Hersfelder Tageblatt
Hersfelder Kreisblatt
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Z Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Fu^ ; 9tN MtCtS HerSfeld : Erscheint jeden Wochentag nachmittags. - Fernsprecher Nr. 8. -
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Nr 91. Freitag, den 19. April 1918
Amtlicher Teil.
Hersfeld, den 4. April 1918.
Die diesjährigen Impf« und Nachschautermine werden, wie folgt, anberaumt.
Station Hersfelö:
Erst-Jmpfung: Montag den 22. April, vorm. IOV2 Uhr
Nachschau: Montag den 29. April, vorm. IOV2 Uhr Wieder-Jmpfung: Dienstag d. 23. April, vorm. IOV2 Uhr Nachschau: Dienstag den 30. April, vormittags IOV2 Uhr Jmpflokal: Neue Turnhalle in Hersfeld.
Station Friedlos
Impfung: Donnerstag den 25. April, nachm. 41/« Uhr Nachschau: Donnerstag den 2. Mai, nachm. 4V» Uhr Jmpflokal: Saal des Gastwirts Grebe.
Station Rohrbach.
Impfung: Donnerstag den 25. April, nachm. 6 Uhr Nachschau: Donnerstag den 2. Mai, nachm. 6 Uhr Jmpflokal: Saal des Gastwirts Schilling.
Station Holzheim
Impfung: Sonnabend den 4. Mai, nachm. 21/» Uhr Nachschau: Sonnabend den 11. Mai, nachm. 21/» Uhr Jmpflokal: Schule.
Station Unterhaun:
Impfung: Montag den 6. Mai, nachm. IV2 Uhr
Nachschau: Montag den 13. Mai, nachm. iva Uhr
Jmpflokal: Saal des Gastwirts Großkurth.
S tatio n Obergeis:
Impfung: Dienstag den 7. Mai„ nachm. 5 Uhr
Nachschau: Dienstag den 14. Mai nachm. 5 Uhr
Jmpflokal: Saal des Gastwirts Ernst.
Station Sorga:
Impfung: Freitag den 10. Mai, nachm. IV2 Uhr
Nachschau: Freitag den 17. Dtai, nachm. IV» Uhr
Jmpflokal: Saal des Gastwirts Daube.
Station Friedewalk^
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Nachschau: Freitag den 17. Mai, nachm. 3 Uhr
Jmpflokal: Saal des Gastwirts Träger.
Station As bach:
Impfung: Montag den 27. Mai, nachm. IV2 Uhr
Nachschau: Montag den 3. Juni, nachm. I1/» Uhr
Jmpflokal: Saal des Gastwirts Fink.
Station Niederaula:
Impfung: Montag den 27. Mai, nachm. 3 Uhr
Nachschau: Montag den 3. Juni, nachm. 3 Uhr
Jmpflokal: Saal des Gastwirts Stein.
Station Frieling en:
Impfung: Montag den 27. Mai, nachmittags 5 Uhr
Nachschau: Montag den 3. Juni, nachmittags 5 Uhr
Jmpflokal: Saal des Gastwirts Schmidt.
Station Kirchheim:
Impfung: Montag den 27. Mai, nachmittags 6 Uhr Nachschau: Montag den 3. Juni, nachmittags 6 Uhr Jmpflokal: Saal des Gastwirts Eydt.
Station SchenklengsfelS:
Impfung: Freitag den 7. Juni, nachmittags iv» Uhr
Nachschau: Freitag den 14. Juni, nachmittags IV2 Uhr
Jmpflokal: Saal des Gastwirts Steinhauer.
Station Ransbach:
Impfung: Freitag den 7. Juni, nachmittags 8 Uhr Nachschau: Freitag den 14. Juni, nachmittags 3 Uhr Jmpflokal: Schule.
Station Philippsthal:
Impfung: Freitag den 7. Juni, nachmittags 4Vs Uhr Nachschau: Freitag den 14. Juni, nachmittags 4Va Uhr Jmpflokal: Saal des Gastwirts Zinn.
Station Heimboldshausen:
Impfung: Freitag den 7. Juni, nachmittags 6 Uhr Nachschau: Freitag den 14. Juni nachmittags 6 Uhr Jmpflokal: Saal des Gastwirts Bock.
