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Unsere SeWWM an der Marne.

Von unserem militärischen Mitarbeiter wird uns geschrieben:

Was sich jetzt an unserer Kampffrorü im Westen voll­zieht. muß als der zweite Akt der mit dem 27. Mai neu begonnenen deutschen Offensive gelten. Die Durchsto- ßuna der feindlichen Linien ist in einer Tiefe von mehr als 50 Kilometer in der Richtung auf die Marne hin erfolgt. Nunmehr handelt es sich darum, den erzielten Durchbruch strategisch auszuwirken, ö. h. ihn nach den Flanken hin so au erweitern, daß dem Gegner jede Möglichkeit genommen wird, durch stark massierte An­griffe gegen die Schenkel des vorgetriebenen Keils den erzielten Raumgewinn des Angreifers zu gefährden. Wann der Zeitpunkt gegeben ist, wo die Vorwärtsbe­wegung einzuhalten ist, um die Verbreiterung des Ope- rutiosraumes frontal zu den Schenkeln üurchzufüüren, hängt je von den Umstanden, von den örtlichen Ver- Hällnissen, der Starke und dem Angriffspunkte der feindlichen Gegenoffensive sowie natürlich auch von all­gemeinen strategischen Erwägungen ab. Man darf nämlich dabei nicht außer acht lassen, daß durch die Vor- tragung des Angriffes in so steiler Form, wie dies aus der Richtung von Laon geschehen ist, sich automatisch die Kampffront über ein ganz Beträchtliches verlängert: während die Basis, von der aus unsere Offensive be­gattn, nur etwa 40 Kilometer betrug, ist sie jetzt auf etwa 120.Kilometer angewachsen. Die elementare Oeko- nomie der Kräfte verlangt aber, daß die auf diese Weise elastisch Mseinander gezogene Front, wenn nicht wie­der gekürzt, so doch mindestens nicht einer weiteren Spannung ausgesetzt wird.

Aber auch andere Momente können bei einer An- arifssänöerunq eine bestimmende Rolle spielen, so be­sonders der sich versteifende Widerstand auf einem der Keilschenkel und die dadurch bedingte Gefahr einer Flankierung der an der K eilspitze operierenden Gruppen. Diese Notwendigkeit der Schaffung eines Hinreicheltden Flaukenschustes unserer bis an die Marne vorgestoßenen Korps ergab sich zunächst auf unserem westlichen Flügel, wo General Petain alle ihm in den Nachbarabschnitten zur Verfügung stehenden Kampfmittel zusarmnenraffte, um sie. entsprechend dem Operationsplane des Generalis­simus Foch, zum Gegenangriff im Raume von Soissons einzusetzem Ob sich dieses naheliegende Mittel, dem deut­schen Vorwärtskommen Schwierigkeiten zu bereiten, als strategisch richtig erweisen wird, muß abgewartet wer­den, bis sich die Folgen unseres Vormarsches zu beiden Seiten des Ourca übersetzen lassen werden. Einstweilen kann Foch der Gegenstoß bei Soissons höchstens eine ge­wisse taktische Erleichterung bringen. In dem Maße, wie die Armee Hutier an der Oise an Boden gewinnt und unsere an der Ourca operierenden Truppen in west-

SttonMuiip in AMbehörks. § Königliche Lberförfterei Hersfeld

!s

WeiMMtckilmz fit ist Woche um 10. bis 16. Im 1918.

Am Donnerstag den 13. kommen für alte Leute über 65 Jahren gegen besonderen Ausweis der Karten-

Zvrielmll

ß Paket 40 Psg., zur Verteilung. Die Ausweise können in der Kartenausgabestelle in Empfang genommen werden.

Verkäufer: I. H. Otto, Sophie Rehn, E. Hirsch- berger und G. W. Schimmelpfeng.

Am gleichen Tage kommen zur Verteilung aus Ab­

schnitt Z der Lebensmittelkarte für Jugendliche über] 12 bis 17 Jahren

200 gr. Suppen

für 44 Pfg. Preis für's Pfund 1,10 Mk. Verkäufer: Ernst Otto, Elias Stern, Lorenz Glebe, C. Frühling, Gebr. Schreiber und Konsum-Verein.

Am Freitag den 14. d. Mts. auf Abschnitt 186 der allgemeinen Lebensmittelkarte

150 gr. Graupen

zu 11 Pfg. Preis für's Pfund 36 Psg., zu haben in allen Lebensmittelgeschäften.

Ablieferung aller Kartenabschnitte durch die Verkäufer bis spätestens den 17. d. Mts.

Bei Nachprüfung der abgelieferten Kartenabschnitte ist in letzter Zeit die Beobachtung gemacht worden, daß seitens einzelner Geschäfte die Abschnitte nicht mit der genügenden Sorgfalt eingezählt worden sind. Die Vor­drucke auf den Briefumschlägen müssen durch die Ver­kaufsstellen genau ausgesüllt und die Abschnitte Hundert­weise zusammengebündelt zur Ablieterung kommen. Auch dürfen nicht verschiedene Sorten Abschnitte in einem Um­schlag vereinigt werden.

