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Der VLMichtüNgSMlle ew verblendeten Menschheit. Es ist so stark, weil es den Kaiser als leuchtendes Sinn­bild seiner Kraft über sich steht und mit ihm und für ihn streitet.

So rettet uns der Kaisergedanke aus der furchtbar­sten Not, in der je ein Volk sich befand. Er steht schir­mend mit flammendem Schwert vor jeder friedlichen deutschen Hütte, vor jeder deutschen Frau, vor allen spielenden deutschen Kindern, vor deutschen Feldern und Fluren, vor deutschen Kirchen und Städten, vor deutschem Geist und deutscher Ehre, vor allem, was wir Deutsche sind und haben. Denn das deutsche Kais, das sind wir alle selbst! Das ist unsere Kras unser Halt, und in ihm bleiben wir unbesiegbar!

ertuln rt und

. England unser eigentlichster Ieind.

s Von Dr. Carl Peters.

Wir geben die nachstehenden Ausführungen des verstorbenen Kolonialpolitikers wieder, weil sie überaus bezeichnend sind für seine Einschätzung Eng- " lands.

Der Lauf der Entwicklung dieses Krieges veran­laßt mich, ein Heft über unsere Beziehungen zu Eng­land aus meinen früheren Veröffentlichungen heraus- zugeben. England sümpft gegen Deutschland um seine Monopolstellung auf der Erde, wie ich dies schon vor 28 Jahren vorausgesehen und vorausgesagt habe. Da­her sind auch alle anderen Kampfplätze in Europa bloße Nebenkriegsschauplätze. England niederzuwerfen muß das eigentliche Ziel unserer gesamten Kriegsführung sein.

Diese Tatsache ist auch inzwischen den Massen in Deutschland klar geworden, und es bietet nur die Frage über dasWie" der Ausführung bestehen. . In Flan­dern allein können wir England nicht besiegen. Seine Herrschaft reicht über die Erde, und es hat weite Ge­biete der Türkei sich angeeignet. Diese müssen ihm wieder genommen werden, sonst wird die Welt am Ende dieses Krieges englisch. Die denkenden Deutschen inter­essiert heute die Frage: England oder wir? in erster Linie, wie ich aus zahlreichen Zuschriften und vielen Einladungen zu Vorträgen über dieses Thema aus allen Teilen Deutschlands ersehe.

Mit Italien, Frankreich und den übrigen Bundes­genossen Englands auf dem Festland würden wir uns verständigen können, aber in London herrscht der Z e r - schmetternngswille gegen uns noch heute wie am ersten Tage des Krieges. Und wenn wir dieses Land nicht niederwerfen, wird der Krieg fortdauern Jahr um Jahr. Das habe ich schon 1914 gesagt. Das ganze Volk mit wenig Ausnahmen will drüben den Krieg, und deshalb reden die Staatsmänner in ihrer kriegshetzenden Weise.

Es scheint, daß unsere Uboote, so erfolgreich und nützlich sie arbeiten, in dieser Richtung nichts ändern. Bedauerlich ist, daß nysere Staatsmänner dies nicht einsehen zu wollen scheinen. England kann man nieder­werfen durch eine Invasion oder Aushungerung oder auch durch eine Niederlage am Suezkanal oder in Aegypten. Anders nicht, wie ich dies ebenfalls schon Anfang 1915 dem Großen Generalstabe gegenüber ge­äußert habe. Sonst geKt Deutschland zu Grunde.

Lloyd George redet wieder.

EinVölkerbund" nach vollständigem englischen Sieg.

