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SeneralseltmarfchÄl u. Eichhorn und sein Adjutant ermordet.

[ Aus dem großen Hauptquartier. j

-^ Großes Hauptquartier, 30. Juli 1918. (Amt­lich. WTB.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Ruppreebt.

Rege nächtliche Erkundnugstätigkeit. Teilangriffe der Engländer i« Gegend Merris (nördlich der Lys) üttd beiderseits von Ayette (südlich von Arras) wurden abgewiesen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Au der Kampffront griff der Feind «nsere neuen Linien nördlich des Ovrcq nnd unsere Stellungen auf den Waldhöhen südwestlich von Reims mit starken Kräf­te« an. Franzosen, Engländer und Amerikaner wnrden unter schwerste« Berlnsten für den Feind auf ihrer gan­ze« Angriffsfront znrückgeworfen.

Der Schwerpunkt des feindlichen Angriffes war gegen die Front Hartennes-Fere- eu-Tardenois ge­richtet. Hier stürmten dichte Angriffswellen des Gegners am Bor- und Nachmittag immer wieder von neuem an. Bor und an unseren Linien, teilweise tu unserm Gegenstoß brach ihr Ansturm Zusammen. Am Nachmittag dehnte der Feind seine Angriffe über Fcre-en-Tarde«ois nach Oste« bis zum Walde von Men- uiere ans. Sie hatten ebensowenig Erfolg wie die Teil­angriffe, die er am Morgen im Walde von Menniere in breiter Front westlich von Bille-eu Tardenois führte. Südwestlich von Reims wiederholte der Feind zwischen Chambreen nnd Brigny, an einzelne« Stellen bis zu 5 Male», seine Angriffe nnd setzte sie bis zum späten Abend in heftigen Teilangriffen fort. Er wurde über­all abgewiesen.

In der Champagne vertrieben wir südlich vom Fichtelberge den Feind aus Gräben, die er seit seinem Vorstoß am 27. Juli noch besetzt hielt, und nahmen einen feindlichen Stützpunkt nordöstlich vo« Perthes.

Leutnant Löwenhardt errang seine« 46. Luftsieg.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludeudorff.

Der deutsche Adendbericht.

Berlin, 30. Juli. (WTB. Amtlich.) Nach seiner Niederlage am gestrigen Tage verhielt sich der Feind deute rnhig.

Die Kämpfe an der neuen Front.

Berlin, 29. Juli. (WTB.) Mit starken Kräften ist am 29. Juli der Feind aufs neue gegen die jetzige deut­sche Front angerannt und hat sich wiederum eine schwere, blutige Schlappe geholt. Wie seinerzeit Marschall Haig in Flandern und General Nivelle an der Aisne, setzte sich auch an der Kampffront zwischen Soissons und Reims die alte starre Kampfmethode des Verbandes fort, die lediglich dazu führt, seine an und für sich so ungeheuren

Nach einer o Uhr vormittags begonnenen Artillerievorbereitung griff der Feind in dichten Wellen und mit starken Kräften unsere Front südlich Harteunes am Sein Angriff brach hier völlig unter schweren Ver-

lusten zusammen. Am

lolte er mit

frischen Kräften seinen Vorstoß, der ebenso erfolglos blieb. Gleichzeitige englische Angriffe nordöstlich Oulchy- le-Cbateau wurden glatt abgewiesen. Gegen 10 Uhr Abends nochmals vorgehende feindliche Infanterie mußte bereits vor unseren! Maschinengewehrfeuer zurückgehen.

Bet dem vergeblichen Anrennen beiderseits Fere-en- Tardenois, das sich bis in die Abendstunden hinein wie­derholte, brachten wir im Gegenstoß 2 Offiziere und 70 Mann an Gefangenen ein.

Französischer Heeresbericht vom 29. Juli, abends.

