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Hersfelder Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

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Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 7 ->Mark, durch die Post Le- - AmEÄSk AmeMeL 5 Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile Pfennig, im j zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckers! : ... - amtlichen TeUe .Pfennig, Reklamen kosten die Zeile 'Pfennig. Z Hersfeld. Für die Schristleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. - Ult DCH Ht£l5 ^CtS|ClD Erscheint jeden Wochentag nachmittags. - Fernsprecher Nr. 8. |

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Nr. 109 Montag, den 12. Mai 191»

60 MliarSeo Mark SriegsenlschSNgang.

Nach dem henttgen Stand der Valuta: 180 Milliarden

Mark.

In finanzieller und Wirtschaftlicher Beziehung le­gen die Friedensbedingungen Deutschland geradezu un­erhörte Opfer auf. die ihm ein Weiteres Bestehen seiner Volkswirtschaft nicht ermöglichen. Deutschland soll, in Abwart««« der völligen Feststellung der Forderungen der Alliierten 20 Milliarden Mark in Gold, Waren, Schiffen und sonstigen Bermögensobjekten bezahlen und diese gewaltige Summe innerhalb einer Frist von zwei Jahren entrichten. Ferner sollen weitere 40 Milliarden in Gold in Form einer Obligationsanleihe nns aufer- legt werden, die von 1926 an zu tilgen ist. Das find insgesamt 60 Milliarden Mark in Gold oder in Waren. Nach unserem jetzigen Balutastande berechnet würde das eine Summe von mindestens 180 Milliarden Mark be­deuten, die ungefähr dem entspricht, was früher von der Entente als Kriegsentschädiguna gefordert wurde. Außerdem aber bedeutet dies noch nicht die endgültige Summe aller von uns zu leistenden Entschädigungen, sondern die Entente hat es in der Hand, nach dem Er­messen ihrer Kommission für Wiederherstellungen die Grenze noch weiter hinauszuschieben. Die Unkosten, die nns erwachsen, werden außerdem noch erhöht durch die Unterhaltungskosten der alliierten Heere im besetzten Gebiet, die auf fünfzehn Fahre hinaus in Aussicht ge­nommen sind. Allerdings soll auf diese Snmme eine Reihe von Sachwerten angerechnet werden, u. a. auch die deutschen Saarkohlengruben. Doch fällt dies später­hin wieder fort, da wir die Saargrnbeu in Gold zurnck- kaufen solle«. WaS ferner die finanziellen Verpflich- ttmgen für Deutschland noch drückender macht, ist der Umstand, das gewaltige Gebietsteile, die von uns ab- getrennt werden, aus dem Schuldendienste Deutschlands gänzlich ausscheiden. So soll Elsaß-Lothringen nicht einmal zu den ehemaligen Rcichsschulden vor 1914 bei- trageu, sondern vollständig schuldenfrei ausgehe«. Auch die an Polen abgegebenen Gebiete sollen nicht an den Kriegslasten teilnehmen, so daß die ganze Last der jetzi- jnrm wH^W'W-ieww-^MiÄ den reduzierten Gebieten Deutschlands zu tragen wäre.

Pariser Blätter über die ftuauzielle Entschädigung.

o--^ Genf, 9. Mai. (T. U.) Der finanzielle Teil der Friedensbedirlgnngen findet starke Bemängelung tu ei­nigen Pariser Blättern, namentlich imMatin" und Echo". Die Entente habe sich in ihrer Richtung stark geirrt, weil sie verläßliche Bürgschaften für die großen Geldentschädigung nicht erhalte. Es sei kaum crrfzuneh- men, daß die von der Entente einzusetzende Finanz- kommission drei Jahrzehnte in völliger Einigkeit ihrer hochwichtigen Komrollpflicht genügen werde.

Verschiedene Klauseln.