Zum Dank für feine Ernennung zum Ehrenbürger """ .Mg"cbcster hielt Lloyd George eine Rede über die angeblichen Erfolgendes Vielverbandes. Sie rragi lau wesentlichen den Charakter einer Wahlrede, in der Lloyd George jedem sagt, was er gerne hört, um in die erwünschte Stimmung zu versetzen. Er phantasiert von angeblichen Wahnvorstellungen in Deutschland, schreibt England einen großen Steg zu, lobt Fochs Führung, verbeugt sich vor den Pazifisten, denen er einen baldigen dauerhaften, uns aufgezwungenen Frieden in Aussicht stellt. Natürlich vernichtet er den Militarismus, selbst­verständlich nicht den englischen, sondern den deutschen, stellt sich aber zum Völkerbund skeptisch, ja warnt vor einem, der Deutschland einbeziehen würde. Im übri­gen bildeten das britische Reich und seine Verbündeten bereits einen Bund freier Völker, und.anderefreie" Völker, d. h. die Englands Vasallen sein wollen, wür­den darin willkommen sein. Deutschland aber muß erst die verächtliche Bosheit seiner Regierung verleug-' nen", um Gnade zu finden. Weiter istdie einzige si­chere Grundlage für einen Völkerbund nur ein voll­ständiger Sieg." Deß Brest-Litowsker Frieden verwirft er, die richtige Art des Friedens wird er be= ftinnnen. Auf den Frieden müsse man sich schon im Kriege vorbereiten. t

Beim Frühstück, das der Lordmayor gab, war Lloyd George wieder ganz Kriegsbetzer. Da sagte er:Als ich das letzte Mal in Manchester war, sprachen etnme Leute von Verständigung und sagten: Machen wir den Frieden durch Verhandlungen. Es kann aber feine Verständigung zwischen Freiheit und Tyrarmei geben." Er erhob seine Stimme und beteuerte:Wir wollen weiterkämpfen, bis wir unserm. Willen durchge.setzt haben!" Das war auch der schließliche Zweck seiner Worte.

Clemenceau gegen Verhandlungen.

LautPetit Journal" bezeichnete Clemenceau in Arras Verhandlungen mit dem Feind zurzeit als völlig unmöglich. Das Wort vom Frieden für das nächste Frühjahr führten jetzt Foch und die amerikanischen Re­serven.

Der Kanzler an die Gewerkschaftsführer.

In der Unterredung mit derr Gewerkschaftsführern bernerfte der Kanzler, wie derBoWarts" meldet, die politische Reichsleitung fei mit der Obersten Heereslei­tung vollkommen einig im Erstreben des Verstand: - gungsfriedens. Der Krieg werde nicht eine Minute länger dauern, als zur Verteidigung unbedingt not­wendig. Die bisherigen Friedensangebote Deutschlands seien hohnlachend zurückgewiesen worden. Noch vor vierzehn Tagen habe wüster Chauvmisnms die ganze feindliche Presse beherrscht. Trotzdem, hoffe er zuver­sichtlich, daß wir dem Frieden näher seien, als man all­gemein glaube. Jedenfalls seien Reichsregierung und Heeresleitung einmütig gegen jede Eroberung; darüber geständen feine Meinungsverschiedenheiten und seien seine Befürchtungen nötig. .. , . ,

Zum allgemeinen Wahlrecht könne er nur wiederho­len, daß er damit stehe und falle. Er wundere sich, daß eine Worte bezweifelt würden. Man müsse doch be= «reifen, daß die, bisher maßgebendem Parteien durch die Wahlreform beunruhigt seien. Auch das Herrenhaus jabe seine verfassungsmäßigen Rechte. Aber deswegen weiche er mcht einen Schritt vom gleichen Wahlrecht ab, ntb sobald feststehe, daß darauf keine Verständigung zu erzielen sei, sei er sofort zur Auflösung entschlossen.

Britische Arbeiter an die Arbeiter der Mittelmächte.