Den Verkaufsstellen können nur diejenigen Mengen gutgefchrieben werden, für die Lebensmittelmarken zur Ablieferung kommen.

Vor freihändigem Verkauf muß in jedem einzelnen Fall die Genehmigung der Verteilungsstelle eingeholt werden.

Das Baden ohne besondere Genehmigung ist in der F u l d a mit Ausnahme des oberhalb des städtischen Schulbadehauses an der Oberau durch Tafeln und Pfähle abgegrenzten Teiles derselben, sowie in allen übrigen Gewässern in der Gemarkung Hersfeld bei Strafe verboten.

Am Mittwoch den 12. 6. 18 abends 6 Uhr findet im Rathaussaal

eint BtsprMsz lin iit Teilnshmt in LehrliW ier FMWuiMult in itn WWW in AitMeilSvehr statt, zu der wir die Arbeitgeber der Lehrlinge hiermit einladen. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Frage bitten wir um möglichst vollzähliges Erscheinen.

Wr RMüW vorstoßen, gerät E MMKM bei GSks« sons in eine gewisse Sackaasie.

Durch die Umbildung des Marne-Abschnittes Chatea« Thierry-Dormans zu einer Defensivflanke ist unsere Heeresleitung in der Lage, ohne Schwierigkeit eine Aen­derung der Angriffsrichtung eintreten zu lassen. In Paris verfolgt man die Entwicklung der Dinge zwischen Oise und Marne mit atemloser Spannung. Man begreift allmählich, daß durch unser Vorgehen der Pariser Zen- tralraum von der Ostslanke her stark bedroht ist. Die Ententepresse hat bereits festgestellt, daß der Feind nur noch 60 Kilometer von den Außenwerken der Hauptstadt entfernt steht und diese selbst als bedroht zu gelten habe. Mögen diese Befürchtungen übertrieben sein, so läßt sich doch nicht leugnen, daß unser Vorstoß bis Chateau- Thierry uns an einem Punkt herangebracht hat, der von der Landeshauptstadt die geringste Entfernung aller Frontstellen aufweist. Die Unterbrechung der großen Schlagadern zwischen Paris und der gesamten Vertei­digung des Ostens zeigt aber besser als alles andere, daß die Sorgen der Pariser nur allzu gerechtfertigt sind.

LeManl i. Schierslaedls Erlebnisse.

In den langen Kriegsjahren sind bei uns schon viele Stimmen zu Worte gekommen, die von der un­erhörten Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen bei den Franzosen Zeugnis ablegtem Alles, was wir bisher hierüber hörten, wird in Schatten gestellt durch die Veröffentlichung der Erlebnisse des Leutnants von Schierstaedt von den Garde-Kürassieren, der Ende September 1914 in französische Kriegsgefangenschaft ge­riet, nachdem er mit seiner Patrouille drei Wochen lang hinter der französischen Front herumgeirrt war, ohne daß es ihm gelungen wäre, sich zu den deutschen Trup­pen durchschlagen zu können. Die Geschichte der Pa­trouille Schierstaedt hat seinerzeit die Öffentlichkeit in hohem Maße beschäftigt. Die Patrouille war, nachdem sie sich ergeben hatte, vor ein Kriegsgericht gestellt und wegen Plünderns in Banden auf französischem Gebiet" zu hohen Strafen verurteilt worden. Die Verurteilten waren dann ins Gefängnis bezw. Zuchthaus verschleppt worden, und erst nach den energischsten Maßnahmen der deutschen Regierung gelang es, die französische Re­gierung zur Aufhebung des ungerechten Urteils, zur Unterbringung der Patrouillenteilnehmer in Kriegsge­fangenenlagern und zum Austausch des durch die Lei­den der Kriegsgefangenschaft körperlich und seelisch schwer.erschütterten Leutnants von Schierstaedt zu ver­anlassen.

Erst jetzt, über 2% Jahre nach seiner Heimkehr, hat sich Leutnant von Schierstaedt entschlossen, seine Erleb­nisse in einem kleinen Buche (Patrouille Schierstaedt. Selbsterzäbltes aus kranrösischer Gesanaenschaft. Otto

Wippershsin in Hersfeld

Wr. HtcktMm M SWirchesk-ßes zu kaufen gesucht. Von wem sagt die Geschäftsstelle.

Im Wege des schriftlichen Angebots sollen aus dem Einschlag 1918 nachstehende Kiefern - Langnutz- Hölzer nach dem Einschlag verkauft werden:

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St ä m m e

H i III i IV

Festmeter

Wippershain

9a

Kiefer

16,72 97,29

1 /

/f

9a

Fichte

0,55

22

Kiefer

6,47 89,87

3

Unterhaun

112a

Kiefer

1,25 17,50 122,69

Die Gebote sind klassenweise pro Festmeter abzu­geben und müssen die Erklärung enthalten, daß Bieter sich den Verkaufsbedingungen ohne Vorbehalt unterwirft.

Angebote mit der AufschriftNutzholzverkauf" sind bis Montag, den 17. Juni er. an die Oberförsterei einzureichen.

Die Eröffnung der Gebote erfolgt Dienstag, den 18. Juni d. I., vorm. 9. Uhr, im Geschäftszimmer.