Der 15. und letzte Teil enthält verschiedene Klau­seln. Deutschland verpflichtet sich, die Friedensver­träge und Zusatzabmachmmen zwischen den allirerten und den früheren Monarchien Oesterreich-Ungarns, Bulgariens und der Türkei anzuerkennen. Die deutsche christliche Mission auf Gebieten der Ententemächte wird Berwaltungsräten, die von der Entents ernannt sind, anvertraut.

Der internationale Warenverkehr.

b-s' Versailles, 9. Mai. (WTB.) Die Klauseln über den i«ter«atioualen Verkehr bestimmen, daß die Warentransvorte aNS alliierten Staaten nach Deutsch­land und der Warentransvortverkebr über Deutschland die Meistbeglinstignug für den Warenverkehr am deut- schen Linien genießen. Falls binnen 20 Jahren nach Inkrafttreten des Vertrages die alliierten Machte auf deutschem Gebiet Nufchlutzliuien zur Verbesserung der Verbindungen auf ihre Kosten bauen wolle«, muh Deutschland dieS gestatten.

Bürgschaften für Durchführnug des Vertrages.

Der 14. Punkt betrifft die Bürgschaften für die Durchführung des Vertrages und enthalt r die bereits bekamsten Besninmilnaen über die Besetzung des deutschen Gebiets westlich des Rheines. Deut chtand erkennt endgültig die Annullierung des Vertrageis von Vrest-Litowsk und aller Verträge und Abmachungen Deutschlands mit der maximalistischen , Regierung Rußlands an. Sobald die alliierten Regierungen es für angebracht halten, müssen alle deutschen Truppen aus den Qi-seeprovinzeu und Litauen nach Deutsch­land zurückkehren.

Au Kustos an die ZukeruMouale.

iwi Berlin, 10. Mai. (T. U ) DerVorwärts" ver­öffentlicht einen Aufruf des Vorstandes der sozmldcmv- kratischen Partei Deutschlands an die Sozialisten aller Länder, in dem es u. a. heißt: Der Siegerfrieden, der uns heute aufgezwungen werden soll, trifft die deutsche Republik mitten tns Herz. Wenn alle vorgeschlagenen wirtschaftlichen Knebelungen und finanziellen Verge­waltigungen durchgeführt werden sollten, wurde die de«tscke Arbeiterschaft auf ewige Zeit versklavtsein und den Nutzen davon hätte« lediglich die Kapitalisten der ...... ' r. Das deutsche Volk ist bereit, den Scha- !, der auf Geheiß seiner durch die Novem- gestürzten Machthaber......-- v. rde. Es will für den Wiederaufbau Bel- tme«. Aber dazu

, _________ _________^ , Kapitalisten der

««deren Länder. Das deutsche Volk ist bereit, den Scha­den zu ersetzen, der auf Geheiß seiner durch die Novem- Verrenolution gestürzten Machthuber völkerrechtswidrig angerichtet wurde. Es will für den Wiederaufbau Bel­giens und Nordfrankreichs aufkomme«. Aber dazu bedarf es geordneter Wirtschaft. Der vorgeschiageue Friede jedoch bedeutet das Todesurteil seiner geordnete» Volkswirtschaft. Seine Bestimmungen sind unerfüllbar, und deshalb wird der Versuch, sie im einzelnen durch- zuführen, zu ewigen Reibereien führen. Der Versailler Friedensvorschlag ist in jedem einzelnen Kapitel der

reine Hohn aus die ii Punkte Wilsons. Bismarck war ein elender Stümper gegen die Gewaltsmenschen, welche teufe die Zerstückelung Deutschlands betreiben und noch «zu raten, zu einem Völkerbünde Vertrauen zn haben, den sie allein gründeten, den sie weiterhin zur dauern­den Niederhaltung' des deutschen Volkes beherrschen wollen. Solche aller Gerechtigkeit Hohn sprechenden Be­dingungen können keinen dauernden Frieden bringen.

