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^ie Heimkehr des Alpenkorps.

Ueber den Rückmarsch des Alpenkorps, welches, glücklicher als Mackensens Armee, in einer Stärke von äo 000 Mann, wenn auch nicht geschlossen, so doch in Einzelverbttnden, die Heimat erreichen konnte, wird be­richtet: Schon als das Alpenkorps Anfang Oktober un- ier dem Generalmajor Tutschek, dem Onkel des bekann­ten gefallenen Fliegeroffiziers, an der Balkanfront ein­gesetzt wurde, strömten ihm die in völliger Auflösung fliehenden Bulgaren entgegen. Am 12. Oktober begann der Rückmarsch, während die Serben rangsam nach- drängten. Die durchweg bewaffnete serbische Zivilbe­völkerung war aufsässig. Schwieriger gestaltete sich die Lage in Ungarn, wo der Budapester Soldatenrat, mit dem man in telephonischer Verbindung stand, die Bahn- Ege stets versprach, aber niemals wirklich stellte. In Szegedin mußten von den etwa 15 000 Pferden des Al­penkorps viele um zehn Kronen verkauft, andere erschos­sen werden. Die Verbindung mit der weiter ostwärts marschierenden Armee Mackensen hielt ein einziger Flieger des Alpenkorps aufrecht. Der Fußmarsch von fast 1G00 Kilometer, wobei manche der Futzbeklerdung ermangelten, ging bis in die Nähe Budapests, wo man die zur Beseouug der Stadt besttnrmte französische Di­vision vorbeifahren sah. Leute, die sicy abfonderten, wurden von den Ungarn entwaffnet und zur Herstel­lung der zerstörten Bahnen nach Serbien geschafft. Das Alpenkorps als solches blieb bewaffnet und erzwäng sich schließlich in der Nähe Budapests die Rückbeförderung in offenen Kohlenwagen. Während die preußischen Jä­ger nordwärts, die bayerischen nach Aschaffenburg ge­bracht wurden, nahm die bayerische Regierung den Transport des Leibregiments nach München nicht in geschlossener Formation, sondern getrennt auf verfchre- denen Linien vor. Gleich den andern erfuhr das zweite Bataillon erst diesseits der Grenze.,in Rosenhemr, bic Sachlage des Umsturzes, während bis dahin bloß vage Gerüchte über den Waffenstillstand durchgedrungen wa­ren. Soldaten mit roter Armbinde forderten in Rosen- beim die Entwaffnung und Trennung von den Offizre- ren, was verweigert wurdet Alle Bataillone des Leib­regiments kamen in München bewaffnet an und nahmen erst dort von den Offizieren Abschied.

Hindenburg auf Wilhelmshöhe.

In denKasseler Neuesten Nachrichten" findet sich folgendes Stimmungsbildchen: Sonnabend nachmittag auf der spätherbstlichen Wilhelmshöhe. Da stehen am Lchloßhotel Hunderte von Menschen. Viele Mädchen mit blondem Haar und blanken Augen, Blumensträuße in den Händen, eine Vertreterin einer höheren Madchen- schule mit einer Torte, und alle wollen Hindenburg ehen! Um vier Uhr kommt der greise Generalselöniar- chall mit einem Stabsoffizier. Er grünt nach rechts, °r grüßt nach links, ein Mädchen tritt vor und über­reicht ihm ihre Gaben, und dann nimmt er auch die anderen Spenden der Liebe und Verehrung und über­reicht sie seinem Adjutanten. Da steht ein Mann, der rnliw und entschlossen ist, nnb der unter der Last, die auf seinen Schulternruht, schwer zu tragen hat. Aelter liebt er.aus, etwas bedrückt, fast vergrämt, aber dieAu- aen die schönen, hellen Augen, blicken so träumerisch, so verionnen über die ihm zuiubelnde Mengel hinweg . . man möchte fast weinen! Unser.. Hindenburg! Er ist die Güte selbst. Wie ein Vater ubersieht er die ^ente, spricht ein paar freundliche Worte, grüßt und dankt,so lieb. Dann verschwindet er mit seinem Begleiter im

Asanith von Soldaten ausgepfiffen.