Der Tag war durch sehr heftige Kämpfe an der ganzen Front nördlich der Marne gekennzeichnet. Der Feind, dessen Widerstand sehr zugenommen hatte, bestritt uns das Gelände Schritt für Schritt und versuchte uns durch zahlreiche Gegenangriffe zurückzuwersen. Unsere Trup­pen schlugen indessen alle Sturmangriffe zurück und «drangen aufs neue vor. Am Rande des Dörfes Bu- cany haben die Schotten sich des Parkes und des Schlos­ses bemächtigt und haben ihre Stellungen trotz allen Anstrengungen der Deutschen, sie daraus zu vertreiben, behauptet. Nördlich von Plessier-Mühle und Oulchy le Chateau überschritten wir die Straße nach Chateau- Thierry. Wir haben Grand Rocoy und Cugny erobert und nahmen in glänzendem Anlauf den Chalmont- Hügel. 450 Gefangene blieben in unserer Hand. Aus

Edith Büvknees Liebe.

Roman von Fr. Lehne.

34) (Nachdruck verboten.)

Lucian war der Komödie manchmal herzlich über­drüssig, und mit Sehnsucht gedachte er der schlichten Abende bei Bürkners, die doch so anregend gewesen waren.

Er sehnte sich zuweilen unbeschreiblich nach Edith In ihrer herzerquickenden Natürlichkeit und nach Thank- mar, der immer so lustig und guter Laune war und dem er manches zu danken hatte, trotzdem er soviel Jahre mehr zählte als der Primaner.

Es war doch nicht so leicht und Geld und Glück liegen selten beieinander.

Ihm graute beinahe, wenn er an seine Hochzeit dachte, die im Mai stattfinden sollte.

Für seinen Treubruch an Edith war er schwer ge­nug gestraft durch den Zwiespalt, in dem er sich befand. Seiner offenen, sonst jeder Verstellung abholden Natur war es nicht leicht, die Rolle eines zärtlichen Lieb­habers zu spielen: manchmal faßte ihn sogar ein förm­licher Ekel den Mund seiner Braut zu küssen, den sie ihm immer gar so bereitwillig bot.

Im Anfang war es wohl ein leichtes, glückliches Ge­fühl gewesen, frei von allen Schulden zu sein.

Er hatte gar nicht mehr ein noch aus gewußt, da er nicht im mindesten zu rechnen verstand. Die Mahnun­gen des Srhueiöers waren ihm unerträglich geworden: manches andere war noch dazu gekommen, und zuletzt hatte man ihm gar mildem Gerichtsvollzieher gedroht. Alles war aus ihn eingestürmt!

Und Edith konnte er von seinen Sorgen auch nicht »iel sagen: sie hätte ihm auch nicht helfen können!

Da waren nun die häufigen Einladungen von Hilde- wandts, die ihn so auffallend bevorzugten und ihren Reichtum so offensichtlich zur Schau, trugen, gekommen.

^^ Wien, 30. Juli. (WTB.) Amtlich wird ver- lautbart.^ italienischen Kriegsschauplatz wirkungs­loser feindlicher Fenerüberfall nnd Störungsfeuer ge­gen rückwärtige Räume. Oberleutnant Lonke-Crawford erzielte seinen 27. Lustsieg. .

Au der albanischen Front erneuerte der Fern- seine starken Angriffe gegen unsere Stellungen am südlichen Semini-Ufer und auf dem Höhenrücken des Mau-Sno- ves. Bon unseren Truppen, die teils im zähen Wider­stand, teils in tapferen Gegenangriffen alle Anstrenmtn- gen des Angreifers zunichte machten, verdient das B«- dapefter Bataillon Nr. HI/29 besonders hervorgehoben M werden.

Der Chef des Generalstaves.

dem rechten Ufer des Ourcq erweiterten wir unseren Geländegewinn nördlich von Fere-en-Tardenois und drangen in Sergy ein. Weiter südlich siel Roucheres in unsere Hand. Aus unserem rechten Flügel überschrit- ten wir die Straße DormansReims südlich St. Eu- phraiseVillers Avronne und gewannen westlich von Bligny Boden. In der Champagne blieb ein deutscher Angriff in der Gegend südlich Mont Sans Nom ohne Erfolg.

Französischer Nachmittagsbericht vom 30. Juli.