Wird die sozialistische Internationale ihre Stimme gegen einen Gewaltfrieden so laut erheben, daß in den sieg­reichen Ländern die Machthaber auf sie hören miissen? Wir erwarten es, aber eS ist die höchste Zeit. Das deut­sche Volk soll zugrunde gerichtet werden. Aber es han­delt sich schließlich um mehr, um das Schicksal Europas. Proletarier aller Länder, vereinigt eure Kraft, um einen i Gevialtfriedeu zu verhindern, der Europa nicht zur | Ruhe kommen läßt uud die sozialistische Beweg« in [f das schwerste schädige« würde.

alle« Ländern ani

Unsere UnlerhSnAer in SerWes.

Donnerstag abend fand unter dem Vorsitz des Mi­nisters Grafen Brockdorff-Rantza» in Versailles eine Sitzung der gesamten Delegation einschließlich der Kom­missare und Sachverständigen statt. Die Sitzung dauerte von 9 Uhr abends bis Mitternacht. Eine große Anzahl Redner äußerte sich zu den eiirzelnen Abschnitten des Entwurfes und zur Formulierung der Fragen, Bemer­kungen und Gegenvorschläge, zu denen der Entschluß Anlaß gibt. Die Auffassung geht übereinstiunnend da­hin, daß der Entwurf in der vorliegenden Fassung un­annehmbar ist.

Die Gegettvsrfchläge.

Der Gegeuenttvnrf für die Frteöcusbeöiuguuge«, den die Reichsregierung auSarbeitet, stützt sich auf die Wilsousche« 14 Punkte und auf die Erklärung des Staatssekretärs Lansing vom 6. November v. Js. An den Verhandlungen, die jetzt täglich in der Reichskanzlei stattfinden, nehmen die Vertreter der preußischen Re­gierung, die Minister Hirsch, Heine und Fischbeck, teil.

Die wirtschaftliche Ku chelnug Deutschlands

Friedensbedingungen fetzt hfnftchtlrch der Reparationen noch die Verpflichtung Deutschlands fest, bis zu 50 Pro­zent seiner Vorräte an Farben, sowie chemischen unO pharmazeutische« Produkten der Kommissiorr für Repa­rationen zu überlassen von der Zeit des Inkrafttretens des Vertrages bis zum 1. 6. 1920 und sodann während jeder gmonatigen Perwöe bis zum 1. 1. 1925 25 Prozent der Produktion.

FeststeMng der de utschen Antwort.

^ Versailles, 9. Mai. (B. T.) In einer Konferenz der deutsche« Frizdensdelegatio» wurde ge­stern in großen Einrissen die Antwort an die Entente festgestellt. Fünf Kommissionen wurden ernannt, die die einzelnen Fragen beantworten sollen: eine politisch- mllitärifche. eine wirtschaftliche, eine finanzielle, eine soziale und eine rechtspottttsche. Die Arbeit wird sich in Versailles vollziehen.

5 Millionen Deutsche verloren.

Die Bevölkernngsziffer der abzutretenden Gebiete dürfte sich nach amtlichen Schätzungen aus über 5 Mil­lionen belaufen. Davon kommt die Hälfte auf rein deutsche Volksgenossen, die an Polen abzutreten sind, der Rest fiele auf Litauen, Dänen und Tschechen bezw. betrifft die Bevölkerung auf dem linken Rheinufer und in Elsaß: Lothringen.

Proteste gegen die LoStrenM«« von Deutschland.

&«« Berlin, 10. Mai. (g. C.) Eine Regter««gS- kommtssivv begibt sich in den nächsten Tagen nach WestpMrßen und Oberschlesien, um mit den zuständi­gen Landesbehörden an Ort und Stelle Besprechun­gen über die Forderung der Entellte nach Abtrennung reichsdeirtschcr Gebiete aufzunehmeu. Im preußischen Staatsministertum und bei der Reichsregierung lagen bis gestern abend bereits mehrere tausend telegra­phische Proteste aus den gefährdeten Larrbesge- bieten vor.

Protest des Provinzialaußschnsses in Westprentze«.

