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H ersMer Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

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Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 2.10 Mark, durch die Post bs- | Amtlicher Auzerger

zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckers! s ... .

Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. ; |Ut VM MtClÖ HLkSsetD

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i Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile 15 Pfennig, im ; amtlichen Teile 25 Pfennig, Reklamen kosten die Zeile 40 Pfennig. Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

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Nr» 94

Mittwoch, dem Z3» April

1919

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Eflfladung der deutsche« Delegation,

. feH Aus Berlin wird arntlich gemeldet: Telegramm Set Wasfensttllstnnöskommisston iy Spaa am 18. April an Reichsmtntfter Erzberger:

U General Nudant übersandte am 18. April, 4 Uhr «achnrittaas, folgende Note:

^ Der Vorsitzende des Rates telegraphierte am 18. April 1919, was folgt: Wollen Sie, bitte, folgende Mit­teilung an die deutsche Regierung weiterleiten:

__ 1. Der Oberste Rat der allirerten und assoziierte« Mächte hat beschlossen, die mit Vollmacht versehenen deut­sche« Delegierte« für den 25. April, abends nach Ver­sailles einzuladen, um dort den von den alliierten und «ssoztterte« Mächten sestgesetzte» Text der Friedenspräli- üttitutriett in Empfang z« nehmen.

2. Die deutsche Regierung wird daher dringend ge- Seten, Zahl, Namen und Eigenschaft der Delegierten an» zugeben, welche sie nach Versailles zu schicken beabsich­tigt, ebenso Zahl, Namen und Eigenschaft der Personen, -welche sie begleiten. Die deutsche Delegation soll streng- -Pens auf das möglichste beschränkt bleibe» und nur Per- zonen umfassen, die für ihre besondere Mission bestimmt sind. 1 gez. Nudant.

H Der Reichsminister des Auswärttgen Graf Brock- Sorff-Ravtzau Hat dem Vertreter des Auswärtigen Am­tes Sei der Waffenstillstandskommission in Spaa zur Be- antwortung der frauzösischerr Mitteilung vom 18. April folgende J«str«kttonen erteilt:

l Bitte dorttgen französischen Vertreter folgende Mib- Mlung zur Weitergabe an die alliierten Mächte zu ma- ß Die deutsche Regierung hat die Mitteilung des fran- zösischen Ministerpräsidenten und Kriegsministers vom 18. April erhalten. Sie wird die Herren Gesandten von Haniel, Geheimen Legationsrat von Keller und Wirkli­chen Leaattoosrat Ernst Schmitt zum AbeW des 25. Aonl nach Versailles entsenden. Die Delegierten sind «Ä^

aenzunehmen, den sie alsbald der deutschen, Regierung Werbringen werden. Sie werden begleitet sein von zwer Bureaubeamten, Herrn Hofrat Walter Reimkar und Diätar Alfred Lüders, sowie von zwei Kanzletdienerlr Herrrl Julius Schmidt und Niedeck.

Eine neue Höfe der Entente.

m Es soll verhandelt werden.

' ^»! Berlin, 22. April. (T. U ) General Nudant Wer- sandte der deutschen Waffenstillstandskommission in Spaa ruf die Antworftrote der deutschen Regierung am 20. Am-il eine Note, in der es heißt: Die alliierten und die assoziierten Reaterungen könnten nicht Abgeordnete flupfangen, die lediglich z«r Entgegennahme des Worts faules der Friedensartikel ernrächtiat sind. Die allfter- jen nnd assoziierten Rgierrmgen sind verpflichtet, von der deutlichen Regierung zu fordern, daß sie Bevoll­mächtigte nach Versailles entsendet, Sie ebenso vollständig ermächtigt sind, Wer die Gesamtheit der Friedensfragen in verhandeln wie die Vertrete« der alliierten «w Mo- ^Nr Richsmwistex des AuSwürttgen Hat am 2t April seinem Vertreter in Spaa ein Telegramm zur Weitergabe Werfandt, in Sem gesagt wird, daß Sie deut-, sche Regierung in der Voraussetzung, Satz im A«M«b an Sie Uebergabe des Entwurfs der Präliminarien Ber- himölungen über den Inhalt beabsichtigt werde«, fol­gende mit entsprechenden Vollmachten versehene Per^ one« zu Delegierte« besttmmt: Reichsminister des Aus- värtigen Dr. Gras Brockdorff-Rantzau, Reichsjusttzmim- ter Dr. Landsberg, Reichsposinlinister Giesberts, .Pra- ident der preußischen Landesversammlung, Leftlert, Dr. Karl Melchior und Professor Dr. Schucking-Mar- burg. AlS Beglei.'er der Delegierten sind weitere Per-< sotten in Aussicht genommen, deren Name und Slelftmg die deutsche Regierung baldigst bekanntgeben wird. Sie behält sich vor, zu einzelnen Friedensfragen nachträglich besondere SachverMuRge zu ernennen. Die Abreise de« Delegierten und ihrer Hegleiiev wird sich jedenfalls um

