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Hersselder TagevIaN

Hersfelder Kreisblätt

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Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

: Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile Pfennig, im ; amtlichen Teile Pfennig, Reklamen kosten die Zeile Pfennig, ä

Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8. S

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Nr 106

Donnerstag, den 8. Mai

1019

Sie Seterrei-»- des StieOesssettteaes.

; tess Versailles, 7. Mai (T. lt) Die Ueberreichung öes Friedensvertrages wird im großen Saale des Tria- nonpalastes vor sich gehen. Gemäß den von Clenleuceau, Wilson und Lloyd George gestern in Versailles persön­lich getroffenen Maßnahmen wurde ein kleiner hufeisen­förmiger Tisch ausgestellt, an dessen Kopsseite Clemeu- ceau mit Lloyd George zur Rechten itiiö Wilson zur Lin­ken Platz nehmen wird. Der Kopfseite gegenüber ist ein besonderer Tisch für die deutschen Zlbgeordneten und da­hinter ein Tisch für die Sekretäre, Stenographen und Dolmetscher ausgestellt. Punkt 3 Uhr müssen die Vertre­ter der Alliierten an ihren Plätzen sein. Hierauf wer­den durch den Obersten Henry die detttsche« Delegierten in den Saal gefiihrt werderr, die an einen, besonderen Tisch gegenüber Wilson ihren Platz erhalten werden. Clemencean wird nach Ankündigung der Zeitungen eine kurze Ansprache halten und dann das Dokument des Friedensvertrages dem Grafen Brockdorff-Rantzau überreichen. Diese Rede wird im Gegensatz zu den diplomaiischen Gebräuchen dem Grafen Brvcküvrff- Rantzan im voraus nicht mitgeteilt werden. Graf Brock- dorff-Rantzau wird auf die Ansprache Clemencaus Vor­aussichtlich antworten. Die ganze Sitzüng wird kaum länger als 20 Minuten dauern. Die Deutschen werden 14 Tage Zeit haben, den Vertra« zu prüfen und ihre Be­merkungen schriftlich zu unterzeichtten. Das muß bis zum 22. Mai geschehen. Die Unterzeichnung des Frie- Aensvertrages wird für die erste Jnniwsche erwartet«

iw=l Versailles, 6. Mai. (L. A.) Oberst Henry über« brächte mit der Mitteilung von der bevorstehenden Uevcrreichuug des Friedeusvertrages zugleich die Be- grüudungn der Berspätuug. Redaktionelle Arbeit habe die Verzögerung verursacht. Die Ueberreichung wird durch Clemencean selbst erfolgen.

ant Zeit des Kriegsausbruchs befanden. Der Wert die­ser Schisse soll Mit der Entschädigungssumme abgezogen werden, die Deutschland an die betreffenden Staaten zu leisten haben wird.

Wilson mid die Wriafrage.

iw=l Genf, 7. Mai. (51 CH Wie derPariser Neu­yorker Heralö" mitteilt, At der italienische Botschafter in Washington am Sonnabend von Wilson in Paris empfangen worden. Wilson hat dem Botschafter er­klärt, daß es ihm ganz unmöglich sei, seine Gesichts- pnukte in der Adriafrage, die er in seiner Botschaft vom 24. April zur allgemeine« Kenntnis gebracht habe, ir­gendwie zu ändern.

Die deutschen Kolonien.

Staatssekretär Solf, der sich augenblicklich in Genf befindet, erklärte dem Korrespondenten des Partser Intransigeant", daß er zwar als Privatmann spreche, jedoch erklären könne, daß man Deutschland, wenn man sich an Wilsons Programm halten wolle, seine Kolonien znrückerstattcu müsse. Das sichere einen dauernden Frieden und ermögliche Deutschland, feine Schulden zu bezahlen und sich wirtschaftlich wieder aufzurichterr. Es gestatte ihm auch, seine Uefterfcftüffe an Menschen nach den Soli)nien abzuleiten.

Die dänische Frage im Friedensvertrage.

