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So bleibt der Silfon-We?

Angesichts der geradezu ungernerlichen Kriegsent- schädigungen, die in letzter Zeit sogar von französischen und englischen maßgebenden Staatsmännern gefordert werden, wirft in derZüricher Post" Professor Feildo- gen die Frage auf: Wo bleibt der Wilson -Friede ohne Annexionen und Kontributionen? Er geht von der Tatsache aus, daß die Entente bereits im Waffen­stillstand alle ihre offiziellen Kriegsziele erreicht bat: Zerschmetterung des preußischen Militarismus, Sturz der Hohenzollern, Räumung Belgiens und Nordfrank- reichs., Besetzung Elsaß-Lothringens, Zertrümmerung der österreichisch-ungarischen Monarchie, Befreiung Ar­meniens und Mesopotamiens von der Türkenherrschaft. Erfüllung der nationalen Forderungen Italiens, Ser­biens, Rumäniens. Wetter konnte England, das ja be­kanntlich nur Belgiens wegen in den Krieg gezogen war, sich bereits den größten Teil der deutschen Flotte »neiarren: und es sieht sich nun genötigt, seinem Welt­reich auch noch die deutschen Kolonien und asiatischen Gebiete von größtem wirtschaftlichen Wert einzuverlei- den. Dazu ist der deutsche Welthandel, der dem eng­lischen einen so schweren Wettbewerb bereitet, für Jahr­zehnte lahmgelegt. Ist das alles noch nicht Entschädi- gung genug? fragt Professor Feilbogen. Und wenn tatsächlich auch noch eine Kriegsentschädigung in Vermö­genswerten gezahlt werden soll, liegt sie dann nicht be­reits in den großen von Deutschland erschlossenen Fi­nanzquellen, über die die abzutretenden Reichslande ver­fügen?

Diese letzte von Professor Feilbogen aufgeworfene Frage ist einer gründlichen Erörterung wert. Die Franzosen schätzen selbst, wie derMagdeb. Ztg." ge­schrieben wird, den Wert der elsässischen Kalilager auf 75 Milliarden Franken. Selbstverständlich handelt es sich bei dieser Schätzung nicht um den Wert, Seit die Kali­werke etwa bei einem Verkauf erzielen würden. Aber 0 rankreich ist auf viele Jahrhunderte hinaus in der age, nicht nur seinen eigenen Kalibedarf zu decken, sondern in großem Umfange Kalisalze auszuführen. Daraus erwachsen ihm Einnahmen, deren Kapitalisie­rung eine Schätzung von 75 Milliarden berechtigt er­scheinen läßt. Genau so steht es mit den Erzen in Loth­ringen, deren Nutzbarmachung erst unter der deutschen Herrschaft gelungen ist. Die lothringischen Erzlager ste­hen an Wert den elsässischen Kalilagern unzweifelhaft nicht nach. Auch deren Förderung wird Frankreich zum großen Teil an das Ausland verkaufen müßen, weil seine Industrie nicht im entferntesten in der Lage ist, sie selbst zu verwerten. Mit den Reichslanden fallen also Frankreich zwei Finanzquellen zu, die die gesamten Kriegskosten überreichlich decken. Und trotzdem fordert man Entschädigungen in geradezu fabelhafter Höhe.

Wo bleibt der Wilson-Friede ohne Annexionen und Kontributivuen? Der Verfechter dieses Friedeus der Gerechtigkeit wird der Habgier und Rachsucht seiner Ver- blinbeten manche Konzessionen rmMven müssen, darüber besteht wohl kaum ein Zweifel. Wenn Wrtson «her tatsächlich einen Frieden herbeiführen will, der das Prinzip der Gerechtigkeit nicht völlig verleugnet,'dann kann es ihm nicht schwer werben, seinen Verbündeten eine Rechnung aufzumachen, in der ihre bisherigen Er- rungenschasten tu nackten Zahlen zur Darstellung kom­men. Er kann ihnen damit den Nachweis führen, baß chre KriegSaufwendungen bereits überreichlich gedeckt

Die Friedenskonferenz.