, , g Derember. (T. U.) Aus London wird gemeldet: Als gestern Asguith mit demWahllomstee H rcit'^ abbielt, versammelten sich Hmi-

Soldaten vor dem Gebäude. Asguith hielt

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soll, damit sämtliche bmgartsmen Deutschland poli- S & ÄS'Steilste lei«ew, Mr B°m»w-°rtmia

tagsversammlungen öeuticher O Igieselbura Oeden- ungarischen Komitaten.Preßburg, -meselvuii ^ »

bürg in einer Entschffemm^ rischen Regierung volle Autonowe m ^ gebiet gefordert haben, sowie die «Erng emer^en^ scheu Nationalversammlung für Westungarn zur ^era tung der Einrichtung einer Selbstvermauung.

AAerlei vsm Tage.

Der Rektor der Uuiversitat^Leipzig, M jedenfalls in Differenzen, die zwischen der^^Universität und dem Arbeiter- und Solda- Reichsgerichtsgebüuöe in Leipzig.^"^eder einaezogen Soldatenrat gehißten roten Fahnen wieoer emgezoge« "°^K »°««Ni°« w »M*»'»K ^en völkerrechtswidriger Behandlung öa . ctgwfiem« neuen in Deutschland hielt Me erste Sitzung ab. ^ mission^ besitzt wei Krvor nerischen Negiernngen seien in der mge, M « oe alanbigte Vertreter über aße neue axwanmft fit machten Verfahren zu unterrichten. PAst^^"!U.ou socroe mit größter Schärfe und ohne Rücksicht auf um Nang oder die Stellung gegen teden vorgehen, der Mb geuen fchuldtg gemacht habe. _ __

Gerichtlicher Schch der heimkehrnidea Krieger.

6 Das Gesetz vom 4. August 1914 schützt, die Kriegs-

W»~ S^S" MM,Z striegsteiluehmer endet freilich mit iyp^ Ausscheiden ms tant MMt«rverhälmis. TroMem brauchen die ,etmLM»nden Krieger nicht au befürchten, daß We

Gläubiger nunmehr ohne weiteres gegen sie Vorgehen können. Vielmehr ist bereits durch die Verordnung des Bundesrats über die gerichtliche Bewilligung von Zahlungsfristen an Kriegsteilnehmer vom 8. Juni 1916 dafür Sorge getragen, daß sich die in das bürger­liche Leben zurücktretenden Soldaten die erforderliche Zeit verschaffen können, um zunächst ihre wirtfchast- lichen Verhältnisfe zu ordnen, und daß sie nur in dem Maße, wie ihnen dies möglich ist, ihre Gläubiger all­mählich zu befriedigen brauchen.

Der Schuldner, der Kriegsteilnehmer ist oder ge- wefen ist. kann zu diesem Zwecke die Bewilligung einer Zahluuasfrist beim Gericht beantragen. Sie ist ihm zu gewähren, wenn seine wirtschaftliche Lage durch die Teilnahme am Kriege so wesentlich verschlechtert ist, daß sein Fortkommen gefährdet erscheint, eine Voraus­setzung, die er dem Gericht unschwer wird glaubhaft machen können. Der Antrag kann bei allen Geldfor- derungen gestellt werden. Ausgenommen sind nur die neuen Schulden, die erst nach Beendigung^, der Krregs- teilnahme entstanden sind. Ist der Schuldner bereits von feinem Gläubiger verklagt, so kann er in dem Prozeß die FrrftLesijMwung beantragen. Er kann auch einer Klage zuvorkommen und bei dem Gericht, in des­sen Bezirk der Gläubiger wohnt,, den Antrag auf Be- friftiing stellen. Dann muß er freilich in dem Anträge die Forderung als berechtigt anerkennen.

Die Zahlungsfrist, die das Gericht bewillen kann, erstreckt sich "bis auf 6 Monate. Das Gericht kann da­bei Teilzahlungen anorimen, auch z. B. bestimmen, daß bet Nichteinhaltung einer Teilzahlung der ganze Rest fällig fein soll. Liegt bereits ein Urteil oder ein son­stiger Noltstreckungstitel vor, so tritt an die Stelle der Fristbewilliauna die Einstettnug der ZwangSvollitrek- kung bis zur gleichen Dauer. Sieie Einstellung kann mehrfach und auch bann erfolgen, wenn bereits in dem Urteil eine Zahlungsfrist vorgesehen war. War z. B. der Schuldner verurteilt, die Hälfte ferner Schuld nach 3 Monaten, die andere nach 6 Monaten zu zahlen, ist er aber infolge unerwarteter Verdrenstlofigkeit ohne ferne Schuld nicht in der Lage, diese Fristen emzuhal- ten, so kann das Gericht auf seinen neuen Antrag dre Vollstreckung aussetzen und ihn dadurch noch weiter schützen.

Zolschewismus m einet Serliuer Milk.

