ÄÄÄÄÄ»^ Ä gegenwärtigen Lage gefährlich wäre, von der italienischen Front auch nur ein» einzige Division wegzuneh- ^««. Ebenso unangebracht wäre es, wenn Italien von den Allirerten eine Truppensendung verlangen würde. Besuch der Westfront durch den italienischen König.
„...y Genf 20. April. (Eta. DraHtn.) Wie italienische beabsichtigt der König von Italien, die französische Front zu besuchen, Genaue Angaben, wann siefer Besuch erfolgen soll, fehlen noch. Voraussichtlich wartet man daraus, biS die italienischen Regimenter die Sitten zugrwiesenen Abschnitte an der Westfront An- n^hmern
Blätter
Baker verlangt mehr Truppen.
Reuter meldet aus Washington: KrieoSsetretttr Baker hat dem PräsiNnten Wilssn vorgestellt, daß eine Vermehrung der amerikanische« Armee driugsno «01. . Bereitstellung mehr beschleu- :e verlautet, soll das amerika-
wendig sei und daß niat werden müsse. _____, ___________
mich» Heer sofort aus drei Millionen Mann gebracht werden, und es ist wahrscheinlich, daß dieser Bestarid spätsr ans 5 Millionen erhöht werden wird.
Belgische HeeveSlag«« «Vgebrannt.
-Rouvelliste de Lyon" meldet aus Le Havre: Die Depots für die Artillerie und die Genietruppen des belgischen Heeres, die große Materialvorräte enthielten, brannten in der Nacht zum Sonnabend voriger Woche nieder. •
Der Kurier zwischen den feindlichen Hanptqnartiere«.
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®s£ Genf, 20. April. (T. U.) Im Versailler Kriege rat wurde der französische General Weygand durch General Bolin ersetzt. Weygand soll fortan im Auftrage FochZ den Verkehr zwischen den Hauptquartieren der Verbündeten vermitteln.
Die Neuyorker Börse — hysterisch.
Die „Köln. Volkszta." meldet aus London: AuS Neuyork wird vom 18. April gekabelt: Die Börse ist megen der militärischen Nachrichten aus Frankreich hysterisch. Das Privatpublikum wirft seine Aktien zu Tausenden planlos auf den Markt.
Vorläufig schickt Portugal keine Truppen mehr.
Ans gesundheitlichen Gründen?
_ im>. Madrid, 19. April. (WTB.) Meldung deS Wiener k. und k. Telegraphen-KorrefpondenzbureauS. Nach einer Blättermeldung aus Lissabon wurden laut offiziöser Note des portugiesischen Kriegsministeriums vier Brigaden der in Frankreich stehenden Armee und zwei portugiesische Divisionen, die bei dem Sturmangriff die blutigsten Verluste erlitten haben, zum Zwecke der Neugruppierung von der Front zurückgezogen. Infolge einer in Portugal herrschenden Flecktyphusepidemie erscheinen gegenwärtig portugiesische Truppensendungen nach Frankreich aus gesundheitlichen Gründen undurchführbar.
v. Tirpitz über die Lage.
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in England wiffe jeder genau, um was es sich Es sei aber noch nicht in allen Schichten des Volkes eingedrungen, daß das Dentschtnm
^s-! Berlin, 20. April. (Eig. DraHtn.) Auf dem zweiten Parteitag der Vaterlandspartei, der gestern im Ab- 1 georönetenhaus abgehalten wurde, erklärte der Bor- sitzende Großadmiral von Tirpitz u. a.: Der Gang der Ereignisse hat die Gründung der Vaterlandspartei ge« W^^chtferttgt. Die Richtung des Verzichts sei zusammen- nevrvchen. Die Ostfragen seien vorläufig gelöst. Nach Westen hätten wir Sie Hände frei. Dort fei die Entscheidung in den großen Ereignissen noch nicht gefallen. Unsere englischen Gegner seien zähe und politisch gewandt. In England wisse jeder genau, um was es sich handele. "" *v 7 ' 7 .7 deutschen Volkes eingedrungen, daß das Deutschtum vor der Schicksalsstunde stehe und daß an das Kriegsende, das unseren Notwendigkeiten gerecht werden solle, ganz andere Maßstäbe anzulegen feien als bisher. Auch die Masse müsse begreifen, daß die Erhaltung deS Deutsch- tinns nicht nur von geistiger und idealer Bedeutung wäre, sondern daß von dem Kriegsende auch die Entscheidung darüber abhänge, ob die große Masse des Volkes neu aufblühen oder materieller
^ung verfalle.