Ur gfMtn will Achter

von Hersfeld und Umgegend.

Die allbekannten fachwissenschaftlichen Lehrkurfe für feine Damenschneiderei und Znschneidekuust, Borsteher E Leonhardt, Leipzig, eröffnen in den nächsten Tagen in Hersfeld Gasthofzum Stern" für Frauen und Töchter, auch ohne Vorbildung einen

Dreimonatigen

Mneihe-1 AchrtWWkmsus sm Hm null Berits.

Der Lehrplan umfaßt das akademische Schnittzeichnen, praktische Zuschneiden. Anprobieren und Unfertigen aller modernen Damen- nnd Kindergarderobe, sowie Wäsche, zurückgesehte Kleidungsstücke könne« modernisiert oder für Kindersache» verarbeitet werden.

Der Unterricht erfolgt in Vormittags-, Nachmittags­oder Abendkursen $^- zweimal wöchentlich "^a nach einfachen, leichtverständlichen und praktischen Grundsätzen und wird geleitet von akademisch gebildeten, staatlich ge­prüften, sowie praktisch erfahrenen^Fachlehrkräften. Dem tagsüber beruflich verhinderten Interessenten ist der Besuch der Abendunterrichts zu empfehlen. Interessenten von Hersfeld und Umgegend erhalten kostenlos Prospekte, woraus alles Nähere ersichtlich, im Gasthofzum Stern" Daselbst werden auch Anmeldungen entgegen genommen und jede weitere Auskunft gern erteilt.

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er-

Herausgabe des Buches der Gedanke,daß es manchem Leser... ein Ansporn zum Durchhauen sein könnte. Es soll als Beispiel im kleinen dazu dienen und darüber aufklären helfen, daß unser Volk einem erbarmungs­losen Feind ausgeliefert sein wurde, wenn es die Ner­ven verlöre und nicht bis zu der Lösung ausharrte, die uns und späteren Generationen eine freie und gesicherte Zukunft verbürgte." r t ,

Was wir in dem Buche erfahren über das Verfah­ren beim französischen Kriegsgericht, die Behandlung der vor Gericht stehenden Kriegsgefangenen vor und nach ihrer Verurteilung, über, Krankenbehandlung. Zu­stände in französischen Militär- und Zivilgefängnissen und im Irrenhause Montdevergues, ist haarsträubend, und man kann nach der Lektüre des Buches nur stau­nen, daß ein Mensch das alles tzat ertragen können, ohne vollkommen zerbrochen zu werden. Ohne Zeug und Beweismaterial erfolgte die Verurteilung Schie. staedts zu fünf Jahren Zwangsarbeit und Degradation, während die übrigen Teilnehmer der Pa- lrouille fünf Jahre Gefängnis und, soweit sie einen militärischen Rang bekleideten, Degradationen zuöik- tiert bekamen. Schon vor der Verurteilung wurde Leutnant von Schierstaedt mit einem anderen Offizier der Patrouille zusammengekettet. In Einzel­zelle, kettengefesselt auch während der Nacht, mußte er monatelang in Militär- und Zivilgefängnisten und im Irrenhause ausharren, der rohen Gewalt untergeord­neter Gefängnisorgane preisgegeben, die die schlimm­sten Foltermethoden anwandten, um ihren Grimm an ihrem wehrlosen Opfer auszulassen. Rohe Mißhand­lungen an dem Gefesselten, brutale Quälereien, Anwen­dung der Zwangsjacke, ja sogar von Daumschrauben, wüste Schmähungen, Befehle zu erniedrigender Tätig­keit waren tägliche Erscheinungen. Dazu kam der ent­nervende Einfluß der Umgebung in Strafanstalten und Irrenhaus.

keit waren

Bei der Schilderung 5er Zustände in diesen Anstal­ten erhebt sich das Buch Hinans über einen einfachen Bericht der Erlebnisse eines Unglücklichen. Hier, wo auch das Verfahren der frau......

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die eigenen Landsleute zur Sprache kommt, wird das Buch eine wuchtige Anklage gegen die Nation, die sich gern selbstberäuchernö die Nation der höchsten Zi­vilisation nennt. Ein Volk, das Irre und auch Ver­brecher in Zuständen verkommen läßt, die die Parallele mit dem Lande der Halbkultur, mit Rußland, nicht zu scheuen brauchen, hat noch viel zu leisten, bis es daran denken kann, anderen Völkern Zivilisation bringen zu wollen. Denn Zivilisation heißt im Grunde, menschen­würdige Lebensumstände auch für den Niedrigsten im Volke schaffen. Und bis dahin hat Frankreich noch ei­nen weiten Weg zu gehen.

Archiiche NchriW

Mittwoch, den 12. Juni

abends 8 Uhr

Kriegsbetstunde

in der Stadtkirche.

Wtsbund

grau, mittlerer Größen auf den Namen Leo hörend,

m.Lederhalsband entlaufen.

Wiederbringer erhält Be­lohnung. Abzugeben bei

Franx Emil Kerta,

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zu verkaufen.

Domäne Eichhof bei Hersfeld.

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