Einzelbild herunterladen
 

Hersfelder Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

Heeeie8iiiieiiHi8iBiifiiieeBaB0*ee*eeeflan*ieieee«eee»"«awee«eanseBaeBeeeeaaieeB*aaie«aaea : Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 2.10 Mark, durch die Post be- j 5ImfOdlCr ^Itl^CiQCt

: zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei : ®

g Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld, j für den Kreis Hersfeld HBB^nBaBBaBaaBBBBBnaBaQsaeaBeHBBaBBHBBaBaBaeBwaaafl«asBBaQBBCBaaBiB8BBBBBM8MBaBBBaB8aae

aesaaaess£sasHaaMHaBaBB8sss8BasaaaaaaBBBWHSBaasiiRRBaa8eaBaaflaB«BaaaBBBaBa«BSBMaaawau

Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile 15 Pfennig, im amtlichen Teile 25 Pfennig, Reklamen kosten die Zeile 40 Pfennig. : Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

aaBaiaBiaaaaaBoeeBBaBaaaBBaBaBBBaeBaaBaaBicsiSBaaBaaaBaaaBBBBBaaaBBaaaaaiBaflBiiieeiaS

Nr. 116.

Sonntag, den 19. Mai

1918

Amtlicher Teil.

Normaldosen:

Junge extra kleine

i/i

-A

2i/a

1/4

Auf Grund der Verordnung über die Verarbeit­ung von Gemüse und Obst vom 23. Januar 1918 (Reichs-Gesetzbl. S. 46) wird bestimmt:

I.

Beim Absatz der Herbstgemüsekonserven aus der Ernte 1917 durch die Hersteller dürfen folgende Preise nicht überschritten werden:

Karotten

. . 1,65

Junge kleine Karotten 1,56 Junge Karotten . . 1,40 Karotten geschn.

Nr. 44 Würfelka­rotten ' und geschn.

0,92 0,88 0,80

2,42

2,29

2,05

3,20 3, 2,64

8,92

3,70

3,30

Normaldosen: 1/1 1/2 IVl -/I 21/1 1/4

Junge extra kleine

Karotten .... 1,89 0,72 2,08 2,78 3,47

Junge kleineKarotten 1,30 0,68 1,95 2,80 8,25

Junge Karotten . . 1,14 0,60 1,71 2,28 2,85

Karotten geschn.

Nr. 44 Würfelka­rotten und geschn.

Möhren..... 1,04 0,55 1,56 3,08 2,60

Rote Möhren . . . 1,04 0,55 1,56 2,08 2,60

Gelbe Möhren . . . 0,09 0,52 1,48 1,98 2,47

Blumenkohl .... 1,59 0,82 2,38 3,18 3,97

Rosenkohl. , . . . 1,49 0,77 2,23 2,98 3,72

Rotkohl..... 1,24 0,65 1,86 2,48 3,10

Wirsingkohl .... 1,24 0,65 1,86 2,48 3,10

Braunkohl .... 1,04 0,55 1,56 2,08 2,60

Weißkohl..... 1,01 0,53 1,51 2,02 2,52

Junger Kohlrabi l

ganze Köpfe . . . 1,89 0,72 2,08 2,78 3,47 Junger Kohlrabi i

in Scheiben . . . 1,27 0,65 1,90 2,54 3,17 Junger Kohlrabi in

Scheiben mit und

48, 47...... 1,0» 0,57 1,53 2,18 2,72

Spinat...... 1,21 0,63 1,81 3,42 3,02

Junge kleineTeltower

Rüben ..... 1,54 0,80 2,31 8,08 3,85 Junge Teltower RA

ben...... 1,34 0,70 2,01 2,68 8,85

Märkische Rüben und

Bortfelöer Rüben 1,09 0,57 1,63 2,18 2,71

Mairüben..... 0,91 0,48 1,36 1,82 2,27

Tomatenmark . . . 3,09 1,57 4,68 6,18 7,72 0,79

Tomatenpüree . . . 2,19 1,12 3,28 4,38 5,47 0,57

Tomatensaft .... 1,89 0,97 2,83 3,78 4,72 0,49

Tomaten Vi Frucht . 1,64 0,85 2,46 3,28 4,10 0,43

Möhren. . . Rote Möhren . Gelbe Möhren . Blumenkohl. . Rosenkohl . . Rotkohl . . . Wirsingkohl . . Braunkohl . . Weißkohl . . . Junger Kohlrabi ganze Köpfe .

