Sersselder Tageblatt
Hersfelder Kreisblatt
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Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 2.10 Mark, durch die Post be- ; zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei : Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. ;
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: amtlichen Teile 25 Pfennig, Reklamen kosten die Zelle 40 Pfennig.
Erscheint jeden Wochentag nachmittags. — Fernsprecher Nr. 8.
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Amtlicher Anzeiger
- für den Kreis Hersfeld
Nr 33
Sonnabend, den 8. Februar
1919
Amtlicher Teil.
Milchhöchstpreisfeftletzung.
Auf Giund des § 8 der Verordnung des Reichs- erväbruvpsamts vom 3. November 1917 (9t. G Bl. S. 1005) werden hiermit in Abänderung der Anordnung vom 27. Februar 1918 — A 1676 — Kreisblatt No 51 und unter Aushebung der Höchstpreissestsetzuna vom 15. August 19,8 - A7579 — Kreisblatt No. 192 folgende Milchpreise vom 10. Februar 1919 ab festgesetzt :
A. Vollmi'ch.
1. Erzeugerpreis bei einem Durchschnittsfettgehalt von 3°/o und einwandfreier Anlieferung.
a. frei Sammelwagen be» Groß Molkereien oder frei Bahnhof des Wohnortes oder frei Gemeinde- sammeistelle der Groß-Molkereien: Grundpreis 6, Pfg. und 10 Pfg. für das «/« Fett = 36 Pfg. pro Liter.
b. frei Groß-Molkerei oder Gemein desammel- Molkerei: Grundpreis 10 Pfg. und 10 Psg. für
Hausfrauen!
Spart Kartoffeln! Schützt Eueren Haushalt vor Kartoffelmengel! Verbraucht nicht mehr als 5 Pfund wöchentlich für jede Person.
Weitere Zuweisungen unmöglich.
Die Verbindung muß von den Unterzeichneten der betreffenden Wahlvorschläge oder ihren Bevollmächtigten spätestens am 17. Februar 1919 bei bet unterzeichneten Wahlkommission schriftlich klärt werden.
Verbundene Wahlvors läge können nur gemeinschast-
das o/oFett = 40 Psg. pro Liter.
2. Verkaufspreis
a. ab Molkerei Hersfeld und deren Sammelstellen
b. ab der übrigen Groß-Molkereien
c. ab Stall
d. ab Gemeindesammel-Molkereien
ß. Magermilch.
Verkaufspreis.
0) der Molkerei Hersfeld an die städtischen Verkaufsstellen
b. der städtischen Verkaufsstellen
49 Pfg. p. L.
40 „ „ „
29
32
Pfg. P. L.
* Die deutschen Sparkassen hatten im ersten R'volutionsmonat (November) überwiegend Rückzahlungen zu verzeichnen. Bald setzte die Spar- täligkeit fast überall wieder in verstärktem Maße ein. Im ganzen läßt sich — nach der Statistik der „Spar- toffe" — der Zuwachs an Spareinlagen auf mindestens 100 Millionen Mark gegen 300 bezw. 100 im November der beiden Vorjahre schätzen. In den elf Monaten vom Beginn des Jahres 1918 bis Ende November hat der Zuwachs die Riesensumme von 5050 Millionen Mark gegen 3310 bezw. 2300 Miü. in der gleichen Zeit der beiden Vorjahre erreicht, alles ohne Abzug der Zeichnungen auf die Kriegsanleihen. Diese Schätzungen sind sehr vorsichtig aufgestellt. Es ist an, zunehmen, daß der Zuwachs auch trotz der Abschreibungen auf die K-iegsanleihen noch höher war.
):( Hersfeld, 8 Februar. Auf die im heutigen Anzeigenteil bekannt gegebenen Fahrplanände- rungen, welche am 10. Februar in Kraft treten, machen wir besonders ausmerksam.
):( Hersfeld, 8 Februar. Die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. ve'öffentlicht im heutigen Anzeigenteil ein Verzeichnis derjenigen Güter, für welche ohne besondere Genehmigung Wagen gestellt werden
lich zurückgenommen werdM.
Die verbundenen Wahlvorschläge gelten den anderen Wahlvorschlägen gegenüber als ein Wahlvorschlag.
Nach der öffentlichen Bekanntgabe der zugelaffenen Wahlvorschläge können diese nicht mehr zurückgenommen und ihre Verbindung dann nicht mehr aufgehoben werden.