Man liest imBerliner Tageblatt": Die anarchischen Zustände in Neukölln, wo der A.- und S.-Rat dre sofor­tige Sozialisierung der Bankerr, des Kapitals und,öes Grundbesitzes forderte, sind durch die Vorgänge in einer Berliner Fabrik, der Hebezeugfabrik F. Piechatzek in der Seestratze, bei weitem übertroffen worden. Es haben sich dort in den letzten Tagen Szenen abgespielt ore öar- tun, daß die Arbeiter den Anordnungen der Regierung und des Bollzugsrates keine Folge mehr leisten.^ Eine Lokalrorrespondenz erführt darüber: Die Firma F. Pie­chatzek, bei der etwa 700 Arbeiter angestellt sind, Hat, wie alle anderen Fabriken, bei der Revolution einen Arbei­terrat erhalten, welcher der Gefchäftsleitung beigegeben war. Am 25. November sollte eine Konferenz zwischen den beiden Gefchüftsinhabern und dem Arbeiterrat statt- finden. Als vormittags einer der Chefs in dem Werk erschien, waren sämtliche Maschine« strllgefetzt wordem Auf die Frage des Fabrikanten, warum dies gescheyen sei, erklärte ein Arbeiterdelegierter, die Stillsetzung der Motoren bedeute eine Sympathiekundgebung der Be­legschaften, um ihre Forderungen durchzudAicken. Als der Fabrikant erklärte, daß die Stillegung des Werkes einen Druck auf seine freie Entschnetzung bedeute, er klärte ihm ein Mitglied des Arbeiterrates, der 21jahrige Otto Fischer, als Sprecher der Delegierten, daß, falls der Chef die Verhandlungen ablehnen wurde der Be­trieb der Fabrik sofort unter Leitung des Arbeiter- und Soldatenrates gestellt würde. Es wurde ihm ferner die Erklmuug gegeben, daß die Werke nicht mehr unter seiner Leitung stäuben. Nunmehr ließ Weher den Pro­kuristen überwachen und verlangte Oeffnung des Gelo- schraukes. Als dies verweigert wurde, drohte er, den Tresor zu sprengen, wenn der Prokurist bis 6 Uhr abends nicht nachgeben würde. Piechatzek wurde mit- geteilt, daß er von seinem Bureau aus weder gefchaft- liche iwch private Gespräche führen burfe, da die Tele- ptzortzentrale vom Arbeiterrat besetzt sei. Ferner ver­kündete Fischer, daß er die Deutsche Bank veranlagen werde, das Bankkonto des Herrn P. zit sperren.^ Die beiden Fabrikinhaber begaben sich zum Bollzugsaus- schutz und trugen die willkürliche Handlungvweiie des Areiterrates Fischer vor. Der Vertreter des Borstj^n- den des Vollzugsausschusses bezeichnete die Zustände in der P.'schen Fabrik als AnaMre und betonte, daß das Vorgehen Fischers gegen die Richtlinien für Arbeiter- räte grob verstoße. Das betreffende Mitglied des Voll­zugsausschusses rief telephonisch in der Fabrik an und ersuchte um Aufhebung aller gegen die Gesmaftvleitirng getroffenen Maßliahmen, indem er nochmals das ^>or- aeheu der Arbeiterräte als Anarchie bezelchnete und darauf lüuwicS, daß die Regelung des Streites durch die freien Gewerkschaften zu, erfolgen habe. Als aber die Chefs in ihre Fabrik zurückkehrten, fanoen sie alles noch int alten Zustande. Weber drang in Begleitmig eines bewaffneten Matrosen in öav prwatkontor der Chefs ein und erklärte alle seme bisher getroffenen An­ordnungen trotzdem als m Recht bestehend. Er legte den Herren ein von Richard Müller und Molßenbuhr unterzeichnetes Schreiben des VoilzngsrKtes vor, das lautete:Das Slrbeitcrratbmttgheb Dtto Fischer i,t von uns mit der Leitung des Betriebes F. Piec^tzek betraut. Seineil Hierauf bezüglichen Anordnmigen ist unbedingt Folge zu leisten. AuszMlüMn an die Firma, insbe­sondere solche aus dem Baükguchaven der Frrma, siud mir mit Gegenzeichnung des Herrn Fischer zulässig und rechtsverbindlich." a . , -... ..

