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Herslelder Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

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BMgsprÄs viotteljWlich fik Hersfeld 7 ZMark, durch die Post be- Z ÄM^Llt^^ ÄR^lkSL ' s Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zelle Pfennig, im

zogen 2.52Mark. Druck und Verlag von LulWig Funks Buchdruckerei | ... . Z . - | amtlichen Teile. Pfennig, Reklamen kosten die Zelle '"Pfennig.

ZWsfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld, j JUX UCU MWlÖ ^XXSjClv 1 Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

Nr. 145

Mittwoch, ds« SS. Jmli

191»

Bedingungslose Annahme des Iriedens.

* Versailles, 23. Juni. (WTB.) He«te «ach- mittag 4,40 Uhr hat der deutsche Gesandte von Haniel dem Vorsitzende« der Friedenskonferenz, Clemencean, die Note zustellen lassen, in der Sie deutsche Regierung sich bereit erklärt, die Bedingungen der alliierten nnd assoziiekteu Regierungen bedingungslos anzuuehme».

Es wird UNterzsichueL.

r w Weimar, 23. Juni. (WTB) Die National­versammlung hat heute gegen die Stimmen der Deutsch- Nationalen Volkspartei, der Deutschen Volkspartei und eines Teiles des Zentrums und der Demokraten die Auffassung für zutreffend erklärt, Satz die Regierung nach wie vor ermächtigt bleibe, den FrieSensvertrag zu unter­zeichnen.

Die Zustimmung DeutschLsuds augermmmen.

Kritische Lage im bedrohten Westgebiet.

»-»Weimar, 24^ Juni. (S. C.) Die Lage nach Sem Beschluß der Nationalversammlung auf die bedin­gungslose Unterzeichnung des FrieSensaktes war eine äußerst kritische, da nur noch drei Stunden Zeit bis Ab­lauf des Waffenstillstandes blieben und die Uebermitte- lung der Zustimmung der Reichsregierrmg nach Ver­sailles auf Schwierigkeiten und Verzögerungen stieß. Aus dem Westen des Reiches kamen Drahtungen über Drahtungen über die gestiegene Erregung der Bevölke­rung, die den Beginn des feindlichen Einmarsches noch für den Abend befürchtete. Bei Kehl war Schiffsbrücke an Schiffsbrücke, die dem Uebergang der feindlichen Heere dienen sollten. Auch im Rheingebiet waren die Vorbereitungen zu einem Masfenübergang der alliierten Heere bis in die letzten Einzelheiten fertig. Ungeheure Truppeumassen waren bei den Rheinbrückenköpferr kon­zentriert. Maiuz und Koblenz glichen schon seit eiviaen Tagen eigentlichen Kasernements. Selbst der Verkehr von Ort zu Ort war durch Absperrung der alliierten schlagen der französischen DMrMffMoarmeeu in Spener sollten die Uebergänge nach dem rechten Rheinufer 5 Mi­nuten nach 7 Uhr abends überschritten werden. In dem unmittelbar vom Einmarsch bedrohten, noch nicht besetz­ten Gebiete stürmten die Menschenmassen die Regie- rungsbüros. Erst 7 Minuten vor 7 Uhr traf aus Ver­sailles die Bestätigung in Weimar ei«, daß die Zustim­mung Deutschland um 6,45 Uhr überreicht und ange­nommen worden war. Damit war die Gefahr eines neuen feindlichen Vormarsches endgültig beseitigt.

UuLsrzsichuung am DonuersLag.

** Versailles, 24. Juni. (T. U.) Ueber de« Zeitpunkt der Unterzeichnung veröffentlicht die franzö­sische Presse eine Mitteilung, wonach auf Wunsch Wil- sons, der am Mittwoch abreisen wollte, die Unterzeich­nung bereits am Mittwoch, anf Wunsch der Engländer sogar am Dienstag stattfinden sollte. Die Engländer hätten gern die Vertreter ihrer Dominions, die sich be­reits am Mittwoch zur Heimreise einsÄiffen, an der Ze­remonie teilnehmen lassen. Die französische Regierung sah sich aber genötigt, mitzuteilen, daß die Vorbereituu- gen noch nicht beendet seien und Satz die Unterzeichnung erst am Donnerstag mittag zwischen 12 unS 1 Uhr statt- finden soll.