Wählbar sind alle Wahlberechtigten, im Besitze der deutschen Reichsangehörigkeit befindlichen Männer und Frauen, die hier ihren Wohnsitz haben.
Für die Größe und Beschaffenheit der Stimmzettel gelten die Bestimmungen deS § 34 der Wahlordnung für die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung vom 11. 1918 R. G. Bl. S. 1353.
Die Geschäftsräume der Wahlkommission befinden im Stift, Zimmer 11/12.
Geschästsstunden von 9—4 Uhr.
30.
sich
0. d-r «m.M,mieten e. in sonstigen Fällen
24
C. Buttermilch.
Verkaufspreis.
a. der Großmotkereien Niederaula u. Niederjosia im Kleinverkauf
b. der Gemkinde-Sommelmolkereien
c. der Molkerei Hersfeld an die Verkaufsstellen ober im Kleinverkauf
d. der Verkaufsstellen in Hersfeld
e. in sonstigen Fällen
n.
MiMWltzmM i« ZlaildthttSti.
28 Pfg. p. L.
26
29
32
24
n
Den Milchkieferanten wird von den Molkereien für das Liter Magermilch ein Preis von 20 Pfg. abverlangt werden.
Diese Preise gelten als Höchstpreise im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpeise vom 4. August 1914 in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1914 ,R. G Bl. S. 516) in Verbindung mit den Be. kanntmachungen vom 21. Januar 1915 lR. G. Bl. S. 25), vom 23. März 1916 <R. G. Bl. S. 183) und vom «2 März 1917 (R. G. Bl S. 253). Ihre Ueberschreitung wird mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark und mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit einer dieser Strafen bestraft. ,
Hersfeld, den 6. Februar 1919.
J. A. No. 1375. Der KreiSansschutz. von Grunelius.
Bus der Heimat.
* Ein kräftiges Wort an die Arbeiterschaft ließ kürzlich das Reichsamt für Dewobil- machung in einem Aufruf verlauten, den es in Form eines Flugblattes herausgab: Die Preise sollen fallen! Das wollt Ihr alle! Aber dafür arbeiten, gegen gerechten Lohn arbeiten! — Das wollen die Wenigsten. Meint Ihr etwa, Ihr könntet von Bank- noten satt werden? — Meint Ihr etwa, ihr könntet mit Taschen voll Kassenscheinen die allgemeine Warenknappheit, Teuerung und Preissteigerung beseitigen r Kurzsichtige Toren seid Ihr, aber keine denkenden Arbeiter! Ihr werdet e8 allerdings dahin bringen, daß der Arbeiter sich mit Banknoten seine Pfeife an» stecken kann! Aber dann habt Ihr es soweit gebracht, daß Ihr Eure Oefen bamit Heizen und Euere Wohnungen damit tapezieren könnt! Denn dann gibt es einfach nichts snehr zu taufen, weil die Produktion ruiniert ist. Dann gibt es nichts mehr zu essen, weil nichts mehr in bie Städte hinein kommt! Glaubt nur, ohne neue Güter- und Warenvorräte nützt auch die dickste Brieftasche nichts. Ohne vernünftige Löhne kein Abbau der Preise! Je seltener die Ware, um so teurer die Preise und um so weitloier daS Geid! Je höher bie Löhne, um so höher die Herstellungskosten für die Waren und um so weniger Waren fürs Geld. Hohe Lohnsorderungen sind eine Schraube ohne Ende i Arbeitet erst einmal wie im Frieden und arbeitet zu vernünftigen Löhnen, bann bekommt Ihr auch wieder Friedenspreise!
Bekanntmachung.
Die Wahlen zur Stadtverordneteu- $ er Sammlung finden am 23. d. Mts. statt.
Auf Grund der Verordnung über die ander- weite Regelung des Gemeindewahlreckts vom 24. Januar d. I. G. S. S. 13 und der. Nachtragsverordnung hierzu vom 31. Januar d. J. fordern wir hiermit zur
Kintichmst m WßilllnschläW ns.
Die Wahlvorschläge sind spätestens «m 15 Februar d. J. bei der unterzeichneten Wahlkommission zu Händen des Vorsitzenden einzureichen, sie müssen von mindestens 20 hier wahlberechtigten Personen unterzeichnet sein und dürfen nicht mehr als 30 Namen enthalten.