Berlin, 22. Slpril. (T, It) Zu dem neuerlichen No« konwechsel über die Entsendung Ä'.y derttschen Unter« Händler bemerkt dieDentsche Allgemeine Zeitung,, er­gänzend, Satz Minister Lacidsbera für den erfranfte.it Dr. David eingetreten ist Die erste Abteilung der deut­schen Delegation, der sich voraussichtlich fünf bis sieben Pressevertreter anschlietzen werden, soll nicht abfahren, bevor Clemeneeau sich zu der deutschen Antwortnote ge­äußert hat. Erfolgt ente zustimurende Antwort, dann könnte die deutsche Friedensabordnung vielleicht am 28. April abreisen, also ft-ühestens am 1. Mai Sie in Paris aufgesetzten FriedensSedrngungen in Enwfang nehmen. Vor &m 2. Mai könnte man in Berlin keinesfalls von dem JnHalt der fetndliKe» Borschlüae Kenntnis haben. Der tvriedenscntsschutz der Stattoitaiversam kann daher nicht schon am W. April zusmumentreten, sondert, wird zu einem späteren Zeitpunkt einberufen werden.

Stellt sich bei/den ersten Befprechungeu Maus, Satz die Gegner die Absicht haben, in rvirklich ernsthafte Etn -

Auch öreWfe Note Clemeneeaus ist nicht st daß sie nicht verschiedene Auslegungen zulietze. _ . deutsche Delegation soll bevollmächtigt verhandeln in gleichem Maße wie die feindlichen Abgeordneten. ES nmtz aber auch verhandelt werden. Demütigungen dür­fen die deutschen Abgeordneten nicht ausgesetzt werden. Clemenceau wird vielleicht versuchen, den Wortlaut sei­ner Antwort so auszulegen, als ob er die Möglist" " von Verhandlungen offen gelassen habe. Demgen ist es von Interesse, festzustellen, daß die deutsche fassung der Note Clemeneeaus auch anderweitig c______ wird,' denn englische und amerikanische Vertreter in Spaa äußerten, sie hätten keine andere Antwort von der deutschen Regierung erwartet. General Nudant nahm die deutsche Antwort ohne Entgegnung in Empfang.

Die

Auf-

g geteilt

Ein Friede nach Wilsous Grundsätzen?

** Rotterdam, 22. April. (S, C, Die Times mel­den aus Paris, beim Empfang der amerikanischen Journalisten durch Wilson erklärte der Präsident, er Habe die berechtigten Forderungen der Alliierte« i« Mbereinftimmnng Mit den 14 Friedenspunkte« ge­bracht. Der bevorstehende Friede sei ein Friede, der die 14 Grundsätze Amerikas auch dem Feinde gegenüber zur Geltung bringe.

Freigabe der Küstenschiffahrt.

Nach einer Meldung derB. P. N." ist die Freigabe der Küstenschiffahrt durch die Entente nunmehr erfolgt. Die Veröffentlichung der Einzelheiten stehe nnmittelhar bevor. r t

Die Zahlungsbedingungen für Deutschland.

Wie aus Paris gemeldet wird, veröffentlichtJour­nal" folgende Einzelheiten Wer die Arbeiten desUn­terausschusses zur Prüfung der finanziellen Kräfte nnd der Z«hl«»gsmiLtel TeatsMauds." Die «lauerten schützen den innerhalb 18 bis 24 Monaten verfügbar werdenden flüssigen Betrag in Gold, Silber und sonstigen Werten auf 20 Milliarden Mark, darunter 8200 Millionen Mark ÄA^ÄSm» des Feindes die Jahresraten staffelweise erhöht werden. Die Schuld wird in Form von gangbaren Obligattonen auf den Inhaber lautend konsolidiert. Es wurde be­schlossen, DeutschlaW zu verpflichten, seine Einfuhr auf ein Mindestmaß herabznsetze« und ein Exportreich zu werden. Da Diese Politik ein schnelleres Aufblühen

Wie aus Paris gemeldet wird, r nal" folgende Einzelheiten über die

Verstärkung der britische» Besastnug.

