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Neuer schärfster Protest Deutschlands

SeWlMSS Welt M

' Deutschland hat einem furchtbare» Waffenstillstand sich «»terwerfe» müssen.

Das alte Reich ist z«samme»sebroche«, nnd von Grand auf m«tz alles nen gebavt werden.

Noch nie hat ein Volk auch nur ähnliche Leistungen vollbringen müssen.

Aber unsere Feinde haben kein Einsehen. Sie wollen von ihren Forderungen nichts nachlassen.

Obgleich solche Forderungen uns zermalmen, uns jede Möglichkeit rauben, dem deutsche« Bott wieder z« einem Obdach zu helfen.

Die Waffenstillstaudsbedingnnge« sind «ner- füllbar.

Werde« sie nicht noch im letzten Augenblick gemil­dert, so sind wir unrettbar verloren.

Unsre Soldaten werden am Wege sterben.

Die Heimat wird sich entvölkern.

Unsre Frauen und Kinder, unsre Kranken and

Greise werden vom Hunger dahingerafft.

A« den verdorrte« Brüsten der Mütter werden die

Säuglinge wimmern.

Könne« die Witter in Frankreich, England, in Bel­gien und Amerika solchem organisierten Mord still z«- schaneu?

Ist das Wilsons Frieden der Versöhnung und der

Verständigung?

IrasMsqe Bestialität.

Aus Berlin schreibt man uns:

Die Franzofen wollen den Triumph, zu dem ihnen

England und Amerika verholfen haben, bis zur Neige genießen. Niemals hätte Frankreich uns besiegt. Ohne England und Amerika wären wir in Paris eingezogerc. Daß Frankreich heute am Rheine steht, hat es wahrlich nicht der eigenen Kraft zu veröSuken. Solche Tatfache sollte dieseSieger" etwas bescheidener machen. Mber nichts davon ist zu spüren. Im Gegenteil, mit der gan­zen Brutalität, der nur ein romanisches Volk fähig ist, stürzt sich Frankreich auf die öeutfche Beute. Keine Vorstellungen helfen. Clemenceau und Foch wollen Deutschlands Vernichtung. Sie wissen, daß wir heute wehrlos sind. So wollen sie den Augenblick nützen. Sie wollen die deutschen Armeen gänzlich auf­reiben. Sie wollen zugleich das deutfche Volk, seine Greise, seine Frauen und seine Kknder dezimieren. Das ist die Nation, die sich die ritterliche genannt hat. Sie ist groß, aber groß nur in der Bestialität und in der jaempitfim- .Ma^a- .....-......*V -------------------

Unsere Unterhändler haben nichts unterlas­sen, um dem General Foch darzulegen, daß es uns un­möglich ist, die grausamen Waffenstillstanösbedingun- gen, denen wir uns fügen mußten, durchzuführen. Je­der Sachverständige, ctvch jeder französische, muß wissen, daß auch beim besten, entschlossensten Willen die deut­schen Armeen nicht so schnell von uns zurückgeführt werden können, wie das von uns gefordert wird, und dies umsoweniger, als wir zugleich einen erheblichen Teil unserer unbedingt erforderlichen Transportmittel abzuliefern gezwungen find. Wir haben Vorstellungen erhoben, wir Haben gebeten, ja, wir haben beinahe gebettelt, aber der französische Blutdurst will seine Befriedigung. So gut wie nichts haben wir an Milderungen erreichen können. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als unserm Volk zu sagen, daß es sich auf eine Katastrophe, wie sie die Welt noch nicht gefehen hat, gefaßt machen muß. Die znrückmarschie- renden MMonen werden in furchtbare Leiden hinein­geraten. Die Heimat wird der Anarchie anheimfallen. Wir werden selbstverständlich alles tun, um solches Un­heil abzuhalten oder wenigstens zu mildern. Niemand wird hierbei die Hände in dem Schoß ruhen lassen. Aber Unmögliches kann nicht von uns geleistet werden, das, was von uns verlangt wird, bleibt unmöglich.

