit eine LeSensnotwen- Sigkeit ist, ist der Betrieb mit allen Machtmitteln auf- rechtzuerhalten. Die Freiheit der Arbeit ist überall zu sänigen^ei StreikS auf Eisenbahnen ist die Durchfüh­rung notwendiger Transporte mit Waffengewalt zu erzwinge«.

Die Lage in Hamburg. '

e-f Hamburg, 26. Juni. (S. C.) In einer Ver­sammlung der Vertrauensleute und Betriebsräte wurde eine Entschließung angenommen, nach der der Kwmnan- dant von Groß-Hamburg sich verpflichtet, keine Trnp- pen von auswärts in Sie Stadt hinsinzuziehen, und die Rabrenfelder Truppen, die sich noch in der Stadt be­enden, nach Bahrenfeld zurückzuschicken, wenn es der Volkswehr und der Hamburger Arbeiterschaft gelingt, die Ruhe und Ordnung miederherzustcllcn, sodaß Plün­derungen und Ausschreitungen verhindert werden und jeder seiner Arbeit nachgehen kann. Ferner wurde ein Antrag angenonnnem daß alle Personen, die »«erlaubt

Waffe» trage», diese avzuliefern haben. Ms dieser Be­schluß bekannt wurde, kamen viele Bewaffnete in den Saal und protestierte» gegen die Entwaffnung. Sie soll aber trotzdem vorgenommen werden.

Eine Erklärung des großen Arbeiterrates.

Die Exekutive des großen Arbeiterrates hat eine Erklärung erlassen, in der sie bedauert, daß die verant­wortlichen Behörden es an der gebotenen Tatkraft haben fehlen lassen nnö nicht durch durchgreifende Maßnahmen verhindert haben, daß der durch die fort­gesetzten Schiebungen und den immer weiter ansge- breiteten Schleichhandel sowie die fortgesetzten Preis­steigerungen hervorgernfene berechtigte Unwille der. Bevölkerung stetig neue Nahrung erhalte. Sie be­dauert, daß die Behörden dem gemeingefährlichen ge­sundheitsschädliche» Treiben der Rahrnugsmittelfäl- schcr nicht mit der nötigen Rücksichtslosigkeit entgegen- getreten sind und erwartet, daß diejenigen Beamten, die trotz erfolgte r Anzeige nicht die nötigen Schritte zur Whilfe getan haben, zur strengsten Verantwortung gezogen werden. Sie erwartet von der Bevölkerung, daß sie strenge Selbstzucht übt und die Aufrechterhal­tung der Ordnung sowie die Sicherheit des Eigentums nachdrücklich unterstützt in der sicheren Ueberzeugung, daß die besonnene Bevölkerung Großhamburgs auch in den Tagen der Unruhe und Aufregung ihren Ehreu- schild reinhalten wird.

Hamburg, das Opfer eiues politische« Planes.

Die Unruhen in Hamönra stellen sich, wie WTB. hört, als ein Teil groß angelegter Aufstandsversuche dar, die über ganz Deutschland verbreitet wäre«. In Hamburg ist jedoch die Bevölkerung den Führern z« früh aus den Häuden geglitten. Weder die Hamburger Bevölkerung weiss, wozu sie g braucht werde» sollte, noch die Mitglieder der Zwölferkor-rmission. Die eigent­liche Leitung hält sich im Hintergrund. So ist Hamburg das Opfer eines polittschen Planes geworden. Es sollen bisher vierzig Tote und entsprechende Zahlen an Ver­wundeten festgestellt worden fern.

Große Mengen ausländischer L^bensmUtel in Hamburg, s'^wwejww %tfte nur von einer Regierungsstelle erfahren, befinden sich gerade gegen-

wartig ganz außerordentlich große Mengen Lebeusmit- tel in Hamburg. die für das ganze Reich bestimmt sind. Fast alle Lebensmttteldampfer der Entente haben im Hamburger Hafen gelöscht. In den letzten Tagen wa­ren mehrere wertvolle Ladungen angekonnnen. Das ge­gen Hamburg vorgehende Truppeuaufgebot soll haupt- sächfich dazu dienen, diese LeSeusMittelmengen zu schützen. Im übrigen sei nicht beabsichtigt, gegen die Aufständischen nutzlose und rücksichtslose Gewalt anzu- wenden, sondern es sollen Berhandlnugen eingelettet werden. Der Hauptforderung der Hamburger Arbeiter- schaft, das Kontrollrecht über die zur Verteilung be- fiimmteit Lebensrnittel, wird als durchaus berechtigt zugestimmt werden.

Befehl zum Einmarsch in Hamburg.