»s^! Kopenhagen, 7, Mai. tS. Cj Der dänische Ge­sandte in Paris wurde ""

für Donnerstag vormittag ein- ... ________ ________ ahme der Schleswig-Holstein be­

treffenden Bedingunge» des Friedensvertrages. Die Blätter erfahren, daß die Säuischen Wünsche der letzten 40 Jahre in dem Vertrag fast restlos erfüllt wurden.

von den Mitgliedern der Friedenskonferenz iowie der italienischen Kammer mit lebhafter Befriedigung aus­genommen. Verschiedene hervorragende Mitglieder der italienischen Mission äußerten die Ansicht, Orlando und Sonniuo hätten sich insbesondere von dem Wunsch lei­ten lassen, den Alliierten Verlegenheiten im Hinblick am die Deutschen zu ersparen und zu verhindern, daß Deutschland einen Vorwand erhalte, die UuierzeichnüM zu verzögern. Italien hat nunmehr erklärt, daß di« Alliierten ein einheitliches Gaüzes bilden müssen, um den Abschluß des von allen Völkern ersehmen Frieden» zu erleichtern und zu beschleunigen. Andererseits hab« Italien aus dem diplomatischen Meinungsaustausch d,r letzten Tage den Eindruck erhalten können, daß einige Möglichkeit bestehe, das Adriaproblem in befriedigender Weise zu lösen.

D°» Versailles, 6. Mai. «WTB.» DerTemps" mel­det, .der italienische Botschafter in Paris sei gestern tat Ministerium des Aeutzeru erschienen, wo er Pichon be­nachrichtigte, daß er aus Rom eine amtliche Depesche erhalten habe, wonach Orlando und Sonnino Rom ver­lassen, und am Mittwoch vormittag in Paris eintreffen würden. Pichon begab sich zu Wilson, wo der Dreier- rat tagte und berichtete diesem sofort. Entgegen allen anderen Meldungen hat der Dreierrat einen Appell an Italien gerichtet. Die Antwort auf Sonuinos Tele­gramm. das am Sonnabend abend in Paris eintraf, stand noch nicht fest. _ ,

^ Amsterdam, ö. Mai. «WTB.» DerTelegraaf" meldet aus London, derDaily Mail" zufolge verlang

rt. lWTB^ Der .Telegraf Daily Mail" zufolge verlas

^ Paris, 6. Mai. (WTB ) Amtliche Mitteilung. Wilson, Lloyd George und Clemencean versammelten sich Montag nachmittag, um sich über die im Trianon- palais für die Sitzungen der Konferenz getroffenen

^-^ Wittinnrf^ in der der

scheu Delegation überreicht wird, werben zugerayen: Die Bevollmächtigten der Bereinigten Staaten, Groß­britanniens und der Dominions, Frankreichs, Italiens, Japans. Belgiens, Brasiliens, Griechenlands, Rumä­niens, Serbiens und der tschecho-flowakiichen Republik- Die Bevollmäcktiaten werden von je c nem Sekr^ar begleitet sein. Die deutsche Delegation wird durch 6 Be­vollmächtigte, begleitet von Sekretären und 5 Zeitungs­korrespondenten, vertreten sein.

Verstärkung der Besatzuugsarmee um 400 000 Mann.

i>«r Rotterdam, 6. Mai. (S. C.) ,,Daily Mail" und Morningpost" melden die Konzentrierung von 400 000 Mann englischer Truppen iu Belgie« und dem besetz- ten Deutschlaph, die bis zum 20. Mai in K^st bleiben solle. An diesem Tage werde die Frist für Deutschland zur Unterzeichnung des Friedensvertrages ablaufeu.

Militärische Vollmacht Fochs.

deut-

Eine Erklärung des dänischen MiegSministers.