, Baris. *7. Januar. i Reucer.- Mir zweite ossenl- Wche Sitzung des Friedenskongresses wurde von Cle* «encea« in Anwesenheit der Delegierten aller vertre­tenden Nationen eröffnet. Clemencean sagte dann, daß beschlossen worden sei, eine Anzahl von Kommissionen zu ernennen, um die folgenden Punkte zu prüfen: 1. Völkerbund, 2. Bruch der internationalen Kriegsgesetze, 8 Wiederherstellung der Schäden, 4. Internationale Ge­setzgebung über industrielle und Arbeiterfragen, 5. In­ternationale Kontrolle der Häfen, Wasserstraßen «nd Eisenbahnen. Er las die Entschließung für die Bildung eines Völkerbundes vor und gab dann dem Präsidenten Wilson das Wort, der u. a. sagte: Wir haben die hei­lige Pflicht, dauerhafte Abmachungen zu treffen, die verbürgen, daß Gerechtigkeit geschieht und der Friede gesichert wird. Wir würden es nicht wagen, auch nur einen einzigen Punkt des Programms und unserer In­struktionen umzustoßen. Wir würden nicht wagen, als Vorkämpfer der Sache des Weltfriedens in irgendeinem Punkte ein Kompromiß zu schließen. In dieser gerechten Haltung, diesem Grundsatz, daß wir mcht die Herren irgendeines Volkes sind, müssen wir darauf se­hen, daß jedes Volk der Welt seine eigenen Herren wäh­len und sein eigenes Schicksal bestimmen soll, nicht wie wir es wünschen, wie es das vielmehr selbst wünscht. Nichts weniger als die Freiheit der Welt wird den Frie­de« herbeiführen. Die Vertreter der Vereinigten Staa­ten haben für sich unabänderliche Grundsätze festgelegt. Nach dem Präsidenten Wilson erhob sich Llovd George, um die Entschließung zu unterstützen. Er sagte: Ich würde durchaus nicht eingegriffen haben, aBer ch habe da« Bedürfnis, zu erklären, mit welcher Begeisterung das britische Volk hinter diesem Vorschlag steht. Zum Schluß lud Clemenceau die kleinen Staaten ein, am Montag-Nachmittag zur Wahl ihrer Ausschußmitglieder Msammenzuireten und vertagte die Sitzung.

Mahnruf zur Kampfeinstellnug im Osten.

Wilson sowie die Premierminister und Minister des Aeußern von England, Frankreich und Italien hielten mit den Vertretern der japanischen Regierung eine kurze Sitzung ab, in der beschlossen wurde, eine Erklärung zu veröffentlichen, in der gesagt wird, die Regierungen, die sich auf der Friedenskonferenz vereinigt haben, bedau­ern lebhaft, daß mehrfach Gewalt angewandt werden mußte, um von Gebiete« Besitz z« ergreifen, über deren rechtmäßige Zuerkennung die Friedenskonferenz sich äu­ßern soll. Sie erklären, daß jeder, durch Gewalt erwor­bene Besitzstand denjenigen, die zu Mitteln greifen, den größten Schaden bringen wird. Diejenigen, die Gewalt anwenden, erwecken den Argwohn, daß sie an der Ge­rechtigkeit ihrer Ansprüche zweifeln und daß sie den Be­sitz an die Stelle des Rechtsbeweises setzen wollen. Dies schadet allen Rechtsansprüchen, die sie svaterbm geltend machen könnten. Wenn sie Gerechtigkeit wünschen so mtissen sie auf die Anwendung von Gewalt verzichten und ihre Ansprüche in die Hände der Friedenskonferenz ^Die verbändlerische Ministerkonferenz funkte an alle Kationen im Osten eine dringende Mahnung zur Kampfeinstellnns. Der Friedenskongreß werde über die Grenze« der neuen Staaten entscheiden.

Auch ein Borschlag.