Die Auslieferung von PsKiikern und Militärs

w Genf, 24. Juni. (L. u.) Ueber die Personen, Sie nach den Bedingungen des Friedeusvertrages von Dentschlaud an die Alliierten ausgeliefert werden sol­len, herrscht, wie aus der Pariser Presse hervorgeht, kei­nerlei Klarheit. Wie es heißt, wird das Berzerchnis der von den Alliierten für schuldig Befundenen inner­halb der nächsten 14 Tage überreicht werden. Eine Kommission soll darüber mehrere Beschlüsse fernen. Die Forderung der Auslieferung ist durchaus wörtlich zu nehmen. Die deutschen Politiker mrd Militärs, die znr Verantwortung gezogen werden sollen, müssen von Deutschland innerhalb einer sehr kurzen Frist ausge­liefert werde und werden von der Entente solange in Gewahrsam gehalten werden, bis die Entscheidung über ihren Prozeß erfolgt ist.

Fortsetzung der Versuche znr Mildernng des Vertrages.

«-* Weimar, 23. Juni. (S. C.) Die gestrigen Frak- tionssitzungen der Minderheiten der Nationalversamm­lung haben sich, zuverlässigem Vernehmen zufolge, da­für ausgesprochen, daß auch nach Unterzeichnung des Friedensvertrages bei der Ratifikation der Versuch ei­ner Milderung des nicht durchführbaren Friedensver- trages fortzusötze« ist.

Die Mehrheitsparteien Hoffeu noch auf Milderuug.

»-e Weimar, 24. Juni. (S. C.) In Kreisen der Mehrheitsparteien vertritt man die Auffafstmg, daß auch nach der bedingungslosen Annahme des Friedens- vertrages durch die dann beginnenden Verhandlungen über die Ansführungsbesttmnrungen sich doch noch für eine Anzahl Bestimmungen eine MUdernng erreichen lassen wird. Die Ausführnngsbestimmnngen dürfte» in längstens 2 Monaten vorliegen.

Die Generale mit der Haltung der Regierung eivverstattde«,

- » Weimar, 24. Juni. (_S. C.) Wie in den Sitzun­gen der Fraktionen gestern abend mitgeteilt wurde, haben sich die Generale der Reichswehr nachträglich noch für die Durchführung der Beschlüsse der Regierung und der Nationalversammlung in einer besondere« Kund- üev«ng a« de« ReichstyMrWinisier erklärt.

Die Ausgaben Ses NeichsmMsters Erzsierger.

Erzberger, der das Reichsfinanzministerium über- nomnien hat, rvird auch weiterhin die mit der deutschen Wäffenssillsiandskommissio« verbundenen Geschäfte füh­ren. Die in dem Gegenvorschlag angekündigte Kom­mission, die die Verhandlungen mit der feindlichen Kommission des Reparations führen wird, soll unter der Leitung Erzbergers stehen, sodatz in seinen Handen die Abwicklung des Friedensschlusses liegen wird.

Vorbehaltlose Unterzeichnung des Vertrages.