In der vor einigen Tagen verbreiteten Wolff-Nach j tet über die Entschließung des englischen Gewerschafts- ; grosses zur Friedensfrage rvar durch einen tetegra- ! scheu Uebermittelungsfebler der erste Satz verstiun- lt. Er lautet richtig:Der Kottgreß bestätigt die i

Entschließung des Kongresses-zu Blackpool und ersucht um eine Erklärung der Kriegsziele der Arbeiter und sozialistischen Parteien der Zentralmächte als Ant­wort auf die Krtegsziele der interalliiertem Konferenz in London, die fordert...."

Die Politik der Reichstagsmehrheit.

Mi Berlin, 14. September. (T. U.) Die interfrak­tionellen Besprechungen im Reichstag wurden gestern nachmittag von 2 bis 5^ Uhr fortgesetzt. Während es sich tags zuvor um eine allgemeine Aussprache um die großen schwebenden Fragen handelte, wurden gestern mehr die Einzelheiten und die Frage der taktischen Be­dingungen drörtert. Im einzelnen stellt die Bossische Zeitung fest, daß die Mehrheitsparteien in den Grund­fragen an ihrem alten Standpunkte festhalten, daß die Zukunft und die Regierungsform der Randstaaten lediglich aufgrund des Selbstbestimmungsrechts der Völker zu entscheiden sei. Im Übrigen gelte die Juli- resolution, an deren Grundgedanken die Mehrheft stets festgehalten habe, auch weiterhin als Grundlage der Mehrheitspolitik. Von den inneren Fragen wurde die Wahlrechtsfrage ganz besonders eingehend er­örtert. Die Mehrheitsparteien sind der Ueberzeugung, daß es Ausgabe des Reichstages ist, die preußische Po­litik entscheidend zu beeinflussen. Diesem Zwecke sollen Richtlinien dienen, in denen eine fest umrissene poli­tische Stellung festgelegt wurde, die ein einheitliches Vorgehen der Mehrheit sichern soll. Der Reichstag halte es für seine Pflicht, Politik zu machen und ein entsprechendes Matz von Verantwortung auf sich zu nehmen.

Die Unabhängigen für Reichstags-Ei«ber«f«ng.

Berlin, 14. September. (T. U.) Die Frakttorr der unabhängigen Söziäldemokraten hat in chrer Sitzung am 11. und 12. September einmütig beschlossen, ihrem Vorstand den Auftrag zu geben, die sofortige Einberu­fung des Reichstages zu beantragen.

Eine Rede Dr. Solfs in Jena.

^ Jena, 14. September. (T. U.) Staatssekretär Dr. Solf wird am 10. November auf Veranlassung der Geographischen Gesellschaft im Jenaer Volkshaus einen Vortrag über die Zukunft unserer Kolonien halten.

Das Herrenhaus zur Nede v. Payers.

\^\ Berlin, 13. September. (V. Z.) In der Wahl- rechtskommifsion des preußischen Herrenhauses wurde heute die Rede des Vizekanzlers von Payer, soweit sie sich auf die weitere Behandlung der Wahlrechtsfrage bezog, einer Besprechung unterzogen, wobei von ver­schiedenen Seiten aufs schärfste der Standpunkt vertre­ten wurde daß in dieser prenßischeu Angelegenheit ein derartiges Eingreifen einer Reichsstelle nnzuläfsig sei. Von Seiten der Regierung wurde diesem formalen Ein- wand die Berechtigung nicht vollständig abgesprochen, zugleich aber energisch die fachliche Uebereinstimmung über die Notwendigkeit einer beschleunigten Erledigung hervoraehoben.

Die Wichtigkeit der 9. Kriegsanleihe.