Von einer aus London in PariS eingetroffenen Md- orduuug wird der Vorschlag aemacht, den von Deutsch- lend zu zahlenden Schadenersatz auf «SVH MMioncu Pfund -- h0 Milliarden Mark festzusetzen. Von diesem getränt von 1M-Milliarden Mark sollen aber noch fol- wwk »* in *ii*e a^wÄt wevöeti . 1 für die bettb-

schen Kolonien, 2. für die Besitzungen der Türkei in Asien, 3. für den Wert deutscher Anlagen im Ausland, welche auf 1250 Millionen Pfund geschätzt werden, und 4. für den Lebensunterhalt der Kriegsgefangenen in Deutschland. Nach Abzug dieser Beträge soll dann eine allgemeine internationale Anleihe für die Deckung des Restbetrages geschafften werden.

NachJutransigent" for nunmehr auch Wilson da­mit einverstanden sein, daß Deutschland über dieWie­dergutmachungen" hinausgehende Kriegsentschädigungen zahle.

Die Verteilung der Kolonialbeute.

DieTimes" melden aus Paris: Bet den Verhand­lungen über die Kolonien erhob Smms im Namen der Südafrikaner Anspruch auf Dentsch-SüdWestafrika. Ueber diesen Punkt herrscht. vollständiges Einverneh­men. Großbritannien ist bereit, sich für Togo, Kamerun und Südostafrika mit irgendeiner Form von. Nentrali- siernUg zu begnügen. Infolgedessen braucht man nur noch darüber zu verhandeln, was mit öen Samoainsel» und den Inseln im Stillen Ozean geschehen soll. Japan hat vor einiger Zeit vorgeschlagen, daß für die Zuteilung dieser Inseln der Aeguator als südliche Grenzlinie fest­gesetzt werden soll. In diesem Falle würde Japan die Karolinen- und die Marschallinseln erhalten.

Einiguugsbestrebnngen in der Sozialdemokratie.

ta Köln, 27. Januar. (T. U.) Nach einer Mel­dung derKölnischen Zeitung" haben Verhandlungen von Mitgliedern der Sozialdemorakttschen Mehrheits- partei und der Unabhängigen Sozialdemokratischen Par­tei zur Ervichtung einer Zentralstelle für die Einigung der Sozialdemokratie geführt. Dem vorläufigen Vor­stände gehört als geistiger Führer Eduard Bernstein an, der als Mitglied beider sozialdemokratischen Rich­tungen für diese Wahl eine besondere persönliche Eig­nung mitbringt.

Die deutschen Kriegsgefangene« nicht für Fronarbeit.

»^ Amsterdam, 27. Januar. (L.-A.) Nach einer Meldung aus Paris ordnete das Kricgsministerj«m an, daß deutsche Kriegsgefangene vorläufig nicht in den wiederanfz«banenden Gebieten Nordfrankreichs beschäf­tigt werden sollen.

750 000 Mann bolschewistischer Truppen.

»^ Kopenhagen, 27. Januar. (L. A.) Ein aus Ar­changelsk in Bergen eingetroffener Ententeosfizier teilt mit, daß die Sowjetregierung gegenwärtig über ein Gesamtbeer von 750 000 Man« verfüge, jedoch feien nur 250 000 Mann geübte Truppen, von denen 25 000 Mann an der Front von Archangelsk sich befinden, davon 10 000 der Reserve in Wiadkow, 80 000 stehen an der Südfront und 40 000 an der finnischen und Ostseefront. In Pe­tersburg halten sich 8000 und an der Permfront 50 000 Mann auf. Der Rest steht als Reserve in Mittelrutz- land. Der Stockholmer Vertreter der Sowjetregierung stellt es in Abrede, daß Petersburg vo« Bolschewiste« geräumt werde« soll «nd daß Trotzki von feindlichen Truppe« gefangen genommen sei.

Gegen dänische Annektionspläne.

