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H ersfelder Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

| Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 2.10 Mark, durch die Post be- | j zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckörei j - Herefeld. Für die Schristleitung vsrantworüich Franz Funk, Hersfeld.

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Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

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Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile 15 Pfennig, im ;

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Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8. 5

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Nr 91

Donnerstag, den 1?. April

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1919

Die tage in München.

Eine neue kommunistische Regierung.

. ^ Bamberg, 16. April. (T. U.) In München ist die kommnnistische Regierung mit Dr. Seyen« an der Spitze ausgerufen worden. Ein Teil der Münchener Garnison, die auch durch bewaffnete Arbeiter aus Jn- golstadt unterstützt wird, steht hinter Levene. Die Lage gilt nach wie vor als ernst. Ministerpräsident Hoff- mauu ist mit dem Militärminifter Schneppenhorst mit ««bekanntem Ziel von Bamberg «bgsreist.

Anarchie in München.

statt Bamberg, 15. April. (B. T.) .Die direkten und indirekten Berbinduttgen mit München sind gänzlich un­terbrochen. Die letzten Nachrichten lauten dahin, daß spartakistische Aufrührer die Straßen terrorisieren. In der Stadt herrscht völlige Anarchie. Die beiden Karteien stehen in wütenden Kämpfen miteinander. Räuberban­den plütc-er« in den Häusern und bedrohen die Ban­ken. Die überall angeschlagenen Aufrufe, in denen sich die Garnison wieder hinter die Regierung Hoffmann stellt und in denen das Justizministerium die nritwirken- den Mitglieder des Revolutionstribunals mit der An­klage wegen Mordes und Freiheitsberaubung bedroht, werden von Matrosenpatrouillen abgerissen. Maschi­nengewehre und Motorautos durchrasen die Straßen und machen Jagd auf Anhänger der Regierung Hoffmann. Am Hauptbahnhof kam es zwischen der spartakistische« Besatzung und de« Regierungstruppen der revolutio­nären Schutzwehr neuerlich zu blutigen Nähkämpfe«. Auch a« andere« Stelle« der Stadt wurde heftig ge- schosse«.

Weitere Negierungstruppen gegen München.

* statt Nürnberg, 16. April. (S. C.) Gegen München sind gestern neue Regierungstruppen in der Stärke von 8000 Mann abgegangen. In München sind nach einem aufgefangenen Funkspruch Wer 100 Geiseln von den Kommunisten sestgenommen worden. In Schliersee und Tegernsee sind bewaffnete Spartaktsteubarrden ein;

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Die RegiernngStrnpp« beherrschen die Lage.

0-8=1 Nürnberg, 15. April. (WTB.) In München steht die weitaus größte Zahl der Truppen auf feiten der Re­gierung Hoffmann. Die Kommunisten haben eine grö­ßere Anzahl von Arbeitslosen bewaffnet, und es finden noch Kämpfe zwischen ihnen und den Regierungstruppen statt, jedoch beherrschen die Regierungstruppen vollkom­me« die Lage.

Die militärische Aktto« verschoben.

Im Bamberg, 16. April. lT. U.) Schlimme Nach­richten sind aus München bei der Regierung Hoffmann eingelanfe«. Danach ist die allerradikalste Richtung dort zur Macht gelangt, an deren Spitze der Anarchist SenS- heimer steht. Der geplante Anmarsch der Regierungs- iruppen von Jngolstadt gegen München mußte in den letzten Tagen ansgegeben werden, weil die Regierung erfahren hatte, daß die Rote Armee bereits solche Stärke erreicht hat, daß man, da in München angeblich ganze Arbeit gemacht werden soll, das Risiko eines neuen Fehlschlages nicht auf sich nehmen will. Von Seiten der Regierung wird über alle getroffenen militärischen Maßnahmen strengstes Stillschweigen bewahrt.

Die Vorbereitungen der Konramnisteu.