Der bayerische Minister des Innern, von Brett- reich, hat in seiner Rede vor den christlichen Bauernver­einen, über die wir kurz berichtet haben, auch über die Wichtigkeit der 9. Kriegsanleihe gesprochen. Er sagte: Schorr jetzt liegen außerordentlich große Voranmeldun­gen für die kommende Kriegsanleihe vor. Die poli­tische Wirkung des

ist außerordentlich wichtig. Ein neuer Sieg der Heimat würde gerade jetzt, wo der Mut und der uebermut der Feinde stark gewachsen ist, mit dazu beitragen, ihre hoch­gespannten Hoffnungen und Erwartungen herabzu- drücken und unsere Gegner dadurch dem Frieöensgedaii- ken näherzufttbren. Die 9. Kriegsanleihe soll ein Prüfstein sein für unseren Willen zur Selbsterhal­tung und für unser Selbstvertrauen. Bis die Feinde mit uns einen gerechten, ehrlichen Frieden schließen wollen, haben wir alle, Soldaterr und Bürger, Bauern und Arbeiter, so hart es ist, keine andere Wahl, als das Letzte herzugeben für die Verteidigung des Vaterlandes.

Kriegsallsrlei.

Staatssekretär Dr. Solf traf in Sofia ein. Er ließ einen Kranz auf dem Grabe der Königin Leonore nie- derlegen.

Aus Ostafrika meldet Reuter: Am 6. September holten wir mit zweien unserer Abteilungen die Feinde ein und griffen sie bei Angures an dem oberen Lurio- fluß. 250 Meilen westlich des nordwestlichen Postens von Mozambiaue an. Wir trieben sie mit schweren Ver- lusieu an Toten und Verwundeten nach West.

Der Landesverräter Johnny Brandt, auf den in Aufrufen der Generalkommandos aufmerksam gemachr wurde, ist verhaftet worden. Der Mann wurde als eine schwere Gefahr für unser Land bezeichnet. Für feine Wiederergreifung rvar eine Belohrrung von 3000 Mark ausgessetzt. Nun ist es gelungen, den Verbrecher in einer Höhle bei Kirchweibe in der Nähe von Brerneu zu verhaften. In der dortigen Gegend wurde viel Vieh gestohlen, das auf den Feldern abgeschlachtet wurde. Die Gendarmerie war eifrig tätig, die Spitzbuben zu erwi­schen, und fand eine Spur, die zu der Annahme führte, daß die Dieb in dem Walde bei Kirchweihe Hausen muß­ten. Der Wald wurde abgesucht. Man fand eine Höhle, in der Zwei Äse hausten, die sofort verhaftet wurden. Erst später hat sich herausgestellt, daß der eine der Ver­hafteten der gesuchte Brandt ist. Er hatte sich die Haare schwarz gefärbt und sah aus mte ein Zigeuner.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat gegen die­jenigen. welche bet dem Fliegerangriff am 12. August auf der Bockenheimer Landstraße Unterstand Suchen­den die Häuser uicht geöffnet haben, ein Verfahren ecn- geleitet, und zwar, soweit es sich um Verletzte oder Tote handelt, auch wegen fahrlässiger Körperverletzmrg oder Tötung. Dies Vorgehen gegen die liebenVolksge­nossen^ von der Bockenheimer Landstraße wird allge­mein im Lande gebilligt rverden.

Politifdie Riindfdiau.

Die Thronfolge im Herzogtum Anhalt geht nach einem veröffentlichten Erlaß auf den siebzehniahrlgen Prinzen Joachim Ernst, den ältesten Sohn des. verstor­benen Herzogs Eduard, über.. Wahrend der Minderjäh­rigkeit des Ärzogs führt Prinz Aribert von Anhalt die Regentschaft.

Die neue staatliche Teuerungszulage in Bayern wird 250 M. und das volle Monatsgehalt betragen. Sie müß mindestens 500 und darf nicht mehr als 1000 M. erreichen. Bon dieser Zulagen summe wird für jedes Kind ein Betrag von 10 Prozent gewährt. Die Ruhe- gehaltsempfünger bis zu einem Ruhegehalt von 8,00 M. sollen ein Vielfaches der lauseriden monatlichen Teue- rungSzulagen als einmalige Altszahlung erhalten.

