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Herssel-er Tageblatt

Hersfelder Kreisblatt

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8 Hersfeld. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. für Den Kreis Herssew Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

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Nr. 89. Mittwoch, de« 17. April 1918

Amtlicher Teil.

HerSfeld, de« 10. April 1918.

Die Vergütungsanerkenntnisse aus den Monaten Februar 1916 bis Dezember 1917 über Forderungen für Naturalquartier, Stallung, Naturalverpflegung, Furage und Hergabe von Gebäuden und Grundstücken sind zur Zahlung angewiesen und können bei der Königlichen Kreiskasse hier eingelöst werden.

M. 2903. Der Landrat.

J. V.

v. Hedemann, Reg.-Affeffor.

Hersfeld, den 12. April 1918.

Infolge des Friedensschlusses mit Grotz-Rußland treten nach einer Verfügung des Kriegsministeriums für die in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigten russischen Kriegsgefangenen dieselben Arbeitsbeding­ungen ein wie für die ukrainischen.

Die russischen Kriegsgefangenen können daher den Arbeitgebern nur dann belasten werden, wenn ihnen vom 1. April ö. J. ab ein Minbesttagelohn von SO (Unteroffiziere 60 Pfennig) gezahlt wird.

Arbeitgeber, die hiermit nicht einverstanden sind, müssen die Kriegsgefangenen in das Gefangenlager in Cassel-Niederzwehren zurückbringen. Ersatz darf nicht gestellt werden.

Tgb. No. I. 3852. Der Landrat.

J. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

Hersfeld, den 5. April 191t.

Die Herren Bürgermeister erinnere ich an Er­ledigung meiner Verfügung vom 8. März ds. Js. J. A. No. 2929, betreffend Ergänzungswahlen zur

WtWmtOCl*tttit!U II g.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

I. A. No. 2900. J. B. :

v. Hedemann, Reg.-Affeffor.

Hersfeld, den 8. April 1918.

Die Herren Bürgermeister in Beiershausen, Dinkelrode, Friedlos, Gethsemane, Heimboldshausen, Herfa, Hillartshausen, Kalkobes, Kohlhausen, Leim­bach, Röhrigshof, Roßbach, Sorga, Tann, Untergeis, Unterhaun und Wölfershausen erinnere ich wieder­holt an die Einreichung des Voranschlags für das Rechnungsjahr 1918.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

I. «. No. 2906. J. V.:

v. Hedemann, Reg.-Affeffor.

Bus der Heimat.

* Zur 8. Kriegsan leihe zeichnete die Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau 10 000 000 Mk. An sämtlichen KriegSanleihen hat sich die Landes- versicherungsanstalt mit insgesamt 75 000 000 Mk. be­teiligt,- sie steht damit im Vergleich zum vorhandenen Vermögen prozentual an der Spitze aller Hande-ver- ficherungsanstalten.

* Der neue Eisenbahntarif, der seit dem 1. April d. I. in Kraft gesetzt ist und für alle Eisen­bahnen des Deutschen Reiches gilt, hat eine erhebliche Verteuerung des Reifens gebracht. Der Kilometer­preis für Personenzüge beträgt in der 1. Klaffe 9, in der 2. Klasse 5,7, in der 8. Klasse 3,7, in der 4. Klasse 2,4 Pfennig. Für Schnellzüge ist der Fahrpreis vor­läufig so geregelt, daß zur Benutzung der t, Klasse eine Schnellzug-fahrkarte 2. Klasse, für Benutzung der 2. Klasse eine Fahrkarte 1. Klasse und zur Be­nutzung der 1. Klaffe eine Fahrkarte 1. und 2. Klasse zu lösen ist. Bet Schnellzugfahrpreisen bis 5,30 Mk. ist in allen Klassen ein Zuschlag von 3 Mark zu entrichten. Dieser Au-nahmetarif soll den Schnellzugs- verkehr vermindern und später durch einen anderen Tarif ersetzt werden, der dann den Personenzu-fahr- preiS durch einen Schnellzugzuschlag erhöht.

*(EntlassungderLandsturmleutede» Jahrgangs 1869.) Die nach dem Erlaß vom 1. April 1918 zu entlassenden Landsturmleute des Feldheere», die sich zur Zeit als Beurlaubte usw. in der Heimat aushalten, sind von der Pflicht zur Rück­kehr in ihre Feldstellen usw. entbunden und haben sich bei den zuständigen Ersatzformationen zwecks

Entlastung einzufinden. Letztere sind grundsätzlich auch für die Entlassung der im Felde befindlichen Handsturmleuts zuständig.