Die Termine für Heringen, Widdershausen und Kleinensee werden später bekannt gegeben.
Dabei gehören zur:
Station Hersfeld-Land folgende Gemeinden: Bingartes, Metsebach, Kalkobes, Heenes, Allmers- hausen mit Hählgans.
Zur Station Sorga: Petersberg, Kathus, Oberrode, Wilhelmshof, Hermannshof.
Zur Station Friedewald: Motzfeld, Lautenhausen, Herfa, Hillartshausen.
Zur Station Friedlos: Mecklar, Meckbach, Reilos.
Zur Station Rohrbach: Biedebach, Tann.
Zur Station Asbach: Beiershausen, Kerspen- Hauien, Roßbach, Kohlhausen, O. F. Niederaula, F. H. Falkenbach, Hilperhausen.
Zur Station Niederaula: Mengshausen, Solms, Niederjossa, Engelbach, Hattenbach.
Zur Station Frielingen: Willingshain, Gersdorf, Heddersdorf, Allendorf.
Zur Station Kirchheim: Kleba, Gershausen, Reimboldshausen, Kemmerode, Goßmannsrode, Recke- rode, Rotterterode.
Zur Station Holzheim: Kruspis, Stärklos.
Zur Station Unterhaun: Rotensee, Oberhaun, Sieglos, Eitra, Wippershain.
Zur Station Widdershausen: Leimbach.
Zur Station Heringen: Bengendorf, Wölfers- Hausen, Lengers.
Zur Station Obergeis: Oberförsterei Neuenstein, Aua, Untergeis, Gitters darf.
Zur Station Schenklengsfeld: Oberlengsfeld, Unterweisenborn, Landershausen, Conrode, Wüstfekd, Lampertsfeld, Schenksolz, Dinkelrode, Hilmes, Malkomes.
Zur Station Ransbach: Wehrshausen, Ausbach, Forsthaus Stöckig.
Zur Station Heimboldshausen: Unterneurode, Gethsemane, Harnrode, Röhrigshof.
Die Impfung ist unentgeltlich.
Außer denjenigen, welche sich aus freier Entschließung impfen lassen wollen, unterliegen der Impfung im Jahre 1918
1. jedes im Jahre 1917 geborene Kind, sofern es nicht nach ärztlichem Zeugnis die natürlichen Blattern überstanden hat.
2. die Kinder, die im Jahre 1917 ohne Erfolg oder gar nicht geimpft worden sind, sofern sie nicht nach ärztlichem Zeugnis die natürlichen Blattern anden haben.
8. jeder Schüler einer öffentlichen oder Privatschule welcher
a. in diesem Jahre das 12. Lebensjahr zurückgelegt oder
b. den Nachweis der geschehenen Impfung, oder, wenn er über 12 Jahre alt ist, auch denjenigen der Wiederimpfung nicht erbracht hat.
Die Herren Ortsvorstände haben Vorstehendes, namentlich #e Termine zu wiederholtenmalen bekannt machen zu lassen, und dafür Sorge zu tragen, daß alle zu impfenden Kinder und Schüler an Ort und Stelle sind. Sie haben ferner darauf zu achten, daß die Impflinge sauber gewaschen, und mit reiner Wäsche und Kleider erscheinen.
Bei der Bekanntmachung der Termine ist gleichzeitig ausdrücklich daraus aufmerksam zu machen, daß nach § 1 des Jmpfgesetzes vom 8 April 1874 Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, welche es unterlassen,
Kinder oder Pflegebefohlenen erfolgt, oder aus einem gesetzlichen Grunde unterblieben ist, mit einer Geldstrafe bis zu 20 Mark und Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, deren Kinder und Pflegebefohlenen ohne gesetzlichen Grund trotz amtlicher Aufforderung der Impfung oder der ihr folgenden Nachschau entzogen geblieben sind, einer Geldstrafe bis zu 50 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen bestraft werden. Die Herren Lehrer haben ebenfalls als Borst.her der Schulanstalten die Verpflichtung, bei der Ausnahme von Schülern durch Einforderung der vorgeschriebenen Bescheinigungen festzustellen, ob die gesetzliche Impfung erfolgt ist, bezw. dafür zu sorgen, daß die während des Besuches der Anstalt impfpflichtig werdenden Zöglinge dieser Verpflichtung genügen.
