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Sersselder Tageblatt

Hersselder Kreisblatt

zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld.

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Nr. 126

Montag, den 2. Juni

1919

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Die deutschen Gegenvorschläge

Die Mmlelnsle

In der Donnerstag mittag der Friedenskonferenz der Alliierten übergebenen Mantelnote heißt es u. Wir waren nach Versailles in der Erwartung gekom­men, einen auf der vereinbarten Grundlage aufgebanten Frieöensvorschlaq zu erörtern, hofften auf den Frieden des Rechts, den man uns verhieß. Wir waren entsetzt, als-wir in jenem Dokument lasen, welche Forderungen die siegreiche Gewalt des Gegners an uns stellt. Je lief er wir in den Geist dieses Vertrages eindrangen, umsomehr bestätigten wir uns von einer Undurchsnbr- barkeit. Die Zumutungen dieses Vertrages gehen über Sie Kraft des deutschen Volkes. Die Mantelnote kommt dann auf die territorialen und wirtschaftlichen sowie son­stigen Forderungen der Entente-Friedensvorschläge zu ' sprechen und erklärt: So soll ein ganzes Volk seine eis Seite Aechtung, ja sein Todesurteil unterschreiben. Deutschland weiß, saß es Opfer bringen muß, um zum Frieden zu kommen. Deutschland weiß, daß es solche Opfer vertragsgemäß zugesichert hat und will darin an die äußerste Grenze dessen gehen, was ihm möglich ist:

Deutschland bietet an, mit der eigenen Entwaffnung allen anderen Ländern voranzugehen, um zu zeigen, daß es helfen will, das neue Zeitalter des Rechtsfriedens herbeizuführen. Es hebt die allgemeine Wehrpflicht auf und verringert, von Neberqcmgsbestimmunqen abge­sehen, sein Heer auf 100 000 Mann. Es verzichtet auf alle Schlachtschiffe, aber es setzt voraus, daß es sofort als gleichberechtigter Staat in den Völkerbund aufgenommen wird.

In territorialen Fragen stellt sich Deutschland rück­haltlos auf den Boden des Wilsonprogramms. Es ver­zichtet auf seine Staatshoheit in Elsatz-Lothringen, wünscht aber dort freie Volksabstimmung. Die ab 1926 zu leistende Annuität soll in den ersten zehn Jahren nicht höher sein als der jeweilige Gegenwert einer Mil­liarde Goldmark. Die Zahlung der Annuitäten kann Deutschland mit seiner 91 könnte den Entente-Reqrerungen dre Kontrolle über den Dienst dieser Kasse zugestanden werden.

aller» schon die stärkere Bürgschaft der Vertragstreue jeder deutschen Regierung dar. Wesentlich größer noch wrrd der innere und äußere Wert dieser Bürgschaft sein, wenn die Sieger sich bereit finden lassen. Deutschland berm Wrederanfvau seines WirtschaftsleSerrs tätig zu helfen. Die deutsche Regierung würde ihre Pflicht ver­letzen, wenn sie auf die Folgen eines Gewaltfriedeus urcht nochmals warnend hinwiese. Das Schicksal Ruß­lands spricht eine deutliche Sprache. Im Begriff, ein neues, auf Freiheit und Arbeit beruhendes Gemeinwesen zu begründen, wendet sich das deutsche Volk an seine msherigen Gegner. Es verlangt im Interesse aller Völker und Menschen einen Frieden, dem es nach inne­rer Ueberzeugung seines Gewissens seine Zusttmmung zu geben vermag