^ Kopenhagen, 27. Januar. iL -A.) Gegen die übertriebenen Forderungen der dänische« Chauvinisten in der nordschleswigschen Frage wendet sich der Mini­ster Stanning. Er erklärte: 50 Jahre lang habe er ge­gen die Einverleibung der Dänen in Deutschland pro­testiert. und nun das deutsche Unrecht wieder gut ge­macht werden soll, beginne man in Dänemark dafür zu agitieren, daß Dänematt venisches Land «Nd oenZche Bevölkerung an sich reiße« solle. Die Bewegung sei für Dänemark nicht ohne Gefahr. Was dänisch ist, solle an Dänemark kommen, aber alle wetteren Eroberung^- Pläne müssen vo« allen z«rückgewiese» werde«, die das Wohl Dänemarks wollen.

Einschränkung der Besatzrmg?

w' Kopenbagc«, 27. Januar. (B. Z.)BerlinSko Tidende" erfährt aus zuverlässiger besonderer Quelle, daß infolge befriedigender Fortschritte der Demobilisie­rung, wonach nur die Jahrgänge 98 und 99 unter den Waffen verbleiben, die Alliierten sich aus eine Ein­schränkung ihrer Besatzavgsyeere einrichte«. Wenn die Nationalversammlung die Demobilisierung fortsetzt und sich gegen das Wettrüsten erklärt, dann könne Deutsch­land leichtere Friedensbeding«nge« und eine frühere Aufnahme in den Völkerbund erwarte».

AAerlei 00m Tage.

em> An der gestrigen Wahl zur preußischen LandeS- versammlung haben sich sämtliche Parteien in Hohen- zollern nicht beteiligt, weil die Parteien in Preußen den hohenzollernschen Landesbewohnern keinerlei Ge­legenheit gegeben hatten, bei der Aufstellung der Kan­didaten mitzuwirken.

»*»* Die Pariser Konferenz hat am Sonnabend sämt­liche Resolutionen, die ihr zur Beratung vorgelegt wor­den waren, unverändert angenommen.

i»-* 2400 Körbe Seefische dürfen nmcmehr nach einer Meldung desHandelsblatt" im Haag von Holland nach Deutschland monatlich ausgesührt werden.

W Der frühere König Manuel hat nach einer Reu­termeldung nicht die Absicht, sich nach Portugal zu bege­hen. Er hält sich augenblicklich in London auf.

Eine Einziehung der Wehrfähigen bis zum 85. Le­bensjahre, wenn die Freiwilligenwerbung für den Ostschutz ein genügendes Truppenaufgebot nicht zu­stande bringen sollte, findet, wie vor zuständiger Seite erklärt wird, nicht statt und tft auch nie geplant worden.

Die Ehereformvorlage ist von der Nationalver­sammlung in Wien mit 63 gegen 53 Stimmen abge­lehnt worden. Die Bewegung für die Ehereform war von den Demokraten und Sozialdemokraten auLge- gangen.

Der englische Gesandte im Haag hat um feine Ent­lassung nachgesucht.

Der Mariueausschutz des Repräsentantenhauses in Washington hat beschlossen, die Erörterung des Gesetzes über die Fortsetzung des Schiffbauprogramms auf weitere drei Jahre für eine Woche zu verschieben mit Rücksicht darauf, daß die Entscheidung der Friedens­konferenz über die Weltabrüstung abgewartet werden soll.

Politische Rundschau.

Den Berfassnnqsentwnrf bespricht imBmuvärtS" Professor Raddruck. Er sagt: Bei der Sozialdeuwkra- lie steht es mit Entschiedenheit und Festigkeit, den Ent­wurf Preutz durchzusetzen, der den etikzigen Ausweg Es sonst unlösbaren Schwierigkeiten weist

Ueber die Einberufung der preußische« BolkSver« t»«t««g vertritt man in Kreise« he preußisch*« 8t*-

gievuna, derB. 3' zufolge, die Meinung, du» einer Vertagung der preußischen Volksvertretung 9K nach Abschluß der Nationalversammlung in Weimm nicht die Rede sein könne, daß zum mindesten MitN Februar eine kurze Tagung stattfinden müsse.

