AoslstSWeil an der merilmMe» Küste
Aus dsM grstzsrr HKUPtquarLier.
ISTIBrjy&ein^sttti^
ich. WTB.)
Westlicher KrregsschmrpLstz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht
Artillcrietäügkc-t wechselnder Stärke. Mehrfach brachten ErknnSnngsgefechte Gefangene ein.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Sästachtfront ist die Lage unverändert. Oert- siche KaMpfhandlungen westlich von Pontoise, nördlich der Aisne und am Savieres-GrutrSe brachten uns in den Besitz feindlicher Erdwerke und Gräben. Der Ar- Meriekampf war vielfach lebhaft. Chatean-Thierry lag «ster anhaltendem Zerstörungsfener der Franzosen.
Die Beute der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz ^t^em^T. Mai beträgt nach bisherigen Feststellungen:
55 600 Gefangene,
d«r»nter über 1500 Offiziere, mehr als
650 Geschütze
nud weit über 2000 Maschinengewehre.
In den beiden letzten Tagen wurden 46 feiMichs Flugzeuge und 4 Fesselballone zum Absturz gebracht. JagogeschwaSer Richthofen schoß gestern 15 feindliche« Flugzeuge ab.
Hauptmann Berthold und Leutnant Menkhoff errangen ihren 31., Leutnant Löwenhard keinen 27., Leutnant Udet seinen 28., Leutnant Kirstein seinen 21. und 22. Luftsieg.
Der Erste Generalquartiermeister.
Luden darfk.
Der deutsche AbeNÄbericht.
der
Berlin, 6. Juni. (Amtlich. WTB.) An Schlachtfront örtliche Kämpfe nordwestlich von Chatea« Thierry nnd an der Avre.
Sie gewaltigen feinöliden Verluste
Fachs Manövrierarmee verzettelt.
tentsaeneralissimus zum zweiten Mc dorthin starke Hilfskräfte aözugeben.
Berlin, 6. Juni. (WTB.) Der große Sieg des Dent- fEe» Kronprinzen zwischen Aisne und Marne hat wiederum einen bedeutenden Teil der feindliche« Streit- kräfte und Kampfmittel vernichtet. Zu der bereits gemeldeten Gefangennahme von über 55 000 Mann sind die schweren blutigen Verluste der Franzosen an Toten, Verwundeten und Vermißten hinzuzurechnem
Bereits rm März mußte das französische Heer in- Mge des Zurückweichens der Engländer beiderseits der Somme Teile der bereitgestellten Fochschen Manövrier- armee einsetzen, die mit in die schwere blutige Nieder- lag hineinaerisien wurden. Als in Flandern die englische Lage erneut aufs ernstete bedroht war, sah sich der En- Mal gezwungen, auch - .„„„„.jen. Im Verlaufe der Kampfe an der Nordfront setzte er allem 18 französische Divisionen zur Unterstützung der Engländer in Flandern ein und hielt weitere Kräfte dort in Reserve be
reit. Die vMlustreichen Kämpfe^im Kemmelgebiet.er- ? or^^Fran >wwn ganz außer*
Die Schlacht zwischen Aisne und Marne mit ihren täglichen Riesenfortschritten ritz aufs neue die schon stark gelichteten Fochschen Reserven auseinander. Sie zwang General Foch zum abermaligen überhasteten Einsatz seiner Divisionen an der von der deutschen Führung ge- wollten Stelle. Damit sind wiederum erhebliche sra«. zö fische Streitkräfte gebunden, ein Umstand, der den En- teuteführer der operative« Armfreiheit gänzlich beraubt. Die stolze Manövrierarmee der Entente, a« die sich die kühnsten Hoffnungen und Erwartungen der Feinde knüpfte«, besteht als solche nicht mehr.