Wilson hat uns einen Frieden der Gerechtigkeit und Versöhnung zugesagt. Das deutsche Volk Hat alles er­füllt, was Wilson von ihm verlangte. Das persönliche Regiment liegt zerbrochen. Das deutsche Volk steht mit wehrlosen Händen vor dem Präsidenten. Was hat er ihm zu geben? Ist er selbst so ohnmächtig, daß er nicht das Geringste zu tun vermag, um seinen Versprechungen Einlösung zu geben? Und wo bleibt die Solidarität des französischem Proletariats? Wissen sie nicht in den Straßen von Paris, was der französische DUlitarismus mit dem deutschen Volke vorhat? Was tut die I n t e r - nationale? Sicht sie nicht, wie hier auch nur den mildesten Anforderungen der Völkerverbriiöerung roh ins Gesicht geschlagen wird? Wir heischen Antwort auf folche Fragen. Mehr können wir nicht tun. Wir müssen alles über uns ergehen lassen und können dabei nur hoffen, daß dem Heute ein Morgen folgen wird. Ein Morgen, das vielleicht nicht gar zu lange auf sich warten läßt, denn das ist gewiß: Wird Deutschland als Staat zerbrochen, brandet in Deutschland die Anarchie, dann wird Frankreich vergeblich sich vor den her- überschlagenden Flammen zu retten suchen. Nimmt der General Foch nicht endlich Vernunft an, so entzündet er in Deutschland einen Scheiterhaufen, auf dem schließ­lich auch das französische Volk Feuerqualen zu leiden haben wird.

Ein Ruf nach Gerechtigkeit.

Gebt unsere Kriegsgefangene» frei!*

^ SS erlitt, 24. November. (T, u.) I« einer Unterredung mit einem Vertreter derDeutschen All­gemeinen Zeitung" sagte der Vorsitzende der Waffenstill- tandskovrmissto», Staatssekretär Erzberger, zusammen, äffend: Die Entwürfe, die man und erhebt, sind « ihrer Allgemeinheit nicht oegrunvet. Einzelne Aus- schreit«»ge« deutscher Soldaten leugne ich nicht ab. Aber was ich als Deutscher und als Mensch verlangen kaun, ist: Gebt unsere Kriegsgefangenen in dem sofort M

Die Pariser Regierung bleibt hart.

*^ Genf, 24. November. (T. U.) Amtlich wird aus Paris gemeldet: Deutschland setzt seinen Feldzug zu ©aasten einer Milderung der Waffeustillstaudsbe- Singungen fort. Wir wissen jedoch, daß es immer noch in der Lage sein wird, den Bedürfnissen seines Verkehrs zu genügen, wenn es die von uns geforderten 150 000 Waggons und 5000 Lokomotiven abliefert. Die Alliier­te« werde» »icht zugebe», daß es mit seiner Klage ver­sucht, den Folgen seiner Niederlage zn entgehen. Immer noch droht »»s Deutschland mit dem Bolschewrsmus. Es ist richtig, daß die Spartaknsgruvpe eine drohende Haltung einntmmt und daß die Arbeiter- und Soldaten­räte in Berlin den Anspruch erheben, au der Reichs­leitung tätigen Anteil zu nehmen. Es ist auch natür­lich, wenn Deutsch!««- deshalb Unruhe« befürchtet und sich etwa an «ns wendet, daß wir ihm zur Wiederher- ftelluug der Ordnung behilflich seien. Ganz und gar unzulässig ist es aber, daß die deutsche Regierung in dem Augenblick, wo sie Angstschreie vor der wachsenden Anarchie aus stößt, ihre Agenten eifrig für die Verbrei­tung bolschewistischer Ideen in den neutralen Länder» wirken läßt.

Der erbarmungslose Foch.

General Nudant teilte, wie die deutsche Waffenstill- standskommission aus Svaa meldet, mit, daß Marschall Foch die von der deutschen WaffenstillstanSskowmissio» erbetenen Milderuugeu der Waffenstillstaudsbe- dingnngett insbesondere also Verlängerung der Räu­mungsfristen abgelehnt habe, und zwar ohne irgendwelche Begründung für diese Ablehnung zu geben. Als darauf nochmals an Hand der Karte und unter An­gabe von Zahlen ««sgeführt wurde, Satz es technisch «n- Surchführbar sei, in den festgesetzten Fristen eine Armee von über 3 Millionen Mann i« Ordnung auf den schlech­te», engen Straßen über die wenigen Rheinübergänge zurückzuführeu, erklärte General Nudanc, daß er der­artige Mitteilungen künftig nicht mehr entgegeunehmen werde. Die Schwierigkeiten seien wohl bekannt, Sie F r t st e n seien aber «nabäuöerltch. Die Lage sei nun einmal so und Nicht auSers. Das sei unser schwacher Punkt. DeutschlauS habe Sie WaffeuftillstandsbeSing«»- gen angenommen. Wenn es öies nicht getan hätte, so würde seine Lage nicht besser sein. General v. Winter- felSt verlas hierauf die obeusteheude Protestnote.

