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Herslelder Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 2.10 Mark, durch die Post be- zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Vuchdruckerei | Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. :

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Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile 15 Pfennig, im | amtlichen Teile 25 Pfennig, Reklamen kosten die Zeile 40 Pfennig. Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

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Nr. 80

TotengrVer der «epmm.

In dem Aufruf der Reichsregierung an die Berg­arbeiter, den wir auszugsweise veröffentlichen und der mit den Worten schließt:Alles für den, der arbeitet, nichts für den. der streikt, sonst gibt es für Deutsch­land keine Rettung mehr", heißt es bezüglich der von den Ausstandskomitees aufgestellten Forderungen, daß ihre Erfüllung die deutsche Republik der politischen Anarchie und dem wirtschaftlichen Zusammenbruch aus- liefern würde. Weiter wird darin gesagt:

Wäre dieser Streik, der den Arbeitern nicht hel­fen soll, sondern die Allgemeinheit zerstören will, siegreich, so würde das bedeuten: Vernichtung der Kohlenförderung S«rch Sechsst»ndenschicht und sinn­lose Lohnerhöhungen; Stillegung aller Industrien, die auf Ruhrkohle angewiesen sind; Vereitelung der endlich zugestcherten Lebensmittclznfuhr, die mit Jn- Sustrieprodukten und Kohlenansfuhr bezahlt werden muß. Die Regierung, die solche Forderung« ««Neh­men würde, wäre die Totengräberi« der Republik, des Volks und der Freiheit'."

Die für das Ruhrrevier bestimmten Regierungs- truppe«, vorläufig etwa 3000 Mann, sind im Hammer Bezirk einquartiert, um erforderlichenfalls sofort bereit zu sein, an die den spartakistischen Terror bedrohten Orte abzugehem

Der Streik im Nuhrrevier.

' 3035 Prozent ausständig.

IM Berlin, 3. April. (S. C.) Nach alle« jm W«se des gestrigen Tages Hier eingegaugeue« Nachrichten aus dem Ruhrrevier ging der Streik über die ursprünglich " von etwa 30 bis 35 Prozent der

bekanutgegebene ______ ,

Arbeiterschaft anch am dritts« Tage nicht hinaus. Der Einmarsch der Regieruugstrnppen in das Ruhrrevier vollzieht sich reibungslos.

Eine englische Stimme über die Unruhe«.

Ueber die Ursachen der Bewegung im Ruhrrevier wird derMorumg Post" von einem Kenner der

itiM der eingesessene Arberterstand, der im deutschen Bersarbeiterverband und im christlichen Gewerkverein organisiert ist Um die Beherrschung dieser Massen bemühen sich die Spartakisten, die an sich unter den Ruhrbergleuten nur eine geringe Anhängerschaft hatten und sich deshalb durch Hinzuziehung von Reserven aus ihren Hochburgen im Reiche entsprechend verstärkt haben. Diese herangezogenen Verstärkungen sind keine Bergarbeiter. Es ist ihnen aber gelungen, aus der vorhandenen dritten Schickt der RuHrbergleute, aus den indifferenten, keiner Organisation Angehörenden Zuzug zu erhalten. Der Terror der Spartakisten spot­tet jeder Beschreibung. Diese kleine Minderheit sprengt Versammlungen, die der Aufklärung der Arbeiter die­nen sollen. Sie stürmt Rathäuser und Kreishäuser, setzt dort die mehrheitssozialistischen Arbeiterräte ab, bringt in die Zechen ein und bedroht die Arbeiter am Leben

Eine Streikabordnung beim Arbeiisminister.