Schließlich mache ich noch darauf aufmerksam, daß gemäß der zur Sicherung der gehörigen Ausführung des Jmpsgeschäfts ergangenen Vorschriften ein Vertreter der Ortspolizeibehörde und (für die Wiederimpfung) ein Lehrer in dem betreffenden Jmpfge- schäftstermine zur Unterstützung des Jmpfarztes und Aufrechterhaltung der Ordnung zu erscheinen haben.
Für Bereithaltung des Jmpflokales und Stellung der erforderlichen Schreibhülfe beim Jmpfgeschäft ist seitens der Herren Bürgermeister der Jmpfstations- orte Sorge zu tragen. -• Das Jmpflokal muß gehörig feucht, gereinigt und gelüftet sein. Auch muß es mit zweckmäßigen Sitzgelegenheiten für denJmpfarzt und die Mütter der Impflinge, mit einem Tische zum Aufstellen der Jmpfgeräte und mit der nötigen Wasch- gelegenheit ausgestattet sein. Wo diese Einrichtungsgegenstände fehlen, müssen sie beschafft und rechtzeitig bereitgesteüt werden.
Im Vorjahre ist die Beobachtung gemacht worden, baß viele Kinder besonders in der Stadt Hersfeld unentschuldigt der Impfung ferngeblieben sind. Die Ortspolizeibehörden ersuche ich daher wiederholt die Angehörigen der Impflinge anzuhalten, ihre Kinder bei der öffentlichen Impfung vorzustellen, da anderenfalls Strafanzeige erstattet werden muß.
Diejenigen Kinder, die im öffentlicher) Jmpfgeschäft nicht vorgestellt werden, können auch durch approbierte Aerzte geimpft werden.
Tgb. No. I. 3648. Der Landrat.
J. V.:
v. Hedemann, Reg.-Assessor.
Fortsetzung auf der 4 Se-tte.
Bus der Helmut« |
* Die Festsetzung der Gänsehöchst- preis« fürdaSJahr 1918 wird sich voraussichtlich nicht wesentlich von der vorjährigen Regelung durch die Verordnung über den Handel mit Gänsen vom 8. Juli 1917 unterscheiden. Die Käufer von Gänsekiel» und Gänseküke» werden daher bei ihrer Preiszahlung auf die in jener Verordnung festgesetzten Preise für lebende und geschlachteten Gänse Rücksicht nehmen müsse», «r»« sie nicht in Gefahr laufe« wollen, beim
späteren Verkauf der Gänse erhebliche Nachteile zu erleiden.
* (Hütet Euch vor dem Photographie- Schwindel.) I» der ünvahme, daß viele Angehörige der auf dem Felde der Ehre gefallenen ein großes Interesse daran haben, aus kleinen Photo- graphien ihrer Lieben Vergrößerungen in Oel oder Kreide Herstelle» zu lassen, überschwemmen Agenten angeblicher BildvergrößerungS-Jnstitute da» Land und versuche», von dem Leuten Bestellungen auf Vergrößerungen an Bildern zu erlangen. Diesen Agenten ist mit großer Vorsicht zu begegnen. In vielen Fällen kommt eS ihnen nur auf die Anzahlung an. Deshalb ist besonders hierin Zurückhaltung und recht genaue Prüfung aller vorgelegten Bedingungen geboten. Vor allem unterschreibe man nichts! Der Schaden beläuft sich bis auf 100 Mark.