^ B e r h.j N, 27. Juni. (S. C.) Die Forderung der rcvmttonären Betriebsleute in Hamburg, die tatsäch­lich die Macht in Hamburg innehaben, an die Reicks- regierung, die Regierungstruppen aus Hamburg zurück-. zuziehen, ist abgelehnt worden, solange die gesetzliche« Organe in Hamburg nicht wieder eingesetzt sind. Ge­neral von Lettow-Borbeck hat Befehl erhalten, in Ham- bura eiNzumarschieren.

Kommunisttsche Bestrebungen in ostpreutzische« Hafenstädten.

t -* Berlin, 27. Juni. (S. C.) Nach Meldungen aus Königsberg sind dort und in vstpreußifchen Hafenstädten kommunistische Putschversuche aufgedeckt wordem Unter den Festgenommenen befinden sich mehrere Russe«.

Die Lage im Reiche.

Unruhen in Frankfurt a. O.

Nachdem bereits in den Morgenstunden des Mitt­woch in Frankfurt a. O. auf dem Obst- und Gemüse­markt Plünderungen vorgekommen waren, ging die Menge am späten Abend im Anschluß an eine Ver­sammlung zu schweren Ausschreitungen über. Sie zog vor das Gefängnis mtö befreite sämtliche Gefangenen, darunter einen Mörder. In der Nacht plünderte die Menge eine größere Anzahl von Läden und Warenhäu­sern sowie mehrere Restaurationen und Casees. Als " Regierungstruppen einschritten, war ein großer Teil des Unheils schon geschehen. Auf dem Marktplatz sind zahlreiche Läden, vor allem Warenhäuser und Konfek­tionsgeschäfte geplündert und zerstört. Der Schaden ist vorerst noch unübersehbar. Es scheint, daß oft fremde Elemente bei den Ausschreitungen die FWrung über­nommen hatten.

e * Frankfurt a. O., 27. Junr. (T. U.) Die Regie- rungstruppeu haben das Rathaus besetzt. Auch Post- und Telegraphenamt befinden sich noch in ihrer Hand. Die Truppen sind aus Liegnitz herangezqgen worden, weil die hiesigen Truppen zum Grenzschutz abgerückt sind. Es sind bisher 10 Tote, 4 Kinder und 6 Frauen, gemeldet worden. In der letzten Nacht wurden viele Läden geplündert.

Der Eiseubahuerstreik in Breslau.

* Breslau, 26. Juni. (S. C.) Der Eisenbahner- streik im Breslauer Eisenbahndirektionsbezirk hat von feiner Stärke noch nichts verloren. Es scheint vielmehr, als ob der Streik noch eine weitere Zlusöehnung er­fahren wird.

Die Eiseubahuer im Ruhrrevier und das Rätesystem.

In einer in Essen abgehaltenen Eisenhahuerkoufe- reuz sür den Direktionsbezirk Efsen wurve sttirmisch

das Ministerium nicht die Forderungen bewillige, dir sich auch auf das Mitbesttmmungsrscht der Arbeiter und Angestellten, auf die Zahlung von Teueruugszulagcu von 600 bezw. 800 Mark für alle Arbeiter und Angestell­ten unter 3000 Mark Einkommen, genaue Durchführung des Achtstundentages usw. erstrecken. Die Forderungen würden den Eisenbahnetat um eine weitere halbe Mil* lirade belasten. -

Schwere LebensmitteünMhe« i« Landsberg.

In Landsberg a. d. Warthe ist es zu schweren Uu- rnhen gekommen. Nachdem sich Sie Menschennmssen auf dem Markt angesarumelt hatten, hauptsächlich Jugend­liche im Alter von 1820 Jahren, wurde zur Plünde­rung des Proviantamts aufgehetzt. Die Menge zog darauf zu dem jenseits öer Warthe gelegenen Proviant­amt, entwaffnete die Posten, schlug die Türe« ein und begatt« das Proviantamt z«,plündern. Die aufgebo­tene Polizer und Feuerwehr royen umchtlos. Eine Ab­teilung des FeldortillertereginWls 54 mußte bald die Waffen strecken. Das ganze PWviantamt wurde aus- geplündert.- Der Schaden beträgt weit über eine halbe Million. In den Morgenstunden zog die Menge dann zu den Bahnbogen, die von der Stadt zur Lebeusmittel- ausgabe und Lebeusmittelniederlage« verwendet wer­den. Auch dort wurde eingebrochen und geplündert. Bnttervvrräte, Fleisch nnd Fett wurden geraubt. Don­nerstag vormittag ist die Plündernug im Proviantamt noch in vollem Gange. Hafer wird wagenweise wegge- fahren. Das gesamte Lederzeug ist geraubt. Militä­rische Hilfe konnte bisher nicht heran steh oft werden. Die Bäckreien sind von der Menge gestürmt worden, sodaß Landsberg Donnerstag mittag ohne Brot war.