Sie „ruchlose Führerschaft" Lloyd Georges.
Eine englische Stimme.
Ein Leitarttkel der liberalen Daily News enthüllt in nackten Worten die wahre Lage Englands. Die Redekämpfe im Unterhaus gäben nur ein schwaches BUS der stürmischen Erregung wieder, die stündlich stärker gegen die Wehrvorlage rose. Dillon habe die irische Wehrpflicht mit Recht als Zwietrachtsapfel bezeichnet, den die Regierung ins Volk geworfen habe, um die Aufmerksamkeit von dem katastrophalen Niederbruch ihrer Strategie und Verwaltung abzulenken. Sie peitsche die englischen Vorurteile gegen Irland auf, um sich selbst zu retten. So tief fei Lloyd Georges Politik gesunken in der bitteren Smude, die feine ruchlose Führerschaft über das nnglückliche Land gebracht habe. Die Ausdehnung der Altersgrenze habe das Volk an den Rand der Panik gebracht. In Lancalkire habe die feindselige Stimmung eine Fieberhitze erreicht, wie sie noch nie in der politischen Vergangenheit erreicht worden sei. Aber der irische Fehler sei fürchterlich. Rette das Parlament die Nation nicht von dem Spiel mit der Revolution, dann folge ein Unheil, das auSzudenken der Geist schaudere.
Annahme der HeereSvorlage durchs Oberhaus.
aw London, 19. April. (T. 1t.) DaS Oberhaus hat das MannschaftSersatzgesetz in allen seinen Teilen an* genommen. Das Gesetz erhielt gestern abend bereits die Genehnügung des Königs.
Deutschland und die russische RSterepublik.
Die Wiederaufnahme der diplomaiischen Beziehungen.
Ioffe, der Botschafter der russischen Sorvjetregierung, trifft in Berlin ein. Da inzwischen Graf Mirbach in Moskau eingetroffen sein dürfte, find die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland in aller spornt wiederhergestellt. Ioffe zieht vorläufig mit seinem 30 Köpfe zählenden Personal in das Elitehotel, da, »ach der „Nat.-Ztg." die spanische Botschaft sich geweigert hat, dem Vertreter der jetzigen russischen Regierung die Schlüssel zum russischen Botschaftsgebaüdö auSzu- Windigen.
Ukratulsch-grohrussische
Frledensverhandlungen.
Der BolkSnrinister der ukrainischen Volksrepublik hat folgenden Beschluß über den Frieden mit Rußlaird „faßt: „Der Vorschlag deS russischen Volkskomncissa- rlnt8 über die FriedeuSverhatldlungen mit der Ukraine wird von der ukrainischen Regierung angenommen. Die Friedensverhandluugcn werden in einer Provinzstadt des Gouvernements Kursk stattfinden. Ein Spe- üalkurier wurde mit diesem Beschluß nach MgSkW atz-
HÄMgfvtt' Drwtz fA M Drsteömg.