Der dänische Verteidigungsminister Nunch hat sich, wie aus Kopenhagen gemeiüer wird, in einer Versamnn» lung über die iiDriüwicSwiWe Frage dahin ausgespro­chen, das dänische Volk bestelle auf der Forderung, in der gleich nach 1864 die Dänen nördlich und südlich der Königsau sich vereinigt haben. Wir wünschen uns das Selbstbestimmungsrecht der Völker, das nun sowohl von^nSiegern wie von den Besiegten verkündigt wird.

ches nach dem Willen der Bevölkerung gezogen werden. Wir wünschen alle die Gebiete, wo die Bevölkerung dä­nisch denkt und fühlt, mit Dänemark vertnist, aber

mn

nicht mehr. Wir wollen feine Bevölkerung dadurch an- locken, Satz wir ihr augenblicklich ökonomische Vorteile in Aussicht stellen. Wir legen darauf keinen Wert, daß Leute, deren Herzen in Deutschland bleiben, dänisch stimmen. Die, die sich uns nicht national anschlietze« wollen, müssen da bleiben, wo sie hingehören.

Deutschlands Aufuahme in des Völkerbund.

!w» Gens, 7. Mai. (T. lt) Der englische Dele­gierte in Paris, Lord Robert Cecil, bat daraus hinge- wiesen. daß Deutschland ohne größere Schwierigkeit und Berzögerung dem Völkerbund beitreteu könne Das Organisationskomitee des Völkerbundes hat Pichon zum BosHitzenden gewählt.

FrLeÄenssragsn.

let, das Maudst über Zar« und wenn nötig, auch noch über einige auSere Völker der dalmatischen Küste e> halten soll.

Ador über seine Mission in PariS.

In der Bundesratssitzung berichtete BundeSprSD- dent Ador, wie aus Bern gemeldet wird, über seine Steife nach Paris, die er wegen nationaler Fragen, die den Völkerbund und die Schweiz berühren, und deren Be­sprechung für die Schweiz von Wichtigkeit war, uutetz- nommen hatte. Dabei hat Ador die Ueberzeugung ge­wonnen daß die Alliiert m den Interessen der Schwer» tu weUghheudem Mnßr Rechnung tragen und ihren ^ihrfdirn rnnftimoHenoeö ^m ciuatQeMstnaeu werden.

ÄS««, öes IrieSensMsschüffes.

In der Sitzung des Friedensausschusses am Dier»S- tag betonten dj > Redner aller Parteien die NotwendiA. keit, mit der russischen Negiernug zu einer BerstauH- gang 5« gelangen. Reichsminister Erzberger verwi« darauf, daß das Kabinett ebenfalls anf dem Standpnn« stehe, daß es mit Rußland zu einer Waffenruhe kon»° nie« müsse. Die notwendigen Schritte würden unte»-- nonrmen werden. Reichsminister Erzberger teilte fer­ner mit, daß der Gouverneur von der Goltz aus dem Wege nach Berlin sei

^ Rotterdam, 6. Mai. lS. @3 Die »TrmeS" mel­den aus Paris. Sie Alliiertenkonterenz erteilte am Mon­tag dein Marsch all Hoch alle militärischen Vollmachten für den Fall daß Deutschland den Abschluß des Frie- DenSvertrages verweigern sollte.

Amerika kei« Interesse an Frankreichs Forderungen?

f^ Versailles. 0 Mai. sWTB.) Der Neuyorker Berichterstatter desMatin" drahtet: Maninteressiert sich in Amerika nur für den Völkerbundsvlan, der jetzt durch eingefügte Znsatzanträge für Amerika annehmbar geworden sei, weil er die amerikanische Souveränität und die Monroedoktrin anerkenne. Die übrigen, na­mentlich die Forderungen Frankreichs, Mteress^ren Amerika aar nickt mehr. und nur noch dieNeuyorker Tribüne" sympathisiere mit der französischen Sacke ,rür Amerika sei die Hauptsache der Abschluß des Friedens, aber wie es auch hier kommen möge, die Unterstützung der amerikanischen Industrie und Finanz, namentlich Morgans und Schwabs, würde Frankreich immer ge­sichert sein.