. . 1,30 . . 1,30 . . 1,25 . . 1,88 . . 1,78 . . 1,50 . . 1,50 . . 1,18 . . 1,25 i

. . 1,65

0,75 0,75 0,70 1,02 0,97 0,84 0,84 0,74

0,71

1,90 1,90 1,80 2,72 2,57 2,18 2,18

1,88 1,83

2,42 2,42 2,32 3,60

3,40 2,88 2,88 2,43 2,37

3,05 3,05 2,90 4,42 4,17 3,55 3,55 3,03 2,95

Zu diesen Preisen ist die pfangsstation zu liefern.

II.

Ware frachtfrei Em-

Beim Absatz an die Kleinhändler dürfen die nach stehenden Preise nicht überschritten werden (Groß Handelspreise):

Normaldosen:

Vi 1/2 11/2 2/1 21/1 1/4

Junge extra kleine

Karotten .... 1,44 Junge kleineKarotten 1,35 Junge Karotten . . 1,19 Karotten geschn.

Nr. 44. Würfelka­rotten und geschn.

Möhren .... 1,09 Rote Möhren . , . 1,09

0,75 2,16 2,88 3,60

0,71 2,03 2,70 8,38

0,63 1,79 2,88 2,98

Junger Kohlrabi i in Scheiben . . . 1,53

Junger Kohlrabi in Scheiben mit und ohne Grün Nr. 49,< 48, 47 ..... 1,33

Spinat......1,47

Junge kleineTeltower

Rüben.....1,83

Junge Teltower-

0,92

0,85

0,76 0,83

1,

ben

. . 1,60

Märkische Rüben und

Bortfelder Rüben 1,33

Mairüben .... 1,13

Tomatenmark . . . 3,46

Tomatenpüree . . . 2,50

Tomatensaft . . . 2.18

Tomaten Vi Fruchr . ^«

0,90

0,76

0,66

1,84

1.34

1 29

2,41

2,23

1,95

2,13

2,65

2,34

1,95

1,65

5,03

3,19

2,94

2,54

2,62

3,50

3,08

2,54

2,16

6,70

3,68 4,80

3,22 4,20

M

3,92

3,62

3,16

3,47

4,30

3,80

3,16

2,66

8,30 0,98 6, 0,75 5,17 0,86

Braunschweig am 18. April 1918.

Gemüsekonserven-Krtegsgesellfchaft m. b. H. Dr. Kanter.

Hersfeld, den 13. Mai 1918.

Wird veröffentlicht. Tgb. No. 1. 5101.

Der Landrat

v. Hede mann, Reg.-Assessor.

Fortsetzung auf der 4. Seite.

Gelbe Möhren . . . 1,04 Blumenkohl .... 1,64 Rosenkohl .... 1,54 Rotkohl.....1,29

Wirsingkohl .... 1,29 Braunkohl .... 1,09 Weißkohl.....1,06

Junger Kohlrabi I

ganze Köpfe . . . 1,44 Junger Kohlrabi l

in Scheiben . . . 1,32 Junger Kohlrabi in

Scheiben mit uno ohne Grün Nr. 49, 48, 47 ..... 1,14

Spinat......1,26

Junge kleineTeltower

Rüben.....1,59

Junge Teltower Rü­ben ......1,39

Märkische Rüben und

Bortfelder Rüben 1,14

Mairüben .... 0,96 Tomatenmark . . . 3,14 Tomatenpüree . . . 2,24 Tomatensaft.... 1,94 Tomaten Vi Frucht . 1,69

0,58 1,64 2,18 2,73 0,58 1,64 2,18 2,73 0,55 1,56 2,08 2,60 0,85 2,46 3,28 4,10 0,80 2,31 3,08 3,85 0,68 1,94 2,68 3,23 0,68 1,94 2,58 3,21 0,58 1,64 2,18 2,73 0,56 1,59 2,12 2,65

0,75 2,16 2,88 8,60

0,69 1,98 2,64 3,39

0,60 1,71 2,28 2,85

0,66 1,89 2,52 3,15

0,83 2,39 3,18 3,98

0,73 2,09 2,78 3,48

0,60 1,71 2,28 2,85

0,51 1,44 1,92 2,40

1,60 4,71 6,28 7,85 0,81

1,15 3,86 4,48 5,60 0,59

1,10 2,91 3,88 4,85 0,51

0,88 2,84 3,38 4,23 0,45

Star

Zu diesen Preisen müssen die tion des Kleinhändlers geliefert werden.