Itatt Bamberg, 16. April. (S. C.) Aus München wird gemeldet, Dienstag trüb verschanzten sich die Kommu­nisten, die etwa 8 000 Mann stark sind, in den Vorstäd­ten rechts der Jsar und haben das Gebiet der An be, setzt. Regierungsmitglieder stellten gestern fest, daß Südbayern mit Ausnahme von München und der Bahn­strecke nach Passau nuo Salzbura von L-vartakisten frei

Frauendörffer über die Lage in München.

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^ Berlin, 15. April. (Eig. Drahtn.) Der baye­rische Verkehrsminister Frauendörffer, der aus Mün­chen in Bamberg eingetroffen ist und die Leitung des Berkehrsministeriums übernommen hat, äußerte sich g> früh dem Sonderberichterstatter eines hiesigen aasblattes über die Lage in München rme folgt: Der Kvahuhof ist von den Bekämpfern der RaterLgre- rung durch schweres Artillerie- und Minenwerferfeuer stark demoliert wordert. Das Hauptpostamt befindet sich noch in de« Hände« der Räteregierung. Man ist sich über den Zweck und die Ziele der Leute, die die Räteregierung absetzten und deren Anhänger jetzt bekämpfen, unter denen sich die republikanische SÄutzwehr befindet, noch nicht recht im klaren. In der Hauptsache richtet sich der Kampf gegen fremdländische Elemente «ud überspannte Literaten. Sie selbst trachten nach einer Räteregierung. in der die Soldatenräte das Uebergewicht haben. Scharf »nrückznweisen ist das umlaufende Gerücht daß die Münchener Gegenbewegung meint der Minister -- von kapitalistischen oder gar monarchistischen Persönlich­keiten ansgeht oder «nterstittzt würde.

Blilltärifdje We für Lmmfchweix.

r Einmarsch des Korps Maerker.

statt Hannover, 16. April. (S. Der Mnmarsch b-A Korps Maerker in Braunschweig M heute nacht begonnen. Die Truppen überschritten an drei Stelle» die Braunschweiger Grenze.

Regiernngstrnppen in Helmstedt.

itatt* Magdebnrg, 15. April. (8. A.) In Helmstedt sind Bmorgen die Ziegiernugstrnppen angekommen. Bei Einmarsch kam es in den Straßen mit Brann- ger Kommunisten zu Schießereien, die auf beiden

Seite« Verluste forderte«. Die Regierungstruppen machten viele Gefangene, unter denen sich der Haupt- radelsführer Herock befindet. Die Regierungstruppe« find völlig Herr der Lage. Der Belagerungszustand ist verhängt worden.

Unruhen in Hamburg.

. ite*! Hamburg, 16. April. (T. U.) Nach einer Ver- sammlung zogen 2000 Personen vor das Rathaus und entsandten eine Deputation zum Senat und der Bürger­schaft, die die sosor riaMlewilüginig ihrer Forderungen, in der Hauptsache nach einer stark erhöhten Unterstützung nnd Berschaffung von Notstandsarbeiten verlangte. Mit der Antwort, die eine Erfüllung der Wünsche nach Mög­lichkeit versprach, gab die Menge sich nicht zusrieden. Mehr als tausend Personen stürmten das Rathaus und den Ratskeller, trieben aus letzterem die Gäste hinaus und plünderte«. Schließlich gelang es der Wache, die ; Plünderer zurückzudrängen. Dar» uf zog die Menge, die meist aus Feldgrauen bestand, nach dem Alsterpavil- ! lou, der gleichfalls ausgeplündert wurde. Auf den Stra- ! ßen wurden bis spät abends aufreizende Reden gegen i Ebert und die Regierung Scheidemann - gehalten. Die L Stadt war bis 8 Uhr abends schutzlos dem Pöbel preis- gegeben. Erst nach 8 Uhr waren genügend Sicherheits­mannschaften zur Stelle. Gegen abend suchten die Kom­munisten sich auch des Haupidahnhofes zu bemächtigen, jedoch scheiterte der Anschlag.