Aus dem Ruhrgebiet sind zwei Abordnunge« der streikende« Arbeiter bei dem Arbeitsminister Bauer in Weimar eingetrofsen. Der Minister hat mit ihnen Be­sprechungen abgehalten nnö wird mit ihnen gemeinsam muh Berlin reiten, um dort in enger Verbindung mit dem gesamten Kabinett die Aussprache fortzusetzem Es kann aber nach den dem Vertreter derFrkf. Ztg." von zuständiger Seite gewordenen Mitteilungen keinerlei Zweifel darüber aufkommen, daß die strelkende« Berg­leute mit ihren koMMunistische« Forderungen auf ein Entgegenkommen bei der RsiOsregiern«g nicht werden zu rechnen habe». Die EinriMurra von Betriebsräten ist den Berglenten bereits zugesichert. Das Uebergrei- jen des RätestRemS auf das politische Gebiet wird da- zegen von der Reichsregterung aSgelehni.

Ei« Berliner Ge«eralstreik aussichtslos.

Ueber die Wirkung der «e«en StrZkbeweMna im Ruhrrevier auf Berlin wird aus aemeritoaftltmen Kreisen mitqeteilt: Der beste Stimmungsbarometer sei das Verhalten der Arbeiter in den Betrieben. Nach ihm könne man sagen, daß die Propagierung des Ge­neralstreiks jetzt tu Berli« schwerlich Erfolg haben werde.

Schießereien in Stuttgart.

s^- Stuttgart, 2. April. (T. U.) Die RegierungS- trirppen, die gestern noch gemäß dem erhaltenen Befehl bet Zusammenstößen sehr zurückhaltend waren, setzten heute mit aller Energie die Anordnnnge» des Belage­rungszustandes durch. In den Hauptstraßen der Stadt, die mit ungeheuren Menschenmengen besetzt sind, wird seit heute früh mit kurzen Unterbrechnngen geschossen. Sicherheitspatrouillen und ganze Kompagnien durch­ziehen die Straßen und geben auf herumstehende Men­schenansammlungen über die Köpfe der Leute hinweg Maschinengewehrschüsse ab. Das Publikum nimmt in vielen Fällen gegen die Truppen Partei. Die Regie- rung, die, wie verlautet, keine Verhandlungen mit den Spartakisten führt, ist vollständig Herr der Lage. Die zahlreichen Versammlungen der Spartakisten unter freiem, Himmel wurden alle durch Sicherheitskom- ^^tl1^ April. (WTB.) Ueber den bishe­rigen Verlauf des allgemeinen Aufstandes erfahren wir von zuständiger Seite: Am 3L März erfolgte die Auf­forderung zum Generalstreik. Es kam zu Umzüge« in der ganzen Stadt und zu zahlreichen Versammlungen. Gefordert wurde der Sturz der Regierung. Auffallend groß war der Zugang der Spartakisten von auswärts.

Freitag den 4. April

von den Sd wurde die

Zugleich wurden Unruhen aus EßlMgen, Göppmgen, Friedrichshafen und Gemünd gemeldet. Trotz des Be­lagerungszustandes fanden am 1. April Versammlungen der Streikenden auf vielen Plätzen statt. Sie wurden icherheitsmannschäften zerstrent. Am Abend .. Ordnung nach verschiedenen Zwischenfällen wiederhergestellt. Während der beiden erst es auf beiden Seiten je einen Toten und

ndnung nach verschiedenen Zwischenfällen Während der beiden ersten Tage gab es auf beiden Seiten ie einen Toten und wenig Ver-

wundete.

Landarbeiterstreik in Pommern.

Aus Labes, Reg.-Bez. Stettin, wird berichtet, daß auf den Rittergütern Weitzel und Natemersöorf die Landarbeiter in den AAsstcmd getreten sind, um Lohn- foröeruRLc« durchzusetze«. Auch in Neunrchen erschie­nen Arbeiter aus Wilmersdorf mit roten Fahnen und Abzeichen und veranlaßten die dortigen Arbeiter, sich ihnen anzuschließen. Da sogar die allernotwendigsten Arbeiten, wie Biehfüttern usw., venveigert wurden, mußten sich die Besitzer entschließen, die Forderungen restlos zu bewillige».

Sretze fWwmiÄget in Hamturg.