Die für die Ausarbeitung dieser Denkschrift, uns angesetzte Frist war so kurz, daß es unnrüglich war, alle Fragen zu erschöpfen. Eine fruchtbare und aufklärende Verhandlung könnte nur in mündlichen Verhandlungen ftattsinden. Dieser Friede wird das größte Vertrags­werk der Geschichte werde. Es gibt kein Beispiel, daß so umfassende Verhandlungen mir durch Notenaustausch gesuhrt worden sind. Die Empfindung der Völker, die fo ungeheure Opfer gebracht haben, verlangt, daß die BeMmnrung über ihr Geschick in offenem rückhaltslosem Gedankenaustausch erfolgt. Deuffchland soll den ihm vorgelegten Vertrag mit seiner Unterschrift versehen und ihn erfüllen. Auch in seiner Not ist' ihm das Recht zu Heilrg, als daß es sich dazu hergeben könnte, Bedingnn- gen anzuuehmen, für deren Erfüllung es nicht einstehen kann. Wohl haben immer wieder in den letzten Jahr-

zehnten die Friedensverträge der Großmächte das Recht des Stärkeren verkündet, aber jeder von diesen Frie­densschlüssen gehört zu den Urhebern oder Verlänge- rern des Weltkrieges. Wo in diesen Kriegen der Sieger zum Besiegten gesprochen, in Brest, in Bukarest waren ferne Machtworte nur eine Aussaat künftigen Unfrie­dens. Die hohen Ziele, d" rst unsere Gegner für rt** k^kK VT/Mtrt OrtT-^AOp-Y*

daß die Abgrenzung des AbsttmmungsgebieteS nach L-üden mit der Linie zusammenfallen möge, die die Ab- schlutzlinie der sprachlichen Einheit bedeutet. Die deut­schen Behörden bleiben während der Abstimmung be­stehen, werden aber einer aus gleich vielen Deutschen und Dänen mit einem schwedischen Obmann bestehenden Kommission unterstellt.

Die Ententeforderungen über die deutschen Kolonien stehen in unvereinbarem Widerspruch mit dem fünften Wilfonschen Punkt. Deutschland hat seine Kolonien rechtmäßig erworben und in zäher Arbeit mit vielur Opfern entwickelt. Der koloniale Besitz ist für Deutsch­land in Zukunft nötiger als früher, weil Deutschla.cd Rohstoffe für seine Volkswirtschaft möglichst aus eigene« Kolonien beziehen muß seiner Valutaverhältnisse wegen und weil es Absatzgebiete sür seine Industrie und Sie- delungsgebrete wenigstens für einen Teil seines Bevöl- kerungstiberschusses haben nruß. Die denische Regierung hält die feindliche Forderung des Verzichtes Deuiick- lands auf feine Kolonien für ungerechtfertigt und schlägt Verweisung der kolonialen Fragen an einen besonderen Ausschutz vor. Unter Aufrechterhaltung des Anspruches aus Wiederherausgabe seines kolonialen Besitzes ist Deutschland bereit, falls der Völkerbund zustande kommt, die Berwaltnnq seiner Kolonien nach den Grnndsäßecr des Völkerbundes, gegebenenfalls als dessen Mandatar zu führen.

Deutschland beansprucht keinerlei altrussische Ge­biete und betrachtet die staatsrechtliche Struktur etnzel- / ner russischer Staaten als deren innere Angelegenheit. Ein Recht Rußlands auf Wiederherstellung und Wie­dergutmachung gegen Deutschland wird nicht anerkannt.

Die Denkschrift geht sodann zu den deutschen Rech­ten und Jnteresien außerhalb Deutschlands, zu den Fra­gen des Außenhandels und der Seeschiffahrt über. Deutschland bedarf der Seeschiffahrt für sein gesamtes Wirtschaftsleben. Die Wegnahme der internierten deut­schen Sckiffe ist nölken -rötlich unbegründet. Die Weg-