Der Provinzialausschuß der Provinz Westvreußen hat am Freitag an die Reichsregierung folgendes Te­legramm gerichtet:

Der zu einer Sitzung heute versammelte west- preußische Provinzialausschuß hält unter dem Eindruck der jedes Maß überschreitenden und den 14 Wilson- schen Punkten hohnsprechenden Friedensbedingunaen an dem wiederholt betonten Standpunkt der Unverletz- ltchkeit deutscher Lande fest und erwartet von der Reichsregierrtug die Ablehnuua dieses Gewaltfriedens. Mögen sich unsere Feinde ihre Beute holen. Sein Todesurteil kann das dentsche Volk nicht unterschreibe«.

Protest Schneidemühls und Brombergs.

o-»^ Schneidemühl, 10. Mai. (T. U ) Hier Mischi Ruhe. Es wird eine Deuwnstration aller Parteien vor­bereitet für ein Verbleiben Schneidemühls bei Deutsch­land. Die Stadt ist zu 8« Prozent-entsch. In Brom- vera solle« ebenfalls Protestkundgebunge» angeordnet werde«.

Eine Mordua«g Danzjgs «ach Berlin.

i*»1 Danzig, 10. Mai. (T. U.) Eine Abordn«na der Stadt Danzig, geführt vom Oberbürgermeister Sahn, reist heute nach Berlin ab, um die Interesse» Danzig» bei der Reichsregiern«« zn vertreten.

Die Arbeiterschaft Straßburgs fordert DVMWDWViüg.

_ >-i Basel, 9. Wlat. (Ä CZ Stach einer PMÄWg aus gtraßbutQ ist am AWtzeMaa tu Skratzbma w Kok-

wurden'durch die

mar eine Anzahl Verhaftungen erfolgt. Die Straße» ger Arbeiterschaft hat zu Kundgebungen am kommend» Sonntag für eine Volksabstimmung in Elsatz-Lot-rtn« gen aufgefordert. Die Druckanschläge auf den Straßen ..:_X .'e französischen Militärposten gewaltiam entfernt und die zu den Versammlungen bestimmten Säle für militärische Zwecke angefordert.

Das AnannehmSar.

h-£> Berlin, 10. Mat. (S. C.) Von besonderer Gell«, wahrscheinlich vom Meichsminister GiesbertS, wird der Germania" aus Versailles gedrahtet: Innerhalb Oft deutschen Deleoatio» herrscht einheitlich die Auffass««-, daß der vorgelegte Friedensvertragseutwurf in seiner Sgen Fassung von keinem deutschen Delegierten und ler deutsche» Regierung mit der Verpflichtuug ak­zeptiert werben könne, ihn einzuhalten.

Wttson wartet auf das Nein?

Auf der Tagung der branbenburgischen Provinzial- synode machte lautL. A " Dr. Spickers die nachstehende interessante Mitteilung: Wilson habe einem holländi­sche« Missionar gesagt Sie finden die Bedingungen ver­nichtend für Deutschland. Nun. die Deutschen sage« z« allem Ja, warum sage« sie nicht Nein. Ich warte ja bloß darauf, ihnen zu helfen.

Amerika billigt die Friebensbedinguage».

»»«* Genf, 9. Mai. (g. C.) DerHerald" meldet aus Neuyork: Der Kmrgreß tritt am 3. Juni zusam­men und wird durch eine Botschaft Wilsons eröffnet. Der Senatskusschutz 'ür Auswärtiges naßm am Don­nerstag vormittag den Friedeusvertrag der Alliierten im Auszug an und billigte einstimmig die Deutschland aufzuerlegenden Berz flichtunge«.

Zurücknahme der amerikanischen BesatzangSarme«.

!>Ki Haag, 9. Mai. lB. T.) Eine Sorrderdepesche an dieWorld" aus Washington erklärt, daß, was immer die Pariser Konferenz über eine gemeinsame Besetzung des deutschen Gebietes ausgearbeitet habe, jedenfalls 300 000 Mann tun halb vier Monaten demobilisiert werden.msitzfi»? G ^rgf Persbina wird mahrscheirclich

im Juli nach den Vereinigten Staaten zuruckkepren.