Unverständliche Bewirtschaftung.

^s> Hamb«rg, 3. April. (T. u.) Währerrd in Deutsch­land überall große Not und großer Mangel an Lebens­rnitteln herrscht, sind im HaMMger Frethafengebiet von der HeercsverWalimrg noch jetzt riesenhafte Mengen Le- Seusmittel, vor allem auch Butter, Speck, Schinken, Kon­serven usw. in SchifssladAKge« aufgespeichcrt, die sich zu«r Teil in der Gefahr des Verderbens befruderr. Von sozialistischer Seite war gestern von neuem auf diese Ge­fahr aufmerksam gemacht worden. Die stellvertretende Intendantur des 9. Armeekorps hat in einer darauf er- gangenen Erklärung auch ; »geben müssen, daß die Er- i Haltung dieser großen Bestände mit großen Schwierig- teiien verbunden und daß ein gewisser Teil der Lebens­mittel durch die lange Lagerung und die feuchten Haui- burger Verhältnisse in q wtssem Grade benachteiligt worden ist. Trotz der droh »den Gefahr des Verderbens und obwohl die Verbände a>t vollständig aufgelöst sind, hat die Berwalmng bis ic« für uüc Anregungen, Hresr^. Lebensmittelmengen für die Zivilbevölkerung freizuge­ben, ehe sie ungenießbar werden, kein Verständnis ge­habt.

Eine von der Delegiertenversammlung aller Ham^ i bürg er Truppenteile eingesetzte Lebensuiitteluntersu- chungskommisston hat nun an das Reichswehramt in Berlin, an das Generalkomurando des 9. Armeekorps in Altona, an die Intendantur in Alton« und an das Ham­burger Kriegsversorgungsamtz eine Denkschrift gerichtet und darin dringend verlangt, die Lsbeusmtttelvorrate der Heeresverwaltung für die Zivilbevölkerung freute gebe«. Wie dasHamburger Fremdenblatt" erfährt, werden «««mehr vo« den hier lagernden und aus die­sen Beständs« stammende« Vorräte« an Schinken und Speck demnächst in Hamburg und Großberlin je 350 000 Pfund verteilt werden. Ferner erhalten Hamburg, Lü­beck und Bremen in diesen Tagen 660 Tonnen Rind- fleischkonserse«. Auch andere Großstädte sollen ähnlich versorgt werden.

95 Lebensmitteldampfer ausgefahren.

im Berlin, 3. April. (S. C.) Seit Mittwoch sind 68 Hamburger und 27 Bremer Dampfer zur Entgegen­nahme vo« Lebensmitteln der Entente ausgefahren. Die ausgefahrenen Dampfer haben einen Gesamtinhalt von 120 886 Tonnen. Der erste direkte Transport auf dem- cchen Dampfern wird für die dritte Aprilwoche in Ham­burg erwartet.

Die Berhandlungen z«r FiAauzierung der Lebensmittel.

^ Berti«, 2. April. (WTB.) Die in Rotterdam be­gonnenen Verhandlungen mit den alliierten Regierun­gen über den Verkauf deutscher Erzeugnisse zur Hebung »er Ausandsvalnta für den Lebensmittelkauf werden morgen in Köln fortgesetzt. Es wird ü£er den Verkauf von Holz, Kohle, Zucker, Papier und Papiermasse an die Alliierten verhandelt werden. Den Vorsitz der deut­schen Kommtssion fithrt Dr. Hjalmar Schacht, Direktor der Nationalbank für Dentschland, und in desten Vertre­tung Dr. Alexander Kreuter.