Der Vorsitzende der Stadtverordneten von Helfing- sorS hat an den Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet:
„Die Stadtverordneten von Helsingfors, zur ersten Sitzung versammelt, nachdem die rote SchreckenSherr- sthaft in Finnlarrds Hauptstadt durch die unvergleichlichen tapferen deutschen Truppen niedergeworfen ist, bitten um die Ehre, durch Vermittlung Ew. Exzellenz Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser die tiefehr- furchtsvollen Gefühle der Dankbarkeit für die Befreiung der Hauptstadt sowohl im eigenen Namen wie auch im Namen der Stadtverordneten unterbreiten zu dürfen. Der Vorsitzende der Stadtverordneten, Wevmen."
Bolschewistische Truppen vor Wladiwostok?
Reuter meldet aus Charbin: Die Bolschewicki sollen an die chinesische Regierung ein Ultimatum gesandt haben, den Kosakengeneral Semenoff auszuliefern und seine Truppen zu entwaffnen. Da die Chinesen sich weigerten, bombardierten die Bolschewicki ohne viel Erfolg die Stadt Danrig an der mandschurischen Eisenbahn. Nach zuversichtlichen Berichten sollen die Bolschewicki in einiger Entfernung von Wladiwostok Truppen zusam- menziehen.
Rücktritt v. Kühlmanns?
** Berlin. 20. April. (T. U ) „Schon seit einiger Zeit," so schreibt die „Vossische Zeitung", „haben sich die Gerüchte, daß wir vor einer neuen Krisis im Auswärtigen Amt stehen, so weit verdichtet, daß bereits Namen von Nachfolgern für den Staatssekretär v. Kühlmann genannt werden. Inwieweit diese Gerüchte einen wirklichen Hintergrund haben, oder ob sie den Tatsachen vor- auseilen, möchten wir im Augenblick unentschieden lassen. Aber mit allem Nachdruck müssen wir verurteilen, daß seit einiger Zeit das alte Spiel wieder ausgenommen wird, alle für den Ersatz in Betracht kommenden Männer nicht nach ihrer sachlichen Eigenschaft zu bewerten, sondern ihr Vorleben daraufhin zu untersuchen, ob sie irgend einer politischen Parteigruppe in Deutschland einzureihen sind. Unseres Erachtens kommt es in diesem ernsten Augenblick, falls jetzt überhaupt ein Nachfolger für Herrn von Kühlmann gesucht werden muß, lediglich darauf an, ob man die diplomatischen Fähigkeiten des Nachfolgers für den Friedensschluß und namentlich für Deutschlands Zukunft bewerten kann."
Heldentod eines bayerischen Kampffliegers.
Der erfolgreiche bayerische Fliegerleutnant Geigl, Sohn des Bürgermeisters Geigl von Abach, fand in der Kaiserschlacht den Heldentod. Er trat aus dem Studium als Freiwilliger zu den Waffen und blieb als Kampfflieger 15mal Sieger im Luftkampf.
Nach Daimler — Mannesman«.
»s* Berlin, 19. April. (T. U.) Gegen die Mannes- mann-Waffen- und Munitionswerke wurde eine ge richtliche Untersuchung wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. ~ ---------- ' ' ‘ —
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rtentliehe Untersuchung wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. Im Laufe dieser Untersuchung hat sich der Verdacht herausgestellt, daß Bestechungen von Heeresange- Hörigen versucht worden sind. Der Verdacht hat sich derart verstärkt, daß, wie daS Berliner Tageblatt berichtet, ein früherer Heeresangehöriger in Unterfu- chutlgshaft genormnen werben mußte.
BeuizeloS redet.
Griechenland sei
eine
Entente gebunden. Das östliche Becken des Mittelmeeres werde nach dem Kriege sicher in den starken Händen bleiben, in denen es sich „zum Wohle der Menschheit" jetzt befinde. Griecheularrö habe die Pflicht, in dem Kampfe zwischen Demokratie und Militarisinus nach besten Kräften mitzuhelfen. Die Alliierten würden berechtigten Wünschen Griechenlands Rechnung tragen.