Bon der Front nördlich der Marne ist im Lause der Nacht kein wichtiges Ereignis zu melden.

Berlusireiche englische TeUangriffe.

Berlin, 30. Juli. (WTB.) Die Englärrder, die seit Beginn der Fochschen Offensive an der britischen Front an vielen Stellen täglich verlustreiche kleinere Teilan- OTiffe und Borstöße unternahmen, haben diese Tätigkeit auch am 29. Juli fortgesetzt, ohne irgendwelche Erfolge erringen zu können. Hierdurch stiegen lediglich ihre blutigen Verluste. So wurden am 29. Juli bei Mer- ris, bei Ableinzeville und an der Signy-Ferme sowie beiderseits Ayette feindliche Vorstöße unter schweren Feindverlusten restlos abgewiesen und mehrfach Ge­fangene eingebracht.

Die Ergebnisse des vierten Kriegsjahres.

Die Leifturrge« des deutsche« Heeres während des vierten Kriegsjahres kommen in folgende« Zahlen zum Ausdruck: Den Feinden wurden entrissen nnd von deutschen Truppen besetzt: im Osten 198,256 Qnadratklm., in Italien 14 423 Qnadratklm., an der Westfront 5 323 Quadratklm., wobei das an der Marne geräumte Gebiet abgerechnet ist, im ganzen also 218 002 Quadratkilometer. Ferner halfen unsere Truppen vonr Feinde bezw. vo« räuberischen Banden säubern: in Finnland 373 602 Qnadratklm., in der Ukraine 452 033 Quadratkilometer, in der Krim 25 727 Qnadratklm.

An Beute wurde eingebracht: 7000 Geschütze, 24 600 Maschinengewehre, 751972 Gewehre, 2 867 500 Schutz Artilleriemunitio», 102 250 900 Schutz Jufanterie- mnnitiou, 2000 Flugzeuge, 200 Fesselballone, 1705 Feld­küchen, 300 Tanks, 30W Lokomotiven, 28 000 Eisünbahu- wagen, . *&&&£***

Die Zahl der im vierten Kriegsjahr gemachren Ge­fangenen belänft sich auf 838 500, somit hat die Ge- samtgefangeuenzahl die Höhe von nahezu 354 Millionen erreicht.

Der Gefangenenaustausch mit Frankreich.

Der Austausch im Gange.

In der Bevölkerung ist eine gewisse Beunruhigung durch Gerüchte entstanden, denen zufolge die Behand­lung der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich sich in letzter Zeit besonders verschlechtert habe, und der Gefangenenaustausch ins Stocken geraten sein soll. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, gehen diese Gerüchte und Besorgnisse wegen schlechter Gefangenen­behandlung auf Vorgänge zurück, die schon etwa vier Wochen und noch länger zurückliegen. Nachrichten und Beschwerden sind in dieser Hinsicht in letzter Zeit nicht zur Kenntnis der berufenen Stellen gelangt. Auch der Austausch der Gefangenen ist gegenwärtig im Gange. Man hofft, dauernd jeden Monat 8000 Kriegsgefangene beiderseits austauschen zu können. Insgesamt handelt es sich auf beiden Seiten um je 120 000 Gefangene. Schon daraus ergibt sich, daß der Austausch jedenfalls längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Die auf neu­tralem Gebiet Internierten werden verhältnismäßig schneller heimkehren, zumal bei ihnen auch die Schwie­rigkeit der Ablösung und des Ersatzes durch andere Ar­beitskräfte nicht vorliegt. Zu einer Beunruhigung ist gegenwärtig also kein Anlaß vorhanden.

Er folgte ihnen, und es ging immer hoch her in der Familie.

Der alte Hildebrandt verstand so herrliche Bowlen und in einer solchen animierten Stimmung war er dann wohl Martha Hildebrandts Bräutigam geworden.

So mußte es wohl gewesen sein anders nicht, -achte er jetzt, und nun hieß es, sich drein finden, so gut es ging.

Und er bedurfte eines gewissen Wohllebens, wenn seine Kunst gedeihen sollte.