Von schwerwiegender Bedeutung ist auch die Einbuße des Feindes an Kampfmittel« während der Schlacht zwischen Aisne und Marne. Die große Anzahl der erbeutete« Geschütze, Maschinengewehre nud anderer Waffen, der Verlust des gesamten eingebauten Materials auf der ausgedehnten Kampffront, der Verlust ferner von s««f umfangreichen Pionieroepois, Barackenlager« und sieben großen mit allen Bedürfnissen ausgestatteten Lazaretten, der Ausfall vreiex Favrire« und Werkstätten verschiedenster Art, Eisenbahnwagen, Maschinen, Brük, kentrains u. dergl., die zum größten Teil bereits deutschen Zwecken dienen, trifft dre feindliche Kriegführung aufs empfindlichste. Erhöht wird die Bedeutung der schweren französischen Niederlage durch den Verlust voll über 8000 Quadratkilometern zum Teil fruchtbarsten
Der Väter Erbe.
Roman von'Otto Elster.
66) (Nachdruck verboten.?
Graf Arthur lächelte. „Ich stehe schon mit einem jungen Gelehrten in Verbindung," entgegnete er. „ES war schon lange mein Plan, das Archiv ordnen zu lassen. Doch jetzt muß ich Sie Ihrem Vater entführen, es ist Besuch für Sie gekommen."
Gesuch... für mich?"
^)fa — Sie werden erstaunt sein, kommen Sie nur."
Elfriedens Herz pochte heftig. Graf Arthur machte ein so geheimnisvolles Gesicht. Und plötzlich schoß ihr der Gedanke durch die Seele, Karl Raimund könne gekommen sein, um sie an ihr Versprechen zu mahnen, das sie ihm damals beim Abschied gegeben, ihm Antwort zu erteilen, wenn sie frei sei.
Aber war sie denn frei? Durfte sie ihren Vater verlassen, der sich hier so glücklich und zufrieden fühlte und so stolze, große Hoffnungen auf die Zukunft setzte? — Verlaß Deinen Vater nicht! — Dieses Wort ihrer sterbenden Mutter klang ihr stets im Ohr und Herzen wieder.
Mit klopfendem Herzen folgte sie dem Grafen.
„Ich wollte den Namen des Besuchers nicht vor Ihrem Vater nennen, liebe Elfriede," sagte der Graf, „um ihn nicht aufzuregen. Auch Sie werden erschrecken, aber ich denke, es wird sich alles schlichten lassen."
„Wer ist gekommen?" fragte Elfriede, und der Atem stockte ihr. „Was ist geschehen?"
„Erschrecken Sie nicht, es ist nichts geschehen.... Ihr Bruder ist gekommen und bittet Sie um eine Unterredung .. "
„Mein Bruder?! Edgar?!" leichtem Schirrt ^W^r^Äs ««« L
BSM Zftsrr.-URHE. GENEWM?^
'»*» Wie«, 6. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlaut- bart:
An der Tiroler- «nd Piavefront andauernd Ar- tilleriekämpfe.
Der Chef des Generalstabes.
27 WA lernten im Mittelmeer.
Berlin, 6. Juni. (Amtlich. WTB.) Im Mittel- meer versenkten deutsche und österreichisch-ungarische Abvote 5 Dampfer und 6 Segler von zusammen 27 000 Bruttoregtstertormen. Die Dampfer wurden aus stark gesichertem Geleitzuge heransgesÄossen. Einer von ihnen war ein kleiner Materialtrausporter.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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Geländes mit bedeutungsvolleir strategischen Punkten. Bon tief einschneidender Bedeutung ist schließlich die Attsschaltnng wichtigster Eisenbahnlinien für die Verschiebung der Ententestreitkräfte sowie für die Versorgung des gesamten französischen Landes und Heeres.
Das frrruZWfche DurchDruchsziel bei Sskffons.
Verli«, 6. Juni. (WTB.) Der Heeresbericht vom 1. Juni meldete verzweifelte Gegenangriffe der Franzosen am 81. Mai gegen unsere über die Straße Sois- sons-Hartennes vordrinaenden Truppen. Ein erbeuteter Befehl der französischen sechste« Armee hebt die Bedeutuna dieser französischen Gegenangriffe hervor. Das Ziel war, unsere Front beiderseits Soissons zu durchbrechen und noch am 31. Mai die Linie Braisne- Terby-Corny zu erreichen. Die glänzende Waffentat unserer dort kampfenden Truppen, die nicht nur alle Gegenangriffe siegreich abgeschlagen, sondern nach ihrer Abwehr den AngAff bis auf die Höhen östlich Chaudun- Bieroy-Blaney vorgetragen haben, wird dadurch in Hellstes Licht gestellt.