Gegenvorschläge Deutschlands.

i^' Paris, 6. Mai. lS G.) DieNeue Berliner Zeitung" meldet aus Versailles, die deutsche Delegation werde in jedem Einzelfalle, wo es sich als notwendig Herausstellen sollte, genau formulierte Gegeuvors^ einreichen, die das höchste Mast der für Deutschland mög- Heften Zugeständnisse enthalten. Sie werde damit alw ganz neue Wege des Verhandelnd betreten.

Eine Million Truppen am Rhein.

tw Zürich, 7. Mai. (S. C.) DerTagesanzeiger" meldet aus Paris: In der Kammer wurden, Informa- Honen ausgegeben, wonach das französische, englische und belgische Heer eine Millio« Mann stark am Mein für eventuelle Maßnahmen gegen Deutschland bereit «ehe.

Beratungen über wirtschaftliche Fragen.

^ Versailles. 6. Mai. (WTB.) Die technischen Beiräte der Vereinigten Staaten, Englands, Frankreichs lt den deutschen Finanz- 8 eine Wirtschaftskon-

uni) Italiens hielten gestern mit Delegierten im Trianonpalais . fereüz ab.

Der RauV der deutschen Handelsflotte.

berichtet, hat die der deutschen befaßt, über das Schicksal der in den En- ' - *------ ------ " Mi-

igen sich

Wie dieBoss. Kommission, die sich Handelsflotte &e,.,--------------------- ... ...

tentehüfen liegenden deutschen Schiffe folgende Ents< himg getroffen: Alle deutsche« Schiffe follm, denjenl Staaten znsesprochen werde«. In deren Hafen sie

7 aus der A

Dr. Dillon telegraphierte demDaily Telegraph" aus

>en Frle-

Dr. Dillon telegraphierte demDaily Telegrc Paris, daß es den österreichischen und unqari,ch deusdelegterie« nichr gestattet werden würde, Sie Frie- densbedingungen mitsolcher" GrürMichkeil zu bespre­chen. Man erwarte von ihnen, daß sie die Bedingungen erfahren und ihnen gleich zustiurmsu werden. Dasselbe gilt für die türkische Delegation. Die Türken werden in der Hauptsache das Gebiet behalten, das von ihnen be­wohnt wird. Konstautinopel wird, nachdem der amerika­nische Senat erneut seine Zustimmung erteilt hat, die Vereinigte« Staate« als MauSatarmacht erhalten. Das- selbe gilt von einem großen Gebietsstreifen am Golf von Alexandrette bis zur Südostküste des Schwarzen Meeres. Es besteht die AbsiM, auch die kurdische und armenische Republik unter das Mandat Amerikas zu stellen. Wenn der Senat zustimmt, werden diese Staaten von Amerika finanziert werden. Frankreich soll das MauLat für Sorten erhalten. ES steht jedoch noch nicht fest, ob Da- uraskus zu diesem Gebiet gehören wird. Die 7 halten gleiche Rechte in Palästin

halten gleiche Rechte in Palästina, werden aber wahr­scheinlich feine Republik oder politisches Gemeinwesen bilden. Griecheuleud soll Smyrna Mit Den Alliierten erhalten. Cypern soll jedoch in dem Vertrag nicht er­wähnt werden, da es Großbritannien gehört und, unab­hängig von der Konferenz, freiwillig von Großbritannien abgetreten werden soll. Die Polen werden die Nutz- «ietzung des Danziger Hafens unter bestimmten künstig zu schaffenden Bedtnanngen, die jedoch nach Ansicht Dtl- lons auf die Dauer nicht durchführbar fehl werden, ha­ben. Es steht noch nicht fest, ob die Kohlenbergwerke von Teschen den Polen oder Tschechen angeboten werden.

Dte Friedensvervandlungeu mit Oesterreich.