Sparer an die Front!

Zeichnet Kriegsanleihe!

Zeichnet heute noch!

* (DaS Getreide im Elevatorkasten.) Ein Strafprozeß, der besonders Landwirte interessiert, wurde dieser Tage vor einem benachbarten Schöffen­gericht verhandelt. Ein Besrtzer drosch auf seiner Dresch­maschine für fremde Rechnung. Dabei soll er in dem Elevatorkasten zurückgebli Zenes Getreide zu seinem Nutzen verwandt haben. Er will angeblich dazu be­rechtigt gewesen sein, doc^ behauptete ein Sachver­ständiger das Gegenteil, erartig zurückgebliebenes Getreide gehöre dem Landwirt, der ja für die Benutzung der Maschine sein Geld bezahle. Das Gericht kam daher zu einer Verurteilung- es erkannte wegen Diebstahls auf einen Monat Gefängn 4.

* (K e i n e n F r »f ch tuten!) Mit dem Frühling haben sich in den Gärten und Sümpfen, auf Wiesen und Triften auch die Frösck eingesunden. Der Land- bewohner tötet keinen Frosch! Es sind nur unver­ständige Menschen, weV . Mefe? überaus nützlich« Tier verfolgen ooer gar ue^aiMcn. ^ever flusch o^-i tilgt tagtäglich eine ungeheure Menge schädlicher Kerb- i tiere und Infekten, alles Tote läßt er unberührt. So | gehört er zu den unentbehrlichsten Tieren für den Garten, und «a» soll ihn daher er tut ja keinem ( Menschen etwa» zuleide nimmermehr verjagen. Besonders aber belehre man auch die Kinder über den großen Nutzen der Frösche.

«(Erhöhung der Teuerungszulagen für Beamte). Die Kriegsteuerungsbezüge an die Beamten im Reiche und in Preußen sind mit Wirkung vom 1. April 1918 erhöht worden. Die Erlasse an die einzelnen Ressort» sind bereit» ergangen. Soweit die Auszahlungder erhöhten Teuerungszulageiueinzelne« Fällen noch nicht erfolgt sein sollte, dürfte sie in aller­nächster Zeit zu erwarte» sein.

):( H«r»feld, 15. April. Unser BolkSheld u n tD i e T a t". Diese» stolze eisern« Wort, kei»«m «nderen kommt eine Erläuterung darüber mehr zu als unserem Hindenburg, der den BegriffTat" in seiner vollen Tragweite erkaunt ha§ der selbst die Personi­fizierung der Tat ist. Auf dem Zenit öe» LebenS stehend, vollbrachte er weltgeschichtlich große Taten, wie kaum ein Feldherr zuvor. Nur «userwählte Männer sind zu sochen großen Taten berufen, die gewaltige Entscheidungen bringen. Aber die Gelegenheit zur Tat wird jedem Deutsche» geboten, Gelegeuheit zu einer Tat, die mithelfen soll die Entscheidung zu bringen. Wie Hindenburg mit feinem Heer siegreiche Feldschlachten schlug, so soll das Heimatheer sich in der Gel-schlacht bewähren. Und wenn Hindenburg uns Deutsche jetzt zur Tat auffordert, dann darf kein Deutscher zögern, dem Vaterland zu helfen. Die Pficht ruft zur Zeichnung auf die KriegSanleihe. Und Kriegsanleihe zeichnen, ist Ehrenpflicht.

Laffel, 15. April. Das Ergebnis der Obstkern­sammlung im Regierungsbezirk Gaffel war trotz der schlechten Steinobsternte im vorigen Jahr doch ein gutes. Es sind gesammelt: 31,835 kg Obstkerne und 336 kg Akaziensamen. Obstkerne enthalten fünf, Akaziensamen 20 Prozent Fettgehalt und wird das Fett ausschließlich zur Margartnebereitung verwendet. ! Sammelstellen sind alle Schulen und nehmen diese immer die Kerne an.

Hamel«, 14. April. Kürzlich beging, wie berichtet, Fräulein Adele Hurtzig, hier, ihren hundertsten Ge­burtstag. Diesen Tag hat die alt« Dame, die am 21. Februar 1818 in Serum als Tochter des Superintendent Hurtzig geboren war, nicht lange überlebt,- jetzt hat der Tod die Greisin plötzlich abberufen.

