M tzer-ching fm NEn der MrÄn^teü Magien ge^ auyerten Wunsche zu entsprechen. Es w-rden nun ame- rttamsche Truppen Sette an Seite mit den englischen und französischen Truppen käMpfen und auf dem Gefilde der Pckardie neben den französischen und englischen F-ahnen stehen.
Man kann rooh agen, daß umgekehrt ein Schuh braus .werde. ..gland und Frankreich werden die Vereinigten Skaten ausgefordert haben, mehr Trup- PEN iu d^^amPf zu werfen. Pershing durfte sich schwerlich herangedrängt haben.
Pershings „Augebot".
^ tessp Rotterdam, 2. April. (Eig. Drahtn.) Der Nieuwe Rotterdamsche Courant erfährt aus Paris: Der amerikanische General Pershing besuchte Foch, um chm alle amerikanischen Strettkrüfte für die gegenwärtige Schlacht zur Verfügung zu stellen. Der Partser Korrespondent des Daily Chroniele berichtet, daß am 25., 26. und 27. März nur wenig daran fehlte, daß die
26. und 27. März nur wenig daran fehlte, daß die nt der Alliierten in der Gegend von Cyaulnes (be-
Front der Alliierten in der Gegend von Cyaulnes (bekanntlich jetzt im Rücken unserer Kampffront von Mont- didier liegend) durchbrochen wurde.
Oberst Repingtou sagt, die Nachrichten der letzten 24 Stunden seien besser. Es sei für den Feind entichie- den notwendig, im Abschnitt von Montoidier wettere Fortschritte zu machen. Der Kampf im dortigen Abschnitt werde sicherlich erneuert. Man könne erwarren, daß auf dem deutschen linken Flügel neue Streitkraste aüftreleü werden
Lloyd George verlangt den letzten Mann.
Lloyd George drahtete, laut Reuter, an die Premierminister Kanadas, Australiens, Südafrikas, Neu Südwales und Neufundlands einen Hinweis auf d^e Notwendigkeit der Trupvenverstärkuna und aus die Schritte, die die englische Regierung m d-ceser Beziehung im Parlament zu tun gedenke. Er fordert die Regw- rungen der Tochterländer auf, ihre Armeen ebenfalls so rasch wie möglich zu verstärken, da alles brs auf den letzten Mann in diesen Kampf geworfen werden müsse.
Zu Fochs ErnennuKg.
Glückwunsch Wilsous.
-v zu glück-
^ Amsterdam, 1. April. (T. XL) Aus WashiiMton wird gemeldet: Präsident Wilson hat General Foch ictner Ernennung zum Oberbefehlshaber begu wünscht. Der Präsident sieht in der Vereinheitlichung der Operationen Vorzeichen für den. Endsieg.
Unmut über Fechs Erueuuuug in England.
^- Haag, 1. April. (Eig. Drahn.) Die Tatsache, daß die englischen Truppen unter französischem Oder» befehl kämpfen sollen, macht in England den denkbar übelsten Eindruck. Im englischen UaterhLns wird, wie aus London gemeldet wird, Lloyd George diesoezugs lich interpelliert «erden. Man hält es im engliswen Parlament nicht für unwahrscheinlich, daß das «a? binät in dieser Frage gestürzt werden könne.
Foch erhält nicht den Titel „Generalissimus".
>e Genf, 2. April. (T. U.) Der Titel „Generalissi- muS" wird General Foch nicht erteilt werden, sondern es wird ihm in einem besonderen Dienftörrefe die verantwortliche Oberleitung der airtiertcn Strettkrafte an der Westsrvnt übertragen werden. Dreier Drenstbrres wird nach den vorliegenden Pariser Meldungen _ derr Vermerk enthalten, daß er im Einvernehmen der fran- —Äto miL der Mim RLüirmzng erlagen, wtzrd^ ' Die Borentbattung des Titels „Generaliffimus" dürfte eine Rücksichtnahme auf die englrscye Erfersuch-
telei sein.
Havas meldet: Das . deutsche weittragende Geschütz hat die Beschießung der Pariser Gegend am 30. März (Sonnabend) fortgesetzt. Acht Personen, öarimter mer Frauen, wurden getötet und 37, darunter neun Frauen und sieben Milder, verwundet. Ein Drahtbericht der ^aily Mail ergänzt die Meldung dahin, daß die erneute Beschießung von Paris morgens 7 Uhr beganm
Weiter meldet Havas: Der Feind setzte auch am 31. März (Sonntag) die Fernbeschießung der Umgegend von Paris fort: ein Toter, ein Verwundeter.