^i Versailles, 6. Mai. «WTB.) Wie derEclair" mitreilt, erwartet man das Eintreffen der österreichi- sche« und ungarischen Delegierten in St. Germains- en-Laye am 14. Mai. Mehrere Gebäude werden zu ih­rer Unterbringung remittiert. Das Eintreffen der Oesterreicher und Ungarn wird die Vorlage des Frie- densverlrages an die Deutschen nicht beeinflussen.

W, Haag, 7. Mai. «T. U.) Aus Paris wird gemel­det, da die Räteregierung in Budapest nunmehr ge­stürzt wurde, hat die Konferenz beschlossen, anch Ungarn für den 15. Mai nach Paris etuzuladen Am Donners- lag beginnt die Feststellung der Friedeusb.diugnuge« für Ungarn.

Rüchßehr der JüWefler nach Paris.

. ... . ____ , um der Regierung Bericht übe»

die Vorgänge in Lettland zu erstatte,!. Die Regierm«, habe beschlossen, Werbeinserate für die baltische Landes- wehr in Deutschland nicht mehr zu gestatten. Unie»- staatssekretär Frbr. Langwerth v. Simmern wies darauf hin, daß das Auswärttae Amt die Vorfälle in L.dau in höchstem Maße bedauert habe. Ein Vertreter sei sofort dorthin geschickt worden, um eine Untersuchung, die noch nicht abgeschlossen sei, zu führe,l.

Fraktwussttzurrgen der Nationalversammlung.

h»^ Berlin, 7. Mai. (S. C.) Die Fraktwueu de» deutschen Nationalversammlung in Weimar haben be­schlossen, am Sonnalrend, den 10. Mai Fraktioussitzuug« in Berlin abzuhalten. Die Eisenbahnverwaltung hat zg diesem Zweck angeordnet, am Freitag den Parlament», zug nach Weimar verkehren zu lassen und hat auch wei, tere Reiseerleickterungen zugesagt.

Die Zshlungsmrttelnot.

f»«*i Berlin, 7. Mai. (T. U ) In der gestrige» Sitzung des FriedeusaussckusseS der Nationalversamm­lung machte Reichsfinanzminister Dernburg außerhalb der Tagesordnung autzeroröentstch bedeutsame Mittei­lungen über einen Kabiuettsbeschlutz, der gestern ge­faßt wurde, um die Fluauzierung der Lebeusmittlliese» rrrngeu für die nächste Zeit stcherzustellem Der Kredit des Reiches ist durch die Papiergeldwirtschaft autzeror» deutlich aeschroächt und der Kredit der Privatfirmen konmrt für Verhandlungen von Regierung zu Regie­rung kann, in Betracht. ES bleibt also nur das Dttttel der Wareubcschafsttug für den Absatz inS Auslaut Da­für ist es nötig, die Wein zu lösen, die bisher unsere« Autzenhaudel verhindert habe«, und dabei so vorzu- aehen, daß weder das Interesse der inländisch«, Brv» braucker noch das allgemeine Interesse notleidet. Die Durchführung der Maßnahmen, die mit größter Be­schleunigung zu treffen sind, müsse in einer Hand ver­einigt sein. Keinerlei Ressortstreitigkeiten und keiner­lei ankere Widerstände durften hindernd dazwischen treten. Das Kabinett habe deshalb deschlotsen, einen Reichskommissar zur Beschaff«,,g von Zahlungsmittel« in der erwähnten Art zu ernennen. Es werde sogleich für diese Aufgabe ein Gremium von drei Kabinettsmit­gliedern gewählt werden, in dem der ReichswirtschaftS» Minister den Vorsitz führt und dem der ReichSernäy- rungS- und der Netchsschatzmiiüster angehören, das ferner mit außerordentlichen Vollmachten ausgerüstet und daher in der Lage ist, alle etwa auftretenden Wider­stände durch einfachen Beschluß zu brechen. Mit dieser Frage wird sich der Ausschutz in seiner morgigen Sitzung beschäftigen. .

Schießereien in München. '

^ München, 6. Mai. (R A) Auch heute «aW es «Wer an verschiedene« Stelle« i^ Stadt *