Die Sterblichkeitsziffer iu Deutschland ist im Jahr 1918 erheblich günstiger als im Jahre zuvor, eine Tat» sache, die freudig zu begrüßen ist..

Eine Erhöhung der Kartoffelratio« in dies«! Wirtschaftsjahr sollte, wie anfänglich gemeldet wurde Staatssekretär von Waldow in der Unterredung mL den Gewerkschaftsführern ganz abgelehnt haben. Dal ist aber, derVoss. Ztg." zufolge, unzutreffend. Dei Staatssekretär lehnte lediglich mit Entschiedenheit ab einer Erhöhung der Wochenration auf zehn Pfund zm zustimmen. Eine endgültige Festsetzung der Kartoffel­menge pro Kopf und Tag wird erst im Oktober erfol­gen. Es ist wahrscheinlich, daß eine Steigerung der jetzigen Pfundration erfolgen wird. Uebrigens läßt das bessere Ergebnis der Körnerernte auch eine gestei­gerte Ausgabe an Nährmitteln zu. Doch wird derer Verteilung zweckmäßig im Laufe des Winters erfolgen da jetzt ausreichend Herbstgemüse zur Verfügung steht

Die gleichen Nahruugsmittelmeugen wie bisher werden wir, wie aus Berlin berichtet wird, voraussicht­lich. im kommenden Jahre erhalten. Damit würde, wi< von zuständiger Seite erklärt, wird, das erreicht werden, was im fünften Kriegsjahre billigerweise erwartet wer­den konnte.

Die österreichischen Steuerentwürfe werden gegen­wärtig im Finanzausschuß des österreichischen Abge­ordnetenhauses beraten. Es besteht der Eindruck, daß eine Mehrheit für das Regierungsprogramm nicht vor­handen ist. Die Opposition setzt sich aus den vereinigten Slawen, den Sozialdemokraten und den Deutsch-Radi­kalen zusammen.

Schweres Eisenbahnunglück in Holland.

Aus Amsterdam wird berichtet: Den Blättern wirk gemeldet, daß der Schnellzug von Apeldoorn, der um 10,10 Uhr vormittags aus der Station Hilversum ab- fährt, auf der letzten Station vor Amsterdam, Weesp, entgleist ist. Nach den letzten Nachrichten sind 40 Tote und 100 bis 150 Verwundete zu beklagen. Das Unglück scheint das schwerste zu sein, das sich in Holland jemals ereignet hat. Es entstand dadurch, daß der eini­germaßen hohe, von den letzten Regengüssen durch­weichte Bahndamm vor der Brücke über den Mer- wede-Kanal die Last des schweren Zuges nicht auszuhal- ten vermochte und nachgab. Die Lokomotive des Zuges blieb auf der Briicke stehen. An ihr hing der erste Wa­gen über dem weggesunkenen Teil des Dammes. Die dahinter befindlichen fünf Personenwagen und ein Gu­terwagen sind abgestürzt. Militär und eine große An­zahl von Aerzten wurden zur Hilfeleistung aufgeboten.

M4 Rotterdam, 14. September. (Eig. Drahtn.) Der Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet noch über die Eisenbahnkatastrophe bei Weespe: Bisher wurden 50 bis 60 Leichen geborgen. Insgesamt find vermutlich etwa 100 Personen getötet worden. Der Damm ist auf einer Strecke von wenigstens 100 Metern eingestürzt. Bei der Ankunft der ersten Berwundetenschiffe tx Am­sterdam ereigneten sich erschütternde Szenen.

VermiTdifes«

Die Altkleidersammlung erreicht am heutigen Sonn­abend irr Grotz-Berlin ihr Ende. In der Provinz sind die Sammlungen größtenteils abgeschlossen. Das Er­gebnis für das Reich soll rund 850 000 Anzüge betragen, jodatz an der anstluLlich als unumgänglich notwendig bezeichneten Zahl von einer Million etwa 150 000 fehlen.