Schließlich war es auch ein ganz angenehmes Ge­fühl, beruhigt schlafen zu können, ohne mit Sorgen an den kommenden Tag zu denken!---

9.

Zu ihrem Erstaunen las Edith eines Abends in der Zeitung, daß demnächst also noch vor Schluß der Saison im Stadttheater ein Schauspiel, betitelt Charlotte Lkrondorf", seine Uraufführung erleben würde, und daß der Verfasser desselben der beliebte Kon­zertmeister der städtischen Kapelle, Lucian Waldow, sei, der nun auch auf dem Felde des Dramas Lorbeeren zu pflücken gedächte, die ihm schon in so reichem Maße in seinem Berufe beschieden seien.

Also nun war es so weit!

Das war ja schnell gegangen! Aber er hatte ja jetzt ohne Sorgen schaffen sönnen, da war es freilich kein Wunder! *

Edith trug das Zeituugsblatt zu Thankmar, der in seinem Zimmer saß und eifrig arbeitete; denn er stand im schriftlichen Examen. Den lateinischen Aufsatz hatte er schon hinter sich.

Bei ihrem Eintritt blickte er auf.

Was gibt's denn, Schwesterchen?"

Sie reichte ihm die Zeitung.

Da, lies," sagte sie und bezeichnete ihm den Artikel, den sie soeben gelesen.

Thankmar überflog die Worte, dann lachte er.

Das neue Mental

^ Kiew, 30. Juli. (Amtlich. T. U.) Gegen Generalfel-marschall von Eichhorn und seinen per« sönlichen Adjutanten Hauptmann von Dretzler wur-< 2 Uhr nachmittags auf dem Wege vom Kasino zur Woh^ nung in deren «nmittelbaren Nähe durch einen in eine, Droschke an sie heranfahrenden Mann ein Bomben, attentat verübt. Beide sind sehr schwer verletzt. Alten, täter und Kutscher sind verhaftet. Die bisherigen Fest, stellungen denten auf die Urheberschaft der sozialrevo, lntionären Partei in Moskau hin, hinter der erfahrungs­gemäß -er Verband steht.

Später wird amtlich gemeldet, -atz Generalfeldmar» schall von Eichhorn nnd sein Adjntaut abends um 10 Uhr ihren Verletzungen erlegen seien.

Der Kaiser an Generalfeldmarschall von Eichhorn.

!^ Berlin, 30. Juli. (Amtlich. T. U.) Seine Majestät der Kaiser hat an Generalfeldmarschall von Eichhorn folgendes Telegramm gesandt:

Mein lieber Generalfeldmarschall! Mit Ent­rüstung und tiefem Bedauern erhalte ich die Mel­dung von dem verabscheuungswürdigen Verbreche«, das gegen Sie nnd Ihren Adjutanten begangen wurde. Seien Sie meiner aufrichtigen, herzlichen Teilnahme versichert! Ich hoffe und wünsche zn Gott, daß Ihnen bald Wiederherstellnng beschiede« sein möge. Er erhalte Sie «ns und dem Vaterländer Mit herzlichem Grntz Ihr wohlgeneigter König Wil­helm."

Pressestimmen.

$-*< Berlin, 31. Juli. (T. U.) Das Berliner Tage­blatt schreibt zu dem Attentat: Es liegt nahe, den Kie- wer Mordanschlag mit der Ermordung des Grafen Mir- bach in Parallele zu stellen und das Attentat mit dem anderen in Zusammenhang zu bringen. Weil schon die Fäden des Moskauer Attentates nach dem ukrainischen Boden führten, ist der Schluß gegeven, daß die beiden Anschläge ein und derselbe gegen die deutsche Politik in der Ukraine und gegen den Friedensschluß von Brest- Litowsk gerichtete Plan sind. Der Teil des Planes, zu dem in Moskau das Signal gegeben werden sollte, ist gescheitert. Dem verdienten General aber, der das Op- fer eines so verabscheuungswürdigen Verbrechens ge­worden ist, dürfte sich bie lebhafteste Sympathie und Teilnahme aus dem Vaterlaude zuweuden, auch seitens derer, die unserem Vorgehen in der Ukraine von An­fang an nur mit schwerem Bedenken gefolgt sind.