Göttin»««, 13. April. Spielende Kinder fanden gestern nachmittag 4 Uhr am Papenberge bei Weenöe in einem Dornbusch die Leiche eine» etwa 25 Jahre alten Manne». Die Wäsche der Leiche ist G. S. ge­zeichnet. Man nimmt Raubmord an, da die Leiche aller etwaigen Wertsachen ledig und die Schußwaffe, die durch Schläfenschut den Tod herbetgeführt hat, nicht gefunden werden konnte.

Erfurt, 11. April. Der Mühlenbefftze, Karl Köhler in Meiningen verkaufte einen ledernen Treib­riemen, der ihn 136 Mk. kostete, an einen Kaufmann in Erfurt für 826 Mk. Dieser erzielte durch Verkauf 1275 Mk., und ein Dritter mußte 2300 Mk. zahlen. Vor dem Schöffengericht beantragte der AmtSanwalt wegen Preiswuchers gegen Köhler 1000 Mk. Straf«. Das Gericht ließ es bei einer solchen vo» 500 Mk., der 5t Tage Gefängnis gleichzustellen sind, bewenden.

Weine (Kr. Büre^), 16. April. Das seit einigen Tagen vermißte vierjährige Söhnchen der Familie Kersting wurde jetzt ertrunken in der Alme gefunden.

Fulda, 13. April 3er geistige Schweinemarkt war mit 12 Ferkeln beschickt. Preis: 135 Mark das Stück.

Hanau, 12. April. Der Hausbesitzer H'inriH X. von hier hatte sich fehlerhaft gedruckte Brotmarken, die vernietet werden sollten, angeeignet u»d sie seiner Mutter gebracht, welcher e» gelungen war, darauf Brot zu erlangen. Der Junge wurde wegen Diebstahl» mit 1 Tag Gefängnis, seine Mutter wegen Hehlerei mit 2 Tage^ Gefängnis bestraft.

Hauau, 12. April. Vor der Hanauer Strafkammer hatten sich die beiden Gelegenheitsarbeiter Nikolaus Henning und Friedrich August Haußner aus Hanau zu verantworten, die nach eigener Angabe bis zu 22 Mark täglich verdient und sich trotzdem des Gänse, diebstahls schuldig gemacht hatten. Haußner erhielt

Hanau, 12. April. D«r Inhaber «i»«s hiesigen Gemüsegeschästes bemerkte gegen Ende des vorigen JahreS, daß er fortgesetzt bestohlen würd«. Als Täterin ermittelte die Kriminalpoltzei die im Hause des Händlers beschäftigte 14 Jahre alte Schülerin Helene B, Das Mädchen hatte beobachtet, wie sein Arbeitgeber den Schlüssel auf den Schränk legte, in dem das Geld in einem Etui «ufbewahrt wurde. Es eignete sich das Geld an und brächte es seiner Mutter, die es auf der Sparkasse anlegte. DaS Mädchen hatte den Händler insgesamt um 1020 Mk. bestohlen. Der Gerichtshof nahm nur einfache Hehlerei a» und erkannt« auf t Monate Gefängnis.

Frankfurt a. M., 12. April. Sechs Knaben im Alter von 9 bis 12 Jahren erbrachen im Hause Rödelheimer Landstraße 111 eine Wohnung und plünderten diese gründlich au». Als die Bürschchen am nächsten Tage im gleichen Hause in eine zweite Wohnung einbrechen wollten, wurden sie überrascht und der Polizei übergeben.

W Man lese 7ML

die

amtlichen Belanntmachungen.

Nicht nur an den Tagen, an denen man etwas wichtiges unter ihnen vermutet, sondern «T täglich -3MB

Unter den amtlichen Bekanntmachungen werden fast Tag für Tag Bestimmungen wirtschaftlichen Inhalts verzeichnet, die man in dieser ernsten Zeit wissen und befolgen muh. Einmal im Interesse des allgemeinen Wohles und baun auch um sich vor Strafe zu schützen.

Höchste Zeit!!!

Am Donnerstag mittag wird die Kriegsanleihezeichnung geschsoffen. Wenn alle, die noch nicht gezeichnet haben oder die ihre Zeichnung

noch erhöhen können, diese Gelegenheit nicht verpassen, kommen noch viele Millionen zusammen. Gerade diese letzten Millionen vollenden erst den großen Erfolg,den wir brauchen. Also - zeichne, zeichne heute,

zeichne sofort!