Die Flucht aus Paris
hat seit Mittwoch, seit dem Fall von Noyon, größeren Umfang angenommen. Die in Gens emgetroffenen Pariser Blätter vorn Mittwoch enthalten die unscheinbare Notiz, daß sämtliche Züge der Parrs—Orleans- und der P L M.-Bahu doppelt geführt werden. Dre Fahrkarten müssen im Voraus bestellt, das Gepäck mindestens 12 Stunden vor der Abfahrt aufgegeben werden. Bordeaux und die M-mera-Kurorte sind uversnuc. In T»m use ist es unmöglich, sie unterzubringen. Tansende schlafe» auf offener Straße. Zum Schutz, gegen die Fernbeschie- ßung werden jetzt auch in derr Gärten der Tirilierten betonierte Unterstände gebaut.
Angstvoller Karfreitag der Pariser.
Der Berichterstatter des Dally Expreß meldet aus Paris: Frankreichs Hauptstadt hat einen angstvollen Karsreitag erlebt. Ein bleigraner Himmel ging über Puris, der fliegen platschte durch die f tragen. Von weit- der aus der Richtung von Montdidier vernahm man dumpfen ununterbrochenen Geschützdonner. Trotz de-> schlechten Wetters waren die Kirchen sehr gut besucht. P ötz ich ertönten die Alarmsignale, wodurch angekündigt wurde. daß Paris erneut aus dem weittragenden
•' h Geschütz beschossen wurde. DteVStratzen Ieer- ten 'ich erstaunlich schnell. Untergrundbahn und Strm tzcnbahn stellten ihren Betrieb ein; bald vernahm man gut der Straße nur noch das Aufplatschen des Regens, hier und da von dem Geräusch einer einsamen Lohn- droschke unterbrochen. Inzwischen nahmen die Parffer in Leu Kellern ihren Aufenthalt. Dort ist es noch weniger angenehm geworden, seitdem auf Befehl des Poli- ze prüfekten alle Kellerfenster und Löcher wegen der Ge fahr von Bombensplittern zugemauert werden müssen. Das stundenlange Warten m.den Kellern ist vlel un- beimlicher geworden, da man nicht den ^'ürsetztenDo«' ner der Abwehrgeschütze hört, fontieru Paris in todlichei Stille verteidignnasloö von den schwere» ^^choßen be« droht wird, die das urtheimliche Riesengeschütz, gegen das keine Abivehr besteht, in die Stadt schleudert. Große Bestürzung erregte die Nachricht, daß gegen 11 Uhr m einer Kirche des Seineviertels durch ein Geschon 75 Per- ionen getötet und 79 verwundet morden seien. Thatet sollen große Gebäude an der Seme getroffen worden
den
sein.
Ein Augenzeuge über die Beschießung.
Die Stimmung in Paris und an der ^rout
Ein französischer Sergeant, der während seines Urlaubs in Paris die ersten Tage der Beschießung mitgemacht hatte und bald nach seiner Rückkehr an die Front nun einem deutschen Stoßtrupp gefangen genommen würde, äußerte sich bei seiner Vernehmung über die Beschießung von Paris u. a., diese habe auf die Bevöl- fern na einen größeren ^inMt- gemacht, als die fiM*
f S»* d8^«°g-rr. ®en«aw». ]
Wie«, 1. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
A« der nuteten Piave, im Raum von Asiago und im Laghibecke« wurden italienische Erkundnugsvorstötze abgewiese«.
Der Chef des Ge«erakst«Les.
Amtliche Meldung des Admiralstabs«
Berlin, 1. April. (Amtl. WTB.) Eines unserer Unterseeboote, Kommaudant Kapitävleutnaut We»niu- ger, hat im westlichen Teil des Nermeikanals 6 Dampser und 1 Segler mit zusammen über 22 000 BRT. vernichtet. Fünf der versenkten Dampfer wurden aus stark gesicherten Geleitzügen hcransgeschoije».
Unter den versenkten Schiffen befände« sich der englische bewaffnete Dampfer „Lady Cory-Wright" (2516 BRT.l mit Kohlenladung, ein englischer bewaffneter Dampfer vom Einheitstyp von etwa 5500 BRT., ein, mindestens 7600 BRT. großer bewaffneter Dampfer und ein Taukdrm ffer. Der Segler war der französische Raaschvner „Fllenr".
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
U 48 in Ferrsl.