Konserven frei

III.

Beim Absatz durch die Kleinhändler an die Ver- Hraucher dürfen die folgenden Preise nicht überschritten werden (Kleinhandelspreise):

Aus der Heimat

»(Allmähliches AufhörenöerZigarren- versorgung?) Den Tabakrauchern also soll es noch schlechter gehen. Man schreibt uns: In Holland dem einzigen Land, aus dem wir während des Krieges Rohtabäk für die Zigarrenerzeugung beziehen konnten, ist durch das Aushören der Verbindung mit den Kolonien eine derartige Tobakknappheit entstanden, daß an eine Einfuhr von dort nicht mehr zu denken ist. Der Zeitpunkt, in dem unsere Tabakvorräte zu Ende sind, ist infolgedessen bereits mit ziemlicher Sicherheit anzusehen. Länger als bis zum November reichen sie jedenfalls nicht. Zu diesem Zeitpunkt dürfte auch der inländische Tabak, der gegenwärtig die Hälfte des Bedarfs deckt, im wesentlichen ver­braucht sein. Unsere Zigarrenfabrikation verfügt dann über keine Rohstoffe mehr. Die Zigorrenraucher werden sich jedenfalls schon heute darauf einrichten müssen, daß sie im nächsten Winter auf irgendwelche Versorgung mit Zigarren nicht zu rechnen haben. Günstiger liegen die Aussichten.mit der Zigarette. Rohtabake sind immer noch in ziemlichen Mengen zur Einfuhr gelangt, wenn auch zu sehr hohen Preisen. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß die Zigaretten- industrie den Ausfall an Zigarren für die Armee zu decken haben wird. Es liegt deshalb entschieden im Interesse des Handels, beizeiten auf eine Rationierung des Absatzes bedacht zu sein, wie sie für die Zigarre schon seit längerer Zeit durchgeführt ist. Daß sich für den Tabakkleinhanoel, falls der Krieg noch lange dauert, recht ungünstige Verhältnisse entwickeln werden, ist leider als sicher anzunehmen.

»(DerweiblicheHanöarbeitsunterricht) Wegen des Stoffmangels ersucht der Minister der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten, dahin zu wirken daß im weiblichen Handarbeitsunterricht zur Herstellung von Kleidungsstücken, sofern es sich nicht um dringende persönliche Bedürfnisse handelt, keine neuen Stoffe verwandt werden. Es sind möglichst nur Ausbesserungsarbeiten unter Benutzung von altem Material auszuführen.

§ Hersfeld, 18. Mai. Kriegsrentenem­pfänger brauchen Anträge betreffs der Ver­leihung des Verwundetenabzeichens an den Bezirksfeldwebel nicht einzureichen. Die Eingabe geschieht durch die Versorgungsabteilung des Bezirks- kommandoS.

§ Hersfeld, 18. Mai. (Postscheckverkehr). Eine vaterländische Pflicht ist es, mit allen Mitteln dahin zu streben, daß der Umlauf von Banknoten und anderem baren Gelde mehr und mehr eingeschränkt und der bargeldlose Zahlungsausgleich zur Regel wird. Diesem Ziele dient auch der Postscheckverkehr, der seit 1. April durch Einführung der Gebühren- freiheit im Ueberweisungsverfahren und der Porto­freiheit im Verkehr mit den Postscheckämtern zu Gunsten der Postscheckkunden wesentlich verbilligt worden ist. Die Beteiligung an dieser zum Nutzen der Allgemeinheit geschaffenen Einrichtung wird daher eindringlich empfohlen. Wer dem Postscheckverkehr noch fernsteht, entspreche dem Gebot der Stunde und nehme sich ein Postscheckkonto. Werbeblätter mit einliegendem Antrag auf Eröffnung eines Postscheck­kontos werden in den nächsten Tagen durch die Briefträger verteilt werden. Vordrucke zu solchen Anträgen sind auch an den Postschaltern zu haben.