Die Morgenpost bemerkt: Die Treibereien in Ruß­land und Mörderbanden, welche den Zwecken der En­tente dienen, werden noch weitere Opfer von uns for­dern. Aber wie groß auch die Zahl dieser Opfer sein möge, wie im Westen, so werden wir auch im Osten auf dem Posten sein und Anschläge unserer Feinde zuschan- deu machen.

Der Lokalanzeiger sagt: Hier handelt es sich um bs- stellte Arbeit wabmmüiaer Mordbuben, um Die gleicheN

Welche - -4^WMUM^ÄWem Altchitat gegen Grafen Mirbach tragen. Ihrer Strafe werden sie «ichs entgehen. Das deutsche Volk aber wünscht dem schwer- verletzten Helden und seinem Adjutanten von ganzem Herzen völlige Wiederherstellung.

Ausweisung Miljukows aus der Ukraine.

Aus Kiew wird berichtet: Der ukrainische Mini­sterrat beschloß nach lebhaften Aussprachen, Miljukoni und seine Parteigänger unter Polizeiaufsicht zu steifer und nächstens aus der Ukraine auszuweisen.

Räumung Petersburgs»

Cholera und Hungersnot.

Die Petersburger ZeitungNutzki Ltstok" druckt einen Aufruf des Petersburger Kommanbanteu ab. Alle Stadtbewohner, die nicht unbebingt in Petersburg gefesselt sind, sollen sich unverzüglich entfernen, da in­folge -er Cholera und Hnngersnot sich -ie verzweifelte Lage der Stadt täglich verschlechtert.

Aus Sibirien nn- Turkestau.

Die Lage in Sibirien ist nach wie vor ungeklärt. Es droht, wie verlautet, der Vormar" " ' nischer Truppenmassen, die sich in der l versammeln.

Die Mohammedaner Turkestans haben einen Hilfe-

rsch starker japa- Mandschurei ver-

Warum lachst Du, Thankmar?" fragte sie erstaunt.

Nun, ich meine, es ist unmöglich, daß er was Ge­scheites zustande gebracht hat! Es ist sicher nur Protek- zu brauen: Waldow trank mehr als ihm gut war tion, daß das Ding überhaupt einstudiert wird, weil e® eben Waldow ist"

Traust Du ihm das nicht zu?"

Nee," sagte Thankmar trocken und lehnte sich in seinen Stuhl zurück.Nee, das liegt auf einem ganz anderen Gebiete: dazu gehört mehr, wenn man ein Schauspiel, ein gutes, schreiben will, als Violinespielen und ein Paar hübscher blauer Augen. Paß mal auf, Dita, wir erleben da den schönsten Theaterskandal."

Denkst Du?" »

So sicher ich hier vor Dir sitze! Ich will's zwar dem schönen Lucian nicht wünschen, daß er durchrasselt wer weiß, ob mir jenes Schicksal nicht auch beschieden ist! ober ein kleiner, heilsamer Dämpfer, könnte sei­ner Künstlereitelkeit nicht schaden: denn eitel und sehr von sich eingenommen ist er doch, das kannst Du nun mal nicht bestreiten!"

Tue ich auch nicht: ich war niemals blind gegeu seine Fehler!"

Gestern traf ich ihn übrigens. Er schloß sich mir ohne weiteres ein Stück des Weges an und erkundigte sich sehr eingehend nach allen Mitgliedern der Bürkner- schen Familie. Du, weißt Du, Dita, wie 'n glücklicher Bräutigam sah er nicht ans!"

Warum sollte er nicht? Ueberhaupt interessier! mich das gar nicht," sagte sie ruhig.Nun will ich Dich aber nicht länger stören. Wärst Du nur erst fertig, ar­mer Juuge, mußt Dich so. plagen!"

Zärtlich strich sie über feinen Kopf.

Das ist das wenigste ohne Fleiß kein PreiS!'

Aber dann, Thankmar dann?" Bang tlan< ihre Frage.

(Fortsetzung folöt.).