Die englischen Arbetter gegen den Gewaltfriebe«.

tr-^ London, 9. Mai. (WTB.) Reuter. Etn Mani­fest der Arbeiterpartei erklärt, daß Teile des Friedens- vertrages den Wilsvnschen Erklärungen widerspreche«, u. a. bei der Berücksichtigung der Bedürfnisse des deut­schen Volkes bei der Eintreibung der Entschädigungen, bei der allgemeinen Einschränkung der Kriegsrüstungen und Volksabstimmung in Elsaß-Lothringen und den an­deren Gebieten, in denen Grenzen gefordert werden.

Belgien verlangt Deutschostafrika.

Havas-Reuter meldet aus Paris: Die belgische D»- legativ« übermittelte folgende Note: Zeitungen vom Donnerstag morgen melden, daß der Viererrat eine Entscheidung über die Zuerteilung eines BerwaltunaS- mandats für die deutschen Kolonien getroffen habe. Der Rat hat das Mandat für Deutsch-Ostafrtka England übertragen. Die belgische Delegation kann nicht an die Richttgieit dieser Meldung glauben. Belgien hat gro­ßen Anteil genommen an den militärischen Operationen in Afrika und hat durch große Opfer zur Eroberium Deutsch-Ostafrikas beigetragen. Belgien verwaltet auch feit drei Jahren einen beträchtlichen Teil dieser Ge­biete. Diese Verhältnisse verschaffen ihm Rechte. Über die sich nicht durch UevereiLkommen bestimmen läßt. Belgien hat übrigens vor wenigen Jagen anläßlich der Remsion einer Bestimmung des Friedensvertrages an die Rede des Präsidenten Wilson erinnert, und es wurden ihm Zusicherungen gegeben, daß biete Recht« geachtet werden würden.

Ueberwachung der rheinische« I«d«strie.

»*»' Krefeld. S. Mai. (B. Z.) Ueber die Einrich- tungen, die hier die belgisch-französische Besatzungsbe­hörde zur Ueberwachung bet rheinische» Industrie trifft verlautet aus belgischer Quelle, daß der Krefelder Be­zirk bem interalliierten Wirtschaftsverband in Luxem­burg unterstellt ist An seiner Spitze steht ein belgi­scher Offizier, der Oberst Machten und der französische Kommandant Cartheron. Ihm untersteht die lieber* wacbung der gesamten wirtschaftlichen Tätigkeit bat vierten Zone. Die Ueberwachung bezieht sich auf bi* gesamte Erzeugung und Versanötätchkcit der Betriebe.

HoMudksche Preffsstrmmen.

Het Vaterland" fdn-eibt: Deutschland hat den Krieg verloren, Wilson den Stieben. E emeuceau hat von Abrechnung gesprocheu. Es ist eine Abrechnung der schärfsten Richtung.Nieuwe Courant" veröffentlicht einen längeren Artikel, in dem er bei seiner prinztpiei- len Auslegung des Friedensvertrages, aber in den darin enthaltenen Bestimmungen über den Völkerbund und die »trbertergesetzgebung doch ein ermutigendes Zeichen für das Vorhandensein einer neuen Gefahr er­blickt. Die Bedeutung der Ereignisse vom Mittwoch ist die. daß der Besiegte eS gewesen ist, der die Frage», die auf die Dauer ausschlaggebend sein müssen, zur Sprache gebracht hat nus pekannte, daß er sich für He neue Weltoröunuq mit vecantwortlich fühlte. Rantza» ist es gerseseu. der der Größe -es Angeublicks in seinen Worten Ausdruck gab. indem er sich auf das Recht der Besteqteu berief. Zum Recht der Besiegten jedoch ge­hört die Pflicht nicht aumnebmen, was ihm innerlich frenrS ist rmd was er nicht aufrichtig erfüllen ka««. Nächste Sitzung -er preußischem Landesversammlnug.

Der Aeltdftenausschuß der preußischen Stattonal- veriumustuna krak am Frettna tu einer BespreMum w