Zwischen Marne und Reims.
Fieberhafte Anstrengungen der Franzosen.
Berlin, B. Juni. (WTB.) An der Front zwischen Marne und Reims setzten die Franzosen ihre fieberhaften Anstrengungen fort, das waldige Höhengelände zu sichern. Während sie im Zentrum, wo die Deutschen am weitesten vorgedrungen sind, daran arbeiten, das Bois de Cohalle zu verdrahten. versuchten sie an dem an die Marne angelehnten Flügel ihre Linien vorzu- schieben. Ihr hanöstreichartiaer Ueber fall am Morgen
an dem
des 5. Juni scheiterte jedoch ebenso wie ein Angriff auf die deutschen Postierungen vor Verneuil. Das französische Artilleriefeüer, das mit weittragenden Batterien bis über die Vesle langt und, bereits angefangen hat, die noch ««zerstörten Orte in Trümmer zu schießen, ließ am 5. Juni infolge der Bekänrpfung durch die deutscher: Batterien wesentlich an Heftigkeit nach. Deutscherseits wurden Bahn -und Straßenverkehr hinter der französischen Front gestört. Der Bahnhof Jony wurde in Brand geschosien. Am südlichen Teil von Reims konnten mehrere große Explosionen «nd Brände beobachtet werden. In dem Fliegerschuppen nördlich Boujaeourt wurden noch zwei unzerstörte französische Flugzeuge festgestellt. . WWWWWWWWW
«no Vouloane bombardiert.
Berlin, 6. Juni. (WTB.) Außer zahlreichen anderen, Zielen wurden die wichtigsten feindlichen Um- schlaaplätze Calais und Boulogne erfolgreich mit Bomben belegt.
Bern Obersten Kriegsrat.
Kriegverlängernde Erklärungen.
a«ni e«
^ Parts, 6. Juni. (WTB.) Amtlich wird ge- meldet: Bei einer am 8. Suni in Versailles abgebal- tenen Znsammenknnst der Ministerpräsidenten der drei alliierten Länder Frankreich, G ' und Italien wurde Einverständnis über Sie abgegebenen folgenden Erklärungen erzielt:
Pole«. Die Schaffung eines einigen und «nav- tzänaigen polnischen Staates mit freiem Zugang zum Meer stellt eine der» Bedingungen für einen öauernden und gerechte« Friede« «no die Herrschaft des Rechts in Europa dar.
alliierte
Tscheche«, Slowake« ««- Südslave«. Die alliierte« Regierungen haben mit Genugtuung Kenntnis von der vom Staatssekretär der Bereinigte« Staaten abgegebenen ErKärung genommen, und sie habe« den Wunsch, sich ihr anzuschlietzen, wobei sie ihre lebhafte Sympathie für die fraglichen nationale« Bestre« bUMen der tschechischen, slowakischen und südflavischeu
loten aus — er macht vielmehr den Eindruck eines sehr anständigen Menschen. Wenn diese tolle Heirat nicht wäre, könnte man ihn wirklich als Verwandten anerkennen. Aber dieser Schwiegervater Böhmer ist unmöglich."
„Lasten Sie mich zu ihm gehen."
„Ja, ja — er erwartet Sie im Salon."
Elfriede eilte davon. Der Graf schaute ihr etwas ärgerlich nach. „Ein temperamentvoller Charakter — aber ich fürchte, es ist da noch einige Erziehung nötig .. sie ist mir zu wild aufgewachsen."
Und nachdenklich gestimmt, begab sich der Graf in sein Arbeitszimmer.
20. Kapitel.
Der Arzt hatte Lina erlaubt, einige Stunden des Tages aüfzustehen und auf dem Sofa oder in einem Sessel zu ruhen. Das sonnige, wilde Herbstwetter mit feiner staubfreien Luft bot keine Gefahr für die angegriffene Lunge der Kranken, im Gegenteil meinte der Sanitätsrat, daß ein Hauch der frischen, warmen Luft ihr gut tun würde. Nur müsse sie sich natürlich vor der kühlen Abendluft hüten, uno vor Eintritt der rauhen Jahreszeit solle sie ein südliches Klima, vielleicht Aegyp- ten, aufsuchen.