Auch in den Beratungen der Sonderkommisstouen für MaterialabgaSe», Transportwesen, Gefangenenrück- gabe »sw. zeigen die Franzosen das gleiche Bild des Siegers, der rticksichtslos seine Macht ausnützt. Die ForSernngen, Sie bezüglich der Beschaffenheit des zu liefernden Materials und hinsichtlich dessen Bereitstel­lung und dergleichen erhoben werden, sind praktisch un­erfüllbar. Obwohl Marschall Fach vereits bei Unter- zeichnung des Waffenstillstandes auf Sie U«durch- führbarkeit dev Beoiuguuge« feierlich hi«ge- wiefen worden war und dieser Hinweis seitdem wieder­holt vorgebracht worden ist, so sucht er offenbar seinen Trlunlph darin, die aufgezwungenen Bedingungen auf das schärfste zu seinen Gunsten auszulegeu und mit größter Strenge durchzuführen, ohne Rücksicht darauf, ob Tausende, vielleicht Hunderttausende auf

fttf aff geraten. 'Auch ob «User ganzes Transport- und Ernahrungssystem znsammenbrtcht, HM/rsnot und Arbeitslosigkeit zu wirtschaftlichen und pollttsche» Katastrophen führen, scheint den erbarmungs­losen Franzosen gleichgültig zu sein.

Fach und die französische Presie.

Eine Stimme der Wahrheit.

_ '^ (Amf, 25. November, (Eig. Drahtn.) Der beglückwünscht in einem Leitartikel Marschall Foch zu »einer Weigerung, die Wiffenstillstandsbödin- anngen zu mildern. Das Blatt beschuldigt Deutsch­land, die Anarchie in Rußland und anderwärts unter­stützt zu haben, und sucht zu beweisen, Satz Deutschland keiner Hungersnot ausaeietzt fet Es komme Deutsch­land nur darauf an, kriegsbereit zu bleiben, mit dem

Dre Weigerung der französischen Regierung, die Reserven der Territorialarmee zu demobilisieren, wird von der ganzen Presse, mit Ausnahme der sozialistischen, gebilligt. Erst wenn der Vorfriede unterzeichnet fei, könne die Regierung zur Demobilisierung schreiten. DerPopulaire" sagt dagegen: Es ist lächerlich, die Verzögerung unserer Demobilifatio« mit der Langsam­keit in der Ueberaabe des rollenden Materials zu be­gründen. Deutschland zögert und droht keineswegs. I« Wirklichkeit tut das unser Generalstab in erbarm sicher Weise.

Die Franzosen in Strahburg.

Beseitigung der Einrichtnuge« der Revolution.

., ** Köln, 24. November. lT. U.) Durch einen Ge­währsmann, dem es gelungen ist, im letzten Augenblick Strqßburg zu verlassen, erhält dieKölnische Volkszei- tung" die Mitteilung, daß die Franzosen unmittelbar nach ihrem Einmarsch den achtstündigen Arbeitstag be­seitigt habe«. Wo sich unter der Arbeiterschaft Wider­stand zeigte, wurden alsbald die betreffenden Werkstät­ten militärisch besetzt. Auch wurde mit sofortiger An­wendung von Gewalt gedroht. Die Arbeiter- und Sol­datenräte und sonstigen Einrichtungen der Revolution wurden ohne weiteres beseitigt.

Deutsche Truppen abgefangen.

Am Freitag sind wahrscheinlich größere Truppen- mertge« von den Franzosen gefangeugettotumen worden, weil sie nicht innerhalb der durch die Wafsenstillstands- Sedingnngen vorgeschriebene« Frist die Räumung haben durchführen können. Wie von militärischer Seite ge­meldet wird, macht es den Eindruck, daß die Frauzosen außerordentlich rigoros Vorgehen, während die Amerika­ner für Verständigung sind. In ® <61 e 11 st a 01 sind deutsche Truppen von den Franzosen gesaugeugcuom- men worden, bevor der Termin zur Räumung abge- laufen war. Es ergibt sich auch hieraus wieder der Eindruck, den wir bereits in den ersten Mitteilungen unserer Vertreter bei den Wassenstillftaudsverhandlutt- gen fanden, daß die Franzosen von einem unstillbaren Hasse und Nachedrerst erfüllt sind und alles tun, um den deutschen Rückmarsch zu stören.