Der Dichter Max Dauthendey ist, laut einem Tele­gramm des deutschen Konsuls in Java auf Java gestor­ben. Dauthendey war bei Ausbruch des Krieges in Asien und begab sich nach Suumtra, um dort die Er­laubnis zur Heimkehr, er war damals 47 Jahre alt, abzuwarien. Trotz aller BemübuMgen der Freunde des Dichters im neutralen Ausland ist es nicht gelungen, Dauthendey, der im Dampfbad-Klima der holländischen Kolonien schwer litt und sich im Heimweh nach Deutsch­land verzehrte, das Freigeleit der englischen Regierung zu erwirken. Dauthendey stammte aus Würzburg.

Der NorSwestdentsche Zeituugsverleger-Verein hat sich einstimmig dahin ausgesprochen, daß eine Erhöhung der Bezugs- und Änzeigen-Preise der Zeitungen um etwa 20 Proz. unumgänglich notwendig sei. Die han noverschen Blätter erhöhen demgemäß ebenfalls ihre Preise. Der erhöhte Bezugspreis tritt am 1. Oktober, der erhöhte Anzeigenpreis sofort in Geltung.

Ei« Mordanfchlag auf einen Pfarrer wurde in Sensburg (Ostpreußen) verübt. Dort zog am letzten Sonntag ein Mann einen Revolver und schoß auf den Pfarrer Großmann, der gerade die Verteilung des Abendmahls vornahm. Pfarrer Großmann erhielt einen Schutz durch die linke Schulter. Der Täter ist ein geistesgestörter Besitzer aus der Umgebung.

He ieres vom Tage. Vor dem Ausrücken zum Schie­ßen bielf unser Korporalschaftsführer noch eine Beleh­rung und meinte:Leute, Ihr wißt, ich bin ein herzens­guter >: erC ein Lamm, eine Seele von einem Menschen aber im Dienst, da bin ich ein Vieh'K, und ich bin immer sin Dienst." In einem Pariser Hotel verlangt ein Reisender ein absolut ruhiges Zimmer.Ja, mein Herr," sag e der Oberkellner achselzuckend,wegen der absoluten Ruhe müssen Sie sich an Hindenburg wendest." (Jugend".)

Weitere Drahtnachrichten.

Deutschland und Spanien.

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o-^' Wien, 14. September. (T. U.) Wie die Neue ^retc Presse berichtet, steht eine vollständige Entigung zwischen Teuschsand und Spanien bevor. Wenn au» vielleicht ein endcnltrger Abschluß der Verhandln« noch nicht ersichtlich sei, so könne man doch heute ß sagen, daß die Meinungsverschiedeicheiten zwischen beiden Mäwten aus der Welt geschafft seien.

Die amerikanischeFreiheitsmaschine"^

W>! Haag, 14. September. (Eig. Drahtn.) Der seit lamwn beabsichtigte Flug von Chicago nach Newymk mit der neuen sogenannten Freihertsmaschine wurde bei dreimaltaem Aufenthalt ausgeführt. Er begann bei strömendem Regen und dauerte 6 stunden 40 Minuten.

Wunsch Rigas hinfichtlich Polnisch-Livlands.

^ Königsberg, 14. September. (T. U.) Die Stadt, verordueienversmnmlung von Riga nahm einsnmrmg einen Antrag an, den Stadthaupftnann zu erhuben, in I geeigneter Weise der deutschen Rogterung derr WnM ' der Vertretung von Riga zu übermitteln, daß Polmsch- Livland als von Rutzland losgelöst und dem baltischen Staat angegliedert erachtet werde. Der Anrraa wird : damit begründet, daß der Anschluß Polmsch-Ävlamdo nicht nur geschichtlich berechttgt, sondern auch von we- selltlichem ivirtschaftlicben Jntere,se, inbesondeve für den ; Handel Rigas sei.