®euerßlftreilt der Vsr!mer Angestellten.

!te*f Berlin. 15. April. (L A.) Die Obleute der Ber­liner Augestelltenverbände haben heute den Generalstreik der Angestellten ä«r Erzwingung des Mitbestimmungs­rechts beschlossen. Die Abstrmmuna in einzelnen Be- .trieben hat noch nicht stattgefunden.

Die Vcrhandlnngen mit dem Reicksarbeitsminister.

>r-^» Weimar, 15. April. (WTB.) Gestern abend fanden in Weimar Besprechnugen des Reichsarbeitsmi- Nisters mit der Aborduimg streikender Berliner Bank­beamten statt. Die Bermittelungsveryandlungen dauer-

.r-tzr-m ErsMUS und werden heute fortgesetzt werden.

Propaganda für den Generalstreik.

jtaH Berlin, 16. April (S. C.) In fast allen Grotz- berliner Betrieben und Geschäften wurden gestern nach­mittag Flugblätter des sogenannten Aktionskomitees verbreitet, die zum Anschluß an den Angestelltenstreik und damit a« den Generalstreik für Donnerstag anffor- Sern.

Der Bankbeamtenstreik.

Ite® Weimar, 15. April. (L. A.) Heute fauden hier zwischen der Regierung und Vertretern der Angestellten und Arbeitgeber langwierige Besprechungen statt. Wie hier verlautet,, beabsichtigen Sie Angestelltenverbände. falls es zu keiner Einigung sammt, von morgen ab an sämtlichen Baukhanpiplätzen in den Generalstreik ein zutreten, der sich dann auch auf die Beamten der Reichs, bank ansdebne« soll.

Sämttiche öffentlichen Gebäude besetzt.

itett Dresden, 15. April. (WTB.) DerDeutschen Allgemeinen Zeitung" wird berichtet: Sämtliche öffent­lichen Gebäude sind außerordentlich stark besetzt mit» mit der Regierung unbedingt ergebenen Truppen belegt, so« daß sämtliche entsetzlichen Ereignisse wie die vom Sonn­abend ausgeschlossen erscheinen. Inzwischen eingetrof- fene Grenzschutzabteilungen und Neichstrnppe« geben den Regierungsmatznahmen den nötigen Nachdruck.

Bankdeamten-Bsrireter Bei Wert.

statt Berlin, 15. April. (Eig. Drahtn.) Reichspräsi­dent Ebert empfing gestern abend die in Weimar ein­getroffenen Vertreter der streitenden Berliner Bankbe- ämte«. Der Reichspräsident erklärte, Satz der Wider, stand der Bankleitnngen gegen das Mitbestimmungs­recht der Angestellten eine psychologische Verständlichkeit war, aber er könne nicht aufretbterßalteu werden. Die BEsregierunq hat alle Sympathie für die Forderungen der Angestellten und sie hat auch in dem schon verössem- lichten Kabinettsbeschluß zum Ausdruck gebracht, daß sie den Bankveamten das Mtbestimmnnasrecht in allen Fragen des Arbeitsverhältnistes zugestellen wolle. Le­diglich über den einzuschlagenden Weg und über die Forniulierung der Bestimmungen könnten Metnungs- oertotebenbeiten bestehen. Er hoffe aber, daß eine in­tellektuelle, sich gleichstehende Arbeitnehmergrnpve. wie die Bankangestellten, die Einigung nicht an der Formu- lieruitgsfrage scheitern lassen und dass sie zu einer Ver­ständigung komme« würde.