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In der Frage der Herausgabe sowie des Ersatzes von Maschinen betont die Denkschrtst, daß die hierfür notwendigen Maßnahmen unter Wahrung ,ber wirt­schaftlichen Souveränität der deutschen Regierung ge­troffen werden müssen, daß also die von der Entente vorgeschlagene Wiederherstellnngskommission anders zu- sammenzusetzen und mit anderen Befugnissen auszu- statten ist. Zur Deckung der Produktion der zerstörten Kohlengruben in den nächsten zehn Jahren ist Deutsch­land bereit, in der ersten Zeit 20 Millionen und in füni Jahren acht Millionen jährlich als Höchsffnatz zu liefern. Ferner wird eine BeteÜigung der deutschen Schachtbau- uuternehmnngen an der Wiederherstellung der zerstör­ten Gruben vorgeschlagen. Die Forderung betreffend die chemische Industrie ist Deuffchland anzunehmen be­reit, doch seien mündliche Verhandlungen über dre Ein­zelheiten dieser Frage nötig. Anstelle der im Entwurf vorgeschlagene» einseitigen Rechte für dre Ententeregie­rungen wird für eine kürzere Reihe von Jahren geqen- feitige unbedingte Meistbegünsffgnng in allen wrrtichast- lichen Beziehungen mit einzelnen sachlich angemessenen Ausnahmen vorgeschlagen. Die Abgabe von Effenba»n- material an Polen wird abgelehnt, ebenso öte Berpflrch- tung, neue Bahnen nach Vorschrift für die Alliierten zu bauen. Die Annahme der Ententebestimmungen über die Binnenschiffahrt ist mit der Fortdauer der Souve- ränität Deutschlands unvereinbar und unmöglich. Deutschland ist bereit, den deutschen Strömeverkehr allen Staaten zu öffnen, jedoch sind au der Verwaltung ledig­lich die Uferstaaten zu beteiligen.

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Deutschland verlangt, daß alle Kriegsgefangene» und Zivilinternierte«, die verurteilt wurden, freigelasse« werden. Betreffs Behandlung und Abbeförderung müssen vertraglich alle Erleichterungen gewährt werden, -die den Kriegs- und Zivtlqefangenen von Deutschland beim Waffenstillstand gewährt wurden. Die deutsch! Regierung kann nicht zulassen, daß der deutsche Kaiser vor ein feindliches Ausnahmegericht gestellt und nach Grundsätzen nicht des Rechtes, sondern der Politik ge­richtet wird. Die deutsche Regierung erklärt sich nicht damit einverstande«, daß an Holland ein Ersuchen um Auslieferung des Kaisers gestellt wird. Auch kaun Deutschland nicht die Verpflichtung übernehmen, den Gegnern diejenigen Personen, die eines Verstoßes ge Sie Bölkergesetze beschuldigt werden, zur Murteib zu überantworten.

Der letzte Abschnitt erklärt, die von der Entente vorgesehenen Bürgschaften für die Durchführung für unanuehinbar. Die Möglichkeit eines deutschen Art­griffes fei ausgeschlossen. Die Besetzung würde die Ausführung der übernommenen Verpflichtungen zur Wiedergutmachung erschweren, wenn nicht unmöglich machen. DeutschlarrS erwarte deshalb die Räumung der besetzten Gebiete spätestens sechs Monate nach Unters Zeichnung. Zum Schluß erklärt die Denkschrift, daß sich den Alliierten als Bürgschaften wirksamere Mittel als Zwang und Gewalt böten. Durch den Willen des Seut- tocn Volkes wurde Deutschland Demokratie und Re­publik. Eine Rückkehr zu Verfassuugszu ständen, unter denen der Wille des deutschen Volkes mißachtet werden könnte, ist ausgeschlossen. Das neue Deutschland ist überzeugt, Vertrauen zu verdiene«, nud darf darum Aufnahme in den Völkerbund verlangen. Die Zuge­hörigkeit DerstschlarrLs zum Völkerbund stellt für sich

vorgeseWnen Bürgschaften M nnännebinbar. Die Möglichkc griffes sei ausgeschlossen. Di Ausführung der über: Wiedergutmachung erst

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Völker, ein Zusammenarbeiten der Hände Und der Gei ster kann einen Dauerfrieden schaffen. Wir täusch! nicht darüber, inte scharf der Haß und die Erbrt sind, die dieser Krieg

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...... und die Erbitterung sind, die dieser Krieg erzeugte, und doch sind die Kräsie, die für eine Einigung der Menschheit am Werke sind, jetzt stärker als je zuvor. Es ist die geschichtliche Auf­gabe der Friedenskonferenz von Versailles, diese Ver­einigung herbeizuführem Damit schließt die Note.