Politische Rundschau
»* Ums gleiche Wahlrecht. Von unterrichteter Seite wird der Berliner Morgenpost gemeldet, daß znmr nach wie vor die preußische Regierung unter allen Umständen an dem gleichen Wahlrecht festhalten und alle politischen Folgen einer Ablehnung auf sich nehmen werde, daß aber in gewissen Kreisen nicht mehr die gleiche Fertigkeit herrsche. Die zähe Arbeit kleiner, aber mächtiger Gruppen sei von Ersolg gewesen, so daß für den Fall einer Ablehnung des gleichen Wahlrechts nicht mehr mit Sicherheit auf die Auflösung des Abgeordnetenhauses und auf Neuwahlen zu rechnen sei.
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Der Schlaf beim Postetat. Aus dem Reichstage wird vom Donnerstag gemeldet: Heute wurden bis in die späten Abendstunden im Reichstage bei Beratung des Postetats unter gänzlicher Unaufmerksamkest Wünsche einzelner Bearntelrgrupven vorgetragem Im Saal waren insgesamt zehn Abgeordnete anwesend: fünf hatten den Kanrpf gegen die Langweile und schlaf mit Erfolg ausgenommen, die fünf anderen schliefen auf den Sofas in den Ecken des Saales den Schlaf des Gerechten. Kurz der Reichstag bot ienen Anblick, wie es sich kein Wühler vorstellen kann.
Lex Daimler. Der Bundesrat hat auf Grund des 8 2 des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundesrats zn wirtschaftlichen Maßrmhmen folgende Verordnung erlassen (die foq. Lex Daimler): Im § 8 Abs. 1 der Bekanntmachnng über Auskunftspflicht vom 12. Juli 1917 werden hinter dem Worte „Geschäftsbücher die Worte „insbesondere auch Unterlagen für Preisberechnungen und Preisangebote" eingeschaltet. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft.
Zeichnungen aus die 8. Kriegsanleihe.
Die Beteiligung der Industrie, namentlich der Rüstungsindustrie, war, wie die Frkf. Ztg. zusammen- satzt, wieder recht lebhaft. Dagegen haben die Zeicht- nungen des privaten Publikums etwas nachgelassen: diese Kreise haben sich an den früheren Anleihen in so umfangreichem Ntaße beteiligt, daß sie bet ihrer immerhin begrenzten Bermöaenskraft jetzt nicht mehr so stark zeichnen konnten. Die^andwirtschaft hat nach den diesmaligen Beobachtungen mehr gezeichnet als bei der 7.; sie wird die Sunnue der durch kleine und mittlere Zeichnungen aufgebrachten Beträge wahrscheinlich erheblich nach oben drücken. Jedenfalls kann schon jetzt gesagt werden, baß uns auch die achte Anleihe einen glänzenden Erfolg gebracht hat: sie reiht sich würdig den früheren Anleihen an und ist das beste Zeugnis für die außerordentliche Wirtschafts^aft Deutschlands. In Bankkreisen rechnet man damit, daß das Gesamtergebnis der 7. Anleihe (12^ Milliarden) mindestens erreicht wird. Im Laufe des heutigen Sonnabend dürfte die Reichsbank in Berlin ein vorläufiges Ergebnis mitteilen können. „
Göttinge», 19. April.
Bei den Göttinger ZeichnungSstellen wurden 3UWWQ Mark gezeichnet.
DA den Z^chüWgBstetken der Stadt Heiligenstatz wurden über 5 Millionen gezeichnet, der Kreis Heiligem ftadt beteiligte sich an der 8. Kriegsanleche mit 6 MA lionerr.
Frankfurt a. M., 20. April.
Bei der Reichsbankhauptstelle in Frankfurt a. DL wurden aufdie 8. Deutsche Kriegsanleihe insgesamt bÄ Millionen Mark gezeichnet gegen 452 Millionen bei dä 7. und 499 Millionen bei der 6. KxtegsanleiHe.