So ruhte denn Lina, in Decken gehüllt, in einem großen Sessel. Die Tür nach der Veranda war geöffnet, und einte Flut goldenen Lichtes strömte herein, und ihr Auge vermochte hinauszuschweifeu in den Park, dessen Bäuure sich schon herbstlich zu färben begannen. Auf ihrem bläffen Gesicht lag ein stiller Friede. Ja, zuweilen glitt ein leichtes, glückliches Lächeln über ihre Züge, wetzn ihr Auge dem Edgars begegnete, der mit Fredy auf der Veranda spielte, und oft in die Tür schaute, um seiner Gattin freundlich zuzunicken.
Als Wr Kleine anfing, etwas laut zu werden, schickte ton «Saar in den Park, um dort mit seinem
(Die amerikanische Erklärung läuft darauf !Muw& -atz die Bereinigten Staaten den tschechi,chen und slawischen Absonderungsbestrebungen in Oesterreich-Ungarn sympathisch gegenüberstünden. Natürlich stellt sich Die Entente — c>Äel)t ja nicht auf ihre Kosten — auch ein unabhänaigeK-Polen unter Gebietszuteilungen vor, mti denen sich Deutschland und Oesterreich-Ungarn niemals einverstanden erklären können. Der Oberste Kriegsrat beweist durch seine Erklärungen, daß es ohne weitere Niederlagen der Entente denn doch noch nicht geht.)
Betfenliwgen«der amerikanischen Äste.
^> AMsterdam, 6. Juni. (T. u.) Renter meldet aus Neuyork: Man schätzt hier. Satz seit dem 25» Mai ungefähr 15 amerikanische Schiffe, darunter 2 Dampfer, von deutschen Unterseeboote» an der nord- atlantrschen Küste versenkt worden sind. Der größte Dampfer, die „Carolina", wurde südwestlich Bandy Hook angegriffen. Die „CaEna" telegraphierte aw Abend des 2. Juni, Satz sie von einen: deutsche« Uboot angegriffen worden sei. Ein zweiter Funkspruch meldete, daß sie beschossen würde, und Sie Passagiere sich in Sie Rettungsboote begeben hätten. An Bord der „Ca- rolina" befanden sich 220 Passagiere und 120 Mann Besatzung, von denen 58 vermißt werden. 16 von ihnen sind ertrunken infolge Umschlägen eines RetiunasSoo- tes, die übrigen sind gerettet. „Texel", der auf dem Wege nach Renyork war, wurde am Sonntag 60 Meilen von der Küste entfernt, versenkt. Das Uboot gab 3 Schüsse ab. Der dentsche Ubootkommandant begab sich dann an Bord Ses Schisfes und befahl der Mannschaft, das Schiff zu verlassen. Daranf warf er Bomben an Bord des Schrfses «no ließ es in die Lust fliegen.
(Die Sandy Hook-Insel liegt südlich der Neuyorker Bucht.)
^ Amsterdam, 6. Juni. (T. U.) Nach einer Reu- termeldung aus Washington empfing das amerikanische Marineministerium den amtlichen Bericht, daß in den Nähe der amerikanischen Küste ein Dampfer und drei Schoner in den Grund gebohrt worden sind.
Wie aus Neuyork gemeldet wird, haudelt es sich bei dem Angriff aus die amerikanischen Schiffe um zwei deutsche Uboote.
Außerdem liegt noch eine ganze Reihe Nachrichten vor, die nachstehend verzeichnet seien.
Bier Segelschiffe versenkt.
In Reutermeldungen aus Newyork werden die utes amerikanischen Segelschiffe Hattie, Dun Huppauge, Lol« und Edna als versenkt genannt.
Von zwei U-Booten angegriffen.