^ Basel, 22. April. (S. C.) DieMorningpostt nieiaet, die britischen Garnisonen im besetzten deutsche» '-1-1- - ^ - hren Bestand um 8006

Gebiet verstärke« am 1. Mai ihren Mann. Die militärische Matznahme düng durch einen beabsichtigten ®ew te« Gebiet für die zweite Maiwoche

inte wird in der Mel- ceralstreik im besetz- begründet.

Einberufung der Nationalversammlung?

^ Weimar, 22. April. (T, U.) Wie hier verlautet, findet im Augenblick zwischen dem Präsidenten der deutschen Nationalversammlung und der Reichsregie- rung Berhandlungen wegen einer sofortigen Einberu» fnng der deutschen Nationalversammlnnq statt. Eine Anzahl von Abgeordneten hat sich telegraphisch an den Abgeordneten Fehrenbach gewandt und ihn ersucht, die Nationalversammlung für den kommenden Sonnabend nach Weimar einznbernfen. Man ist der Ansicht, daß die Nationalversammlung versammelt sein müsse, wenn die Friedensverhandlungen bei der Regierung eintref­fen. Es genügt den Abgeordneten nicht, daß der Frie-

densaWschutz der Nationalversammluug, der auf Sonnabend nachmittag 6 Uhr nach Berlin in das Reichskanzlerpalais einberufen ist, tagt. Man müsse vielmehr mit der Möglichkeit rechnen, daß dem Frte- densausschuß Fragen von antzerorden-tlicher Wichtig­keit zur sofortige» Entscheidung vorgelegt werden, für die die dem------- " ----------- '

herige Fühlungnahme mit ihrer Fraktion wortung nicht allein übernehmen wollen.

er ohne vor- ate Berant--

Verlegung d« Natstualversammluug nach Berlin. ^

i>»i Berlin, 22. April. (WTB.) Wie verschiedene Blätter berichten, scheint man sich in Kreisen der ReichS- regierung jetzt schlüssia Wer die Notwendigkeit geworden zu sein, die Nationalversammlung baldmöglichst von Weimar nach Berlin zu verlegen «ich zwar nach den großen Sommerserien

Deuttchlands vor Abtragung der Kriegsschuld bewirken könnte, beschloß die Ausfnhrkommisston für bestimmte Erzeugtttsse ein befonderes Matz anzusetzen. So wurde die Kohlenausfuhr mit jährlich 16 Millionen Tonnen entsprechend einem Gesamtwert von etwa 1600 Millionen Mark angesetzt. Die Kommission ging von dem Ge­danken aus, daß die Zahlungsfähigkeit Deutschlands nicht dadurch geschwächt wird, daß seiner Industrie eine höhere Ausfuhrsteuer auferlegt und die Einsuhr der Rohstoffe mit ebenfalls Hohen Steuern belegt wird. Die

^^^ ^MÄS ginn. An den Ostertage« find Reqierungstruppe« auf öe Bahnen Augsburg-München und Jugolstadt-Mitn- cheu herangeschafft worden. Sie standen am zweiten Ostertage abends 8 Kilometer vor Fasing, deur bekann­ten Vorort vml München. Augsburg urtd Obersdorf sind von Regierungstrrwven besetzt. In Füssen am Lech hat sich die Garnison für die Regierung Hofftnann er­klärt. Garmil'

von den Sn

; ^mierung Hofftnann er- irchen soll am ersten Ostertage lassen worden fein.

Kommissiorr berücksichtigt ferner die kommerziellen Ein- butze« infolge Verlustes Elsatz-Lothringens, der Kolo­nien nnd der Handelsflotte. (!) Die beste Gewähr für Bezahlung der Raten werde die Erkenntnis der Mittel­mächte sein, daß diese Zahlungen im Interesse der Er­haltung ihres eigenen Kredits liegen.

DerVorwärts" über eine« Diktaturfrieden.

^ Berlin, 19. April. lWTB,) Zu dem offiziösen Kommentar imHowme liSre". Sie Deutschen würden

Besetzung Augsburgs.