Hannover, 20. April,
. Das Zeichnungsergebnis auf die 8. Kriegsanlety« im Bezirk der Reichsbankhauptstelle Hannover beträgt 287 Millionen Mark, gegen 182 Millionen Mark bei der 7. Bei der Sparkassen-Girozentrale Hannover (neben der ReichsbankzeMnung hergehend) find 833 Millionen Mark, gegen 296 Ncillionen bei der 7. und 286 Millionen bei der 6. Kriegsanleihe, gezeichnet worden. Ein überaus glänzender Erfolg. Die der Stadtverwaltung Har»» nover unterstehenden Kassen, einschließlich Sparkassen, sind mit rund 22 Millionen Mark bei der 8. KriegSan» leihe beteiligt.
Leipzig, 20. April.
Bei der ReichSbankhauptstelle Leipzig sind aus dem Stadtbezirk tuf die 8. Kriegsanleihe 241 Millionen Mam gezeichnet worden, gegenüber 171 Millwnen bei der 7. Das Ergebnis der 8. ist das beste unter allen Anleihen.
Berlin, 20. April.
Die Einzahlungen auf die achte Kriegsanleihe Wer» steigen schon jetzt diejenigen bei der siebenten Anleih« um 1,7 bis 2 Milliarden. Die Anleihezeichnungen bet den Groß-Berliner Sparkassen betragen 202, gegen 158 Millionen Mark. ,
Hamburg, 20. April.
Auf die 8. KriegSanleihe wurden in Hambur« 428,612 Millwnen, gegen 876 Millionen bei der 7. uns 419 Millionen bei der 6. Kriegsanleihe gezeichnet.
Weitere Zeichnungen.
Darmstadt 100 Millionen (80 bei der 7.), Bad Homburg 193 (159), Barmen 88 (66), Dresden 280,6 (209), (18,82), Baden-Baden 9,07 (7,76), Bonn 46 (45), Hanau 32^ (26,88), Limburg, Reichsbank, 8,13 (5,16), WormS 25 (27K), Koburg 23 (17), Solingen 30 (25), Bielefeld 50 (43,6), Essen 225 (201), Dortmund 65 (61,8), Magdeburg 178,2 (141,7), Barmen 88 (66), Dresden 280,6 (209). München 400 (285), Augsburg 55 (45), Mannheink lol (144), Köln 278 (251).
Vermischtes.
Der Ludendorsf-Spende für Kriegsbeschädigte fhtf in den letzten Tagen wieder namhafte Spenden au» den Kreisen der Großindustrie zugeflossen. So zeichneten: Rheinisch-Westfälisches Kuhlensyndikat 1 Million Mark, Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft^ Bergmann Elektrizitätswerke und Rheinische Stahlwerke je 600000 Mark, Oberschlefische Etsenbahn-Bedarfs-A.-G. und Accumulatorenfabrrk A.-G. je 250 000 Mark, Hantel- Bergwerke, Röchlingsche Eisen- und Stahlwerke und Köln-Neueffener Bergwerksverein ie 200 000 Mark, Berliner Maschinenbau-A.-G. vorm. Schwartzkopf, Essener Steinkohlen-Bergwerks-A.-G. und Rawack » Grünfeld in Charlottenburg je 100 000 Mark.
Untersuchung im Nenköllner Rathans. Gestern nahm im Neu-Köllner Rathause ein Berliner Kriminalkommissär im Auftrage der Staatsanwaltschaft eine Haussuchung in Sachen der städtischen Höchstyreisüberschrei- tungen vor. Das ganze Aktenmaterial, der Stadthaupt-
fasse wurde Der Magistrat hat darauf
bis auf weiteres den Betrieb der Hauptkasse eingestellt, so daß keine Zahlungen gemacht werden können.