^ Rotterdam, 7. Juni. (T. U.) Der Kapitän eines Schiffes sagte, wie Reuter meldet, daß ein Segler von zwei Nbooten angegriffen wurde, und zwar auf jeder Seite eins. Die Besatzungen erhielten 10 Minute« Zeit in die Boote zu gehen. Alle Ueberlebenden rühmen das hnmane Vorgehen der Ubootbesatznngen. Flugzeuge suchen andauernd das Meer nach Rettungsbooten ab. Ueber die Anzahl der in amerikanischen Gewässern operierenden Uboote ist man verschiedener Meinung.
Immer neue Versenkungen.
***' Rotterdam, 7. Juni. (T. U.) Im Zusammell- Hang mit den Uboottaten kommen jetzt immer neue Berichte über «ene Schitssv-rf^strnngev Vorschein Die ueberlebenden erklären, daß alle von demselben Uboot angegriffen wurden, das im Vorjahre bei New- jersey auf der Lauer war.
Anch norwegische Dampfer versenkt.
Der norwegische Dampfer „Eidsvola" wurde, laut Nachricht aus Washington, am Dienstag von einem deutschen Uboot versenkt. Die Besatzung ist gerettet.
öhsm Amsterdam, 7. Juni. (T. U.) Londoner Blätter melden aus Washington, daß ein deutsches Uboot den norwegischen Dampfer „Gibbs" beschossen und ver» senkt hat. Die Besatzung wurde gerettet.
Der Hafen von Neuyork geschloffen.
Die Londoner Blätter melden ans Neuyork, Satz der Neuyorker Hafen wegen der Unterseebootsgefatzk geschloffen wurde. Coney Island und andere Küsten- Pationen innerhalb des Stadtbezirkes von Neuyork haben infolge eines Befehls, der nach Beratung mit de« Militärbehörden erlassen wurde, ihre Feuer gelöscht.
Coney Island, das Seebad der Neuyorker, ist ö« südlichste Teil des Neuyorker Stadtteils Brooklyn.
Berdnnkelnng der Küste.
Reuter berichtet aus Neuyork: Es ist die Anord« nung getroffen worden, daß die Küste verdunkelt bleibt Auch die Lichtreklame auf dem Brodway ist verboteit worden. Die Gebäude, in denen Licht gebrannt wird? müssen von außen abgeblendet werden.
SteckenpferS und seiner Peitsche umher zu tollen. El selbst trat zu Lina, ihr zärtlich über das Haupt firet chelnd.
Lächelnd sah sie zu ihm empor und ergriff feine
„Wie glücklich könnten wir hier sein," sagte fit „wenn nicht der Streit unserer Väter als dunkler Schat« ten zwischen uns stände."
„Du darfst nicht so viel daran denken, Lina," env gegnete er. „Dein Vater ist schon haw versöhnt, und mein Vater und meine Schwester — nun, sobald Du wieder soweit hergestellt bist, daß ich Dich auf einig« Tage verlassen kann, fahre ich zu ihnen und erbitte mti ihre Verzeihung. Ich bin gewrtz, sie zu erhalten. Hai Elfriede mir doch schon einen langen lieben Brief a*
schrieben."
„Aber sie werden es doch stets ablehnen, hierher zu kommen. Sie können nicht vergessen, wie schlimm mein Vater an ihnen gehandelt hat."
„Kommt Zeit, kommt Rat, Lina! Laß uns nicht weiter darüber sprechen. Es regt Dich auf. Die Haupt» sache ist jetzt, daß Du gesund wirst."
„Ja, ja, ich möchte gesund werden — jetzt, wo ich mit Dir so glücklich bin." _ „
Er streichelte leise ihre Hand. Eine Weile schwiegen beide. Dann fragte sie: „Wie geht es Frau Maibohn:?"
„Sie ist gestern ins städtische Krankenhaus über, führt worden; es geschah auf ihren eigenen Wunsch und ich höre, daß es ihr dort recht gut geht. Der Sa» nitütsrat sorgt gewissenhaft für sie."
Ein Schatten fiel in das Genrach. Herr Böhrrwt kam über die Veranda in das Zirmner. In der Harff hielt er einen Brief.
„Wie geht'S Lina?" fragte er, ohne den Gruß E» garS zu erwidern.
„Danke, ^"^J^2^ etwas kräftiger.«