M Berlin, 22. April. (WTB.) Die militärischen Vorbereitungen gegen München sind nach verschiedenen Verlautbarungen im großen «ud ganzen als beendet anzusehen. Bevor die Truppen einen entscheidenden Schlag gegen München unternehmen konnten, mußten die angreifenden Truppen sich Rückcnsreihett sichern. Da in Augsburg Spartakisten das Haupt wieder erhoben, war eins militärische Besetzung dieser Stadt «numgäng, ltch notw '

nicht lange in Frankreiü oder Nein zu sagen, s«! diese Meldung i" * die Disposition der kung haben müsse.

berl

v......,.:ö weilen, sie hätten lediglich Ja sage«, sagt derVorwärts", daß, wenn richtig sei, sie selbstverständlich auch auf deutschen Regierung eine Rückwir- Um einen Dittaturfrieden entgegen-, man keine Kommission nach Bermil- n wird dann in Deutschland öarWer

aemeine« Bolksbefraanng greifen, «m hes Volkes selbst harUex kestzustesleu,

el einer all- k Meinung

Schwüle. Stimmung hu Glfah.

AuZ Karlsruhe wird gemeldet : Nach den Berich­ten ausgewarrderter. Elsaß-Lotyriuaer ninmu unter dem Drucke der ungünstigen Wirtschaftslage, die auch der

neue Generalkommi die Abneigung gegen

mehr lose I

ew

«g immer t grerrzenk Legierung, bettslöhns

niedrig zu halten. In Stratzburg drohen die Arbeiter des ElertrisitätS- und Gaswerkes mit sofortigem Aus- stand, wenn ihre Forderungen,,nicht bewilligt werden, Ein bekannter Arbesterfüörer äußerte sogar, daß noch mit SlMiaen Unruhen zu rechnen sei. Die Regierung habe allerdings ihre Truppen zur Hilfe, aber sie scheine ih?en auch nicht mehr so ganz zu vertrauen, die Diszi­plin habe sich stark gelockert. Viele Soldaten tragen wieder rote Rosetten an Mützen und Roch Zur Ber«

sondere das StraßburgerEcho^ beginnt allmMich

s Lage im Elsatz zu Messern. Die elsässische« Beam- KMDiNKMME WUPMMWMWE

**- Berlin, 22. Aprik., (S,M Wie wir hören, M deutsche Regierung einen Geaenett<Mrrf^ y« Sem

setzuna Augsbur den, die unberec .....

tS. C.) Bet der Be­trafen entwaffnet wor» __________ ... Matrofenuniforni tru- nzahl Münchener Kommnnistenführer. send in Augsburg aufhielten, fielen in "gierunastruppen. Soweit sie mit der

Waffe in der Hand Widerstand leisteten, wurden sie staudrechflich erschossen. In Garmtsch-Partenkirche« soll die bekannte Kinoschauspielerftr Hennn Porten von Spartakisten festgehalten werden. Es besteht noch keine Verbindung mit dem bayerischen Overlande.

Offiziere Svartakusführer t« München.

in»! Berlin, 22. April. (WTB.) Die Bermittung, daß in München eine spartaklstisch-mllitärisch geschulte Füh. ruug zur Berfttanug steht, scheint sich zu bestätige». Im Berliner TageblaE werden sechs aktive Osizicre meMich genannt,

Bildung eines Freikorps in Bamberg.

Wi Berlin, 19. April. (WTB.) Wie derDeutschen Allg. Ztg." aus Bamberg berichtet wird, haben besorgt niserregende Nachrichten, die bei der Regierung Hoff- mamr eingelaufen sind, diese veranlaßt, ihren Wwer. stand gegen die Bildung eines Freikorps in Bamberg aufzirgebem

Borbereltuuge» zu einem entscheidende« Schlage.

M Berlin, 19. April. (WTB.) Nach Mitten» eines Gewührsmannes desB. T." will die Regienc .. Hoffmarm einen entscheidenden Schlag erst führen, «cu» 80 000 Mann die Stadt eittgeschlofle« haben. Die Münchener fetzen den harten Kämpfen mit Bangen ent. gegen. Sie beftirchten, daß sich die Spartakisten bei einem Rückzug in Me Pinakothek nnd andere Knustgebäude flüchten würden, um die Mgierungstrnppe« zu zwingen. Mtz Gebäude anzugreifen.

Schießerei in Hamburg.

, »-»! Hamburg, 19. April. (WTB.) Bet einem chwere« Zusammensiotz zwischen Raubgesiu-el, Sicher- ^eitsmaunschafte« nnd Polizei heute nackt hat durch hes« iges Feuer aus der Stratze ein Sicherheitsmann einen chwereu Schenkelschutz erhalten, die Gegenseite aber wei Tote und sechs Verwundete. VeHafiungeu m»^

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