Der Führer des in Ferrol eingelaufenen U-Bootes 48 berichtet, das Boot sei im Kanal bei plötzlichem Tauchen an einen Felsen gestoßen und habe dabei Beschädigungen erlitten, die ihn nötigten, in Spanien Zuflucht zu suchen.
Segelschiffe von einem U-Boot beschossen.
Reuter meldet: Ein feindliches Unterseeboot erschien am 26. März auf der Höhe von Santorini und beschoß Segelschiffe, die mit Lebensmitteln beladen im Hrrfen lagen, mit Granaten. Die Landbatterien erwiderten das Feuer, wobei zwei Mann getötet wurden. Das Unterseeboot tauchte dann.
Santorini, die südlichste der Kyklaöeninseln, ist zwar griechischer Besitz, von der Entente aber für ihre Balkan- krtegssührung beschlagnahmt.
Englischer Torpedobootszerstörer gesunke«.
Die britische Admiralität teilt mit: Ein englischer Zerstörer ist am 27. März aus eine Mine gestoßen und gesunken. Ein Osfizier und 40 Mann find umge- kommen. dig fortschreitende deutsche Offensive. Am 23. März mittags fiel die erste deutsch Granate vor dem Ostbahnhof nieder, die zweite neben dem Senfmal an der Place de la Repnbligue. Der Soldat befand sich ganz in der Nähe und hörte, daß durch diese zweite Granate etwa 20 Personen aeiötet oder verwundet wurden. Bei der zweiten Beschietznng schlugen die Granaten auf dem Boulevard Bonne Noüvelle ein, wo drei oder vier Häuser schwer gelitten haben sollen. Genaueres über die Beschießung und Zerstörungen konnte er nicht erfahren, da die Zensur alle Nachrichten unterdrückte und die meistbetroffenen Stadtteile absperrte.
Als die Beschießung begann, erging sich das Volk in den abenteuerlichsten Vermutungen. Unter anderm verbreitete sich das Gerücht, ein Zeppelin habe in der Nähe von Paris Spione mit Geschützen abgesetzt. Die den Tatsachen entsprechende Erklärung scheint verhältnismäßig rasch durchgedrungen zu sein und löste überall eine, weicn anm widerwillig?. Bewunderung vor den Leistungen der deutschen Technik aus. Die Stim-
Unters«ch»«g des Geschosses in Paris.
^ Genf, 2. April. (Eig. Drahtn.) Der Direktor des Partser städtischen Laboratoriums hat das Geschoß der deutschen Wunderkanone aus den auf den Straßen ausgelesenen Splittern wiederhergestellt und veröffentlicht sein Gutachten im Petit Parisien. Er bestätigt, daß die Geschosse von ganz außerordentlich widerstandsfähigem Hartstahl sind. Das Kaliber ist nicht 240 sondern nur 220 mm. Das Laden soll mindestens eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Das Geschoß ist nur einen halben Dieter lang, wiegt höchstens einen Zentner und entHält acht bis neun Kilogramm Sprengstoff. Seine Hülle ist durch eine vier Mal durchlöcherte Wand in einen großen Unterteil und einen kleinen Oberteil abgeteilt, so daß zwei aufeinanderfolgende Explosionen möglich sind. Auf diese Weise lasse sich die Vermutung erklären, bei der ersten Beschießung von Paris sei aus zwei Geschützen gefeuert worden. Der Geschotzmantel trägt die deutsche Kaiserkrone und den Buchstaben M. Es handelt sich also um ein deutsches Marinegeschütz.
Schweizer Legattonsrat mit FamUte getötet.
»^ Basel, 2. April. (T. II.) Amtliche Meldungen bestätigen, daß der Schweizer Legattonsrat Stroehlin mit Gattin und zwei Kindern von 11 und 4% Jahren bei der Fernbeschießung von Paris getötet wurden, während sie in einer Kirche dem Gottesdienste beiwohnten.
Die Verheerungen in Paris.
o-^ Genf, 2. April. (T. U.) Die Verheerungen in Paris durch Treffer der Kruppschen Ferngeschütze müssen nach den vorliegenden Telegrammen während der letzten 48 Stunden an Umfang die voraffgegangenen Schäden übertreffen. Die Bevölkerung richtete sich ein, in den Untergrundbahnstationen ihr erstes und zweites Frühstück einznnehmen. Die Leichenbegänmttsfe der Opfer der Beschießung finden nachts statt.
Die Pariser Kriegspartei gefährdet.