(§) -ersfeld, 18. Mai. (Handelsfreiheit für Papiergarngewebe). Da im Reiche große Bestände an durchaus gebrauchsfähigen Papiergarn­geweben vorhanden sind, deren Inanspruchnahme zu der so dringend notwendigen Streckung der sonstigen Web-, Wirk- und Strickwaren wesentlich beitragen kann, hat sich die Reichsbekleidungsstelle entschlossen, die für sonstige Web-, Wirk- und Strickwaren be­stehenden Handelsbeschränkungen zu Gunsten dieser Papiergarnerzeugnisse aufzuheben. Aus dieser Er­wägung heraus ist vor einiger Zeit bereits die Bezugsscheinpflicht für Popiergarngewebe ausgehoben worden. In einer neuen Bekanntmachung werden weitere Erleichterungen eingeführt. Danach dürfen von jetzt ab Großhändler solche Web-, Wtrk- und Strickwaren, zu deren Herstellung abgesehen von Futter und Zutaten ausschließlich Papier- d-t |MK aucb an solche Kunden

Verbindung nicht unterhalten. Weiter ist es bei solchen Web- usw.- Waren aus Papiergarnen von jetzt ab gestattet, in Zeitungsanzeigen, öffent-

in S ch a u f e n st e r.

lichen Ankündigungen, in Schaufenster­aus lagen und dergl. auf die Bezugsschein, f r e i h e i t oder die Bezugsscheinregelung hinzuweisen, sofern dabei der ausdrückliche Vermerk:Aus reinen

Papiergarnen! Bezugsscheinfrei!" hinzugefügt wird. Für Web-, Wirk- und Strickwaren, die nicht in der angegebenen Weise aus Papiergarnen hergestellt sind, bleibt er bei den alten Beschränkungen. (Warnung vor Umgehung der Preisbeschränkungs- Vorschriften für Auslandsware). Wie mehrfache Beobachtungen ergeben haben, wird der Versuch gemacht, die von der Reichsbekleidungsstelle erlassenen Preisbeschränkungsbestimmungen für die aus dem Ausland eingeführten Waren dadurch zu umgehen, daß zwar beim Weiterverkäufe von den Preisbeschränkungen unterliegenden Waren die Be­dingungen der Verpflichtungsscheine äußerlich einge­halten, aber durch die Verbindung dieses Verkaufs mit dem anderer Waren, unter Vereinbarung sehr hoher Preise für diese, tatsächlich die zulässigen Ge­winnsätze überschritten werden. In allen solchen Fällen wird die vereinbarte Vertragsstrafe unnach- sichtlich eingezogen werden.

(§) Hersfeld, 18. Mai. Von beachtenswerter Seite ist darauf hingewiesen worden, daß die auf den Straßen fetlgehaltenenMineralwasser stets eiskalt verabfolgt werden und daß der Genuß so kalten Wassers leichte ernste Verdauungsstörungen von längerer Dauer nach sich ziehe. Die Verkäufer von Mineralwässern im Ausschank sind angewiesen, das Getränk fernerhin nur in einem der Trinkwaffer- Temperatur von etwa 10° Cels. abzugeben. Gleich­zeitig wird das Publikum vor dem Genusse eiskalter Getränke überhaupt, also auch des kalten Bieres, insbesondere aber der Mineralwässer gewarnt.

):( Heröfeld, 18. Mai. Aus Jäterkreisen schreibt man uns: Die B o ck j a g d ist am 16. Mai aufge­gangen. Die Aussichten sind nicht verheißend, da die Wildbestände während der Kriegsjahre fast überall zu leiden haben, und sodann vielestille Teilnehmer" in den ungenügend beaufsichtigten Revieren ihren Be­darf an Fleisch reichlich decken.

):( Hersfeld, 18. Mai. Der Buchdrucker H a n» Mohr, in der Firma Wagner u. Mohr, Buchdruckerei, bestand vor dem Prüfungsausschuß in Hünfeld die Gehilfenprüfung.

$ Herüfeld, 18. Mai. (Tagesordnung für die Sitzung der S ta d tv e r o r dn e t e n v e r- sammlung am Mittwoch, den 22. Mai 1918 nachmittags 5 Uhr, im Rathaussaal zu Hers seid.) 1. Verkauf des Auguste Viktoria- Hauses. 2. Beteiligung der Stadt an den Kosten für Aufstellung einer Seuchen-Baracke beim Landkranken­haus. 3. Verkauf von Grundflächen an den Kreis Hersfeld zur Bahnlinie Hersfeld-Heimboldshausen.