Ein schweres Bootnuglitck trug sich bei HamburG zu. Sieben Personen, zu denen das Ehepaar Gülza« gehörte, machten eine Ruderpartie. Bei einer Brück« sprang die Frau G. über Bord. Durch die unaleichrnä- 6ige Belastung kenterte das Ruderboot, und sämtlich« Insassen fielen ins Wasser. Drei Personen konnten sich nur retten: das Ehepaar Gulzau, sowie der Kutscher Friedrich Wünsche und dessen Schwester Gretchen sind ertrunken.
Wertvolles Cello unterschlagen. Ein nach Hambur« zugezogener Zlrzt aus Göttingen beauftragte einen Soldaten, ein Cello im Werte von 50 000 Mark zu transportieren. Der Soldat hat das Instrument nicht abgeliefert. Es handet sich um ein StradivariuS-Cello am» dem Jahre 1712.
Ein Landesverräter. Der 2. Strafsenat des Reichsgerichts verurteilte den früheren Schutzmann Wilhelm Glautz aus Wilbelmshaven, geboren 1884 in Helge» sHessen), unter Einrechnung der ihm vom Landgericht Aurich am 9. und 23. März 1912 wegen schweren Diev- stahls auferlegten Zuchthausstrafe, wegen Landesverrats zu 10 Jahren Zuchthaus. Der Angeklagte hatt« u. a. 1912 Abschriften einzelner Seiten eines aeheim- zuhaltenden Signalbuches der Kaiserlichen Marine an das französische Nachrichtenbureau in Paris gesandt.
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zukaltenden Signalbuches der Kaiserlichen Marine am das französische Nachrichtenbureau in Paris gesandt.
Auf der Heimkehr vo« der Jagd tödlich vermm glückt ist der Erbe des Majorates Rantzau im Kreis« Plön, (Holstein), Graf Karl Ludwig Baudissin-Zinzen- dorf. Beim Uebersteigen eines Hindernisfes entlud sich sein Gewehr, und die Kugel durchbohrte feine Brust. Schwer verletzt wurde er ausgefunden, doch vermochte« die Aerzte ihn nicht mehr zu retten. Der Verstarben« war 19 Jahr alt. t „
Maffenverhaftung. In Mannheim wurden 22 Per» fönen verhaftet, die auf dem Rangierbahnhof groß« Diebstähle begangen hatten. Es handelt sich in de» Mehrzahl um junge Bahnarbeiter.
Heiteres vom Tage. Unlängst belauschte ich folget* des Soldatengespräch: Fritz: „Sag mal, Karle, wen siehste denn von Deinen Vorgesetzten am liebsten?* Karl: „Selbstverständlich 'nen Generaloberst." Fritz: „Nanu, 'nen Generaloberst? Wieso den jerade?* Karl: „Na, wenn ick den seine drei Stern uff de Schultern sehe, muß ick immer an alten Kognak denken, uu denn seht ma immer bet Herz uff!" — (Stinnnt schon.) „Sie haben mir doch versichert, dieser Tabak sei noch Friedensware — derweil besteht er aus Lindenblät« fern!?" „Ja, glauben S' denn, im Frieden hätten die Linden keine Blätter gehabt?!" (Münchener Jugend.)
Weitere Drahtnachrichten»
Clemencea« und die Briefgeschichte.
O* Berlin, 20. April. (Eig. DraHtn.) In der Hu» manitee richtet Sembat erneut heftige Angriffe gege« Clemenceau, weil dieser den Brief Kaiser Karls veröffentlicht hat. Sembat sagt, es sei gegen die französischen Interessen, wenn Kaiser Karl zu Kaiser Wilhelm in Gegensatz komme, da hierdurch nur der deutsche Ein« fluß in Oesterreich gestärkt werde.
Luftpostdienst Holland «England?
>* Rotterdam, 20. April. (T. U.) Die holländisch« Handelskammer in London ersuchte in einer Depesche den Generaldirektor des holländischen Postwesens, ei möchte die nötigen Schritte tun, um einen Luftpoudien« Wischen Holland nutz England einLurichten,