Haniel mit der Mitteilung an Sie Entente beauftragt.

sofort ie der

* Berlin, 23. Juni. (S. C.) Bon zuständiger Stelle erfahren wir, die Antwort der Entente ist als neues allerletztes Ultimatum aufzufasse«. Sie lehnt nicht nur die deutsche« Vorbehalte, sondern anch Sie nachgesuchte Fristverlängerung von 48 Stunden bedin­gungslos ab. Das Ultimatum ist heute »acht in Wei­mar eingetroffen. Die Regierung ist daraufhin s " ' zu einer Sitzung zusammengetreten. Die Beschluss, Regierung sind an hiesiger amtlicher Stelle znr St______ noch nicht bekannt. Es wird aber bestimmt angenom­men, daß sich Sie Regierung dem Ultimatum der En­tente unterworfen hat. Gesandter vsu Haniel ist noch heute vormittag beauftragt worden, die Erklärung ab- zugeben, daß die deutsche Regierung vorbehaltlos, aber unter Protest, den Friedeusvertrag unterzeichne« wird.

tnude

Die Unterzeichnung des Vertrages wird eine rein be- amtentechnische Frage fein, indem der Gesandte von Haniel den Auftrag erhalten wird, als Bevollmächtig­ter des Reiches den Friedensvertrag im Namen der Regierung zu «uterzeichuen.

Die Beratuugen der Natioualversammluug.

»-» Weimar, 23. Juni. (S. C) Die Nationalver­sammlung, die Heute vormittag wieder zusammentritt, rvird S« der infolge des Ultinratums geänderten Sach­lage heute Stelln»« nehmen. Die Regierung wird in der heutigen Sitzung die Erklärung abgeben, datz sie infolge der Zwangslage, in der sie sich besindet, den Ge- r^udwrl vo« Haniel beanUea/tz, Wv die vorbehaltlose Zustimmung zur UNierzeMMnag «e» tyweveM»w*i»u- aes der Entente mitzuteilen. Nach der parteilichen «wnstellatio« ist nicht anzuNehmen, Satz Sie National­versammlung diesem Schritte der Regiernng Schwie­rigkeiten bereiten wird.

Das Zentrum stimmt bedingungsloser Unterzeichnung zn

^ Weimar, 23. Juni. (B. T.) Nach stundenlanger, teilweise sehr lebhafter Aussprache Sefchlotz das Zen­trum mit 68 gegen 14 Stimmen, den Friedensvertrag bedingungslos anznnehmen. Bei der Abstimmung im Plenum der Nationalversammlung soll jedoch kein Frak­tionszwang ausgeübt werden.

Die Avstimmnng bei den Demokraten.

w Weimar, 23. Juni. (B. T.) Das ErgeLnis der Abstimmnug bei den Demokraten war. daß sich 14 Ab­geordnete bereit erklärten, nunmehr für die Unterzeik,- nung des Friedeusvertrages zu stimme«. Damit dürfte eine ganz geringfügige Mehrheit für die Annahme des bedi«L«ngslosen Friedens gesichert sein.

Ein Block der Rechtsparteien.

w Weimar, 23. Juni. (S. C.) Die rechtsstehende« Parteien haben in den gestrigen Fraktionsfitzungen ein taktisches Zusammengehen in der Natronalversammlung in den großen leitenden Fragen, wie es von mehreren Rednertr gefordert wurde, nicht mehr abgelehnt. Zu Verhandlungen ist es noch nicht gekommen.

Erregte Stimmung in Frankfurt am Mai«.

* Frankfurt a. M., 23. Juni. (B. T.) Die schroffe Ableyunug der beiden Vorbehalte durch die Entente hat in der Bevölkerung eine tiefgehende Erregung hervor­gerufen, obwohl man hier fäon wegen der besonders gefährdeterr Lage der Stadt im allgemeinen eine Unter­zeichnung des Friedeusvertrages wünscht. Vor den Anschlägen der Extrablätter sammelten sich heute vor­mittag große Menschenmenge« a«, die zeitweise den Verkebr verhinderten. Gesteigert wurde die Erregung rwch durch den französische« .Befei-', daßdie Polizei- truppe« bis 12 Uhr Mittags die Stadt zu rauiueu habe«.