In den Wahlvorschlägen sollen die Bewerber mit Ruf- und Familiennamen aufgeführt und ihr Stand oder Beruf so deutlich angegeben werden, daß über ihre Persönlichkeit kein Zweifel besteht. Sie sind in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. '
Von jedem vorgeschlagenen Bewerber ist eine Erklärung über seine Zustimmung zur Aufnahme in den Wahlvorschlag anzuschließen.
Die Unterzeichner der Wahlvorschläge fallen ihren Unterschriften die Angabe ihres Berufes oder Standes beifügen., ,
Dieselben Unterschriften sollen nicht unter mehreren Wahlvorschlägen stehen.
In jedem Wahlvorschlag soll ein Vertrauensmann bezeichnet werden, der für die Verhandlungen mit der Wahlkommission und dem Wahlausschusse, zur Rücknahme deS Wahlvorschlages sowie zur Abgabe und Rücknahme von Verbindungserklärungen bevollmächtigt ist. ^n derselben Weise kann ein Stellvertreter des Vertrauensmannes bezeichnet werden.
Fehlt die Bezeichnung des Vertrauensmannes, so gilt der erste Unterzeichner als solcher. .
Mehrere Wahlvorschläge können miteinander verbunden werden .
Jeder Wahlvorschlag darf nur einer Gruppe von verbundenen Wahlvorschlägen angehören.
Hersfeld, den 7. Februar 191».
Die Wahlkommission.
Der Vo sitzende:
Wagner, Bürgermeister.
Die Mitglieder:
Böttger. Hillschert.
Offene Stellen
männliche
5 Gärtner, 20 Waldarbeiter, 9 Schuhmacher, 1 Uhrmacher, 1 Säger, 2 Schneider, 1 Küfer, 2 Damen- fäineiber,.! VeiMrrchter 1 Frisur, 1
männische Lehrlinge, 1 Uhrmacherlehrling, 1 Malerlehr- ling, 2 Weißbinderlehrlinge, 2 Schuhmacherlehrlinge, 2 Schneiderlehrlinge, 1 Kellnerlehrling, 1 Friseurlehrling, 1 Bäckerlehrling,/! Metzgerlehrling.
weibliche
12 Dienstmädchen vom Lande, 2 Hausmädchen, 2 Küchenmädchen, 1 herrschaftliche Köchin, 2 Dienstmädchen nach auswärts, 1 ältere Person für Hausarbeit und Pflege, 4 Aufwartefrauen, 1 Lehrmädchen für Putz.
Arbeitssuchende
männliche
1 Ingenieur, 1 Bankbeamter, 2 Bauführer, 1 Steinbruchmeister, 15 Kaufleute, 1 Kontorist mit Sprachkennt- nissen, 1 Laborant, 1 Molkereigehilfe (auch als Reisender), 2 Handlungsgehilfen, 1 Hoteldiener, 2 Kellner, 1 Bürolehrling, 1 Hilfsschreiber, 1 Krankenpfleger, 1 Heilgehilfe, mehrere Kriegsbeschädigte für leichte Beschäftigung, 1 Metzger, 3 Weber, 1 Mechaniker, 1Schrift>etzer, 2 Maschinenschlosser, 2 Huf- u. Wagenschmiede, 1 Schreiner, 10 Schlosser, 3 Maurer, 2 Dachdecker, 1 Bäcker, 3 jugendliche Arbeiter, 1 Schlosserlehrling, 1 Jnstallationslehrlmg,
weibliche
6 Verkäuserinnen, 1 Haushälterin oder Privat- pflegerin, 2 Kindermädchen, 2 Weberinnen, 2 Hilfs- schrelberinnen, 1 Stenotypistin, 1 Stütze für feineren Haushalt, wo Mädchen vorhanden ist,,10 Arbeiterinnen, 1 Stütze oder Stickerin.
Hersfeld, den 7. Februar 1919.
Stadt. Arbeitsamt.
Stift Nr. IO Serums 40
Eltern, besucht die Berufsberatung im Rathaus Zimmer Nr. 5, Sonntags von 11—1 Uhr!
Erbitte recktzeitige Bestellung von schwefelsaurem Ammoaial, Chlorkalium, Kainit, ebenso von
Saathaser, Saatgerste.
A. Löwenberg.