Bezeichrcend für die Stimmung in Paris ist die Tatsache, daß jetzt verschiedentlich die Forderung nach Veröffentlichung der deutschen Heeresberichte ausgesprochen wird. Die allgemeine Stimmung ist. wie der Kölnischen Bolkszeitung von einem den französischen Verhältnissen nahestehenden Vertrauensmann geschrieben wird, zurzeit derart, daß durch irgend eine» unvorhergesehenen Zwischensau eine Explosion der Volksseele stattfinden taun, die die herrschende Kriegspartei mit einem ei» zigen Schlage auf Niulmcrwrederjehen hinwegfegt.
gerufener auch auf Versailles.
Pariser Telegrammen in Mailänder Blättern zufolge hat die deutsche Ferntieschießung auf Paris and) St. Denis und Versailles getroffen. In der Pariser Barrnmeile zeigten sich bis Donnerstag früh mehr als 400 Einschlagstellen der Geschosse.
Feruveschietzuug DünkirchenS.
r^ Genf, 2. April. (T. U.) Die Hafenstadt Düu- kirchen hat in der Vorwoche durch eine heftige Beschießung mit Ferngeschütze» sehr gelitten, namentlich die Hafenviertel.
London dangt vor Beschießung.
An der Wesffront gesangene englische Offiziere äußerten die Besorgnis, daß wie Paris auch London das Ziel der weittragenden deutschen Geschütze werden könne.
Stegemann über die Lage.
Stegemann, der Militärkrittker des Berner „Bund", hält Amieus äußerst bedroht. Er schreibt: Im Grunde verteidigen die Engländer nur noch die Linie Amiens- Toullens, um Zeit zu gewinnen. Denn wenn die gro- A» 0Le.rc>ttveu Geaecmmßreael« der frauiuiftfcbcu Lee-
resMüng nicht bald zu einem Ergebnis reffe«, wird ihr» ganze strategische Position zwischen der Somme und den Meere mit verkehrter Front nach Süden herausgs drängt und entwertet, gleichgültig, ob sie dieselbe in der Defensive halten oder sich zu einem allgemeinen Abbar entschließen. Die englischen Armeen sind nicht in der Lage, die operative Entwicklung von sich aus zu bestimme» da chnen zum Bewegungskrieg zu viel fehlt; nur Mi Franzosen konnten sich in dem Punkt mit den Deutscher, meyen. Aber auch diese leiden unter der Lage, in öei ihre Verbündeten verstrickt sind, die wie vor drei Jahren auf sranzösische Hilfe angewiesen sind und Hilfe bereits zu der Defensive nötig haben. Die nächsten Wo- chen werden den Gang «nd das Ergebnis der Opera- «one«, von deren Verlauf sehr viel für die Dauer ««d ^-Ansgaug des Krieges abhängt, Wahrscheinlich end- gültrg bestimme».
Die Kämpfe in der Ukraine.
Poltawa besetzt. '
, ,^Die Petersburger Telegraphenagentur berichtet aus Moskau, dem nunmehrigen Regierungssitz: Der Oberbefehlshaber der Sowiet-Streitkräfte in der Ukraine meldet unter, dem 29. März: Unsere Haupfftreitkräste
«ch auf Wirksa zurück. Die Stadt Poltawa ist durch Truppen der Rada, unterstützt durch deutsche, die schwere Artillerie zur Verfügung haben, besetzt worden. Brücken und Vorratsfpeich " ? * ' ~ worden. Wir halten den B<
Verfügung haben, besetzt worden, sspeicher sind durch uns zerstört Bahnhof von Poltawa besetzt.
Austausch der Natifikationsurkunden.
Der Austausch der deutschen und der russischen Ra- liftkatronsurkunöe zu dem am 3. März in Brest unter, zeichneten Friedensvertrag und dem Zusatzvertrag ist nn Auswärtigen Amt in Berlin zwischen dem stellver- ttetenöen Staatssekretär Freiherr« von dem Bussche- Haddenhausen und dem russischen Sondergesmidten Pe. troff vollzogen worden. Petroff, den der Moskauer Kongreß als den Berichterstatter über die ausrvärttgen Angelegenheften mit der Uebernttttlung der Ratifika- ttonsurkun.de betraut Hatte, reiste irnct) Moskau zurück. Der Austausch uer Ratiftkationsurkunden zwischen Rußland und den mit Deutschland verbündeten Mächten wird Nachfolgen, sobald die beiderseitigen Urkunden im Auswärtigen Amt vorliegen.
Deutsches Petroleum-Monopol in Numänieu.