Auf Grund dieses Schreibens.forderte Fischer dre Geschäftsinhaber auf , die Bureau räume zu . vertäuen. Als die Inhaber protestierten, wurden sie mit Gewalt nnd unter Beschimpsni-gen bis an das Tor des Fabrik Hofes geführt. Die Fabrikanten begaben sich wieder zunt Vollzugsrat, wo inzwischen Fischer eingetroffen war. Da es sich um Lvhnwrdcrnngen handelte, wurde ilun- mehr ein Vergleich geschlossen, in welchem den Arbei­tern Lohnerhöhungen zugestanoen wurden. Aber trotz der Vereinbarn na blieben die Betriebe mit Wachtposten besetzt. Am nächsten Tage forderte Fischer von den Chefs Kalkulationsnntcrlagen über von der Firma ge­fertigtes Heeresgerät. Als ihm dies Material verwei­gert wurde, erschien er mit Soldaten, drang in die Bureauräiime ein, ließ sich die betreffende verschlossene Abteilmrg öffnen, beschlagnahmte das Karknlationo- matertal und brächte es nach der Polizeiwache. In der Nacht sinn 20. November bewachten Sicherheitssoldaten beu Geld schränk, und erst am 27. November wurden auf ausdrücklichen Befehl des Vollangsrates die Milffar- posten zurückgezogen. Wf Grund erneuter Vorstellun­gen am Mittwoch, den 27. Scovember, gab Molkeiibubr, vom Vollzugsaussckuß die jusichcruicg, tau eine Ab ; stelluna der in der Fabrik berruhenden Mbeiteranarclne bewirkt werben solle. ,

Interessant ist daß Fischer erklärte, datz Richard Miller, der Porstüende des VollzuaSausickusses. von

Vm in einer zweistündigen AuseinandersetzmW üb« die Verhältnisse in der Fabrik informiert wordsst fei während Müller, trotz Unterschrift, behauptet, tat er von der ganzen Affäre nichts gewußt habe!

Die Geschäftsinhaber haben sich nun unter Darle­gung des Sachverhaltes an Staatssekretär Scheideman« mit der Bitte um Erledigung der anarchischen Zustände gewendet, da Fischer ausdrücklich erklärt hat, oatz für ihn weder die Regierung, noch der VollzugSrat, auch nicht die freien Gewerkschaften oder sonstige Interessen­vertretungen von Arbeitern oder Angestellten matzgebend seien!

Die Entscheidung liegt nun bei der Regierung, dre sich darüber klar werden muß, ob in der Tat ein 21jäh- riger junger Mensch die Fabrikinhaber dazu treiben kann, ihre Fabrik zu schließen und damit Hunderte von Familienvätern brotlos zu machen.

Vermischtes,

Der Reichsansschntz der Kriegsbeschädigtenfür- sorge als die Zusammenfassung aller Träger der amt­lichen Kriegsbeschädigtenfürsorge, richtet an die Arbeit­geber Deutschlands die dringliche Bitte, die Kriegsbe- schädigten und insbesondere die Schwerbeschädigten, die in ihrem Betrieb beschäftigt sind, so lange wie irgend möglich in ihren Stellen festzuhalten. Sollte es uner­läßlich sein, sie zu entlassen, so dürfe es jedenfalls nur mit Kündigungsfristen geschehen, die über die Fristen für gesunde Arbeitskräfte erheblich hinausgehen. Wei­ter richtet der Reichsausschuß die Bitte an die Arbeit­geber, die Kriegsbeschädigten bei der neuen Einstellung von Arbeitskräften nicht zu vergessen.

Postsendungen für die Schußtrnppen in Ostafrika und für andere in Ostafrika befindliche Deutsche find nach Dar es galant zu senden, zu Händen des englischen Oberkommandierenden Sämtliche Europäer sind, wie die deutsche Waffenstillstandskoinnnssion bekannt gibt, am 15. Dezember zur Rückreise nach Deutschland bereit.

Der Paketverkehr nach den Oberpostdirektionsbe­zirken Trier und Aachen sowie nach den linksrheinischen Teilen der Oberpostdirektionsbezirke Koblenz, Köln und Düsseldorf wird wegen Unterbrechung der Bahnverbin­dung in linksrheinischen Teilen der Rheinprovinz bis auf weiteres gsverrt.