Die Berhandlunge« mit dem BollzugSrat.

itatt Berlin, 15. April. (Eig. Drahtn.) Der Gene­ralstreik sämtlicher Angestellten Großberlins kann schon morgen Tatsache sein. Die OAcutc der Eingestellten in der McjMindnstrie sind heute morgen um 10 Uhr zu einer Bersammluikg znsanrmengetreien, um über die vom Bollzugsrat gemachten Zugeständnisse zu beraten. Zur Stunde dauern die Beratungen noch fort.

Der Bankbeamtenstreik in Leipzig beendet.

I^i Berlin, 15. April. (WTB ) Wie die »Bossische Zeitung" berichtet, haben die Leiwitger Bankbeamten im Hinblick auf den in ganz Sachsen verhängten Belage­rungszustand beschlossen, die Arbeit heute wieder anfzn- nehnleu.

Die Lage im Nuhrrevker.

Auf den Zechen des Bockumer Bezirks bröckelt der Streik mehr und mehr ab. Die Zahl der Arbeitenden hat sich gegen Somtabend ersrenlick erhöht. In der

Momag-Fiüyschicht betrug im gesamten Ruhrrevier die Zahl der Streikenden 129 256 gegen 160 720 in der Früh- lyW am Sonnabend. Es ist also ein Rückgang um rund 2? 000 Streikende sestzltsteüem

Die Friedrich-Krupp-AitietlaeseUsümst in Essen teilt mit, daß der Streif bei der Firma erloschen ist.

Kritische Lage in Düsieldorf.

M Düsseldorf, 15. April. (Vts.) Die Streikleitung bat, wie derVorwärts" mitteilt, ein Ultimatum bis 12 Uhr mittags gestellt. Wenn ihre Forderungen bis da­hin nicht erfüllt sind, soll der Generalstreik noch verschärft werden. Die erste Forderung ist die Zurückziehung der Regierungstruppen. Gas- nnd Elektrizitätswerk sind noch im Betrieb. Der Bnchdruckerstreik ist zwar beendet, jedoch können die Druckereien nicht arbeiten, weil sie kei­nen Strom haben.

Die Streiklage in Mülheim.

itatt MMHeiw, 15. April. (Vts.) Auf den Zecheu ist die Lage unverändert. Die Notstan.dsarbeiten iveröen in Gang gehalten. Auf dem Eisenwerk wird gearbeitet. ; Die Maschinenfabrik wird morgen in Betrieb kommen, die Hüttenwerke nehmen jedoch erst nach und nach den Betrieb wieder auf. Je.och ist der Betrieb der Hütten­werke und Metallpctriebe abhängig von der Kohlenzn- fuhr. Er kann nur in Gang gehalten werden, wenn Sie Zechen ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Der L Mai gesetzlicher Feiertag.

itatt Weimar, 15. April. (T. U.) Die Nationalver- stmrmlung nahm heute mit 161 gegen 86 Stimme« bei 10 Stimme«thaliuuSe« deu sozialdemvkratifcheu Antrag au, wonach der 1. Mai im ginne reichs- und landesgesetz- licher Vorschriften als aLgemeiuer Feiertag gilt. Die Unabhängigen stimmte« gegen den Antrag.

See RilerbM.

Als der erste Pariser Völkerbundsemwurf als das Produkt eines Kriegst und Beutebündrufses gegen den geschlagerden Gegner den Widerspruch her Völker, selbst LM. LE ..innLichalL . ftäLdkichrL Städte - herporrief, hat eine Kvmmissiou der Pariser Frieoeus- konferenz sich daran gemacht, einen neuen Entwurf aus- zuarbeiten. Dieser Entwurf ist jetzt nach einer bieuter- meldung veröfrentlicht worden.