Ein Aufruf Noske an die Reichswehr.

s-* Berlin, 24. Juni. (T. U.) Nach einer Meldung des Reichswehrtruppenkoumralrdos erklärt General von Lüttwitz, daß er an dem Standpunkt, daß die Anslie- feruna deutscher Staatsbürger und die Anerkensung der alleinige« Schuld Deutschlauds mit der Ehre der Reichswehr und des Vaterlandes unvereinbar fei, im- bedingt festhalten müsse und daß er diesen dem Reichs­wehrminister und dem prentzischen Kriegsmimster gegeu- über aufrechtzuerhalten wissen werde. Er fordert bte Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften auf, mit ihm ihren Dienst weiter zu tun und Ruhe und Ordnung im deutschen Reiche restlos aufrecht zu erhalten.

Der Reichswehrmiuister hat einen Aufruf an die Reichswehr erlassen, in welchem er in den schwersten Stunden, die das deutsche Volk durchlebt, an deu kame­radschaftlichen Geist jeden Führers nnd leben Mannes appelliert, ihm weiter zur Seite zu steheu. Skoske sagt dann weiter, die Not unseres Volkes verbietet mir, fah- nenfluchtartig meinen Posten zu ver-Wn, ich vemaß aber nur dem Lande zuj-knenen, wenn mir opferwillige Männer wie bisher hingebungsvoll zur Seite stehen. Kameraden! Deutschland nnd das deutsche Volk kau« Euch nicht entbehren. Helft, unser Volk aus seiner Schmach und Not zu retten und einer hellen Zukunft

Noske hak seln McklriikZgesuch -«rSMezoge«. ?

> Weimar, 24. Juni. (T. U.) Reichswehrminfä ster Noske hat sei« Rücktrittsges«ch z«rückgezoge«, «ach- Se«l es gelungen war, die Differenzen mit dem Offizier» korps beizulegen.

Weiterer Rücktritt von Militärs.

»* Weimar, 23. Juni. (S. C.) Wie in den heute früh stattgehabten Fraktionsfitzungen verlaut hart wurde, soll außer dem Rücktritt des Kriegsministers aus dem Reichskabinett auch eine Anzahl militärischer Personalverändernnqeu bevorstehen, falls der Friedens­vertrag bedingungslos angenourmen wird. Die Anf- lösnna des Großen Hauptquartiers erfolgt nicht vor dem 1. Juli.

»* Weimar, 23. Juni. (B. T.) Sämtliche Generale und Stabsoffiziere der Armee haben der Regierung er­klären lassen, daß sie gegen die bedingungslose Unter­zeichnung des Friedensvertrages feien und daß, wen» die Regierung den Friedensvertrag samt den Ehren- Punkten unterzeichnet, sie von ihren Posten znrücktrete» würden, da sie einen solchen Schritt mit der Ehre deS dentschen Offizierskorps nicht vereinbaren könnten.

Siegestaumel in Paris.

** Versailles, 24. Juni. (T. U.) Die Kanonen der Pariser Forts schieße« seit 9 Uhr abends in unnnter« brbchenen Salven den Frieden ein. Vor dem Schloß in Versailles ist eine große Menschenansammlnng. Es werden Ansprachen gehalten. Eine Abteilung Infan­terie mit Stahlhelmen steht vor den Hotels der Deut­schen, vor denen sich die Menschenmassen ebenfalls an- stauten, sodatz sie von den Soldaten zerstreut werden nutzten. Auf den Pariser Boulevards zieheu grotze Menschenmenge« st«ge«d «urher. Die M«stk spielt im Freien, «nd man tanzt auf den Bürgersteige«. Aber auch Arbetterzüge, die nach der Demobilisation rufen, bewegen sich drrrch die Straßen

Abends um 7 Uhr erschien der Generalsekretär der Friedenskonferenz, Dutaste, bei dem Gesandten von Ha­niel und wollte Auskunft haben, wer für Deutschland uuterzeichneu werde. Gesandter von Haniel konnte nur erwidern, daß er noch feine Weisungen aus Weimar erpatten vave. Ferner warne gener« uueuo uer EJUuite eine kurze deutsche Protestnote gegen das voreilige Vor­gehen der Alliierte« i« des deutsche« Brückenköpfe» übermittelt.