Hi«de,tb«rg hat anläßlich der Auflösung der Feld­post an den Feldoberpostmeister Domizlaff Dank und Anerkennung für die in 4'^jähriger KriegSzeit d«v Feldheer geleisteten Dienste ausgesprochen.

Das Schicksal bet deutschen Oftatmee.

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besiegt

. nden damals alle We« ren. Wir hätten in Peters- leren können und wären nicht efreier willkommen "^ '" ^

Heißen

Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayeru hat den Berichterstatter desNeuen Wiener Journals" empfangen und sich ihm gegenüber wie folgt geäußert:

'Wenn ich an die viereinhalb Jahre KÄeg zurück» denke, umß ich sagen, daß das Errde, wie es jetzt hing» nommen werden muß, eine der schwersten Prüfungen ist, die'dem deutschen Volke auserlegt worden sind. Dich Ostarmee hat nicht eine einzige Niederlage erlitten. Ke^

der Feldgrauen im Osten hatte das Gefühl, daß mir . .,..'gt werden könnten. Nach all den großen und herr­lichen Siegen dieses Ende! Das ist em katastrophal« Schicksalsschlag. Wo sind nur die Stiurmen, die damals den Frieden von Brest-Mowsk als Gewaltfriebe« schmähten? Was wir von unseren Gegnern zu erwar­ten haben, das lassen die WaffenMllstanüsbeöinaunaer» ahnen. Die Feinde diktieren einfach. Der Friede wird darum hart, sehr hart werden. In Brest-LitowSk ha­ben wir einen Frieden geschloffen, der von den Rusi« nicht im entferntesten das verlangte, was die Feind« schon in den Waffenstillstandsbedingungen abgefordert haben. Es ist nicht richtig, wie verschiedentlich behaup­tet worden ist, daß die Russen über den Brefter Frie­den empört waren. Wo wir hingekommen sind, habe« sie uns mit offenen Armen empfangen, haben uns a» Erretter vor dem zerstörenden, nsederreißenden Bol­schewismus begrüßt und wir fanden damals alle Wege in das Herz Rußlands ojfr " "' ~

bürg, in Moskau einmarschu als Feind, sondern als Befreier willkommen geheißen worden. Damals war das russische Heer zertrümmert, genau so wie es heute das deutsche ist Daß ohne Sol­daten ein Volk nicht sein kann, das hat unS Rußland bewiesen. Die Rnssen haben sich sofort eine neue Ar­mee geschafft. Die bolschewistische SoldateSka ist aus dem anfänglich zusammengelaufenen Gesindel ein regel- rechtes Heer geworden, in dem strenge Disziplin obwal­tet und schwere Strafen für Diszipliulosigkett etnaefü&rl worden sind. Rußland beginnt eine militärische E» Neuerung. Deutschland vollzog einen militärischrn Ni»

dergang. Das ist die Tragik des Weltkrieges.

Wie sich im Osten gegen das Polentum und aew den Bolschewismus die Dinge entwickeln werden, ens zieht sich meiner Beurteilung Die Bolschewiken kvdro­ben tatsächlich Ostpreußen. Die Polen trachten mit a» len Mitteln danach, ihre alten geschichtlichen Grenz« wieder zu erhalten. Die Lösung des Problems tm Ost« ist also außerordentlich schwierig. ES wird ohne mtiv tärischeS Eingreifen kaum eine glatte Erledigung fir» den. DaMt ist zugleich angebeutet, daß ein militarloset Zeitalter nur ein Traum sein und bleiben wird. Gewiß Wenn alle Völker der Welt gemeinsam das Militär tat Tieren würden, dann wäre die Sache glatt. Aber bit Waffengewalt ist das Machtrückgrat der einzelnen Ncp Zonen und Völker. DaS war schon vom Anbeginn be Völkergeschichte und wird so bleiben müssen, weil z» m« te »WtiMS heutigen Zustand. WaS auch die Entente unS diktiert, wir müssen uns Maen denn wir sind heute das weh» u? Volk der Welt. Das kann niemand leugnen, bena das ist leider Gottes das Endresultat deS 4^jädrtaeü heldenhaften Ringens DeuZchlanoS.