Weiteres aus den Gegenvorschlägen.

. t* Berlin, 30. Mai. (WM.) Im zweiten Teil der deutschen Denkschrift wird zunächst der Völkerbund be­sprochen. Deutschland erklärt sich, indem es die Grund- gedanken des deutschen Völkerbundsentwurfs aufrecht­erhält, bereit, auf der Grundlage des Errtenteentwurses zu verhandeln, jedoch unter der Boraussetzung, daß Deutschland sofort bei Unterzeichnung des Friederrs- vertrages gleichberechtigt in den Völkerbund ein tritt. Dem Ententeentwurf über die Abrüstung stimmt Deutschland zu, verlangt »aber hierfür eine Uebergangs- zeit, während der Deutschland die namentlich zur Auf­rechterhaltung der inneren Ordnung nötigen Truppen behält. Deutschland ist ferner bereit, seine Festungen im Westen zu schleifen und eine militärisch unbesetzte -Zone dort einzurichten. Zur Festsetzung von Einzel­heiten verlangt Deutschland die Aufnahme mündlicher Verhandlungen.

Öm Abschnitt über die territorialen Staatsfragen wird in Uebereinstimmung mit den 14' Punkten Wilsons der Grundsatz ausgestellt, daß kein Gebiet von Deutsch­land abgetrennt werden darf, dessen nationale Zuge­hörigkeit durch jahrhundertelange konfliktlose Bereini­gung mit dem deutschen Staatswesen bewiesen ist, oder dessen Bevölkerung sich nicht mit der Abtrennung ein­verstanden erklärt. Es werden dann nähere Einzelheiten Sitr Erzielung einer unbeeinflußten Volksabstimmung angeführt und erklärt, daß jedenfalls um Holz oder um Zinkerz willen Menschen nicht von einer Souveränität zur anderen verschoben werden sollen. Betreffend das Saargebiet wird die in den früheren deutschen Noten an- gebotene Lösung wiederholt. Dagegen wird betont, daß die von der Entente vorgeschlagene Eigentumsübertra­gung der Saarbergwerke das Hundertfache der franzö­sischen Forderung erreichen würde. Betreffs Elsaß- Lothrrugeus wird Volksabstimmung verlangt. Im Falle eines Anschlusses Elsaß-Lothringens müßten die Rechte aller Bewohner sichergestellt werden und das Land müßte einen entsprechenden Anteil an den deutschen Schulden übernehmen. Für Deutsch-Oesterreich wird die Möglichkeit eines Anschlusses au Deutschland ver­langt. Die Abtrennung des größten Teiles Oberschle- sieus wird abgelehnt, da es eine deutsche Mehrheit aitf= weist und es auch im Interesse der Alliierten liege, Oberschlesien bei Deutschland zu belassen, denn die Ver­pflichtungen aus dem Weltkrieg könne Deutschland höch­stens mit, niemals aber ohne Oberschlesien erfüllen. So­weit die Provinz Posen unbestreitbar polnisch ist und abgesehen von dem Verbindungsweg mit Ostpreußen, der Deutschland unbedingt erhalten bleiben muß Ge­bietsteile Westpreußens unzweifelhaft polnisch besiedelt sind, ist Deutschland bereit, sie an Polen abzutreten. Dre beabsichtigte nationale Vergewaltigung Danzigs werde abgelehnt und die Häfen Memel, Königsberg und Dan- zig ist Deutschland bereit, zu Freihäfen auszugestalten» Die Lostrennung westpreußischer Gebietsteile wird ab- gelebnt. BezüaliL Schleswigs schlägt Deutschland vor.