Unter staatssekretär ». Brau« über die ENkährungslagL.

ir^. Rotterdam, 2. Aprl. (WTB ) Der Nnterstaats- sekretär des deutschen Äeichserrrährungsministeriums, von Braun, der in Span und Brüssel die Verhandlun­gen mit den Alliierten über die Lebensmittelversorgung Deutschlands leitete, gewährte einem Mitarbeiter des Nteuwen Rotterdamschen Courant" eine Unterredung, in der er sagte: Die nach dem Brüsseler Vertrag zuge- standenen Lebensmittelmengen von 70 000 Tonnen Fett und 800 000 Tonnen Weizen pro Monat sind für ein Land von fast 70 Millionen Einwohner natürlich gering. Die gegenwärtig in Deutschland vorhandenen Borräte genügen nicht für die jetzt unzureicheude .Ration. Deutschland wird mit seinem eigenen Brotgetreide nicht länger als bis Jnni «uskommcn. Die Verteilung von Kartoffeln wird in vielen Gegenden schon im Wtai auf­hören müssen. Der Bolschewimus flammt an der deut­schen Grenze weiter auf, und in Deutschland selbst kann er nur noch mit Mühe eingedämmt werden. Es handelt sich nicht nur um eine deutsche Angelegenheit, sondern um ein KultRrintcressc der ganze« zivilisierte« Welt. Auch die Regierungen der Amierten haben diese Gefahr, wenn auch sehr spät, erkannt.

Vorr der FriedeNSKonferenz.

in*1 Paris, 2. April. (WTB) Die vier Regierungs. Häupter haben gestern zwei Sitzungen abgehalten und sich am Vhrmtttag anscheinend mit der Frage M Schgp-

1919

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loshaltnng, am Nachmittage mit der polnische« Frage beschäftigt. Die Mininet der auswürtiaen Angelegen­heiten der 5 Großmächte haben am Nachmittag eine Sitzung am Quai d' Orsan abgehalten und nach Aus- füßntnoen von Jules Cambon die Ergebnisse aus den Beratungen des LlusschusieS für die Grenzen des Tsche- cko-Slowakeureichs, dessen Vorsitzender er ist, angenom­men Nur die Zuteilung der Teschener Bezirke noch unentschieden.

^- Paris, 2. April. (WTB.) Der Rat der Vier er­wägt den Plan, Frankreich wirtschaftlich ««d politisch die Aufsicht über das Saarhecken z« gebe«, BIS Nord- frankreich wieder leistungsfähig ist. Dies wM bis 6 Jahre dauern.

Das Rheinland in Gefahr.

Nach einem Pariser Bericht desCsrriere helfe Sera" ist in der Frage der Rheingrenze von einem $M» ferstaat nicht die Rede, wohl aber von einer moralischen Neutralisierung der liAken Rheingeviete, worunter man vollkommene politische und adurinistrative Selbstverwal­tung dieser Provinz versteht. Die Trennung vom übri­gen Deutschland soll für die ganze Dauer der Besetzung und bis zur Bezahlung der Deutschland aufzuerlegenden Entschädigung in Frage kommen, so daß dadurch die : Möglichkeit geschaffen werde, der Bevölkerung die Wahl ' zu lassen, entweder nach Deutschland zurückzukehren, oder einen unabhängigen neutralen Staat zu bilden. Hierbei rechnet man damit, daß dieser Staat den An­schluß an Frankreich suchen wird, ähnlich wie Luxem­burg sich an Belgien oder Frankreich anlehnen soll.

Noch Keine Aufhedung der Blockade?

Wie aus London gemeldet wird, hat der englische Blockademinister mitgeteilt, daß die Nachricht bezüglich einer Aufhebung der Blockade gegen Demtschland den Tatsachen nicht entspreche. DieDaily News" erklärt, daß die Blockade aufgehoben sein soll, in Wahrheit aber, | daß diese Frage nur insofern geändert werde, als das Senden von L?be«smittel» unter Kontrolle ermöglicht . wird. Für Deutsch-Oesterreich hingegen ist die Blockade vollkommen ausgehobem Jedoch nicht für Ungarm

Der Botaeroniw and der Friedens vertrag.