Vermischtes,

eine ravdeabe Hord« von 120 Soldaten hielt einen Wiener Personenzug auf offener Streck« in der Nähe von Koinorn an und plünderten ihn aus. Die Rei­fenden wagten nicht, den mit Gewehren und Handgra­naten bewaffneten Soldaten Wtderstanö zu leisten. Dte Räuber fuhren mit dem Zug weiter, und erst an der Grenzstation Kiralyhida gelang eS Gendarmen unr Grenzpolizisten, einen Teil der Räuber festzunehmen.

Ihr Lvvjähriges Bestehe« begeht heute die Firma Breukopf und Härtel in Leipzig. An dieser Fei« nimmt nicht nur die Buchhandelsstadt Leipzig Anteil, sondern in ganz Deutschland, wo Musik und ihr« Li­teratur gepflegt werden, kennt man die Namen BreA köpf und Härtel und wird ihrer zweihunbertjähria«u Kulturarbeit gedenken. Bor dem Kriege besaßen Brestkops und Härtel BerlagShäuser unb Niaberlagev in Brüstel, London und Newyork.

Bier Kinder in Stücke gerissen und «in» Fra« schwer verletzt wurden in Muvlersbach infolge Srplo- sion einer 10,5 Zentimeter-Granate, die spielende Kin­der fanden und von der sie mit Hammerschläau» b« Zünder zu entfernen suchten.

Wegen eines Wahlstreite- hat in Wrieze« a. O der Amtsrichter Dr. Steinberg den Medizinalrat Dr. Fritz Iahn, mit dem er in einen politischen Streit übe» die'Wahl gekommen war, erschossen. Beide Herr« hatten sich nach einer Wahlversammlung in ihre» Stammlokal getroffen. Es kam zwischen den beiden dort zu heftigen Auseinandersetzungen, in deren Ver­lauf der Amtsrichter den Revolver zog und auf den Arzt drei Schüsse abfeuerte. Dr. Iahn erlitt schwmce Verletzungen, denen er nach kurzer Zeit erlag.

Eine schwere Blvttat verübten unbekannte «inS»» cher in KönigSwusterhausen. Die Funker Ahle um Haustein von der Garhe-Nachrichten-Abteilung in 8« lin-Treptvw waren zum SicherheitSStenst nach Btl- dau befohlen. Sie überwachten dort auch den Bahnhof. Hier faßten sie Hret Einbrecher, die während des Tratte portes Über die SickerheitSwache verfielen, sie totschofse» und darauf entflohen.

einer von ihren eigenen Briefen.' markt (beim Bogetpfeifenhänbler): N____ , - Na. denken Se, für

Heiteres vom Tage.Was hast du denn mit deine» Frau vorgehabt?"Ach, sie hat in meinem Schreibtis« einen ungeöffneten Liebesbrief gefmrden und deshalb sie wütend auf mich."Na, wenn er ungeöffnet war braucht sie doch nicht wütend zu fein."Ja, es war da« einer von ihren eigenen Briefen." Auf dem Iah« markt (beim Bogelpfeifenhändler): ^Di« Pfeife piept ja bloß einen Toni"Na, denken Se, füjr ? Lttosch« triejen Se bei mir bet Philharmonische Registern::Haben Sie denn gar keinen S Da liegen Sie und sollen eine Leiche vor bei sehen Sie aus wie kin gekochter Krek

ler:Ja, ist denn ein gekochter Krebs reine Letq Sie wollten doch in aller Heimlichkeit Ihr c schlachten und nun weiß es das ganie wi hat denn da aus der Schule geschmätzt?' « Ab met, y Sau selb« bat halt 's Mam «t tft