In dem Entwurf heißt es, daß der Bolkerbmid ge­gründet werden soll, um ein internationales Zusammen- . arbeiten zu fördern und den Frieden zu sicherm Der Völkerbund wird alle kriegführenden und neutralen Staaten umfassen, die in einem dem Entwurf beigegebe- nen Schriftstück genannt sind. Aus der Reutermeldung ist nicht zu ersehen, ob Deutschland in den Völker­bund sofort ausgenommen werden wird, oder ob feine Aufttahme vuri besonderen verklauselierten Bedingungen abhängig gemacht ist, oder vorläufig nicht in Frage kommt. Als wahrscheinlich ist letzteres anzunebnren: denn es heißt weiter, daß in Zukunft jedes ßanb mit Selbst- regierung, dessen Zulassung von zwei Dritteln der­jenigen Staaten, die bereits Mitglied des Bmrdes sind, gutgeheitzen wird, in den Völkerbund ausgenommen wer­den kann und daß der Rat, der die Tätigkeit des Bundes ausübt, zunächst durch je einen Vertreter der fünf Groß­mächte nud der vier anderen Mächte gebildet wird. . Werirr die Aufnahure Deutschlands beim Friedensschluß nicht erfolgt, dann wird der Völkerbund auch wieder eine Halbheit bleiben und vielleicht ganz zerschlagen wer­den. In diesem Falle mürbe der Völkerbund doch nur das Ziel haben, ein Bistrdnis gegen Deutschland zu sein. Es ist aber zweifelhaft, ob ein solches Bündnis sich in Zukunft aufrecht erhalten läßt, zumal die Friedenskon­ferenz schon ganz erhebliche Serwürfnifie zwischen den Ententestaatsmännern gebracht hat, und die «nsimome der Monroe-Doktrin in den Völkerbundsvertrag beweist, daß Wilson feine Lust hat, sich zum zweiten Male in europäische Angelegenheiten einzuumchen..

Weiter heißt es in dem Entwurf:Die Gliedstaaten kommen überein: a) die Rüstungen zu vermin­dern, b) sich gegenseitig über ihre gegenwärtigen Mi­litärischen Rüstungen und ihre Marine- mkd.Heeres- proarannne vollständig zu untenüaüett, c) gegenjettig ihr Gebiet und ihre politisch? Unabhängigkeit zu reireMeren und gegen einen fremden Angriff zu sichern, d) alle in­ternationalen Streitigkesten entweder einem Schieds­gericht ober der Prüfung durch den Rat zu unter­breiten und in seinem Falle zu einem Kriege zu schrei­ten, bevor drei Monate nach einem Urteilsspruch ver­flossen sind, e) einen Staai der den vorstehenden Ver­trag gebrochen hat, zu betrachten als habe er eine krie­gerische Handlung gegen den Völkerbund begangen, und alle wtrtschastlichen und anderen Beziehungen zu ihm abzicbreäieu, f) keinen bindenden Vertrag in Erwägung glichen, bevor er dem Völkerbund mitgeteilt ist, wel- darm zur Berösfentlichirng desselben schreiten wird. Staat, der seine Berpfttchtimgen Brecht, kann von dem Rat aus dem Völkerbund ausgeschlossen werden. Die ehemaligen deutschen Kolonien und die Ge­biete des ottomanischen Reiches werden im Jntercise der §ivtlisation durch dazu auserwählte Staaten in der igenschaft als Mandatare Les Völkerbundes ver. waltet, der seinerseits die allgemeine Oberaufsicht führen wirb Die Gliedstaaten itbernchmeu gewisse Berant- u'vrtlichkeit mit Bezug auf Arbeitsbedingungen. Durch- fuhr und .Handelsbedm»Nttrg«r. Den- WstkerWW wirS anerkannt als zentrale Körperschaft, die sich zur Aufgabe setzt, im allgemeinen jede Art internationaler Tätigkeit gleich zu ordnen und zu unterstützen "

Die Regelung der Frage der deutschen Kolorrien ist sehr einseitig. Die Schritte, die eine große Anzahl von Eingeborenen-Häuptlingen in Kancerun und Togo unternommen hat, um unter deutscher Oberherrschaft S«