Heiteres vom Tage. Köchin (fährt zornig den in die Küche tretenden Bräutigam an):Du bist gestern abend mit einer anderen gesehen worden . . . zwischen uns ist alles aus!" Bräutigam (erschreckt):Noch vor'm Essen?"Das Zeugnis für unser abziehendes Dienst­mädchen mußt du noch schreiben. Aber diesmal können wir mit dem besten Willen auch nicht ein günstiges Wort hineinsetzen."Nun, ich will schreiben, daß sie vom 1. bis 15. Oktober ununterbrochen in unserem Dienste gestanden ist." Patient:'s hat doch was mit der Zahl13"; der Doktor erzählte mir soeben, daß er kürzlich den dreizehnten Patienten gehabt hat, und der ist gestorben!" - Diener:Ja, . . . die anderen zwölf aber auch!" (Fliegende Blätter".)

Weitere ürahfnochrictifen.

Allgemeiner Friedensvertrag

und Zusatzverträge.

j>^! Genf, 4. Dezember. (Eig. Drahtn.) Die Tat­sache, daß Wilso« an der Spitze der amerikanische» Delegation für die Friedenskonferenz steht, wird als Beweis dafür angesehen, daß der Friedensvertrag in kurzer Zeit unterzeichnet sein wird. Die Einzelheiten sollen später in Zusatzverträge« geregelt werden. Diese Ansicht stimmt mit der in England nnd Frankreich über- ern, wonach der allgemeine Friedensvertrag rasch unterzeichnet sein wird, damit die Wiederhersteunngs- arbeiten keine Verzögerung erlitten.

Absetzung eines sozialöemokratifche» Bürgermeisters.

i^ Berlin, 4. Dezember. (Eig. Drahtn.) Der so« zialdemokratische Bürgermeister von Straßburg ist von den Franzosen abgesetzt worden.

Die tschechische« Ausschreitungen in Prag.

d-Ä Wien, 4. Dezember. (Eig, Drahtn.) Die Aus­schreitungen der Tschechen in Prag haben die vorläufige Einstellung der drei deutschen Tageszeitungen zur

Folge gehabt.

Der Besuch Poincarees in Elsaß Lothringen.

Genf, 4. Dezember. (Erg. Drahtn.) Poincaree wird Sonnabend Paris im Sonderzug vertagen, um seinen angekündigten Einzug in Elsaß-Lothringen zu halten. Sountag wird er Metz und am Montag ^tratz- burg besuchen. In einem zweiten Sonderzug werden die Vertreter der beiden Kammern sowie das diploma­tische Korps der Entente sich darnach nach Straßburg be- geben, wo Montag vor Koch und Petam eine große Truppenschau stattsindet. Von gttaßöura aus begibi sich Poincaree nach Kalmar und Mülhausen, von wo er über Beffart r-ach Paris zurückkehrt. Er wird von den Mitgliedern der französischen Regierung begleitet sein.

Französische Abordnung nach Berlin.

i^ Berlin. 4. Dezember. (Eig. Drahtn.) Eine Ab­ordnung der französischen Regierung begibt sich dem­nächst nach Berlin, um bei der «ammlung und Heim- vesörderuns der französischen Kriegsgefangenen mrtzu- wirken.,. .

Eine Milderung von den Engländern abgelehut.

^ Berlin, 4. Dezember. (WTB.) Die Engländer haben die nachgesuckte Milderung der Waffenstillstands- bedinanttgen betr. Harrdel, Schiffahrt und Fischerei in der Ostsee abgelehnt.

Wichtige Mission auf dem Luftwege.

Basel, 4. Dezember. (T. 11.) Ein deutsches Flug­zeug mit 2 Insassen in Zivilkleidung landete auf der St Jakobs-Matte. ES stellte sich heraus, daß die In­sassen mit einem Paß versehene deutsche 8nWiener waren, die mit einer wichtigen Mission aus Deutich- land kamen und Bern um 7 Uhr abends erreichen woll­ten Sie landeten absichtlich bei Bafel, weil sie furch- e en, bei dem herrschenden Nebel Bern nick zu «>- reichem Einer der Flieger fragte, ov ihm ein Automobil zur Fahrt nad) Bern zur Verfügung gestellt werden könnte. Das mit einem schwarzen Kreuz gezeichnete Flugzeug war ein bewaffnetes Schulflugzeug.

Czernin entschuldigt Oesterreich.

^1 Basel, 4. Dezember. (T. U.) Nach einer Mel- duna aus Wien erklärte Graf Czernin einem Vertreter der Neunorker Associated Preß, daß Oesterreich nicht die physische Möglichkeit besessen habe, den Krim ohne Deutschland zu beenden. Weiter betonte Graf Czernin die' Nvtwend!gkrtt, die amerikanische Oeffentlichkeit über die schreckliche Lage des österreichischen Volkes aufzu- klärem Die Zustände würden unhaltbar, wenn sticht schleunigst Hufe komme.