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Der Trupveu-urchmarsch durch Köl«.

!** Berlin, 25. November. (T. iU Nach deinLo-- kalanzeiger" ziehen seit gestern moraen große Trup penmassen durch Köln. Der Durchmarsch wird bis zum 4. Dezember dauern.

Große Kälte am Mirtetrhet«.

. Mainz, 16. ^om über. lEia. Drahtn.) Ueber IM Mtttelrbeiu goßt eme KätLewelt« von M Grad. Der

niedrige Waflerstand erschwert die AnStrutzMig S« Wasserstraßen für die Ränmnng.

Hinderrburg und die Feldsoldaten.

In einer Versammlung in dem Auausta-Viktoek« saal in Berlin griff ein Spartakusbolschewist Hinden« bürg an. Darauf erklärte ein schwerverwundeter so* zialdemokratscher Landsturmmann: So könne bloß einer sprechen, der nicht im Felde gewesen sei. Darüber seien sich alle Feldsoldaten einig, daß Hindendurg wie ein Vater für seine Soldaten gesorgt habe. ,

Für Einberufung der Mionalversmmiung

Entschließungen von A. und S.-Räte».

Der Vollzugsausschuß des Soldatenrates bei ter Obersten Heeresleitung erläßt einen Aufruf an alle Soldatenräte des Heeres, in dem gewarnt wird vor dem polnischem. Trachten mach deutschem Land, vor Zwie­tracht und Auflösung, und in dem gemahnt wird, um einig ««d geschlossen um die Reichsregiernng zu scharen. Nur dann werde die Regierng Einfluß erlangen, um einen Völkerfrieden aufzubauen, der dem deutschen Volke Schutz vor nationaler Zerreißung und ihm das Recht der Selbstbestimmung sichere.

Die A.- und S.-Räte aus dem Bereich des 10. Ar­meekorps sHannover) nahmen mit 140 gegen nur, 4 Stimmen eine Entschließung an, die sich gegen die Em- führung einer Diktatur im Reich ausspricht und für die Einberufung einer allen Schichten des Volkes me Möglichkeit zur Mitberatung und Mttbestimnmng ge währenden Nationalversammlung, sobald die Beteili­gung der noch zu entlassenden sowie der wahlberechtig­ten aktiven Soldaten und Frauen gesichert sei.

Der Vollzugsausschuß des Mainzer A.^ u. S.-Rates Hat an die Reichsregierung ein Telegramm gerichtet, das baldige Einberufung der Nationalversammlung fordert. In einer Vollsitzung der Soldatenräte wurde dem Voll­zugsausschuß ein einstimmiges Vertrauensvotum aus­

scharf gegen bolschewistisch drücklichst die Notwendig!«

gestellt.

Der zur Mitberatung in der Besetzungsfrage ut Mainz weilende Unterstaatssekretär David gab einen Ueberblick über die allgemeine Lage. Er wandte sich . scharf gegen bolschewistische Methoden und betonte nach­drücklichst die Notwendigkeit eines möglichst raschen Zu­sammentritts der Nationalversammlung, wodurch allein die revolutionären Errungenschaften vor inneren und äußeren Gefahren gesichert werden könnten. Seine Aus­führungen fanden lebhaftesten Beifall und allgemeine Zustimmung.

Folgendes Telegramm wurde an den Reichskanzler Ebert gerichtet:Der A- «. S.-Rat von Krefeld und der Soldatenrat der 4. Armee beschlossen in einer in der Husarenkaserne in Krefeld abgehaltenen Versammlung, die Regierung des Reichskanzlers Ebert in jeder Weise zu unterstützen. Sie fordern einstimmig, ungeachtet von Gegenströmungen einer Minderheit, die sofortige Ein­berufung der Nationalversammlung als Lebensinteresse des deutschen Volkes zur Festigung seiner Stellung nach außen und innen. Die Forderungen geben den einmütige» Willen von 500 000 Frontsoldaten wieder."