- f- Hersfeld, 18. April. K r i e g s j u g e n d « e h r Hersfeld. Wie im vorigen Jahre finden auch in diesem Jahr Wettkämpfe der Jugendwehren statt, die durch die Verfügung des Kriegsministerium vom 4. März 1918 an-eordnet worden sind. Die vorgesehenen Uebungen ermöglichen es einen jeden Jung- mannen, an den Wettkämpfen sich zu beteilige». Diese Wettkämpfe find eingeteilt in Ausscheidungs- kämpfen und in Endkämpfen. Gegenstand der Aus- scheidungskämpfe bilden ein Dreikampf, bestehend in einem Hindernislaus (110 m), einen Weitsprung und eiuemHandgranaten-WeitwurßeinEntfernuugsschätzen und eine Meldeübung. Zu den Endkämpfen werde» diejenigen Jungmannen zugelassen, die bei den Ausscheidungskämpfen eine Belobigungsurkunde, die vom Kriegsministerium ausgestellt wird, erhalte» haben. Es sind bei den Endkämpfen dieselben Uebungen, wie bei den Ausscheidungskämpfen zu leisten. Außereem wird von einem jeden Jungmann einen Wahlübung gefordert. Als Wahlübung gelten: 'EchE.ufflM na ü. »etl^Tirng, ^. »tadyostnpEg, 4. Handgranates-Zielwerfen, d Verwerfen, 8. Turnen am Barre«, 7. Turnen am Reck, 8. Schwimmen. Die Sieger in den Endkämpfen erhalten Ehrenurkrtuden, die ebenfalls vom KriegSministerium ausgestellt werden. Die Auswahl der Uebungen für die Wettkämpfe wird, wie erwartet werden darf, aber auch diejenigen jungen Leute, die bisher der Jugendwehr fern geblieben sind, zum Eintritt in die Wehr anregen, zumal für einen jeden Teilnehmer durch fleißige» Heben die Möglichkeit, sich auszuzeichnen, geschaffen ist. Die Ehrenurkunden dienen aber, waS ganz besonders hervorgehoben werden muß, dem Sieger als beste Empfehlung bei seinem Eintritt in den Heeresdienst. Mit den Vorübungen soll bereits am kommenden Freitag Abend begonnen werde«. An diesem Abend findet eine Neueinteilung der Teilnehmer im Turnringe statt. Es darf erwartet werden, daß in dieser ernster Zeit eS kein Jugendlicher versäumt, sich turnerisch und militärisch so vorzu- bereiten, daß er demnächst den Anforderungen deS Heeresdienstes gewachsen ist.
- h- HerSfeld, 18. April. Vor der PrüfungS- kommission in Fulda bestauben die Lehrmädchen Maria Höhle, Lina Rode und Lina Reu scher die Gehilfixenprüfung im Putz-Fach.
) :( HerSfeld, 18. April. Wir entnehmen der Berliner Börsen-Zeitung folgende Notiz: Der Bildhauer Arnold Rechberg hat soeben eine Marmorbüste der Generalin Ludendorff vollendet. Er erhielt neuerdings den Auftrag, eine Büste deS Königs von Bayer» anzufertigen. Zur Zeit arbeitet Rechberg an einem monumentalen Grabmal, daS für den alten Friedhvf in PotSdam bestimmt ist.
Sarstedt, 15. April. In einer Kiesgrube verscharrt aufgefunden wurde Freitag vormittag die Leiche bei Gendarmerie-WachtmeisterS Hartmann. Er hatte sich abend» zur Revision der Vorräte zu den Arbeiter- leuten Alves begebe» und war nicht zurückgekehrt. Letztere find unter dem dringenden Verdacht deS Mordes an den Gendarmerie-Wachtmeister verhaftet worden.
Wiesbaden, 15 April Der Sergeant Josef Hei», der die Ehefrau Met« Lotz auf offener Straße erschossen und sich dann in seiner Wohnung durch Ga» zu vergiften versucht hatte, hat sich heute morgen im Militärgefängnis erhängt.
Weilburg, 11. April. Bei der Heimkehr vom Acker wollte in Gräveneck ein Landwirt den Schmutz von der Hacke abmachen und schlug mit der Hacke auf einen Steinhaufen. Im gleichen Augenblick erfolgte eine Explosion, die den Bauern am Körper schwer verletzte. DieHackehatte eine unteröenSteinenliegende Handgranate zur Entladung gebracht. Wie da» Geschoß an diesen Ort gekommen ist, konnte noch nicht ermittelt werden. Der Schwerverletzt« wurde der Gießener Klinik zugeführt.