Eine amerikanische Kongreß-Delegation in Paris.

iM Amsterdam, 2. April. WTB) DemAllgemeen Hanöelsblaö" zufolge ist in Paris eine aus 6 Repuoli» kanern und 6 Demokraten bestehende Delegation des amerikanischen Kongresses eingetroffen und hat mit Wilson eine Beratung gehabt. Sie erklärte auf Befra­gen, daß sie einen günstigen Eindruck empfangen habe, daß der größte Teil her der Friedenskonferenz unter­breiteten Fragen in kürzester Frist gelöst werden dürfte und daß der Friede bald zustande kommen würde. Wtl- son sagte ihr, daß die Eutschädignugsfrage sehr verwtk- kelt sei und daß aus diesem Grunde eine Verzögerung zu gewagt sei. Die Delegation versicherte Wilson, daß die Mehrheit des amerikanischen Volkes für den Völ­kerbund sei. Um zu gewährleisten, daß der Kongreß den Völkerbundsvercrag annimmt, sei es aber nötig, daß Bürgschaften dafür aeoebe« werden, daß die Mon- roe-Doktrin in Kraft bleibe. Die Amerikaner wollen nur die Zusicherung haben, daß sie durch ihren Beitritt zum Völkerbund nicht verpflichtet sind, Sei Schwierig­keiten von untergeordneter Bedeutung in Europa mili­tärisch Hilfe zu leisten Die Delegatton ist der Ansicht, daß die öffentliche Metnuna in Amerika den Völker- bnndspla» unterstützen werden, wenn die geforderten Bürgschaften geaeben werden.

Äaranng.

In der Presse ist vielfach in der letzten Zeit die An­näherung Deutschlands an Sowjet-Rußland als einziger l Ausweg aus der jetzigen politischen Lage empfohlen und die Verantwortung dafür auf die Entente gewälzt wor­den, die durch ihre Friedenspolitik Deutschland zur na- nonalen Verzweiflung treibe. Hierzu schreibt der Gene­ralsekretär der Anttbolschewistischen Liga in Berlin, Dr. E. Stadtler:

, ,Offenbar sind alle diese Preffeäußerunaen der Aus- fluß- einer auch an h ö ch st e r S t e l l e angestrebten Neu­orientierung des politischen Kurses. Ohne die Frage aufzuwerfen, ob diewestliche" oder dieöstliche" Orien­tierung die richtige ist, eine Frage, die in dem jetzige» Weltchaos nicht mehr auf Grund früherer Ueberzeugun­gen oder Voreingenommenheiten beantwortet werden dürfte, stelle ich nun hier die Frage:Sind die Voraus­setzungen für einen glücklichen Ausgang der Neuorien­tierung gegeben? - '

Auf die Frage muß klipp und klarnein" gesagt werden. Die Anlehnung an Rußland hat nur dann ei­nen Sinn, wenn erstens die deutsche Regierung einheit­lich und zielsicher den neuen Kurs stenert, zweitens, wenn diese außenpolitische Neuorientierung eine errtspre- cheud starke sozialistische (nicht sozialdemokratische) In­nenpolitik zur Basis hat. drittens, wenn die russische Re­gierung die nationale Selbständigkeit der deutschen Re­volution nicht nur wie im Brester Vertrag in einem Paragraphen 2 anerkennt. sondern in der garrzen russi­schen Preise, die ja nur Regierungspresse ist, konsequent als deutsches Selbstbestimmungsrecht achtet, viertens, wenn die welt revolutionierende Propaganda und der bolschewistische Jrnperialismus faktisch und auf der garv» zen Linie anfgegeben werden.

Keine dieser Voraussetzungen 1 gensatz zwischenwestlicher" gerade irnrerhalb der Regie:

Keine dieser Voraussetzungen ist gegeben: Der G» gensatz zwischenwestlicher" undöstlicher" Orientierung gerade irnrerhalb der Regierung ist offenbar schärfer all je. Von einer die sozialistischen Massen irgendwie er* greifenden zugkräftigen Jmrenpolttik kann keine Redes