efeiiigung deutscher Rechte und Ansprüche und L Steten deutschen Privateigentums im feindlichen Aus­lande selbst nach Friedensschluß wird der deutsche Au­ßenhandel von jeder Betätigung atlsgeschlossen und die Möglichkeit eines Wiederansbaues abgeschnitten. Die Forderung der Auslieferung der Uebersee-Handels-- flotte ist nnaunehmbar. Dagegen ist Deutschland bereit sich an den für die Gefamtheit erforderliche!: Transport- leistungen zu beteiligen, indem es die Schiffe für einen Weltpol fahren läßt, der für alle beteiligten Flotten ein­heitliche und gleiche Mitwirkung vorsieht. Deutschland ist bereit, die Bauverpfficktung für Handelsschiffe zu übernehmen. Eine Ersatzpflicht besteht für Deutschland nur betreffend den Scl>aden. der der Zivilbevölkerung durch Angriffe zngesügt wurde, und zwar in Belgien und Nordfrankreich. @hte Ersatzpflicht an Italien, Mon­tenegro, S-erbien, Rumänien und Polen wird abgelehnt, weil Deutschland hier nicht angegriffen hat^

Bezüglich der finanzielle» Leistungen für Schaden« vergütnug stellt Deutschland den Vorschlag der Gegen­seitigkeit auf und lehnt die Ersetzcmg der unmittelbare» Kriegskosten und der Kosten für das Gesamtheer ab. Da Teutschland in jeder Hinsicht wehrlos ist, ist die Si­cherung nicht nötig. Deutschland erklärt sich bereit, nach Maßgabe seiner Leistungsfähigkeit einen bestimmten Prozentsatz der gesainten Einnahmen des deutfchen Rei­ches und der Einzelstaaten als Annuität zu bezahlen. In der Wiedergutmachung müssen auch alle Gebiete be­teiligt sein, die durch den Friedensentwurf von Deutsch­land abgetrennt sind. Es folgt dann der bereits be­kannte Vorschlag über Bezahlung des Schadenersatzes im Höchstbetrage von hundert Milliarden Goldmark. Deutschland tritt den größte« Teil der Provinz Pose» mit der Hauptstadt Posen au Polen ab.

. Zu den Arbeiterfragen übergehend, erklärt die Denk­schrift: Ein Friede, der die Gleichberechtigung der Ar­beiterschaft nicht bringt, kann nicht von Dauer sein. Sie bcauiragi deshalb in Uebereinstimmung mit den Arbei­terschaft aller Länder erneut die Einberufung einer Kon­ferenz der Arbeiterorganisationen, deren Ergebnis in den Friedensvertrag anst »nehmen und damit zum in« ternationalen Recht zu erheben sein werde».

Sie Hole über Sie SriegsgesangsAen.

In der am Donnerstag Clemenceau überreichten Note über die Kriegsgefangenen hält es die deutsche Delegation für ihre Pflicht zu den 'AuSftchrungen in der Note der Alliierten vom 20. d Mts. u. a. folgende Be­merkungen zu machen:

1.) Die Weigerung der Alliierte«, durch eine Sleits, üernug der einschlägigen Bestimmungen das Los der Kriegs- und Zcvilgesaugeneu sofort zu verbessern, ist aufs tiefste zu bedauern. Die Kommission, deren Ein­setzung leider an der Weigerung der alliierten Möchte gescheitert ist, hätte u. a. den Postlurkehr der Kriegs- und Zivilgefangenen mit ihren Familien er­leichtern sollen. Es sind unzählige Familien nacäzu- weisen, in denen deutsche Kriegsgefangene in der Hand der Alliierten seit Abschluß des WasfeuWSstMdeS ohne jede Verbindung mit der Heimat sind. Weiterhin wäre es ganz allgemein die Aufgabe der vorgefchlageneu. Kommission gewesen. Stifte! und Wege zu finden, um durch gehörige Entlobn«,!g, bessere Uutcrbrinaung nn» Kost, erweiterte Bewegungsfreiheit, GewMrleistuug der Sonntagsruhe usw. die Lage der Gefangene» in jeb«t