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Unter dieser Ueberschrift wendet sich Friedrich Stampfer imVorwärts" in einem offenen Brief an die Ä.- und S.-Räte, in dem es u. a. heißt: Für den Sozialisten, der aus bürgerlichen Kreisen stammt und seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Dienst der Arbeiterbewegung steht, kann es kein schöneres Schau­spiel geben, als wenn sich aus der Tiefe der Massen neue Strafte emporheben, um der Sache der Gesamtheit zu dienen. Heute haben wir eine Reichsleitung, die zu Zweidritteln der Arbeiterklasse entstammt. Als einer, der Unzählige aussteigen und viele auch wieder ver­schwinden sah, rufe ich Euch zu: Genossen, überschätzt nicht Euer Können und verkennt die Schwierigkeit Eurer Aufgabe nicht! Viele von Euch haben noch vieles zu lernen! Das Regieren an sich ist ja keine besonders schwere Kunst, aber auch sie will gelernt sein. Dreißig Jahre lang hat das deutsche Volk unter dem Treiben eines Herrschers gelitten, der in allen Regierungsge-- schaften ein krasser Dilletant war, und es ging mit Hurrarufen und Fahnengeschwenke bis der fürchter­liche Znsammenbruch kam. Die unvermeidliche Kata­strophe, zu der jedes überreizte M a ch t b e w u tz t - fern führt! Das ist die Gefahr, vor der Ihr Euch am allermeisten hüten müßt., Ihr habt gesiegt? Und darum erst recht, keine Siegerpose, kein verstiegener Machtdünkel, kein Bekenntnis zu dem Satze:Was sich mir entgegenstellt, das zerschmettere ich'/ Auch Ihr seid keineInstrumente des Himmels". Werdet nicht zu Affen der alldeutsch-militarrstischen Machtpolitik und erklärt nutzt mit der Miene des Generals Hoffmann: Die Sieger sind wir!"

Es wird weiter ausgeführt, daß der Sieg für das ä£"*V^^ errungen sei, und daß den staatsbürger- lichen Freiheiten kein Haar gekrümmt werden dürfe. Bei der Preßfreiheit müsse es bleiben. Auch fester Zu- sammenhalt müsse sein, aber wer vertrete den BottS- willen? Die Organisation der A.- und S.-Räte be­finde sich noch in chaotischer Gärung, die Wahlen zu ihr vollzögen sich nach den verschiedensten Grundsätzen, die Versammlungen verliefen oft stürmisch und ohne festes Ergebnis. Die Mitglieder der neuen Regierung dagegen seien seit einem Menschenalter in der Arbeiter­bewegung tätig, blickten fast alle auf langjähifge parla- Mentarische Arbeit zurück und hätten als Abgeordnete, jetzt als Mmister Einblick in die Staatsgeschäfte gewon nen Sie zu stürzen, wäre vielleicht leichter, als sie zu ersetzen. Dann heißt es weiter: Die Männer der Re­gierung haben versprochen, sobald als möglich eine all - gemerne Nationalversammlung einzube-, rufen. Das Wahlrecht zu ihr soll das freiheitlichste der Welt sein. Alle Männer und Frauen Über 20 Jahr« sollen mit vollkommen gleichem Recht wählen dürfen, und auf genau dieselbe Weise sollen die neuen Landes- Versammlungen, die neuen städtischen Vertretungen zustande kommen. Die Männer der Regierung können von diesem Plan nicht ablassen, weil er dem sozial- demokratischen Programm entspricht, für des* ien Verwirklichung zu arbeiten ihre Lebensaufgabe ist Doch selbst wenn dem nicht so wäre, müßten sie auf die­sem Plan bestehen, weil wir ohne die Herstellung demo­kratisch geordneter Zustände keinen Frieden und kein Brot bekamen, weil ohne eine geordnete, von der VolkS- Mehrheit in ihrer Macht bestätigte und von der Welk anerfannte Zentralgewalt ein Wiederaufbau des Wirt schaftslevens unmöglich ist, weder nach kapitalistischem, noch erst nach sozialistischen Grundsätzen. Sozialismuß V ist Organisation. Desorganisation ist des SozialiSmuS üültmmfter Feind. Das wirtschaftliche Leben muß so umgefchaltet werden, Satz keinen Augenblick eine Stoc­kung eintritt Eure Aufgabe ist eS, die Organisation der sozialen RevuSlik in die Wege zu leiten, nicht sie 4» diktieren. DV WE E kruMMHe &e^tir