Propaganda für politischen Generalstreik.

w Berlin, 27. Juni. (S. C.) In den Großberliner Fabriken wird für einen neue« poliischen Generalstreik für den 30. J«ni lebhaft Propaganda gemacht. Die zur Verteilung gelangten handschriftlichen Aufrufe sprechen von der Unterstützung der «eue politische Zwecke verfolgende« Streikbewegu«g durch gleiche Uuternch- muuge» im ganzen Re- , y>. AM: aus Mün<bo« imb zayrrela-en anderen südüentschen Städten wird eine gleiche Propaganda für einen allgemeinen polittschen Streik gemeldet.

e* Berlin, 27. Juni. (S. C.) Gegen mehrere Mit« glreder des Vollzugsrates nnd des Arbeiterrates ist Strafanzeige erstattet worden wegen Anfforderung zu kom«m«istischen Putschen und deren Vorbereitung.

Die Vorgänge in Erfurt.

Im Hanshaltsausschuß der yre«tzischev Landesver- samnüttng erklärte Eisenbähnminister Oeser über die Borgauge im Eisenbahndirektionsbezirk Erfurt u. a.: Die Erfurter Vorgänge müssen im Zusainmenhang mit der überall unter den Eisenbahner« betriebene« radi­kale« Agitatio« betrachtet werden und fanden ihren prägnantesten Ausdruck auf den Eiseubahnerräteukon- gteÜCrt in Frankfurt und Berlin, wo das Wort fiel: Wer die Eisenbahn in der Ha«d hat, hat die Hand aa der Gnrgel des Staates." Die Erfurter Bewegung richtete sich gegen technische und admiuistrative Beamte. Trotzdem für den 17. Juni eine Audienz zur Verhand­lung über die Beschwerden bewilligt worden war, wur­den am 15. Juni der stellvertretende Präsident und ei= : nige Dezernenten von einer Versaimulung abgesetzt und ein mittlerer Beamter zum Präsidenten ausgerufen. Die Ereignisse wurden von der gesamten Reichs- und Staatsregiernng so ernst verurteilt, daß sie threin Ver­langen, den status quo ante wiederherzustellen, durch die Anwendung militärischer Macht den erforderlichen Nachdruck gab. In der Sefpredhnig des Ministers mit den Führern der Bewegung in Berlin am 19. Juni wurde von diesen das Vorgehen in Erfurt ausdrücklich für ungesetzlich erklärt. Der Minister erklärte sich be­reit, tüchtigen Arbeitern, unteren und mittleren Beam­ten mehr als bisher die Möglichkeit des Aufftteges i» höhere Stellen zu geben. Der Minister hat ferner zu- gesagt, .von Maßregelunaen der an den Erfurter Bor­gängen Beteiligten abzüseben und sich bei der Reichs- regierung für die Zurückziehung der Regierungstrup- ven einzusetzen. Inzwischen waren aber schwere Be­triebsstörungen und Streiks ausßebrocheu, die es der Reichsregierung notwendig erscheinen ließen, den Ab- zug der Truppen noch hinauszuschieben. Zur Nuter- suchmia der Beschwerden gegen höhere Beamte sandte der Minister einen Konnnissar mit entsprechenden Voll­machten nach Erfurt.

Nachdem die Berliuer Vereinbarung von den Er­furter Fichrern nicht inne gehalten worden war, kam es in der Nacht zum 31. Juni unter tatkräftiger Mtt- wirkung des jetzigen Ministeryräsideltten Bauer zu ei­ner neuen Bereinbarurm über die Errichtung eines Beirats bei der Erfurter Direktion, der aus je einem Vertreter der Beamten und Arbeiter besteht und eine gutachtliche Tätigkeit artenden foll. Alle das Dienstver­hältnis der mittleren und unteren Beamten sowie der Hilfsbeamten und 2lrbeiter betreffenden Angelegenhei­ten sind ihm zur Kenntnis vorzulegem Ist eine Eini­gung zwischen Dezernenten und Beirat nicht zu erzie­len, dann hat letzterer das Recht, mit dem Präsidenten zu verhandeln, dem die endgültige Entscheidung zusteht. In Erfurt wird ferner ein mit einem geeigneten Ar­beiter zu besetzendes Hilfsdezernat errichtet werden. Der Minister teilte schließlich mit, daß der Betrieb im Erfurter Bezirk wieder ausgenommen werde und daß sich dort eine Gegenbewequna in der Beamtenschaft zeige, die weitere Kreise zu ziehen Wehte.

Regierung gegen den Berliner Vollzugsrat.

** Berlin, 27. Juni. (T. U.) Die Mitglieder des VolläftMlates SS Axbefterratss Grotzberli» MS ge-