Ueber die Ikbmachungen mit Rumärliert berichtet die Telegr^chen-Union: Deutschland hat sich in den Frie- öensbedinguilgen mit Rumänien eine Sonderstellung in ber.. Erdökfrage gesichert. Es handelt sich um einen Wrahrrge« Vertrag über die Ausbeutung des rumänische« Petroleums örirch Deutschland, um eine Monopol- ftettnng, die den Mitbewerb anderer ausschließt. Zur Bürgschaft für dieses Privileg hat sich Deutschland ein Besatzungsrecht gesichert. Auf diese Weise soll ein Teil der Deutschland von Rumänien verursachten Kriegsun. tosten wieder herausgewirtschaftet werden. Außerdem werden Rumänien die Reguisittmien der deutschen und ösLerreichisch-ungarlschen Heere nicht zurückverglitet werden, die rund eine Milliarde betragen. Der finanzielle Beistand Deutschlands und Oesterreichs bleibt Runttt-- nien gesichert Ueber die Gebietsabtretungen an Bulgarien und Oesterreich ist ebenfalls vollkommene Uebereinstimmung erzielt worden.
Die niederländische Regierung veröffentlicht einen energischen Protest gegen die Erklärung des Präsiden ten der Vereinigten Staaten vom 20. März. In dieser Anvlassuna der nieöerlat'.dischcn Regierung, die von dem Vorstand des Ministerrats und dem Minister des Aeu- ßeren unterzeichnet ist, heißt es:' .Die Massenbeschlag- nähme einer neutralen Handelsflotte —• sei es auch nur fto die Dauer des Krieges — ist eine Tat, die vom völkerrechtlichen Standpunkt aus nicht zu verzeihen ist Auch die Art, in der die Erklärung des Präsidenten die Gewalttat verteidigt, trägt nicht dazu bei, sie weniger bedenklich zu machen. Die niederländische Regierung gibt dem Empfinden des ganzen Volkes Ausdruck, indem sie in dieser Beschlagnahme eine Gewalttat sieht, gegen die sie mit der ganzen Kraft ihrer Ueberzeugung und ihres verletzten Nationalempfindens protestiert."
»e* Selbsttötung im Untersuchungsgefängnis. Im Untersuchungsgesängnis zu Stadelheim erhängt sich, wtz aus Müttchen gemeldet wird, die beim letzten Streik in München bekannt gewordene Frau Sara Sonja Lerch. gegen die zusammen mit dem Schriftsteller Kurt Eisner ein Landesverratsversabren eingeleitet war.
Timm Krtzger gestorben. Der Holstetner Heimatdichter Justizrat Trimm Kroger ist 73 Jahre alt ge-
Mord aus Rache. Der 36jährige Architekt Liichau in Hannover wurde vorr seiner 25jährigen Haushälterin Margarete Haefker, als er lesend am Tische saß, durch zwei Schüsse in den Kopf getötet. Die Mörderin verletzte sich selbst durch Schüsse in die Seite schwer. Lüchau hatte der Haefker gekündigt und wollte sich sei» neu Haushalt von seiner Schwester rveiterführen lassen. Die Haefker hatte erwartet, daß Lüchau sie heiraten werde.
Einstellung des ganzen PaketverkehiS nach dem Westen. Aus Anlaß der Kanipfhandlungen muß der private Paket- und der private Feldfrachtstückverkehr von der Heimat nach der Westfront bis auf weiteres eingestellt werden. Dasselbe gilt bekanrttlich für den Berfand von Päckchen. Privatsendungen von Paketen und Gütern können also einstweilen zur Beförderung nach der Wesffront nicht angenommen werden.
Weitere Drahtnachrichten.
Explosion in einer französischen Munitionsfabrik.
i^. Genf, 2. April. (T. II.) Eine Explosion zerstörte nachts in Angers eine Mmtttionswerkstätte. 40 Personen wurden verwundet, darunter 11 lebensgefährlich.
Französische Blätter über den Ernst der Lage.
»-*. Geuf, 2 April. (Eig. Drahtn.) Der Matin und andere Blätter betrachten die Gesamtlage als anda«er«H ernst. Matin vertritt die Anschauung, daß in Anbetracht der von Deutschland gemachten Hauptaustrenaun- gen gegen Amtens deuffche Angriffe in den nördliche» Frontabschnitten nicht zu gewärtige« seien. Aeünlicher Zlnschauuna ist auch der Temps.
Kriegsanleihespruch!
Der uns gab die Seele, zu schmiede« ein Schwert.
Der uns gab die Heimat, des Schwertes wert, Der uns hieß das Schwert i« Ehre« trage«, Der wird dieses Schwert ««Szum Siege fcklageit!
Otto W»