Die militärischen Borbereitunge« Evglavds.

^Rotterdam, 23. Juni. (S. C.) Reuter meldet vom Sonntag früh: Der Admiralstab begibt sich Mon­tag mittag an Bord. Die der Kriegsflotte gegebenen Befehle sind verschlossene Ordres, die erst drei Stunde» nach dem Verlassen der Heimathäfen zu öffnen sind.

Die Besetzung der dentschen HavptstKdte geplant.

** Genf, 23. Juni. (S. C.)Journal des Debüts^ meldet am Montag früh, die Richtannahme des Ver­trages durch Deutschland wird nicht nur den Einmarsch in Dentschland, ssuLern die militärische Besetznng der deutschen Hauptstädte eiuschlietzlich Berlins zur unmit­telbaren Folge haben. Die Besetzung wird in spätestens drei Wochen durchgeführt sein.

Vorlänsig keine Demobilisierung der Entente.

** Genf, 24. Juni. (S. C.) Eine Havasdepesche meldet, der mttitärische Rat der Alliierten beschloß, auch nach der Nuterzeichnung die allgemeine Mobilisier««»

Churchill für Gleichberechtigung Deutschlanss.

Der AmsterdamerTelegraaf" meldet aus London: Churchill hat imWeekly Dtsvatch" einen bemerkens­werten Artikel über die auswärtige Politik Großbri- tannieus geschrieben. Er tritt darin für freundschaft­liche Beziehungen mit Amerika, für Unterstützung Frankreichs nnd für den Friedensschluß mit dem deut­sche« Volke ein, dem, nachdem es Buße getan hat und einen neuen Geist beweist, ehrlich die Gelegenheit ge­geben werden solle, sich wieder mit oer übrigen Welt auf gleichen Fuß zu stellen. Zum Schluß fordert Chur­chill die Untersttitzung der Macht in Rußland, die die Vernichtung der bolschewistische» Tyrannei zum Ziele hat und Rutzlarrd auf eine breite, wahrhaft demvkra- ttsche Grundlage stellen will.

Drohende Lage an der polnischen Grenze.

** Haag, 23. Juni. (B. T.)Daily Chrouielc" be­richtet aus Paris: Die polnischen Truppenkonzentra- tionen haben einen Punkt erreicht, der den Airsbruch der Feindseligkeiten innerhalb weniger Tage unver­meidlich erscheinen läßt, es sei denn, daß die Deutsche» ittzwifche« die Friedensbedingungen annehmen und die Gebiete, die durch die Konferenz de« Polen zngeteilk worden sind, avtreten, Die Möglichkeit eines bewaff­neten Zusaumrenstoßes ist besonders groß in Ober- schlesien, Seifen Kohlenlager und andere Hilfsquellen 'Polen zu seiner Existenz als unentbehrlich ansieht. Die letzten Nachrichten von der polnischen Front zeigen, daß Deutschland die Zusammenziehltng von 300 OOü Man» Truppen beendet hat.

Die Ostmarken zum Kampf eutschlosse«.

»-» Berlin. 23, Juni. (S. C.) Analog dem Verhält- wisse in den Rheinlanden sind auch diejenigen von den Ostprovin?n. Auch über die Loslösuttgsvestrebunge» in den Ostmarken ist der Regierung amtlich nichts be­kannt, wenn sie anch von dem Gerücht Kenntnis bat, daß in den Ostmarken eine starke Bewegung eingesetzt hat, im Falle der Unterzeichnung des Friedeusvertra- ges sich selbständig zv erklären und alS selbständiger Staatskörper gegen die Eiuverleiduug tu Pole« sich mi» lttärlich zu «ehre,.